Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

Stimmt. Aber bei den anderen habe ich dir ja nicht widersprochen. Wobei das auch eher vereinzelte Fakes waren, welche relativ einfach entlarvt wurden. Wie z.B. das mit der Mondlandung.
Nur wird man zukünftig Deepfakes nicht mehr so einfach entlarven können.
Es können nicht nur Bilder, sondern auch Videos manipuliert werden. Einschließlich Stimmen.
Und dabei liegt das große Problem. Ob Medienkompetenz alleine dann noch ausreicht oder wir in ein Informationschaos stürzen wird man dann sehen. Manche Leute fühlen sich dann auch noch bestätigt weil sie so etwas glauben wollen. Wir haben ja jetzt schon gewaltige Probleme mit Schwurblern.
Und wenn die Medien selber darauf reinfallen und die falschen Informationen verbreiten, wer soll dann noch feststellen ob etwas echt ist oder nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
So sehr wie die aktuell diskutiert werden könnte das imo in Zukunft sogar zu besserem Umgang mit Medien führen.
Die Grundannahme dass das was man auf Bildern, erst recht auf bewegten, sieht grundsätzlich der Wahrheit entspricht stimmte nämlich noch nie, aber die Diskussion um Deepfakes macht das jetzt deutlich offensichtlicher.
Es macht schon einen Unterschied wie leicht zugänglich bestimmte Technolgien sind welche ein hohes Schadenspotential bieten.

Nicht umsonst ist z.B. in Deutschland der Besitz und das Mitführen von Feuerwaffen nicht so ohne weiteres gestattet. Und auch an Atombomben kommt eine Privatperson aus gutem Grund nicht heran.
KI-gestützte Tools (wobei es ja im Prinzip nur extrem leistungsstarke und geschickte Mustererkennung ist) dagegen sind mittlerweile für jedem am Smartphone zugänglich. Und ChatGPT zeigt wie schnell die Entwicklung fortschreitet.
Mir macht weniger die Technologie als solches Sorge, sondern das bald jedes Kind damit alles Erdenkliche fälschen kann (und zwar in einer Qualität, dass selbst Experten sich nicht sicher sind).
 
Mir macht weniger die Technologie als solches Sorge, sondern das bald jedes Kind damit alles Erdenkliche fälschen kann (und zwar in einer Qualität, dass selbst Experten sich nicht sicher sind).
Eben. Damit können z.B. Klassenarbeiten und Bewerbungen gefälscht werden.
Oder wenn die Software noch mehr fortgeschritten ist Studienklausuren und Doktorarbeiten.
Vielleicht lassen sich welche später auch Romane damit schreiben.

Aber für noch gefährlicher halte ich perfekte Deepfakes. Um bewusst die Wahrheit zu manipulieren und Unruhen anzustiften. Oder um jemanden Verbrechen anzuhängen.
 
Ich fands das Video sehr interessant. :top:

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Vor allem, wenn man diese Möglichkeiten mal weiter spinnt. So viel fehlt ja eigentlich nicht mehr, bis die ersten "A.I. Optionen" in zb. Spielen vom "Entwickler-PC" zum "Spieler-PC" wandern.

Man also vor dem Spielstart für bestimmte Dinge (zb. Dialoge) individuelle Kriterien vorgibt, und die A.I. dann den Spielinhalt quasi kurzerhand neu "abmischt". So könnte man dasselbe Spiel immer wieder komplett neu "erleben".

Bei richtig komplexen Änderungen (zb. die ganze Spielwelt betreffend) wäre ja auch denkbar, vor dem Download des Spiels bestimmte Kriterien vorzugeben, die dann von der A.I. quasi in der Cloud berechnet, und dann vor dem Download angefertigt werden. Zb. Texturen, Gebäude, Straßenverläufe usw.

Auf alle Fälle schon ziemlich beeindruckend, was - und in welchem Detailgrad - aktuell "schon" mit A.I. so alles angestellt wird, und werden kann.

Und wie schnell auf dem Gebiet die Fortschritte passieren.
 
Und wie schnell auf dem Gebiet die Fortschritte passieren.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Entwickler dieser K.I.s da selber nicht mit gerechnet haben.
Und auch noch einige Überraschungen erleben werden.

In der Maybrit Illner Sendung, meinte Ranga Yogeshwar, das Chat GPT aufeinmal eine andere Sprache (ich glaube persisch) beherrschte. Wo vorher niemand mit gerechnet hatte. Nur um ein Beispiel zu nennen.

Der "Flaschengeist" wurde befreit und lässt sich nicht mehr einfangen.

Oder "Pandoras Büchse" wurde geöffnet... kann man so oder so sehen.
 
Gestern gab es eine Maybrit Illner Sendung zum Thema:

Künstliche Intelligenz – Maschine gegen Mensch?

War ganz interessant. Zum Schluß wurde erwähnt, dass K.I.s nie echte Kreativität wie Menschen erreichen können.
Aber die Einschätzung teile ich nicht. Weil sie Ansatzweise schon kreativ ist und neues erschaffen kann.
Die Sendung hab ich auch gesehen und KI kann niemals ein Bewusstsein haben wie ein Mensch, das geht schlicht nicht.
 
Geht nicht gibt´s nicht. Vielleicht fehlt dir dafür das Vorstellungsvermögen. :D
Nö, geht nicht. ;)
Der KI wird immer der emotionelle Bereich fehlen, das macht beim Bewusstsein eine Menge aus, vermutlich alles.
Kann eine KI lieben oder hassen? Nein, kann sie nicht.
Die KI freut sich nicht mal, wenn sie mich beim Schach schlägt. :D
 
Für ein künstliches Bewusstsein sind keine Emotionen erforderlich. Siehe Data aus Star Trek.
 
Wenn du eine KI haben willst, die nicht von einem Menschen unterscheidbar ist (und da wollen ja alle hin), brauchst du emotionale Intelligenz.
Wieso auf Ebene der Logik gibt es doch genug Gemeinsamkeiten. Emotionen können außerdem auch unser Denken und handeln negativ beeinflussen.
 
Ein paar TRNG Einheiten in die künstlichen Neuronen verteilt und schon hast du "Kreativität" und "Emotionen"
Kannst du das mal näher erklären? Was haben Zufallsgeneratoren mit Kreativität und Emotionen zu tun?
Wir beeinflussen mit unseren Denken die Emotionen und die Emotionen beeinflussen umgekehrt das denken.
Wenn da Zufälle eingebaut werden wird das doch chaotisch. Die Ursache für unsere fühlen sind Hormone.
Auch Kreativität ist ja nicht chaotisch, sondern zielgerichtet. Und hat auch kausale Ursachen.
 
Kannst du das mal näher erklären? Was haben Zufallsgeneratoren mit Kreativität und Emotionen zu tun?
Wir beeinflussen mit unseren Denken die Emotionen und die Emotionen beeinflussen umgekehrt das denken.
Wenn da Zufälle eingebaut werden wird das doch chaotisch. Die Ursache für unsere fühlen sind Hormone.
Auch Kreativität ist ja nicht chaotisch, sondern zielgerichtet. Und hat auch kausale Ursachen.
Die Hormone sorgen halt in erster Linie für etwas mehr Chaos im Gehirn. Und so ein Chaos kann man mit gezielt eingesetzten Zufallsgeneratoren erzeugen.
 
Es gibt ja Leute, die durch die Einnahme von bewusstseinserweiternden Mitteln erst richtig Kreativ werden.
Die KI will ich sehen, die im Rausch ein Gedicht verfasst. :D
Etwas verkannt. Die Mittel bringen nur hervor was stets schon da war. Unterdrückt durch viele etwaige Faktoren. Wer sich LEIDER damit auskennt weiß das.
 
Es gibt ja Leute, die durch die Einnahme von bewusstseinserweiternden Mitteln erst richtig Kreativ werden.
Die KI will ich sehen, die im Rausch ein Gedicht verfasst. :D
Oder bei psychischen Erkrankungen in manischen Phasen.
Was hormonelle Ursachen hat.

Die Hormone sorgen halt in erster Linie für etwas mehr Chaos im Gehirn. Und so ein Chaos kann man mit gezielt eingesetzten Zufallsgeneratoren erzeugen.
Achso ok.

Aber dennoch insgesamt eine Ordnung und determiniert.


Aber was passiert denn bei Kreativität genau? Man hat eine Problemstellung als Vorstellung von einer Sache im Kopf. Und kombiniert dann Informationen welche im Gehirn vorhanden sind miteinander. Bis eine Lösung da ist und es konkret geworden ist.

Künstlerisch müssen es natürlich nicht immer Problemlösungen sein. Aber man beschäftigt sich mit einen konkreten Thema und hat dann eine Vorstellung einer Sache im Kopf. Und erschafft etwas neues wenn die Idee umgesetzt wird.
Das meinte ich mit "zielgerichtet".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, dass wir die Natur kopieren müssen. Es gibt kein Lebewesen, das Silizium Transistoren und Mikroschaltelemente benutzt. Silizium gibt es mehr als genug auf der Erde. Sie hätte es im Laufe der Milliarden Jahre Evolution zumindest mal ausprobieren können. Hat sie aber nicht.

Siliziumverbindungen sind zu stabil unter irdischen Bedingungen. Biologisches Leben ist auf Substanzen angewiesen, die sich leicht trennen und neu zusammensetzen lassen. Elemente für deren Bearbeitung man >>100 °C und Flussäure braucht, sind nicht geeignet. Und vor allem: Silizium ist eben nicht häufig und leicht zugänglich. Zum Beispiel kommt in Wasser gelöst quasi nicht vor und du kannst es weder ein- und ausarbeiten. Leben existiert aber nicht im Boden (sondern wenn dann in den BodenZWISCHENRÄUMEN), sondern im Wasser und in der Luft (einschließlich in-der-Luft-mit-den-Füßen-auf-dem-Boden).

Davon abgesehen hat die Evolution keine Möglichkeit, von einmal eingeschlagenen Wegen abzuweichen und das Leben ist halt (u.a. wegen ersterem Einwand) auf Kohlenstoffbasis entstanden. Von da führt kaum ein Weg zu Silizium - außer bewusste Konstruktion und Einsatz von Werkzeug.

Aber beide Einschränkungen gelten nicht für KIs, denn die sind eben künstlich - es gibt einen Schöpfer, der die passenden Grundlagen mit Werkzeug schaffen kann.


Fusionsreaktoren auch. Bedes ist aber weit davon entfernt, nutzbar zu sein.

Das eine ist seit 50 Jahren weit davon entfernt nutzbar zu sein, das andere kannst du seit ein paar Monaten nutzen. Es ist immer noch nutzlos, ja, aber es ist benutzbar.


Sagt bescheid, wenn damit ein Androide herum läuft. ;)

Afaik haben sowohl Sony als auch Boston Dynamics, definitiv aber MIT-Forscher, ihren Laufrobotern über KI-Training die nötigen Fähigkeiten beigebracht. Mittlerweile gibt es sogar welche, die es sich selbst beibringen konnten.


Aber es wird nie irgendwas neu entwickeln, nicht möglich, da ist das Hirn dafür vorbehalten.....

Haben das die UN, der Bundestag oder du festgelegt?
Und wurde den KIs auch Bescheid gesagt, nicht dass die die Entscheidung einfach ignorieren?


Warum sind 8 Beine besser? Du musst 8 statt 2 Beine beherrschen. Stelle ich mir komplex vor.

Hängt davon ab, was du machen willst und wie der restliche Körper aussieht. Der große Vorteil vieler Beine ist, dass man die Hälfte anheben kann und trotzdem stabil steht. Bei acht Beinen und dem richtigen Körperbau sind sogar beinahe beliebige vier möglich. Ein Vier- oder gar Zweibeiner muss dagegen seine Bewegungen koordinieren, sonst landet er auf die Fresse. Sowohl die ersten laufenden Tiere als auch die ersten Laufrobotter hatten deswegen deutlich mehr Beine: Es ist viel weniger komplex, wenn man einen Nervenknoten/Prozessor für die Bewegung eines Beins oder Beinpaars abstellen kann, der die selbständig übernimmt, als wenn man alle zentral koordiniert. Besonders simpel wird die Sache, wenn man die Abstände zwischen den Beinen so groß macht, dass sie sich nicht gegenseitig behindern können. Modellorganismus für die ersten Laufrobotter waren deswegen Stabheuschrecken.


Stimmt. Aber bei den anderen habe ich dir ja nicht widersprochen. Wobei das auch eher vereinzelte Fakes waren, welche relativ einfach entlarvt wurden.

Gibt genug manipulierte Bilder, bei denen die Manipulation erst Jahrzehnte später bekannt wurde. Und vermutlich auch welche, bei denen wir bis heute nicht wissen, dass sie Fake sind. Und es gibt sehr viele Aufnahmen, bei denen weiß man es nur, weil es der Schöpfer gleich dazu gesagt hat. Nennt man z.B. "Film": Sieht echt aus, ist es aber nicht. Wenn du die den Durchschnittsdeutschen fragst, wieviele Werbevideos von Autos er in den letzten 5-10 Jahren gesehen hat, wird er dir vermutlich eine komplett falsche Antwort geben. Die richtige lautet nämlich "gar keins". Es werden schon lange keine Neuwagen mehr für Videodrehs durchs Land geheizt, maximal ein flexibel verstellbares Chassis um passend Staub aufzuwirbeln. Das beworbene Objekt ist aber immer gerendert. In Katalogbildern noch viel länger.

Fällt aber vielen nur auf, wenn auch eine synthetische, absichtlich detailarme Umgebung genommen wird. Und selbst dann wird nicht bewusst darüber nachgedacht, solange man nicht nachfragt, denn im Bild/Video selbst gibt es keinen Anlass, über den man stolpern kann. Bild zeigt eben immer nur einen Ausschnitt oder gar keinen Kontext. Da kann man leicht die ganze Szene nachstellen oder eben direkt künstlich schaffen. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die Fotos oder Videos als Beweis dafür nehmen, dass irgendwelche Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben. Kampfhandlungen, politische Ansprachen, etc. etc. etc. etc. Was wären Klatschmagazine die letzten 20 Jahre ohne Fake-Storys mit teils genauso falschen Promibildchen gewesen? Oder die BLÖD?


Aber für noch gefährlicher halte ich perfekte Deepfakes. Um bewusst die Wahrheit zu manipulieren und Unruhen anzustiften. Oder um jemanden Verbrechen anzuhängen.

Gefakte Texte werden seit Ewigkeiten genutzt, um anderen Verbrechen anzuhängen. Ich glaube Beispiele aus dem antiken Griechenland sind belegt. Und es ist bis heute hochgefährlich, aber bislang war wenigstens Arbeit nötig, um realistische Erfolgschancen zu haben. Mit ChatGPT ist dem nicht mehr so, man kann es einfach massenhaft automatisiert versuchen, bis es klappt oder durch schiere Masse die gewünschte, falsche Botschaft hängen bleibt. Reddit hat wohl bereits massive Probleme mit KI-Bots, die einzelne Bereiche zuspammen, aber anfangs kaum als nicht-User erkennbar sind und so die Moderation überfordern. Bislang ist es nur Werbung. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis politische Akteure dieses Potential für sich nutzen werden. Oder vielleicht machen sie es schon? Im Ukraine-Thread gibt es Accounts, bei denen hat man den Eindruck, die werden einmal im Monat zurückgesetzt und fangen dann wieder mit der gleichen Basis-Leier an. Und für deren Unfähigkeit, auf entgegengebrachte Argumente einzugehen, würde sich ChatGPT schämen.

Und wenn ich mir angucke, worauf heute schon 50% der Menschen reinfallen, dann werden KI-Fakes jedenfalls mittelfristig von 80-90% für bare Münze genommen. Und den restlichen 10-20% nutzt es auch nicht viel, dass sie Fakes und echte Beiträge unterscheiden können, wenn letztere in der Flut ersterer ersaufen. Chat-KIs haben das Zeug, digitale offene Kommunikation komplett unmöglich zu machen. Dann fällt die politische Meinungsbildung auf das Niveau der 80er Jahre zurück: Man liest die Bild und bespricht sie mit 10 anderen Typen am Stammtisch. Aber deutschlandweite oder gar internationale Foren, wie wir hier gerade eins benutzen? Wo man sich mit gleich- und andersdenkenden Austauschen und andere Ansichten kennenlernen kann? Die werden dann nur mit gezielt eingesetzten KIs gefüllt sein. Nur geschlossene Chats mit geprüften Teilnehmern wäre noch denkbar, aber wie soll man die Leute kennenlernen, die man einladen möchte?


Kann eine KI lieben oder hassen? Nein, kann sie nicht.

Kannst du diese Aussage logisch-rational begründen?
 
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