Klimabilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Naja, Motoren zu bauen ist jetzt aber keine all zu komplexe Sache. Dass das nicht so schwer ist zeigt ja auch Tesla. Die ersten Motoren in den Model S gingen öfter kaputt, die neuren so gut wie gar nicht mehr. Wobei 99% der getauschten Drive-Units locker noch 100.000km oder mehr gemacht hätten, nur die Soundkulisse war halt nicht optimal. Fast immer waren es Lagerschäden. Also nen Teil für 20€ das auch gut ersetzbar ist. Ansonsten rennen die Dinger quasi ewig und das ohne Arbeit. Wie lange läuft ein Verbrennungsmotor wenn ich an dem 200.000km nichts mache? Mit nicht meine ich den Motor so nehmen wie er bei Auslieferung ist und dann 200.000km keinen Finger dran rühren.
Auch ne Beschleunigung auf 200km/h wird in Zukunft der Vergangenheit angehören. Die Welt wird sich nicht ewig an Deutschland orientieren. Volvo hat angefangen, auch die EQC von Merceds rennen jetzt schon nur noch 200. Viele andere E-Autos schaffen gar keine 180 mehr. Müssen sie aber auch nicht. Das ist ein Nieschenmarkt der aufgegeben wird. So wichtig sind die paar zehntausend Leute nicht die das noch wollen.
Die richtige Entwicklung findet in der Energiespeichertechnik statt. Und das aktuell in der Batterietechnik bzw. vor allem im BMS der Batterien. Ich hatte bisher 2 E-Autos. Der Opel Ampera hatte nach 65.000km noch nichts an Reichweite eingebüsst. Mit dem bin ich elektrisch auch nach 5 Jahren und 65tkm noch genauso die 80 - 90km weit gekommen wie zu Beginn. Und der Tesla hat nach 27.000km und 1 1/2 Jahren 3km eingebüsst. Statt 507 komm ich nur noch 504 :schief: Also auch das vernachlässigbar. Bevor ich 500km weit fahre geh ich 2 x aufs Klo :lol:2 x 15 Minuten Ladezeit reicht dicke...
 
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Naja, Motoren zu bauen ist jetzt aber keine all zu komplexe Sache....
Hast Du schon mal "wabernde instationäre Magnetfelder " berechnet? Ein Graus....
Ich habe mir ein paar Vorlesungen theoretische Elektrodynamik angehört und ging
schwindelig wieder raus.

... Die wenigsten Eisenbahnen werden auch von einem Akku gespeist.^
Aber auch das gibt es, ebenso wie dieselelektrische Antriebe
Akkumulatortriebwagen – Wikipedia
 
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Hast Du schon mal "wabernde instationäre Magnetfelder " berechnet? Ein Graus....
Ich habe mir ein paar Vorlesungen theoretische Elektrodynamik angehört und ging schwindelig wieder raus.
Stimmt natürlich, aber vom Grundprinzip her ist es doch viel einfacher einen Elektromotor zu bauen.
 
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Naja, Motoren zu bauen ist jetzt aber keine all zu komplexe Sache.
Ein Motor ist ja auch noch kein Antrieb.
Kannst du jetzt bitte mal damit aufhören? :D
ebenso wie dieselelektrische Antriebe
Dieselelektrische Antriebe sind aber auch ein anderes Thema. Die kommen schon sehr lange und in sehr vielen XXL-Maschinen zum Einsatz. Selbst Flugzeugträger nutzen - nach dem Kernreaktor und der durch Gasturbinen erzeugten Elektrizität - elektrische Antriebe. Natürlich gibt es solche Antriebe schon Ewig. Aber deswegen sind sie noch lange nicht auch für den 1:1 Einsatz im PKW geeignet, wo es noch dazu quasi auf jedes Gramm und jeden Kubikzentimeter ankommt.

Und doch: Einen "echten/richtigen/sinnvollen" Hybrid-Antrieb hätte man schon lange bauen können. Aber afaik bis heute gibt es keinen solchen Antrieb in einem Serien-Hybrid. Also das Konzept wo der Verbrenner ausschließlich mit der höchsten Effizienz läuft, so wie ein stationärer Generator, bei dem bis zu 40% Effizienz möglich sind. Wo zb. ein 25KW Verbrenner an einen 10kWh Akku, der wiederum an einem 100KW E-Motor angeklemmt ist. Da die 100KW immer nur kurz anliegen, reicht einmal ein relativ kleiner Akku, und auch ein relativ kleiner Verbrenner.

Und wie sieht die Realität aus? Entweder wird beim Hybrid der Verbrenner direkt mit den Rädern verbunden, und einfach nur als zusätzlicher Verbrennungs-Antrieb genutzt, oder er versorgt den E-Motor mit Strom, läuft also nicht ausschließlich mit der besten Effizienz, sondern mit variabler Last und Drehzahl ähnlich ineffizient wie ein ganz normaler Verbrenner-Antrieb. Siehe zb. den tollen BMW i8, dessen 1,5L 250PS Verbrenner die Hinterräder antreibt, und der 150PS (?) E-Motor die Vorderräder. Meiner Meinung nach ein Konzept-Fail. Man hätte mit einem 50KW Verbrenner auch einen 300KW E-Motor antreiben können, und wäre mit einer 15kWh statt 10kWh Batterie vielleicht sogar noch im gleichen Gewichtsrahmen (oder sogar darunter?) geblieben - hätte dafür aber deutlich mehr Power gehabt. (oder wäre in abgeschwächter Version noch mal sparsamer gewesen, bei immer noch besserer Leistung und größerer rein elektrischer Reichweite).
 
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Die ganzen Batterieelektrischen Flurförderzeuge/Gabelstapler bitte auch nicht vergessen. Die Werkstankstelle für den letzten Dieselstapler würde bei uns dieses Jahr geschlossen. Und das bei einem mehr als langsamen Unternehmen dem es z.B. niemals einfallen würde den Mitarbeitern Lademöglichkeit für E-Bike oder gar E-Auto anzubieten.
Aber afaik bis heute gibt es keinen solchen Antrieb in einem Serien-Hybrid. Also das Konzept wo der Verbrenner ausschließlich mit der höchsten Effizienz läuft, so wie ein stationärer Generator, bei dem bis zu 40% Effizienz möglich sind. Wo zb. ein 25KW Verbrenner an einen 10kWh Akku, der wiederum an einem 100KW E-Motor angeklemmt ist. Da die 100KW immer nur kurz anliegen, reicht einmal ein relativ kleiner Akku, und auch ein relativ kleiner Verbrenner.
Die "Range Extender" bei z.B. Opel Ampera und BMW i3 laufen alle nach dem Prinzip. Und der Fisker Karma/Karma Revero sowieso.
 
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Damn habt ihr wieder viel geschrieben. WoT incoming, soll sich jeder seinen Teil raussuchen.


Wir sollten diese Entwicklung im Auge behalten. Dann wird "alles gut".:

Natrium-Feststoffbatterie
Schweizer entwickeln Protoyp einer Natrium-Feststoff-Batterie

Hat einer Zahlen zur Leistungsdichte? Bisherige Natrium-Batterien (wie es sie auch schon mal in der A-Klasse gab) liegen meilenweit hinter Li-Io. Und leichter sind sie auch nicht.

1000km Reichweite:
"... Das Schweizer Energietechnologie-Unternehmen entwickelt im deutschen Labor die Innolith Energy Battery mit 1000 Wh/kg ..."
E-Autos: Schweizer Firma verspricht Akku mit Reichweite bis zu 1000 Kilometer | futurezone.at

Abwarten und Tee trinken. Was in den letzten 20 Jahren so alles an neuen Anodenmaterialien versprochen wurde, geht auf keine Kuhhaut. Robust genug für den Alltag war quasi nichts.


@iU
Ja ein Renault Twizy ist aber kein Auto. Davon wird hier aber geredet.

Es ist ein Fahrzeug, dass all die täglichen Fahrten übernehmen kann, für die ÖPNV und Fahrrad angeblich nicht geeignet sind.


Weil die Umwelt keinen Einfluss auf das Klima hat?

Selbst Uri Geller hat einen Einfluss auf das Klima, deswegen ist nicht jede Studie, die das verbiegen von Löffeln unberücksichtigt lässt, unbrauchbar. Ließ sie dir durch und erzähl uns, welche Effekte in welcher relevanten Größenordnung fehlen. Wir sind alle hier um zu lernen. Bis dahin verweise ich auf die erst vor kurzem gelaufene Diskussion zu den Unterschieden zwischen Klima- und Umweltschutz.

Selbst wenn man so nebensächliche Themen wie Umweltschäden völlig ausklammert, und sich nur mit dem Schadstoffausstoß beschäftigt, ist es hochgradig spekulativ, weil eben viele Teile nur geschätzt werden (oder aus Studien stammen die sie geschätzt haben) - da u.a. die betroffenen Unternehmen wie erwähnt kaum reale Daten [die nur sie kennen] herausrücken. Damit wird die "Studie" sehr schnell sehr ungenau. Zumindest aber zu ungenau. Offensichtlich hatte ich "all das" einfach überbewertet, und deswegen viel mehr von der Studie erwartet.

Die Unternehmen veröffentlichen für gewöhnlich recht genaue Fördermengen und auch die Im- und Exportbilanzen sind weitestgehend bekannt. Da lassen sich reale Verbräuche mehr als nur raten und die Details der internen Abläufe als Black Box behandeln.

Vergebliche "Liebesmühe"^^. Nach 0,1% habe zumindest ich auch nicht geschaut. Ich sprach höchstens von Beispielen, um auf die Ungenauigkeit des Ganzen hinzuweisen. Und da geht es vielleicht eher um dutzende oder gar hunderte Prozent.

"hunderte Prozent" würde bedeuten, dass die Mineralölkonzerne 10 l Öl verbrennen/-gießen, um 1 l Benzin bis an die Tanksäule zu bringen. Über solche Spekulationen brauchen wir wohl nicht weiter zu diskutieren, oder? Denen ist die Umwelt zwar egal, aber Geld verdienen wollen sie trotzdem und das tut man nicht, wenn man sein Produkt überall hinbringt außer zum Kunden.

Hier ein EU-Bericht:
WELL-TO-TANK Report version 4.a: JEC WELL-TO-WHEELS ANALYSIS | EU Science Hub

Rund 20% Overhead bei Benzin und Diesel. Selbst wenn diese Zahl ihrerseits 10% Fehler beinhaltet (was für einzelne Wege gut möglich ist, welche sich aber bei Betrachtung einer komplexen Industrie rausmitteln), dann würde das an der Gesamtbetrachtung eines Verbrennerautos nur 2% Unterschied machen.

Auch wenn das gar nichts bedeutet (ich hatte es vorher selbst in meinem Posting stehen, hab diesen Absatz dann aber wieder entfernt), ich sprach vom E-Antrieb. Außerhalb eines Elektroautos gab und gibt es quasi keine E-Antriebe/E-Motoren, die tonnenschwere Lasten auf 200KM/h und mehr mobil beschleunigen müssen - wenn man mal von Katapult der Gerald-R.-Ford Flugzeugträger absieht (aber die benutzen glaube ich auch einen elektromagnetischen Antrieb, ka).

Ein Elektromotor ist ein elektromagnetischer Antrieb ;)
Und die neuen E-Katapulte (alle älteren laufen wortwörtlich "noch mit Dampf") sind nichts weiter als ein Linearmotor, wie man ihn beispielsweise aus dem Transrapid kennt. Weitere Beispiele für starke, mobile E-Motoren wurden ja schon genannt :).

Und du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass der elektrische Antrieb in den letzten 150 Jahren auch nur ansatzweise mit der Energie und dem Budget weiterentwickelt wurde, wie der Verbrennungsantrieb - bzw. als wenn er der primäre Antrieb der Fahrzeuge gewesen wäre.

Ich will dir erzählen, dass es ausgehend von einem Antrieb mit über 90, heute z.T. über 95% Wirkungsgrad einfach kein Entwicklungspotential gibt. Egal wieviel Geld du reinsteckst. Guck dir mal an, wie stark sich die Form des Rades weiterentwickelt hat - gar nicht, obwohl es definitiv ein Teil auch von Verbrennerautos ist. Aber manche Sachen sind einfach nicht zu verbessern.

Das ist ein Widerspruch in sich, da in den anderen Bereichen mit Sicherheit lange nicht so energisch - und schon gar nicht mit den Ansprüchen eines PKWs - geforscht wurde. Ich glaube nicht dass der Kohleradbagger, oder ein Schiff/U-Boot, RC-Spielzeug, Stapler usw. rekuperiert, oder 250KM/h fährt.

Der Unterschied zwischen einem 500 PS 25 km/h und einem 500 PS 250 km/h Batterieauto ist die Endübersetzung. Ein Getriebe, wie du es tausenden Anwendungsbereichen einschließlich jedem einzelnen Verbrennerauto findest. Und jede Straßenbahn, jeder Fahrstuhl und selbst manche Achterbahnen rekuperieren.

Das kommt eben drauf an. Eine Anpassung der Ladeschlussspannung (und ein wenig auch der Entladeschlussspannung) haben hier massive Auswirkungen auf die Haltbarkeit. Ich meine mich an ~15% Restkapazität und einen Ladeschluss bei ~85% zu erinnern, welche die zeitliche Haltbarkeit von den normalen 7-12 auf bis zu 18-22 [oder noch darüber] Jahren angehoben hat. Auf die Ladezyklen hat diese "Teilnutzung" logischerweise ebenfalls enormen Einfluss.

Die heutigen Elektroautos lassen bereits entsprechende Sicherheitsreserven. Mit den normalen 200-300 Ladezyklen, die ein Li-Io-Akku bestenfalls schafft, wenn man ihn richtig quält, käme ein Tesla S keine 100000 km weit. Man beeinflusst damit aber nicht die Alterung im Zuge von Temperaturschwankungen und ladeunabhängigen Alterungsprozessen und schon gar nicht die Belastungen des Fahrwerks und die fehlende Haltbarkeit der Karosserie. Letztere beiden Probleme könnte man zwar problemlos technisch lösen, aber was bei Verbrennern kein Hersteller macht, weil es seinen Gewinn schmälert, wird auch bei Batterieautos kein Hersteller machen, weil es seinen Gewinn schmälert. Und daran, dass ein Li-Io-Akku spätestens 10-15 Jahre nach Herstellung unter 50% seiner ursprünglichen Leistung fällt, selbst wenn du ihn hast einfach nur rumliegen und gelegentlich nachladen lassen, ändert es auch nichts.

Wenn du mit einem Batterieauto die 500000 knacken willst, dann solltest du wenigstens 4000 km pro Monat, 1000 km pro Woche anpeilen. Mit einem Auto, dass nur im städtischen Umfeld konkurrenzfähig ist. Aber bitte eine Stadt mit glatten, das Fahrwerk nicht belastetenden Straßen. Solche Bedingungen findest du bestenfalls bei Taxis vor, aber nicht bei der Allgemeinheit.
Und Verbrenner-Taxen haben, wenn man einen der wenigen vorsichtigeren Fahrer erwischt, auch kein Problem mit solchen Laufleistungen.

Ich habe hier leider nur Informationen zu Tesla-Akkus gehört und gelesen, und bzgl. Fahrzeuge dieses Herstellers kann sehr wohl davon ausgegangen werden, dass das Thema Alterung nicht so schlimm sein wird, wie immer angenommen oder behauptet wird. Der erste Tesla (Roadster) ist jetzt ja auch schon 11 Jahre alt, und noch hab zumindest ich nichts von übermäßig vielen Akkuausfällen gehört (und bei den Modellen wurde noch nicht mit solch "großzügigen" Reserven wie bei den Modellen danach gearbeitet).

Von wie vielen hast du gehört, die über 300000 km gefahren sind?
Wie gesagt: 70-75% Restkapazität sind nach gut 10 Jahren mit Li-Io drin. Unter klimatisch optimalen Bedingungen, wie ich sie für Tesla Roadster annehmen würde (nicht gerade ein Model für mitteleuropäische Laternenparker), vielleicht auch etwas mehr. Wenn wir von einer verantwortungsvollen Mobilität reden, bei der nicht täglich mit dem PKW in die Stadt gependelt wird (egal welcher Antrieb), dann hast du nach 10 Jahren erst 100000 auf der Uhr. Nach 15 Jahren steht der Verbrenner bei 150000, vielleicht 200000 immer noch voll fahrtauglich vor dir. Erst nach 20 Jahren kann ein E-Auto langsam damit punkten, dass es "länger hält". Wie gut der Akku nach 10 Jahren läuft sagt darüber rein gar nichts aus.

Im Schnitt werden Autos [in Deutschland] aktuell nach afaik 16-18 Jahren (je nach Quelle) verschrottet. Jetzt kommt es drauf an wie sich in den nächsten 15 Jahren das Thema Akku entwickelt. Und dabei meine ich auf das Alter der Autos bezogen auch unterschiedliche Optionen. Also ob ich dann für mein 10 oder 15 Jahre alten Stromer nur die ab Werk verbaute Batteriegröße für zb. (Neupreise!) 8.000€ oder 12.000€ bekomme, oder [ggf. auch aus dem Zubehör] auch einen Akku für 4000€, oder 2500€, wenn dieser meinen Ansprüchen bzgl. Reichweite genügt. Oder sogar einen Neupreis 4000€ Akku gebraucht für zb. 2000€.

Dieser Faktor wird, mMn noch mehr als die Kosten für die anderen Ersatzteile, einen sehr deutlichen Einfluss darauf haben, ob und wie zahlreich die E-Autos dann vielleicht auch noch nach 20 oder 30 Jahren im Einsatz sein werden (egal ob in Europa oder der dritten Welt).

Da bin ich anderer Meinung. Erstmal sind 4000 Euro verdammt optimistisch, vor allem aber vergisst du die Arbeitskosten. Mit Ausnahme vom S vielleicht, der ja für automatische Wechsel vorbereitet wurde, ist der Akku mindestens so eng integriert, wie ein Verbrenner-Antriebsstrang. Oft sogar noch wesentlich komplexer, da mehrteilig, teilweise von innen und an mehreren Orten. Die Lohnkosten für einen Akkuwechsel werden auf alle Fälle höher als die für einen Motorwechsel beim Verbrenner. Ich hatte da vor ein paar Jahren einen Fall in der Familie (erwähnte hier jemand Audis? :ugly:): Der Austauschmotor (aufgearbeitet) lag iirc bei 1500 €. Die Endrechnung kratzte an den 10000 €. (War zum Glück ein Kulanzfall)

Nachtrag:

Die Einflüsse von Wartung und Instandhaltung [der Fahrzeuge] auf das Klima wurden also in der Studie berücksichtigt? Wie wurden diese ermittelt?

Okay: Dieser Aspekt, der für mich nicht unter die regelmäßig nachgefragten fällt, sondern ein Inu.Id-Spezialfall sein muss, wurde nicht erfasst. Bislang ist es noch niemandem gelungen, einen KFZ-Mechatroniker eine Atemmaske zur Erfassung der Wartungsbedingten CO2-Emissionen überzustreifen und langsam gucken die Berufsgenossenschaften misstrauisch, wenn schon wieder ein Klimatologe mit Schraubenschlüssel in der Augenhöhle als "Arbeitsunfall" gemeldet wird.


Verdammt, die Eisenbahn habe ich vergessen. :D

Und die Dieselelektrischen Schiffe. Und, solange dir ein starker Motor in einem Fahrzeug reicht, diverse Baugeräte. Ganz zu schweigen von Fahrzeugen aus kraftwerksnahen Kohlegruben, im unterirdischen Berg- und Tunnelbau allgemein, diverse Mobile für Freizeitparks oder U-Boote, Verladekräne, ganz banal Hybrid-Autos.....

Dennoch, bei einer Eisenbahn kommt es lange nicht so auf Gewicht (da geht es schließlich um hunderte Tonnen) und Größe/Fläche an, wie bei einem Auto. Die wenigsten Eisenbahnen werden auch von einem Akku gespeist. Aber ja, die Hochgeschwindigkeitsbahnen hatte ich vergessen. ^^

Eisenbahnen arbeiten in anderen Maßstäben, aber die Achslast von Loks ist dennoch ein großes Thema und das Volumen ist, im Vergleich zur geforderten Leistung, auch nicht ganz ohne. Du darfst auch nicht vergessen, dass bei nicht-Akku-betriebenen Loks auch noch ein ziemlich dicker Transformator reinpassen muss. Gerade die alten Modelle, die afaik nicht die nötige Leistungselektronik für ein Schaltnetzteil hatten, sondern mit 15 Hz Bahnstrom arbeiten mussten, brauchten riesige Trafos, die fast die gesamte Lok einnahmen. Die Motoren saßen dagegen (und sitzen je nach Leistungsklasse bis heute) in den Drehgestellen. Das ist auch bei Hochgeschwindigkeitszügen mit dezentralem Antrieb meines Wissens nach der Fall. So ein TGV- oder ICE-Achssatz dürfte in Sachen Leistungsdichte gar nicht so weit weg von einem Tesla sein.

Aber wie gesagt: In den E-Motor-Leichtbau kann man noch ein bisschen Forschung investieren. Aber die heutigen Motoren liegen so bei 40-80 kg. Selbst wenn man ein Viertel abschneiden kann, wird das an der Gesamtmasse der Autos wenig ändern. Das große Problem ist und bleibt der Akku. Und das ist eben kein ingenierswissenschaftliches Problem, sondern ein chemisches.


Ein Motor ist ja auch noch kein Antrieb.

Aber 50% des Unterschieds zum Verbrenner, bei dem der Antrieb ja auch nicht nur aus "Tank, Motor" besteht. Alles andere kann das E-Auto übernehmen, das Getriebe sogar um ein gutes Jahrhundert zurücksetzen/vereinfachen.


Kannst du jetzt bitte mal damit aufhören? :D

Aber Rechthaben macht Spaß! :-P

Dieselelektrische Antriebe sind aber auch ein anderes Thema. Die kommen schon sehr lange und in sehr vielen XXL-Maschinen zum Einsatz. Selbst Flugzeugträger nutzen - nach dem Kernreaktor und der durch Gasturbinen erzeugten Elektrizität - elektrische Antriebe. Natürlich gibt es solche Antriebe schon Ewig. Aber deswegen sind sie noch lange nicht auch für den 1:1 Einsatz im PKW geeignet, wo es noch dazu quasi auf jedes Gramm und jeden Kubikzentimeter ankommt.

Die Ford ist zwar mittlerweile ausgeliefert, aber noch lange nicht im Einsatz. Damit fahren weiterhin alle nuklearen Flugzeugträger mit Dampfturbinen ;-)
Aber solche Antriebe gibt es in unterschiedlichsten Größen bis fast auf PKW-Format runter und darunter auch ein paar, wo Gewicht und/oder Volumen eine Rolle spielen. Vor allem aber enthalten Elektromotoren recht wenig Teile und die magnetischen Strukturen baut man aus Leistungsgründen seit jeher in allen Größenklassen so kompakt wie möglich. Die einzige Platzverschwendung, die sich einige wenige Exemplare erlauben, ist ein großer Innendurchmesser zwecks besserem Drehmoment. Das kenne ich aber auch nur von antiker Technik aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, als man noch nicht die nötige Elektronik für schnell drehende Asynchronmotoren hatte, die mit einem einfachen Getriebe die gleiche Leistung kompakter, einfacher und günstiger erbringen. Selbst im stationären Einsatz ist die Masse nicht irrelvant, denn viele E-Motoren sollen präzise angesteuert werden. Wenn du für deine Seilbahn einen Rotor mit 10 Tonnen Gewicht nimmst, dann klebt die Gondel an der Hauswand ehe der Motor ausgedreht hat.

Und doch: Einen "echten/richtigen/sinnvollen" Hybrid-Antrieb hätte man schon lange bauen können. Aber afaik bis heute gibt es keinen solchen Antrieb in einem Serien-Hybrid. Also das Konzept wo der Verbrenner ausschließlich mit der höchsten Effizienz läuft, so wie ein stationärer Generator, bei dem bis zu 40% Effizienz möglich sind. Wo zb. ein 25KW Verbrenner an einen 10kWh Akku, der wiederum an einem 100KW E-Motor angeklemmt ist. Da die 100KW immer nur kurz anliegen, reicht einmal ein relativ kleiner Akku, und auch ein relativ kleiner Verbrenner.

Und wie sieht die Realität aus? Entweder wird beim Hybrid der Verbrenner direkt mit den Rädern verbunden, und einfach nur als zusätzlicher Verbrennungs-Antrieb genutzt, oder er versorgt den E-Motor mit Strom, läuft also nicht ausschließlich mit der besten Effizienz, sondern mit variabler Last und Drehzahl ähnlich ineffizient wie ein ganz normaler Verbrenner-Antrieb. Siehe zb. den tollen BMW i8, dessen 1,5L 250PS Verbrenner die Hinterräder antreibt, und der 150PS (?) E-Motor die Vorderräder. Meiner Meinung nach ein Konzept-Fail. Man hätte mit einem 50KW Verbrenner auch einen 300KW E-Motor antreiben können, und wäre mit einer 15kWh statt 10kWh Batterie vielleicht sogar noch im gleichen Gewichtsrahmen (oder sogar darunter?) geblieben - hätte dafür aber deutlich mehr Power gehabt. (oder wäre in abgeschwächter Version noch mal sparsamer gewesen, bei immer noch besserer Leistung und größerer rein elektrischer Reichweite).

Ein ...-elektrischer Antrieb in kleinem Maßstab hat schnell Verluste von 20% und mehr. Selbst die großen schaffen bestenfalls 95% Effizienz, eher 90%. Diese Verschwendung nimmt man nur auf sich, wenn es gar nicht anders geht. Deswegen werden auch nur Passagier- und Forschungsschiffe, die oft eine große Palette von Geschwindigkeiten beherrschen müssen, sowie U-Boote, die leise sein sollen, Diesel- respektive Turbo-elektrisch angetrieben. Frachter fahren dagegen allesamt mit starrer Welle bei optimal abgestimmter Drehzahl. Ist effizienter. Das gilt gerade auch im Auto, zumal die von Grund auf als Hybrid konstruierten Modelle (z.B. Toyota HSD) trotz direkter mechanischer Verbindung den Verbrenner über eine große Bandbreite von Geschwindigkeiten mit der optimalen Drehzahl laufen lassen können.

Das Sportwagen wie i8, Panamera oder LaFerrari unter Effizienz Gesichtspunkten eine Fehlkonstruktion sind, sollte übrigens niemanden überraschen. Die Dinger haben den E-Motor nur, weil er im NEFZ-Zyklus massiv bessere Verbrauchszahlen bringt (Laden ist gratis) und weil er enorme Auswirkungen auf die Beschleunigung bei niedrigen Geschwindigkeiten hat. Also das, was die meisten dieser Autos zeitlebens zu Gesicht bekommen dürften :ugly:
Im Wesentlichen ist der Antrieb aber auch bei denen immer noch auf Vmax ausgelegt und da kommst du mit einer einfach E-Motor-auf-Achse-Konstruktion nicht weit, also liegt ein entsprechend großer Fokus auf dem klassischen Verbennerantrieb.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Pfff, WoT kann ich auch. Allerdings (da gerade etwas übermüdet) ggf. etwas unkonzentrierter. ^^
Batterieelektrischen Flurförderzeuge/Gabelstapler
Die habe ich alle nicht vergessen. Genau wie den Hotzenblitz, oder den City El usw. Nur sind die Ansprüche an PKWs gänzlich andere.
Die "Range Extender" bei z.B. Opel Ampera und BMW i3 laufen alle nach dem Prinzip. Und der Fisker Karma/Karma Revero sowieso.
Die laufen alle leider nicht nach dem Prinzip. Beim Ampera 1 kann der Verbrenner den Akku überhaupt nicht laden.
Bei voller Batterie (16 kWh) fährt der Ampera 40 km bis 80 km ausschließlich elektrisch. Der eingebaute Verbrennungsmotor mit der 54-kW-Generator-Einheit startet automatisch, sobald der Ladezustand der Batterie unter ca. 20 % (3,2 kWh) gesunken ist, und liefert dann den elektrischen Fahrstrom; dieser Fahrzeugtyp wird daher auch Extended Range Electric Vehicle (EREV, Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite) genannt.
Quelle: Opel Ampera – Wikipedia

Beim Ampera 2 kommt der aktualisierte Voltec-Antrieb zum Einsatz. Dieser kann den Verbrenner zwar mit einer festen Drehzahl in dem für diesen Motor besten Wirkungsgrad laufen lassen, aber da der Verbrenner nicht nur als Generator, sondern auch als Antriebsmotor eingesetzt wird, ist er selbst im Betriebsmodus 3 (feste Drehzahl) noch weit von den eigentlich möglichen ~40% Effizienz [eines reinen Generator-Verbrenners] entfernt. Zumal die Elektronik bestimmt, in welchem der 4 vorhandenen Modi gefahren wird.

Beim BMW i3 wird der Verbrenner nur dafür genutzt, den Ladestand zu halten, weshalb auch hier keine maximal effizienter Betriebsmodus gegeben ist.
Der Motor dient dabei nur dem Halten des Ladezustands des Akkumulators und lädt diesen nur soweit wieder auf, wie der Ladestand beim Aktivieren des Range Extenders war.
Quelle: BMW i3 – Wikipedia


Bei Fisker wird, wenn ich nicht irre, der Verbrenner nur dafür genutzt direkt Strom für die beiden E-Motoren zu erzeugen, weshalb er auch ~150-160KW leistet. Ich weiß gerade nicht mal ob er überhaupt den Akku lädt.
"hunderte Prozent" würde bedeuten, dass die Mineralölkonzerne 10 l Öl verbrennen/-gießen, um 1 l Benzin bis an die Tanksäule zu bringen. Über solche Spekulationen brauchen wir wohl nicht weiter zu diskutieren, oder? Denen ist die Umwelt zwar egal, aber Geld verdienen wollen sie trotzdem und das tut man nicht, wenn man sein Produkt überall hinbringt außer zum Kunden.
Ich sprach nicht von Prozenten bzgl. der Produkte, sondern von den Angaben der ermittelten Schadstofffreisetzungen. Je nach zugrunde liegender Berechnung treten hier enorm unterschiedliche Ergebnisse auf. Hier in dem Beitrag gibt es ein paar Beispiele, die ebenfalls mit solchen "spekulierten Berechnungen" arbeiten, und wo die "spekulierten" Ergebnisse auch mal um den Faktor 10 daneben liegen: Das Diesel-Desaster
Ich will dir erzählen, dass es ausgehend von einem Antrieb mit über 90, heute z.T. über 95% Wirkungsgrad einfach kein Entwicklungspotential gibt. Egal wieviel Geld du reinsteckst. Guck dir mal an, wie stark sich die Form des Rades weiterentwickelt hat - gar nicht, obwohl es definitiv ein Teil auch von Verbrennerautos ist. Aber manche Sachen sind einfach nicht zu verbessern.
Noch mal: Ein E-Motor ist kein Antrieb, er ist lediglich ein Teil davon. Ich habe auch nie von der Effizienz eines E-Motors gesprochen, sondern von Fortschritten an E-Antrieben. Sind [zb. in Reihe geschaltete] E-Motoren mit unterschiedlichen Wicklungen besser, oder die Verwendung von Getrieben. Ist die alte Scheibenbremse wirklich der Weisheit letzter Schluß, oder doch eine rein elektronische oder magnetische Bremse - vielleicht sogar direkt im Motor. Wie ist der Stand beim Thema magnetische Kupplung? Und so weiter...

Bloß weil es Teile, oder teilweise auch Baugruppen, schon lange gibt, bedeutet es ja noch lange nicht, dass das Zusammenspiel [als E-Antrieb für einen PKW] kein nennenswertes Entwicklungspotential mehr hat.
Der Unterschied zwischen einem 500 PS 25 km/h und einem 500 PS 250 km/h Batterieauto ist die Endübersetzung. Ein Getriebe, wie du es tausenden Anwendungsbereichen einschließlich jedem einzelnen Verbrennerauto findest.
Die beim 25km/h Auto x-fach höheren Drehmomente machen aus der Antriebswelle eine Spiralnudel, wenn nicht schon vorher im Getriebe sämtliche Zähne des ersten Gangs abgeraspelt werden. Einfach nur die Übersetzung zu ändern ist keine Herausforderung. Wer sagt denn überhaupt dass der Einsatz von Getrieben sinnvoller ist, als Lösungen ohne Getriebe? Weil man es bisher so gemacht hat, ist es noch lange nicht die beste Lösung.
Die heutigen Elektroautos lassen bereits entsprechende Sicherheitsreserven.
"Entsprechende" ist ein sehr breites Spektrum. Die meisten Hersteller von Traktionsakkus, bzw. der Fahrzeuge wo sie später verwendet werden, machen gar keine Angaben dazu. Und ähnlich wie beim Thema "Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto" können kleine Änderungen an den Variablen große Auswirkungen haben. Zumal ja nicht mal alle Hersteller von E-Autos mit den gleichen Akkus arbeiten.
Und daran, dass ein Li-Io-Akku spätestens 10-15 Jahre nach Herstellung unter 50% seiner ursprünglichen Leistung fällt, selbst wenn du ihn hast einfach nur rumliegen und gelegentlich nachladen lassen, ändert es auch nichts.
Beim Thema kalendarischer Alterung gehen die Angaben und Meinungen sehr weit auseinander. Auch wenn Li-Ion-Akku nicht gleich Li-Ion-Akku ist, hier soll die Temperatur und die Spannung auf die zeitliche Alterung einen sehr großen Einfluß haben. Ob die ganzen ersten Tesla Roadster nur noch 50% ihrer Kapazität haben? Und aktuelle Traktionsakkus werden wohl auch eine bessere Haltbarkeit aufweisen, wie die von vor 10 Jahren.

Außerdem, welche Rolle genau spielt der aktuelle Stand der Technik im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung? Die wenigsten Menschen fahren E-Autos mit der Technik von heute, und wer weiß schon wie es bei Traktionsakkus in 3 oder 6 oder 9 Jahren ausschaut. Oder wie das Thema Recycling sich noch entwickelt (ggf. auch aufgrund gesetzlicher Bestimmungen).

Manche Kritiker von Elektroautos tun immer so, als würden in zb. 25 Jahren alle Menschen mit der Technik von heute fahren, und dass das ganz furchtbar wäre. Wieviel Materiallien/Rohstoffe/= sekundäre Klima- und Umweltbelastungen entsteht denn durch die verglichen mit einem E-Auto deutlich aufwendigere Wartung und Instandhaltung eines Verbrenners?

Von 2010 bis 2016 sind die Kosten der Traktionsakkus pro kWh um ca. 80% gefallen. Wie wird es in 10-15 Jahren aussehen, wenn die heute verkauften E-Autos evtl. wirklich zwingend neue Akkus brauchen, bzw. 50% Kapazität für den Besitzer nicht mehr genug sind? Heute kostet eine kWh afaik (aufgerundet) 250€. Bei einem 25kWh Akku (wie zb. im Elektrogolf) wären das ~6250€. Ein entsprechendes E-Auto sollte durch die günstigeren Wartungs- und "Treibstoff-" Kosten, wenn es nicht nur rumgestanden hat, durchaus mehr eingespart haben. Am Ende wird man eher über den ökologischen Aspekt sprechen müssen, und da sollte das Thema 100%-Recycling keine unlösbare Aufgabe sein.

Übrigens: Hast du eine ungefähre Ahnung davon, wieviel Leistung ein normaler Verbrenner in 10-15 Jahren verliert? Und das bei steigendem Verbrauch, und zunehmender Belastung/Schädigung des Klimas/der Umwelt? Je nach Motor - und vor allem Wartungszustand! - kommen da schnell mal 15-20% Verlust zusammen. Bestimmte Motoren (zb. mit Lader) können sogar noch mehr Leistung verlieren - bei (zb. durch Ölverbrennung bei defektem Turbo) nicht selten noch deutlich höherem Schadstoffausstoß.

Aber solche Themen möchte irgendwie niemand besprechen, der E-Autos kritisiert. Und in Studien wird sowas irgendwie auch nie berücksichtigt.^^
Und Verbrenner-Taxen haben, wenn man einen der wenigen vorsichtigeren Fahrer erwischt, auch kein Problem mit solchen Laufleistungen.
Einfach mal Berichte/Beiträge von Umsteigern anschauen, die vom Diesel-Taxi auf ein Elektro-Taxi umgestiegen sind. Die Laufleistungen sind auf beiden Seiten kein Problem. Die Frage ist wo der Verschleiß größer und damit die Wartung teurer ist. Und wo man weniger für den Treibstoff ausgeben muß. Und dein "wenn man" kann auch auf sehr viele Aspekte des E-Antriebes/der E-Autos sehr deutlich positive Effekte haben. Die Frage ist wie relevant extra konstruierte Szenarien haben, wenn man die Grundsätzlichkeiten diskutiert.
Nach 15 Jahren steht der Verbrenner bei 150000, vielleicht 200000 immer noch voll fahrtauglich vor dir.
Natürlich, ich war schließlich lange genug einer der Mechaniker, die die Wartungen und Reparaturen durchgeführt haben, die nötig sind um einen Verbrenner nach 15 Jahren noch gut dastehen zu lassen.
Erst nach 20 Jahren kann ein E-Auto langsam damit punkten, dass es "länger hält". Wie gut der Akku nach 10 Jahren läuft sagt darüber rein gar nichts aus.
Das sagt eine Menge aus. Genau wie die Akku-Preise in 2032-2037, das Zubehör-Angebot an Traktionsakkus, und auch die Kosten für Ersatzteile usw. Denn all das entscheidet, ob ein Fahrzeug noch "hält", oder ob es in den Schrott muß. Und von den Besonderheiten der "Diesel-Ausmusterung" mal abgesehen (da kommen viele Fahrzeuge auf den Schrott die 0 Defekte und quasi keinen Verschleiß haben), kommen Autos in der Regel aus 2 Gründen auf den Schrott, die Karosse ist durchgegammelt (dürfte bei Leichtbau-Fahrzeugen lange dauern, schon mein vollverzinkter Passat mit Quadro-Antrieb weist nach 20 Jahren quasi gar keinen Rost auf), oder der Antrieb ist defekt. Und genau hier punkten E-Antriebe wegen ihrer deutlich geringeren Komplexität, und den damit geringeren Lohnkosten (die bei fast allen Reparaturen den größten Posten ausmachen)
Da bin ich anderer Meinung. Erstmal sind 4000 Euro verdammt optimistisch,
Du hast schon verstanden das kein originaler sondern ein kleinerer Akku gemeint ist? Stand heute wäre ein 4000€ Akku [bei 250w/kWh) ein 16kWh Akku, was bei einem Kleinwagen für ~100KM Reichweite reichen dürfte. Und in 10-15 Jahren bekommt man für das Geld vielleicht auch einen 32kWh (oder 50kWh) Akku. Oder die halbe Kapazität für 2000€. Wie gesagt, von 2010 - 2016 ist die Li-Ion kWh um 80% gefallen. Bis 2032 oder 2037 dürfte da noch einiges drin sein.
...vor allem aber vergisst du die Arbeitskosten. Mit Ausnahme vom S vielleicht, der ja für automatische Wechsel vorbereitet wurde, ist der Akku mindestens so eng integriert, wie ein Verbrenner-Antriebsstrang. Oft sogar noch wesentlich komplexer, da mehrteilig, teilweise von innen und an mehreren Orten. Die Lohnkosten für einen Akkuwechsel werden auf alle Fälle höher als die für einen Motorwechsel beim Verbrenner.
Natürlich werden sie das ganz und gar nicht. Natürlich, manche Hersteller werden versuchen die Akkus so konstruieren, dass der Wechsel nur in Vetragswerkstätten, mit Spezialwerkzeug, und mit maximalem Zeiteinsatz möglich sein wird. Aber es gibt keinen systemischen Grund dies zu tun. Ich habe zwar noch keinen traktionsakku bei einem Auto gewechselt, aber schon Antriebe/Motoren und/oder Getriebe von allen möglichen Marken, und ich bezweifel dass der Akkuwechsel bei zukünftigen E-Autos grundsätzlich aufwendiger sein wird.
Okay: Dieser Aspekt, der für mich nicht unter die regelmäßig nachgefragten fällt, sondern ein Inu.Id-Spezialfall sein muss, wurde nicht erfasst. Bislang ist es noch niemandem gelungen, einen KFZ-Mechatroniker eine Atemmaske zur Erfassung der Wartungsbedingten CO2-Emissionen überzustreifen und langsam gucken die Berufsgenossenschaften misstrauisch, wenn schon wieder ein Klimatologe mit Schraubenschlüssel in der Augenhöhle als "Arbeitsunfall" gemeldet wird.
Alter, echt jetzt? :D

Natürlich habe ich das so gemeint, und nicht von den für Wartung und Instandhaltung nötigen Materialien und Ressourcen gesprochen, deren Herstellung und Transport (und dessen Verschleiß im Einsatz) ebenfalls einen nennenswerten Einfluss auf Umwelt und Klima haben. (also die Teile für Wartung/Instandhaltung und Reparatur, die ein Verbrennerfahrzeug in seinem Leben - zum leben - braucht)

Wobei, jetzt wo du es angesprochen hast... die KFZ-Werkstatt muß beheitzt werden, brauch Strom für Licht und Werkzeuge, beim Schweißen werden Schadstoffe frei, die ganzen Spraydosen (Rostlöser usw), ... der Mechaniker muß sich den Dreck der Arbeit abwaschen, brauch dazu warmes Wasser (aus Kohlestrom?) und Seife/Shampoo usw... er muß zur Arbeit und wieder nach Hause fahren... mit einem Fahrzeug was auch wieder gebaut, gewartet und repariert werden muss, von einem Mechaniker der auch wieder....

So, und jetzt Zeig mir eine Studie die all diese Faktoren berücksichtigt.:ugly:
Und die Dieselelektrischen Schiffe.
Hm, da gibt es welche die mit 200Km/h (wieviele Knoten sind das?) übers Meer brettern? :D (darum ging es, E-Fahrzeuge die ein hohes Gewicht auf eine sehr hohe Geschwindigkeit beschleunigen).
Aber Rechthaben macht Spaß! :-P
Aber dafür kann Besserwisser eigentlich niemand leiden... :D

Verbrennungsmotoren hätten von Anfang an nur als temporäre Lösung betrachtet werden sollen. Und das auch ungeachtet der Tatsache, dass der Verbrenner heute sehr viel wartungs- und verbrauchs- und damit auch schadstoffärmer sein könnte, wenn man "Schubladentechnologien" eben nicht nur für die Schublade entwickelt, sonder auch konsequent eingesetzt hätte. Aber klar, eine Industrie die von Wachstum bzw. Absatz (verkaufte Einheiten) und deren Wartung/Instandhaltung lebt, ist nicht an einem Verbrenner-Auto interessiert, was ohne Probleme 1.000.000 Kilometer fahren kann, ohne erwähnenswerte Wartung (mit 1-2 oder auch gar keinen Ölwechseln usw), und ohne größere Ausfälle.

Unterm Strich muß der Verbrenner aus mehreren Gründen verschwinden. Er hätte eigentlich gar nicht so lange überleben dürfen. Jetzt darüber zu streiten wann und wie welcher E-Wagen besser ist, wenn am Ende doch nur Nuancen darüber entscheiden ob der E-Antrieb schon vor 15 Jahren, heute, oder in 15 Jahren definitiv und zweifelsfrei besser ist, oder welche Art der Stromspeicher sinnvoller sind, ändern doch alle nichts daran, dass der E-Antrieb für sich der Antrieb der Zukunft ist.

Alle "Verbrenner-Freunde" rechnen immer mit Werten von heute. Dass da ein langer Weg zurückgelegt wurde, bis dieses "Heute" erreicht wurde, spielt dabei irgendwie keine Rolle. Wie waren denn die Schadstoff-Belastungen bei der Verbrenner-Produktion und im Verbrenner-Betrieb vor 10, 20, 30, 50 Jahren? Also warum so tun als würden die E-Autos (in Funktion und Technik!!!) sich in den nächsten Jahren/Jahrzehnten nicht noch deutlich weiterentwickeln?

Vielleicht sind wir heute wirklich noch der Grenze wo man sagen kann, dass das E-Auto unter allen Gesichtspunkten besser/weniger schädlich ist. Und? Mit dem gleichen Argument hätte es niemals einen Verbrenner-Wagen geben dürfen, und das Thema Transportmittel hätte warten müssen, bis wir unsere Energie 100% "grün" erzeugen können, und dann vermutlich nur noch durch Röhren gleiten, oder uns teleportieren. :D

So, und jetzt schalten wir alle mal für einen Tag den Computer bzw. das Internetz ab. Dann kann auch ohne schlechtes Gewissen ein E-Auto gekauft werden. ^^
Die gesamte Netzinfrastruktur zusammengerechnet verbraucht allein in Deutschland im Jahr etwa 55 Terawattstunden – umgerechnet etwa 10 mittlere Kraftwerke, die allein für die digitale Welt Strom erzeugen.
Quelle: Energiefresser Internet - Die OEkobilanz eines Mausklicks | Startseite | SWR odysso | SWR.de

Und anders als das Auto benutzen die meisten Menschen das Internetz [zumindest die meiste Zeit] nur zum Spaß/der Unterhaltung...
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Pfff, WoT kann ich auch.

Okay, da werde ich nicht wiedersprechen. Keine weiteren Beweise nötig. :)
(Anm.: Nebenaspekte, die in der erste Hälfte deiner WoT stehen und auf die ich in der zweiten Hälfte der meinigen längst eingegangen war, ignoriere ich mal in der Annahme, dass du nur vergessen hast, deine Einwände wieder aus dem Post zu entfernen. Wo ich falsch lage, einfach nachbohren)

Ich sprach nicht von Prozenten bzgl. der Produkte, sondern von den Angaben der ermittelten Schadstofffreisetzungen. Je nach zugrunde liegender Berechnung treten hier enorm unterschiedliche Ergebnisse auf.

Was gibt es da bei CO2 zu berechnen? Du zählst die Cs, die drin sind und schon hast du das Maximum der CO2s die hinten rauskommen können. Und diesem Maximum ist man in der Praxis auch sehr nah, denn alles andere wäre verschenkte Leistung. Bei Giftstoffen bin ich ganz auf deiner Seite, die exakt hochzurechnen ist fehleranfällig und braucht präzise Untersuchungen. Und bekanntermaßen Sekretärinnen, weil Pneumologen nicht rechnen können. Aber klimawirksame Substanzen sind bei Diesel, Benziner und Batterieauto easy. Da gibt es nur bei Methan potentiell relevante Nebenschauplätze und Methan hat die Studie (leider) weder als Kraftstoff untersucht noch spielt es (leider) im deutschen Strommix eine große Rolle.

Hier in dem Beitrag gibt es ein paar Beispiele, die ebenfalls mit solchen "spekulierten Berechnungen" arbeiten, und wo die "spekulierten" Ergebnisse auch mal um den Faktor 10 daneben liegen: Das Diesel-Desaster

Ich bevorzuge Textlinks über 45-Minuten-Videos.

Noch mal: Ein E-Motor ist kein Antrieb, er ist lediglich ein Teil davon.

Nochmal: E-Motor und Akku (und Leistunselektronik) sind die einzigen Teile, die sich zwischen Batterieauto und Verbrenner unterscheiden. Und Akku und E-Motor sind das, was wir hier diskutieren. 100% Abdeckung errreicht.

Ich habe auch nie von der Effizienz eines E-Motors gesprochen, sondern von Fortschritten an E-Antrieben. Sind [zb. in Reihe geschaltete] E-Motoren mit unterschiedlichen Wicklungen besser, oder die Verwendung von Getrieben.

Reihenschaltung wäre bescheuert, wenn dann meinst du seriellen Einsatz für verschiedene Geschwindigkeitsbereiche. Und ob das sinnvoll ist oder nicht ist für die Klimadebatte irrelevant, entscheident ist wieviel Energie durch die eine oder die andere Lösung gegenüber der jetztigen Situation eingespart werden kann. Und das kann maximal soviel sein, wie zwischen Leistungselektronik und Antriebswelle verloren geht, also sehr, sehr wenig.

Ist die alte Scheibenbremse wirklich der Weisheit letzter Schluß, oder doch eine rein elektronische oder magnetische Bremse - vielleicht sogar direkt im Motor. Wie ist der Stand beim Thema magnetische Kupplung? Und so weiter...

Kupplung? Wir reden von Elektroautos, die haben keine Kupplung (nötig) und in Verbrennern wird wohl nichts grundlegend neues mehr kommen. Gebremst wird aus energetischer Sicht immer am besten elektrisch via Rekuperation und das auch heute schon. Welche Bremstechnik darüber hinaus für Notbremsungen, Haltebremsen, etc. optimal ist, ist energetisch und somit für die Klimabelastung irrelevant und es auch antriebsunabhängig bei Verbrenner und E-Auto die gleiche Fragestellung mit ähnlicher Antwort.

Die beim 25km/h Auto x-fach höheren Drehmomente machen aus der Antriebswelle eine Spiralnudel, wenn nicht schon vorher im Getriebe sämtliche Zähne des ersten Gangs abgeraspelt werden. Einfach nur die Übersetzung zu ändern ist keine Herausforderung. Wer sagt denn überhaupt dass der Einsatz von Getrieben sinnvoller ist, als Lösungen ohne Getriebe? Weil man es bisher so gemacht hat, ist es noch lange nicht die beste Lösung.

Man hat es bei Elektroloks früher anders gemacht, als man noch nicht die nötige Technik hatte.
Dann hat man umgestellt und ettliche Tonnen(!) Gewicht eingespart. Been there, done that, case closed.

"Entsprechende" ist ein sehr breites Spektrum.

"entsprechende" ist aber nicht der Kern meines Argumentes. :rollen:

Beim Thema kalendarischer Alterung gehen die Angaben und Meinungen sehr weit auseinander. Auch wenn Li-Ion-Akku nicht gleich Li-Ion-Akku ist, hier soll die Temperatur und die Spannung auf die zeitliche Alterung einen sehr großen Einfluß haben. Ob die ganzen ersten Tesla Roadster nur noch 50% ihrer Kapazität haben?

Das ist die Frage. Denn die Temperatur-Bedingungen werden beim durchschnittlichen deutschen Autofahrer deutlich härter sein, als für die meisten Tesla Roadster in (idealerweise kalifornische) Garagen.

Und aktuelle Traktionsakkus werden wohl auch eine bessere Haltbarkeit aufweisen, wie die von vor 10 Jahren.

Wieso sollten sie?
Die heutigen Laptop-Akkus stehen jedenfalls nicht in dem Ruf, eine größere Haltbarkeit als die vor 10 Jahren zu haben (respektive, weil man aus nagelneuen keine Alterungsprozesse ableiten kann: Die heute 3 jährigen gegenüber den vor 13 Jahren verbauten)
Sie haben relativ zum Energiebedarf des Gerätes oft eine größere Kapazität, weswegen man mit einem auf 50% Rest geschundenen Notebook mehr anfangen kann, als im letzten Jahrzehnt, aber 50% vom Ausgangswert sind 50% vom Ausgangswert und mir ist kein Bericht darüber bekannt, dass die Zeitspanne zwischen 100% und 50% länger geworden ist. Im Gegenteil, Mobiltelefone sind heute oft schon nach zwei Jahren so durchgenudelt, dass sie ausrangiert werden, wo früher zehn Jahre möglich waren. Sollte es überhaupt chemische Fortschritte bezüglich der Alltagsalterung gegeben haben*, sind sie zumindest so winzig, dass sie bei mobiler Elektronik unspürbar in den härter gewordenen Nutzungsbedingungen verschwinden.

(*: Betonung auf Alltag. Viele Weiterentwicklungen im Bereich der Kathoden-/Anodenmaterialien können genutzt werden, um Alterungserscheinungen hinauszuzögern. Oder sie können genutzt werden, um die Oberfläche und damit die Kapazität zu vergrößern und/oder Gewicht und Kosten zu senken. In der Praxis scheinen mir sämtliche Batteriehersteller den Fokus auf die letztgenannten Aspekte zu legen und genau dadurch sind die Preise und Leistungen heutiger Batterieautos überhaupt erst möglich. Wenn man die Möglichkeiten eines Panzers vom Format Tesla X für einen möglichst haltbaren Akku mit 100 km Reichweite nutzen würde, würde der vermutlich ewig halten. Weil niemand mit der Krücke fahren würde. Versucht man 300 km in die Kiste zu quetschen, braucht man Kapazitäts- und nicht Haltbarkeits-optimierte Akkus)

Außerdem, welche Rolle genau spielt der aktuelle Stand der Technik im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung? Die wenigsten Menschen fahren E-Autos mit der Technik von heute, und wer weiß schon wie es bei Traktionsakkus in 3 oder 6 oder 9 Jahren ausschaut.

Guck dir die Entwicklung der letzten 9 Jahre an, in denen Batterien dank Smartphone & Co nun wirklich kein vernachlässigtes Forschungsgebiet waren, und du hast eine grobe Orientierung. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Chemie dauert und vieles geht einfach gar nicht.

Oder wie das Thema Recycling sich noch entwickelt (ggf. auch aufgrund gesetzlicher Bestimmungen).

whataboutism day? Kann ich mitmachen. Wer weiß schon, wie sich der Preis für Vanille entwickeln wird? Und die Kakaoernte? Lieber wärs mir aber, wenn wir bei den klimatisch relevanten Aspekten von Fahrzeugantrieben bleiben würden und wie vielleicht bei einem flüchtigen Blick in die Studie mittlerweile festgestellt hast: Die energetischen Gestehungskosten von ein paar Batterie-Ausgangssubstanzen spielen da keine übermäßig große Rolle.

...Kosten...Kosten...Kosten...
... sind dem Klima egal, denn sie gehen bei der KFZ-Wartung zum Löwenanteil auf Arbeitszeit zurück und nicht auf den Energieaufwand bei der Teileproduktion oder den Elektowerkzeugen in der Montage.

Übrigens: Hast du eine ungefähre Ahnung davon, wieviel Leistung ein normaler Verbrenner in 10-15 Jahren verliert? Und das bei steigendem Verbrauch, und zunehmender Belastung/Schädigung des Klimas/der Umwelt? Je nach Motor - und vor allem Wartungszustand! - kommen da schnell mal 15-20% Verlust zusammen. Bestimmte Motoren (zb. mit Lader) können sogar noch mehr Leistung verlieren - bei (zb. durch Ölverbrennung bei defektem Turbo) nicht selten noch deutlich höherem Schadstoffausstoß.

Defekte mit großen Ölverluste macht kein Motor lange mit und die CO2 Emissionen von 4-5 l Öl sind nichts im Vergleich zu dem, was auf 1000 km normaler Fahrt an Treibstoff durchfließt. Leistungsverlust kann ich bei mir übrigens nach 20 Jahren und 220000 km keinen feststellen und glaub mir: Mit 13 kg pro PS reitzt man die maximale Leistung häufiger aus. Verbrauch hat sich in den letzten 14 Jahren auch nur einmal messbar geändert, als ich von 195er auf 205er Sommerreifen gewechselt bin. Mit meinem Fahrstil liege ich immer noch unter Herstellerangabe. (Und unter den vom Frauenhofer angenommenen Werten für einen nagelneuen Wagen vergleichbarer Transportkapazität. Allerdings fahre ich natürlich auch unterdurchschnittlich wenig verbrauchsintensive Stadtstrecken.)

Einfach mal Berichte/Beiträge von Umsteigern anschauen, die vom Diesel-Taxi auf ein Elektro-Taxi umgestiegen sind. Die Laufleistungen sind auf beiden Seiten kein Problem.

Nichts anderes habe ich behauptet. Batterieauto werden bei vergleichbarem Nutzungsspektrum vergleichbare Laufleistungen zu Verbrennern erreichen. Und nicht wie von Kuprah angenommen doppelt solange durchhalten.
(Im Schnitt über alle Laufleistungen werden sie vorläufig sogar darunter liegen, weil viele streckenintensive Szenarien mit Batterieautos halt bis auf weiteres kaum machbar sind)

Das sagt eine Menge aus.

Na dann schreib die Menge mal nieder: Was genau sagt der Zustand eines 10 Jahre alten Akkus darüber aus, zu welchen Leistungen dieser Akku im Alter von 20 Jahren in der Lage sein wird?

kommen Autos in der Regel aus 2 Gründen auf den Schrott, die Karosse ist durchgegammelt (dürfte bei Leichtbau-Fahrzeugen lange dauern, schon mein vollverzinkter Passat mit Quadro-Antrieb weist nach 20 Jahren quasi gar keinen Rost auf),

Warts ab. Bei mir hat es nach der Heckklappe (in der Falz unter der Scheibe) mittlerweile auch das Dach unter der Reling erwischt. Ist zwar noch zu beheben, aber mit ein Grund dafür, dass ich anfange mich nach was neuem umzusehen - auch ein 3B hält nicht ewig. Und den saufenden Allrad solltest du aus klimatechnischen Gründen sowieso einmotten :P

(ich hätte da eine sparsame Normalausführung im Angebot, derzeit quasi ohne Rost... :ugly:)


oder der Antrieb ist defekt. Und genau hier punkten E-Antriebe wegen ihrer deutlich geringeren Komplexität, und den damit geringeren Lohnkosten (die bei fast allen Reparaturen den größten Posten ausmachen)

Hast du da einen halbwegs realistischen Überblick, wie viele Fahrzeuge dieses Alters tatsächlich mit Antriebsschaden schlapp machen?
Natürlich hat man in einer Werkstatt gehäuft die Exempare, die hinüber sind, aber wenn ich einfach mal gucke, was in meinem Umkreis so ausgemustert oder abgegeben wird... - der Antrieb ist überall in gutem Zustand. Die einzige Ausnahme war ein C4 Quattro, bei dem die Kupplung bei ich glaube >>180000 vor dem Fahrstil des Eigentümers (Marke "15 l/100 sind normal" + Anfahren an 30% Steigung mit Hänger im Urlaub) kapitulierte und den nachfolgenden iirc B7, dem es tatsächlich bei um die 120000 den Motor zerlegt hat. Die Baureihe fällt aber bekanntermaßen auch unter "Konstruktionsfehler (plural)" und sagt über das Potential von Verbrennern in etwa so wenig aus, die allerersten Tesla-"10Mm pro Antriebseinheit"-S über E-Auto-Motoren :D.

Du hast schon verstanden das kein originaler sondern ein kleinerer Akku gemeint ist? Stand heute wäre ein 4000€ Akku [bei 250w/kWh) ein 16kWh Akku, was bei einem Kleinwagen für ~100KM Reichweite reichen dürfte. Und in 10-15 Jahren bekommt man für das Geld vielleicht auch einen 32kWh (oder 50kWh) Akku. Oder die halbe Kapazität für 2000€. Wie gesagt, von 2010 - 2016 ist die Li-Ion kWh um 80% gefallen. Bis 2032 oder 2037 dürfte da noch einiges drin sein.

Okay, die Verkleinerung ist mir tatsächlich nicht aufgefallen. Ausgehend von 16 kWh und einem Realverbrauch von um die 15 kWh/100 km zzgl. Heizung bei einem Kompakten reden wir hier aber ohnehin von einem Fahrzeug, dass die Verdoppelung dringend nötig hat. Selbst der als notorisch unterversorgt geltende E-Golf fährt heute mit 36 kWh vor. Ich würde daher für ein Alltagsauto Anno 2029 mit 50 kWh rechnen, sind also 5000 bis 8000 Euro zuzüglich Einbau (!) damit da wieder was feines vor der Tür steht. Selbst wenn sich der Preis bis 2039 (= heutiges Batterieauto feiert seinen 20. und steht kurz vorm krepieren) noch einmal halbiert ist das eine stattliche Summe. Zumindest in der Mittelklasse sprechen wir vom doppelten bis dreifachen des Restwertes eines heutigen Gebrauchtwagen. Das zahlt niemand.
Vielleicht kommen Tesla S wegen einfachem Akkuausbau und Oberklasse-Wert mal in das Vergnügen einer Akkunachrüstung, wenn Interieur, Karrosserie und Fahrwerk gut altern. (Das halte ich in Anbetracht der häufigen Kritik an den ersten beiden und der Gewichtsbelastung für letzteres aber für wenig wahrscheinlich.)

Aber Zoe & Co werden in die (Recyling-)Presse wandern, genau wie ähnlich geartete Verbrenner heute.

Natürlich werden sie das ganz und gar nicht. Natürlich, manche Hersteller werden versuchen die Akkus so konstruieren, dass der Wechsel nur in Vetragswerkstätten, mit Spezialwerkzeug, und mit maximalem Zeiteinsatz möglich sein wird. Aber es gibt keinen systemischen Grund dies zu tun. Ich habe zwar noch keinen traktionsakku bei einem Auto gewechselt, aber schon Antriebe/Motoren und/oder Getriebe von allen möglichen Marken, und ich bezweifel dass der Akkuwechsel bei zukünftigen E-Autos grundsätzlich aufwendiger sein wird.

Es gibt einen systematischen Grund. Ein verteilter Akku in der Karosserie ist billiger, robuster und spart Gewicht und Platz. Das gilt prinzipiell nicht nur für Akkus, sondern für alle Teile - feinere Integration = bessere Ausnutzung von Möglichkeiten und effektivere Gestaltung des Blechs.

Verbrennerantriebsstränge werden bislang nur anders gebaut, weil sie den Ingenieuren halt nicht entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Poistiver Nebeneffekt: Was am Band als große (und entkoppel/dämmbare) Einheit und deswegen von unten oder vorne einfach eingesetzt werden kann, lässt sich auch vergleichsweise einfach wieder ausbauen. Aber Konstruktionsziel ist es nicht und mit ganz wenigen Ausnahmen, die mit Wechselakkus statt Ladesäulen konzipiert wurden, ist der Akku schon bei heutigen Batterieautos viel enger in die Karosserie integriert, als es ein Verbennerantriebsstrang jemals war. Und wie du schon selber feststellst: Die Hersteler finden es eigentlich sogar ganz gut, wenn eine Totalüberholung aufwendig ist. Also werden sie garantiert keinen Platzverlust, Gewichts- oder Preiserhöhung in kommenden Batterie-Neuwagen dulden, um deren Lebenserwartung zu steigern. Autos werden nicht für Gebrauchtwagenkäufer gebaut, siehe SUV-Trend.

Alter, echt jetzt? :D

Natürlich habe ich das so gemeint, und nicht von den für Wartung und Instandhaltung nötigen Materialien und Ressourcen gesprochen, deren Herstellung und Transport (und dessen Verschleiß im Einsatz) ebenfalls einen nennenswerten Einfluss auf Umwelt und Klima haben. (also die Teile für Wartung/Instandhaltung und Reparatur, die ein Verbrennerfahrzeug in seinem Leben - zum leben - braucht)

Echt jetzt: Überschlag doch einfach mal kurz, wie verdammt wenig Teile das eigentlich sind. Sagen wir 5 l Öl alle 2 Jahre, macht 50 l über den gesamten Langzeitnutzungsraum (bei Autos von heute mit sinnvoller Motorgröße eigentlich deutlich weniger). Kohlenstoffgehalt ähnlich einer einzigen Tankfüllung im ganzen Autoleben.
Weitere typische Wartungselemente bis zur Viertelmillion: Zündkerzen, ein paar Riemen, Bremschreiben und -beläge, ein Auspuff und ein Kühler. (Öl und Luftfilter lasse ich mal Weg, weil so ein Stück Fließ einfach lächerlich unaufwendig in der Herstellung ist und auch die Entsorgung nur wegen der Giftstoffe Aufwand macht, war aber halt kein energetischer Aufwand ist.) Wenn mehr als 3-4 Teile am Fahrwerk zu machen sind, hat man schon eine fragwürdige Konkstruktion respektive Fahrweise oder das Auto ist so alt, dass es auf den Schrott wandert. Groß Blechreparaturen werden auch fast nur noch bei (leichten) Unfällen gemacht, Motor- oder Getriebewechsel sind (außerhalb des VW-Konzerns :ugly:) absolute Ausnahme. Wenn ich alles aufaddiere, verschleißt ein typischer Verbrenner vielleicht 100 kg an Ersatzteilen in seinem Leben, schonend gefahren und solide konstruiert vielleicht nur die Hälfte. Und vieles davon würde bei einem Batterieauto auch noch 1:1 genauso anfallen.

Wenn diese Teile pro Gewicht im Schnitt genauso aufwendig in der Herstellung sind, wie das Auto als Ganzes (Kat wird ein Bißchen drüber liegen, Auspuff und Kühler drunter, etc.), dann steigen die Lebenszeit-CO2-Emissionen durch die Ersatzteile also nur um 5 bis 10% der Herstellungsemissionen. Und diese sind schon so lächerlich gering verglichen mit denen aus verbranntem Sprit, dass sie in der Übersicht gar nicht mehr auffallen.

Wobei, jetzt wo du es angesprochen hast... die KFZ-Werkstatt muß beheitzt werden, brauch Strom für Licht und Werkzeuge, beim Schweißen werden Schadstoffe frei, die ganzen Spraydosen (Rostlöser usw), ... der Mechaniker muß sich den Dreck der Arbeit abwaschen, brauch dazu warmes Wasser (aus Kohlestrom?) und Seife/Shampoo usw... er muß zur Arbeit und wieder nach Hause fahren... mit einem Fahrzeug was auch wieder gebaut, gewartet und repariert werden muss, von einem Mechaniker der auch wieder....

Jede Wette: Auch Elektoautos werden nicht klinisch rein in unbeheizte Hallen rollen ;)
Und auch wenn Teile des Antriebs wartungsärmer sind, braucht der gesamte Rest trotzdem regelmäßig eine Inspektion. Nur die Motor-Ölwechsel entfallen (nicht aber die vom Getriebe), das ist ein Bruchteil des Gesamtwartungsaufwandes.

So, und jetzt Zeig mir eine Studie die all diese Faktoren berücksichtigt.:ugly:

Ich hab dir gerade (z.T. zum zweiten Mal) dargelegt, dass alle diese Faktoren Klima-Pillepalle sind verglichen mit dem verbrannten Treibstoff. Wahrscheinlich liegen zwischen Verbrennern mit und ohne Klimaanlage schon mehr CO2-Unterschiede, als du hier in einem elend langen Post in der Wartung zwischen Verbrenner und Batterieauto herauszuarbeiten versuchst.

Hm, da gibt es welche die mit 200Km/h (wieviele Knoten sind das?) übers Meer brettern? :D (darum ging es, E-Fahrzeuge die ein hohes Gewicht auf eine sehr hohe Geschwindigkeit beschleunigen).

Es gibt sehr viele davon, die zum Beschleunigen weitaus mehr Kraft brauchen, als jedes Batterieauto. Genau genommen ist das bei jedem einzelnen der Fall. Und DARUM geht es, wenn man die Anforderungen an den Motor betrachtet. Ob dabei 1 G oder 0,001 G tatsächliche Beschleunigung herrschen, macht ebensowenig einen Unterschied für den Motor wie die Geschwindigkeit, mit der später Luft (oder Wasser) über die Karosserie (den Rumpf) streift. Der Motor kennt nur Drehmoment und Drehzahl im zeitlichen Verlauf.

Aber dafür kann Besserwisser eigentlich niemand leiden... :D

Wir sind hier online. Sympathie ist was für RL :P

Verbrennungsmotoren hätten von Anfang an nur als temporäre Lösung betrachtet werden sollen.
...
Unterm Strich muß der Verbrenner aus mehreren Gründen verschwinden. Er hätte eigentlich gar nicht so lange überleben dürfen. ...

Der Verbrenner war (und ist) solange sinnvoll, wie chemische Energieträger genutzt werden sollen, für die keine geeigneten Brennstoffzellen zur Verfügung stehen. Das war lange Zeit generell der Fall und ist es mit der Ausnahme "reiner Wasserstoff" bis heute.
Was man nie hätte machen dürfen:
Überhaupt auf fossile Energieträger zu setzen. Und spätestens als klar wurde, dass der Emissionen die Athmosphäre verändern, insbesondere auch für den Treibhauseffekt relevante Bestandteile, hätte man aufhören müssen. (Das war übrigens spätestens Mitte des 20. Jhd. der Fall, eher früher)

Man hat aber weitergemacht und bis heute soviel in die Nutzung von Benzin und Diesel investiert, dass durchaus die Frage berechtigt ist, ob Übergangstechnologien die auf diese Investitionen aufbauen (Erdgas, synthetische Treibstoffe) nicht ein besserer Weg sind als Übergangstechnologien, die bei 0 anfangen. Und wie du selbst bei jeder sich bietenden Gelegenheit feststellst: Das Batterieauto, wie es heute im Laden steht und wie ich nicht zu betonen werde mit dem Strom, mit dem es heute geladen wird, ist definitiv nicht mehr als eine Übergangstechnolgie. Möglicherweise sogar noch weitaus weniger.

Alle "Verbrenner-Freunde" rechnen immer mit Werten von heute. Dass da ein langer Weg zurückgelegt wurde, bis dieses "Heute" erreicht wurde, spielt dabei irgendwie keine Rolle. Wie waren denn die Schadstoff-Belastungen bei der Verbrenner-Produktion und im Verbrenner-Betrieb vor 10, 20, 30, 50 Jahren? Also warum so tun als würden die E-Autos (in Funktion und Technik!!!) sich in den nächsten Jahren/Jahrzehnten nicht noch deutlich weiterentwickeln?

[parrotmode]Weil die Technik von Batterieautos eine genausolange Geschichte hat und die meisten Einzelteile davon genauso intensiv weiterentwickelt wurden.[/parrotmode]
 
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AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Das mit den E Autos ist nur eine sehr schlechte Lösung weil man nichts anderes hat ,
die Batterie und bei Kälte und langes warten beim Aufladen das ist nix und nur eine schlechte Notlösung.

Ein Mini Kern Reaktor würde gut funktionieren wäre effektiver ist aber zu gefährlich .

Die Wissenschaftler und die Industrie haben 30 Jahre gepennt was Neues zu entwickeln was gut und effizient ist .
Tatsache ist auch das Erdöl wird immer knapper und die Förderung immer teuer um noch an die letzten Reste zu kommen die tief verborgen sind , wenn Alle dann kann man nur noch Synthetisch herstellen was noch teuer wird . 1 Liter Sprit 10 €.

Fazit ist es gibt keine effektiven Antriebe der Mensch ist dafür zu dumm so was zu entwickeln, das einzige ist Kern Kraft .
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Defekte mit großen Ölverluste macht kein Motor lange mit und die CO2 Emissionen von 4-5 l Öl sind nichts im Vergleich zu dem, was auf 1000 km normaler Fahrt an Treibstoff durchfließt.
Wenn man davon ausgeht, dass die nicht vom Steuergerät erfasste Menge an zusätzlich mit verbranntem Öl keine Auswirkung auf die Verbrennung, und damit den Schadstoffausstoß, des Treibstoffes hat. Von einem "großen" Ölverlust, wo dichter blauer Qualm aus dem Auspuff kommt, habe ich übrigens gar nicht gesprochen. Und ich bin leider auch nicht mehr so gut in dem Thema drin, um sagen zu können welche Schadstoffmengen bei 1L ungewollt/undosiert und nicht einkalkuliertem (nicht optimal) verbrannten Öl ggü. 1L gewollt und dosiertem verbranntem Treibstoff entstehen. Wobei bei dem Thema auch die erhöhten Abgaswerte bei defekten Einspritzanlagen und falsch eingestellten Einspritzmengen Beachtung finden sollten. Ich bezweifel einfach, dass diese Einflüsse so gering sind wie du behauptest/suggerierst. Aber Studien dazu wird man wohl keine finden. Man sollte bei solchen Punkten vielleicht nicht immer die Werte einer perfekten (Öl-) Verbrennung hernehmen. Und sich vielleicht auch nicht immer nur auf die Länder mit den besten/genausten Kontrollen beziehen. Welche Studie hat sich den mal damit auseinander gesetzt, wieviele % des weltweiten Fuhrparks einen durch Verschleiß oder Defekt erhöhten Schadstoffaustoß hat, oder in Ländern unterwegs sind, wo es dahingehend kaum/keine Kontrolle gibt?

Theorie ist nicht gleich Praxis. Deswegen hatte ich das Video mit dem Diesel-Skandal verlinkt, da wird das Thema [falsche Berechnungen bzw. Berechnungen mit falschen da spekulierten Werten/Ergebnissen] nämlich auch aufgegriffen.
Leistungsverlust kann ich bei mir übrigens nach 20 Jahren und 220000 km keinen feststellen
Du hast also einen Leistungsprüfstand im Popo? Nice, damit könntest du viel Geld verdienen. JP hatte vor nem Monat einen noch ordentlich laufenden Golf 3 GTI auf seinem Leistungsprüfstand, weil sie den Wagen (eines seiner Angestellten) tunen, und damit den Fortschritt dokumentieren wollen. Der Wagen hat einen 2.0L Motor und ab Werk 115PS. Gemessen wurden noch 87,8PS. Das sind fast 25% Leistungsverlust - bei einem Saugmotor. Ungefähr in dem Rahmen wird sich auch der Leistungsverlust bei deinem (unserem) Passat befinden. Turbomotoren sind noch dazu vom Zustand bzw. der Leistung ihres Turboladers abhängig, was einen potentiell größeren Leistungsverlust bedeutet. Gelängte Steuerkette, Verschleiß an Kolben, Laufbuchse, Zündkerzen, Einspritzdüsen (die nicht mehr korrekt nebeln sondern mehr tropfen), ein relativ deutlicher Leistungsverlust über das Autoleben hinweg ist bei einem Verbrenner unvermeidbar, selbst dann noch wenn man zumindest die äußeren Verschleißteile regelmäßig wechselt (und auch direkt an dem Tag wenn die ganzen Verschleißteile noch neu sind, geschweige denn wenn sie wieder altern).

Natürlich wird sowas in Studein mit stattistisch von Weksangaben gemittelten Angaben in keinster Weise erfasst. Da sind alle Verbrenner meistens Neuwagen, oder entsprechen irgendwelchen spekulierten Werten. Nicht mal alle Neuwagen, wie wir mittlerweile gelernt haben, blasen das aus was in den Papieren steht.
...und glaub mir: Mit 13 kg pro PS reitzt man die maximale Leistung häufiger aus. Verbrauch hat sich in den letzten 14 Jahren auch nur einmal messbar geändert, als ich von 195er auf 205er Sommerreifen gewechselt bin.
Die wenigsten Menschen schreiben immer die Kilometer und den tatsächlich verbrauchten Sprit auf. Und selbst dann fallen langsam steigende Verbräuche über Jahre kaum auf. Ich schätze du hast die Verbrauchsanzeige deines MFA genommen? Und selbst bei gleichbleibendem Verbrauch, denk an den Leistungverlust. Und bei gleichem Verbrauch muß der Schadstoffausstoß nicht auch identisch bleiben.
...auch ein 3B hält nicht ewig.
FU, meiner schon. :D

Aber ich muß zugeben, da ich mittlerweile kaum noch mit dem Auto fahre, und er quasi nur noch ungenutzt rumsteht und Kosten verursacht, habe ich schon 1-2x über einen Verkauf nachgedacht. Aber irgendwie ist mir der alte shicer ans Herz gewachsen.^^
Und den saufenden Allrad solltest du aus klimatechnischen Gründen sowieso einmotten :P
Naaa, Vorsicht. Thema Nachhaltigkeit und so. Er wird ja nicht mehr so oft gefahren, und ein neues Auto belastet Umwelt und Klima ja schon mit seiner Produktion... :D
(ich hätte da eine sparsame Normalausführung im Angebot, derzeit quasi ohne Rost... :ugly:)
Mit Elektroantrieb? ;)
Ich würde daher für ein Alltagsauto Anno 2029 mit 50 kWh rechnen
Ich würde hier gar nicht rechnen, da 10 Jahre so einen Unterschied machen können, dass das alles reine Spekulation ohne wirkliche Relevanz ist. In 10 Jahren könnten sich [für Kurzstrecke] "Funky" Kleinstwagen (ab 10.000€ bis 20.000€?) durchgesetzt haben (ala Hotzenblitz, VW XL1, oder wie der e.GO Life der Uni Aachen), die mit 10-25kWh bei 700-1000Kg für den Nahverkehr "ausreichende" 100-150KM fahren können. Also ist es mMn nicht sehr sinnvoll, einfach mal pauschal vom Zustand heute, auf den im Jahr 2029 hochzurechnen. Gerade das zulassungsfreie Segment (kleines Versicherungskennzeichen) könnte innerstädtisch durchaus noch mal zunehmend interessant werden. In den meisten dieser Fahrzeugklassen fehlen nicht die Interessenten, sondern das Angebot. Dies ist in manchen Bereichen heute quasi gar nicht existent.
Ein verteilter Akku in der Karosserie ist billiger, robuster und spart Gewicht und Platz.
Ein verteilter Akku kann mMn weder billiger noch robuster noch leichter sein, eben weil er verteilt ist. Es müssen mehr Plätze den Anforderungen des Akku-Schutzes entsprechend gebaut sein (der gesamte Randbereich ist bei Unfällen die gefährlichste Zone), es müssen mehr Kabel verlegt werden (für den Antriebsstrom und auch für die Anbindung an das BMS), usw. Weder die Produktion mehrer kleiner Akkus, noch deren Einbau und Wartung, ist günstiger, oder hat irgendwelche anderen Vorteile.

Klar, ab einem gewissen Punkt macht es Sinn, um die Reichweite noch weiter zu steigern, die restlichen Hohlräume mit weiteren Akkus zu belegen, wenn die zentralen Plätze schon belegt sind (man hat ja keine andere Wahl). Aber ich bezweifel, dass diese Art des Akku-Verbauens sich durchsetzen wird. Zu unsicher/aufwendig bzgl. Unfällen, oder wenn die Feuerwehr einen aus dem Auto - und dann direkt durch Akkus - schneiden muß, usw. Schon für die Gewichtsverteilung (Schwerpunkt) ist hier nichts positiv. Und es gibt ja auch eigentlich keinen Grund, im Unterboden ist genug Platz, und am sichersten ist es dort auch noch.
Ich hab dir gerade (z.T. zum zweiten Mal) dargelegt, dass alle diese Faktoren Klima-Pillepalle sind verglichen mit dem verbrannten Treibstoff. Wahrscheinlich liegen zwischen Verbrennern mit und ohne Klimaanlage schon mehr CO2-Unterschiede, als du hier in einem elend langen Post in der Wartung zwischen Verbrenner und Batterieauto herauszuarbeiten versuchst.
Hauptsache du hast verstanden, dass du die ganze Zeit immer nur vom Klima sprichst, bzw. direkten Auswirkungen darauf, und ich mich auf sämtliche die Umwelt schädigenden Aspekte beziehe. Es macht einen ENORMEN Unterschied wieviel Energie die Herstellung von 1 Liter Öl benötigt, wieviel CO2 dabei - oder dessen Verbrennung - freigesetzt wird, und was jeder einzelne (in schwarzer verbrauchter Form, mit weiteren Schadstoffen und Zusätzen vermischte) Tropfen dieses Öles anrichtet, wenn er - zb. durch Undichtigkeiten - in die Umwelt gelangt. Man sagt 1 Tropfen verunreinigt 1000 Liter Trinkwasser. Das sind ca. 1.000.000 Liter Wasser bei einem Liter Öl. Und Verbrenner haben die Angewohnheit ihre Motoröl-Tropfen sehr gut verteilt zu verlieren.

Altöl ist eines der größten globalen Umweltprobleme

Hier wird auch kein CO2 freigesetzt, also ist es auch kein Problem/Argument...?

Und genau davon rede ich, wenn ich von allen sekundären Belastungen durch Verbrenner-Motoren spreche. Witzigerweise sprichst du ständig von CO2 und Klima, betonst den Unterschied zwischen Klima und Umwelt, dabei lautete das Thema des Threads "Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto". Aber vermutlich habe ich, auf dem Weg hierhin, unterwegs irgendwas falsch verstanden. Anders kann ich mir deine mMn anhaltende einseitige [tlw. Fehl-] Betrachtung meiner Argumente nicht mehr erklären. :huh:
[parrotmode]Weil die Technik von Batterieautos eine genausolange Geschichte hat und die meisten Einzelteile davon genauso intensiv weiterentwickelt wurden.[/parrotmode]
Und da bin ich eben komplett anderer Meinung, ganz egal wie oft du dich wiederholst.=)


Aktuell gibt es weltweit ca. 1.500.000.000 Autos, 0,3% davon sind elektrisch. Ob jetzt 5%, oder 10% oder auch 15% erreicht werden müssen, um erstmals wirklich relevant zu werden, und "Streitgespräche" über deren Technik usw. zu rechtfertigen, darüber kann man vermutlich wieder ewig diskutieren. Aber wie genau die aktuellen 0,3% (oder zukünftigen 0,6 oder 1,7%...) funktionieren, wie viel oder wenig sie ganz genau die Umwelt belasten, spielt mMn quasi eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist nur, wie das System E-Auto an sich ausschaut, wie es dann ausschaut, wenn es eine relevante Menge erreicht hat, und wenn es ab dann aufwärst geht. Wenn in zb. 20 oder 25 Jahren [Beispiel] 500.000.000 oder 750.000.000 Elektroautos unterwegs sind, welche Rolle spielt es dann, wenn 10.000.000 oder wegen mir 50.000.000 der ersten E-Autos auf der aktuellen Akku-Technik basieren, oder zu einer Zeit gekauft/gebaut wurden, als die Akkus noch nicht zu 100% (und mit 100% Ökostrom) recyclet wurden - oder die Autos selbst noch nicht mit 100% Ökostrom produziert wurden?

Die meiste Zeit wurden E-Autos nicht mit Li-Ion-Akkus gebaut, und die Vorgänger E-Autos (aus den 90ern, mit NiCd, Nasszellen) konnten bei entsprechender Pflege auch problemlos 20 Jahre und länger mit dem ersten Akku betrieben werde.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Du hast also einen Leistungsprüfstand im Popo? JP hatte vor nem Monat einen noch ordentlich laufenden Golf 3 GTI auf seinem Leistungsprüfstand... Der Wagen hat einen 2.0L Motor und ab Werk 115PS. Gemessen wurden noch 87,8PS. Das sind fast 25% Leistungsverlust - bei einem Saugmotor.

Noch interessanter fand ich den Mercedes, der die Leistung mit der er angeblich verkauft wird nur im "Prüfstandsmodus" entwickelt...
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Noch interessanter fand ich den Mercedes, der die Leistung mit der er angeblich verkauft wird nur im "Prüfstandsmodus" entwickelt...
Wobei es hier wohl so ist, dass dieser Modus nicht in die Leistung des Motors eingreift, sondern ABS/ASR/ESP usw. abschaltet, da der Wagen auf dem Prüfstand ja nur mit den Vorderrädern rollt, was die Elektrik durchaus "verwirren" könnte. Aber ja, was da bzgl. Leistung des Motors wirklich passiert oder nicht, weiß wohl nur Mercedes. ^^
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Der angesprochene GTI hatte nach Wartung (nicht Tuning!) von JP wieder 103 PS.
Der Prüfstandsmodus von Mercedes ist auch nicht so selten, den haben auch die Koreaner und Japaner z.T. gehabt oder haben ihn noch.
Der hat lediglich etwas mit dem ESP zu tun --> Hinterräder stehen, Vorderäder drehen --> woher soll das Auto wissen, dass es nicht gerade rutschig ist? Und ASR + ESP lässt sich bei vielen Autos überhaupt nicht mehr komplett deaktivieren....ist blöd, ist aber so.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

ESP schön und gut, aber das erklärt meiner Meinung nach weder eine Leistungseinbuße von 30% noch die für das gewichts/Leistungsverhältnis ziemlich schlechte 0-100 Zeit.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

ESP schön und gut, aber das erklärt meiner Meinung nach weder eine Leistungseinbuße von 30% noch die für das gewichts/Leistungsverhältnis ziemlich schlechte 0-100 Zeit.

Warum soll der Motor bei durchdrehenden Rädern 100% Leistung abgeben?
Wieviel PS hat die Butze?
163PS --> Kombiniert mit 20 Zoll Rädern und 235er Reifen! + Beifahrer + voller Tank?!
Um die 10 Sekunden passen da.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Wenn man davon ausgeht, dass die nicht vom Steuergerät erfasste Menge an zusätzlich mit verbranntem Öl keine Auswirkung auf die Verbrennung, und damit den Schadstoffausstoß, des Treibstoffes hat. Von einem "großen" Ölverlust, wo dichter blauer Qualm aus dem Auspuff kommt, habe ich übrigens gar nicht gesprochen. Und ich bin leider auch nicht mehr so gut in dem Thema drin, um sagen zu können welche Schadstoffmengen bei 1L ungewollt/undosiert und nicht einkalkuliertem (nicht optimal) verbrannten Öl ggü. 1L gewollt und dosiertem verbranntem Treibstoff entstehen.

Da musst du nicht gut im Thema sein, du musst nur endlich mal einsehen, dass "Schadstoff" und "klimawirksame Substanz" alias "CO2" zwei verschiedene paar Schuhe sind. Dicke Rußklumpen, schwere Aromaten und verkokte Ablagerungen sind sicherlich nichts, was man in der Lunge haben möchte, aber es ist auch nichts, was in der Athmosphäre einen nenneswerten Treibhauseffekt erzeugt.

Hier hast du eine Liste von Klimagasen, über die wir uns eine Rolle machen müssen:
Global Warming Potentials | UNFCCC
(Wasserdampf fehlt noch)

Fällt dir was auf? Mit Ausnahme von Methan, dass aufgrund seiner leichten Entzündbarkeit bei keinem Verbrennungsmotor hinten rauskommt und NO2, dass regelmäßig bei allen PKW geprüft wird und dessen Anteil selbst bei Stinkedieseln in Hunderttausendsteln angegeben werden kann, sind alle diese Substanzen Chlor oder Fluor Verbindungen. Es ist aber kein Chlor und auch kein Fluor in Motorölen, Benzin und Diesel. Vollkommen egal wie schlecht du die verbrennst, man findet keine übermäßig klimaschädlichen Substanzen im Abgas. Nur CO2. Und die Menge CO2 die entstehen kann hängt direkt von der Menge Sprit und Öl, die vorne reingeht. Und wenn vorn soviel Öl reingeht, das es im Verhältnis zum Sprit eine Rolle spielt, dann qualmt der Ofen richtig. Und auch das nicht mehr lange.

Wobei bei dem Thema auch die erhöhten Abgaswerte bei defekten Einspritzanlagen und falsch eingestellten Einspritzmengen Beachtung finden sollten. Ich bezweifel einfach, dass diese Einflüsse so gering sind wie du behauptest/suggerierst. Aber Studien dazu wird man wohl keine finden. Man sollte bei solchen Punkten vielleicht nicht immer die Werte einer perfekten (Öl-) Verbrennung hernehmen.

Theorie ist nicht gleich Praxis.


Wieso reitest du immer auf fehlerhaften theoretischen Rechnungen rum, wenn die niemand durchführt? Es wird doch mit Praxiswerten gearbeitet. Autofahren, gucken wieviel es verbraucht hat. Ob 10 l Sprit hocheffizient verbrannt werden oder total verkorkst wegqualmen ändert nichts daran, dass 10 l Sprit verbrannt worden sind und der Kohlenstoff daraus jetzt CO2 ist. (Genaugenommen sinkt die produzierte CO2-Menge sogar minimal, wenn ein Teil des C als Ruß hinten raus kommt)
Ineffiziente Verbrennung sorgt nur dafür, dass du weniger Leistung aus der gleichen Spritmenge gewinnst. Aber das du deswegen mehr Gas gibst ist ja schon in der Rechnung enthalten, wenn du nicht die abgerufene Leistung erfasst (wie sollte man das auch für alle Autofahrer überhaupt machen?), sondern den von ihnen verbrauchten Sprit? (Kinderleicht: Guck einfach, wieviel getankt wird)

Du hast also einen Leistungsprüfstand im Popo? Nice, damit könntest du viel Geld verdienen.

Nein, ich hab keinen Leistungsprüfstand im Popo. Aber ich hab nen Tacho im Auto. Und entweder geht der Tacho heute in genau dem gleichen Maß weiter vor als vor 1,5 Jahrzehnten, wie mein Motor in der Zeit Leistung verloren hat, und alle anderen Autofahrer fahren in genau dem gleichm Maße langsamer, oder aber ich schaff mit langem Anlauf immer noch die gleichen Tacho 190, die für die Kiste auch mit 90000 km das Limit waren.

Ungeachtet dessen wiederhole ich aber noch einmal: Niemand (außer Tuner) untersucht die Leistung. Untersucht wird der Verbrauch. Meine Kiste hat in den 0er Jahren bei Ziel = Richtgeschwindigkeit 130, verkehrsbedingt erreichter Schnitt = 110 ihre ~7,5 l/100 km gebraucht, bis ich die Reifensorte gewechselt habe und ab da waren es ~8,0 l/100 km bei gleichem Fahrstil und die verbraucht sie auch bis heute. Mag sein, dass der Motor aus den 8 l nur noch 75% der Leistung herausholt, aber solange auf wundersame Weise auch der Luftwiederstand um 25% gefallen ist, ist mir das ehrlich gesagt schnurz. Fakt ist jedenfalls, dass ich mit der gleichen Menge chemischer Energie und somit der gleichen Menge erzeugtem CO2 die gleichen Strecken in der gleichen Zeit zurücklege.

Ich schätze du hast die Verbrauchsanzeige deines MFA genommen?

Jup. Die arbeitet aber, entgegen zahlreicher Vorurteile, verdammt exakt. Ich kann damit i.d.R. auf 0,2-0,5 l genau vorhersagen kann, wieviel ich nachtanken muss, damit wieder voll ist. (auf 1,5 l genau im südeuropäischen Ausland. Wobei die Säulen merkwürdigerweise immer 1-1,5 l mehr getankte Menge anzeigen, als mein Auto verbrauchten Sprit = Platz im Tank im meldet. Schon erstaunlich, wie zufällige Schwankungen manchmal nur eine Richtung kennen :))

Mit Elektroantrieb? ;)

Wenn es dich nicht stört den Zündschlüssel auf Anlasserposition festzuhalten auch das :P

Ich würde hier gar nicht rechnen, da 10 Jahre so einen Unterschied machen können, dass das alles reine Spekulation ohne wirkliche Relevanz ist. In 10 Jahren könnten sich [für Kurzstrecke] "Funky" Kleinstwagen (ab 10.000€ bis 20.000€?) durchgesetzt haben (ala Hotzenblitz, VW XL1, oder wie der e.GO Life der Uni Aachen), die mit 10-25kWh bei 700-1000Kg für den Nahverkehr "ausreichende" 100-150KM fahren können.

Es geht bei der ganzen Rechnung um die Lebenserwartung/-bilanz eines heute gekauften Autos. Ein E-Golf mutiert aber nicht in 10 Jahren zum Hotenblitz, der bleibt ein E-Golf. Davon abgesehen halte ich solche Mutmaßungen für überflüssige Ablenkungen wenn es um den Vergleich um Antriebssystemen geht. Wenn sich in Zukunft halb so große Batterieautos mit entsprechend niedrigem Verbrauch durchsetzen könnten, dann könnten das genauso auch halb so große Verbrennerautos. Am Verhältnis zwischen den Konzepten ändert sich erst etwas, wenn man von 1/10 der Masse oder noch kleiner Spricht. Also Pedelecs und Velomobile mit E-Unterstützung, da bei <300 kg die untere Grenze der Skalierung von Verbrennungsmotoren erreicht werden und Batterieantriebe auf einmal ihren größten Nachteil loswerden, da tragbare Akkus möglich sind.


Ein verteilter Akku kann mMn weder billiger noch robuster noch leichter sein, eben weil er verteilt ist. Es müssen mehr Plätze den Anforderungen des Akku-Schutzes entsprechend gebaut sein (der gesamte Randbereich ist bei Unfällen die gefährlichste Zone), es müssen mehr Kabel verlegt werden (für den Antriebsstrom und auch für die Anbindung an das BMS), usw. Weder die Produktion mehrer kleiner Akkus, noch deren Einbau und Wartung, ist günstiger, oder hat irgendwelche anderen Vorteile.

Akkus werden nicht gewartet und ob 10 Akkupakete ins Auto einbaust oder ob du 10 Akkupakete in einen Akkuträger und den dann ins Auto einbaust beeinflusst auch die Kosten nicht. Die benötigten Kabelmengen bleiben ebenfalls ungefähr gleich, weil so oder so jede Zelle angebunden werden muss. Was sich aber ändert ist die Gewichtsverteilung die Möglichkeit, verstärkte Strukturen einzubinden. Wenn dein Akku als ein Block unter das Fahrzeug geschraubt wird, musst du sämtliche Querverstrebungen dadrüber oder darunter anbringen. Wenn du mehrere einzelne Blöcke hast, können sie dazwischen liegen und somit geometrisch viel besser an Crash-Anforderungen angepasst werden. Und ein derartiger Unterboden mit integriertem Akku schützt Batterie und Insassen gleichermaßen, ein Unterboden mit darunter geschnalltem Akku nicht, da brauchst du den doppelten Aufwand. Vom Platz zwischen Vorder respektive Hinterradaufhängung (je nach Antrieb), im Mitteltunnel/zwischen den Vordersitzen, unter der Rückbank etc. ganz zu schweigen. (Ja, ich weiß dass ein E-Auto keinen Mitteltunnel braucht. Aber es gibt wenig anderes, was an der Stelle Sinn macht und das sind von den Pedalen bis zur Rücksitzbank locker 100 l Raum, den man nutzen kann)

Klar, ab einem gewissen Punkt macht es Sinn, um die Reichweite noch weiter zu steigern, die restlichen Hohlräume mit weiteren Akkus zu belegen, wenn die zentralen Plätze schon belegt sind

Merkst du was? :)
Du sprichst selbst schon von Plätzen und von zentral. Also mehrere Akkupakete im Auto, nicht ein großer, leicht zugänglicher darunter.

dabei lautete das Thema des Threads "Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto".

Touché.
Der Titel wird dem Inhalt der zu diskutierenden Studie tatsächlich nicht gerecht. Fixed.

Die meiste Zeit wurden E-Autos nicht mit Li-Ion-Akkus gebaut, und die Vorgänger E-Autos (aus den 90ern, mit NiCd, Nasszellen) konnten bei entsprechender Pflege auch problemlos 20 Jahre und länger mit dem ersten Akku betrieben werde.

NiCd (bei entsprechender Pflege/Lademanagement) und Nasszellen sind auch für ihre Haltbarkeit bekann. Li-Io ist es nicht, dass neben der Brennbarkeit (und den Kosten) quasi der einzige Nachteile gegenüber den alten Technologien. (Gegenüber RAM auch die Umweltbelastungen der eingesetzten Substanzen. Aber a) will ich ja Umweltbelastungen nicht mit der Klimabilanz vermischen, weil es unabhängig zu bewertende Aspekte sind und b) wer außer mir kennt schon noch RAM? Und welcher Depp würde es in einem E-Auto haben wollen?)


Warum soll der Motor bei durchdrehenden Rädern 100% Leistung abgeben?
Wieviel PS hat die Butze?
163PS --> Kombiniert mit 20 Zoll Rädern und 235er Reifen! + Beifahrer + voller Tank?!
Um die 10 Sekunden passen da.

Also bei 163 PS, dicken Schlappen und Heckantrieb sollte der Schlupf auf griffiger Fahrbahn keinen großen Unterschied machen.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Wenn sich in Zukunft halb so große Batterieautos mit entsprechend niedrigem Verbrauch durchsetzen könnten, dann könnten das genauso auch halb so große Verbrennerautos.
Natürlich. Es könnte eine ganze Menge passieren. Nur sollte man zur realistischeren Betrachtung ein wenig mit der Wahrscheinlichkeit arbeiten. Die aktuelle Entwicklung von Verbrennern geht seit vielen Jahren immer weiter Richtung SUV, also zu immer größeren Fahrzeugen. Dass der Faktor Elektroauto hieran plötzlich etwas ändert ist mMn hochgradig unrealistisch. Zumal die Entwicklung der Verbrenner grundsätzlich zu immer schweren Fahrzeugen geführt hat. Ungeachtet der Gründe, ein Golf 1 Diesel hat einen geringeren Treibstoffverbrauch als ein aktueller Golf VII. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Elektroantrieb einen Einfluss auf seine eigenen Fahrzeugklassen hat. Beim [aktuellen] Elektroauto müssen Fahrer nämlich deutlich mehr auf das Thema Verbrauch bzw. Reichweite achten, da das "Tanken" deutlich länger dauert.

Es wird also [unter diesen Kunden] viel stärker ein Bewusstsein für das Thema Reichweite/Verbrauch geschaffen. Man muß sich ja nur mal die Fahrer aktueller Elektroautos anschauen. Das ist zum Großteil eine ganz andere "Gruppe" als der Otto-Normal Autofahrer. Wie viele von ihnen haben schon durch ihre PV-Anlage mit dem Thema Strom/Ökostrom Kontakt aufgenommen, wie viele haben ihren Elektrowagen nicht wegen potentieller Kostenersparnis gekauft, sondern aus ökologischen Gesichtspunkten, wie groß ist [noch] der Anteil derer die ihr E-Auto gelegentlich an ihrer PV aufladen. Wie viele von denen haben einen größeren Verbrenner als primäres Fahrzeug, welches sie wegen des Elektroautos kaum noch nutzen, oder haben sogar einen größeren Verbrenner für einen kleineren E-Wagen eingetauscht.

Es ist sehr schwer zu vorherzusagen, wie sich das Thema Kraftfahrzeug in 10 bis 15 Jahren entwickeln kann bzw. am Ende wird. Aber es ist doch sehr unwahrscheinlich, gerade wenn man den Faktor Elektroauto mal komplett herausnimmt, dass die bis heute immer größer und schwerer werdenden Verbrenner sich plötzlich in ihrer Entwicklung umkehren, bzw. die Kunden plötzlich einfach so ihre Ansprüche ändern, und zunehmend Kleinwagen kaufen, und die großen SUVs auf einmal immer unbeliebter werden.

Aber diese Möglichkeit, dass der E-Antrieb bzw. das E-Auto bauartbedingt ein anderes Bewusstsein bei den Autofahrern schaffen kann, hast du ja schon bei unserer vorletzten Unterhaltung über dieses Thema quasi ausgeschlossen. Trotzdem ändert es nichts daran, dass es unterm Strich reine Spekulation ist, wie die Ansprüche der Autofahrer - bzw. das Angebot an Neuwagen - in 10-15 Jahren aussehen werden. Deswegen sind darauf basierende Berechnungen mMn nichts weiter als hochgradig ungenaue Spekulationen. Und hier spekulieren wir beide einfach in etwas entgegen gesetzten Richtungen. Du [mal wieder] eher pessimistisch, ich [mal wieder] eher optimistisch.:D
Akkus werden nicht gewartet und ob 10 Akkupakete ins Auto einbaust oder ob du 10 Akkupakete in einen Akkuträger und den dann ins Auto einbaust beeinflusst auch die Kosten nicht.
Die Kosten für den Einbau steigen schon mal enorm an, wenn man nicht einen großen Akku in zb. 5 Minuten von Außen am Unterboden des Fahrzeuges befestigen, sondern 10 kleinere Akkupakete überall in den Hohlräumen (und auch noch größtenteils von innen) des Autos verteilen muß. Und es muß auch jedes einzelne Akkupack gegen Fremdeinwirkung (zb. einen Aufprall) gesichert werden (nix mit einfach mal so hinter ein Heck- oder Seitenblech pflanzen oder so).
Die benötigten Kabelmengen bleiben ebenfalls ungefähr gleich, weil so oder so jede Zelle angebunden werden muss.
Wie sollen die Kabel nicht länger werden, wenn der Abstand der einzelnen Zellenpakete zueinander immer weiter ansteigt?
Was sich aber ändert ist die Gewichtsverteilung
Genau, die Gewichtsverteilung verschlechtert sich zunehmend, mit jedem Gramm das von der tiefsten Mitte nach außen oder oben verlagert wird.
die Möglichkeit, verstärkte Strukturen einzubinden. Wenn dein Akku als ein Block unter das Fahrzeug geschraubt wird, musst du sämtliche Querverstrebungen dadrüber oder darunter anbringen.
Quatsch. Entweder können und werden solche Verstrebungen einfach Teil des Akkus, oder man läßt Aussparungen an den Stellen des Akkus, wo am Fahrzeug eine Strebe verläuft.
Wenn du mehrere einzelne Blöcke hast, können sie dazwischen liegen und somit geometrisch viel besser an Crash-Anforderungen angepasst werden.
Und zwar mit deutlich höherem Materialaufwand, da mit zunehmender Entfernung vom Mittelpunkt eines Fahrzeuges auch die Gefahr einer Verformung steigt.
Und ein derartiger Unterboden mit integriertem Akku schützt Batterie und Insassen gleichermaßen, ein Unterboden mit darunter geschnalltem Akku nicht, da brauchst du den doppelten Aufwand.
Ich weiß gar nicht ob es überhaupt ein Elektroauto mit "drunter geschnalltem" Akku gibt, da bei allen mir bekannten Fällen der Akku Teil des Unterbodens ist. Klar, drüber wird es wohl auch noch mal ein Bodenblech geben, aber der Boden an sich ist - soweit ich weiß und bisher gesehen habe - erst dann ein vollständiger Boden, wenn der Akku eingebaut ist. Wenn man von den [neu gebauten] Elektroautos absieht, die auf einer Verbrennerkarosserie basieren, sowie den alten Elektroautos, die ebenfalls nur umgebaute Verbrenner sind, und wo die zb. Zebra-Batterie in Kästen unter und/oder im Auto sitzt.
Vom Platz zwischen Vorder respektive Hinterradaufhängung (je nach Antrieb), im Mitteltunnel/zwischen den Vordersitzen, unter der Rückbank etc. ganz zu schweigen. (Ja, ich weiß dass ein E-Auto keinen Mitteltunnel braucht. Aber es gibt wenig anderes, was an der Stelle Sinn macht und das sind von den Pedalen bis zur Rücksitzbank locker 100 l Raum, den man nutzen kann)
Und den man problemlos mit einem einzigen Akkupack von unten füllen kann. Der Akku von Unten muß ja auf der Oberseite gar nicht "flach" sein. Nur wenn es keinen Mitteltunnel gibt (zb. wie beim Tesla), der ja auch so erstmal gar keinen Sinn mehr ergibt (ich habe vorne mehr Platz für Ablageflächen, und hinten mehr Beinfreiheit), dann braucht man natürlich auch keinen diesen nicht vorhandenen Raum füllenden Akku. Allerdings gibt es afaik auch ein A-Auto, welches glaube nur einen Akku im Mitteltunnel hat. Und ob sinnvoll es ist den Akku zwischen die Radaufhängung vorne und hinten, und damit schon in den Bereich der vorderen und hinteren Knautschzone hinein, zu verlängern, wenn es offensichtlich auch ohne geht, darf wohl auch bezweifelt werden. Aber gut, wenn du mit Aufteilen nur die hier erwähnten Stellen meinst, und nicht den annähernd kompletten Innenraum, dann hatten wir unter "Aufteilen" einfach nur etwas anderes verstanden.

Hier mal ein leeres Akku-Gehäuse vom Tesla (wegen der Verstrebung):
Model S Akkuhalter.jpg
Touché. Der Titel wird dem Inhalt der zu diskutierenden Studie tatsächlich nicht gerecht. Fixed.
Aah, jetzt ergibt es auch Sinn, warum du nur einen Aspekt/Punkt/Bereich von Verbrenner und E-Auto vergleichen willst. Gut, damit ist die Studie und das Thema für mich gleich deutlich weniger bis gar nicht mehr interessant. Das Klima ist für mich Bestandteil der Umwelt. Schließlich befasst sich ein Umweltbundesamt auch mit dem Klima, aber nicht nur.

Und ich kann nicht ausschließen (soweit bin ich in der Thematik einfach nicht drin), dass die "Schädlichkeit" des Verbrenners von seinen 100% die Umwelt betreffenden Auswirkungen vielleicht nur zb. mit 40% davon direkt! das Klima betreffen. Schädigungen an der Umwelt, die sich sekundär auch auf das Klima auswirken (zb. von auslaufendem Betriebsstoffen zerstörte Natur), werden darüber hinaus offensichtlich auch nicht beachtet.

Und welche Aussagekraft hat es, wenn der Verbrenner zwar reinen Sauerstoff aus seinen Auspuff ausstoßen würde, aber auf der anderen Seite mit seinen restlichen Eigenschaften (und auch den sekundären) die Umwelt zerstört...
Aber a) will ich ja Umweltbelastungen nicht mit der Klimabilanz vermischen, weil es unabhängig zu bewertende Aspekte sind
Und der Verbrenner ganz schon schlecht aussehen würde, wenn man seinen kompletten Einfluss auf die Umwelt in das Thema "Verbrenner vs E-Antrieb" einfließen lassen würde.


Wie gesagt, ich hab "Umweltbilanz" im Titel gelesen, und dann im Startbeitrag deine Aussage:
... auch die Ölförderung, -aufbereitung und -transport berücksichtigt. Also all das, worüber sonst nur spekuliert wird...
Darauf basierend war meine Erwartung bzgl. der Studie und der Unterhaltung/Diskussion hier im Thread natürlich eine völlig andere. =)
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Aber diese Möglichkeit, dass der E-Antrieb bzw. das E-Auto bauartbedingt ein anderes Bewusstsein bei den Autofahrern schaffen kann, hast du ja schon bei unserer vorletzten Unterhaltung über dieses Thema quasi ausgeschlossen.

Und ich werde es bei Diskussionen über die technischen Eigenschaften auch weiterhin ignorieren. Natürlich hast du Recht, das heutige Batterieautos selektiv von Leuten mit stark vom Durchschnitt abweichenden Ansprüchen gekauft werden. Gesucht ist aber der richtige Weg für die künftige Massenmobilität und deren Ansprüche richten sich nicht danach, was heute für Beschränkungen im Markt von E-Autos bestehen. Zumal ich deine Trendanalyse hahnebüchern finde. Du tust so, als wäre die Gewichtszunahme von Verbennerautos ein Naturgesetz, dass aus den Motoren resultiert, dabei ist es eine Reaktion auf das Verhalten von Neuwagenkäufern. Also genau den Leuten, die stattdessen E-Autos kaufen sollten. Und du ignorierst vollkommen, dass das Gewicht von E-Autos in den letzten 20 Jahren sogar noch weitaus stärker gestiegen ist und die derzeit neu vorgestellten respektive für die nähere Zukunft angekündigten Batterieautos die eindeutig schwersten Fahrzeuge ihrer Transportklasse sind. Und sich zunehmend auch in Sachen Aerdodynamik und Stirnfläche 1:1 in den SUV-Trend einfügen.

Ich hoffe auch, dass sich der irgendwann mal umkehrt (Vans hatten 10-15 Jahre Blüte, SUVs sind locker im zehnten Jahr und immer mehr -wenn auch absolut immer noch wenige- haben die Schnauze voll davon), aber das Batterien dazu beitragen ist genauso (un)wahrscheinlich wie dass sie diesen Prozess verlangsamen.

Deswegen sind darauf basierende Berechnungen mMn nichts weiter als hochgradig ungenaue Spekulationen. Und hier spekulieren wir beide einfach in etwas entgegen gesetzten Richtungen.

Einigen wir uns darauf, dass wir lieber über heutige/absehbare Autos diskutieren sollten, wie im Startpost dieses Threads dargelegt, anstatt über den von dir vorgeschlagenen Gesinnungswandel zu spekulieren, so wünschenswert er auch wäre.

Wie sollen die Kabel nicht länger werden, wenn der Abstand der einzelnen Zellenpakete zueinander immer weiter ansteigt?

Der Abstand zwischen den Paketen untereinander ist egal, die Kabel müssen von jedem Paket zur Leistungselektronik geführt werden. Und die sitzt afaik heute selten in der Mitte des Akkus, sondern meist im Motor- oder unter dem Kofferraum, in der Nähe der Ladebuchse.

Quatsch. Entweder können und werden solche Verstrebungen einfach Teil des Akkus, oder man läßt Aussparungen an den Stellen des Akkus, wo am Fahrzeug eine Strebe verläuft.

Und wie nennt man einen Akku, der in der Mitte geteilt ist unter dem sich weitere Karosserieteile befinden? "Zwei Akkus die nicht direkt zugänglich sind" ;)

Ich weiß gar nicht ob es überhaupt ein Elektroauto mit "drunter geschnalltem" Akku gibt, da bei allen mir bekannten Fällen der Akku Teil des Unterbodens ist.

Beim S und afaik auch dem X kannst du den Akku einfach nach unten abnehmen. Das von dir gezeigte Paket hängt unter dem eigentlichen, höhergelegte Unterboden der Karrosserie. Natürlich ist der Akku aerodynamisch nach vorne und hinten eingebunden, aber er ist weder von Statik noch der Crashsicherheit her Teil der Karosserie. Tesla hatte ursprünglich ein automatisches Akku-Wechselsystem an Stelle der Schnellader geplant hatte, bei denen der ganze Akku nach unten hin abgenommen wird, konnte diesen also nur punktuell mit der Karosserie verbinden und nicht in diese integrieren. (Videos von Vorführungen existieren, afaik hat man die Verbindung in späteren Baujahren aber vereinfacht, so dass das Abnehmen heute ein Werkstatt erfordern würde. Beim 3 wurde es ganz gestrichen, beim X bin ich mir halt nicht ganz sicher.)

Die Nachteile dieser Bauweise sind aber offensichtlich: Der S hat einen sehr hochliegenden Fahrzeugboden (für seine Gesamthöhe) und dadurch weniger Platz für die Insassen und vor allem sind reichlich zusätzliche Strukturen erforderlich. Das aus strukturellen Gründen stabile Bodenblech sitzt über dem Akku, unter ihm braucht es noch einmal eine extra Panzerung gegen Steinschläge (die zwischenzeitlich wegen Bränden schon einmal verstärkt werden musste). Die Fahrgastzelle ist gegen Seitenaufprälle von hohen Fahrzeugen geschützt, der Akku braucht noch einmal extra Verstärkungen gegen flache Autos, die unterhalb der Fahrgastzelle Kraft ausüben könnten oder alternativ eine Schürze rund um, die die Kräfte nach oben in den Fahrzeugboden ableitet (weiß nicht genau, welchen Weg Tesla gewählt hat. Vermutlich eine Kombination). Dieser Aufwand und das einhergehende Gewicht entfallen, wenn man die Batterien einfach unter den Sitzen, zwischen Fahrer und Beifahrer und zwischen den Achsen auf einem konventionellen Bodenblech unterbringt. Der Schwerpunkt bleibt dabei (quasi) unverändert (wenn man mehr Fußraum will, dürfen an die Stelle natürlich keine Akkus/man würde im "Mitteltunnel" einen Tick höher stapeln) und der Einbau in die Rohkarosse ist auch sehr einfach, wenn er vor Innenausstattung und Motoreinbau erfolgt. Wenn du den Akku später wechseln willst, muss der ganze Scheiß aber eben wieder raus und das wird richtig teuer - was dem Fahrzeughersteller aber egal ist. Der sieht nur weniger Teile, weniger Gewicht, mehr Platz bei gleichem Neupreis. Und die Crashsicherheit ist auch gegeben, schließlich gehören die genannten Bereiche fast komplett zur Fahrgastzelle, die ohnehin geschützt werden muss*. Auch heute ist der Bereich zwischen den Vorderrädern außerhalb des Kleinstwagensegmentes kein Teil der regulären Knautschzone, sondern es ist ein Bereich, in den der unkomprimierbare Motor ausweicht, wenn die Knautschzone vor der Vorderachse verbraucht wird. Bei einem E-Auto sitzt da vorn aber allenfalls Kofferraum und ein Bisschen Kühler.

*: Betrachtungsweise eines Test-Parcours optimierenden Herstellers. Natürlich kann man Autos auch so crashen, dass die Fahrgastzelle ebenfalls kollabiert. Aber zum einen hätte dann auch ein Akku unter der Fahrgastzelle ein Problem (ggf. sogar ein größeres, weil die Bruchteile nach außen damit in den Akku hinein umknicken, während Zellen im Inneren keinen härteren Hindernissen als "Bein" begegnen) und zum anderen wird so eben nicht getestet. Wie man an den Teils drastischen Folgen bei Baumumfällen oder auch nur leicht erhöhter Geschwindigkeit sieht, zählt für die Entwickler aber nur, was ENCAP-Sternchen bringt. Genauso wie "Verbrauchs"optimierungen eigentlich NEFZ-Optimierungen sind, wird die Sicherheit nur für genormte Crash-Tests gesteigert. (Mich würde wirklich mal interessieren, ob ein solider end-90er Wagen im Neuzustand bei z.B. 90 km/h/50% nicht sogar besser abschneiden könnte, als ein heutige Modell, weil letzteres viel gezielter darauf optimiert wurde, sich bei 64 km/h/40% exakt bis zur Fahrgastzelle zusammenzufalten.

Aber gut, wenn du mit Aufteilen nur die hier erwähnten Stellen meinst, und nicht den annähernd kompletten Innenraum, dann hatten wir unter "Aufteilen" einfach nur etwas anderes verstanden.

Ich meinte jedenfalls nicht Kotflügel oder ähnliches, zumindest nicht solange keine neue, brandsichere Technik kommt.
Außerhalb des SUV-Segmentes würde ich damit rechnen, dass sich die Akkus langfristig fast genauso verteilen wie heute der Verbrennerantrieb. Einzig die obere Hälfte des hohen Motors dürfte einem kleinen Kofferraum weichen und dafür der Bereich unter den heutigen Zwischenböden hinten gefüllt werden, soweit es Crash-technisch möglich ist. Verbrennerantriebe gelten zwar als unflexibel, aber nach 120 Jahren Entwicklung hat man Mittel und Wege zu finden, sie so anzuordnen, dass sie den Ansprüchen der Mitfahrer am wenigsten im Weg sind. Und genau die gleichen "am wenigsten im Weg"-Zonen werden auch Batterieautos zu nutzen versuchen. Alles andere wäre Schwachsinn respektive lohnt sich nur in der jetzigen Übergangsphase mit haufenweise Studien und geringen Verkaufszahlen, bei denen eine wortwörtlich "Platt"form für x Aufbauten herhalten muss.

Aah, jetzt ergibt es auch Sinn, warum du nur einen Aspekt/Punkt/Bereich von Verbrenner und E-Auto vergleichen willst. Gut, damit ist die Studie und das Thema für mich gleich deutlich weniger bis gar nicht mehr interessant. Das Klima ist für mich Bestandteil der Umwelt. Schließlich befasst sich ein Umweltbundesamt auch mit dem Klima, aber nicht nur.

Imho der größte Fehler überhaupt. Das UBA hat auch so mehr als genug zu tun, das BMU kein nenneswertes Budget und alldiejenigen, die das Klima in großem Maße beeinflussen, gehören zu den Zuständigkeitsbereichen von BMI, BMEL und vor allem BMVI BMWi, welche sich alle einen Dreck um Klimaschutz kümmern. (Das letztgenannte Kürzel sagt eigentlich alles.) Der Klimaschutz hat ganz andere, z.T. gegenläufige Anforderungen zum Umweltschutz und sollte eigentlich von allen oder im Zweifelsfall von einem eigenen, sehr gut ausgestatten Amt organisert werden. Aber er kommt halt nur als Feigenblatt vor und dieses Feigenblatt finanziert man dann auch noch aus dem kleinen Topf des (ohnehin als störend empfunden) Umweltschutzes :daumen2:

Für die Diskussion hier gehts mir aber rein um die Praktikabilität selbiger: Es sind zwei Themen, die zu vermischen einen nur wenig weiterbringt und eine echte Umweltschutzbilanz zu ziehen ist verdammt schwierig. Nicht nur weil die Daten-/Rechengrundlage so dürftig ist, sondern auch weil man ihn schlicht nicht aufrechnen kann. Wieviel km² naturbelassen Wiese kann man denn mit Freiland Solaranlagen dauerhaft für Jahrzehnte, bzw. planungsziel Jahrhunderte zudecken, ehe der Umweltschaden mit einem Tankerunglück vergleichbar ist, dessen Folgen nach einer gründlichen Reinigung und ein paar Jahren zwar noch nachweisbar sind, aber nur wenig Auswirkungen auf Biomasse und (wenn nichts lokal ausgestorben ist) Artenvielfalt haben? Ist eine unzureichende Reinigung und damit länger anhaltende Wirkung dem Verbrennerauto oder der Politik anzurechnen? Und wiegt sie schwerer als ein paar tote Vögel an WKAs? Was wenn die WKAs stattdessen die Population einer fast ausgestorbenen Fledermausart bedroht? Die aber eben wegen ihrer geringen Zahl sowieso keine ökologische Bedeutung mehr hat? Sind ein paar 100 m² ausgelaufener Ölsee in Kanada schlimmer oder besser als ein paar km² Lithiummine in Zentralasien? Etc. da kann man sehr, sehr viel drüber reden, aber nur sehr, sehr schwer Bilanz ziehen.

Klima ist viel einfacher: Alle Emissionen und etwaige Änderungen der Landnutzung in CO2-Äquivalente umrechnen und aufaddieren. Die Datenlage ist zwar nicht perfekt, aber mittlerweile so gut, dass die resultierenden Fehler kleiner sind als die aus Zukunftsprognosen z.B. bezüglich der Stromproduktion resultierenden. Auf Grundlage solcher Zahlen kann eine Diskussion also auch irgendwo hinführen.

Und ich kann nicht ausschließen (soweit bin ich in der Thematik einfach nicht drin), dass die "Schädlichkeit" des Verbrenners von seinen 100% die Umwelt betreffenden Auswirkungen vielleicht nur zb. mit 40% davon direkt! das Klima betreffen. Schädigungen an der Umwelt, die sich sekundär auch auf das Klima auswirken (zb. von auslaufendem Betriebsstoffen zerstörte Natur), werden darüber hinaus offensichtlich auch nicht beachtet.

Und welche Aussagekraft hat es, wenn der Verbrenner zwar reinen Sauerstoff aus seinen Auspuff ausstoßen würde, aber auf der anderen Seite mit seinen restlichen Eigenschaften (und auch den sekundären) die Umwelt zerstört...

Und der Verbrenner ganz schon schlecht aussehen würde, wenn man seinen kompletten Einfluss auf die Umwelt in das Thema "Verbrenner vs E-Antrieb" einfließen lassen würde.

Ich bin in dem Thema zwar auch nicht tief genug drin um eine Rechnung vorzulegen, aber trotz durchaus guter Kenntnisse der Umweltzerstörungen auf diesem Planeten fällt mir keine einzige Benzin-/Diesel-bedingte ein, die klimatisch wirklich relevant wäre. Die Vergiftung des Kongo-Deltas ist ökologisch eine Katastrophe und die beginnenten Abholzungen in Venezuela traurig. Aber die Belastungen sind nicht annähernd so groß, dass da gar nichts mehr wachsen würde. Die Gifte treffen eher über Anreicherung langlebige und/oder weit oben in der Nahrungskette stehende Lebewesen (z.B. Homo sapiens), die ohnehin nicht für CO2-Absorption sorgen (ganz im Gegenteil) und für argentinisches Rindsteak wird weitaus mehr Wald weggebrannt, als für ein paar Öltürme samt Zufahrtsstraßen. Man braucht sich ja nur einmal vor Augen zu führen, dass selbst die großflächigen Abholzungen Europas in der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends für Schiffsbau, (Schmiede-)Holzkohle und Ausdehnung der Landwirtschaft quasi gar keine Auswirkungen auf den athmopshärischen CO2-Gehalt hatten. Sebst die gigantischen Brandrodungen in Südostasien und Südamerika haben übrigens, nur einen kleinen Anteil am gesamten anthropogenen Einfluss. (Von den 25%, die Landwirtschaft insgesamt ausmachen, geht der Löwenanteil auf Methan und Lachgas zurück, nur 5-10% auf CO2 als solches. Und das ist dann schon weltweit, nicht nur die von mir genannten Bereiche)

Wieviel Land müsste im Vergleich dazu durch Ölverschmutzung komplett abgetötet werden, ehe sich das in den Temperaturmessungen niederschlägt? Das wären ganze Staaten, aber in der Praxis haben selbst die größten Ölunglücke schlimmstenfalls ein paar km² derart stark verschmutzt. In den anderen Bereichen wächst heute zwar oft nicht mehr die ursprüngliche, ökologische wertvolle Flora und Fauna, aber dem Klima ist es egal, in welchem Kraut der Kohlenstoff gebunden wird. Und das ganze abgesunkene Öl in den Meeren ist sowieso unter der euphotischen Zone. Das könnte ironischerweise sogar gut fürs Klima sein, weil ein totes Mesopelagial weniger Biomasse zersetzt und die biologische Pumpe dann mehr Biomasse in die Tiefsee schaffen kann.
Was dagegen durchaus Relevanz haben könnte: Entweichendes Methan bei der Erdgasförderung. Gerade russische Pipelines sollen reichlich Lecks haben um die sich niemand kümmert (ist ja auch aufwendig, weil der ganze Strang für mehrere Tage geleert werden muss.) und schon wenig Methan kann reichlich Treibhauswirkung entfalten. Deswegen bin ich auch ein Bisschen angepisst, dass das Frauenhofer sich gar nicht um Erdgasverbrenner gekümmert hat. Nur aufs Fahrzeug bezogen stehen die nämlich ziemlich gut da (auch umwelttechnisch :)) und energetisch aufwendig ist die Förderung auch nicht. Aber ich habe keine Ahnung, wie stark der Transport die Klimabilanz verhagelt. Selbst 1% Verlust würde die Klimabilanz grandios verhageln und das liegt bei meinem knappen Informationsstand durchaus im Bereich des denkbaren.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Ich bin in dem Thema zwar auch nicht tief genug drin um eine Rechnung vorzulegen, aber trotz durchaus guter Kenntnisse der Umweltzerstörungen auf diesem Planeten fällt mir keine einzige Benzin-/Diesel-bedingte ein, die klimatisch wirklich relevant wäre. Die Vergiftung des Kongo-Deltas ist ökologisch eine Katastrophe und die beginnenten Abholzungen in Venezuela traurig. Aber die Belastungen sind nicht annähernd so groß, dass da gar nichts mehr wachsen würde. Die Gifte treffen eher über Anreicherung langlebige und/oder weit oben in der Nahrungskette stehende Lebewesen (z.B. Homo sapiens), die ohnehin nicht für CO2-Absorption sorgen (ganz im Gegenteil) und für argentinisches Rindsteak wird weitaus mehr Wald weggebrannt, als für ein paar Öltürme samt Zufahrtsstraßen. Man braucht sich ja nur einmal vor Augen zu führen, dass selbst die großflächigen Abholzungen Europas in der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends für Schiffsbau, (Schmiede-)Holzkohle und Ausdehnung der Landwirtschaft quasi gar keine Auswirkungen auf den athmopshärischen CO2-Gehalt hatten. Sebst die gigantischen Brandrodungen in Südostasien und Südamerika haben übrigens, nur einen kleinen Anteil am gesamten anthropogenen Einfluss. (Von den 25%, die Landwirtschaft insgesamt ausmachen, geht der Löwenanteil auf Methan und Lachgas zurück, nur 5-10% auf CO2 als solches. Und das ist dann schon weltweit, nicht nur die von mir genannten Bereiche)

Wieviel Land müsste im Vergleich dazu durch Ölverschmutzung komplett abgetötet werden, ehe sich das in den Temperaturmessungen niederschlägt? Das wären ganze Staaten, aber in der Praxis haben selbst die größten Ölunglücke schlimmstenfalls ein paar km² derart stark verschmutzt. In den anderen Bereichen wächst heute zwar oft nicht mehr die ursprüngliche, ökologische wertvolle Flora und Fauna, aber dem Klima ist es egal, in welchem Kraut der Kohlenstoff gebunden wird. Und das ganze abgesunkene Öl in den Meeren ist sowieso unter der euphotischen Zone. Das könnte ironischerweise sogar gut fürs Klima sein, weil ein totes Mesopelagial weniger Biomasse zersetzt und die biologische Pumpe dann mehr Biomasse in die Tiefsee schaffen kann.
Was dagegen durchaus Relevanz haben könnte: Entweichendes Methan bei der Erdgasförderung. Gerade russische Pipelines sollen reichlich Lecks haben um die sich niemand kümmert (ist ja auch aufwendig, weil der ganze Strang für mehrere Tage geleert werden muss.) und schon wenig Methan kann reichlich Treibhauswirkung entfalten. Deswegen bin ich auch ein Bisschen angepisst, dass das Frauenhofer sich gar nicht um Erdgasverbrenner gekümmert hat. Nur aufs Fahrzeug bezogen stehen die nämlich ziemlich gut da (auch umwelttechnisch :)) und energetisch aufwendig ist die Förderung auch nicht. Aber ich habe keine Ahnung, wie stark der Transport die Klimabilanz verhagelt. Selbst 1% Verlust würde die Klimabilanz grandios verhageln und das liegt bei meinem knappen Informationsstand durchaus im Bereich des denkbaren.

Ihr müsst mal größer denken,

unser Planet kann nun mal nur eine begrenzte Ressource
an Rohstoffen bereitstellen.
Wenn diese ausgeschöpft ist, entsteht halt ein Defizit,
welche nachfolgenden Generationen ausgleichen müssen. :ugly:

Wirklicher Umweltschutz geht nur mit einer radikalen Absenkung der Weltbevöllkerung einher.

Das würde aber bedeuten,
man müsste erstmal auf ein gesundes Maß schrumpfen.
 
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