Schallpegelangaben in dB(A) haben ohne Angabe der Messbedingungen keinerlei Aussagekraft. Das kann alles bedeuten. Auch bei einem Strahltriebwerk mit aktiviertem Nachbrenner kann man in entsprechendem Abstand 17,2 db(A) messen (da eine Kommastelle anzugeben wäre btw äußert mutig, wenn das Ganze ernst zu nehmen wäre). Wenn keine Messbedingungen angegeben werden, kann man dem Hersteller deshalb nicht mal was, weil er prinzipiell alles angeben könnte, ohne dabei falsch zu liegen. Ein beliebter Verkaufs-Trick bei Lüftern, Netzteilen, manchen Pumpen und Co. ...
Eine niedrige Zahl macht sich in der Produktbeschreibung zwar gut, bedeutet aber nichts - noch dazu sind Angaben in dB (egal welcher Wertung) aufgrund der logarithmischen Skala ohnehin schwer einschätzbar. Ausgehend, davon, dass EK die Jingway-Pumpen unter gleichen Messbedingungen angibt, kannst du aus den Zahlen lediglich in etwa von einer auf die anderen Pumpe schließen, sofern du die Geräuschkulisse einer davon kennst.
Hinzu kommt, dass die Jingway-Pumpen im Vergleich zu anderen Wakü-Pumpen allgemein nicht gerade zu den Leisetretern gehören. Deine Pumpe ist eine Jingway DP-400 (EKWB-Bezeichnung: EK-DCP 2.2). Habe hier z.B. die nächst größere DP-600 als billige Ersatzpumpe und würde die niemals dauerhaft in einem Rechner betreiben, weil sie einfach zu laut ist und zu stark vibriert. Eine Laing DDC-1T mit ordentlichem Deckel oder eine Aquastream XT läßt sich in der Regel bedeutend leiser betreiben. Die große Jingway DP-1200 (EKWB-Bezeichnung: EK-DCP 4.0) ist so laut, dass man sie eigentlich niemandem zumuten würde - zumindest wenn man selbst mal eine bessere Pumpe hatte.
Meiner Ansicht nach könnte das Problem an drei Dingen bzw. einer Kombination daraus liegen:
- Erstens bist du hier wahrscheinlich mit zu großen Erwartungen ins Rennen gegangen, weil du beim Kauf auf den alten dB(A)-Trick reingefallen bist.
- Zweitens könnte die mangelnde Entkopplung die Weiterleitung der Vibrationen über das Gehäuse verursachen. Irgendwelche Klebepads, die wie sie EK da beilegt, sind keine effektive Entkopplung - schon gar nicht für Pumpen die tendenziell zu starken Vibrationen neigen (was btw nicht gerade für deren Auswuchtung spricht).
- Drittens ist möglicherweise die Entlüftung noch nicht 100%ig abgeschlossen, was zu erheblicher Geräuschbelästigung führen kann, wenn noch kleine Luftblasen durch die Pumpe rauschen.
Mit etwas Glück reicht es schon die Pumpe auf ein Shoggy-Sandwich zu stellen, um zumindest dröhnende Geräusche zu beseitigen, die durch Übertragung von Vibrationen auf´s Gehäuse entstehen. Zudem solltest du sicherstellen, dass der Kreislauf vollständig entlüftet ist. Je nach Aufbau kann das zum Geduldspiel werden - speziell mit einer leistungsschwachen Pumpe wie der DP-400. Auch sollte der AB vor der Pumpe so konfiguriert sein, dass ein Ansaugen von kleinen Luftblasen möglichst effektiv vermieden wird (Stichworte: Steigröhrchen, Prallblech etc.). Das reine Laufgeräusch wirst du so allerdings nicht los. Das allein kann wie gesagt bereits recht störend sein, bei den Billig-Pumpen aus dem Hause Jingway, aber letztlich ist das immer einen subjektive Wahrnehmung. Dagegen kannst du nur mit Spannungsabsenkung oder PWM-Regelung vorgehen, was man aber angesichts der ohnehin schwachen Leistung der Pumpe und je nach Restriktivität des Kreislaufs nicht immer bis zum untersten Limit ausreizen sollte. Wenn du einen Druchflusssensor hast, kannst du die Pumpe jedoch gut herunter regeln, bis dein persönliches unterstes Druchflusslimit erreicht ist. Unter 30l/h funktioniert zwar meist noch recht gut, aber ich würde dennoch dazu raten drüber zu bleiben.