• Wenn Ihr hier einen Thread erstellt, dann erwartet Euch im Beitragformular eine Vorlage mit notwendigen Grundinformationen, durch die Euch die Community schneller helfen kann. Mehr Informationen dazu findet ihr in diesem Thread.

Kleiner Home Server zur Virtualisierung

Sooo, hier bin ich wieder. Der aktuelle Plan sieht folgendermaßen aus.

Hardware:
1 x Western Digital WD Red 3TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD30EFRX)
1 x Kingston SSDNow V300 240GB, SATA (SV300S37A/240G)
1 x Intel Core i3-6100, 2x 3.70GHz, boxed (BX80662I36100)
1 x Crucial DIMM 16GB kit, DDR3L-1600, CL11 (CT2K102464BD160B)
1 x ASUS B150M-K D3 (90MB0N60-M0EAY0)
1 x Fractal Design Define R5 titanium with side panel window, noise-insulated (FD-CA-DEF-R5-TI-W)
1 x be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 (BN140)

Zweck:
240 GB SSD: Virtualisierungshost + VMs OS
3 TB RED: VMs Data + Backup der SSD
3 TB Seagate: Backup der 3 TB Platte (RAID gibts keins)

Umsetzung:
3 TB RED:
sdb0: dm-crypt + LVM: (300 GB Backup Virtualisierungshost +SSD, Rest Data für VMs), filesystem (ext4 vs btrfs)?

240 GB SSD
Möglichkeit 1 (Virtualsierungshost nicht verschlüsselt -> lässt sich remote rebooten; dafür aber kompliziertere Partitionierung):
sda0: boot Virtualisierungshost
sda1: root Virtualisierungshost (Dom0) mit ext4
sda2: dm-crypt + LVM + logical volumes für die VMs

Möglichkeit 2 (einfaches Layout, um booten zu können muss Passwort eingegeben werden -> schlecht für remote):
sda0: boot Virtualisierungshost
sda1: dm-crypt + LVM für Virtualisierungshost (Dom0) mit ext4 + volumes für VMs

Nächste Design-Entscheidung: Gast VMs mit LVM volumes realisieren oder file based machen (.raw oder qcow2)?
Der file based Ansatz:
- ist flexibler -> disk.raw lässt sich leichter aufn laptop ziehen und da starten
- ist langsamer -> Filesystem über Filesystem (ist die Frage wie weit sich das in der Praxis auswirkt)
- bietet mit btrfs coole Features: Daily Snapshots, copy-on-write, data-deduplication

Meinungen? Ideen?
 
Eine kurze Anmerkung zu BTRFS: wirst du die Features denn auch nutzen? Es ist zwar schon zwei oder drei Jahre her, dass ich BTRFS getestet habe, aber damals war das Dateisystem auf einem Produktivsystem echt ein Flaschenhals. Ich persönlich setze daher lieber wieder auf erprobtere Dateisysteme (in meinem Fall ext4).
Die Features von BTRFS sind schon toll, aber gerade bei einem System mit mehr Speicherplatz kann es ziemlich nervig werden, wenn man dann irgendwann wegen irgendwelcher Kinderkrankheiten das Filesystem wechseln muss / will.

Eine kurze Anmerkung zum Thema RAID: ich kann die Aussage "privat reicht ein Backup" nicht ganz nachvollziehen. Natürlich brauchen wie wenigsten wirklich die Ausfallsicherheit eines RAID(1,5,6...), aber sinnfrei ist sowas deswegen noch lange nicht. Insbesondere, weil die allermeisten Backups vermutlich mindestens einen Tag alt sind. Es kommt aber natürlich immer auf den Einzelfall an und RAID ist definitiv kein Allheilmittel - allein schon, weil es die Komplexität eines Systems deutlich erhöht.

MfG Jimini
 
eben, und bitte, für meine Filme, Fotos und Co, da sind doch mal n par Fotos zwar ärgerlich, aber ist das gleich nen 100 er für ne zweite hdd wert?
vor allem, wenn dann dafür aufs Backup verzichtet wird?


Meist ist ein Raid privat eben nicht nötig, n Backup aber eben immer. Wenn das Backupkonzept passt, und man gewisse Anforderung an die Verfügbarkeit hat, mag es dann ja auch ok sein. Aber RAID ohne Backup ist doch nun wirklich useless.
 
Natürlich ist ein RAID ohne Backup sinnlos. Das stellt hoffentlich auch niemand in Frage ;)
Mir ist die Luft, die mir ein RAID5 verschafft, definitiv 90 € für eine zusätzliche Festplatte wert. Allerdings liegen auf dem System halt auch Dokumente und Bilder aus den letzten ~13 Jahren. Daher auch mein Wink in Richtung "Einzelfall" - wie wichtig die Daten sind und ob man nicht nur ein Backup, sondern sogar auch eine gewisse Ausfallsicherheit benötigt, muss jeder für sich selbst beurteilen.
Bei den Festplattenpreisen der heutigen Zeit kein Backup zu nutzen, ist für mich aber nicht nachvollziehbar, nur um das klarzustellen. :)

MfG Jimini
 
24/7: jo
das wichtigste ist der Fileserver: soll den raspi ersetzen -> mehr speed + encryption; usage: filme/serien + da kommen die eingescannten files drauf
in nen paar Monaten läuft mein 1&1-Server aus: owncloud + wordpress kommt noch mit dazu (bin aber einziger user)
dazu bei Bedarf: Windows, Kali+Opferkisten, Kisten zum Programmieren (im Kernelspace z. B.), mit FreeBSD rumspielen, ...

Gibt also nicht wirklich ne Last.
 
Bei den Leistungsanforderungen kommt es eigentlich nur auf die Virtualisierung und das Programmieren (bzgl. Kompilieren) an. Wenn du mit FreeBSD auch ZFS einsetzen willst, musst du dir Gedanken über dessen Speicherhunger machen.
Fileserver, ownCloud, Webserver und Datenbanken sind eigentlich vernachlässigbar.
Es hängt also vorwiegend davon ab, was du dann in den VMs anstellen willst.
Ich habe vor einigen Jahren auf einem Gentoo-Host mit einem Athlon II X2 240e mit 4GB RAMdrei oder vier virtuelle Gentoo-Systeme betrieben. Grundsätzlich braucht man also nicht irre viel Leistung für die Virtualisierung, eben je nachdem, was die VMs dann treiben.

MfG Jimini
 
Das FreeBSD ist ja nur zum spielen, da ich bislang noch nix damit gemacht habe. Von daher sind die Ressourcen dafür auch vernachlässigbar :)
Git-Server ist mir noch eingefallen. Mailserver hätte ich auch Interesse aber kb dass mein inet abschmiert und mir dann keiner mehr mails schicken kann...
 
Mailserver hätte ich auch Interesse aber kb dass mein inet abschmiert und mir dann keiner mehr mails schicken kann...
Du wirst ohnehin nur einen Relayhost betreiben können. Das bedeutet, dass dein Mailserver die Mails von dem eigentlichen Anbieter abholt und dir dann lokal zur Verfügung stellt. Beim Verschicken funktioniert es andersherum - die Mails gehen an deinen Mailserver und dieser reicht sie dann an den eigentlichen Anbieter weiter. Wenn du dann mal nicht mit dem Internet verbunden bist, bleiben die Mails solange eben beim Provider liegen.
So ein Setup hatte ich vor ein paar Jahren zuhause laufen, bevor ich mir dann einen Mailserver bei einem Hoster aufgesetzt habe.

MfG Jimini
 
Stimmt ich kann den Reverse-DNS-Eintrag nicht setzen -:
Das mit dem Mail-Relay hört sich gut an. Damit könnte ich die dann auch gleich damit backupen. Man zahlt halt eig. doppelt. Lass das aktuell von easyname managen. N E-Mail Backup gibts da aber nicht...
 
Mit Full Disk Encryption ganz schön langsm (ist sogar n Banana-Pi). Und ich kriege linuxdcpp auf dem Pi nicht zum laufen...

EDIT:
Außderdem brauche ich eh für alles mögliche ne VM. Und habe keine Lust mehr das verteilt zu haben. So läuft das immer und mit VPN easy-to-use.
Zume Thema RAID und Backup: Any info on *.locky ransomware : Malware
:-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also RAID mach ich keins. Von Der CPU-Power hab ich lieber noch weng Luft nach oben. Kann gut sein, dass ich mal n Kernel selbst compeliere oder was brute forcen muss. Ich hab mich aber gefragt, ob man bei der SSD auf was achten sollte, da die 24/7 läuft.
Muss man da auf Linux aktuell noch was einstellen (z. B. TRIM)? Macht man das dann lieber auf dem Virtualisierungshost oder auch in der VM? Reicht da ne Kingston/SanDISK oder da doch lieber zu ner Samsung Evo greifen?
 
Zurück