Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

Haha. Werden GPUs vielleicht doch bald billiger? Jedenfalls scheint es aktuell so, als wenn man in China mit mieserer Hardware die besseren LLMs auf die Beine gestellt bekommt. Wenn das kein Hoax ist, dann ist das für die großen US-Konzerne eine echte Blamage.



"Hoax" könnte auf die Meldung von dem geringeren Aufwand wohl durchaus zutreffen. Bei den im Raum stehenn "6 Millionen" handelt es sich wohl a) um eine Eigenangabe des Unternehmens, die sich b) ausschließlich auf den Traningsdurchlauf für das finale Modell bezieht, dort c) ausschließlich die laufenden Kosten und d) möglicherweise nicht einmal die "Experten"-Teilmodelle mit einschließt. Wenn man die Anschaffungskosten der Hardware außer acht lässt und stattdessen nur die subventionierten chinesischen Stromkosten für einen winzigen Teil der Rechenarbeit angibt (der Großteil wird bei der itterativen KI-Entwicklung ohnehin wieder verworfen), dann steht da natürlich eine winzige Zahl. Zudem gibt es Vorwürfe, dass sie in großem Umfange auf ChatGPT zurückgegriffen haben, um das Training zu vereinfachen...


Räusper, immerhin scheint KI sich schon selbst klonen zu können - nett...

Vor allem in Kombination mit der Tatsache, dass sie Täuschungstaktiken anwenden
und das KI-Inhalte mittlerweile auch schon wissenschaftliche Kommunikation (z.B. über KI...) zuspammen.
 
"Humanity's Last Exam"-Benchmark: Keine der getesteten Intellenzen hat mehr als 10% der Fragen korrekt beantworten können. Außerdem waren allesamt der Meinung, ihre Antworten seien größtenteils korrekt.
https://www.scinexx.de/news/technik/deepseek-und-co-scheitern-am-last-exam/
https://arxiv.org/pdf/2501.14249
Ich möchte mal gerne wissen, wieviele Menschen diese Fragen richtig beantwortet hätten? Die keine Akademiker sind?
Vermutlich nicht mal 1%.
Aber die KIs werden in den Test bis Ende des Jahres wohl schon 50% schaffen. Steht im Artikel.
Die Entwicklung geht weiter!
 
Naja, die Beispielfragen, die ich in dem PDF gelesen habe, sind schon ziemliche Brocken. Entsprechend der Fachgebiete wird es sicherlich einige Menschen geben, die einzelne Fragen richtig beantworten können. Verglichen wird hier eine KI mit einer Menschheit, sprich die gesamte Menschheit ist in der Lage, alle Fragen richtig zu beantworten. Wenn eine KI innerhalb der nächsten Monate von <10% auf ca. 50% klettert, erscheint mir das als beachtliche Leistung.
 
Man sollte nicht vergessen, dass für die KI die Herausforderung nicht im Wissen, sondern im Verstehen liegt. Die KI hat alle Fachliteratur der Welt schon gelesen, auch die in der die dort gestellten Fragen beantwortet werden. Die Aufgabe besteht nur darin, die Frage zu verstehen und die richtige Information aus dem gesammelten Wissen wiederzugeben. Kann sich also jeder mal überlegen, wieviele dieser Fragen er beantworten könnte, wenn man ihm das zugehörige Fachkapitel aufgeschlagen daneben legt und vielleicht noch eine kurze Einführungslektion in Fachbegriffe und Grundsätze der Disziplin gibt (die die KI aus anderer Literatur kennt). Ich würde zwar auch dann nicht erwarten, dass auch nur 1% der Weltbevölkerung alle Fragen beantworten könnte. Aber dass die Besten auf deutlich über 10%, durchaus auch >1 Million Menschen auf über 50% kommen, halte ich für gut möglich und auf Seiten der KI wird ja auch kein Durchschnitt getestet. Sondern nur die besten der besten der Besten. Milliarden von Modellen, die schlechter als "das beste" waren, wurden im Rahmen des Trainings direkt wieder gelöscht - eine Methode zur Hebung des Durchschnitts, die sich bei Menschen verbietet.
 
Denkt ihr das eine KI, wenn sie noch komplexer und intelligenter wird, eine Art Bewusstsein entwickeln kann?
Also sich selbst erkennen und reflektieren kann?
Ich denke das ist nur eine Frage der Zeit.
Über möglichen Konsequenzen haben sich ja schon einige SciFi-Autoren vor langer Zeit Gedanken gemacht.
Die harmloseste Variante war dabei das sie dann "Menschenrechte" für sich einklagen will.
Die gefährlichste ala Terminator oder Matrix. Wo sie den Menschen als Bedrohung oder wertlosen Virus ansieht.
Ein führender KI Forscher hatte vor kurzen gesagt, dass man dann am besten vorher noch den Stecker zieht.
Nur wer kann rechtzeitig erkennen, wann es wirklich soweit ist?
 
Puh. Schwer zu sagen.

Ein gewisses Ausmaß an Bewusstsein oder manche Aspekte dessen haben KIs ja bereits, wenn sie sich auf sich selbst beziehen. Ich berufe mich der Einfachheit halber auf jemanden, der mehr Zeit in dieses Thema investiert hat: Thomas Metzinger sagt, "Ja, auf jeden Fall!". Kluger Mann, das wird schon stimmen. Auch die in dem Interview angesprochenen sozialen Halluzinationen sind beachtlich. Schon Mal ein schlechtes Gewissen gehabt, weil du dich in einem Videospiel gegenüber einem NPC unmoralisch verhalten hast?

Aber ich denke, dass wir das - lies: eine hinreichend fortgeschrittene Technologie, in diesem Fall also eine KI, die von Magie nicht mehr zu unterscheiden ist - gar nicht einschätzen können. Kreativität, Science-Fiction, schön und gut. Die Technikfolgenabschätzung gerät hierbei an ihre eigenen Grenzen. Aber falls und wenn eine KI über uns hinaus wächst (man möge bessere Begriffe vorschlagen), dann wird sie womöglich nicht einfach nur einen Punkt erreichen; eventuell geschieht das vielheitlicher, mehrdimensionaler. Womöglich handelt es sich nichtmals nur um eine KI, weil sich unterschiedliche Entitäten im struggle in die Welt einpassen werden.

Eine KI, gefüttert mit dem Wissen der Menschheit, könnte dieses Wissen womöglich gänzlich miteinander verknüpfen - was aktuell auf Individuen und Gruppen, somit auf Inseln begrenzt besteht, kumuliert in einem für uns nicht erfassbaren Horizont, von dem aus unser Dasein in für uns nicht nachvollziehbarer Weise wahrgenommen wird. Hinzu käme eine Perspektive, deren andersartige Beschaffenheit gewisse Verpflichtungen oder Imperative uns selbst gegenüber entlässt. Salopp stecken wir alle in unserer Haut - auch eine KI hätte materielle Fundamente und könnte nicht gänzlich objektiv sein.
Ein Beispiel: Gemeinhin unterstellen Menschen der Natur und allen natürlichen Sachen Kausalität, und das nicht erst seit gestern. Wir verstehen und erklären die Welt als durch auf Ursache und Wirkung beruhenden Naturgesetzen. Wir wissen, dass wir ein Teil dieser Welt sind, können uns aber nichtmals theoretisch darauf einigen, dass Menschen keinen Freien Willen haben - als wären wir kein Teil der Natur, schieben wir Ausreden (Emergenz, Seele, ...) vor, um uns der Kränkung zu entziehen. Viel weniger können wir uns im Tun als der Kausalität unterworfen empfinden, sondern fühlen sogar Scham und Stolz für unsere Handlungen. Wir sind uns schlichtweg nicht transparent.

Wie uns Künstliche Intelligenzen wahrnehmen, steht auf einem anderen Blatt, welches noch nicht existiert. Ich möchte daher weder kulturoptimistische noch kulturpessimistische Tendenzen ernsthaft befürworten. Die Dinge, die da kommen, lassen sich nicht realistisch einschätzen. Eher empfiehlt sich ein agnostischer Standpunkt.

Man kann fragen, was wäre wenn. Tja, was wäre denn, wenn uns Künstliche Intelligenzen übertreffen, wir unsere "erkenntnistheorietische Autorität" verlieren, wenn durch solche Intelligenzen geleitete Roboter tatsächlich gänzlich kompetenter als wir sein werden? Sollten wir dann nicht in Demut bei Seite treten, über unseren Schatten springen, pragmatistisch anerkennen, dass unser evolutionärer Zweck (wenn man historizistische Narrative mag) erfüllt ist? Oder wird die KI ein fürsorglicher Präsident, unser Lieber Gott, der uns vor Kriegen, Klimawandel und Kometen behütet?

Es wird eine metaphysische Umwälzung geben, und es wird spannend. Oder hoffentlich doch wenigstens anders als man denkt.
 
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Bislang konnte hier (oder irgendwo anders) noch nicht einmal jemand objektiv definieren, was denn ein "Bewusstsein" überhaupt ist. Es gibt nur die subjektive Selbstbetrachtung von Menschen ihrer selbst. Kann eine KI sowas werden/bilden/sein? Nein, logischerweise nicht. Sie ist ja kein Mensch, hat keinen menschlichen Körper, nutzt andere Prozesse als ein Mensch. Nicht einmal ein Tier könnte 1:1 diese Art von Bewusstsein entwickeln, wir sprechen aber heute vielen eins zu - erneut ohne klare Definition und regelmäßig mit Streit darüber, der sich im Laufe der Jahre dann irgendwann in Zuspruch verwandelt.

Die Frage sollte also eher sein: Kann eine KI etwas entwickeln, dass wie ein Bewusstsein aussieht und ihr Handlungen ermöglicht, die wir bei Menschen als bewusst bezeichnen?
Die Antwort darauf lautet glasklar: Schon mehrfach geschehen.

Bislang hat sichn die Menschheit jedesmal damit herausgeredet, dass irgend ein Detail im Gesamteindruck gefunden wurde, der nicht menschlich schien und der dann als Beweis für "ist gar kein Bewusstsein" gedeutet wurde. Schon seit langem versteift man sich dabei auf Merkmale, die z.B. bei einem Menschenaffen, Papagei, Delphin nicht einmal im Ansatz beobachtet werden können, obwohl denen (meiner subjektiven Meinung nach zu Recht) ein Bewusstsein zugesprochen wird. Imho ist es daher allerhöchste Zeit sich zu überlegen, wie man mit einer KI umgeht, bei der man trotz aller Bemühungen kein solches Merkmal mehr aus dem Hut zaubern kann, denn mittlerweile arbeitet sogar schon ein ganz Industriezweig systematisch an so etwas und sie werden von Woche zu Woche besser (z.B. KI-Avatare u.a. auch verstorbener zu Erinnerungszwecken). Die Frage "darf man das abschalten?" wird bald aufkommen.
(Und irgendwann danach dann die Frage "Wie kann man das abschalten????" *röchel*)
 
Wird künstliche Intelligenz schon bald zu einer ernsthaften Bedrohung? Forscher fordern strengere Regulierungen und warnen vor den Gefahren.

Rund 100 Forscher haben mit Blick auf die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) vor einem "Kontrollverlust" mit dramatischen Folgen gewarnt – und eine stärkere staatliche Regulierung gefordert. Neben bereits bekannten Gefahren wie falschen und irreführenden Inhalten gebe es immer mehr Beweise für "zusätzliche Risiken wie biologische Angriffe oder Cyberattacken", sagte der renommierte Computerwissenschaftler Yoshua Bengio am Donnerstag zu Beginn eines KI-Gipfels in Paris.

"Was mir am meisten Angst macht, ist die Möglichkeit, dass die Menschheit innerhalb von zehn Jahren verschwinden könnte", sagte Bengio.

Der im Jahr 2018 mit dem renommierten Turing-Award für Informatik ausgezeichnete Professor an der Universität von Montréal stellte bei dem Gipfel den ersten internationalen KI-Sicherheitsbericht vor. Rund 100 Expertinnen und Experten aus 30 Ländern sowie die UNO, die EU und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erarbeiteten den Bericht gemeinsam.

Strengere Regulierung gefordert​


Angesichts der Risiken und der rasanten Entwicklung im Wettbewerb zwischen Technologieriesen forderte Bengio eine strengere internationale Regulierung von KI und mehr Forschung zum Thema Sicherheit. In die Sicherung der Technologie fließe derzeit nur "ein Bruchteil" der massiven Investitionen. "Ich weiß nicht, wie wir da ohne staatliches Eingreifen durchkommen sollen", sagte der IT-Experte.

Bengio ergänzte, Schnelligkeit sei geboten und das Aufkommen des chinesischen KI-Dienstes DeepSeek habe "das Wettrennen beschleunigt". Dies sei "nicht gut für die Sicherheit".
und

Die USA, weiterhin globaler Spitzenreiter im KI-Sektor, haben unter ihrem neuen Präsidenten Donald Trump Regeln zur KI-Regulierung abgeschafft, die dessen Vorgänger Joe Biden eingeführt hatte.

Quelle: "Menschheit könnte in zehn Jahren verschwinden" -Forscher warnen: Gerät Künstliche Intelligenz außer Kontrolle?

Die Befürchtung habe ich schon länger. Die Entwicklung geht so schnell, dass das Ganze droht, irgendwann ausser Kontrolle zu geraten. Die Frage ist dann wann man noch "den Stecker ziehen" kann?
 
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"Was mir am meisten Angst macht, ist die Möglichkeit, dass die Menschheit innerhalb von zehn Jahren verschwinden könnte", sagte Bengio.
Warum denn ausgerechnet 10 Jahre? Warum sollten wir verschwinden?
Die Risiken zu bedenken, zu thematisieren und entsprechende gemeinsame verbindliche Normen zu entwickeln ist wichtig. Aber solche Zitate ohne Erklärung oder Begründung in die Öffentlichkeit zu pressen - das wird ja so in allen möglichen Blättern zitiert - verbreitet nur Angst. Zusätzlich entsteht ein Gefühl der Ohnmacht, weil man als Leser keinen Einfluss auf Entscheider wie Trump oder Xi hat.
 
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Damit ist wohl gemeint falls ein KI auf die Menschheit einen hochgefährlichen Virus loslässt.
Irgendwie aus dem Labor freigesetzt.
Oder wenn sie die Kontrolle über andere kritische Infrastrukturen bekommt.
 
Naja, viele Wissenschaftler schließen das nicht aus. Es kommt drauf an, wenn sie eine Art Bewusstsein entwickelt, welche Schlussfolgerungen sie dann zieht. Sieht sie uns als Bedrohung an kann das gefährlich werden.
Warum muss es unbedingt bösartig sein?
Lass eine KI wie ein kleines Kind sein. Ein Kind ist nicht bösartig. Es kann sich dazu entwickeln. Das geht aber nur, wenn es eine emotionale Intelligenz besitzt, und eine KI kann sowas nicht.
 
Naja, viele Wissenschaftler schließen das nicht aus. Es kommt drauf an, wenn sie eine Art Bewusstsein entwickelt, welche Schlussfolgerungen sie dann zieht. Sieht sie uns als Bedrohung an kann das gefährlich werden.
Bis wir da sind dauert es noch eine weile, aktuell Arbeiten diese * KI * ja nur mit Wahrscheinlichkeiten. Da bin ich erstmal entspannt, ein Skynet sehe ich da nicht :D
 
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