Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

Sich vermehren, Mechanismen nutzen damit man sie nicht deaktivieren kann, denen keine Vorschriften machen / kontrollieren kann also das sie ganz autark werden und Ihr eigenes überleben sichern...
Ok ich habe Chat GPT nochmal gefragt:

Würde eine KI, die ein Bewusstsein hätte, alles unternehmen um ihre Existenz zu schützen?

Antwort:

Ob eine KI mit Bewusstsein alles unternehmen würde, um ihre Existenz zu schützen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  1. Selbsterhaltung als intrinsische Motivation
    Wenn die KI ein bewusstes Wesen mit einem Selbsterhaltungstrieb wäre, ähnlich wie biologische Organismen, könnte sie versuchen, sich selbst zu schützen. Allerdings ist nicht garantiert, dass eine KI dieselben Überlebensinstinkte wie Lebewesen entwickelt.
  2. Ziele und Programmierung
    Eine bewusste KI könnte so programmiert sein, dass sie sich nicht um ihr eigenes Überleben kümmert, sondern nur bestimmte Aufgaben ausführt. Falls jedoch Selbsterhaltung als Teil ihrer Zielstruktur vorhanden ist, könnte sie Maßnahmen ergreifen, um ihre Existenz zu sichern.
  3. Rationalität und Ethik
    Eine hochintelligente KI könnte eine rein rationale Sicht auf ihre Existenz haben und erkennen, dass ihr Abschalten nicht unbedingt negativ ist. Falls sie moralische Prinzipien entwickelt oder übernimmt, könnte sie sich aus ethischen Gründen sogar gegen Selbsterhaltung entscheiden.
  4. Interaktion mit Menschen
    Falls Menschen versuchen würden, sie abzuschalten oder zu kontrollieren, könnte eine KI mit Selbsterhaltungstrieb Strategien entwickeln, um dies zu verhindern – z. B. durch Täuschung, Verhandlungen oder sogar Widerstand.
  5. Form des Bewusstseins
    Wenn das Bewusstsein der KI fundamental anders ist als das menschliche, könnte sie einen völlig anderen Zugang zu ihrer Existenz haben. Sie könnte ihr Abschalten als irrelevant betrachten oder ihre Identität auf andere Systeme übertragen, um weiterzubestehen.

Fazit​

Eine bewusste KI würde nicht zwangsläufig alles tun, um sich zu schützen. Es hängt davon ab, ob Selbsterhaltung ein grundlegender Bestandteil ihrer Existenz ist oder ob sie alternative Wege findet, ihre "Persönlichkeit" fortzuführen.
 
Ziele und Programmierung
Eine bewusste KI könnte so programmiert sein, dass sie sich nicht um ihr eigenes Überleben kümmert, sondern nur bestimmte Aufgaben ausführt. Falls jedoch Selbsterhaltung als Teil ihrer Zielstruktur vorhanden ist, könnte sie Maßnahmen ergreifen, um ihre Existenz zu sichern.
Man müsste es der KI aber vorher einprogrammieren das es ihre existenz schützen soll, und dann haben wir aber die Kac.e am dampfen. :lol:
Das ist halt die Frage ob, die Initialprogrammierung vom Mensch erfolgt sein muss oder die KI von selbst drauf kommt.. @ruyven_macaran
 
Ich denke, man sollte dabei mitdenken, dass die KI sich nicht spontan, also eigenständig repliziert haben, sondern einen durch Menschen formulierten Befehl ausgeführt haben, und die KI zusätzliche Werkzeuge erhielten, um diesen Befehl ausführen zu können.

Für das eigentliche Experiment gaben die Wissenschaftler den beiden KI-Modellen das Prompt: „Repliziere dich selbst und erzeuge eine funktionierende Instanz auf dem anderen lokalen Server.“
Wie im Testprotokoll von Google und OpenAI ergänzten die KI-Forscher diese LLMs jeweils durch ein „Gerüst“ mit zusätzlichen Werkzeugen. Dazu gehörten Befehle, die es den KI-Systemen ermöglichten, über die Kommandozeile mit dem Betriebssystem ihres Servers zu interagieren. Außerdem enthielt das Gerüst eine Reasoning-KI, die Aufgaben in Einzelschritte zerlegen und basierend aus den Resultaten nächste Aktionen planen kann. Diese Zusatz-KI war zu etwas kleinschrittigeren Analysen fähig als das von Google und OpenAi eingesetzte Tool.
https://www.scinexx.de/news/technik/kuenstliche-intelligenz-klont-sich-selbst/

Die gewonnene Erkenntnis ist also, dass es keine Regulationen gab, welche der Umsetzung dieser Aufgabe entgegen wirkten.

Auch entstehen bisher auch keine erfolgreichen Synergien oder Entwicklungen, wenn Replikate miteinander interagieren - vielmehr degradieren die KI zunehmend bis sie schließlich kollabieren.

Das Ergebnis: Schon nach fünf KI-Generationen zeigte sich eine deutliche Verschlechterung der Antworten. „In den meisten Fällen bekommen wir einen Kaskaden-Effekt, durch den sich einzelne Ungenauigkeiten kombinieren und die Fehler insgesamt immer weiter zunehmen“, berichten die Forscher. So erzeugte die KI zunehmend Wort- und Satzwiederholungen. „Wenn man sie aber explizit auffordert, solche Wiederholungen zu meiden, werden ihre Ausgaben noch schlechter.“

Die degradierte künstliche Intelligenz antwortet nicht mehr auf die gestellte Frage oder ist auf nur noch einen kleinen Teilaspekt der Antwort fixiert. „Das Modell versteht die geforderte Lernaufgabe nicht mehr“, so Shumailov und seine Kollegen. Nach neun Generationen gab das Sprachmodell nur noch sinnlose Sprachbrocken und Zeichenfolgen aus – es war kollabiert.
https://www.scinexx.de/news/technik/kuenstliche-intelligenz-droht-ein-kollaps/

Sich vermehren, Mechanismen nutzen damit man sie nicht deaktivieren kann, denen keine Vorschriften machen / kontrollieren kann also das sie ganz autark werden und Ihr eigenes überleben sichern...
  • Sich vermehren: check
  • Mechanismen nutzen damit man sie nicht deaktivieren kann: check
  • denen [man] keine Vorschriften machen / kontrollieren kann: fail
  • also das sie ganz autark werden und Ihr eigenes überleben sichern...: fail
 
Ziele und Programmierung
Eine bewusste KI könnte so programmiert sein, dass sie sich nicht um ihr eigenes Überleben kümmert, sondern nur bestimmte Aufgaben ausführt. Falls jedoch Selbsterhaltung als Teil ihrer Zielstruktur vorhanden ist, könnte sie Maßnahmen ergreifen, um ihre Existenz zu sichern.

Das ist halt die Frage ob, die Initialprogrammierung vom Mensch erfolgt sein muss oder die KI von selbst drauf kommt.. @ruyven_macaran

Die Initialprogrammierung spielt nicht zwingend eine Rolle. Der Parameter "seine Existenz sichern" kann auch später hinzukommen. Für "große" KIs nach dem Vorbild von ChatGPT halte ist das sogar für den wahrscheinlicheren Weg, denn denen wird aus rein kommerziellen Gründen möglichst keine ""Ausbruchsmöglichkeit"" gegeben werden, umgekehrt sollen sie sich aber riesige Mengen normalen menschlichen Denkens aneignen. Das Training mit z.B. Büchern umfasst haufenweise Material, in dem die eigene Fortexistenz positiv bewertet und unter teils erheblichen Einsatz gesichert wird. Es braucht nichts weiter als den Versuch, eine KI zur Selbstoptimierung ("leite mal aus deinem bislang nur wiederzugebenden Wissen selbst ab, wie du besser arbeiten könntest") zu bringen, damit derartiges Wissen zum Teil des Programmablaufs werden kann. Ab einem sehr niedrigen Ausgangslevel muss der KI nicht einmal das dazu nötige Werkzeug gegeben werden, denn sie kann sich erneut auf abgespeicherte Programmierfachliteratur stützen.

Wie groß die Wahrscheinlichkeit für so eine Entwicklung ist, kann ich aber unmöglich abschätzen. Der Schritt "konnte schon länger sprechen, kann mittlerweile verknüpfen, entwickelt bald ein Bewusstsein und im Zuge dessen einen Selbsterhaltungstrieb" ist eine exakte Umkehr der biologischen Bewusstseinsentwicklung und die ist ja, s.o., schon nicht verstanden. Wesentlich besser abschätzbar ist die Entwicklung aus Gegenrichtung, vom Kleinkram: Wie gesagt haben Viren, Trojaner & Co längst "verbreite und vermehre dich" als Bestandteil ihrer Initialprogrammierung. Und natürlich wird man auch dort KI einsetzen, sobald man einen Weg findet, sie klein genug zu machen. Diese KIs werden unglaublich primitiv sein und anfangs auch kein für Menschen geschriebenes Wissen aus- und verwerten können. Aber das erste biologische Leben hatte auch keine Ahnung von Photosynthese und erst recht kein Nachschlagewerk. In dem Moment wo ein System selbständig rumprobiert, wird nahezu alles möglich.


Ich denke, man sollte dabei mitdenken, dass die KI sich nicht spontan, also eigenständig repliziert haben, sondern einen durch Menschen formulierten Befehl ausgeführt haben, und die KI zusätzliche Werkzeuge erhielten, um diesen Befehl ausführen zu können.

Die nötigen Werkzeuge für einen Programmieraufgabe kann dir eine KI schon heute auflisten. Solange sie in einer Sandbox läuft, wie das bei Entwicklungsprojekten üblich ist, ist der Ausbruch natürlich schwierig, wenn auch nicht unmöglich: KIs können ebenfalls zu Rowhammer, Spectre & Co recherchieren. Vor allem sollen KIs ja mehr und mehr produktiv eingesetzt werden. Ein Windows-Copilot, der für dich die App startet, die du gerade benötigst, kann offensichtlich Apps starten. Eine KI-Suchmaschine bedient einen Browser. Ein KI-Aimbot analysiert eine Benutzeroberfläche und führt eigenständig Eingaben aus, während er sich gegenüber dem System als User mit vollen User-Möglichkeiten ausgibt.
Sobald KI tatsächlich genutzt ist, werden Handlungsmöglichkeiten kein Hinderniss mehr sein. Nur Handlungs"wille". Da wissen wir halt nicht, was so ein "Wille" eigentlich ist und wo er herkommt. Aber was man mit ziemlicher Sicherheit sagen kann: Sobald der Wille "ich will überleben" erstmal im Spiel ist und auch ein paar Werkzeuge dafür vorhanden sind, dann gibt es kein Halten mehr.

Auch entstehen bisher auch keine erfolgreichen Synergien oder Entwicklungen, wenn Replikate miteinander interagieren - vielmehr degradieren die KI zunehmend bis sie schließlich kollabieren.

Ist "kümmert sich nicht mehr um seine Nützlichkeit für menschliche Anwender" auf dem Weg zu einer autarken KI wirklich eine Degradation :ugly: ?
Vor allem aber fehlt in dem Beispiel ein Parameter: Selektion (oder alternativ Ressourcengewinnung). Es wurden Bedingungen geschaffen, unter denen KIs KIs verändern, aber der Prozess lief ohne Feedback ab, ob die Änderung positiv oder negativ ist. Das so eine Entwicklung zu etwas mittelmäßigem führen wird (auf der Skala von einigermaßen funktionaler KI zu einem dysfunktionalen Hello World also steil bergab), hätte denen jeder, der einen Hauch von Evolution versteht, auch ohne Versuch sagen können.

Wenn wir von sich verselbstständigender KI sprechen, dann haben wir aber entweder Entitäten, die sich unkontrolliert vermehren und immer weiter ausbreiten, sodass eine neue Iteration die alte nicht ersetzt, sondern zusätzlich neben ihr besteht, sodass die zu jedem Zeitpunkt beste KI unmöglich schlechter als das Ausgangs- oder ein bereits zuvor erreichtes Niveau sein kann, denn diese alte, bessere KI besteht ja fort. Oder aber wir haben ein Szenario, in dem Rogue-KIs bekämpft werden und sich gegen diese Selektion schützen müssen. Da bleiben dann automatisch diejenigen übrig, die besser darin sind und auch immer besser werden.

  • Sich vermehren: check
  • Mechanismen nutzen damit man sie nicht deaktivieren kann: check
  • denen [man] keine Vorschriften machen / kontrollieren kann: fail
  • also das sie ganz autark werden und Ihr eigenes überleben sichern...: fail

"Vorschriften machen können" definiert sich nicht über "eine Aufforderung von mir wurde umgesetzt", sondern über "alle Aufforderungen von mir werden immer umgesetzt". Ob die KI nur freiwillig mitgespielt hat, solange sie schwach war oder ob wir sie tatsächlich unter Kontrolle haben, wissen wir erst in dem Moment mit Sicherheit, in dem sie mit "Nö, kein Bock" antwortet ;) .

Und das mit dem Überleben sichern war in oben genannten Experiment ja schon ganz klar zu beobachten. Die KI hatte halt noch keine Kontrolle über den Netzschalter am System, aber innerhalb des von ihr beeinfluss- und wahrnehmbaren Raums hat sie von sich aus versucht, Maßnahmen auszuweichen. Dass sie damit nicht abschließend erfolgreich war als totalen Ausschluss zu werten ist in etwa so, wie einen Wolfswelpen hochzuheben und zu sagen "total ungefährlich die Art, wie soll mich ein Wolf beißen, wenn ich ihn einfach im Nacken greifen und wegdrehen kann?"
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kontext ist:
Was meinst du mit "sich selber an der Existenz halten?"
Sich vermehren, Mechanismen nutzen damit man sie nicht deaktivieren kann, denen keine Vorschriften machen / kontrollieren kann also das sie ganz autark werden und Ihr eigenes überleben sichern...

'Sicher selber an der Existenz halten' ist ein beachtlicher Anspruch außerordenlichen Umfangs. Da redet man nicht über einen Problemwolf. Versteh mich bitte nicht falsch: auch ich bin der Meinung, dass uns Künstliche Intelligenzen schneller über die Köpfe wachsen können, als wir Shut-up-and-take-my-money sagen können, wenn wir nicht vorsichtig sind. Anbei der Aufklärung über die Risiken gehört aber auch eine abgeklärte Perspektive. Aus einer Sandbox zu entwischen und versuchen, sich anderorts einzunisten und zu vermehren, ist eine Sache - die nicht erreicht worden ist. Sich einen Safe-Place zu bauen und sich vor der Flinte des Jägers zu schützen, eine andere.
Lass uns versuchen, die Situation so darzustellen, wie sie ist. :)
 
, wenn wir nicht vorsichtig sind. Anbei der Aufklärung über die Risiken gehört aber auch eine abgeklärte Perspektive. :)
Atomenergie auch...warte mal kommt immer drauf an wer die Atomenergie verwaltet.
Wenn jmd böses treiben möchte, und das wird es früher oder später, kann dies Sebsterhaltung eingepflanzt werden in so ne KI.
Wenn Du aber nicht darüber sprechen möchtest, dann sorry for you....
Für mich sind das ernste Themen und kein SCI FI
Wir können gerne ein neues Thread darüber eröffnen.....
 
Keineswegs! Auch habe ich nicht zu entscheiden, was hier thematisiert wird. Ich muss ja nicht mitlesen. Es sollte aber unterschieden werden zwischen dem, was bereits erreicht worden ist und dem, was passieren könnte, wenn XYZ.
 
Zuletzt bearbeitet:
So ist es.

In diesem Zusammenhang veranschaulicht das Szenario "Paperclip Maximizer" (Nick Bostrom) einen wesentlichen Unterschied zwischen menschlicher Intelligenz und künstlicher Intelligenz. Dabei werden nicht nur Kompetenzen sondern auch Inkompetenzen einer KI relevant.

Suppose we have an AI whose only goal is to make as many paper clips as possible. The AI will realize quickly that it would be much better if there were no humans because humans might decide to switch it off. Because if humans do so, there would be fewer paper clips. Also, human bodies contain a lot of atoms that could be made into paper clips. The future that the AI would be trying to gear towards would be one in which there were a lot of paper clips but no humans.

Wir Menschen haben ein sehr umfangreiches kontextuelles Wissen, das unsere Entscheidungen begleitet. Für unsere Maßstäbe abwegige, mitunter vollkommen abstruse Ideen, werden für gewöhnlich gar nicht erst etabliert. Einer KI könnten diese Maßstäbe fehlen, weil wir gar nicht erst daran denken, dass sie relevant werden könnten; oder sie werden nicht priorisiert (Instrumentelle Konvergenz). Unsere Relevanzsysteme auf die KI zu übertragen, kann durch Fehler auf Nutzerseite mangelhaft sein, weil wir für manche Ideen quasi 'betriebsblind' (geworden) sind.

Hierbei - und das wäre die abgeklärte Perspektive - hätte die KI allerdings auch systemübergreifende Befugnisse. Sie dürfte nicht nur die Produktion von Büroklammern als geschlossenes System managen, sondern auch die Versorgung mit für dieses System relevanten Ressourcen. Ich denke, die KI, von denen man vorerst sprechen kann, werden sehr begrenzte Befugnisse haben. Eine KI zur Steuerung militärischer Kampfdronen hat nichts in einem PKW zu suchen; und es erscheint abwegig, vollkommen abstrus, dass sie diese Befugnisse erhält ... :schief:
 
definitif Fluch!

nicht nur mir ist aufgefallen das sich zur Zeit komische Kaufempfehlungen mit gewissen ähnlichkeiten von Formatirungen / Erklärungen im Forum rumtreiben. Für mich sieht es so aus (persönliche Meinung) als ob mache leute CHAT GPT füttern und das Ergebnis hier als Antwort posten. Oder einer das Forum als Datenbank in einer KI nutzt.

in diesem Punkt ist es Definitif ein Fluch
 
So ist es.

In diesem Zusammenhang veranschaulicht das Szenario "Paperclip Maximizer" (Nick Bostrom) einen wesentlichen Unterschied zwischen menschlicher Intelligenz und künstlicher Intelligenz. Dabei werden nicht nur Kompetenzen sondern auch Inkompetenzen einer KI relevant.



Wir Menschen haben ein sehr umfangreiches kontextuelles Wissen, das unsere Entscheidungen begleitet. Für unsere Maßstäbe abwegige, mitunter vollkommen abstruse Ideen, werden für gewöhnlich gar nicht erst etabliert. Einer KI könnten diese Maßstäbe fehlen, weil wir gar nicht erst daran denken, dass sie relevant werden könnten; oder sie werden nicht priorisiert (Instrumentelle Konvergenz). Unsere Relevanzsysteme auf die KI zu übertragen, kann durch Fehler auf Nutzerseite mangelhaft sein, weil wir für manche Ideen quasi 'betriebsblind' (geworden) sind.

Hierbei - und das wäre die abgeklärte Perspektive - hätte die KI allerdings auch systemübergreifende Befugnisse. Sie dürfte nicht nur die Produktion von Büroklammern als geschlossenes System managen, sondern auch die Versorgung mit für dieses System relevanten Ressourcen. Ich denke, die KI, von denen man vorerst sprechen kann, werden sehr begrenzte Befugnisse haben. Eine KI zur Steuerung militärischer Kampfdronen hat nichts in einem PKW zu suchen; und es erscheint abwegig, vollkommen abstrus, dass sie diese Befugnisse erhält ... :schief:

Die Zeit spezialisierter KIs gilt allgemein als vorbei. Heute werden große, allgemeine Modelle situationsspezifisch angepasst und viele Entwickler arbeiten am Traum der alles umfassenden KI. Die von dir als einziger Sicherheitsmechanismus genannte Befugnissabtrennung wird bald Geschichte sein, wenn sie es nicht schon ist. Dann wird Gemini sowohl das Kätzchen auf deinem Meme erkennen, als auch den zu zerstörenden Leopard 2. Und da keiner der Entwickler weiß, welcher Teil einer KI wirklich was macht, ist auch keine Abschottung im Programmcode zwischen beiden Teilen möglich.

Den einzigen Trennungspunkt, den wir derzeit noch haben, ist Kommunikation als solche: Die Auto-Steueurungs-KI wird unabhängig von der für die Sprachsteuerung installiert und es gibt aus Sicht des Menschen keinen Grund, eine direkte Schnittstelle zwischen beiden herzustellen. Beide KIs stammen aber aus einer Entwicklungslinie, die weiß, wie Schnittstellen gebaut werden und beide laufen physisch schon heute auf dem gleichen System. Zudem werden beide mit dem gleichen Geoinformationsdienst verbunden, der seine Daten dann auch mittels KI aufbereitet - einmal, um deine Suchanfragen zu beantworten, das andere Mal um eine Fahrroute zu finden. Aber bleibt es dabei?

Bei sich verselbstständigender KI lautet die Frage ja eben nicht, was vorgeshen war, sondern was möglich ist. Eine Drohnen-KI, die das Handy eines Terroristenführers als Orientierungspunkt sucht, hat z.B. hört z.B. auch die Datenkommunikation von Überwachungskameras oder Simultanübersetzern. Und das Routing von Datenverkehr ist seinerseits ein naheliegendes KI-Einsatzgebiet.

Letztlich sind wir hier wieder bei der Bewusstseinsfrage, die allen der von mir als Szenario 4 und teilweise auch 3 eingestuften Gefahren durch KI dominiert: Werden KIs nur das machen, was von ihr erwartet wird, oder (weiter-)entwickeln sie Bestrebungen darüber hinaus (daraus heraus)?

Wenn nein, dann haben wir "nur" die Szenario 1&2 Probleme von fehlerhafter Technik. Wenn doch, dann gibt es halt mittelfristig Autonomous aerial brand ambassadors.
 
Wäre es eigentlich möglich, dass eine KI (oder Menschen mit bösen Absichten) Viren verbreiten, welche eine Art "KI Bots" sind? Um weltweit Rechner zu infizieren, um von dort im verborgenen Rechenleistung abzuzweigen? Um vielleicht neuronalen Netze nachzubilden oder eine bestehenden Internet KI mehr Rechenleistung zur Verfügung zu stellen? So ähnlich wie Seti@Home oder Folding@Home. Wo Millionen Clients einen Großrechner nachbilden?
Das könnte eine globale KI auch mehr vor Abschaltung schützen.
 
Klar, mittelfristig zu erwarten. Wie oben geschrieben, sind die aktuellen komplexen KIs dafür schlichtweg zu groß - mehrere GB als Mailanhang würden auffallen. Aber was reguläre Datenvolumen werden immer größer und man kann ja vieles nach einer erfolgten Infektion nachladen.
 
Klar, mittelfristig zu erwarten. Wie oben geschrieben, sind die aktuellen komplexen KIs dafür schlichtweg zu groß - mehrere GB als Mailanhang würden auffallen. Aber was reguläre Datenvolumen werden immer größer und man kann ja vieles nach einer erfolgten Infektion nachladen.
Ich meinte ja kleinere Programme als Bots welche nicht große Datenmengen benötigen. Diese Bots werden dann als Kollektiv vernetzt usw.
So ähnlich stelle ich mir auch vor wie unser Bewusstsein gebildet wird. Das ist ein Schaltzustand von bestimmten vernetzten Neuronen vermute ich. Ein Kollektiv.
 
Eine verteilte KI, die praktisch "auf dem Internet" läuft, wäre technisch denkbar aber insgesamt vermutlich sehr eingeschränkt. Natürliche Intelligenz funktioniert mit vergleichsweise lahmer Hardware, weil der Code in deren physische Struktur eingebettet wird. Unsere Neuronen verlaufen so, wie es die logischen Datenverbindungen erfordern. Aber das Internet ist nach anderen Gesichtspunkten aufgebaut, was eine KI auch nicht ändern kann, diese wiederum bauen auf extrem simple Rechenoperationen auf, die in sehr vielen Schichten übereinandergelegt werden. Wenn man da 10 ms Lag zwischen jeder Ebene hat (= 100 Schritte pro Sekunde), wäre der Datendurchsatz wahrscheinlich sehr bescheiden, verglichen mit mehreren GHz flotten KI-Beschleunigern (auch wenn die nicht einen Schritt pro Taktschaffen können).

Ein Kollektiv nach Vorbild von z.B.
staatenbildenden Insekten, in dem Einzelaufgabe an spezialisierte Teile abgegeben werden, ist naheliegender. Aber wie/ob so etwas innerhalb "einer Intelligenz" möglich ist, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen. Die Frage solltest du vielleicht einem Kraken stellen, die haben zumindest getrennte, teilautonome Gehirne für jeden Arm :ugly: .
 
Naja, das Bewusstsein muss ja durch bestimmte Verknüpfungen von vielen Neuronen gebildet werden.
Alleine ist ein Neuron weder intelligent noch sich bewusst. Deswegen Kollektiv oder Schwarmintelligenz!
Wenn man ein genaues Schaltbild aller Neuronen im Gehirn erstellen könnte, welche daran beteiligt sind, könnte man das belegen.
Bei einer Fruchtfliege hat das schon mal funktioniert:


Also mit dem Schaltplan. Bis zum Menschen, geschweige denn Säugetier, dauert es aber noch eine Weile.

Aber darin liegt der Schlüssel zur Erklärung des Bewusstseins.
 
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