Kongresswahlen in den USA - Republikaner besiegen Demokraten - Eure Meinung

CPU-GPU

BIOS-Overclocker(in)
Ja, gestern waren wieder die Kongresswahlen in den USA. Wie ihr sicher wisst, haben die Republikaner diese gewonnen.
Jetzt eure Meinung dazu: eine verdiente Klatsche für Obama oder ein naives Volk? Was denkt ihr, warum dieses Ergebnis zu stande kam? Und ist es gut so, oder hätten besser die Demokraten gewinnen sollen?

Eure Meinung ist gefragt :daumen:
 
naja obama bekommt für alles die schuld, das volk will einen schuldigen sehen. auch wenn er nix für die wirtschaftskrise konnte.
 
Obama hat IMHO zu wenig bewegt, aber SO eine Niederlage ist auf der anderen Seite auch unverhältnismäßig, da er bei vielen Dingen nichts dafür kann.

Erschreckend finde ich aber den großen Erfolg der erzkonservativen, beinah rechten Tea party und den großen Einfluss der konservativen Medien - da wird teils absoluter Unsinn verbreitet, und zwar ganz bewusst. Vor allem eben auf den diesen konservativen Kreisen zugewandten Sendern, die wiederum von den ohnehin eher konservativ eingestellten Bürgern ungefiltert angesehen und für 100% Wahrheit gehalten werden - da sind dann teils "Prediger" in Liveschaltungen, die immer noch behaupten, Obama sei Moslem - und es kommt keinerlei Widerspruch von den Moderatoren usw.
 
Das war vorherzusehen. Da Republikaner und Demokraten in den USA aber wesentlich näher beisammen liegen als bspw. CDU und SPD hierzulande, spielt es keine große Rolle. In den USA kommt es für die Wähler mehr auf die einzelnen Personen als auf die dahinter stehende Partei an. Dazu kommt noch, daß es im amerikanischen Kongress, anders als zum Beispiel im deutschen Bundestag, keinen Fraktionszwang gibt. Aber da er ja ein eher "linker" Demokrat ist und die Wähler offenbar schwer enttäuscht sind, könnte es schon schwieriger werden.
 
Eine herbe Schlappe für jedes vernunftbegabte Wesen. Man bedenke, wer die Konkurrenz ist und welche Interessen Sie vertreten.
Obama darf büßen, weil die Finanzkrise viel zerstört und verhindert hat. Die Republikaner haben es durch Polemik geschafft, die Errungenschaft einer Krankenversicherung für alle zu zerreden. Obamas zaudern und zu sanftes angehen der Verursacher der Finanzkrise und die Realität, dass man einfach noch nicht aus Afghanistan abziehen kann waren/sind auch nicht förderlich.

Mal kucken, welches noch mehr durch die Wirtschaft kontrollierte Subjekt an die Macht kommt. Zum Glück interessiert uns in nicht allzunaher Ferne nicht mehr so, was die USA sagen, weil die Machtverschiebung zum asiatischen Block gänzlich andere Bedingungen schaffen wird.
 
Ein Ergebnis welches zufrieden stimmt. Vorallem da der Einfluss der Tea Party Movement zunimmt.
Hinzu kommt, das zwei Senatorensitze an Vertreter der Tea Party gingen. Einer davon ist Rand Paul der eindeutig libertäre Ansichten vertritt und (wie sein Vater Ron Paul) dem libertären Flügel der republikanischen Partei angehört. Ebenfalls haben die Demokraten 10 Gouverneursposten eingebüßt.
Obama ist nun geschwächt und Linke vom Schlage einer Nancy Pelosi haben vorläufig nicht mehr viel zu melden.
Auch sollte man nicht vergessen, das die Tea Party in sich auch nicht "homogen" ist. Man hat hier auch eine, auch wenn nicht so auffällige, Spaltung in Libertarians(siehe oben) und Konservative(z.B. Palin). Selbst die Republikaner sind nicht ungeschorren davon gekommen. Denn man hat sie unter “Bewährung” gestellt. Sprich: Sollten sie bis zur nächsten Wahl die Ziele der Tea Party verraten, bleibt Ihnen die Unterstützung beim nächsten mal versagt. Es wäre dann also nicht ausgeschlossen, daß auch in den USA irgendwann eine dritte Partei eine Rolle spielt, wie z.B. die Libertarian Party.

Ansonsten bringt es dieser Artikel auf den Punkt:
JUNGE FREIHEIT : Europäer sollten die Tea Party ernst nehmen - und lernen
 
Zuletzt bearbeitet:
Obama hat wohl bei der Schwerpunktsetzung seiner Politik und auch bei der Kommunikation Fehler gemacht, aber ich finde es schockierend, wie Obama mal als Nazi und mal als Kommunist beschimpft wird, beide Vorwürfe sind doch verrückt.
 
Hat einer zufällig gestern die "lange obamanacht" gesehen?
Über einen ausschnitt musste ich mir das lachen verkneifen, über die naivität und dummheit der amis.
"Obama will uns unsere waffen und unser geld wegnehmen, wenn ihr ihn wählt ist das der untergang unseres freien Amerika ".... Da fragt man sich, ob man solche leute überhaupt wählen lassen sollte...
Und die SOzialversicherungen seien "Teufelszeug aus Europa". Da frag ich mich, wieso wir überhaupt noch leben, wenn wir so ein teufelszeug in unseren staaten anweden??
 
Da frag ich mich, wieso wir überhaupt noch leben, wenn wir so ein teufelszeug in unseren staaten anweden??
Für den vom Maximalstaat und Nannystate verwöhnen Europäer sicherlich unvorstellbar: Aber das Verständnis eines nicht geringen Teils der US-Amerikaner ist dahingehend, das der Staat sich bei diesem Thema rauszuhalten hat.
Hinzu kommt, das in den USA private (und kirchliche) Wohlfahrtseinrichtungen eine lange Tradition haben, welche den Staat in dem Bereich überflüssig machen: YouTube - Milton Friedman - The Social Security Myth
oder wie es Ronald Regean mal passend geäussert hat: "Government is not the solution to our problem. Government is the problem."

Und ja: Die Sozialversicherungspflicht wie wir sie haben, ist bei mir auch nicht gerade hoch angesehen und mir wäre es lieber, wenn jeder für sich selber entscheiden könnte, ob er eine SV will oder nicht.
 
Und ja: Die Sozialversicherungspflicht wie wir sie haben, ist bei mir auch nicht gerade hoch angesehen und mir wäre es lieber, wenn jeder für sich selber entscheiden könnte, ob er eine SV will oder nicht.
Für diejenigen die sie nicht brauchen (was auch gut ist wenns so ist) mag sie sich nicht unbedingt lohnen. Aber wenn di dir aussichen dürftest, ob du z.B. eine krankenversicherung haben darst oder nicht, und du wählst dir keine aus, hast dann eine schwere krankheit die viel geld kostet zum heilen, dann bekommst du kein geld. und DANN ist das gejammer aber groß :daumen2:
Unsere sozialversicherungen sind vielleicht nicht optimal ausgereift, aber schon ein sehr guter anfang ;)
 
Erschreckend finde ich aber den großen Erfolg der erzkonservativen, beinah rechten Tea party und den großen Einfluss der konservativen Medien - da wird teils absoluter Unsinn verbreitet, und zwar ganz bewusst. Vor allem eben auf den diesen konservativen Kreisen zugewandten Sendern, die wiederum von den ohnehin eher konservativ eingestellten Bürgern ungefiltert angesehen und für 100% Wahrheit gehalten werden - da sind dann teils "Prediger" in Liveschaltungen, die immer noch behaupten, Obama sei Moslem - und es kommt keinerlei Widerspruch von den Moderatoren usw.


eine menge von diesen konservativen kommt so rüber: ignorant und auch noch stolz drauf. es ist schon ein jammer, dass solche leute die geschicke eines landes (hier durch dessen einfluss der ganzen welt) beeinflussen dürfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
die amis sind einfach nur naiv und sind von ihrem patriotismus und ihrer freiheit geblendet. dadurch, dass se obama jetzt förmlich abgesägt haben, wird sich da nichts mehr tun. ich kann das völkchen langsam nicht mehr verstehen. die leben lieber teils in größter armut, als ihre "freiheit" einzuschränken...

hab heute ne doku gesehen, in der sie hitler mit obama verglichen haben, weil die nazis die krankenversicherung erfunden haben sollen. eigentlich dürfte soviel dummheit nicht ungesühnt bleiben...
 
hab heute ne doku gesehen, in der sie hitler mit obama verglichen haben, weil die nazis die krankenversicherung erfunden haben sollen. eigentlich dürfte soviel dummheit nicht ungesühnt bleiben...
meine reden. Die wissen nicht mal wie so ne Sozialversicherungsreform wirklich abläuft, sind aber prinzipiell dagegen. Das sind für mich nichts weiter als kleine kinder die sich sturköpfig einfach immer gegen alles stellen...
Mal davon abgesehen, dass Bismarck die Krankenversicherung in der ursprungsform "erfunden" hat und nicht Hitler :daumen:

Und jetzt könnt ihr davon ausgehen, dass in der amerikanischen politik GAR nichts mehr vorwärts geht, weil die schwachmaten der Republikaner sich einen spass draus machen werden, Obama und seine Demokraten in allem zu behindern was er machen will. Um das Volk gehts denen nicht, nur um "Rache" dass sie beim letzten mal verloren haben.
Ich sag ja, wie die kleinen kinder....
 
meine reden. Die wissen nicht mal wie so ne Sozialversicherungsreform wirklich abläuft, sind aber prinzipiell dagegen. Das sind für mich nichts weiter als kleine kinder die sich sturköpfig einfach immer gegen alles stellen...
Mal davon abgesehen, dass Bismarck die Krankenversicherung in der ursprungsform "erfunden" hat und nicht Hitler :daumen:

Und jetzt könnt ihr davon ausgehen, dass in der amerikanischen politik GAR nichts mehr vorwärts geht, weil die schwachmaten der Republikaner sich einen spass draus machen werden, Obama und seine Demokraten in allem zu behindern was er machen will. Um das Volk gehts denen nicht, nur um "Rache" dass sie beim letzten mal verloren haben.
Ich sag ja, wie die kleinen kinder....

genauso sehe ich das auch, und so wird das auch ablaufen. schade nur um die klugen köpfe dort, die die volldeppen tragen müssen:ugly:
das mit dem bismark. würde man das denen erzählen, würde dann die rede kommen, jaja die deutschen sind doch eh alle die gleichen. da wette ich drum. aber selber haben sie auch ihren kukluxklan etc. da werden aber keine großen reden drüber verloren.
dass die sich drüber ärgern, dass obama so wenig erreicht hat, und dann das ergebnis, das sind ja wohl widersprüche noch und nöcher. was denken die, wies jetzt ist. jetzt kriegt obama überhaupt nichts mehr durchgeprügelt. wenn obama frei entscheiden hätte können, wäre sicher einiges vorangegangen. aber auch als us präsident hat man nicht vollkommene freiheiten. auch wenn se das soo gerne hinstellen...
 
Ihr habt alle ein etwas seltsames Amerika-Bild. Hat sich überhaupt jemand von Euch schonmal länger als vielleicht zwei Minuten mit einem Amerikaner unterhalten?
 
jop. EIn verwandter war lange zeit in amerika, ein großonkel lebt dort seit dem 2. WK. Und ich war auch einige male dort. Deshalb kenn ich das "denken" dieser leute, und das bestätigt sich wieder und wieder, so wie ich es beschrieben hab. Hat die ARD gestern nacht mal was wahres gezeigt ;)
 
ich war auch bereits 2 mal dort, wobei ich nicht denke, dass man zwingend in einem land sein muss, um zu wissen wie se ticken. ich will ihnen ja auch nicht abstreiten, dass se nett etc. sind, aber dass ihr freiheitswille und ihr patriotismus zum himmel stinkt ist nun mal so^^ und die beispiele, die ich genannt habe sind ebenfalls zurückverfolgbar, einfach den fernseher anschalten und auf sich wirken lassen^^
 
Zurück