Israel - Konflikt aktuell & allgemein

Der Großteil des brauchbaren ging an Israel, die Einheimischen durften überwiegend den, insbesondere unter Berücksichtigung des damaligen technischen Standes, unbrauchbaren Schrott behalten.
Ich finde sowas einfach nur ungerecht. Und wie die Palästinenser heutzutage, besonders im Gazastreifen, zusammengepfercht leben müssen und Israelis illegal Siedlungen im West-Jordanland bauen, da brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie nicht gerade beliebt bei denen sind.
 
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Ich finde sowas einfach nur ungerecht. Und wie die Palästinenser heutzutage, besonders im Gazastreifen, zusammengepfercht leben müssen und Israelis illegal Siedlungen im West-Jordanland bauen, da brauchen sie sich nicht wundern, wenn sie nicht gerade beliebt bei denen sind.
Aber es bringt nichts, die Israelis mit Raketen zu beschießen. Die Israelis antworten immer gleich.
Eine Seite muss anfangen auf Gewalt zu verzichten, sonst wird das nie was.
 
Ja das führt nur zu noch mehr Gewalt. Aber dieser Konflikt ist wirklich sehr schwierig.
Keine Ahnung wie man den lösen will?:ka:
 
Aber es bringt nichts, die Israelis mit Raketen zu beschießen. Die Israelis antworten immer gleich.
Eine Seite muss anfangen auf Gewalt zu verzichten, sonst wird das nie was.
Der Punkt an dem ein Gewaltverzicht vielleicht noch hätte irgend etwas bringen könnte ist lange abgefahren.
Was würde es den Palästinensern den heute noch von haben, auf die Gewalt zu verzichten?
Die illegalen israelischen Siedlungen wären dann immer noch da.
Ein palästinensischer Staat wäre nicht autark lebensfähig, da die Siedlungspolitik sich inzwischen auch den verbliebenen größten Teil der palästinensischen Wasserstellen und des Ackerlandes okupiert hat.

Ohne Trinkwasserzuvor von außerhalb und Lebensmittelimporte wäre ein palästinensischer Staat so gar nicht existenzfähig, in der Lage zur Selbstversorgung und man braucht doch nicht glauben das die illegalen israelischen Siedlungen einfach rückgebaut werden und Isreael das okupierte Land dann an die Palästinenser zurückgeben wird.

Meine man braucht sich doch nur dazu die letzten Jahrzehnte anschauen.
Israels "stop" der Siedlungspolitik und Abriss von einigen waren kaum mehr als homöopathisch Beruhigungspillen, für die internationale Gemeinschaft, aber als ernsthafter Schritt zur Deeskalation und Befriedung konnte man ihn leider zu keiner Zeit bezeichnen.

Ja das führt nur zu noch mehr Gewalt. Aber dieser Konflikt ist wirklich sehr schwierig.
Keine Ahnung wie man den lösen will?
:ka:
Isreal okupiert die Palästinensergebiete und vertreibt diese von dort, die sich damit nicht abfinden werden und es schweigend hinnehmen, oder aber die internationale Gemeinschaft übt massiven Druck auf Israel aus und zwingt sie zu einem drastischen rückbau der Siedlungen und zur Rückgabe illegal besetzter Gebiete und zwingt beide dann sich an einen Tisch zu setzen.

Letzteres wird wohl nie passieren...
Szenario 1 ist also das wahrscheinlichste, die Frage ist da nicht ob, sondern nur wann.
 
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Ein Anfang wäre: die Israelis werden erstmal ihre Falken und Klerikalfaschisten in der Regierung los, die aus klientelpolitischen, ideologischen und wahlkampftaktischen Gründen den Konflikt immer wieder von israelischer Seite aus anheizen. Damit kann dann den Kleptokraten und Klerikalfaschisten in (vor allem) Gaza das Wasser abgegraben werden.

Warum ich meine, dass das von Israel ausgehen muss? Weil es da wenigstens (noch) eine halbwegs funktionierende Demokratie und Zivilgesellschaft gibt, die das leisten könnte.

Unter den Lebensbedingungen in den Palästinenser-Gebieten und mit der Hamas als (gewaltsam) dominierender Macht dort, die wie klassische, sizilianische Mafiastrukturen einfach alles an sich gebunden hat, ist so ein Wandel „von unten“ deutlich schwieriger zu bewältigen.

Und dass militärische „Enthauptungsschläge“ seitens der IDF oder Raketen- und sonstige Terrorangriffe seitens militanter Palästinenser-Gruppen das jeweilige Gegenüber nur wieder mehr in die Wagenburg-Mentalität treiben, ist ja nun auch mehr deutlich bewiesen durch Erfahrung.
 
Ja das führt nur zu noch mehr Gewalt. Aber dieser Konflikt ist wirklich sehr schwierig.
Keine Ahnung wie man den lösen will?:ka:

Solange es nicht die überwältigende Mehrheit der Leute auf beiden Seiten wirklich will und bereit ist, dafür Opfer zu erbringen: Gar nicht.

Die Region blickt auf mehrere Jahrzehnte beidseitiger Zerstörung und Mordens zurück. Für nahezu jeden der beliebten Anfangspunkte sind die eigentlich zu belangenden, ""initialen"" Täter mehrheitlich längst tot. Selbst wenn noch jemand greibar wäre, der nicht ""nur"" auf jemand anderen ""reagiert"" hat: Es gibt so viele Opfer und angehörige von Opfern, die entschädigt werden müssten, dass die in der Region vorhandenen Vermögenswerte hinten und vorne nicht reichen. Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten schon von mindestens zwei wenn nicht mehr Leuten als ihr rechtmäßiges Eigentum betrachtet werden.

"Gerechtigkeit", egal wer auch immer sie wie auch immer definieren möchte, ist also rein praktisch nicht möglich und Ruhe wird somit erst dann eintreten können, wenn ein Großteil der Geschädigten (zu denen sich fast die gesamte Bevölkerung beider Seiten mehr oder minder rechnen darf) zugunsten von "Frieden" auf ihre Ansprüche verzichten. Aber das ist bislang wohl bestenfalls bei einer vernachlässigbaren Minderheit der Fall.

Also geht es weiter. "Tooth for a tooth, eye for an eye, till everyone is blind". Mit dem Unterschied, dass die eine Seite meistens in einer 1:5-Quote Zähne ausschlägt und die andere die Augen von nicht mittelbar schuldigen bevorzugt.
 
Weil es hier thematisch hineinpasst, sei mal kurz auf die folgende arte Reportage, über Israels neue rechte Regierung und die Siedlerbewegung, hingewiesen. Ich empfand die beim schauen als einen guten und "kompakten" Überblick, zur aktuellen Problematik und Entwicklung, ohne dabei zu einseitig zu berichten:

Siedlerbewegung auf dem Vormarsch / arte Re:
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Dauer: 32min 18sek

Es ist teilweise schon regelrechter Wahnsinn, was da für Leute in der rechten Siedlerbewegung unterwegs sind, wie zum Beispiel die im Beitrag interviewte Frau Kahn. Und vor allen, viele von denen im Beitrag interviewten rechten Siedlern sind noch nicht einmal gebürtige Israelis, sondern israelische Zuwanderer, die allen ernstes meinen irgend eine Form von Anrecht auf diesen Grund und Boden zu haben...

Das hat schon stellenweise echte "Kolonialismus Wipes", wie dort die Ansprüche zusammenkonstruiert werden und warum die "Einheimischen" kein Anrecht auf ihr Land haben...
 
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Die Hamas hat mit massiven Raketenangriffen auf Israel den Konflikt neu entfacht.
Es gibt viele Todesopfer auf beiden Seiten.
Das war ein schwerer Fehler der Hamas. Im Endeffekt schaden sie damit nur ihren eigenen Landsleuten.
 
Wegen ihrer Religion finden die Leute es also besser zu sterben?

Manche bestimmt. Religiöser Fanatismus findet einen guten Partner in schlechten Lebensbedingungen. In Kombination mit der finanziellen Unterstützung der Familien sog. "Märtyrer" durch die politisch-religiösen Fanatiker der Hamas, ist da natürlich ein gewisses "Potential" zu heben.

Abgesehen von ein bisschen persönlicher Betroffenheit/Sorge, weil zwei Freunde von mir in Tel Aviv leben (einer davon Israeli und Reservist, aber selbst wenn er wieder zum Dienst gerufen werden sollte, wird er zum Glück wohl eher nicht an die Front müssen), ist es einfach zum Verzweifeln.

Die Spinner von der Hamas geben der israelischen politischen Rechten jetzt natürlich jegliche Rechtfertigung (zumindest für die öffentliche Meinung), die untragbaren Zustände aufrecht zu erhalten oder noch zu verschlimmern für die Palästinenser. Der innerisraelische Kampf um die Demokratie liegt jetzt natürlich auch auf Eis, die Chancen für einen autoritären Umbau des israelischen Staatswesens stehen in so einer Situation der (mehr oder minder) äußeren Bedrohung natürlich umso besser. Es ist zum Mäuse melken...
 
Die Spinner von der Hamas geben der israelischen politischen Rechten jetzt natürlich jegliche Rechtfertigung (zumindest für die öffentliche Meinung), die untragbaren Zustände aufrecht zu erhalten oder noch zu verschlimmern für die Palästinenser. Der innerisraelische Kampf um die Demokratie liegt jetzt natürlich auch auf Eis, die Chancen für einen autoritären Umbau des israelischen Staatswesens stehen in so einer Situation der (mehr oder minder) äußeren Bedrohung natürlich umso besser.
Man könnte fast meinen, dass die Israelis vom Angriff gewusst, ihn aber verschwiegen haben, um jetzt militärisch voranzuschreiten und alle Israelis zu gewinnen, den Umbau des Staates in eine Autokratie zuzustimmen.
Immerhin halte ich den Mossad für den besten Geheimdienst der Welt. Dass der das nicht gemerkt haben will?
 
Man könnte fast meinen, dass die Israelis vom Angriff gewusst, ihn aber verschwiegen haben, um jetzt militärisch voranzuschreiten und alle Israelis zu gewinnen, den Umbau des Staates in eine Autokratie zuzustimmen.
Immerhin halte ich den Mossad für den besten Geheimdienst der Welt. Dass der das nicht gemerkt haben will?

Würde ich zum aktuellen Informationsstand nicht ausschließen, aber auch erstmal nicht von ausgehen. Abwarten ob man irgendwann belastbare Informationen bekommt.

Ironisch, dass ein solcher Fehler (?) ausgerechnet rund um den 50. Jahrestag des Yom-Kippur-Kriegs stattfindet, bei dem Israel ja ebenfalls überrascht wurde und sich letztlich schon auf einen Atomwaffeneinsatz vorbereitete.
 
Man könnte fast meinen, dass die Israelis vom Angriff gewusst, ihn aber verschwiegen haben, um jetzt militärisch voranzuschreiten und alle Israelis zu gewinnen, den Umbau des Staates in eine Autokratie zuzustimmen.
Immerhin halte ich den Mossad für den besten Geheimdienst der Welt. Dass der das nicht gemerkt haben will?
Wenn sie eher davon gewusst haben und nicht versucht haben es zu verhindern, wäre das fahrlässige Tötung.
Weil viele Israelis bei den Angriffen getötet wurden.
 
Wenn sie eher davon gewusst hätten und nicht versucht haben es zu verhindern, wäre das fahrlässige Tötung.
Weil viele Israelis bei den Angriffen getötet wurden.
Darum geht es.
Hat es die Regierung wissentlich in Kauf genommen, dass Bürger sterben werden, nur um die Militäraktion zu starten und das Land weiter umzubauen?
Ich denke, dass jetzt Posten im Sicherheitsbereich neu besetzt werden und man so Widerständler entsorgen kann.
Aber das ist natürlich reine Spekulation und vorstellen kann ich mir das nicht.
Allerdings traue ich der aktuellen Regierung alles zu.
 
Das ist halt das übliche Problem in solchen unübersichtlichen Situation und mit "Verschwörungstheorien" im Allgemeinen. Prinzipiell denkbar/möglich ist vieles. Aber ich halte es da bevorzugt mit Hanlons Rasiermesser.
Ich halte das auch für ein Versagen der Geheimdienste,genau wie damals bei 9/11.
Sowas kann passieren, aber die Israelis werden daraus lernen.
Und vorbei ist das ja noch nicht. Viele Menschen sind noch in der Gewalt der Terroristen.
 
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