Ich finde die hier aufgeführten Argumente gegen eine PS 5 Pro wenig überzeugend.
Corona ist nun wirklich schon seit geraumer Zeit vorbei, und mit der Entscheidung, die PS 5 Pro eben nicht drei Jahre nach der PS 5 auf den Markt zu bringen (wie bei PS 4 Pro vs. PS 4), sondern erst nach vier Jahren, sollte dieser Phase auch ausreichend Rechnung getragen sein.
"Brauchen" tut's eine Pro-Version ebenso wenig oder viel wie irgendwelche Super-Refreshes von Nvidia; sie kommen halt auf den Markt, um die Verkäufe zwischen zwei Generationen am Laufen zu halten. Dabei kann man einerseits die zwischenzeitlichen technologischen und Fertigungsfortschritte dazu nutzen, den Käufern attraktivere Produkte mit besserem P/L-Verhältnis zu bieten, und hat dabei - da es sich eben nicht um eine komplette Neuentwicklung, sondern nur um einen Refresh handelt - vergleichsweise geringen Entwicklungsaufwand. Und bei einer Konsole, wo die Lebensdauer einer Generation ein Mehrfaches der zwei Jahre auf dem Grafikkartenmarkt beträgt, ergibt das sogar in besonderer Weise Sinn.
Schließlich zählt dabei auch nicht die Vergangenheit der PS 5, sondern die Zukunft einer PS 5 Pro, und in einer solchen Zukunft kann man einfach nie genug Leistung haben, wovon PC-Spieler mehr als nur ein Lied singen können.
Der Zusammenhang mit einer etwaigen Krise in der Spielebranche erschließt sich mir null.
Die einzig entscheidende Sicht ist eh nicht die von Spielern oder Entwicklern, sondern die von Sony, und da ist das vielleicht wichtigste Argument eines, das Lukas ja selber anspricht: Wird doch eh in ausreichender Zahl gekauft werden. Warum sollte man also auf etwas verzichten, das der Markt annehmen und dem Unternehmen Gewinne bescheren wird?