Wobei ja die Maschine nach übereinstimmenden Beschreibungen noch eine ganze Weile brennend geflogen ist. Und auch wenn die Situation dort unübersichtlich ist: Zumindest an Bord merkt man, ob man beschossen wurde oder nicht und funkt dann auf allen Kanälen - sowohl um Hilfe als auch deswegen, damit der womöglich irrtümliche Beschuss eingestellt wird.
Aber stillschweigend weiterzufliegen, dass machen Piloten meines Wissens nur, wenn sie von einem Defekt ausgehen und sich erst einmal darauf konzentrieren, die Maschine sicher herunterzubringen. Nach Angaben der ukrainischen Gesellschaft hatte das Flugzeug eine erfahrene Crew, die sich als solche der angespannten Lage sicherlich bewusst war und vermutlich nichts außer acht gelassen hat, um die Sicherheit des Fluges zu gewährleisten.
Und man sollte auch nicht den Fehler machen, die Iraner für inkompetent zu halten. Teil des internationalen Luftverkehrs zu sein ist für das Land von enormer Bedeutung, zumal die USA dessen Isolierung anstreben. Da unternimmt man alles, damit zivile Flüge lückenlos dokumentiert sind - auch zur eigenen Sicherheit, denn ohne klare Identifikation kann man umgekehrt auch schlecht sortieren, ob gerade jemand unidentifiziert in den Luftraum eindringt.
Hier handelte es sich um einen planmäßigen Start, insofern ist es nicht vergleichbar mit dem Abschuss der Maschine über umkämpften Gebiet in der Ukraine*.
Aber egal, hier heißt es erst einmal abwarten und Tee trinken, bis es überhaupt Ergebnisse gibt. Das derzeitige Gelaber mit viel Hätte-würde-könnte-wenn, mit dem Medien aller Coleur gerade Schlagzeilen generieren, ignoriere ich komplett.
(*Dessen einseitige Aufklärung auch nicht ohne politischen Hintergrund blieb und bis heute umstritten ist. Wobei ich das Ergebnis dennoch für absolut möglich halte, bevor gleich der nächste Aluhut aus dem Busch springt.)