Green Spirit - Rechner für St. Anna Kinderspital (neuer Sponsor an Board: S86)

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Zitat vonnetheral:
Das Problem ist einfach wie folgt: Recht haben ist das eine, Recht bekommen etwas vollkommen anderes. Und deswegen rotiert mir gerade der Hut. ^^Aber um es so zu sagen: Ich finde die Sache echt zum kotzen, freundlich gesagt... Verkauft den Klumpen als voll funktionstüchtig ist jetzt wohl über alle Berge. Anfangs beim 1. durchlesen dachte ich: "Was hacken die so extrem auf ihm rum?" Aber mittlerweile? Sorry, sowas ist arm, richtig arm. Was ein Lenkrad...

Stimme ich dir zu!
 
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Auch in diesem Update erst einmal noch ein paar Anmerkungen zu den Posts:

@Lolm@n und UnnerveD
Das Sabertooth i55 kostet ca. 115€ wogegen das EVGA P55LE bei ca. 135 lag. Ich kann damit leben das das Sabertooth günstiger ist. Einerseits möchte ich Lower zwar schon entgegen kommen (warum eigentlich? vielleicht Mitleid?), andererseits möchte ich aber auch etwas äquivalentes zu dem gekauften Setup haben. Wobei mir das Sabertooth, das wohl neuer ist, diese Kriterien erfüllt.

@McClaine
Naja, es war ja recht offensichtlich. Aber ich hege da kein böses Blut, somit keinen Stress. Mir hat nur gestunken das jemand, der sich scheinbar nicht gründlich informiert hatte, so unverschämt mit seiner Meinung hausieren geht. Aber wie Du sagst, das ist trotzdem Dein gutes Recht in einem öffentlichen Forum.

@$.Crackpipeboy.$
Danke, aber da steckt natürlich auch ein wenig Eigennutz dahinter. Ich hoffe natürlich das sich meine unfreiwillige Investition doch noch einigermassen amortisiert. Und das tut sie ja nur, wenn der Rechner läuft.

@ernest79
Du hast es erkannt, ihr lest nur die Ruhe. Hier und da war es zum Haare raufen. Wenn Fehler nicht mehr der Logik folgen, die man in Ursachen hineininterpretiert hat, grenzt es manchmal an Wahnsinn. Auch hast Du recht, das man ihm da vielleicht nicht entgegen kommen sollte, aber ich hoffe natürlich das er dadurch etwas mitnimmt und, auch wenn er es später erst wirklich erkennen mag, auch etwas für sein Leben lernt.

@Rechtliches
Natürlich habe ich wichtige Schritte einerseits mit der Kamera dokumentiert, andererseits war bei kritischen Aktionen immer zusätzlich jemand anwesend. Diese Bilderstrecke hier ist ebenso eine Art Selbstschutz – nicht ganz so uneigennützig wie es scheint. Und wenn ich die Bilder sowieso mache, kann ich sie auch mit der Geschichte dahinter posten, oder?

Jetzt zur Auflösung des „Rätsels“. Natürlich hoffe ich jetzt, das ich nicht die gesamte Spannung vorweg nehme, allerdings Versuche ich nicht zu offensichtlich zu sagen, was denn jetzt die Problemsymptome sind (ist ja ein Teil des Rätsels).

Der „Fehler“ befand sich in diesem Bild:

comp_IMG_1376b.jpg

im Vergleich dazu einen kaum umgespannten S775 Prozessor (der Sockelmechanismus ist ja ähnlich)

comp_IMG_1418.jpg

und einen mir in die Hände gefallenen, wohl äusserst geschundenen weiteren S775 Prozessor

comp_IMG_1421.jpg

Ich frage mich, was der 860er wohl durchgemacht hat um so auszusehen, wenn der total miese S775 an der Spannstelle immer noch besser aussieht. Wir erinnern uns an meine Anforderung? „Ich will keine totgebenchte Hardware haben“.

Nichts desto trotz geht es weiter und auf diesen Aspekt der Fehler gehe ich nachher auch noch ein.

Akt 5
Episode 5 – Die Wanderung

Nach dem Eröffnen der Testergebnisse und möglichen Fehlerquellen waren wir uns einig. Ein neues Board muss her. Wir fassten also (leider) den Worst Case Plan des Boards auf. Lower soll mir also 90€ rücküberweisen (nachdem er es aus plausiblen Gründen nicht schaffen konnte es selber in einem Shop zu bestellen) und ich wollte anschliessend das 122€ teure Ersatzboard bestellen, sobald das Geld da ist. Ebenso sollte Lower nun das Paket mit den fehlenden Dingen abschicken.

Allerdings hatte ich eine sehr enge Deadline gesetzt, da ich ja die letzten Tage nicht zuhause war. Ich bin auf eine Mini-Lan mit ein paar Freunden und Kollegen und hatte mir fest vorgenommen den Spirit mitzubringen, und noch wichtiger, auch zum stabilen Laufen zu bewegen.

Also tat ich das nächste bewusst auf mein Risiko. Ich bestellte also schon Samstag das Board ohne das auch das dazugehörige Geld von Lower auf meinem Konto war. Ebenso war ich es leid Ram-Mikado zu spielen, auch wenn Lower versprach mir Ram mitzuschicken. Auch sind 4 GB bei etlichen Tasks einfach zu wenig (vor allem wenn man Firefox mit aktuell 114 Tabs offen hat, etliche Grafikprogramme, mal ein Spiel im Hintergrund halten muss usw. - ich bin da ein wenig verwöhnt), kurzum ich bestellte 8Gb DDR3-1600 auf eigene Rechnung mit. Zur Not wird es halt zu 80% in der Bucht verscherbelt. Der Rest wird unter Lernen verbucht.

So vergingen die Tage, bei denen noch hier und da eine Mail oder Skypenachricht zwischen Lower und mir gewechselt ist, viel mehr ist da nicht passiert, der PC blieb aus. Zu meiner grossen Überraschung bekam ich am Montag Abend wie versprochen eine Trackingnummer vom Postunternehmen von Österreich. Ich war wieder mal begeistert. Na, also, geht doch. Hätte Lower alles so präzise und zeitgenau erledigt, er hätte sich die Zeit, die er durch Schludern scheinbar sparen wollte, auch wirklich gespart. Natürlich nur im Nachhinein betrachtet. :-)

Ebenso rief mich am Montag Vormittag meine Kollegin an und verkündete mir, ein Paket läge für mich abholbereit bei ihr auf dem Tisch. Ich war noch sichtlich verwundert als ich das Stockwerk wechselte um an den Empfang zu watscheln. Kurzer Blick auf den Absender und ich war wieder ein mal begeistert. Tja, so einfach geht das bei mir – oder auch nicht. Denn es ist tatsächlich die Bestellung des von mir am Samstag georderten Boards und des Rams angekommen. Den Shop muss ich mir merken, da könnte fast Amazon blass vor Neid werden.

Da mein Bastelzimmer zur Zeit etwas unter Chaos leidet wurde ein Alternativgebiet händeringend gesucht. Als einzig Freiwilliger meldete sich dann der Esstisch den ich dann auch kurz mit einer Bastel-Tischdecke ausstattete (das hat „Regierungsgründe“, meine Frau tötet mich wenn ich eine kunstvoll geschwungene Designschramme im Tisch erzeuge – selbst unter der Ausrede„Schatz, das sieht doch so vieeeeeeeeeeeeeeeel besser aus“ - wirkt irgendwie nicht) – auch wenn diese sichtlich zu knapp ist. Kurz den Grünen Teufel hochgeschwungen und auf die Seite gelegt).

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Wie man sieht durften kurz die DDR3-1600 G.Skill probesitzen, mit einem fatalen und ernüchternden Ergebnis – dazu aber später. Das Netzteil darf im übrigen immer noch nicht mitspielen, es sitzt nur hübsch neben der restlichen Hardware. Dazu ist es mir einfach noch zu laut.

Also schnell mal das Board geholt

comp_IMG_1368.jpg

geöffnet

comp_IMG_1369.jpg

und den Lieferumfang bewundert

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Ja, dieses mal habe ich das Boardzubehör in vollem Umfang mitgeliefert bekommen.

Da ich auch mal „Regierung“ spielen wollte (die Holde war abwesend, ich wollte das ja in Ruhe machen, was ob ihrer Anwesenheit sicher nicht möglich gewesen wäre), durfte sich jedes Teilchen vor mir aufreihen und salutieren.

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Ebenso war mir ein direkter Vergleich der Boards wichtig, wobei ich kurz erschrak ob der Tatsache das das Asus minimal Länger ist als das EVGA – und das bei 2 Halteschrauben weniger. In diesem Moment hielt ich es für eine gute Idee, die Abstandhalter am Boardtray des Gehäuse um 2 zu reduzieren. Man bekommt überaus lustige Fehler, sollte man diese tatsächlich vergessen.

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Es ging weiter, ich erlöste den Prozessor von seiner offensichtlich defekten Sitzposition und führte ihn vorsichtig seinem neuen Zuhause zu. Die Sockeltransportblende aus dem Asus montierte ich auf das EVGA um weitere Beschädigungen zu verhindern und konnte es mir nicht nehmen lassen, vorher noch weitere Fotos zu machen. Dieses mal von der anderen Seite.

comp_IMG_1380.jpg

Hier ist schön zu erkennen, das oben rechts im Bild noch mindestens ein Pin etwas abbekommen hat und in diesem Moment fand ich es interessant mal die Unterseite des Prozessors anzuschauen und machte davon vor dem geplanten Endsitzen der CPU ebenso noch mal Fotos. Die hellen Punkte auf dem nächsten Bild zeigen den scheinbar härteren Kontakt mit dem Sockel auf. Völlig unregelmässig und z.T. mehrfach und verschoben. Mir graute es wieder ein mal. Sollte ich CSI Österreich anrufen?

comp_IMG_1385.jpg

Nichts desto trotz konnte ich meinen inneren Widerwillen, weiter daran zu schrauben, überwinden und nach knapp einer gewissenhaften Stunde war es dann auch so weit. Das neue Board verweilte fest im Spirit, als wäre es nie anders gewesen. Die roten Heatspreader RipJaws waren mir in dem Moment sowas von egal – ich wollte nur das die Kiste läuft. Anmalen, bekleben oder austauschen kann ich sie später immer noch.

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Gesagt, getan, das Übel wieder bei den Hörnern gepackt – äh, den PC wieder ins Bastelzimmer gehievt und angeschlossen, natürlich mit dem Alternativnetzteil. Angeschalten. Post Lichter blinken ein wenig und … nichts. Was ist denn hier los? Nochmal alles überprüft, nein, alles ok.

Ich erinnerte mich an den Moment als ich den Prozessor vom Board geschraubt hatte. Ja, da war ja was, die Dinger waren ja festgezogen als wäre ein Schmied zum Üben vorbeigekommen. Ok, das kannst du auch, dachte ich mir und zog mit viel Widerwillen die Federschrauben des Heatkillers an, bis die Federn keinen Abstand mehr in den Windungen hatten. Auf einem neuen Board – mir blutete das Herz. Ich löste die Schrauben wieder um eine Umdrehung, der Anpressdruck muss gleichmässig aber nicht übermässig sein, dazu sind die Federn da und nicht um das zu starke Anziehen mit einem Knarzen zu quittieren.

Erneut startete ich den PC und welch Wunder roher Gewalt: es ging tatsächlich. Ich war begeistert – wieder ein mal. Ich startete Windows von der SSD mit dem Gefühl gleich ein Bluescreen zu erhalten. Diesmal allerdings nicht wegen defekter Hardware, sondern wegen der Inkompatibilität zwischen den EVGA P55 zu den ASUS P55 Treibern. Aber hier durfte ich etwas sehen was mich dann doch erstaunte: nach ein paar automatischen Treiberinstallationen verbunden mit ein paar Restarts funktionierte alles so, als wäre es schon immer so gewesen. Scheinbar kochen halt alle nur mit Wasser.

Natürlich soll das im Endzustand nicht so bleiben, aber zum Testen würde es wohl gehen. Windows fuhr hoch und wartete auf meine Eingaben. Schnell den Stick geschnappt, ein paar Programme gestartet und ich durfte etwas sehen, was ich mit diesem PC noch nie sehen durfte: 100% erkannten Ram und einen Prozessor, den man ohne Absturz belasten kann.

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Mein Optimismus wuchs jede Sekunde des absturzfreien Laufens immer mehr. Ihr wisst ja wie das mit Dingen ist, die man sich einredet wenn man optimistisch ist. Nein, noch nicht? Wohl nicht gut genug mitgelesen hier, oder?

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Alle Lüfter laufen mit der scheinbar richtigen Drehzahl - auch unser träger Freund auf der Rückseite lief prompt an als wäre nichts gewesen. Der Chip auf dem EVGA, auf den mal eine Flüssigkeit gelaufen ist, ist nicht zufällig auch für den Bus zuständig, über den auch solche Dinge gehen? Ein wilde Vermutung macht sich breit. Aber einigermassen Zufrieden betrachte ich den sich mir offenbarenden Bildschirm. Auch wenn ich die Temperaturwerte nicht für besonders gut halte (wir reden hier von Standardtakt) – er läuft immer noch und stürzt unter Last nicht ab. Ebenso gefallen die Voltages durch Korrektheit.

Ein kurzer Blick auf HWMonitor bestätigt den Eindruck, nichts mehr Aussergewöhnliches.

comp_IMG_1390.jpg

Sollte es das etwa gewesen sein? Ist das tatsächlich das Ende der Tortur durch den Green Spirit, habe ich den Fehler besiegt? In mir machte sich ein Gefühl der Sicherheit und Zufriedenheit breit. Jetzt hab ich dann wohl das Schnäppchen gemacht, das mir etliche zusprechen. Ungeachtet der Stunden Fehlersuche, Mails schreiben, Beiträge schreiben oder innerlichen Verfluchens. Wäre das nicht gewesen, ich hätte meine Zeit sicherlich mit etwas anderem Sinnlosen verbraten.

Mein Gefühl wurde sogar noch besser als ich hier zusehen durfte:

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Fortsetzung folgt umgehend ...
 
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Ein neuer Rechenknecht war geboren – auch wenn die Gflops etwas mager sind – ich hatte mir von einem I7 mit 2,8 Ghz mehr erhofft. Aber die Anzeige dieses Screens stimmte mich wieder mild:

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Nun, ich testete noch ein wenig hier, ein wenig da und kam tatsächlich auf den Gedanken das Ram von Lower nochmal dazu zu stecken. Auch auf die Gefahr hin, das er sich nicht mit dem G.Skill verträgt. Flugs also heruntergefahren und die Rambänke bestückt.

Nach dem Neustart war ich sichtlich enttäuscht. Der gute PC erkannte nicht nur das Ram von Lower scheinbar nicht, sondern gab auch nur beim G.Skill wieder nur 4 GB aus. Was ist denn jetzt schon wieder? Mir dämmert es, wenn ein Fehler wandert, wird er durch die Komponente, die ebenso wandert, mitgenommen. Die einzige Komponenten, die gewandert sind, sind aktuell der Prozessor und das Ram.

Ok, schnell wieder das Ram entfernt und frohen Mutes gebootet.

Merde – es werden wieder nur 4 GB erkannt, bei einem neuen Board, neuem Ram und einem alten Prozessor. Auch hier sollte ich wie immer Recht behalten mit meinem ersten Gedanken, ein scheinbar sehr alter Prozessor – zumindest was den Lebenszyklus angeht.

Auf den Prozessorpins, auch wenn das auf den Bildern evtl. wie Schatten aussieht, waren deutliche dunkle Bereiche zu sehen. Wo kommt das her? Nein, nein, bitte jetzt keine seltsamen Fragen mehr. Lösungen müssen her! Ok, was macht man wenn man Kontakt erzeugen will, aber kein Kontaktspray benutzen kann.

Ganz einfach, man nimmt einen weichen Radiergummi und rubbelt eventuellen Dreck und mögliche Oxidation vorsichtig weg.

Gesagt, getan, Prozessor wieder vorsichtig ausgebaut, gereinigt und versucht die Schatten zu fotografieren. Der dunkle Streifen vorne und der Bereich hinten ist eine verfärbung direkt auf den Augen.

comp_IMG_1393.jpg

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Im Vergleich zu den ganzen Fotos des 860er die beiden 775er Prozessoren von unten, einer recht wenig umgespannt

comp_IMG_1420.jpg

und einer recht gelitten

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und man sieht den Unterschied wie Tag und Nacht. Beide Prozessoren, ob wenig benutzt oder stark beansprucht, haben nahezu mittige Abdrücke auf den Augen und von diesen auch meistens nur einen. Selbst der Prozessor, der scheinbar schon 3x um die Welt fremdgesockelt hat, ist noch wesentlich besser drauf, als der 860er von Lower.

Jetzt stellt sich mir die Frage, was der 860er wohl alles erlebt haben mag. Ich begutachtete ihn noch ein Weilchen und mir kam das, was ich im Rätsel gefragt habe, in den Sinn. Da ich früher im Mechanischen Analysebereich tätig war, kann ich nicht nur versuchen aus Staub Geschichten lesen, sondern auch aus Gebrauchsspuren von Materialien.

Also fragte ich mich, was muss wohl passiert sein, damit der Prozessor im Spannbereich des Sockels so dermassen gelitten hat. Wie oft muss der Arme wohl ein und ausgespannt worden sein, wie oft muss er verkantet worden sein und vor allem mit wieviel Tonnen Anpressdruck muss wohl ständig gearbeitet worden sein, um den Kupferheatspreader im Bereich der Spanlaschen gute 2 Zehntel abzusetzen.

Sind wir uns einig, das die Einspannvorrichtung des Sockels den mechanischen Kontakt erzeugt um den Prozessor elektrisch ansprechen zu können - und zwar ausschliesslich? Der Kühler liegt in jedem Fall eigentlich nur auf. Wie soll das gehen, wenn plötzlich 2 Zehntel fehlen? Ist dann garantiert, das alle 1156 Kontakte auch richtig greifen?

Mit dieser Idee und einem Inbusschlüssel bewaffnet machte ich mich wieder an das Board. Ich lies den Prozessor aufsitzen und fing an den Heatkiller anzupratzen. Und zwar bis zu dem Punkt als die Federn ihren Windungszwischenraum verloren. Dann zog ich jede Schraube noch eine viertel Umdrehung weiter um das auszugleichen, was der Heatspreader ob des Materialabtrages nicht mehr zu Leisten vermag.

Und siehe da, beim Rebooten sprang mich der Memtestscreen _ sofort _ so an:

comp_IMG_1400.jpg

Kurz Lowers Ram aufgesetzt und in Memtest tatsächlich volle 4 Riegel mit vollen 12 GB im Dualchannelmode bekommen. Ok, die Riegel sind nicht kompatibel und Memtest blieb hängen, aber funktionieren jetzt zumindest vom richtigen Erkennen her. Warum sich die Riegel so seltsam auf dem Rampage Board von meinem Freund verhalten haben, kann ich nicht wirklich begründen.

Mit einem scheinbar funktionierenden Green Spirit fuhr ich also letztendlich auf die Lan. Dort fixte ich das Netzteil, indem ich das Lüftergitter zwischen Lüfter und Netzteil positioniert habe. Auf ein aussenliegendes Lüftergitter habe ich verzichtet da das CM 690 II unten eine Wabenstruktur hat und den Netzteillüfter somit schützt. Ich installierte Windows neu, nahm eine neue Platte, um allerhand Zeug zu installieren und zu testen. Was soll ich sagen, obwohl ich weiss, das der Rechner läuft. Ich weiss zwar, warum er jetzt läuft, ebenso warum er nicht laufen würde, allerdings macht das mein Gefühl nicht besser.

Ich besitze nun einen Prozessor, den ich mit Sicherheit nicht mehr verkaufen könnte. Einen Luftkühler mit Pushpins kann man wohl nicht mehr anbringen, dafür wird der „Anpressdruck“, wenn man überhaupt davon reden kann bei Pushpins, nicht ausreichen.

Ich bin mir an dieser Stelle noch unschlüssig ob ich dies Lower durchgehen lassen soll. Würde ich den 860er von Lower im Austausch verlangen (er besitzt oder besass ja selber einen), wer weiss wie dieser dann Aussieht und was der so alles durchgemacht hat.

Der Drops ist mit Sicherheit noch nicht komplett gelutscht. Ebenso habe ich das Paket von Lower geschickt bekommen, da bekommt ihr noch Bilder und ein zusätzliches Update, denn wie man sich sicher vorstellen kann, es wird da auch nicht besser. Auch wenn Hardware vieles verzeiht, ist es kein Grund damit so sorglos umzugehen. Denn irgendwann geht alles mal kaputt, die Frage ist nur, früher oder später. Und das hat man oft selber in der Hand … man muss nur was draus machen.

In diesem Moment seid ihr auf dem aktuellen Status und sogar Lower ein Quentchen voraus, denn ihm habe ich die Hiobsbotschaft noch nicht mitgeteilt. Ich habe mich ja noch nicht entschieden und würde gernde von eurer Seite Meinungen über ein eventuelles weiteres Vorgehen hören.

In diesem Sinne, bis die Tage wenn es heisst: Paket 2 war nur unwesentlich besser als Paket 1.
 
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Hi Paradroid,
ich würde jetzt die Sache abhaken. Scheinbar ist ja jetzt alles "in Ordnung" und der Spirit läuft. Falls es nochmal Bluescreens geben sollte nimm einfach die Federn am Heatkiller raus und baller die Schrauben noch weiter an. :-S

Ich hätte für weiteres keinen Nerv mehr.

Gruß
-Kero-
 
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Moi-hoin...

Ich glaube du bist mittlerweile an dem Stand, wo es ein treffendes Sprichwort genau auf den Punkt bringt:

Never change a running system

Ich würde allerdings nochmal ordentlich testen, dh. Prime / Lynx / mit/ohne OC / mit/ohne HT um zu sehen, wie die CPU dabei reagiert. Solltest du nicht durchweg ein positives Ergebnis erreichen, würde ich Lower die CPU um die Ohren hauen und mir ggf. von ihm/ seinen Eltern das Geld dafür zurückholen (Einen Austausch mit seinem 860 würde ich dir nicht empfehlen :) ).

Das Problem wird langfristig echt sein, dass du immer dieses "ungute" Gefühl haben wirst, da du nie ausschließen kannst beim nächsten Rechnerstart nicht die CPU zu verlieren...

Vielleicht einigt ihr euch auf einen Vergleich - so dass du die CPU als "defekt" bzw. "eingeschränkt funktionsfähig" verkaufst und Lower dir im Gegenzug den Differenzbetrag zum Neupreis dazugibt (Selbstverständlich ohne an der Spendensumme etwas abzuzweigen).

Ich persönlich könnte auf Dauer mit diesem mulmigen Gefühl nicht leben und würde nur einen Austausch akzeptieren. (Ich kaufe durchaus auch gebrauchte Hardware, allerdings nur unter der Prämisse, dass diese wirklich 100%ig läuft).

Es ist mir - egal wie ich mich bemühe - unverständlich, dass jemand soviel Mist verbockt, dieses abstreitet und sich selbst als Opfer hinstellt, diese Rolle mehrmals (teilweise trotzig, "mir glaubt ja eh keiner") bekräftigt und sich auf Zeugen beruft, die gesehen haben wollen, dass der PC zu 100% läuft (Man erinnere sich an meinen Satz (sinng.):"Nur weil man den Powerknopf drückt und der PC hochfährt, garantiert das noch lange nicht, dass er auch funktioniert").

Es ist, meiner Meinung nach, ein Schlag ins Gesicht für jeden (Case-)modder und ehrlichen PC-Schrauber, dass es Leute gibt, die mit so viel Dreistigkeit bzw. mangelnden Engagement an so ein Projekt rangehen, dabei noch gesponsorte Hardware übern Jordan schicken ohne am Ende dafür gerade stehen zu wollen. Mal ehrlich: Jugendschutz in allen Ehren - in DIESEM Fall würde ich ihn die Härte des Gesetzes spüren lassen, damit er aus seinem Handeln auch wirklich etwas lernt.

MfG
 
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Ich würde nicht mit so einer CPU leben wollen. Zum einen ist es ein mechanischer Schaden und zum zweiten weiß niemand außer Lower wie weit die CPU beim Benchen getrieben worden ist. Vorallem das mit dem Benchen finde ich bitter, da die CPU eigentlich zweckgerichtet war und von daher eigentlich weitgehend "jungfräulich" sein sollte.

Wäre Lower ein unerfahrener Schrauber und das sein erster Eigenbau würde ich vielleicht noch die mechanischen Schäden hinwegsehen, aber die gemachten Fehler sind auf sehr schlampige Arbeit zurück zu führen und das ist der Punkt, den man nicht akzeptieren sollte. Das der Neupreis der CPU noch bei ungefähr 250€ liegt macht die Sache natürlich besonders bitter.
 
STSLeon schrieb:
Ich würde nicht mit so einer CPU leben wollen. Zum einen ist es ein mechanischer Schaden und zum zweiten weiß niemand außer Lower wie weit die CPU beim Benchen getrieben worden ist. Vorallem das mit dem Benchen finde ich bitter, da die CPU eigentlich zweckgerichtet war und von daher eigentlich weitgehend "jungfräulich" sein sollte.

Wäre Lower ein unerfahrener Schrauber und das sein erster Eigenbau würde ich vielleicht noch die mechanischen Schäden hinwegsehen, aber die gemachten Fehler sind auf sehr schlampige Arbeit zurück zu führen und das ist der Punkt, den man nicht akzeptieren sollte. Das der Neupreis der CPU noch bei ungefähr 250€ liegt macht die Sache natürlich besonders bitter.

Zum ersten Teil es war SEIN CPU und er kann damit machen und soviel bechen wie er will nur die mechanischen schäden sind natürlich nicht akzetabel.

MfG
 
War der Kauf von neuem RAM und neuem Board jetzt nicht eigentlich unnötig wenn nur die CPU geschrottet wurde ?

Ich würde Lower für die neue CPU blechen lassen. Das ist viel Geld und er hat diesbezüglich auch jede Schuld ...
 
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Moin,

der Kauf des Boardes war natürlich nicht unnötig, es waren ja mechanische Beschädigungen am Sockel. Die Instabilität und falschen Werte kamen mit Sicherheit dadurch.

Das Ram hab ich ja selber gekauft, ich hatte das schon die ganze Zeit über vor auf 8 GB aufzurüsten.

Ich werde Lowers Ram (die 4x1 GB Riegel, die er als Ersatz geschickt hat, schicke ich ihm mitsamt dem Board die Tage zu meiner Entlastung zurück) noch ausgiebig testen (auch wenn ich ein ungutes Gefühl beim Umstecken habe) und dann wohl verkaufen - sollten die 2x2 GB DDR3-1866 sich als funktionstüchtig und stabil erweisen.
 
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Hi Paradroid,
ich würde jetzt die Sache abhaken. Scheinbar ist ja jetzt alles "in Ordnung" und der Spirit läuft. Falls es nochmal Bluescreens geben sollte nimm einfach die Federn am Heatkiller raus und baller die Schrauben noch weiter an. :-S

Ich hätte für weiteres keinen Nerv mehr.

Gruß
-Kero-


Abhacken? Hast du dir die Bilder von der CPU angesehen? oO

Ich würde nicht mit so einer CPU leben wollen. Zum einen ist es ein mechanischer Schaden und zum zweiten weiß niemand außer Lower wie weit die CPU beim Benchen getrieben worden ist. Vorallem das mit dem Benchen finde ich bitter, da die CPU eigentlich zweckgerichtet war und von daher eigentlich weitgehend "jungfräulich" sein sollte.


Mir kam beim durchlesen der letzten zwei Updates eben etwas in den Sinn.
Kann es nicht evtl sein das Lower seinen eigenen 860er gegen den neuen, gesponsorten 860er ausgetauscht hat?
Das würde zumindest die extreme beschädigung in so kurzer zeit erklären.
Er hatte vieleicht gehofft das der Rechner von jemandem gekauft wird der wenig - garkeine Erfahrung mit PC´s hat und diesen wohl neimals auseinander nehmen würde.

Gruß
 
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Darf man mich auch unterrichten, warum paradroid sich 1866-er Ripjaws gekauft hat ?? Die sind wesentlich teurer, hätten die 1600-er nicht gereicht ??

Mich interessiert das, weil ich mir ein 8GB-Kit der RipJaws kaufen werde mir das ganze RAM-Takt-Getue aber nicht schlüssig ist. Um meinen 1055T weit übertakten zu können brauche ich 1600-er, die ich runtertakten muss, das weiß ich. =P
 
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Ich hätte ja keinen Nerv auf eine CPU, von der ich weiss, dass sie mal bis zum Anschlag aufgedreht wurde. Irgendwie drängt sich mir auch der Gedanke auf, dass es eine Altersbeschränkung für das Benchen geben sollte. KP woher das plötzlich kommt. ;)
 
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Darf man mich auch unterrichten, warum paradroid sich 1866-er Ripjaws gekauft hat ?? Die sind wesentlich teurer, hätten die 1600-er nicht gereicht ??

Mich interessiert das, weil ich mir ein 8GB-Kit der RipJaws kaufen werde mir das ganze RAM-Takt-Getue aber nicht schlüssig ist. Um meinen 1055T weit übertakten zu können brauche ich 1600-er, die ich runtertakten muss, das weiß ich. =P

1) Das weiß keiner :)
=> ein CB-Test hat neulich erst gezeigt, dass die Unterschiede in der Praxis zwischen 1333 und 2000+ RAMs in keinem Verhältnis zum Anschaffungspreis stehen.

2) 8 GB 1600er sind für dich optimal, damit du noch ein wenig Übertaktungsspielraum hast. (Den RAM taktest du nicht runter, du stellst den RAM-Teiler um, damit der RAM möglichst lang innerhalb seiner Spezifikationen läuft.

Irgendwie drängt sich mir auch der Gedanke auf, dass es eine Altersbeschränkung für das Benchen geben sollte
Nicht nur auf's Benchen - auf's Modden auch...

MfG
 
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Moin,

ich habe keine 1866er Ripjaws gekauft sondern 1600er - die 1866er sind die Original Green Spirit OCZ von Lower. :schief:

1333er habe ich mir bewusst keine gekauft, ich wollte ja Ram testen, das ich noch nicht zur Verfügung habe.
 
UnnerveD schrieb:
1) Das weiß keiner :)
=> ein CB-Test hat neulich erst gezeigt, dass die Unterschiede in der Praxis zwischen 1333 und 2000+ RAMs in keinem Verhältnis zum Anschaffungspreis stehen.

2) 8 GB 1600er sind für dich optimal, damit du noch ein wenig Übertaktungsspielraum hast. (Den RAM taktest du nicht runter, du stellst den RAM-Teiler um, damit der RAM möglichst lang innerhalb seiner Spezifikationen läuft.

Nicht nur auf's Benchen - auf's Modden auch...

MfG

Ich hab gerade nachgelesen, er hat sich tatsächlich die 1600-er gekauft. Beim ersten Lesen kam das irgendwie anders rüber ^^

2) ich kenne mich mit OC nicht so gut aus, ich probiere es alle halbe Jahre zu verstehen, aber irgendwie wird es schlecht bzw. zu kurz erklärt, womit ich wenig anfangen kann oder eben auf das How-To verwiesen, das ich mir schon 2x durchgelesen habe, aber nie komplett verstanden habe. =\
 
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1) Das weiß keiner
=> ein CB-Test hat neulich erst gezeigt, dass die Unterschiede in der Praxis zwischen 1333 und 2000+ RAMs in keinem Verhältnis zum Anschaffungspreis stehen.

Das war eigentlich auch auf Lower bezogen - habe para ja mehr oder weniger die 1600er ans Herz gelegt.

Meiner Meinung nach bieten die 1600er das rundeste Gesamtpaket, da man sie günstig (8GB unter 100€) bekommt, aber auch wunderbar zum übertakten nutzen kann (mehr RAM-Teiler, höhere Taktraten).
 
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Schön, dass der Rechner jetzt endlich läuft,
aber ich würde es nicht durchgehen lasssen, dass Lower dir so eine gefolterte CPU vermacht!
 
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Die Rede war von einem einwandfreien Pc, mechanische Beschädigungen sind Mängel, und somit ist der Pc nicht mehr einwandfrei.
Außerdem würde ich es ihn nicht durchgehen lassen soetwas zu verbocken.................wissentlich sogar.
Schick ihm das Ding zurückund besteh darauf eine Mängelfreie CPU zu bekommen....................ohne dass du etwas zuzahlen musst.
Soll er doch selbst zusehen wie er daran kommt.
 
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Ich bin zwar auch erst 15 Jahre alt und baue meine PCs auch selber , aber das ist doch kein Grund für schlechte Arbeit . Wenn ich dieses ganze TB lese kriege ich die Kriese und mir dreht sich der Magen um . So ein Geschlampe ist kaum zu ertragen . Das ist ganz klarer Betrug und wenn ihr mich fragt sollte die CPU jetzt am besten getauscht werden . Wenn Paranoia das jetzt nicht macht und später etwas nicht funktioniert wird er garantiert kein Ersatz bekommen . So eine Sauerei ist echt schlimm ich habe jetzt noch Gänsehaut , wenn ich das sehe , was da abgelaufen ist . Schon alleine das Verteilen von der WLP ist eine Katastrophe . Und von den Fehlern ganz zu schweigen sind die moralischen Aspekte bei genauerer Betrachtung noch viel schlimmer und verwerflicher . Außerdem möchtre ich darauf hinweisen , dass Lower die Auktion per Ebay nur über einen Account von jemand der mindestens 18 ist abwickeln konnte , da es anders bei Ebay nicht möglich ist . Von daher kann er oder sein Erziehungsberichtigter schon belangt werden . Ansonsten fände ich es gut , wenn Lower nochmal ein Statement abgeben würde . Und mein gut gemeinter Rat am Besten den PC zurückgeben und sich das Geld sichern .... Wer weiß wie es mit der Zahlungsfähigkeit aussieht , wenn die das Geld gespendet wurde ...
 
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Dass es die CPU und das Board so hart getroffen hat ist wirklich heftig, da der finanzielle Schaden da echt groß ist.

Und dass schlechte Qualität am gehäuse von Lower vorliegt, macht das ganze auch noch schlimmer... Und das Netzteil .. (!):ugly:
 
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