ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Ich sage nicht, dass man es nicht auch komplizierter machen könnte. Die Bundeswehr müsste vermutlich einen eigenen Planungsstab einrichten und bräuchte allein drei Jahre um die nötigen 100ten Stellen auszuschreiben.
Die Hamas ist nicht nur von ihren Methoden her eine Terrororganisation, sondern auch von den Wurzeln her: Leute, die aus dem Untergrund heraus Guerilla-Angriffe gegen Armeen und Mordanschläge auf Zivilisten unternehmen. Mit wenig Planung, noch weniger Rücksicht auf das eigene Leben, quasi keiner Infrastruktur und gar keiner Rücksicht auf das Leben anderer. Die observieren normalerweise nicht lange, legen sich einen Plan B und C bereit und korrdinieren drei mögliche Exitszenarien, falls was schief geht. Was am 7.10. ablief war Sperrfeuer => reißt den Zaun ein => stürmt durch => versucht in die nächste Siedlung zu kommen und so viele zu töten, wie möglich. Ein paar motorisierte Gruppen hatten noch den Anhängsel "und wenn möglich, dann nehmt noch wen lebendes mit". Aber es gab kein koordinierten Reaktionen auf die israelischen Gegenmaßnahmen, es gab keine gegenseitige Deckung, es gab afaik nicht einmal den Versuch den eigenen Verwundeten zu helfen und die Zielaufklärung war derart mieß, dass sie selbst Vorreiter der palästinenser-offenen Israelis niedergemetzelt haben. Und auf einem Techno-Rave werden sie auch nicht gerade die zionistische Hardline-Siedler-Elite getroffen haben.
taz.de
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Nichts davon sieht für mich nach einer "generalstabsmäßig", zentral vorbereiteten Militäraktion aus. Aber absolut alles nach dem üblichen Märtyrer-Vorpreschen, dass wir von so vielen Terroristen kennen und für das die Hintergrundinfrastruktur teilweise aus nicht mehr als "hat IS-Videos auf Youtube geguckt" besteht. Hier waren immerhin Kampfgruppen unterwegs, die dürften sich also jeweils unter sich abgesprochen haben - lokal, nicht zentral. Aber übergeordnet scheint mir nur der Tag, nicht einmal die Stunde des Angriffs definiert gewesen zu sein.
Aber wie gesagt: Ich bleibe gespannt. Al Scharifa ist längst umzingelt, Gegenwehr scheint es kaum zu geben. Wenn da wirklich das Herz und Hirn der Hamas drunter ist, dann sollte man uns ja bis Anfang nächster Woche dutzende höchstrangige Gefangene und eine Kommandoinfrastruktur vor Augen führen, die alles an Infrastruktur übertrifft, was es sonst in Gaza gibt. Und natürlich hunderte tote oder gefangene Kämpfer samt unzähliger schwerer Waffen, die spätestens Montag einen Vernichtungsschlag gegen Tel Aviv geführt hätten, hätte die israelische Armee nicht so überaus wirkungsvoll eingegriffen.
Die Hamas ist nicht nur von ihren Methoden her eine Terrororganisation, sondern auch von den Wurzeln her: Leute, die aus dem Untergrund heraus Guerilla-Angriffe gegen Armeen und Mordanschläge auf Zivilisten unternehmen. Mit wenig Planung, noch weniger Rücksicht auf das eigene Leben, quasi keiner Infrastruktur und gar keiner Rücksicht auf das Leben anderer. Die observieren normalerweise nicht lange, legen sich einen Plan B und C bereit und korrdinieren drei mögliche Exitszenarien, falls was schief geht. Was am 7.10. ablief war Sperrfeuer => reißt den Zaun ein => stürmt durch => versucht in die nächste Siedlung zu kommen und so viele zu töten, wie möglich. Ein paar motorisierte Gruppen hatten noch den Anhängsel "und wenn möglich, dann nehmt noch wen lebendes mit". Aber es gab kein koordinierten Reaktionen auf die israelischen Gegenmaßnahmen, es gab keine gegenseitige Deckung, es gab afaik nicht einmal den Versuch den eigenen Verwundeten zu helfen und die Zielaufklärung war derart mieß, dass sie selbst Vorreiter der palästinenser-offenen Israelis niedergemetzelt haben. Und auf einem Techno-Rave werden sie auch nicht gerade die zionistische Hardline-Siedler-Elite getroffen haben.
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Nichts davon sieht für mich nach einer "generalstabsmäßig", zentral vorbereiteten Militäraktion aus. Aber absolut alles nach dem üblichen Märtyrer-Vorpreschen, dass wir von so vielen Terroristen kennen und für das die Hintergrundinfrastruktur teilweise aus nicht mehr als "hat IS-Videos auf Youtube geguckt" besteht. Hier waren immerhin Kampfgruppen unterwegs, die dürften sich also jeweils unter sich abgesprochen haben - lokal, nicht zentral. Aber übergeordnet scheint mir nur der Tag, nicht einmal die Stunde des Angriffs definiert gewesen zu sein.
Aber wie gesagt: Ich bleibe gespannt. Al Scharifa ist längst umzingelt, Gegenwehr scheint es kaum zu geben. Wenn da wirklich das Herz und Hirn der Hamas drunter ist, dann sollte man uns ja bis Anfang nächster Woche dutzende höchstrangige Gefangene und eine Kommandoinfrastruktur vor Augen führen, die alles an Infrastruktur übertrifft, was es sonst in Gaza gibt. Und natürlich hunderte tote oder gefangene Kämpfer samt unzähliger schwerer Waffen, die spätestens Montag einen Vernichtungsschlag gegen Tel Aviv geführt hätten, hätte die israelische Armee nicht so überaus wirkungsvoll eingegriffen.



