IS(IS)

Für alle, die das Thema interessiert und die halbwegs gut Englisch verstehen, ist der folgende Video-Beitrag möglicherweise interessant:

The Islamic State (Full Length) - YouTube

Ich habe leider wenig Hintergrundwissen dazu, was genau dort abläuft. Allerdings machen mir die Entwicklungen Angst. Und eines macht mir besonders Angst: Die Art und Weise, wie Kinder in diesen Glaubenskrieg mit einbezogen und darauf eingeschworen werden. Egal welchen Hintergrund man hat, egal wo man aufgewachsen ist, egal wie gläubig man vorgibt zu sein. Nichts davon rechtfertigt (meiner Meinung nach), einem Kind unter 10 Jahren einzutrichtern, dass es ein stolzer Selbstmordattentäter werden soll. Welcher Vater bringt so etwas fertig und kann sich selbst und Anderen noch in die Augen sehen? Für mich unbegreiflich.
 
Das Warten ist mMn nichts weiter als ein Kotau vor dem "gemäßigten" Islamisten Erdogan, den unsere Politik aus unerklärlichen Gründen bis heute nicht müde wird zu hofieren. Ihm käme die Vernichtung der Kurden ganz gelegen. Wenn er die Kurden los ist, kann er immer noch einmaschieren und IS aufhalten, bevor der Mörderverein wirklich anfängt, ihn zu nerven. Am Ende gewinnt er doppelt. Er ist ein paar Kurdenprobleme los und kann sich dennoch als Bezwinger der IS feiern lassen.

Die Kurden wissen das genau. Nicht ohne Grund gehen sie europweit auf die Straße. Traurig, dass sie dafür sogar hierzulande von Sympatisanten des IS bedroht werden. Gewalt zwischen Kurden und Muslimen in Celle und Hamburg - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT
 
Zuletzt bearbeitet:
Political Islam // Articles // Tears of Jihad

Warum ist es eigentlich immer gleich Hetze, wenn man Fakten benennt? Ich finde es nicht "feierlich" wenn man ständig per Totschlagargument versucht die Diskussion zu unterbinden.

Klasse Seite, wirklich. Bist wohl auch Fan von PI-News, was? Völlig aus dem Kontext gerissene Zahlen, das Selbe könnte man mit der Geschichte des Christentums machen, und würde auf noch viel extremere Zahlen kommen. Die Kirche hat noch bis vor kurzem abgelehnt dass die Erde in Wirklichkeit nicht Flach sondern rund ist. Bis vor kurzem wurden im Namen der Kirche in Frankreich Frauen verbrannt/ ermordert weil man ihnen schwarze Magie nachsagte.

Aber ist das wirklich die Argumentationsebene auf der du ein solch komplexes Thema behandeln willst? Falls ja, lass es lieber gleich bleiben.. Nimm mal dein Geburtsdatum und zähle auf wieviele Tote es bis heute durch Islamisten gab, wieviele durch andere.

Auch der IS führt keinen Jihad, wie jeder andere Krieg gehts hier nur um Macht, Einfluss und Geld. Der Islam wird hier als Vorwand benutzt, das ist schon seit je her der größte Schwachpunkt der Menschen, und genau aus diesem Grund kam/ kommt es zu solchen Kriegen. Es geht um eigene Interessen.

Wenn man es ganz genau nimmt hätte es nach dem Ableben der letzten Heiligen im Islam keinen Jihad mehr geben dürfen, außer es hätte sich dabei um einen Verteidigungskrieg gehandelt. Das ist auch der Grund warum man immer von sunnitischen Extremisten hört die einen Jihad führen. Die Schiiten sind deutlich stärker an die letzten Heiligen gebunden und folgen einem anderen Nachfolgen Mohammeds als die Sunniten.

Die Geschichte könnte noch viel komplexer erklärt werden, aber das ist auch genau der Punkt warum viele Müll reden. Weil ihr Wissen einfach zu begrenzt ist um solch ein Thema behandeln zu können. Und genau aus dem Grund nimmst du dir auch irgendwelche Zahlen und sagst "Da, der böse, isso!". Wenn man sich kein Bisschen mit der Geschichte des Islams bzw. Religionen im Allgemeinen auskennt sollte man lieber die Füße still halten und nicht behaupten man wisse wovon man redet.

Wenn ein Religiöser euch versuchen will zu erklären wie seine Religion in Wirklichkeit ist, heißt es er tue dies nur um seine Religion in ein gutes Licht zu rücken. Selbst aber setzt ihr euch nicht ein bisschen mit der Religion dieser Menschen auseinander und werft ihnen ohne Wissen vor die Religionen dieser Welt seien Schuld an all dem Leid und Elend. Aller erste Sahne - wirklich.


Das Warten ist mMn nichts weiter als ein Kotau vor dem "gemäßigten" Islamisten Erdogan, den unsere Politik aus unerklärlichen Gründen bis heute nicht müde wird zu hofieren. Ihm käme die Vernichtung der Kurden ganz gelegen. Wenn er die Kurden los ist, kann er immer noch einmaschieren und IS aufhalten, bevor der Mörderverein wirklich anfängt, ihn zu nerven. Am Ende gewinnt er doppelt. Er ist ein paar Kurdenprobleme los und kann sich dennoch als Bezwinger der IS feiern lassen.

Die Kurden wissen das genau. Nicht ohne Grund gehen sie europweit auf die Straße. Traurig, dass sie dafür sogar hierzulande von Sympatisanten des IS bedroht werden. Gewalt zwischen Kurden und Muslimen in Celle und Hamburg - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT
Weißt du was das Lustigste daran ist? Ein verdammt großer Teil der Kurden sind Erdogan Anhänger und sie haben ihn zu dem gemacht was er heute ist. Die Regionen die früher kurdische bzw. linke Parteien gewählt haben, haben bei all den letzten Wahlen alle ihn gewählt und nun bekommen sie die Quittung dafür. Karma is schon ne harte *****.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da gewisse Religionen zur Einführung und Festigung von Diktaturen mit "göttlichen" Gesetzen neigen, wäre ich mir da nicht so sicher. Es hat bisher beispielsweise noch nie einen Krieg zwischen Demokratien gegeben.

Es gab schon zahlreiche Kriege zwischen Staaten und Gruppierungen, die sich selbst als Demokratisch bezeichneten. Natürlich war mindestens einer davon aus heutiger Sicht bzw. aus Sicht des Siegers "keine echte Demokratie", aber mit so einer eingeschränkten Sichtweise bleiben auch verdammt wenige "Demokratien" übrig, die überhaupt einen Krieg führen könnten. Und geschätzt 90% davon sind dann Mitglied im gleichen Verteidigungsbündnis und sind nur wenig älter als selbige. Die Aussage "alle wie wir haben noch nie untereinander gekämpft" ist per Definition richtig, denn man kämpft immer gegen "die anderen", nicht gegen Leute mit identischen Ansichten. Je nachdem, wen man fragt, hat auch noch nie ein "(echter) christlicher" oder ein "wahrhaft muslimscher" Staat einen Krieg geführt, abseits der Selbstverteidigung.

Im Wesentlichen genügte es schon, wenn man auf hohem technischen und wirtschaftlichen Niveau aufeinander angewiesen wäre. Selbst wenn China keine Atommacht wäre, würde da heute ja auch niemand mehr wegen irgendwelcher Rohstoffe einfallen. Umgekehrt käme kein Chinese auf die Idee, sich einen größeren Teil vom Wohlstandskuchen mit Waffengewalt zu erkämpfen, indem man bsp Russland oder Japan überrennt. Dafür sind die westliche, russische, japanische und chinesische Wirtschaft viel zu eng miteinander verflochten.

Es können aber nicht alle Staaten zu den G8 gehören. Wirtschaftliche Abhängigkeit setzt eine vergleichbare Wirtschaftsstärke vorraus. Durch diesen Mechanismus wirst du nie einen Frieden zwischen Russland und Kasachstan, China und Nordkorea, USA und Kanada oder Deutschland und Dänemark erhalten. Nur wenn du eine große Gemeinschaft hast (z.B. EU), gegen die jeder Kriegstreiber als einzelner klein wäre, stabilisiert das. Aber dazu muss man erstmal soweit einer Meinung sein, dass man eine Einheit bilden kann. Z.B. auf der arabischen Halbinsel funktioniert das, komplett ohne Demokratie und ohne wirtschaftliche Abhängigkeit, ganz gut.
 
Die 2 Mädchen aus Österreich wollen anscheinend zurück. Was meint ihr dazu?

Ich weiß ja nicht ob sie es nicht einfach verdient haben dort zu bleiben oder sogar eine Gefahr wären (Werwölfe)
 
Sie sagen sie möchten und wollen zurück, wer aber sagt dass das stimmt? Kann es nicht sein dass sie bewusst zurückgeschickt wurden? Und selbst wenn.. Sie wussten von Anfang an was für eine teuflische Organisation das ist. Dass sie Menschen in Massen abschlachten, egal ob Kind, Frau oder Mann.

Sie sind ja nicht zurückgekommen weil sie die Vorgehensweise dieser Verinigung verachten, sondern weil ihnen was angetan wurde, das heißt sie haben das Gedankengut des IS geteilt, waren dafür und wären es immernoch wenn man sie nicht benutzt hätte.

In meinen Augen sind das somit genauso Terroristen die man nicht mehr einführen darf. Mag hart klingen, aber so ist es nunmal!
 
Bestenfalls sind es wohl -Verdächtige. Alles andere sind wortwörtlich Vorurteile auf der Basis von Mutmaßungen über mögliche künftige Pläne - für einen Rechtsstaat inakzeptabel. Ebensowenig, wie der Entzug der Staatsbürgerschaft.
 
Ebensowenig, wie der Entzug der Staatsbürgerschaft.

In meinen Augen aber absolut notwendig, da die innere Sicherheit schon lange nicht mehr gewährleistet werden kann. Sehr deutlich an der Gewaltbereitschaft der Salafisten kürzlich in Hamburg zu sehen. Wenn man bedenkt dass die gemäßigten Salafisten schon mit Macheten und Sebeln auf Menschen einhacken, kann man sich ausmalen zu was Extremisten, die sich in Syrien aktiv im IS am Jihad beteiligten, bereit sind. Diese Menschen kehren als Menschen zurück die keinerlei Skrupel kennen.

Abgesehen davon dass die innere Sicherheit gefährdet ist, bietet man ihnen hier auch noch eine Plattform um Soldaten zu rekrutieren und Hilfsgüter für Jihadisten zu sammeln, viele von ihnen kassieren zusätzlich Staatsgelder. Wenn man sich das mal so über der Zunge zergehen lässt ist das unheimlich perfide wie passiv Deutschland ist.

Rechtstaat hin oder her. Wenn die Sicherheit der eigenen Bürger gefährdet ist und sich offensichtlich Vereinigungen zu Terrorhäusern entwickeln, dann besteht da zwingender Bedarf zu handeln.

Ein Rechtstaat ist gezwungen im Sinne seiner Bürger zu handeln, wenn man hier aber Menschen duldet die am liebsten den Tod dieser Bürger sehen würden, dann muss dieser Rechtsstaat zu Maßnahmen greifen.
 
In meinen Augen aber absolut notwendig, da die innere Sicherheit schon lange nicht mehr gewährleistet werden kann.

das würde aber nur bei personengruppen passieren können, die eine doppelte staatsbürgerschaft haben. wenn es personen sind, die nur einen deutschen pass besitzen, kann man ihnen die staatsbürgerschaft nicht entziehen. selbst wenn es immigrierte deutsch sind. was wäre dann eine staatsbürgerschaft überhaupt noch wert? irgendwann kann man diese maßnahme dann so auslegen, dass jeder, der nicht zum wohle des staates beiträgt die staatsbürgerschaft entzogen bekommt. wobei hier schon "wohl des staates" sehr weitläufig interpretiert werden kann.
 
In meinen Augen aber absolut notwendig, da die innere Sicherheit schon lange nicht mehr gewährleistet werden kann.
...
Rechtstaat hin oder her. Wenn die Sicherheit der eigenen Bürger gefährdet ist und sich offensichtlich Vereinigungen zu Terrorhäusern entwickeln, dann besteht da zwingender Bedarf zu handeln.

Ein Rechtstaat ist gezwungen im Sinne seiner Bürger zu handeln, wenn man hier aber Menschen duldet die am liebsten den Tod dieser Bürger sehen würden, dann muss dieser Rechtsstaat zu Maßnahmen greifen.

Das sind die EIGENEN Bürger.

Sie staatenlos zu machen, wird das Problem nicht lösen, nicht einmal -dieses eigene Problem- woanders hin verschieben, sondern diejenigen, die wirklich kriminelle Absichten pflegen, erst recht in den Untergrund zwingen (weil sie sich sowieso nirgendwo mehr legal aufhalten können) und diejenigen, die zwar ziemlich durchgeknallt, aber eigentlich noch tollerabel waren, endgültig radikalisieren.
Wenn jemand gegen Gesetze verstößt, dann gehört er in den Knast. Nicht in den Untergrund und nicht ins Niemansland (das es in Europa sowieso nicht mehr gibt).
 
Das stimmt, aber wie will man sonst gegen diese Organisationen vorgehen? Sie für sich sind nur auf dem Papier Bürger deutschlands, eigentlich nur um die Vorteile nutzen zu können. Sie haben für sich schon lange eine Parallelgesellschaft gebildet. Sie lehnen die Demokratie und die deutschen Gesetze eindeutig ab, verletzen sie aber größtenteils auch nicht.

Was aber ist wenns irgendwann knallt und wir haben hier ein Haufen von denen weil wir ihnen die Möglichkeit geboten haben sich so zu formieren? Spätestens dann werden sie gegen die Gesetze verstoßen aber dann wirds schon zu spät sein.

Ich bin schon seit über nem Jahrzehnt in dieser Thematik drin und verfolge das Ganze derzeit mit großem Bedenken. Der IS findet Weltweit immer mehr Sympathisanten, auch von anderen organisierten Terrorbanden. In Deutschland bekennen sich die Leute öffentlich zu den Terroristen. Es nimmt alles nie dagewesene Strukturen an. Sie wurden zu lange ignoriert.
 
Mein Religionslehrer meinte dazu nur.


Wird mal wieder zeit für nen anständigen Kreuzzug

Weil das ja auch besser wäre, Leute im Namen von Christus statt im Namen von Allah abzuschlachten, zu brandschatzen, zu vergewaltigen und zu plündern, denn wir, also die westlich "Wertegemeinschaft", sind ja die Guten und die Moslems sind die Bösen. :daumen:
 
Ich denke der Lehrer meinte das so dass dort Unten einfach mal komplett aufgeräumt werden sollte, was eigentlich auch nicht zu weit hergeholt ist. Denn wenn nichts passiert wird diese Organisation bis ins Unermessliche wachsen. Die meisten Sunniten schließen sich in den eroberten Gebieten automatisch an, auch wenn sie vielleicht gar nicht die selbe Ansicht teilen. Einfach nur um zu überleben bzw. um auch von ihnen zu profitieren. Das ist auch mit ein Grund warum sie so wachsen.

Ich bin aber gespannt wie das mit der Taliban und Al-Qaida weitergeht, weil die Führer selbst auch einen Anspruch auf das Kalifat sehen und den aktuellen "Kalifen" nicht akzeptieren. Das heißt früher oder später werden auch diese Parteien aneinander geraten, und ich bin mir sicher dass sie das nicht mit Worten klären werden.

Für den Iran und Syrien wirds schwer allein etwas zu reißen, denn allein die Hilfe die der IS durch die Saudis und Katar bekommt langt um Stand halten zu können..
 
Ist es nicht möglich, die an Assad zu übergeben und, dass er die dann...
Wär das gegen unsere Geaetze die wegen den Verbrechen dort auszuliefern?
 
Das sind die EIGENEN Bürger.

Sie staatenlos zu machen, wird das Problem nicht lösen, nicht einmal -dieses eigene Problem- woanders hin verschieben, sondern diejenigen, die wirklich kriminelle Absichten pflegen, erst recht in den Untergrund zwingen (weil sie sich sowieso nirgendwo mehr legal aufhalten können) und diejenigen, die zwar ziemlich durchgeknallt, aber eigentlich noch tollerabel waren, endgültig radikalisieren.
Wenn jemand gegen Gesetze verstößt, dann gehört er in den Knast. Nicht in den Untergrund und nicht ins Niemansland (das es in Europa sowieso nicht mehr gibt).

Ist vollkommen richtig, und wenn er die Zeit abgesessen hat, aus seinen Fehlern gelernt hat, ist er wieder ein freier Mensch.
Was aber machen wir mit Menschen, die aus "Knast" nicht lernen wollen, und eine Gefahr für die Gesellschaft sind.......nicht mehr rauslassen? Sicherrungsverwahrung? Geht nicht.
Abschieben wäre auch keine Lösung, weil es kein Land gibt, das diese Irren aufnehmen würde.....außer IS gewinnt ihren Kampf, und behält ihr Kalifat, dann hätten wir ein Ziel.

Ach die Diskussionen kann man ewig führen....meine persönliche Meinung ist, wenn jemand in ein anderes Land fährt um dort Unschuldige zu köpfen, Ihm nicht die Staatsangehörigkeit entzogen gehört, sondern dass ihm das "Mensch-sein" abgesprochen werden muss....für mich sind das keine Menschen mehr, eher Subjekte...oder Sachen....vogelfrei halt.
 
Das würde das Problem nicht wirklich lösen,

damit wäre wieder ein Diktator in seiner Macht gefestigt,

welcher gegen die eigenen Leute vorgeht.

Was ist dir lieber ein Diktator der gegen seine Leute vorgeht oder ein Haufen *zensiert* die uns alle töten wollen?

Ausliefern auch nur deshalb weil man in Deutschland nie Menschen darunter auch Minderjährige an die Wand stellen würde ganz gleich ob sie es verdient haben.
 
Zurück