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Wenn Photoshop inkl. einem etliche Ebenen umfassenden Projekt neben weiteren, datenfressenden Bildressourcen tabweise angeordnet ist, die 12 Tab-Prozesse des Chrome-Browsers inkl. HTML5/Flash-Content [YouTube] versorgt werden, Logisim und NetBeans im Hintergrund offen sind und der Adobe-Updater geschmeidig Pakete extrahiert, während die Battlefield-Session noch geschmeidig ihren Lauf nimmt und die TeamSpeak-Kollegen vor sich her schnuddeln, bin ich zugegebenermaßen froh, damals zum 4-Moduler gegriffen zu haben, anstatt auf diverse User hier zu hören, welche einen i3 den FX-8ern bedingungslos vorziehen würden (das sind oftmals dieselben, unter deren Signatur sich der Nachfolger ihres Sandy-i7 in Form eines 4770k @ 4.x GHz breit macht.)
... Oder die beiden ressourcenlöffelnden VMs die Arbeitsgeschwindigkeit meines Hauptsystems nicht beeinflussen und ich doch reichlich Kerne zuweisen kann.
Nun, besagte Beispiele lassen sich jedoch nicht auf das Nutzungsverhalten jedes Fragestellendem hier im Forum übertragen. Vielleicht wird Starcraft 2 gespielt, sodass der Threadvorteil mittels massiv stärkerer IPC kompensiert wird. Vielleicht wird ohne schwergewichtige Hintergrundprozesse gedaddelt oder die enthaltene Grafikeinheit als Vorteil empfunden.
Das Problem, welches immer auf's Neue solche Konflikte und Diskussionen mit all ihren Fanboy-Lockrufen und Anfeindungen hervorbringt, ist aus meiner Sicht folgendes:
- Argumentationsebene A: Die Bulldozer-Architektur bietet ein interessantes und innovatives Multithreading-Konzept, welches sich insbesondere bei parallelisierbaren, optimierten Anwendungen wie auch exzessivem Multitasking niederschlägt. Dies wird sich jedoch mit dem Holzhammer bei einer (nicht zuletzt der 32nm-Fertigung bedingten) vergleichsweise sehr ineffizienten Architektur erquält. Die Intels sind hier weitaus besser und können mit ihrer starken IPC in den meisten Fällen, insb. bei Spielen, die großen FX-ler hinter sich lassen.
- Argumentationsebene B: Auf dieser Ebene spielt es keine Rolle, ob die Architektur ineffizient arbeitet und realitätsferne Milchmädchenrechnungen in Bezugnahme auf den Stromkostenfaktor sollten ausgeschlossen werden. Hier spielen die Bedürfnisse und Ansprüche an Leistung und Kühlaufwand seitens des jeweiligen Nutzers eine Rolle. Wenn hier jemand bereits aus Prinzip einen i3 wählen würde, da er eine Abneigung zur Ineffizienz der Modul-CPUs besitzt, ist das eine zu akzeptierende Meinung, aber keinesfalls eine Grundlage für Kaufempfehlungen. Ihr argumentiert, dass der i3 in einigen Spielen den großen 4-Moduler hinter sich lässt, was jedoch völlig am Thema vorbeigeht. Was soll ein i3 ausrichten, wenn der TE sich neben dem spielen mit Content-Creation beschäftigt und auch mal seinen Rechenschieber mit höheren Multithreading-Anforderungen belasten möchte? Nein, hier muss sich eingestanden werden, dass der Nutzer zu hoher Wahrscheinlichkeit mit dem FX zufriedener wäre.
- "Argumentations"ebene 3: Jemand hat sich gegen meinen Prozessor gerichtet. "Zitieren"-Button und ab geht die Post: Bevor überhaupt jemals nachgedacht und abgewogen wurde, werden zunächst Argumente gegen das feindliche Lager gesucht und geschickt Unsachlichkeit eingebracht. "Mein Intel hat eine viel höhere IPC, da bringen dir deine 8 Kerne nichts weiter!" oder "Mein 8-Kerner wird in 6 Jahren [hier wird verschwiegen, dass jedes zweite Jahr der Postbote eine neue CPU vorbeibringt] deinem 'ollen 3470er i5 überlegen sein!".
Alles Stoff für spannende Fachsimpelei in den entsprechenden Threads hier im Forum, doch inwiefern hilft das Ganze nun dem Fragestellenden Neuling, außer ein verfälschtes Bildnis bestimmter Firmen und Produkte eingebläut bekommt, bevor überhaupt die Chance zur eigenen Meinungsbildung besteht?
--> Ich denke, Oben genannte
Ebene 2 hilft dem User am meisten: Kein radikales Prinzip- oder Schwarz/Weiß-Denken, sondern eine Kaufempfehlung auf Basis der Ansprüche des Fragenden, welche natürlich erstmal bekannt sein müssen. Davor gibt es kein "meide den Bremsdozer!" oder "Intel ist viel zu teuer und mit AMD kommt man auch klar" [ btw. sollte man sich bei solch einem Argument mal darum Gedanken machen, ob es hier um eine
bedachte Kaufentscheidung geht - bei identischem Preis wählt man nach ordentlichem Abwägen das
bessere Produkt und würfelt nicht, da man mit Beidem klar kommt.]
Worauf ich hinaus möchte:
Leute, wir sind alle verschieden in unserem Nutzungsverhalten: Manche daddeln und bestücken ihre Softwareliste zu 90% mit Spielen, während die restlichen 10% vom Browser eingenommen werden; andere packen sich gerne ihre allgegenwärtig verwendete Produktivsoftware in den Autostart-Ordner und möchten nebenbei zwischen den Video-Editoren & Spielen hin- und her-switchen und wieder andere Rendern auf 2 Threads, während das Spiel die restlichen 4 Threads mit Arbeit versorgt. Lasst uns doch einfach mal unsere
feste "Meinung" über Bord werfen und bei Kaufempfehlungen je nach Anwendungszweck zu Blau oder Rot weisen. Letztendlich machen wir nur eins für unsere Hardware: Geld ausgeben, um bestimmte (variierende von Nutzer zu Nutzer!) Aufgaben unsere Ansprüchen erfüllend, erledigen zu können. Und das kann jeder, also macht es doch keinen Sinn, sich anzufeinden oder an ein bestimmtes Lager zu binden.
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UNWICHTIG
Ebenfalls stört es mich gewaltig, wenn gewisse Fanboy-Argumente auf mich übertragen werden, während ich versuche, ein ernsthaftes Argument für ein bestimmtes Produkt anzubringen. Es wird sich gleich angegriffen gefühlt, denn "wer nicht für [Marke] x ist, ist gegen x" und der verfälschte Verstand sagt 'das muss ein Fanboy sein!'. Wild werden nun die völlig dämlichsten Argumente von völlig anderen Usern herausgekramt und meiner Ansicht zugewiesen, da ich ja schließlich "zu den selben Idioten gehöre". Ich hasse, wenn so etwas passiert und mich nervt dieses Schwarz/Weiß-Denken gewaltig.
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Bin ich wieder geraged.
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