Hatte heute morgen eine Idee für diesen Thread, und zwar werde ich ein bisschen Geschichtsstunde mit euch machen 
Statt sich immer nur die aktuellen Karten anzugucken, ist es doch auch interessant, sich mal die Hardware vergangenger Zeiten wieder ins Gedächtnis zu rufen und die technische Entwicklung zu betrachten, die sich seitdem vollzogen hat. Den Weg, den die Industrie beschritten hat, finde ich gerade vor dem Hintergrund der heutigen 7-Milliarden-Transistoren-Monster einfach nur faszinierend.
Drum gibts von nun von mir jeden Tag (mehr oder weniger regelmäßig) eine neue Grafikkarte, mit Fotos und 3D Mark Test, aus meiner Sammlung.
Ein paar Worte noch vorneweg: Mein Unterbau besteht aus einem ASRock 4CoreDual-SATA2, einem QX6700@3,52GHz und 2GB DDR2 Ram (um die Karten möglichst nicht zu bremsen). Erstmal werde ich als Leistungsreferenz beim 3D Mark 2001 SE bleiben. Das Board unterstützt leider keine AGP 2x-Karten, also bleiben die erstmal außen vor. Ich werd mich von ganz alt vorarbeiten bis zu den "neueren" Modellen. Die wichtigsten Infos kriegt ihr kurz zusammengefasst (Anschlüsse, Kühlung usw. spare ich mir, sieht man ja auf den Bildern dann). Dazu werde ich euch immer noch ein wenig Hintergrundinfos zu der jeweiligen Zeit und der jeweiligen Hardware geben (auch wenn ich sie nicht selbst miterlebt habe, also seht mir das vielleicht nach

) Die Baujahre 1985 und älter werden diese Hardware vielleicht sogar noch selbst benutzt haben, anderen (jüngeren) Usern ist das, was ich hier schreibe, vielleicht völlig neu.
Dann quatsch ich jetzt auch gar nicht länger und wir fangen an mit:
Masterchief's Retro GFX - Tag 1: Gigabyte GV-AG32S
Relase: 1999
Chip: ATi Rage Pro (250nm)
3D: DirectX 6.0
Ram: 32MB DDR
Takt: 120/240MHz
01 Score: 550 marks
Den ATi Rage Pro Chip (ursprünglich für AGP 2x konzipiert, und hier von Gigabyte auf ein AGP 4x kompatibles Board gesetzt), werden wohl viele noch kennen. Es gab einfach zu viele verschiedene Modelle, die alle ATi Rage hießen - ich hab den Überblick jedenfalls schon lange verloren. Der Chip ist DX6 und damit 3D-fähig. Dieses Modell ist für einen Rage-Chip relativ leistungsstark und bekam 32MB DDR (! DDR = Double Data Rate) Ram an die Seite gestellt, eigentlich ein echter Overkill - die meisten Karten kamen auch zwei-drei Jahre später noch mit SDR (Single Data Rate) Ram aus. Eine leistungsstarke CPU war damals deswegen notwendig, weil die GPUs selbst noch kein "T&L" (Transform&Lighting) konnten. Fun Fact: Der Begriff "GPU" wurde damals von Nvidia eingeführt und beschreibt einen Grafikprozessor, der T&L beherrscht und eine Mindestanzahl von Transistoren hat (was rein zufällig auf deren gerade erschienenes Topmodell, die GeForce 256, zutraf

). T&L musste so also von der CPU berechnet werden. Weil ich für alles einen QX6700 benutze, können die 3D Mark-Ergebnisse nebenbei bemerkt durchaus stark von damaligen Werten abweichen, weil der nun mal doch etwas stärker ist als ein Pentium 2 oder so.
Bin gespannt wie meine Idee ankommt
Bild + GPU-Z (und ein Bild meines Testsystems):