Daran tragen die arabischen Staaten die Schuld. Sie wollten den Teilungsplan der UN mit Waffengewalt verhindern und sind mit ihrem Angriffskrieg gescheitert.
Verwundert das?
Die UN hat damals über den Kopf der dort ansäßigen Menschen entschieden dass nicht unerhebliche Landstriche (ca. 50%) jetzt einfach israelisch werden und künftig zum Staat Israel zugehörig sind.
Die Iren haben das, in mehreren Jahrhunderten irischer Geschichte, auch nie völlig akzeptiert, das die Engländer meinten die irische Insel würde ihnen gehören um Belfast wurde noch bis vor wenigen Jahrzehnten mit Gewalt und Waffen, bzgl. der Zugehörigkeit, gekämpft.
Darüber hinaus, zwischen 1948 (Staatsgründung Israel) bis 1967 (Sechstagekrieg) waren der Gaza-Streifen, das Westjordanland und Ostjerusalem fest in arabischer Hand. Warum wurde in diesen 19 Jahren kein Staat "Palästina" gegründert?
Die sogenannten "Palästinser" könnten seit Jahrzehnten einen Staat haben. Vielleicht einfach mal aufhören, den Nachbarn ständig anzugreifen. Ägypten hat auch in drei verlustreichen Kriegen gelernt, dass sie Israel nicht besiegen können. Seit 1979 ist Ägypten (damals das erste muslimische Land überhaupt) in Frieden mit Israel. Es liegt also nicht an Israel.
Sicher, die berechtigte Frage bleibt aber wie lebensfähig dieser gewesen wäre.
Die Basis für einen palästinensischen Staat, wie israelischen, war schon 1948 semigut festgelegt, weil beide Parteien (Israelis und Palästinenser) Gebiete hatten die nur erreichbar waren, wenn man durch das Hoheitsgebiet des jeweils anderen fährt.
Das sind "beste Vorraussetzungen", wenn eine Seite meint sie hätte ein über 2000 Jahre fosilies historisch begründetes Recht dort einen Staat zu haben, die andere Seite diesen Staat als nicht rechtmäßig, durch die UN aufgezwungen, betachtet hat und beide Seiten entsprechend wenig Kompromisbereit gewesen sind.
Von Seiten der Palästinenser da einen Staat, in den durch die UN festgelegten Grenzen zu gründen wäre zudem, indirekt einer Anerkennung das Status quo, der Grenzen, gleichgekommen, auf welchen man sich von israelischer Seite auch hätte verweisen und versteifen können.
Das stimmt natürlich nicht und ist ein beliebter Mythos. Es kommt ja darauf an, wie Israel kritisiert wird. Und viele sogenannte "Israelkritiker" können scheinbar Israel nicht kritisieren, ohne gewissen Vorurteile oder Klischess zu bedienen.
Du meinst so wie manche vermeindliche "Israelversteher" in einer Tour auch nur "Klischees" zu Palästinensern zum besten geben, wenn sie selbige "kritisieren"?
Oder anders geschrieben, evt. solltest du dir erst einmal an die eigene Nase fassen, bevor du da meinst "Kritik" zu üben. Es gibt in dieser Geschichte dort unten keinen komplett Guten und keinen komplett Bösen, kein reines Schwarz und kein reines Weiß.
Beide Seiten, inkl. Dritter (UN) haben dort seit mindestens 1945 jede Menge Mist gebaut.
Gelöst wird man den nur bekommen indem beide Seiten große Zugeständnisse machen, oder eine Seite halt vollständig unterliegt und die andere das Gebiet okkupiert.
Was damals aber generell aktzeptiert war. Im ersten Weltkrieg hat das osmanische Reich dieses Gebiet an Großbritannien verloren und Großbritannien hat das Gebiet dann erst dem Völkerbund und später der UN genau dafür zur Verfügung gestellt. Das war damals völkerrechtlich so anerkannt, dass man Gebiete verlieren und gewinnen konnte.
Ja, so wie auch in Afrika...
Die Kolonialherren haben über die Köpfe der dort lebenden Menschen über deren Land entschieden und das für international rechtens erklärt.
Also muss es ja rechtens sein, selbst wenn die Menschen, die dort lebten, das vehement nicht wollten.
Das deutsche Reich hat im ersten und zweiten Weltkrieg doch selbst genug Gebiete verloren. Und niemand - außer ein paar Ewiggestrigen - bestreitet doch heute die Rechtswirksamkeit dieser Gebietsverlusten. Warum also soll das hier anders sein?
Weil die (noch) allermeisten hier nicht die Schuld Deutschlands in Frage stellen, mit denen es diese Gebiete verloren hat. Die Palästinenser haben vor 1948 aber nichts falsch gemacht und keine Schuld auf sich geladen, die rechtfertigen würde das sie rund 50% ihrer besiedelten Gebiete an zuwandernde Juden abzutreten hatten.
Oder ich formuliere es mal für dich anders, vielleicht macht es dann im Oberstübchen ja mal *klick*...
Hätte man bei der UN 1948 entschieden dass das, durch den kurz zuvor geendeten WW2, US-besetzte Luxemburg 50% seines Staatsgebietes für einen Staat Israel hätte abtreten müssen und die Luxemburger vor der UN dann dagegen eindringlich protestiert hätten, aber einfach überstimmt werden, hätten sie das also gefälligst auch zu akzeptieren gehabt?
Man kann sicherlich Methoden und Handlungen der Palästinenser, die letzten Jahrzehnte kritisieren, aber der grundsätzliche Auslöser, für das was nach 1948 passierte, liegt nun einmal nicht bei ihnen, sondern ist internationales Versagen und ein absurd und dumm-stures bestehen darauf, das ein Staat Israel nur in Palästina in Frage kommt, weil es da vor über 2000 Jahren ja schon einmal zwei jüdische "Staaten" gab.
Für alles nach 1948 müssen sich beide Seiten, wie schon geschrieben, dann an ihre Nasen fassen, da haben weder Israelis, noch Palästinenser, sich regelmäßig genug mit Ruhm bekleckert.