Aus meiner Perspektive kommt das ganz auf die Erwartungen und Schwerpunkte von einem an.
Was ich an Portal 1 geliebt habe war das Gameplay und die ständigen Rätsel, es ging schnell.
Portal 2 war viel zu viel, laufe im braunen Matsch Level von A nach B und hab paar simple Rätsel.
Zwischendurch gab es die guten alten Testkammern, aber dann lief man wieder irgendwo herum und schoss sich von einer Plattform zur nächsten.
Erst ab der Mitte kam für mich spürbar mehr Gameplay hinein.
Portal 2 hatte bei einigen Stellen nicht die Elemente und die Ausarbeitung die ich bei Portal 1 geliebt habe.
Portal 2 wirkte auf mich nicht so rund, die Balance von Laufen, Story, Rätsel fand ich nicht gut.
Der COOP-Modus war aber genau das, was ich an Portal liebe und genau der hat auch verdammt viel Spaß gemacht.
Half Life leidet aus meiner Perspektive extrem an seiner sterilen und dürftigen Präsentation. Bei Half Life 1 und 2 war die Aufmachung so minimal und wenn man dann 10 Minuten irgendwo in der Pampa rumläuft habe ich mich oft fragen müssen, warum Spiele ich das Spiel überhaupt?
Manchmal war das wirklich ein hartes Gefühl von sinnlos in der Gegend.
Ravenholm fand ich dagegen erstklassig und bei den Episoden gab es dann auch endlich mehr Dialoge, mehr Charaktertiefe und Nähe und mehr das Gefühl Fortschritt in der Welt.
Gab auch so einige Dinge die ich bei HL1 besser fand, als beim zweiten Teil.
Nun ich will mal allgemein sagen, für mich ist Valve und ihre Spiele keine Extra-Klasse, da gibt es ebenso genug Elemente zum ausarbeiten.
Ich selbst kann es "leider" schwer nachvollziehen was so viele Leute an den Spielen finden und warum sie so etwas ganz Besonderes sind.
Das erinnert mich auch häufig an Nintendo-Fans, da scheint jedes Spiel extra Klasse zu sein, weil Nintendo macht alles perfekt.
Fand ich auch nie.