Israel - Konflikt aktuell & allgemein

Weiß nicht, was deine Whataboutismen hier bezwecken, aber nahezu die gesamte arabische Welt führte Krieg gegen den IS, befand sich gerade im Aufstand gegen Diktatoren wie Assad, als der so richtig zu wütend begann und gegen den Iran ist man sowieso seit langem in Generalopposition, unter erheblicher Kritik z.B. an Deutschland, die das nicht sind.
Passt nicht ins Narrativ bei dir und auch sonst ist dieser Satz eher die Unwahrheit!
Der IS wurde von den Kurden und den USA bekämpft und militärisch geschlagen, Assad und die Russen haben den IS gewähren lassen, die Türkei ihn mehr oder minder unterstützt (Öl abgekauft, Krankenhäuser im Grenzgebiet zur Verfügung gestellt, IS Kämpfer/Rekruten aus Europa nach Syrien geschleust, abseits der Märchen die du hier erzählst!.

"Im Aufstand gegen Assad"?
Du hast anscheinend eine ziemlich blühende Fantasie, jeder arabische Staat hat die Opposition in Syyrien unterstützt die ihm genehm war, radikale Sunniten (al-Nusra Front), die Türkei hat ihre turkmenische Stämme unterstützt und spekulierte auf Gebietsannexionen und die weitere Vernichtung der Kurden und der Iran hat Assad unterstützt.

"gegen den Iran ist man sowieso seit langem in Generalopposition"
Man führt einen "Konfessionskrieg" Sunniten gegen Schiiten, kann man auch im Jemen und Irak sehen und mit dem Angriff auf Israel durch die HAMAS unterstützt von der Hisbollah und Iran hat man zumindestens öffentlich den Schulterschluss geprobt, in dem man Israel verurteilt.
 
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Wieso fragen? Wenn die Hamas die Regierungsgewalt über das gesamte Gebiet übernehmen würde, brauchen sie nur noch ins Melderegister zu gucken. Und auch ethnisch motivierte Gewalteinzeltäter auf der Straße fragen ihre Opfer für gewöhnlich nicht, sondern gehen einfach nach Aussehen. Fragen stellen müssten beide eher, wenn sie wie von dir behauptet, (ex-)israelische Palästinenser umbringen wollten. Oder wie unterschedet man sonst einen Palästinenser, der in Israel ist (weil er da schon länger lebt) von einem Palästinenser, der in Israel ist (weil er dann endlich hinkönnte um was-auch-immer-zu-tun)? Eben: Gar nicht.
Die Hamas wird aber nie die Kontrolle über die Melderegister bekommen und daher ist das Unsinn, was du erzählst.
Wie viele arabische Israelis sind denn bisher von der Hamas getötet wurden?
Die Hamas hat auch kein Interesse, die Palästinenser zu beschützen, denn sonst würde sie sich nicht zwischen ihnen verstecken und die Hanas ist vermutlich begeistert, dass Israel Gaza bombardiert denn das hilft der Hamas und denen ist es völlig egal, wie viele Zivilisten dabei umkommen.
Weiß nicht, was deine Whataboutismen hier bezwecken, aber nahezu die gesamte arabische Welt führte Krieg gegen den IS, befand sich gerade im Aufstand gegen Diktatoren wie Assad, als der so richtig zu wütend begann und gegen den Iran ist man sowieso seit langem in Generalopposition, unter erheblicher Kritik z.B. an Deutschland, die das nicht sind.
Semiten bezieht, der glaubt auch, dass die Gegenwart allein anhand vergangenen Unrechts beurteilt werden kann"
Da musste ich schmunzeln, so traurig das ist.
Die ganze arabischen Welt hat gegen den IS gekämpft. Wo denn?
Die Kurden haben gegen den IS gekämpft und die Türkei hat zugeguckt, weil endlich mal ein anderer die Kurden angreift.
Assad fand es auch super, denn so war die Opposition mit dem IS beschäftigt.
Saudi Arabien, Iran? Kann mich nicht daran erinnern, dass deren Soldaten im Irak oder so gegen den IS gekämpft haben.
Ich wills aber auch nicht ausarten lassen, der IS ist Geschichte. Es wird kein Kalifat geben, egal ob man das in essen oder sonst wo fordert.
 

Israel verkündet „taktische“ Pause und zwei Fluchtrouten in Gaza​

Israels Armee hat auf X die Öffnung eines Fluchtkorridors angekündigt, damit die Bevölkerung des heftig umkämpften nördlichen Teils des Gazastreifens in den Süden fliehen kann. Von 9 bis 16 Uhr Ortszeit (8 bis 15 Uhr MEZ) gewähre die Armee auf einer bereits in der Vergangenheit genutzten Route sicheres Geleit. „Bitte schließen Sie sich zu Ihrer Sicherheit den Hunderttausenden Einwohnern an, die in den letzten Tagen in den Süden gezogen sind“, schrieb ein Armeesprecher auf Arabisch auf X. Außerdem könnten die Menschen auch einen zweiten Weg an der Küste für die Flucht in den Süden nutzen, hieß es weiter. Man bitte Zivilisten zugleich, sich zu melden, sollte die Hamas sie an der Flucht hindern. Das Militär gab dafür unter anderem eine Telefonnummer an.

Für das Flüchtlingsviertel Dschabalia wurde zudem eine „taktische“ Pause der Kämpfe verkündet. Die „militärischen Aktivitäten“ sollen in dem Viertel im Norden des Küstenstreifens zwischen 10 Uhr und 14 Uhr (9 Uhr bis 13 Uhr MEZ) für „humanitäre Zwecke“ ausgesetzt werden, teilte das Militär mit.
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik...ews-feuerpause-fluchtroute-baerbock-1.6296272

Wenigstens gibt es noch etwas Menschlichkeit in dem Konflikt.
 
Genauso klasse ist, dass Ehen in Israel nur unter gleichen Religionen möglich sind,
Weil in Israel, wie auch in den meisten anderen Staaten der Region, in dem Bereich bis heute das aus tiefster osmanischer Herrschaftszeit stammende millet-System gilt, welches selbst zur Zeit der britischen Besatzung nicht angefasst wurde. Dieses System sieht nunmal nur vor, dass Heiraten nur innerhalb der religiösen Gemeinschaft in die man hineingeboren wurde, möglich sind und selbst da muss sich danach gerichtet werden, was denn die anerkannten religiösen Gemeinschaften sind. Solange es da keine entsprechenden Mehrheiten in der Knesset gibt, wird sich an diesem völlig absurden und aus der Zeit gefallenen System auch nichts ändern. Selbst die Heirat zwischen nicht-religiösen, welche nach entsprechenden Druck durch Petitionen aufs Parlament möglich wurde, ist auch nur möglich, weil man das so hingebogen hat, dass diese sich als Zugehörige zur nicht-religiösen Gemeinschaft registrieren müssen.
Die einzige Möglichkeit dieser Regelung von Vorvorgestern auszuweichen ist die, in einem anderen Land zu heiraten oder eine Online-Heirat im US Bundesstaat Utah, da Ehen aus anderen Staaten anerkannt werden:

Selbst, wenn man der Definition folgen würde, dass Antisemitismus ausschließlich gegen Juden gerichtet ist, wäre Kritik an Israel nicht Antisemitismus.
Oder sich die gängigen Arbeitsdefinition durchlesen, die hierzulande u.a. bei Gerichtsprozessen Verwendung findet und auch von den meisten anderen westlichen Staaten genutzt und verwendet wird:
 
Weil in Israel, wie auch in den meisten anderen Staaten der Region, in dem Bereich bis heute das aus tiefster osmanischer Herrschaftszeit stammende millet-System gilt,
Das Millet System erlaubte allen Völkern nach eigenem Religionsrecht zu heiraten. Daher die Muslime heiraten nach ihren Regeln, die Juden nach ihren und die Christen jeweils nach ihren Regeln. Das ist als System nicht mal so veraltet, da selbst das deutsche Recht so ein ähnliches Prinzip übernommen hat. So kenne ich einen Fall, wo ein Iraner mit zwei Frauen (nach iranischem Recht) verheiratet ist, und das auch nach deutschem Recht gültig war, weil man das Herkunftsrecht anerkannte.

Wie jetzt der Knesset das handhabt weiß ich nicht, aber selbst hier gibt es da so religiöse Eigenheiten, dass kath. Kirchen bei einem protestantischen Ehepartner nicht die Regeltrauung durchführen wollen.

Aber nun gut. Das ist ein anderes Thema.



Ich finde zwei Punkte hier in deinen Quellen kritisch, beziehungsweise widersprechen die sich sogar mMn. Aber vielleicht irre ich mich nur in meiner Perzeption:

In der ersten, englischen Quelle steht, dass Antisemitismus sei, wenn...

  • Holding Jews collectively responsible for actions of the state of Israel.
In der zweiten Quelle wird jedoch gesagt:

"Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein."

Beim 1. Punkt gehe ich voll mit, dass es Quatsch ist alle Juden für Israels Politik verantwortlich zu machen. Das ist unlogisch und wäre einfach nur Sippenhaft. Jedoch wieder Israel "als jüdisches Kollektiv" anzusehen, wie es in der zweiten Quelle angegeben wird, halte ich für gefährlich. Denn eigentlich widerspricht sich das auch mit der vorherigen Definition und öffnet ein Tor dafür, dass Kritik an Israel als eine Kritik an das jüdische Kollektiv angesehen und somit als Antisemitisch bewertet werden kann.

Das ist einfach nur auf so vielen Ebenen falsch. Ich hoffe, dass ich das nur selber falsch verstanden habe, aber diese Definition halte ich für unannehmbar, da natürlich Israel als politischer Körper kritisiert werden kann, ohne dafür die jüdische Religionsgemeinschaft weltweit anzufeinden.
 
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"Versteht man Hamas-Anführer wie al-Hayya recht, sind sie froher Hoffnung, dass der Krieg mit Israel zum Dauerzustand wird, sodass sich die Aussicht auf Koexistenz mit arabischen Staaten zerschlägt. "Ich erhoffe mir, dass ein permanenter Krieg an allen Grenzen Israels tobt und die arabischen Länder an unsere Seite zieht", sagt Taher el-Nounou, ein Hamas-Berater."


da kann einem aber schon so ein bissel das kotzen kommen.
 
Endlich werden alle aufmerksam auf die Zivilisten.
 
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Die Hamas wird aber nie die Kontrolle über die Melderegister bekommen und daher ist das Unsinn, was du erzählst.

Die realistische Perspektive ist, dass die Hamas nie die Kontrolle über israelisches Kernland bekommen wird und somit ist deine Aussage, dass dort lebende israelische Palästinenser durch die Hamas vernichtet werden sollen, komplett realitätsfern und nur für hypothetische Diskussionen von belang. Wenn derartige Diskussionen als "Unsinn" empfindest, dann solltest du, mit Verlaub, nicht so blöd sein, welche zu starten. Und schon gar nicht solltest du Leute, die auf DEINE Aussagen korrekt und passend antworten, beleidigen, weil dir DEINE EIGENEN Szenarien auf einmal nicht mehr gefallen.

Da musste ich schmunzeln, so traurig das ist.
Die ganze arabischen Welt hat gegen den IS gekämpft. Wo denn?
Die Kurden haben gegen den IS gekämpft und die Türkei hat zugeguckt, weil endlich mal ein anderer die Kurden angreift.
Assad fand es auch super, denn so war die Opposition mit dem IS beschäftigt.

Assad hat, im Gegensatz zu deiner und Dons Behauptungen, sehr wohl gegen den IS gekämpft. Nicht mit der gleichen Priorität wie gegen andere Gruppen, klar, denn der IS hatte seinen Fokus auf Nordsyrien/Kurdistan und das hat bei Assad so niedrige Priorität, dass er bis heute keine großen Rückeroberungsversuche gestartet hat, aber in Zentralsyrien wurden auch IS-Stellungen von der syrischen Luftwaffe bombardiert und dass die ehemals vom IS besetzten Gebiete heute nicht alle in der Hand von Assad-Gegnern ist, sollte auch aufgefallen sein. An diversen anderen Kämpfen in Syrien war auch Militär aus nahezu allen anderen arabischen Staaten beteiligt - VAR, SA, Bahrein, Jordanien, Katar. Es gab sogar Schlachten, da waren alle zugleich beteiligt. Nur Jemen und Oman afaik nicht, aber die haben halt auch praktisch keine Möglichkeiten. Nahezu jedes dieser Länder plus Ägypten hat auch IS-Ableger im eigenen Land bekämpft, die Iraker sowieso und selbst die Taliban machen das bis heute.

Letztere sind dann auch ein Musterbeispiel dafür, dass bei weitem nicht alle gegen den IS Kämpfenden auch nette Menschen waren. Aber die Dons Behauptung war ja, "die arabische Welt" hätte den Taten des IS teilsnahmslos zugeschaut und das ist schlichtweg sowas von falsch, dass es an Volksverhetzung grenzt. Die absolute Mehrheit der arabischen Welt war, aus verschiedenen Gründen und perspektiven, gegen den IS und z.B. weite Teile des muslimischen Afrikas leiden bis heute (vom Westen weitestgehend ignoriert weil sind ja bloß Afrikaner) massiv unter dem anhaltenden Terror.

Saudi Arabien, Iran? Kann mich nicht daran erinnern, dass deren Soldaten im Irak oder so gegen den IS gekämpft haben.

SA: Siehe Link oben, muss an deinem Gedächtnis liegen, dass dir die Einsätze der saudischen Luftwaffe nicht mehr bekannt sind. (Bodentruppen hatten sie afaik keine in Syrien, das wäre ja auch ein Angriff gegen Syrien gewesen.) Der Iran wiederum war tatsächlich nicht anwesend, aber ist ja nun auch nicht Mitglied, sondern Gegenpol der arabischen Welt. Bekanntermaßen mögen es gerade die Iraker auch wirklich nicht, wenn iranische Soldaten auf der falschen Seite der Grenze auftauchen, also hat der Iran nur IS-Ableger auf eigenem Grund und Boden bekämpft.

Aber nicht einmal die Mullahs sind Fans, sondern ebenfalls Feinde des IS. Genau wie alle anderen staatlichen Akteure, die heute Israel kritisieren - der IS hatte nie offene Unterstützung durch andere Staaten, immer nur durch Privatleute, im Gegensatz zur Hamas. Die beiden Vereine sind einfach kaum vergleichbar, auch aus arabischer Sicht nicht.


Weil in Israel, wie auch in den meisten anderen Staaten der Region, in dem Bereich bis heute das aus tiefster osmanischer Herrschaftszeit stammende millet-System gilt, welches selbst zur Zeit der britischen Besatzung nicht angefasst wurde.

Israel hat, im Gegensatz zu den Briten, afaik keine Regeln aus osmanischer Zeit übernommen. Die israelische Verfassung und Gesetze wurden neu formuliert und auch nicht mehrheitlich von Leuten, die seit osmanischen Zeiten in der Gegend gelebt hätten. Mag sein, dass die Systeme ähnlich funktionieren (kann ich mangels Kenntniss nicht beurteilen), aber das liegt nicht daran, dass Israel sich an die Tradition der Region hält, sondern dass Israel selbst staatlich-religiöse Vorschriften fürs Privatleben für richtig hält.


Das ist als System nicht mal so veraltet, da selbst das deutsche Recht so ein ähnliches Prinzip übernommen hat. So kenne ich einen Fall, wo ein Iraner mit zwei Frauen (nach iranischem Recht) verheiratet ist, und das auch nach deutschem Recht gültig war, weil man das Herkunftsrecht anerkannte.

Die Anerkennung ausländischer Ehen durch Deutschland hat nichts mit dem Eherecht in Deutschland zu tun. Abgesehen von der erst seit wenigen Jahren deutlich zurückgefahren Anerkennung von Ehen zwischen Minderjährigen, erkennt Deutschland fast alle ausländischen Ehen an (und so machen das umgekehrt auch die meisten anderen Staaten), auch wenn diese in Deutschland so nicht geschlossen werden könnten/verboten sind. Das ist letztlich ein Kompromiss zwischen verschiedenen schützenswerten Rechten der Einzelnen: Würden die Ehen nicht anerkannt, könnten nicht-Ehepartner beispielsweise nicht zu gegenseitigem Unterhalt verpflichtet werden, könnten z.B. in Flüchtlingsunterkünften nicht zusammen untergebracht werden, hätten kein Recht auf Familiennachzug, etc.. Das wäre für viele betroffene Menschen sehr schädlich, während die Akzeptanz einer Ehe, die nicht im Interesse aller Eheleute ist und die deswegen in Deutschland verboten wäre, nur ein geringes Schadenspotential hat, denn man kann sich hier ja leicht scheiden lassen.

Beim 1. Punkt gehe ich voll mit, dass es Quatsch ist alle Juden für Israels Politik verantwortlich zu machen. Das ist unlogisch und wäre einfach nur Sippenhaft. Jedoch wieder Israel "als jüdisches Kollektiv" anzusehen, wie es in der zweiten Quelle angegeben wird, halte ich für gefährlich. Denn eigentlich widerspricht sich das auch mit der vorherigen Definition und öffnet ein Tor dafür, dass Kritik an Israel als eine Kritik an das jüdische Kollektiv angesehen und somit als Antisemitisch bewertet werden kann.

Es ist schon korrekt, Israel als jüdisches Kollektiv zu betrachten. Die Bevölkerung des Staates ist mehrheitlich jüdisch, die Verfassung des Staates ist jüdisch, etc.. Das gibt es wenig dran rumzudeuteln, es steht ja selbst auf der Nationalflagge, dass Israel jüdisch ist.

Die Frage ist nur, was das bezüglich Kritik an Israel (oder auch Kritik an irgendwas anderem jüdischen) bedeutet, wenn man die IHRS ""Definition"" anwendet? Die ist nämlich maximal interpretierbar bis missverständlich geschrieben und kann und wird daher wunderbar als Antisemitismuskeule benutzt. Ist es Antisemitismus, wenn ich meinen jüdischen Nachbarn zusammenscheiße, weil er mich eingeparkt hat? Wenn man die erste Zeile ließt als "innere Einstellung, die, wenn man sie zum Ausdruck bringt, sich als Judenhass äußert" bestimmt nicht. Man hasst in dem Moment ja nicht das jüdische an ihm, sondern seine Eigenschaften als Autofahrer. Gemäß dieser Lesart ist der erste Satz der Antisemitismusdefinition also nicht erfüllt.

Wenn man die ersten beiden Halbsätze aber getrennt betrachtet, und genau so wird die IHRS-Definition mit unschöner Regelmäßigkeit angewandt, dann stehen da eine nicht näher definierte innere Einstellung und eine komplett optionale "kann"-Klausel zum äußeren Verhalten. Beides keine belastbaren Kritierien, die einen vom Antisemitismus freisprechen könnten. Es bleibt nur "in Wort oder Tat gegen jüdische Personen ...". Gemäß dieser Lesart ist jeder Antisemit, der einen Falschparker jüdischen Glaubens anzeigt, also etwas gegen diesen tut, und auch jeder, der sein Wort gegen Kriegsverbrechen Israels erhebt. Und genau diese Lesart pflegen deutsche Leitmedien und führende deutsche Politiker.

Und ich glaube, ich habe sie auch schon aus dem IHRS-Umfeld selbst gehört. Es handelt sich also nicht um einen Missbrauch der Definition. Sonst hätte man diese vermutlich auch schon längst gefixed - ein simples "which ONLY may be expressed as hatred" oder "which, when expressed, shows as hatred" würde genügen und schon wäre es eine Definition, die nur Judenhasser als Antisemiten einsortiert. Aber nicht einmal für die von der Groko und iirc auch vom Bundestag verabschiedete, deutsche Fassung, hat man eine eindeutige Formulierung gewählt, sondern die Keule griffbereit gelegt.
 
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Abend in einer Fernsehansprache, die Hamas habe die Kontrolle über den nördlichen Teil des Gazastreifens verloren. Die Hamas-Kämpfer hätten »keinen sicheren Ort mehr, um sich zu verstecken«. Auch das Militär hatte zuvor mitgeteilt, die Hamas kontrolliere den Norden des Küstenstreifens nicht mehr. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das Militär werde seinen Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen mit »voller Kraft« fortsetzen, so Netanyahu weiter, und wies damit die zunehmenden internationalen Forderungen nach einer Waffenruhe zurück.

Es werde keine Waffenruhe ohne Rückführung der 239 Geiseln geben, bekräftigte Netanyahu. Zu diplomatischen Bemühungen um eine Freilassung sagte er, man werde die Familien informieren, sobald es etwas Konkretes gebe. Bis dahin sei es besser, zu schweigen.

Auch erklärte Netanyahu erneut, Israel wolle nach einem Sieg über die Hamas die Sicherheitskontrolle im Gazastreifen behalten. Der Küstenstreifen müsse entmilitarisiert werden, damit er keine Bedrohung mehr für Israel darstellen könne. Die Armee werde Gaza kontrollieren, solange dies notwendig sei, so Netanyahu.
Quelle: Hamas hat laut Netanyahu Kontrolle über Norden des Gazastreifens verloren

Das hört sich nach einer längereren Besetzung an. Ich frage mich wieviele der Geiseln noch am Leben sind?
Die Tage hiess es noch das welche davon durch israelische Bombenangriffe getötet wurden.
 
Die ist nämlich maximal interpretierbar bis missverständlich geschrieben
Nein, sie ist sogar recht eindeutig geschrieben und mit entsprechenden Beispielen unterlegt, was nicht antisemitisch ist:
However, criticism of Israel similar to that leveled against any other country cannot be regarded as antisemitic.
und was antisemitisch ist:
[...]
Denying the Jewish people their right to self-determination, e.g., by claiming that the existence of a State of Israel is a racist endeavor.
Applying double standards by requiring of it a behavior not expected or demanded of any other democratic nation.
Using the symbols and images associated with classic antisemitism (e.g., claims of Jews killing Jesus or blood libel) to characterize Israel or Israelis.
Drawing comparisons of contemporary Israeli policy to that of the Nazis.
[...]
Und eine Grundlage der Arbeitsdefinition, ist u.a. der 3-D Test für Antisemitismus

Antisemitismuskeule
Ein Kampfbegriff, der von Antisemitismen aller Art ablenken und der Kritik und Abwehr von Antisemitismus, die Grundlage entziehen soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist sowohl historisch als auch theologisch falsch. Frage mich ernsthaft, woher du das hast?

War irgendwo in der Geschichte der monotheistischen Religionen aufgetaucht.
Das Datum und den Vorwurf, kannst hier nachvollziehen.


Dieses Treffen gabs auch wirklich. Musst einfach selber mal suchen.
 
Nein, sie ist sogar recht eindeutig geschrieben und mit entsprechenden Beispielen unterlegt, was nicht antisemitisch ist:

Die Beispiele sind eindeutig.
Aber sie sind nicht Teil der Definition. Die steht für sich, wie es sich für eine Definition halt gehört, und sie wird dementsprechend auch für sich stehend angewendet.

Und eine Grundlage der Arbeitsdefinition, ist u.a. der 3-D Test für Antisemitismus

Auch das wird entweder weitgehend interpretiert oder schlicht gar nicht angewandt. In den vergangenen Wochen war es eher die Regel denn die Ausnahme, dass Personen, die alleinstehende Kritik an Israel äußerten, zu Antisemiten erklärt wurden. Eigentlich verbietet sich das gemäß der Regel, denn bei einer alleinstehenden Kritik wird ja nur eine Sache gemessen, also kann es gar nicht zwei Maßstäbe geben. Personen/Politiker/Medien interpretieren es aber bereits als Doppelstandard, wenn irgend eine Äußerung zu Israel nicht von einer mindestens dreimal solangen Dämonisierung der Hamas begleitet wird. Man hat also nur die Wahl "Antisemit sein" oder "Kritik an Israel nur noch als Randbemerkung zu anderen Aussagen stattfinden lassen". Und während letzteres bei einer universellen Gesamtgewichtung der Ereignisse der letzten zwei Monate sicherlich berechtigt wird, ist es einfach nur tödlich für Menschen- und Völkerrechte voranbringende Diskussionen oder auch Diplomatien, wenn eine gebetsmühlenartige Repetition des ohnehin unstrittigen und zunehmend weiter zurückliegenden für obligatorisch erklärt wird. Und das wissen die entsprechenden Akteure, als zeit- respektive seitenlimitierte Redenschwinger und Artikelschreiber genau.

Was dagegen übrigens kein einziges Mal als Antisemitismus interpretiert wurde, obwohl es das gemäß früher deutscher Interpretationen wäre (wenn auch nicht expliziter Bestandteil der verlinkten Defniitionen): Relativierungen des Holocausts.

Zum Beispiel in dem man diesen systematischen Massenmord an Millionen von Menschen einer Religion/Ethnie mit einem Angriff vergleicht oder gar gleichsetzt, der die Ermordung und/oder Entführung einiger hundert zum Ziel hatte und je einige weitere hundert unsystematische, nicht ethnisch/religiös gewählte Opfer unter Sicherheitskräften und Festivalbesuchern mit sich brachte. Um ein Beispiel zu bringen, dass ich selbst zum kotzen finde: Rechtsextreme ziehen das Wort regelmäßig für die Bombenangriffe auf Dresden aus dem Köcher. Da wird jeglicher Vergleich, vollkommen zu Recht, gebrandmarkt. Denn das waren zwar gezielte Tötungen von Zivilisten, aber um den Faktor 200 weniger. Bei der Hamas am 7. Oktober war es nun Faktor 4000 bis 8000 weniger (je nachdem, wie viele der Opfer man als gezielt wertet) und da sind Bezugsnahmen zu den Nazis auf einmal legitim?

Nocht häufiger als dieser Vergleich ist der Begriff "Pogrom" gefallen. Also eine [Zitat Wiki] einseitige und höchstens gering organisierte, nicht-staatliche, von der Mehrheitsbevölkerung ausgehende Form extralegaler Gewalt, die sich gegen eine weitgehend wehrlose ethnische Gruppe richtet, wenn die Mehrheit keine Abhilfe des Staates gegen eine empfundene Normverletzung durch die Minderheit erwartet. Pogrome erfolgen somit auf lokaler Ebene. [/Zitat]

Wenn dieser Begriff in der Vergangenheit weniger als 101% angemessen in Deutschland gebraucht wurde, hagelte es regelmäßig Antisemitismus-Vorwürfe (nicht selten zu recht bezüglich der Zielpersonen, das ist klar, aber in aller Regel nicht mit hinreichender Begründung durch die als Grund herangezerrte Ausdrucksweise). Jetzt wird dieser Begriff für beinahe-internationale Aktionen einer kleinen Minderheit unter erheblicher Gegenwehr eines sich maximal bemühenden Staates verwendet, also für Morde bei denen abseits der Gewaltanwendung so ziemlich jedes einzelne Merkmal das exakte Gegenteil der Defintion von "Pogrom" ist. Und was machen die Wortklauber, die jede pro-palästinensische Äußerung unter Antisemitismus-Generalverdacht stellen? Sie machen mit.

Sorry, aber das wird ganz schön eng mit der "Doppelstandards"-Regel, wenn die ich sie auf einen Scholz, einen Habeck, einen Spiegel, einen Galant etc. anwende.
 
12:51 Uhr

Israel meldet Einnahme von Regierungsgebäuden der Hamas​


Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge die Kontrolle über mehrere Regierungsgebäude der militant-islamistischen Hamas in Gaza-Stadt übernommen. Dazu gehörten das Parlamentsgebäude der Stadt und das Hauptquartier der Polizei, erklärte das israelische Militär. Ebenso hätten israelische Militäreinheiten die Kontrolle über eine Ingenieursfakultät übernommen. Diese habe als "Institut für die Produktion und Entwicklung von Waffen" gedient, hieß es. Gestern hatte der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant erklärt, die Hamas habe inzwischen "die Kontrolle in Gaza" verloren.
Nur ob sich einer in die Tunnelsysteme reintraut?
 
Hä....klar gehn die da rein.

z.B.

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Sehe ich das richtig? Ein Kellerraum mit einem Motorrad, genug Waffen für 5-10 Kämpfer, eine UN-Babyflasche und vier Laptops (hoffentlich mit "military grade components")? Das ist die gefürchtete Terrorzentrale der Hamas? Von der, so scheint es, keine übermäßig heftige Gegenwehr ausging?
Mal abwarten, was die nächsten Tage noch so bringen, aber bislang ist das doch etwas enttäuschend und vermutlich nicht so ganz ausreichend, um Fragen nach der Verhältnismäßigkeit zu kontern. Ich hatte zumindest erwartet, dass man uns ein Dutzend enttarnte Tunneleingänge zeigt, die entweder gegen schwere Waffen barrikadiert sind oder mit konzentrierten Feuer aus dem Inneren des "Tunnelsystems" verteidigt werden.
 
Sehe ich das richtig? Ein Kellerraum mit einem Motorrad, genug Waffen für 5-10 Kämpfer, eine UN-Babyflasche und vier Laptops (hoffentlich mit "military grade components")? Das ist die gefürchtete Terrorzentrale der Hamas? Von der, so scheint es, keine übermäßig heftige Gegenwehr ausging?
Wirkt für mich total gestellt. Wer kann denn garantieren, dass die IDF das dort nicht selber platziert hat, um nicht zugeben zu müssen, dass sie ein Krankenhaus unrechtmäßig zerstört haben?!
 
Wirkt für mich total gestellt. Wer kann denn garantieren, dass die IDF das dort nicht selber platziert hat, um nicht zugeben zu müssen, dass sie ein Krankenhaus unrechtmäßig zerstört haben?!
Die Gefahr besteht immer. Nicht zu unrecht heißt es im Krieg:" Zuerst stirbt die Wahrheit". Es wäre an der Hamas, das Gegenteil zu beweisen. Und dann müsste es noch ein anerkannter Beweis sein. Wir wissen alle, wie schwierig es ist. Denken wir an das abgeschossene Flugzeug, bei dem über Jahre untersucht wurde, ob es eine Rakete war, ob sie aus Russland oder der Ukraine kam und wer sie abschoß. Jahre....

Und hier ist es erheblich komplexer. Ich mache es mir in solchen Fällen recht einfach. "Wahr ist, was ich mir vorstellen kann". Vorstellen kann ich mir beides, aber ich vergebe Wahrscheinlichkeiten. Dass die Hamas Krankenhäuser als Schutz nutzt, ist nach allem was man mitbekommt sehr wahrscheinlich.
...Sehe ich das richtig? ....
Eine Waffe reicht. Denk an die Lusetania zurück, das Schwesterschiff der Titanic, die im ersten Weltktrieg versenkt wurde. Auch das war ein Drama, betraf es über 1000 Zivilisten. Und trotzdem war es eigentlich, weil das Schiff Waffen transportierte, eine legitime Aktion. Das konnte man damals aber nicht beweisen. Es wurde nur aufgebauscht, um einen Eintrittsgrund für den USA in den Krieg zu finden. Der eigentliche Skandal war, dass mit dem Passagierdampfer Waffen transportiert wurden.

"Angemessenheit" gibt es da weniger. Waffe ist Waffe. Wenn aus einem Krankenhaus geschossen wird, und auch da reicht eine Waffe und ein Schuß, dann kann es mit Artillerie beschossen werden. Das ist Krieg. Und Schutz bekommt nur, wer nicht kriegerisch ist. Ganz doofes Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wahr ist, was ich mir vorstellen kann
Das halte ich für gefährlich, irgendwie vorstellbar ist fast alles. Ich halte es eher so dass ich meistens die einfachere Lösung für wahrscheinlicher halte und in dem Fall halte ich es für einfacher dass die Hamas tatsächlich aus dem Krankenhaus heraus agiert als dass Israel hier was fingiert.

Verstärkt wird diese Wahrnehmung noch dadurch dass Israel auch bei dem Raketen Einschlag auf das Krankenhaus die Wahrheit erzählt hat, während die Hamas gelogen haben dass sich die Balken biegen.. Hier hat also Israel für mich den "benefit of the doubt" Bonus.

Mal abwarten was am Ende bei rum kommt.
 
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