AW: Gigabyte bestätigt 5-GHz-Modelle von AMDs FX-Prozessoren
Die Takt-Brechstange kommt mir leider schon bekannt vor. Als Intel damals mit ihrem Pentium 4 merkten, dass ihre NetBurst- Architektur doch nicht so der Bringer war und immer mehr ins Hintertreffen geriet. Damals versuchten sie es auch über den Takt zu regeln
Netburst war von vorneherein für Leistung-durch-Takt konstruiert. Die Takterhöhungen waren keine nachträgliche Brechstange, sondern entsprechen 1:1 den Planungen. Was nicht ganz der Planung entsprach bzw. wo den "wir brauchen viel Takt für die Werbeprospekte"-Vermarktern auffiel, dass sie einen kleinen Punkt im Lastenheft vergessen hatten, war die Reaktion der nicht-Käufer, als der mit diesem Takt einhergehende Stromverbrauch klar wurde. Der war zwar z.T. auch geplant (90 nm Prozess war etwas schlechter als erwartet, aber das ist nur die halbe Erklärung) und die Techniker hatten auch entsprechende Kühllösungen für 200+W in Entwicklung/fertig, aber kaufen wollte es halt keiner. Fairerweise muss man sagen: Konzipiert wurden diese Eigenschaften von Netburst als CPUs 20-25 W hatten und niemand unter den Endkunden auch nur danach gefragt hätte.
In Teilen trifft das ganze übrigens auch auf Bulldozer zu. Als AMD das Wort Anfang des letzten Jahrzehnts in den Mund nahm, standen auch noch 10 GHz als Ziel im Raum und auch noch relativ kurz vor der Vorstellung hieß es, dass man damit deutlich höhere Taktraten erzielen will.
Da hatte Intel allerdings schon ein halbes Jahrzehnt lang vorgemacht, wie schlecht die Idee ist...
@Topic:
Da derartige CPUs ohnehin keinen praktische Nutzen haben, bin ich dafür, dass PCGH sich nicht mit üblichen Test abmüht, sonder alle Hebel in Bewegung setzt, um einen no-sense Vergleich gegen einen 200 W 5 GHz Tejas zu ermöglichen
