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[How-To] Einfaches OCing von Sandy Bridge K Prozessoren

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Einfaches OCing von Sandy Bridge K-Prozessoren

Moinmoin,

da immer wieder Leute nachfragen, wie man denn nun einen i7-2600k übertaktet, habe ich mich entschlossen, etwas ausführlicher darüber zu schreiben, wie ich das tue. Die gleichen Regeln, nach denen ich hier arbeite, gelten auch für den i5-2500k. Kleine Abweichung: Der i5-2500k hat kein Hyperthreading, deshalb läßt er sich im Grenzbereich evtl. etwas leichter übertakten und VCore ist ein bischen anders. (Und wer mitdenkt, wird zurückschließen: Bei Rekordversuchen mit dem i7-2600k kann man das HT dann deaktivieren). Prinzip is aber das selbe.

Warnung:

Ich zeige hier nur, wie ich meinen Prozessor übertakte. Ich übernehme keine Verantwortung dafür, was andere mit ihrem Rechner tun.

Warnung Nr.2:

Da im Forum immer wieder diese Frage von Neulingen gestellt wird, schicke ich hier einmal voraus:

Es reicht nicht aus, nur den Multiplikator des Prozessors heraufzusetzen, um diesen zu übertakten.

Auch automatische Übertaktungsfunktionen sind in der Regel absolutes No-Go. Eine Automatik kann Euch das nicht abnehmen.


Das wird zwar alles in der Regel irgendwie funktionieren, aber das Mainboard gibt dem Prozessor meist viel zu viel Spannung, um Stabilität zu erzwingen. Darunter leidet die CPU dauerhaft und gibt evtl. früher als erwünscht den Geist auf. Laßt den Quatsch und lest weiter, damit Ihr wißt, wie es richtig geht. Übertakten kostet ein wenig Mühe (mir macht das Spaß) und wer das nicht will, sollte es lassen, ehe er seine CPU in die Tonne haut.

Zielsetzung:

Mein Ziel beim Übertakten ist es, den Prozessor bei nur leicht erhöhter Spannung so hoch wie möglich zu takten. Mir schwebt dabei eine Spannung von ca. 1,250 Volt vor, da diese Spannung weit weg von den höchsten laut Intel erlaubten Spannungen für meinen Prozessor liegt. (Ich bin übrigens in Bezug auf teure Gegenstände wie meine CPU ein sehr vorsichtiger Mensch). Ich möchte also nicht Wettbewerbs-Übertakten, sondern einen für meinen Alltag tauglichen Rechner haben. Da der Alltag für diesen Rechner hauptsächlich Videobearbeitung vorsieht, brauche ich alle Rechenpower, die er hergibt, ohne dass ich Gefahren eingehe. Dabei möchte ich die Energiespar-Funktionen des Prozessors angeschaltet lassen, denn er soll sich im Idle-Betrieb (also ohne Rechenlast) heruntertakten und kühler werden. Ich finde das sinnvoll, damit er schön lange lebt. Beim starkem Übertakten schaltet man meist diese Funktionen ab, der Prozessor läuft dann z.B. konstant mit >5 GHz.

Ein Ratschlag für alle OC-Neulinge:

Vor Beginn des OCens gerade der Sandy Bridge Prozessoren sollte man sich ein Ziel setzen und klar werden, was man will. Denn diese Prozessoren verleiten geradezu dazu, immer weiter zu machen... (auch evtl. über ein gesundes Maß hinaus, ist mein persönlicher Eindruck).

Okay, los gehts.

Das hier sind die Default-Einstellungen bei meinem Uefi (ASRock Z68 Pro3-M). Das wird bei Euch (im Prinzip) meistens recht ähnlich aussehn, denke ich (ja, ja, ich weiss: andere Boards haben evtl. auch mehr Einstellungen, aber das Prinzip bleibt).

001a.jpg001b.jpg001c.jpg001d.jpg001e.jpg

Wer genau hinschaut sieht, dass ganz unten im Menü "OC Tweaker" (drittes Bild) die Möglichkeit besteht, die Einstellungen in drei Speicherplätzen abzulegen (zwei davon sieht man nicht). D.h. man kann 3 verschiedene Profile ablegen. Bei mir ist ein Profil eine verbesserte Default-Einstellung (Standardeinstellung, Spannung möglichst weit abgesenkt, schont die CPU) und eines beinhaltet die Vorgaben für den Betrieb mit 4.2 GHz. Vorteil ist: Selbst wenn man einen Bios-Reset machen muss, bleiben diese Einstellungen gespeichert. Man spart sich also evtl. eine Menge Arbeit.

Um das zu tun, was ich mache, benötigt Ihr übrigens die folgenden Programme:

- CPU-Z
- CoreTemp (oder Äquivalent)
- Prime95

Und hier ist auch eine Anleitung zu Prime. Danke, Niza!

So, als nächstes teste ich erstmal mit den Default-Einstellungen, wie warm meine CPU unter Vollast wird. Ich benutze dabei CoreTemp, um die Temperaturen zu beobachten. Die angezeigte Spannung bei CoreTemp ist übrigens die sogenannte VID Eures Prozessors und nicht die momentane VCore. Mit CPU-Z halte ich die Spannung und Frequenz im Auge. Um das System testweise voll auszulasten, lasse ich Prime 95/small FFTs mit 8 Threads (i5-2500k: 4 Threads) laufen.

OC-Neulinge bitte ich, die Spannung (Core Voltage) und den Takt (Core Speed) bei CPU-Z zu beachten, bevor Prime 95 läuft und dann unter Last: Unter Last werden Takt und Spannung automatisch erhöht, sonst wäre der Prozessor bei Last instabil und würde einen Absturz produzieren. Logische Konsequenz: Ohne Last wird der Prozessor runtergetaktet und läuft insgesamt kühler, schonender. Je mehr Spannung der Prozessor kriegt, desto wärmer wird er aber unter Last und desto besser muss die Leistung des Kühlers sein. Das ist der Grund, warum wir beim OCen die CPU-Temperatur so genau beobachten sollten. D.h. aber auch, OCen mit dem mitgelieferten Kühler ist kaum möglich. Linkes Bild: CPU Idle (Leerlauf); rechtes Bild: Vollast mit Prime.

002a.JPG002b.JPG

Dieser "Testaufbau" ist nun Standard. Wenn unter Last bei Prime nach einer halben bis einer Stunde keine Fehler angezeigt werden (keine angehaltenen Worker, keine Rechenfehler, kein Bluescreen) und die Temperatur 65°C nicht übersteigt (das ist mein pers. Limit, andere sagen 70°C), hat man ein recht stabiles System. Diesen Test mache ich nun jedes Mal, wenn ich im Bios den Takt oder die Spannung geändert habe. Okay, ich gebs zu: Nicht bei jedem kleinsten Schritt lasse ich Prime dann ne ganze Stunde laufen, aber nen paar Minuten mindestens. [Edit: Zur richtigen Nutzung von Prime siehe auch noch etwas weiter unten].

Erste Schritte:

Im Uefi mache ich nun folgende Einstellungen:

- Da sich der CPU-Takt errechnet aus BCLK (= 100.0 Hz) malgenommen mit CPU Ratio, ändere ich CPU Ratio Setting von "Auto" auf meinen Wunschwert von erstmal 40. D.h., wenn alles klappt, läuft der Rechner mit 4 GHz. Das ist doch schonmal ne Hausnummer, oder?

- Hier bei mir gibt es eine "Additional Turbo Voltage". Ich setze sie von "Auto" auf den kleinsten einstellbaren Wert, "+0.004V". Ich will momentan nicht, dass mir eine Funktion in die Spannungseinstellung reinpfuscht. Das mache ich von Hand.

- Dann ändere ich "CPU Core Voltage" auf "Offset Mode", da ich die Spannung von Hand einstellen will. Bitte lasst die Spannung nicht auf "Auto". Die Boards benutzen meist zu hohe Spannungen, die nicht nötig sind und dem Prozessor evtl. auf Dauer nicht zuträglich sind. Ich gebe bei Offset erstmal -0.100V vor (d.h. 0.1V weniger als in den internen Funktionen des Boards bei 4 GHz und Vollast vorgesehen).

- Load Line Calibration ist so ein Extrathema. Dazu schreibe ich später mehr. Vorerst lasse ich sie auf "aus" was bei mir Level 5 entspricht.

- IGPU bleibt erstmal auf Auto, die DRAM Voltage setze ich auf 1.495 fest (meine RAMs laufen mit 1.5V). Der Default-Wert war zu hoch.

- PCH, CPU PLL, VTT und VCSSA waren auf "Auto". Mein Board zeigt mir auch die momentanen Werte an, die bei "Auto"-Einstellung angelegt werden. Da diese Spannungen dann beim OCen erhöht werden, sofern sie im "Auto" Modus sind, lege ich diese
Spannungen manuell fest (auf die Default-Werte von 3.6GHz). D.h. PCH, CPU PLL, VTT und VCSSA stelle ich manuell auf die Werte ein, die "Standard" sind.

003a.jpg003b.jpg

Speichern, Neustart UND ?????

002a.JPG004b.JPG

Der Rechner fährt anstandslos hoch, das ist ein erster Erfolg (denn ich habe grade um 300 MHz übertaktet). Glückwunsch!

Wie jetzt, nur 300 MHz? Ich hab doch die Max Ratio von 36 auf 40 gesetzt, das sind doch 400 MHz?!? :what::what:

Prime und CPU-Z bringen es an den Tag: Es liegt ein maximaler Takt von 3.9GHz an, nicht die gewünschten 4GHz. Wenn man GANZ GENAU beim Start von Prime auf CPU-Z schaut, kann man sogar folgendes bemerken:

Ganz kurze Zeit sieht man 4GHz, dann wird auf 3.9GHz zurückgetaktet. HÄÄH?? :huh:

Gehen Sie nicht über LOS, ziehen Sie nicht 4000 Mark ein sondern bewegen Sie sich direkt zurück ins Uefi:

Da liegt der Übeltäter - es ist "Turbo Boost Power Limit". Bevor ich weiter übertakten kann, muss ich die letzte Sicherheitsschaltung deaktivieren. Das ist sozusagen der große rote Schalter - wenn man ihn umlegt, erwarte ich fast schon die Frage "Wollen Sie das wirklich?"

005a.jpg005b.jpg

Mit "Turbo Boost Power Limit" wird die der CPU zugeführte maximale Energie limitiert. Meine Einstellungen führen der CPU viel mehr Energie zu, als hier dauerhaft (>1 Sek.) erlaubt wird. Deshalb drosselt das Uefi den Multiplikator nach 1 Sek. von 40 auf 39, da Multi=39 offensichtlich noch innerhalb der hier vorgegebenen 95 Watt liegt.

Das geht natürlich so nicht - ich erhöhe das Limit erstmal auf 140 Watt. Es sollte jedem klar sein, dass ich nun peinlich auf die Temperaturen meiner CPU achten muss, um sie nicht zu grillen.

Neustart, CPU-Z, Prime, Coretemp:

002a.JPG006b.JPG

Im Idle um die 34°C bei 0.856V; dann mit 1.160V runde 4GHz bei max. 59°C.

Das war jetzt der erste wirklich erfolgreiche Schritt - alles im grünen Bereich und wie gewünscht.

Nun kann man sich immer weiter vortasten und hochtakten, etwa so:

1. Takt erhöhen (über Multi),

2. starten, Temperaturen beobachten, Prime laufen lassen -> Stabilität testen [siehe auch weiter unten noch mal zum Thema Prime-Tests].

3. Wenn man keine Abstürze/Instabilitäten erhält und die Temperatur ok ist: Weiter mit 1.

4. Wenn man Abstürze hat: Spannung erhöhen und weiter bei 2. Falls Spannung bereits (nach persönlicher Definition) "maximal" ist, Takt heruntersetzen, nochmal entsprechend 2 testen. Dann Versuche beenden und das stabile System genießen.

5. Wenn die Temperatur in den Grenzbereich kommt oder zu hoch ist: Wieder einen Schritt (Spannung und/oder Takt) zurücknehmen, nochmal Stabilität und Temperatur testen, weitere Versuche beenden und das stabile System genießen.

(Alternative zu 5.: Bessere Kühlung kaufen.)

In Bezug auf die Spannungseinstellungen ein paar Bemerkungen:

Ich habe dafür ein gewisses Gespür entwickelt, was mein System angeht (das werdet Ihr bei Euren Versuchen sicher genauso).

Die VCore-Einstellung ist das Mindestmaß an Spannung, was die CPU erstmal braucht, um überhaupt laufen zu können. Wenn
- der Rechner nicht einmal mehr ins Uefi kommt (also alles schwarz bleibt),
- mein Rechner mir den Windows-7-Schriftzug zeigt, aber sich bei der Animation aufhängt (einfriert),
- Windows bis zum Anmeldebildschirm startet, aber bei den kleinsten Aktionen abstürzt,
so ist definitiv die VCore zu niedrig. Alle diese Dinge belasten den Prozessor nur minimal. D.h. die CPU ist im unbelasteten Zustand instabil. Und das kann man nur mit mehr VCore (oder weniger Takt) beheben.

Hängt der Rechner sich in Anwendungen oder Prime auf, hat Bluescreen oder liefert Fehler: Hier geht nun das Feintuning los. Denn dieser letzte Punkt bedeutet, dass die CPU unter Last zu wenig Spannung hat. Hier gibt es nun 2 Lösungsansätze: VCore nochmal ein bissel hochsetzen. Oder: Die Load Line Calibration benutzen. Zur Load Line Calibration lasse ich mich hier noch nicht ausführlich aus. Wenn man sie aktiviert, bedeutet dies aber, dass das Mainboard die eingestellte VCore so gut wie möglich konstant hält, auch unter Lastbedingungen. Nachteil ist, dass (wenn LLC unachtsam benutzt wird) Spannungsspitzen entstehen können, die (bei ohnehin hoher VCore) die CPU nach und nach grillen können.

Richtiges Testen, Sinn und Unsinn von Prime 95:

Erst einmal herzlichen Dank an kaspar33333 für einen Hinweis.

Längere Zeit habe ich zwar mit Prime getestet, aber ich hätte das sinnvoller tun können. Also: Wenn Ihr mit den Small FFTs testet, produziert das sehr viel Wärme. D.h. dieser Test ist zum austesten der maximalen Temperatur sehr gut geeignet (alternativ CoreDamage oder Linx). Man kann die CPU aber anders noch besser auf ihre Stabilität testen: Bei Prime sollte man dann Custom wählen, FFTs in place und eine FFT-Größe von 960k (alternativ auch 576K oder 1344K). Ich mußte feststellen, dass 960k die Instabilität des Prozessors innerhalb von wenigen Minuten herausforderte (Absturz), während die small FFTs laaange Zeit stabil liefen. 960k ist also besser geeignet, um den Prozessor auf seine Stabilität zu testen.

Denkt aber dran, Prime 95 ist nicht alles. Andere Software belastet den Prozessor auf andere Weise. Wenn Ihr das System Prime-Stabil habt: Die Realität ist der letzte Test. Ich hatte mein System bereits Prime-Stabil (mehrere Stunden!) auf 4.2 GHz übertaktet. Sobald mein Videoschnittprogramm anfing zu rechnen, stürzte der Rechner aber sang- und klanglos ab. Mein Videoschnittprogramm erzeugt offenbar durch starke und häufige Lastwechsel Instabilität des Prozessors. Ich musste die Kernspannung ein klein wenig mehr anheben (z.B. 0,005V), damit auch dies kompensiert wurde.

Will sagen: Übertreibt es nicht mit Prime und testet den Rechner mit Games, Video,... alles was Euch unter die Finger kommt. Habt Spass beim Testen!! Wer will denn schon den Rechner 24 Stunden mit Prime laufen lassen - den neuen Prozessor, mit dem man endlich XYZ flüssig spielen kann?!? :what: Für Tests mit Real-Life-Anwendungen gibt es keinen Ersatz. Prime ist gut (auch um Maximaltemperaturen zu prüfen), aber Prime gibt einem keine Garantie.

Nachbemerkung:

Dieses Tutorial ist jetzt zur Diskussion freigegeben. Ich bin für Hinweise/Verbesserungsvorschläge offen und würde mich freuen, wenn dieser Text oben angepinnt wird. Dann fragen nicht mehr ganz so viele Neulinge nach den ganz grundlegenden Sachen...

Und falls Euch das Tutorial zu schlecht ist, könnt Ihr es ja mit Missachtung strafen und ganz unten verschwinden lassen ;)

Viele Grüße Euer

Zweiblum

Edit: Der Bildimport hat nicht geklappt, ich reparier das demnächst. DONE
Edit 2: So, ich habe die Links zu den Downloadseiten für die Software eingefügt.
Edit 3: Einige Fehler beseitigt, Ergänzung zu Prime-Tests und Bilder zu ein paar Benchmarks eingefügt.
 

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TE
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Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Troubleshooting und Leistungstests


Ich habe mich jetzt mal aufgerafft und komme mit diesem Posting nun endlich mal einem hilfreichen Hinweis von True Monkey nach (danke, True!).

Was tun wir denn, wenn wir Schwierigkeiten haben oder nicht sicher sind, ob das Übertakten denn nun tatsächlich etwas bringt oder nicht?

Für die Forenmitglieder, die Euch helfen sollen, sind neben den Angaben, welche Hardware Ihr benutzt, auf jeden Fall auch die folgenden Informationen wichtig:

  • VCore im Idle und unter Last (z.B. mit Hilfe von CPU-Z ausgelesen und unter Last mit Prime95, Downloadlinks im vorigen Post).

  • Bitte meßt im Idle und unter Last auch gleich die Temperaturen (z.B. mit CoreTemp, Downloadlinks im vorigen Post).
Ihr könnt darauf wetten: Wenn Ihr es nicht mit in die Frage reinschreibt, kommt fast garantiert die Rückfrage zu diesen Werten ;)

Und für alle die, die daran zweifeln, wieviel das Übertakten denn nun wirklich bringt, habe ich hier eine Liste mit Benchmarks und deren Downloadlinks. Wenn Ihr den Benchmark jeweils einmal ohne OCen und einmal mit OCen laufen laßt, könnt Ihr ja selber feststellen, ob Euer System schneller geworden ist. Auch diese Werte können den anderen Forenmitgliedern helfen zu beurteilen, ob irgend etwas anderes in Eurem System den Prozessor ausbremst. Bitte achtet darauf, dass bei den beiden Messungen jeweils gleiche Bedingungen herrschen, sonst is das Ergebnis für die Tonne und nicht vergleichbar.

Sinnvoll sind also z.B.:

Cinebench 11.5

Cinebench_Non-OC.JPGCinebench_OC.JPG

@stock (GHz): 6.86 Punkte
OCed (4.2GHz): 8.21 Punkte

Ich mag Cinebench. Er dauert nicht zu lange und sagt was aus. (Wenn ein Benchmark allzu lange dauert, zieht sich eine OC-Runde mit Verstellen von Parametern im Uefi so lange hin...)

3DMark06 (In Verbindung mit Grafikkarte)
3DMarkVantage (In Verbindung mit Grafikkarte)

Super PI (hier die Tests 1M und 32M):

SuperPi ist simpel: Man kann es einfach aus dem Archiv extrahieren und es ist keine Installation nötig. Einfach nur laufen lassen, fertig.

SuperPi1M_Non-OC.JPGSuperPi1M_OC.JPG
@stock 4.2GHz

@stock (GHz): 9,968s
OCed (4.2GHz): 8,923s

Von SuperPi bin ich jetzt nicht so begeistert. Ich fände es anschaulicher, wenn beim Benchmark alle Kerne 100% ausgelastet werden. Bei SuperPi war die Last aber nur sehr gering.

PiFast

Wprime (32m/1024m)

Tja, wPrime kann ich nicht auf meinem Rechner starten ("Unexpected error"). Vielleicht weil ich ne 64 Bit - Version von Win7 habe?!? :( Booaaah, ich wollte das gerne laufen lassen. So'n Mist.

PCMark7

PCMark7_Non-OC.JPG

Achtung: Der PCMark7 Download ist 306MB groß. Ich habs mir mal runtergeladen und finde auch diesen Benchmark nicht so toll. Das Ergebnis hängt sehr stark von der Grafikkarte ab und die will ich ja gar nicht testen. Es werden mehrere verschiedene Aspekte des Systems getestet und die Tests dauern recht lange. Ich habe zwischendurch etwas anderes gemacht: Pro Test etwa eine halbe Stunde? Naja. Als Anhaltspunkt für Euch, falls Ihr rausfinden wollt, ob Euer System richtig läuft: Man bekommt mit einem i7-2600k @stock auf ASRock Z68 Pro3-M so etwa 3000 Punkte. Was mich noch stört: Ich habe den Benchmark mehrmals laufen lassen. Das Ergebnis schwankte zwischen 2950 und 3250 Punkten. Also, mir ist schon klar, dass das abhängig davon ist, ob Windows irgendwas im Hintergrund macht. Aber bei SuperPi war die Schwankungsbreite nicht so groß, hatte ich das Gefühl.

Vielleicht helfen die Links dem einen oder anderen, nicht so lange nach den Benchmarks suchen zu müssen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja jemand auf den Geschmack und macht demnächst bei OCing-Wettbewerben mit?

Ich werde mir nach und nach die oben genannten Benchmarks mal auf meinen Rechner holen - ausgenommen die 3DMarks, denn ich benutze nur die interne HD3000 Einheit meines 2600k. Ich werde dann Bildschirmfotos machen und in dieses Posting hier noch einarbeiten, jeweils "Non-OCed" und "OCed" Ergebnis (zur Erinnerung: Es ist ein i7-2600k). Dann kann man sehen, wie die Tests so ausschaun und wo die Änderung sichtbar wird.

Viele Grüße

Zweiblum
 
Zuletzt bearbeitet:

Moose83

BIOS-Overclocker(in)
Schom nicht so schlecht, aber es fehlen hier einige Dinge, z.B. was die ganzen Spannungen bedeuten und für was die sind;) Da solltest du mal nachbessern, für OC tut es Vcore nun mal nicht alleine.
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Hi Moose,

danke für den Tip, behalte ich im Hinterkopf (u.A. dafür und zur Erklärung von z.B. LLC sind die Platzhalter gedacht).

Gruß

Zweiblum
 

Dooma

Freizeitschrauber(in)
Ist vielleicht ne blöde Frage, aber wieviel Temperatur kann der i7 für Dauerbetrieb eigentlich ab?
Bzw ab wann wirds dir "zu warm", auch wenn er das eigentlich abkönnen müsste?
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Ist vielleicht ne blöde Frage, aber wieviel Temperatur kann der i7 für Dauerbetrieb eigentlich ab?
Bzw ab wann wirds dir "zu warm", auch wenn er das eigentlich abkönnen müsste?

Guckst Du mal hier:

Intel® Core

T(Case) = 72.6°C, wobei die maximale Kerntemperatur dann höher liegt.

Ich denke, wenn man bei der unter Prime gemessenen maximalen Kerntemperatur unterhalb T(Case) bleibt (also unter rund 70°C), dann ist man im grünen Bereich. Mir kräuseln sich bei >65°C die Fußnägel, ist mein Geschmack.

Aber (zumindest meine) Anwendungen lasten die CPU nie wirklich 100% aus, d.h. die CPU ist auch im starken Lastbetrieb immer unter der Prime-Temperatur.

Und allen noch ein DANKE für die netten Kommentare, so macht man das Gerne!

Gruß

Zweiblum
 

tintenkiller

Kabelverknoter(in)
Du weisst nicht wie beim Asus Board dieses übertaktungsschutz heißt oder? Meiner liegt immer noch bei 4,0 obwohl ich Multi 42 im BIOS eingestellt habe
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Du weisst nicht wie beim Asus Board dieses übertaktungsschutz heißt oder? Meiner liegt immer noch bei 4,0 obwohl ich Multi 42 im BIOS eingestellt habe

Hallöchen,

ich habe mir mal ein P8P67 Handbuch downgeloaded und schaue nach ;) Hoffe, ich habe das Richtige.

Ich denke, es ist Ai Tweaker / CPU Power Management / Long Duration Power Limit:

Mit "Long Duration Maintained" und "Short Duration Power Limit" hast Du die Einstellung Wattzahl / Zeitdauer in Sekunden, wie sie bei mir auch zu finden sind. Additional Turbo Voltage würde ich auf das niedrigste setzen, damit auf die von Dir eingestellte Spannung nicht noch oben etwas draufgesetzt wird.

Bitte auf keinen Fall etwas an der "Primary Plane Current Limit" ändern, das ist die Stromstärke. Mit der haben wir in der Regel nix am Hut (sonst riecht es bald verbrannt...).

Übrigens: Wow, und ich dachte zu Anfang, bei meinem MoBo sind die Einstellungen komliziert, aber hier.... :ugly:

Schön vorsichtig probieren, ob das die Werte sind!

Gruß

Zweiblum
 

Blechdesigner

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
@Zweiblum

Denken ist nicht wissen, dort wo du im Handbuch rumstöberst braucht man zum OC garnicht Hand anlegen.
Es gibt auch keinen Übertaktungsschutz, nur sollte man an der richtigen Stelle auch den Multi einstellen ;)

@ tintenkiller

War mein Tut nicht hilfreich? Mehr braucht man dort nicht einstellen bzw. braucht man nichts umgehen :schief:
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
@Zweiblum

Denken ist nicht wissen, dort wo du im Handbuch rumstöberst braucht man zum OC garnicht Hand anlegen.
Es gibt auch keinen Übertaktungsschutz, nur sollte man an der richtigen Stelle auch den Multi einstellen ;)

@ tintenkiller

War mein Tut nicht hilfreich? Mehr braucht man dort nicht einstellen bzw. braucht man nichts umgehen :schief:

Hallöchen,

ähm, also aus dem, was hier im Thread steht, kannst Du das aber nicht wissen, dass der Multi noch nicht einmal richtig eingestellt war ;) Da hast Du wohl eine zusätzliche Datenquelle, die ich bei meiner Antwort nicht kannte.

Und "Übertaktungsschutz" war nicht meine Wortwahl...

Tja, Ferndiagnosen sind eben nicht so leicht, vor allem, wenn da evtl. bissel was durcheinander geht.

Bei meinem Board war die maximal zuführbare Energie so weit limitiert, dass ein Multi über 40 nicht möglich war.

Gruß

Zweiblum
 

Blechdesigner

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
^^Es ging ja um tintenkiller's Frage und deine Antwort, er hatte mir ein paar Tage zuvor eine PN geschickt und in meine darauf erhaltenen Antwort von mir ein Liste + mini Tut erhalten ;)
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Update:

Ich habe die Links für die nötige Software eingefügt, damit man nicht so lange suchen muss.

Gruß

Zweiblum
 

OctoCore

Lötkolbengott/-göttin
Ha, schönes How-To, kommt mir grade recht, weil ich hier grade die ersten Gehversuche mit mit ein wenig mehr Takt mache. Und das Beste ist natürlich, das ich das auch auf einem Asrock mache, so muss ich mir nicht erst Begriffe von anderen Boards übersetzen, wo sicherlich für gleiche Punkte andere Begriffe benutzt werden. ;)
Ich möchte mal ganz kurz zu den "Auto"-Einstellungen nachhaken:
Im OC-Menu habe ich nichts gemacht, kein Offset, kein Powerlimit erhöht, kein garnichts - bis auf den Multi, den habe ich einfach mal ganz dreist auf 40 gesetzt. Das haut auch hin, CPU-Z sagt brav 4000 MHz, während der IntelBurnTest seit über einer Stunde auf maximalem Stresslevel läuft. So weit so gut - aber da stehen im OC-Menu ja so einige Sachen voreinstellungsmäßig auf Auto - muss ich jetzt auch davon ausgehen, das sie jetzt auch automatisch einschalten und die Werte mehr oder weniger intelligent anpassen? Auf früheren Plattformen musste man solche "automatisch intelligenten" OC-Genies in der Regel ausdrücklich einschalten.
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Hi Octo,

freut mich!

Ja, du solltest davon ausgehen, dass die Werte automatisch angepasst werden. Und diese Werte sind nicht ideal, sondern auf Stabilität ausgelegt (d.h. z.B. wahrscheinlich etwas zu viel VCore).

Meine Anregung ist hierbei immer: "Spiel" doch mal vorsichtig mit dem System. Ein Beispiel:

- Guck Dir die VCore bei "Default"-Einstellungen an (also unter Vollast ohne OC) und dann bei 4 GHz (Vollast).
- Das selbe für z.B. die anderen Spannungseinstellungen angucken.

Wenn man den Multiplikator nur um jeweils 1 raufsetzt, kann man ohne Gefahr auch sehen, wieviel VCore das Board mit der Auto-Funktion mehr draufgibt als bei Default. Ohne Gefahr, weil Du ja mit CPU-Z siehst, wie sie bei höheren Multis vom Board angepasst wird - und dann kann man es ja ändern, wenn es zu viel wird. Solange man keine großen Sprünge mit dem Multi macht, setzt das Board die VCore ja auch nicht in einem großen Sprung rauf.

Nehmen wir mal an, Du hast dann z.B. 4.3 GHz und alles andere auf Auto. Dann kann man sich die Spannung angucken und mit Offset langsam ausprobieren, ob das System mit weniger Spannung stabil bleibt. So hat man für das OCen auch einen stabilen Ausgangspunkt, der verläßlich funktioniert.

Demnächst mache ich auch noch die Zusammenfassung für die anderen Spannungen.

Viel Spaß mit Deinem System!

Gruß

Zweiblum
 

OctoCore

Lötkolbengott/-göttin
Jaaa... danke erstmal - ich hab mir die Ursprungspannung nicht ganz genau gemerkt... aber ich glaube, die lag unterhalb von 1,2 V. Mit 4,2 GHz dümpelt Vcore auf 1,25 herum - was ich im Grunde noch für vertretbar halte, aber das riecht trotzdem nach automatischer Anpassung.
Okay - bei SB ist alles anders als bei den alten Core2-CPUs oder beim Phenom.
Am globalen Offset stört mich, das er ja grundsätzlich dazu addiert wird - also auch dann, wenn die CPU ohne Last auf ihren 1600 MHz und 0,9V sitzt. Aber das BIOS bietet ja auch noch mindestens eine andere Offset-Methode an (Additional Turbo Offset? Was macht das, wenn keinen Turbo gibt - also mit festem Multi?) - da muss man sich wohl mal durchbeissen.
Die Automatik an sich funktioniert aber relativ dezent.... die knallt nicht allzuviel drauf, wie es früher bei den Core2-Boards passieren konnte.
Bei Boards anderer Hersteller kann das natürlich anders sein.

Nachtrag:
Temperatur ist noch kein Thema - obwohl im Moment kräftig die Sonne knallt, ist noch einiges an Luft bis 60°C - meiner persönlichen Zielmarke bei normaler Zimmertemperatur (das sind für mich 21°C), um noch für heiße Sommertage genug Reserven zu haben.

Noch mehr Nachtrag:
Konkret: Asrock Z68 Extreme4 Gen3

Alles auf Standard, nichts OCed - Vcore knapp unter 1,2 V - 1,92 V

Nur treudoof den Multi auf 42 gestellt - Vcore um die 1,27 V.
Das bleibt auch bei einem Multi von 45.

Von Auto auf Offset gestellt - Offset auf 0,050 V, in der Annahme, das der Wert auf den Standard-VID aufgeschlagen wird - also zu 1,25 V führt, so kenne ich das.
Was passiert: Es gibt eine Vcore von ca. 1,32 V - der Offset wird also zu der durch den Automatismus eingestellten Spannung addiert.
Bug oder Feature?
Für die gewünschten 1,25 V muss man einen negativen Offset eingeben.

In der Praxis bedeutet das: es ist einfacher, beim Vcore Fixed zu wählen, wenn man zu einer gegebenen Spannung den höchsten Takt ermitteln möchte.
Wenn man den gefunden hat und nutzen möchte, kann man immer noch alles über Offset festnageln.

Bei 4300 Mhz und der vom BIOS vorgegebenen Spannung ist das TDP-Limit meines Sandys wohl erreicht. Unter CoreDamage und IntelBurnTest wechselt der Takt fröhlich zwischen 4200 und 4300 MHz.
Da ich kein Programm habe, das soviel Leistung verpulvert wie die beiden, scheinen die 4300 Mhz ein unkomplizierter Standardtakt für den Alltag zu sein, vielleicht mit etwas weniger Spannung.
Natürlich muss ich das mit den gelockerten Leistungslimmits auch mal antesten, aber das geht im Dauerbetrieb auch deutlich mehr auf die Stromrechnung - also eher was für ein Extrem-Profil.

Beim Aufrüsten lege ich immer Wert darauf, dass die theoretische Rechenleistung des Vorgängers um das Doppelte übertroffen wird. Das habe ich schon bei 4200 MHz erreicht.
In Cinebench liegt der Faktor bei Multicore bei 2,156x.
Im Singlecore-Vergleich kann das HT des Sandys nicht auftrumpfen, da liegt der Faktor bei 1,8x.
Alles im Vergleich zum Q6600 mit 3333 MHz.
Wie auch immer: der VEB "Overclocken & Zocken" hat sein Planziel erreicht.
Alles übrigens mit der integrierten Grafik. Vielleicht geht es ohne noch ein winziges Stück flotter.
Jetzt kommt die Grafikkarte erstmal wieder rein und es wird gebencht, was der Protzi bei 3D an Leistung beiträgt.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Hi Octo,

na, hört sich doch prima an! :daumen:

Jop, bzgl. Offset oder Fixed Spannung kann man nur sagen: Geschmacksache. Muss jeder so machen, wie es ihm am besten liegt. (Sofern die Spannung nachher stimmt :ugly:).

Na, denn viel Spass bem Benchen.

Gruß

Zweiblum
 

OctoCore

Lötkolbengott/-göttin
Na ja, Fixed nur fürs Testen natürlich. EIST funktioniert damit ja nicht.

Die Spannungserhöhung, die beim Hochsetzen des Multis stattfindet, soll übrigens normal sein. Das kommt nicht vom Board, sondern vom Prozessor selbst. Der fordert von sich aus etwas mehr Saft an, wenn man ihn durch setzen eines höheren Multis praktisch freischaltet. Dass es nicht vom Board bzw. einer Übertaktungsautomatik kommt, ist sogar halbwegs plausibel, weil die Spannung auf dem Wert stehen bleibt, auch wenn man noch höhere Multis auswählt. Jede Automatik, die was auf sich hält, würde die Spannung von sich aus parallel zum Multi mit erhöhen, und nicht auf einem Wert stehen. Eine gesicherte "offizielle" Quelle habe ich nicht dazu, man kann das aber mal im Hinterkopf behalten.

edit:
Diese ganzen "Auto"-Einstellungen sind nicht "automatisch". Die Wortwahl ist irreführend - die eigentliche Bedeutung ist "Default" - also schlicht die Standardwerte.
Erst mit "Load Optimized CPU OC Setting" bekommt Werte, die vom Standard abweichen.

Unter "Voltage Control" findet sich der "Power Saving Mode". Das Handbuch ist als Hilfe dazu wertlos (wie eigentlich immer bei sowas).
Eingeschaltet sorgt er dafür, dass mein 4,3 GHz-Setting unter Last nicht mehr auf 4,3 GHz kommt. Laut CPU-Z wackelt der Takt dann von 3,9 bis 4,2 rum - hauptsächlich bei 3,9 und 4 GHz.
Also mehr als nutzlos.

"Advanced Turbo 50" - Erscheint, wenn die CPU das unterstützt. Und macht was? Grrrr.... :ugly:
Okay, scheint eine Asrock-Spezialität zu sein. Gibt es auch bei AMD-Boards von denen.
Jetzt hab' ich es: das macht das.
Mal dumm gefragt - macht deine CPU wirklich bei 4 GHz dicht, wenn du nicht das Limit lockerst, oder war das nur ein schriftstellerischer Kunstgriff, um dem geneigten Leser das "Turbo Boost Power Limit" zu erklären? ;)
 
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TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Mal dumm gefragt - macht deine CPU wirklich bei 4 GHz dicht, wenn du nicht das Limit lockerst, oder war das nur ein schriftstellerischer Kunstgriff, um dem geneigten Leser das "Turbo Boost Power Limit" zu erklären? ;)

Hi Octo,

nee, das ist genau so passiert, wie ich es da geschrieben habe (ein so guter Schreiber bin ich nicht :ugly:). Ihr habt mir sozusagen "über die Schulter geguckt" beim OCen.

Gruß

Zweiblum
 
TE
Z

Zweiblum

Freizeitschrauber(in)
Ääähm,

nein, bisher nicht. Ehrlich gesagt, da mein System gut läuft, bastel ich lieber noch irgendwann mal an den Nebenspannungen usw. als mich mit dem Auto-OC-Gedöns auseinanderzusetzen...

Aber danke für die Warnung.

Gruß

Zweiblum
 

OctoCore

Lötkolbengott/-göttin
Ach - eigentlich kein Grund zur Panik, aber die CPU wird dann auf 1,45 V und 4,8 GHZ geschubst - aber wehe, du startest dann Prime.... die CPU wurde schon recht warm und ich habe nicht grade einen kleinen Kühler. :)
 

apostoli

Software-Overclocker(in)
Hallo, ich brauche bitte mal eure Hilfe.
Ich Stelle im UEFI Offset ein und - 0.050
Bekomme dort dann die anzeige das die Spannung 1.216 beträgt. Nach dem hochfahren zeigt mir CPUZ aber 1.312 V an und ich vermute das
Die stromsparfunktion auch nicht geht. Was mache ich falsch?
E// bin jetzt schon bei Offset - 0.090 sprich. 1.176 im UEFI. CPUZ sagt aber 1.272 und wenn PRIME gestartet wird sind es 1.296 :-(
E//
Hab's geschafft. Nun looft et. "finetuning!"
:-)
 
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saarlandurpils

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Dann erklär doch mal wie ;-)

Kann mir jemand erklären was core current Limit bie 150 bedeutet?
Und sollte man beim Übertakten den Turbo modus ausschalten?
Ich hab ein Asrock Z68 Pro3 und hab in auf 4,4 GHz laufen...
Wenn Turbo aus ist, kann man doch die Turbo Bust Power Limit und die Additional Turbo voltage auf auto lassen, weils ja dann eh inaktiv ist oder?

Grüsse
 

Alex555

Software-Overclocker(in)
Mal ne frage zur CPU Ratio bei den K Prozessoren: Die sind freigeschaltet, man kann sie also hoch stellen.
Bei den Mainboards gibts es jetzt verschiedene Chipsätze, der P67 und Z68 eignen sich besonders gut zum CPU Ocen.
Nun zur frage: Kann ich auch bei den anderen Chipsätzen wie dem H67 und dem H61 die CPU übertakten, oder beherbergen diese Chipsätze diese Funktion überhaupt nicht? Wenn das nicht ginge wäre ja ein I5 2500k auf einem H67 Mainboard eigentlich nutzlos, und man könnte nur auf einen I5 2400 setzen.
 

OctoCore

Lötkolbengott/-göttin
Eignen sich besonders gut ist nett ausgedrückt. Das sind die einzigen Chipsätze, die das ermöglichen. Die von dir erwähnten anderen Versionen bieten das nicht und damit ist deine Schlußfolgerung völlig korrekt.:daumen:

Kann mir jemand erklären was core current Limit bie 150 bedeutet?

Current - Strom(fluss) in Ampere. Da sollte man besser die Finger von lassen.

Und sollte man beim Übertakten den Turbo modus ausschalten?

Wenn du deinen eigenen Multi gewählt hast, ist der automatisch abgeschaltet.

Wenn Turbo aus ist, kann man doch die Turbo Bust Power Limit und die Additional Turbo voltage auf auto lassen, weils ja dann eh inaktiv ist oder?

Klares Jein. Die Angabe Power Limit bezieht sich auf die TDP des Prozessors - die 95 Watt, auf die die K-Modelle spezifiziert sind. Und mehr bietet der Prozessor nicht an (nur kurzfristige Spitzen, die bei 118 Watt liegen dürfen), alles was darüber hinaus geht, wird schlicht geblockt. Stellst du den Multi auf 44 macht das 4,4 GHz - wenn ein Programm, z.B. Prime95 oder CoreDamage dabei mehr als die gestatteten 95 Watt ziehen, schaltet der Prozessor soweit runter, bis die Höchstleistung nicht überschritten wird. Du kannst also anstatt 4,4 GHz nur 4 GHz oder noch weniger bekommen.

Turbo Voltage kannst du mit eigenen Multi ignorieren, das bezieht sich (zumindest bei meinem Board) nur auf die regulären Turbostufen.
Mit eigenem Multi nimmt man zur Spannungsanpassung den Offset.
 
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saarlandurpils

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Ok vielen Dank für die Erklärungen. Dann sind mir ja jetzt nur noch etwa 10 Begriffe im UEFI unklar :daumen:

Bis jetzt hat er laut CPU-Z nicht runter getaktet, habe Prime 95 die ganze Zeit angehabt, habe Offset -0,03V eingestellt und er hat dann ca. 2,56V max. gehabt. Bei Offset -0,035V bekam ich so nach 10 min nen Bluescreen. Da hat er wohl zu wenig Spannung bekommen. Ich hab LLC auf Stufe 5 (ist bei Asrock der agressivste Wert). Wenn ich jetzt mal nur Stufe 3 einstelle, könnte doch das Offset mit 0,035V funktionieren oder? Wenn ja, was ist "besser" für die CPU?
 

OctoCore

Lötkolbengott/-göttin
Die 2,46 Volt oben sind ja wohl ein Vertipper. ;-)
LLC 5 ist bei Asrock kein echter Wert -> LLC ist dann aus, dass sieht man auch am nebenstehenden Diagramm.
Ich persönlich meide LLC, wenn es geht - weil ich die Art der Spannungsregulierung, wie Intel sie für ihre Prozessoren vorgesehen hat, vorziehe.
LLC kann man kurzfristig zum Testen nehmen, weil man da in CPU-Z besser sehen kann, wie die Mindestspannung aussieht, weil die Schwankungen durch LLC ausgebügelt werden.
Nehmen wir einfach mal einen fiktiven Wert von 1,258 V, der sich unter Last einpendelt - dank LLC schwankt da nicht viel, es schwankt vielleicht die letzte Dezimalstelle zwischen 8 und 0, wenn dir die Kiste absemmelt oder dein Lynx oder IntelBurnTest meckern und abbrechen wegen Rechenfehler, kannst du dich langsam zu größeren Spannungen hochtasten, bis alles stabil ist.
Ohne LLC sind die Schwankungen größer und unregelmäßiger - da fallen manche Spannungstiefs nicht auf, weil CPU-Z grade nicht hinschaut - schließlich checkt es die Werte nur in riesigen Abständen (aus Prozessorsicht) ab.
Man hat dann seinen Wert gefunden, sagen wir mal oberhalb von 1,275 V ist alles stabil - dann stellt man LLC aus und gibt einen großzügigen Offset, der auch bei starken Schwankungen oberhalb von 1,275 bleibt. Dafür muss man natürlich über den Daumen peilen können, wie hoch der Offset sein muss, aber das hat man nach einer gewissen Zeit einfach drauf. ;)
Kann sein, das der Offset und damit die Gesamtspannung zu dem Wert mit LLC höher ist (ach, das ist er mit Sicherheit), aber das ist nicht so schlimm, weil erst richtig Leistung verbraten wird, wenn kräftig Last anliegt - und dann fällt die Spannung ja ab.
LLC wird schon allein darum gerne genommen, weil der Unterschied zwischen der Spannung ohne und der mit Last relativ gering ist - damit wird vorgegaukelt das weniger Leistung verbraten wird. Aber das ist ein Trugschluß, der Prozessor nimmt sich die Leistung, die er braucht - wenn er dafür wegen LLC ein paar Millivolt weniger bekommt, holt er sich das durch ein paar zusätzliche Ampere wieder rein. Es wird also Spannung gegen Strom getauscht - die Leistung bleibt.
Ein wenig vereinfacht - aber darauf läuft es hinaus.
 
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