News Intel: Magdeburg-Fab könnte Stromverbrauch der Stadt verdoppeln

cx19

Freizeitschrauber(in)
Das wiillst du doch nicht.
Doch. Wir WEA-Betreiber wollen das schon. Einfach weil man so die Akzeptanz steigern könnte. Und natürlich beziehen die WEA auch Strom wenn sie stehen. Den müssen wir auch bezahlen und versteuern. Weil Querlieferungen in einem Windpark zwischen zwei Betreibern der Stromsteuer unterliegen. kein Witz.

Sie sind nur billig, wenn man den Rest der Kette wegläßt. Nimmt man die Kosten für die Akkus und vorallem den Wasserstoff dazu, wird es stink teuer.
Für regenerative Energien braucht man keine Akkus. Und bitte schick mir mal eine Quelle die diese Aussage untermauert. Würde mich als jemanden der in der Branche arbeitet wirklich interessieren. Wenn man die Veröffentlichungen von Volker Quaschning und anderen renomierten Forschern liest, bekommt man ein anderes Bild.


Druckluftspeicher haben einen Wirkungsgrad von 40%. Man wird nicht um Wasserstoff herumkommen und der ist sehr teuer, wenn man denn den Grünen will.
Und wie hoch ist der Wirkungsgrad bei Wasserstoff? Es geht bei Wasserstoff als Energiespeicher nicht um ein Verbundkraftwerk, sondern Speicherung für die spätere Verwendung von Endkunden. Aber man kann Wasserstoff grün und günstig herstellen. Gibt sogar Anlagen die das Stand heute mit grünem Strom können. Leider aufgrund der Gesetzeslage hier nicht realisierbar, da nicht vorgesehen. Ich kenne eine Firma die wollte mit einer TU ein Pilotprojekt starten. Netzbetreiber haben abgelehnt, da nicht "zertifizierbar". Da wäre einfach ein Container in einen WIndpark gestellt worden und immer wenn das Netz überlastet ist, wird Wasserstoff produziert.


200-300 neue Kernkraftwerke und die Sache hat sich erledigt.
Ich hoffe das war Ironie.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Und dann kommen solche Polit-Flachköpfe und reden alles kaputt:

"Die Grünen befürchten, dass die Anlage im vollen Ausbau sogar das Dreifache an Strom verschlingen könnte."
Ich würde es eher als konstruktiven Beitrag zum Gelingen des Projekts werten. Wenn Intel sich bereits festgelegt hat, für das Werk ausschließlich Ökostrom zu verwenden, muss dessen Bereitstellung dem tatsächlichen Bedarf und nicht optimistischen Schätzungen genügen.

Sonst wird das so ein Projekt wie mit Tesla in Brandenburg, wo die Wasserbereitstellung im Vorfeld zu optimistisch eingeschätzt wurde.

Sie sind nur billig, wenn man den Rest der Kette wegläßt. Nimmt man die Kosten für die Akkus und vorallem den Wasserstoff dazu, wird es stink teuer.
Es wird teurer, ist ist allerdings insgesamt immer noch günstiger.

Speicherkapazität zu schaffen ist gänzlich unabhängig der Erzeugungsform sinnvoll, denn wenn man nicht speichern kann und keine im Millisekundentakt regelbare Primärerzeugung hat, muss man immer so viel erzeugen, das der maximal mögliche Bdarf gedeckt werden kann. Die Kessel werden also - egal durch was - stärker beheizt, als tatsächlich nötig wäre. Und dadurch werden zwingend Energieträger verschleudert.

200-300 neue Kernkraftwerke und die Sache hat sich erledigt.
Und die sind dann in frühestens 350 Jahren am Netz, wenn man alles Andere stehen und liegen lässt. :ugly:

Bis dahin ist entweder alles gelaufen, oder man hat bereits Besseres.
 

Sinusspass

BIOS-Overclocker(in)
Besser, die Bude steht hier als irgendwo im Ausland. Strom wird sie so oder so beziehen, also kann sie das auch hierzulande. Vielleicht bringt das irgendwen auch dazu, die Infrastruktur auszubauen, damit wäre auf jeden Fall schon mal geholfen.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Ich würde es eher als konstruktiven Beitrag zum Gelingen des Projekts werten.
Ich werte das als Geschwätz, sorry, wie vieles aus der Richtung.
So, wie man von dieser Partei öfter mal den Begriff Super-GAU hört.

Die allermeisten der Mitglieder haben vielleicht mal vorm Zaun eines Kraftwerkes gezeltet oder so.
Von der Technik können sie keine Ahnung haben, weil es ja gelernte Philosophen, Politikwissenschaftler, Sozialpädagogen, Volkswirte, Agrar-Ingenieure und so weiter sind.

Ich habe keinen einzigen Techniker, Elektroniker, Physiker, Chemiker oder Maschinenbauer gefunden.
Das sind nun mal die Hauptberufe im Kernkraftwerk.
Ich war zwar nur 10 Jahre drin, kenne aber die Abläufe einigermaßen.

Hauptamtlich hab ich Revisionspläne erstellt.
Das ist der gesamte Ablauf der Wartung bei Reaktorstillstand, die jedes Jahr stattfindet.

Wenn Intel sich bereits festgelegt hat, für das Werk ausschließlich Ökostrom zu verwenden, muss dessen Bereitstellung dem tatsächlichen Bedarf und nicht optimistischen Schätzungen genügen.
Bist Du Dir da ganz sicher?

Sonst wird das so ein Projekt wie mit Tesla in Brandenburg, wo die Wasserbereitstellung im Vorfeld zu optimistisch eingeschätzt wurde.
Man hat halt nicht mit der örtlichen Bevölkerung gerechnet.

Speicherkapazität zu schaffen ist gänzlich unabhängig der Erzeugungsform sinnvoll, denn wenn man nicht speichern kann und keine im Millisekundentakt regelbare Primärerzeugung hat, muss man immer so viel erzeugen, das der maximal mögliche Bdarf gedeckt werden kann.
Der Ausgleich im Energieverbund erfolgt anders.
Da werden Kraftwerke nur dafür vorgehalten und das klappt auch bei regenerativer Energie.

Und die sind dann in frühestens 350 Jahren am Netz, wenn man alles Andere stehen und liegen lässt. :ugly:

Bis dahin ist entweder alles gelaufen, oder man hat bereits Besseres.
Das AKW-Befürwortergeschwätz kann ich nicht mehr hören.
Das Zeug ist tot und das ist gut so.

Die Menschheit vergißt halt schnell.
Hätte der Wind etwas anders gestanden 1986, hätten wir heute viele Strahlenfolgeschäden.

Aber das ist ja nicht schlimm - bis es wieder geknallt hat.

OT Ende
 

Blackfirehawk

Software-Overclocker(in)
Wieso.. wir haben doch gerade erst 3 neue Atomkraftwerke gekauft (uniper Verstaatlichung)
Die sind zwar nicht in Deutschland.. aber das ist uns ja egal.. unsere Grenzen müssen sauber bleiben.
Was dahinter passiert ist egal.

Ich bin durch Umzug (gleicher Ort Str weiter) gezwungen einen neuen Stromvertrag abzuschließen..
66cent/kW ist das günstigste was ich bekomme..
Mein Diesel ist jetzt sogar über 2€ günstiger pro 100km als ein Elektro-Auto..
 

Pu244

Kokü-Junkie (m/w)
Gut.
Die Abfälle darf man dann bei Dir im Garten verbuddeln.
Ist ja nicht gefährlich.

Als manchmal ... .

Dann darf man wohl sämtlichen Giftmüll in deinem Garten vergraben, oder? Auch kann man die mörderischen Vergewaltigerbanden, die in Afrika viele Minen kontrollieren, mal bei dir vorbeischicken und wenn die fertig sind, dann kannst du dich noch als chinesischer Zwangsarbeiter verdingen.

Dieses Pseudoargument war schon immer absoluter Blödsinn und wird es auch immer bleiben.

Davon scheinst Du aber nicht viel zu verstehen:

Natürlich weiß ich das, es ging aber um das Merit Order Prinzip und nicht um Steuern und Netzentgelte beim Strom.

Du versuchst gerne den Kern der Diskussion so zu verschieben, dass es für dich passt, das funktioniert aber bei mir nicht. Also bleib beim Thema, wenn du meine Argumente entkräften willst.

Was ist da am Strom Marktwirtschaft?

Es ging um das Merit Order-Prinzip und das gehorcht der Marktwirtschaft, wonach der teuerste, der noch gefragt ist, den Preis vorgibt.

Beim Rest gibt es natürlich eine Menge zu tun. Wenn man denn eine Marktwirtschaftliche Lösung möchte, dann sollte man sich an Texas ein Beispiel nehmen, mit allen positiven und negativen Seiten.

Doch. Wir WEA-Betreiber wollen das schon. Einfach weil man so die Akzeptanz steigern könnte. Und natürlich beziehen die WEA auch Strom wenn sie stehen. Den müssen wir auch bezahlen und versteuern. Weil Querlieferungen in einem Windpark zwischen zwei Betreibern der Stromsteuer unterliegen. kein Witz.

Einen Absatz vorher hast du noch das Merit Order Prinzip kritisiert, das auf einen Nachfrageabhängigen Strompreis hinausläuft.

Für regenerative Energien braucht man keine Akkus.

Wenn man nicht zufälligerweise mit einem gigantischen Haufen Wasserkraft gesegnet ist, die sich auch noch gut regeln läßt, dann benötigt man Möglichkeiten um den Strom zu speichern. Da der Energiebedarf hierzulande zu großen Teilen im Winter besteht, muß man sogar extrem viel speichern. Man wird um Akkus und um Wasserstoff nicht herumkommen und die sind teuer, besonders der Wasserstoff.

Und bitte schick mir mal eine Quelle die diese Aussage untermauert.

Du willst ernsthaft Quellen dafür haben, das WKA und PV Anlagen den Strom nicht bedarfsgerecht produzieren können? Das sind die beiden Arbeitspferde, wenn man denn eine Energiewende möchte

Würde mich als jemanden der in der Branche arbeitet wirklich interessieren.

Du weißt wirklich nicht, dass PV Anlagen nachts keinen Strom produzieren?

Wenn man die Veröffentlichungen von Volker Quaschning und anderen renomierten Forschern liest, bekommt man ein anderes Bild.

Volker Quaschning geht darauf sogar sehr direkt ein. Kaum einer leugnet, dass die "Energiewende" massive Speicherkapazitäten benötigen wird.

Und wie hoch ist der Wirkungsgrad bei Wasserstoff?

50%

Der Entscheidende Punkt ist aber, dass er sich in quasi beliebigen Mengen produzieren und für alles einsetzen läßt. Die beiden Probleme sind die Handhabung (lösbar) und der enorme Preis für Grünen Wasserstoff (nicht lösbar, wenn man den Stand der Technik und der ernsthaften Wissenschaft heranzieht)

Es gibt übrigens ein Kernkraftwerk, dass das könnte.

Es geht bei Wasserstoff als Energiespeicher nicht um ein Verbundkraftwerk, sondern Speicherung für die spätere Verwendung von Endkunden.

Man wird ihn auch zur Speicherung von Strom benötigen.

Aber man kann Wasserstoff grün und günstig herstellen.

Nein, man kann ihn nicht günstig herstellen, auch wenn Jule Verne schon vor 150 Jahren davon geträumt hat.

Gibt sogar Anlagen die das Stand heute mit grünem Strom können.

Die gibt es schon, seit Werner Siemens im Jahr 1866 den elektrischen Generator perfektioniert hat. Die Probleme sind die gleichen, wie vor über 150 Jahren: der Preis.

Leider aufgrund der Gesetzeslage hier nicht realisierbar, da nicht vorgesehen.

Hört sich irgendwie nach diesen Betrugsanzeigen aus dem Internet an: "diese zwei Ingenieure haben eine Telefon erfunden, das ewig hält, große Hersteller wollen es verbieten" oder "dieser Mann hat ein Gerät erfunden, mit dem sie können ihre Stromrechnung halbieren".

In der Realität kann man seit 150 Jahre Wasserstoff per Elektrolyse produzieren und es gibt auch nichts, was dagegen spricht, außer dem Preis. Große unternehmen machen das, mit der Chlor-Alkali Elektrolyse schon lange (sonst gäbe es auch keine Natronlauge)

Ich kenne eine Firma die wollte mit einer TU ein Pilotprojekt starten. Netzbetreiber haben abgelehnt, da nicht "zertifizierbar". Da wäre einfach ein Container in einen WIndpark gestellt worden und immer wenn das Netz überlastet ist, wird Wasserstoff produziert.

Ach ja, die lieben Netzbetreiber. Wenn man ein Beispopiel für deutsche Spießigkeit sucht, dann sind die ganz vorne mit dabei. Sogesehen sind sie Kulturgut.

Ich hoffe das war Ironie.

200-300 Kernkraftwerke und schon hat man den Strom für alles und die Probleme wären gegessen. Kein "wir haben schon zum 10. mal hintereinander unsere Klimaziele verfehlt", kein "woher soll der Strom für die Elektroautos kommen? Kein "wie sollen wir unsere Hütten beheizen?" Kein "die energieintensive Industrie geht vor die Hunde".

Wenn es dann irgendwann doch mit den Erneuerbaren klappt, dann kann man auch wieder umsteigen, eventuell kommt ja auch noch die Kernfusion.

Und die sind dann in frühestens 350 Jahren am Netz, wenn man alles Andere stehen und liegen lässt. :ugly:

10-20 Jahre

Bis dahin ist entweder alles gelaufen, oder man hat bereits Besseres.

Was wäre die Alternative?

Bei der "Energiewende" versagen wir schon seit 20 Jahren und werden es wohl auch die nächsten 20 Jahre tun und danach wohl wieder die nächsten 20 Jahre. CCS Kohlekraftwerke wäre eine Alternative, muß man halt eben bauen und irgendwo das CO2 speichern. Die Sonneneinstrahlung mit Geoengineering zu verringern wäre auch eine mittelfristige Lösung, man müßte sich nur weltweit darauf einigen.

Da ist Kernkraft eine realistische Möglichkeit.

Das AKW-Befürwortergeschwätz kann ich nicht mehr hören.

Und ich kann das AKW Gegnergeschwätz nicht mehr hören. Der selbe Käse, seit 50 Jahren.

Das Zeug ist tot und das ist gut so.

Das kommt wieder, zuerst weltweit und dann irgendwann auch in Deutschland.

Dass die Anti AKW Bewegung den Klimawandel vorangebracht hat, finde ich nicht so gut.

Hätte der Wind etwas anders gestanden 1986, hätten wir heute viele Strahlenfolgeschäden.

Kleine Info: die Wolke hat uns erwischt.
 
Zuletzt bearbeitet:

cx19

Freizeitschrauber(in)
Einen Absatz vorher hast du noch das Merit Order Prinzip kritisiert, das auf einen Nachfrageabhängigen Strompreis hinausläuft.
Falsch verstanden. Im Strommarkt bezieht sich Merit-Order nicht auf die Nachfrage sondern auf die Grenzkosten der Erzeugung. Das hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun! Der Strompreis ist nicht abhängig von der Nachfrage. Abgesehen davon wäre es ja sinnvoll, dass wir nicht mit einem Gaskraftwerk konkurieren würden.

Beispeil: Energieanbieter kauft Energie bei Windkraftbetreibern, Gaskraftwerkbetreibern und AKWbetreibern. Dann müsste sein Strompreis sich aus den verschiedenen Energieträgern errechnen. Tut er aber nicht. Denn die Energie wird nicht direkt verkauft, sondern über die Energiebörse EEX. Und da werden die Preise anhand der Grenzkosten festgelegt. Nennt sich Monatsmarktwert. Zynischer Name wenn man mich fragt. Nur die wenigsten Kraftwerksbetreiber haben sogenannte PPA (power purchase agreement). EInfach weil man damit nicht os iel verdienen kann. Wäre ja dumm, wenn ich die 46 ct nicht mitnehme.

Und hättest du meinen Link von der TU Clausthal gelesen, hättest du gesehen, dass ich nicht generell gegen Stromspeicher argumentiert habe, sondern auf ein Konzept verwiesen habe, dass mit Kavernen arbeitet und somit teure Akkus oder AKW nicht braucht.

Akkus sind für Privathaushalte sinnvoll. Ich habe auch einen an der PV-Anlage und dadurch seit März keinen Strom mehr aus dem Netz gezogen. Quaschning hat zu dem Thema der TU Clausthal mal einen Vortrag gehalten. Deswegen habe ich seinen Namen ins Spiel gebracht. Man muss hier klar unterscheiden zwischen:

- Bevorratung von Regelenergie ("Grundlast")
- Bevorratung von Energie für Engpässe

Für Regelenergie gibt es wie von der TU Clausthal beschrieben die Möglichkein diese Mit Windstrom bereitzustellen.

Energie für Engpässe (hiervon spricht Quaschning auf der Seite in deinem Link) macht Sinn, aber nicht in Form von Akkus. Dafür gibt es Pumpspeicher. Max Bögl hat hier einen schicken WEA-Turm mit inkludiertem Pumpspeicher entwickelt. Das DIBt hat aber soweit ich weiß noch keine Freigabe erteilt. Eine weitere Bürokratiehürde.

Und H2 kann man sehr wohl mit WEA in der Netzabschaltung grün herstellen. H-TEC hat da einen netten Elektrolysateur entwickelt, der in Seecontainern in Windparks sehr effizient arbeiten kann. Durften die nur nicht bisher großfläching ans Netz bringen. Damals waren die SDLWindV und NELEV Hindernisgründe. Ist aber auch schon ein paar Jahre her. Ich hoffe da passiert in Zukuft was.

Was meinst du wie viele kWh unsere Anlagen nicht erzeugen (besonders im Winter) wegen Abschaltungen durch Netzbetreiber wegen Überlastung der Netze ODER durch den Direktvermarkter wegen "negativer Strompreise"? Hast du nur ansatzweise begriffen wie der Strommarkt funktioniert? Ich verkaufe beruflich Strom. Hier von einer Marktwirtschaft zu sprechen ist blanker Hohn. Da werden Anlagen lieber abgeschaltet, anstatt die Energie für was sinnvolles zu nutzen. Nur weil die Erzeugung grade höher ist als die momentane Nachfrage. Normalerweise müsste dann der Strompreis mit der Produktion schwanken. Tut er aber nicht. Weil abgeschaltet wird. Alternativ kann der Kraftwerksbetreiber auch geld für die EInspeisung an den Übertragungsnetzbetreiber zahlen. Beim Endkunden kommt sowas nicht an. Das alles ist kein freier Markt und keine Marktwirtschaft.

Natürlich brauchen wir H2. Das bezweifele ich nicht. Auch als Energiespeicher für Endkonsumenten kann man den nutzen. Oder für Autos. Aber wenn es um das Netz geht, ist H2 eben kein geeigneter Speicher.
 

DarkWing13

Software-Overclocker(in)
Was nicht erwähnt wird...
Bei einer verdreifachung des Verbrauchs der Stadt, dürfte, Ökostrom hin oder her, auch der Preis ansteigen.
Wahrscheinlich aber nur für Privatabnehmer in Stadt, denn die werden den hohen Verbrauch wieder der Industrie wieder "subventionieren" dürfen. ;)

Auch "interessant.
...
Für regenerative Energien braucht man keine Akkus. Und bitte schick mir mal eine Quelle die diese Aussage untermauert. Würde mich als jemanden der in der Branche arbeitet wirklich interessieren. Wenn man die Veröffentlichungen von Volker Quaschning und anderen renomierten Forschern liest, bekommt man ein anderes Bild.
...

Wenn du davon ausgehst, das die Sonne 24h am Tag scheint und der Wind ebenfalls 24h am Tag bläst, dann stimmt das.
Nur ist das Wunschdenken.
Anfang 2021 hatten wir über mehrere Tage fast keinen Wind und durch eine dichte Wolkendecke wurde sehr wenig Strom gewonnen.
Wenn es da bereits 100% Regenerative gegeben hätte, wäre es wohl mancherorts "dunkel" geworden.
Trotzdem musste Strom aus dem Ausland in höherem Maße zugekauft werden...u. a. aus französischen AKWs. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

cx19

Freizeitschrauber(in)
Back to topic:
Wenn du davon ausgehst, das die Sonne 24h am Tag scheint und der Wind ebenfalls 24h am Tag bläst, dann stimmt das.
Nur ist das Wunschdenken.
Anfang 2021 hatten wir über mehrere Tage fast keinen Wind und durch eine dichte Wolkendecke wurde sehr wenig Strom gewonnen.

Du hast meinen Post nicht gelesen. Akkumulator != Energiespeicher.
 
Zuletzt bearbeitet:

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Das Problem sind nicht die regenerativen Energieträger, sondern das Merit Order-Prinzip, nachdem der Strompreis festgelegt wird. Grade die regenerativen Energieträge könnten jetzt günstig Energie produzieren, werden wegen Merit-Order aber überproportional bezahlt. Wir bekommen für unsere WEA zur Zeit 46 ct pro kWh. QUELLE Tendenz steigend. Einfach nur weil die Grenzkosten der Stromerzeugung durch hohe Gaspreise gestiegen sind. Leben könnten wir auch mit 8 ct pro kWh.

Ursächlich ist hier also der regulierte Marktmechanismus und nicht die Energieträger!
Man könnte jetzt den Strompreis gewaltig drücken, wenn man den Strom entsprechend der Nachfrage bepreist. Grade Solarstrom und Windstrom sind im Vergleich zum teuren Gas spottbillig.

Zusätzlich werden unsere WEA gedrosselt weil wir hier im Norden die Energie nicht nach Süden liefern können. Was soll das? Warum blockieren grade die Bayern und die Hessen die Südlink-Trasse und auch noch den Ausbau?

Die von dir angesrochenen Speicher wären hilfreich für ein ganzheitliches Verbundkraftwerk. Nämlich die Kavernen an der Küste. Damit könnte man dann sogar Windenergie als Grundlast nutzen. QUELLE

Am besten orientiert man sich an der Wissenschaft und nicht irgendwelchem populistischen Schwachsinn.

Zu den Zeiten, in denen 46 Cent/kWh für (Gas-)Strom gezahlt wird, können Erneuerbare eben leider nicht genug Strom liefern – egal wie viel man zu zahlen bereit ist. Und träge Kohle- oder Atomkraftwerke auch nicht, sonst würde niemand auf die Idee kommen, teure Gaskraftwerke anzufahren. Windstrom-Produzenten könnten den Strom, den sie haben, natürlich für 8 Cent/kWh statt 45,9 Cent/kWh verkaufen, aber dann wäre auch nicht mehr im Netz.

Marktwirtschaftliches Ziel dabei ist eigentlich, dass Produktion und Speicherung automatisch passend zum Bedarf nachgebaut werden, denn ein Kraftwerk mit >38 Cent/kWh Reingewinn ist genauso eine Goldgrube wie ein Stromspeicher mit 38 Cent Nettoeinnahmen pro kWh Tageskapazität. Aber die aktuelle Entwicklung hat die Grundlagen der Kaluklationen binnen weniger Monate auf den Kopf gestellt, während Neubauten Jahre brauchen. Solange machen diejenigen, die auf eine zukunftstaugliche Energie oder dafür nötige Speicher gesetzt haben, große Gewinne und diejenigen, die von just-in-time gelieferten, fossilen Brennstoffen abhängig sind, haben ein Problem.

Viel ärgerlicher finde ich persönlich, dass diese Marktgesetze auch für Gas gelten: Russland könnte für 14 Cent/MWh kWh liefern, während LNG-Importe mit allen kurzfristig umzulegenden Nebenkosten eben über 28 bis 34 Cent/MWh liegt. Aber im freien Handel kann bei Knappheit jeder näherungsweise den Preis des teuersten Angebots realisieren. Dass heißt auch die geringen Mengen russisches Gas, die zuletzt noch geflossen, haben das Doppelte des Dreifache des normalen Preises erzielt – und damit vermutlich genauso große Gewinne eingebracht früher die viel größere Fördermengen zum Normalpreis, denn die Ausgaben für die Gewinnung sind gleich geblieben und die Summe von Steuern, Zölle & Co (wo anwendbar) ist zusammen mit der Menge Menge sogar gesunken. Da sollte sich meiner Meinung mal die Politik einmischen, aber aktuell liegen ja schon einfachere Entscheidungen auf Eis, weil einer diese-Krankheit-die-er-für-beendet-erklären-wollte hat.
 

cx19

Freizeitschrauber(in)
Zu den Zeiten, in denen 46 Cent/kWh für (Gas-)Strom gezahlt wird, können Erneuerbare eben leider nicht genug Strom liefern – egal wie viel man zu zahlen bereit ist. Und träge Kohle- oder Atomkraftwerke auch nicht, sonst würde niemand auf die Idee kommen, teure Gaskraftwerke anzufahren. Windstrom-Produzenten könnten den Strom, den sie haben, natürlich für 8 Cent/kWh statt 45,9 Cent/kWh verkaufen, aber dann wäre auch nicht mehr im Netz.
Kleiner Denkfehler: Ich bekomme für den gesamten Monat die 46 ct. Das hat mit der Liefermenge herzlich wenig zu tun.

Schau dir mal hier die Monatsmarktwerte an: https://www.netztransparenz.de/EEG/Marktpraemie/Marktwerte


Und zum Thema Versorgungslücke: Mit Energiespeichern kann man diese Lücke füllen. Im Verbundnetz können das Kavernen und Pumpspeicher sein. Für zu hause gibt es Akkus. Für Autos und andere Einrichtungen H2 und auch Akkus.

Es gibt bereits Industriebetriebe die komplett regenerativ arbeiten. Es ist möglich, man muss es wollen. Link Link2

Natürlich muss man sich dafür umstellen. Aber ich ************************ dafür ab sofort auf hohe Strompreise.

Wir machen mittlerweile die Waschmaschine, Spülmaschien und Trockner dann an, wenn die Sonne scheint. Glücklicherweise kann man moderne Geräte programmieren. Scheint die Sonne nicht, nutzen wir den Akku. Und erst wenn der leer ist, ziehen wir aus dem Netz. Hier mal unser Verbrauch in den letzten 9 Monaten:

Dieser Inhalt steht nur eingeloggten Mitgliedern zur Verfügung.


Wenn jedes Einfamilienhaus eine PV-Anlage mit Akku hätte und man sich einigermaßen sinnvoll verhält, könnten alleine diese Haushalte auf gut 70-80% des Strombezugs verzichten. Wirtschaftlich ist die Anlage auch. Je nach Strompreis habe ich nach 20 Jahren Laufzeit Ersparnisse im fünfstelligen Bereich. Wenn der Strompreis bei 27 ct gelieben wäre, hätte ich immerhin 6000 € gespart. Da hab ich noch Luft für 4 Akkumodule oder 5 Wechselrichter.

Und hätte ich ein E-Auto, hätte ich sogar noch genug Strom um das auch noch zu laden:

Dieser Inhalt steht nur eingeloggten Mitgliedern zur Verfügung.


Mit 3,71 MWh könnte ein Tesla Model 3 etwa 60x voll laden. Bevor jetzt jemand die Diskrepanzen bei den Zahlen ankreidet: Das sind Zahlen aus dem Wechselrichter und dem Smartmeter. Dazwischen liegen ein paar Meter Kabel. Das führt zu Leitungsverlusten. AUßerdem habe ich eine Hochvoltgleichstrombatterie. Der Strom muss zur Verwendung umgespannt und gleichgerichtet werden. Daher die Verluste.

Ich habe das Gefühl, dass Argumente hier aber nix bringen. Ich bin jetzt raus.


Zurück zum eigentlichen Thema:


Ich würde mich freuen, wenn Intel es schafft hier einen High-Tech-Standort zu etablieren. Wäre gut für Deutschland und könnte ein paar hochqualifizierte Arbeitskräfte anlocken.
 
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sterreich

Software-Overclocker(in)
Was ist denn bitte "Küstenstrom" :D

Da kommt der Strom wie von Zauberhand von der Küste ?

Analog dazu: In den eigenen 4 Wänden kommt der Strom ja auch definitiv einfach, ZACK, aus der Steckdose.
Weiß nicht ob das "lustig" sein sollte, aber falls du es tatsächlich nicht weißt: Deutschland könnte deutlich mehr Offshore produzieren. Nur die Leitungen gen Süden geben nicht mehr her und vor neuen stehe Gott, also die bayrische CDU/CSU vor. Polen und Tschechien haben interveniert, als man deren Netz stattdessen zum Glühen brachte. Heißt weniger Windstrom produziert und ausgebaut als möglich.
Das ist der eine Blickwinkel. Der andere könnte sein, dass man ganz bewusst dem Nachbarn geholfen hat, damit man selbst günstigen Strom zurückfordern kann sobald die Atomkraftwerke wieder laufen (wir werden nämlich noch sehr lange ein Problem haben, der Umbau ist nicht nächstes Jahr durch). Ich bin mir recht sicher, dass das der Hintergrund war - wir reden schließlich über Politik.
Wir haben ein europäisches Stromnetz. Das am Laufen zu halten ist reine Selbsterhaltung. Dass daran gewisse Firmen wohl kräftig profitiert haben steht auf einem anderen Blatt.
Das Problem ist doch eher die Speicherung der Energie. Wir sehen ja grad eindrucksvoll wie "unabhängig" wir mir unserem tollen grünen Strom sind...

Achja, Zitat der Tagesschau:
"Während Russland die Gaslieferungen drastisch reduzierte und die Politik forderte, Gas einzusparen, und während die Gaspreise parallel dazu auf ungeahnte Höhen stiegen, erreichte die Stromproduktion aus Erdgas im Monat Mai einen historischen Höchststand."
Gefährliches Halbwissen.
Für die extrem überzogenen Preise ist in erster Linie das Merit-Order-Prinzip verantwortlich.
Bei den Gaspreisen hat man die langen Verträge zu guten Konditionen zu Gunsten des Spotmarkts aufgegeben. Spekulation ist Tür und Tor geöffnet.
Gaskraftwerke haben auch den Vorteil, dass man sie schnell hochfahren kann. Ohne das Verfeuern wär es dunkel geworden.

Was die Produktion angeht: Wind- und Solar- ist das größere Problem wenn es um Beständigkeit geht. Wasserkraft, die normalerweise bei der Grundlast aktiv ist, fiel durch den trockenen Sommer aber auch deutlich niedriger aus als erwartet. Dazu eben die Ausfälle französischer AKWs (die sind nur laut EU-Sicht grün, genauso wie Gas), verfehlte Energiepolitik in Deutschland wegen ein paar Wählerstimmen in den Kohlegebieten. Dazu den Solarsektor abgewürgt. Bürokratie ohne Ende für die Abnahme von Kleinanlagen.
Und eine generell verfehlte Energiepolitik in Europa über die letzten Jahrzehnte. Deutschland ist eines der wenigen Energie-Nettoländer dank Kohle und billigem Gas, während manche Länder kaum investiert haben. Spanien hat so gut wie kein Solar, Österreich importiert Überstrom billig oder sogar zu Negativpreisen, füllt Pumpspeicher und verkauft den Spitzenstrom teuer zurück. Bei Italien ist sowieso Hopfen und Malz verloren
Das will doch keiner.
Ich sehe hier (Thüringen) schon viele Schilder: Süd-Link nein.
Aber wenn das Licht ausgeht, dann ist das Gejammer groß.
Regelmäßige probeweise Testabschaltungen um auf kommende Brownouts mangels Südlink vorzubereiten.Bin gespannt wann das Gejammer in die andere Richtung ("Baut es endlich") losginge :devil:

Zu den Zeiten, in denen 46 Cent/kWh für (Gas-)Strom gezahlt wird, können Erneuerbare eben leider nicht genug Strom liefern – egal wie viel man zu zahlen bereit ist. Und träge Kohle- oder Atomkraftwerke auch nicht, sonst würde niemand auf die Idee kommen, teure Gaskraftwerke anzufahren. Windstrom-Produzenten könnten den Strom, den sie haben, natürlich für 8 Cent/kWh statt 45,9 Cent/kWh verkaufen, aber dann wäre auch nicht mehr im Netz.
Ja, aber der Preis wäre ein anderer ohne Meritorder. Gasstrom macht <15% der Produktion aus, bestimmt aber 100% des Preises. Der Strommix in Deutschland ist ca. 50% Erneuerbare, 50% Kohle+Gas+Atom. Nehmen wir für die einen 8 Cent an und für die anderen 46, wären dass ohne Meritorder 27 Cent, bzw. 40% billiger.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Dann darf man wohl sämtlichen Giftmüll in deinem Garten vergraben, oder?
Wieso?
Unterstütze ich Giftmüllproduzenten?
Nein.

Aber Du unterstützt Atommüllproduzenten.

Auch kann man die mörderischen Vergewaltigerbanden, die in Afrika viele Minen kontrollieren, mal bei dir vorbeischicken und wenn die fertig sind, dann kannst du dich noch als chinesischer Zwangsarbeiter verdingen.

Dieses Pseudoargument war schon immer absoluter Blödsinn und wird es auch immer bleiben.
Genau wie der Absatz.

Du versuchst gerne den Kern der Diskussion so zu verschieben, dass es für dich passt, das funktioniert aber bei mir nicht. Also bleib beim Thema, wenn du meine Argumente entkräften willst.
Wieviel mal hast Du den Quatsch jetzt schon geschrieben?
Soll ich's raussuchen?
Nee, ist es nicht wert.

Es gibt übrigens ein Kernkraftwerk, dass das könnte.
Diese Technologie ist tot, begreif das endlich.

Die gibt es schon, seit Werner Siemens im Jahr 1866 den elektrischen Generator perfektioniert hat. Die Probleme sind die gleichen, wie vor über 150 Jahren: der Preis.
Kennst Du dich da auch so aus, wie in der Marktwirtschaft?

Und ich kann das AKW Gegnergeschwätz nicht mehr hören. Der selbe Käse, seit 50 Jahren.
Da kennst Du dich auch aus?
Mit welchem Druck läuft der Reaktor in GKN2?

Kleine Info: die Wolke hat uns erwischt.
Manche anscheinend ziemlich stark.
Mit 3,71 MWh könnte ein Tesla Model 3 etwa 60x voll laden. Bevor jetzt jemand die Diskrepanzen bei den Zahlen ankreidet: Das sind Zahlen aus dem Wechselrichter und dem Smartmeter. Dazwischen liegen ein paar Meter Kabel. Das führt zu Leitungsverlusten. AUßerdem habe ich eine Hochvoltgleichstrombatterie. Der Strom muss zur Verwendung umgespannt und gleichgerichtet werden. Daher die Verluste.

Ich habe das Gefühl, dass Argumente hier aber nix bringen. Ich bin jetzt raus.
Du bist schon einen Schritt weiter, als ich. :daumen:

Aber vielleicht treibe ich das Geld noch mal auf für die PV-Anlage, wenn der Rest vom Haus fertig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mahoy

Volt-Modder(in)
Ich habe keinen einzigen Techniker, Elektroniker, Physiker, Chemiker oder Maschinenbauer gefunden.
Dann ist dein Google-Fu erschreckend schwach.

Unter den fünf Kandidaten des Magedeburger Kreisverbands der Grünen finden sich ein Physiker, eine Maschinenbauerin, ein Wirtschaftsingenieur und ein gelernter Elektromonteur - also alles Leute, denen man duchaus zutrauen darf, den Energiebedarf einer Halbleiterfabrik einigermaßen fundiert einzuschätzen.

Die Fünfte im Bunde ist Neurologin, was zwar nicht unmittelbar zum Thema passt, aber auch nicht zu deinem Vorurteil über "gelernte Philosophen, Politikwissenschaftler, Sozialpädagogen, Volkswirte, Agrar-Ingenieure".

Soviel dazu.

.
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Dann ist dein Google-Fu erschreckend schwach.
Nö, das sind die Berufe der grünen Bundesminister/innen.

Unter den fünf Kandidaten des Magedeburger Kreisverbands der Grünen finden sich ein Physiker, eine Maschinenbauerin, ein Wirtschaftsingenieur und ein gelernter Elektromonteur - also alles Leute, denen man duchaus zutrauen darf, den Energiebedarf einer Halbleiterfabrik einigermaßen fundiert einzuschätzen.
Um so schlimmer, wenn sie gegen besseres Wissen so etwas von sich geben.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
20 Jahre dauert in Frankreich gerade der Bau eines einzigen neuen Kraftwerksblocks in Flamanville.

Nun gut, dessen Pannenserie ist nicht die Regel, trotzdem dauert der Bau eines Kernkraftwerks im Schnitt zehn Jahre. Sprich, deiner "Rechnung" zufolge müsste parallel und ohne Verzögerungen an 150 Kraftwerken gebaut werden.

Das ist zumindest für mich der Punkt, an dem unerschütterlicher Optimismus ins Lächerliche abgleitet.


Bei der "Energiewende" versagen wir schon seit 20 Jahren und werden es wohl auch die nächsten 20 Jahre tun und danach wohl wieder die nächsten 20 Jahre.
"Wir" versagen gar nicht, sondern Schwarz-gelb und Schwarz-Rot haben versagt. Und zwar gleich mehrfach: Überstürzter Atomausstieg, verschleppter Aubau Erneuerbarer, Abhängigkeit von unsicheren Lieferanten.

Aber selbst unter der GroKo war es möglich, knapp 5 Gigawatt netto und p.a. allein in Windkraft aufzubauen. Man stelle sich vor, was eine Regierung bewerkstelligen kann, die das Thema ernst nimmt - zumindest dann, wenn sie erst einmal die schlimmsten Altlasten ihrer Vorgängerregierungen berichtigt hat.

CCS Kohlekraftwerke wäre eine Alternative, muß man halt eben bauen und irgendwo das CO2 speichern.
Ich tue mich schwer damit, Konzepte ernstzunehmen, die ein "irgendwo" beinhalten.

Die Sonneneinstrahlung mit Geoengineering zu verringern wäre auch eine mittelfristige Lösung, man müßte sich nur weltweit darauf einigen.
Wir könnten auch ein wenig dringlicher E.T. anrufen, damit er uns eine Lösung vorbei bringt.

Da ist Kernkraft eine realistische Möglichkeit.
Siehe oben. Zu langsam, zu teuer.

Nö, das sind die Berufe der grünen Bundesminister/innen.
Und diese haben mit der Einschätzung durch Magdeburger Lokalpolitiker genau was zu tun?

Einmal abgesehen davon, dass in den Ministerien Fachleute für die betreffenden Bereiche sitzen. Mit diesen Leuten habe ich beruflich fast täglich zu tun - die nerven manchmal, sind jedoch in aller Regel kompetent.

Um so schlimmer, wenn sie gegen besseres Wissen so etwas von sich geben.
Was wäre denn das bessere Wissen? Zahlen auf den Tisch, dann können wir weiter reden.

Ich bin Ingenieur und halte guten Wissens und Gewissens 4500 GWh p.a. nicht für übertrieben, wenn ein Halbleiterwerk in der von Intel projizierten Größe und Ausprägung zu den Abnehmern gehört.
Selbst wenn das nicht erreicht werden sollte - um den Einwand zu rechtfertigen, genügt es bereits, wenn 3000 GWh p.a. überschritten werden, was nun wirklich nicht unrealistisch ist.

Behalte dabei bitte im Hinterkopf, dass die Magdeburger Grünen keineswegs gegen die Fabrik sind. Nach allem, was ich dazu finde, begrüßen sie diese ausdrücklich und sehen darin eine Chance für die Region. Allerdings legen Sie anscheinend Wert darauf, dass auch tatsächlich die erforderliche Ressourcen dafür bereitstehen.

Diese Sorgfalt wünsche ich mir von allen Parteien und eigentlich sollte es alle Anderen peinlich sein, dass ausgerechnet DIE GRÜNEN [unheilvolle Musik und die Tonlage von Horst Seehofer bitte dazudenken] hier offenbar den größten Sachverstand einbringen.
 
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AncientSion

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Weiß nicht ob das "lustig" sein sollte, aber falls du es tatsächlich nicht weißt: Deutschland könnte deutlich mehr Offshore produzieren. Nur die Leitungen gen Süden geben nicht mehr her und vor neuen stehe Gott, also die bayrische CDU/CSU vor. Polen und Tschechien haben interveniert, als man deren Netz stattdessen zum Glühen brachte. Heißt weniger Windstrom produziert und ausgebaut als möglich.

Weiss ich nicht, kann man sehen wie man will.
Aus meiner Sicht war es lustig gemeint. Aus einer anderen Sicht ist es zum weinen, denn ein Großteil "DER GRÜNEN" denkt ja nun wirklich, Strom kommt einfach aus der Wand.

Anders kann man nicht erklären, warum man sich in einer Notsituation der Realität verwehrt und keine Atomkraftwerke im eigenen Land haben möchte, analog dazu aber den Rückenschluss mit Frankreich sucht, um dann im Winter Atomstrom zu importieren. Das ganze dann, während in der Zwischenzeit Firmen pleite gehen und Bürger keine Brötchen mehr kaufen können / wollen, weil der Strom so teuer ist.
Aber die Kohlekraftwerke anfahren und die Lust nachweislich verschmutzen, das machen die Grünen natürlich gerne.



Lange Rede, kurzer Sinn: Mit Logik, Sachverstand und Realität haben "DIE GRÜNEN" nun wirklich nichts am Hut. Ob nun in Sachen Kernkraft ("Jede Kilowattstunde zählt" - Habeck) oder Gasumlage ("Alternativ wäre Zusammenbruch des Energiemarktes" - Habeck).


Ja, aber der Preis wäre ein anderer ohne Meritorder. Gasstrom macht <15% der Produktion aus, bestimmt aber 100% des Preises. Der Strommix in Deutschland ist ca. 50% Erneuerbare, 50% Kohle+Gas+Atom. Nehmen wir für die einen 8 Cent an und für die anderen 46, wären dass ohne Meritorder 27 Cent, bzw. 40% billiger.

Ja, mit einem Mal kommen die ganzen Energiemarkt-Experten aus der Ecke.
Erstmal sollte es dir zu denken geben, dass Gas überhaupt verstromt werden muss. Ob 5 % oder 15 %, jeder m³ Gas, wird uns unter Umständen im Januar oder Februar fehlen. Also sollte man das Problem von einer komplett anderen Seite betrachten, als du es hier machst.

Um den zu deinem eigentlichen "Argument" zu gehen, dem Merit Order Prinzip, so muss man sagen, dass es hierfür einen Grund Gibt. Strom, so wie Wärme und Nahrung ist quasi ein Grundbedürfnis. Insofern muss sichergestellt sein, dass es immer "ausreichend" Strom, Wärme, Nahrung gibt. Und deswegen gibt es auch das Merit Order Prinzip, denn nur so kann sichergestellt werden, dass das "letzte" benötigte Fünkchen Strom, in Kwh, auch tatsächlich verfügbar ist.
Wenn du dieses Konzept abschaffen möchtest, führst du quasi eine "freie" Marktwirtschaft bei den Grundbedürfnisen ein. Kann man machen - man sollte aber verstehen, dass die Unterschicht dann den Preis bezahlt. Und der Preis ist hier kein monetärer Preis, sondern tatsächlich kein Strom, weil es marktwirtschaftlich nicht rechnen wird, die letzte benötigte Kwh Strom auch bereitstellen zu können.

Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass wir eine massive Stromkrise haben, die es so das letzte Mal vlt vor 80 Jahren gegeben hat.

Passend dazu ein Zitat meines ganz besonderen Freundes, dem Dichter und Kinderbuchautor Robert Habeck:





Und da sag noch einer, DIE GRÜNEN haben Ahnung und Sachverstand, wenn der oberste Minister wie eine kopflose Henne durch die Gegend stolpert während sich Deutschland analog dazu die Klippe herunterwirft.
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Und zum Abschluss nochmal: Wir haben ja scheinbar so viele Ingenieure und Akademiker im Thread, der ein oder andere ist mit den Grundlagen allerdings wohl nicht so sehr vertraut.


Hier kann man schön sehen, wie wunderbar die ganzen Windräder und Solarpanele mal wieder grünen, schönen, erneuerbaren Strom erstellen. Strom für die deutsche Volkswirtschaft.

Dieser Inhalt steht nur eingeloggten Mitgliedern zur Verfügung.




Und daher fordere ich sofort, den Ausbau von Windrädern und Solarzellen zu VERHUNDERTFACHEN damit dann auch mal irgendwie dieser schöne, grüne Strom hier ankommt (Die Rohstoffe buddeln afrikanische Kinder für uns aus, Hauptsache wir sehen die nicht morgens über Insta).

Und bis dahin machen wir den Computer, das Licht und das Warmwasser aus, so wie es unsere grünen Abgeordneten fordern (oder nehmen den Waschlappen, entsprechend dem Vorschlag des Herrn Kretschmann, seines Zeichens auch Experte im waschen).
 
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wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Was wäre denn das bessere Wissen? Zahlen auf den Tisch, dann können wir weiter reden.
Genau das.
Aber erst mal Gülle labern.

Behalte dabei bitte im Hinterkopf, dass die Magdeburger Grünen keineswegs gegen die Fabrik sind.
Die Grünen sind grundsätzlich erst mal gegen alles.
Manchmal sehen sie etwas ein, oft aber nicht.

Das hat ja nun deren Politik bisher zur Genüge bewiesen.

Diese Sorgfalt wünsche ich mir von allen Parteien und eigentlich sollte es alle Anderen peinlich sein, dass ausgerechnet DIE GRÜNEN [unheilvolle Musik und die Tonlage von Horst Seehofer bitte dazudenken] hier offenbar den größten Sachverstand einbringen.
Politik und Sachverstand - da sträuben sich alle Haare.

Mal sehen wie das ganze weitergeht.

Ich bin übrigens voll für die Fabrik. :daumen:
High Tech im Osten - endlich wieder.
 

rhalin

Freizeitschrauber(in)
Hier kann man schön sehen, wie wunderbar die ganzen Windräder und Solarpanele mal wieder grünen, schönen, erneuerbaren Strom erstellen. Strom für die deutsche Volkswirtschaft.

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Und daher fordere ich sofort, den Ausbau von Windrädern und Solarzellen zu VERHUNDERTFACHEN damit dann auch mal irgendwie dieser schöne, grüne Strom hier ankommt (Die Rohstoffe buddeln afrikanische Kinder für uns aus, Hauptsache wir sehen die nicht morgens über Insta).

Und bis dahin machen wir den Computer, das Licht und das Warmwasser aus, so wie es unsere grünen Abgeordneten fordern (oder nehmen den Waschlappen, entsprechend dem Vorschlag des Herrn Kretschmann, seines Zeichens auch Experte im waschen).
Also ersteinmal solltest du die Produktion betrachten und nicht den Verbrauch.
Dann sieht das mit Solar schon ganz anders aus.
Und was Wind angeht, weshalb das so wenig ist kann ich auch nicht sagen (im Gegensatzt zur installierten Leistung)
Für Magdeburg und Sachsen-Anhalt allgemein gilt aber, wir sind hier zugeschi..en mit Windrädern und die drehen sich auch.
Was man allerdings beobachtet, an Wochenenden werden viele Parks abgeschaltet was ich auch nicht verstehen kann.
Vermutlich könnte die Leistung nicht abgenommen/gepeichert werden und auch nicht weit genug transportiert.
Das gilt es zu ändern in Zukunft.
Vielleicht sorgt Intel ja dann für eine kontinuierliche Auslastung der Windparks :devil:
 
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