Gibt es bei diesen öffentlichen "Test" mit automatischen Fahrzeugen eigentlich öffentlich einsehbare Dokus, ob sich ein Fahrzeug bei der Auswahl, ob es die Insassen schützt und lieber den/die Fußgänger überfährt oder ob es lieber hinnimmt, das die Insassen verletzt werden, weil es sich beim Ausweichen um einen Baum wickelt und dafür die Fußgänger unverletzt bleiben?
Wenn das System noch genug Zeit hat, um Baum und Fußgänger 100 Prozent sicher zu erkennen, dann hat es auch noch genug Abstand, um auf 0 abzubremsen oder komplett auszuweichen. Bei in der letzten Zehntelsekunde auftauchenden Hindernissen hat die heutige Technik dagegen keine Chance auf eine angemessene Bewertung und wird somit das objektiv betrachtet einzig sinnvolle machen: Alle noch verfügbare Traktion nutzen, um vor dem unvermeidbaren Einschlag so viel Energie wie möglich über eine Notbremsung abzubauen. Mit etwas Glück verschafft das dem Fußgänger auch genug Zeit, um wieder von der Fahrbahn zu verschwinden. (Ich nehme mal an, dass nicht der Baum vor 's Auto gesprungen ist. Und da er vermutlich auch groß genug ist, um nicht erst im letzten Moment gesehen zu werden, hat ihn das Steuerungssystem schon längst erkannt und eingeplant – mit etwas Glück auch als Hindernis und nicht nur als z.B. Dekomaterial oberhalb einer vermeintlich freien Fahrbahn.)
Es stimmt schon, dass Pseudo KI erst mal einfach allgemein mehr Bilder für den Alltag abwirft. Kontraintuitiverweise macht er aber die Illustratoren arbeitslos. Das PCGH nie einen Illustrator hatte, spielt dabei keine Rolle.
Ich wollte nur betonen, dass hier keine Einsparmaßnahme zu Lasten der News-Qualität vorliegt, sondern in der Absicht sogar das genaue Gegenteil: Der Versuch einer optischen Aufwertung.
Stimmt wohl. Wobei ich es bei solchen Projekten sehr fragwürdig finde, das so etwas nicht offen gelegt wird. Schliesslich beinhaltet eine solche Entscheidung im Code ja auch eine moralische Entscheidung, die gefälligst demokratisch und nicht von ein paar Ingenieur im stillen Kämmerlein (oder noch schlimmer von Managern nach Preisschild) entschieden gehört...
Wie ist das eigentlich in den USA, wo ja schon recht viel automatisch rumfährt? Wurde das in der Öffentlichkeit diskutiert/entschieden oder wird da wieder auf Fälle und dann Entscheidungen vor Gericht gewartet? (Musk hat sich da ja wohl kaum reinreden lassen, vermute ich mal?)
Und wie macht das Mercedes bei seinem in Deutschland genehmigten Automaten für Autobahnfahrten im Stau? Falls da mal ein Fußgänger auf der Autobahn rumirrt, überfährt Mercedes lieber den Fußgänger (Fußgänger wahrscheinlich tot bei Geschwindigkeiten bis 60 km/h) oder weicht er lieber aus und riskiert einen vermutlich harmloseren Blechschaden am Fahrzeug? Oder gibt es da einfach nur Vollbremsung und das wars?
Hat sich zufällig mal einer von Euch damit beschäftigt?
Sowohl BMW als auch Mercedes erlauben die Aktivierung ihrer Systeme meinem Wissen nach nur hinter vorausfahrenden Fahrzeugen. Da müsste sich der Fußgänger also schon sehr viel Mühe geben, um überhaupt dazwischen zu sprinten. Wenn er das schafft, gilt oben gesagtes: Die Standard-Notfallreaktion ist eine Vollbremsung. Im Gegensatz zu Level-2-Systemen wie bei Tesla, die bei unerwarteten Vorfällen direkt an den Fahrer übergeben, sollen die Level-3-Assisstenden ihre Umgebung soweit überwachen [können], dass sie innerhalb des bereits als sicher befahrbaren Bereichs noch zum stehen kommen.
In den USA sind, außerhalb beschränkter Tests im öffentlichen Straßenverkehr, meinem Wissen nach noch gar keine Level-3-Systeme oder höher auf der Straße. Bei Level 2 (Tesla & Co) sind alle Entscheidungen vom Fahrer zu treffen, der permanent überwachen muss. In Anbetracht des dortigen Rechtssystem würde ich aber erwarten, dass es auch später keine Vorschriften an Unternehmen gibt, sondern nur volle Haftung für Folgeschäden.