Gas wird teurer: Ab Oktober sind pro Kilowattstunde 2,4 Cent mehr fällig

Sorry, aber einige Kommentatoren hier wirken auf mich, als hätten sie die vergangenen 10-15 Jahre hinter dem wohlig warmen Öl-/Gasofen verpennt...

Es ist schon jahrzehntelang jedem einigermassen vorausschauenden Menschen klar, dass fossiles Öl/Gas/Uran ENDLICHE Energieträger sind.
Das was die Jammeris hier jetzt plötzlich merken ist lediglich, dass Schwarz/Rot und Schwarz/Gelb die letzte Dekade mit Hilfe von Dumpingpreisen aus Russland die zwangsläufigen Preissteigerungen bei diesen Energieträgern länger als "natürlich" unterdrücken konnten. Leider wurde Gas von Schwarz/Rot/Gelb nicht mal als Übergangslösung behandelt, sondern Schwarz sabotierte noch mit völlig verblödeten Gesetzen auf Länderebene den Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Jetzt da Putin endgültig durchgedreht ist, fallen halt diese sehr bequemen Dumpingpreise weg und die bis vor kurzem unter den Teppich gekehrten Preissteigerungen erfolgen nun halt nicht über 15 Jahre hinweg sondern viel viel schneller und die die letzten 10 Jahre politisch ausgebremste Ausbau der erneuerbaren Energien fällt jetzt den Deutschen auf die Füsse.

Betreffend EE und dem Grundlastmärchen: Die Schweiz produziert >60% der benötigten Elektrizität seit Jahrzehnten mit Erneuerbaren, vornehmlich Wasser.
Den teuer produzierten Atomstrom wird dabei zum grössten Teil exportiert, sofern die AKWs nicht spontan mal für 1.5 Jahre ausfallen o.ä. oder wegen zu hohen Umgebungstemperaturen wie aktuell gedrosselt werden müssen.

Wer jedenfalls noch teureren Strom will, baut AKWs zu. Siehe dazu bsw. die noch höheren Energiepreise in Frankreich, die mit Hinblick der sauteuren neuen Atombauruinen ihrer Atomindustrie und dem Ausfall von aktuell 50% der französischen AKWs nicht besser werden wird.

[...]Fertig-ding gekauft... Bloß keine arbeit damit haben und sich selbst weiter bilden. Das kommt dann halt davon. :ka:
Mit ein wenig aufwand stellt man sich das selbst zusammen und beschäftigt nur noch welche mit der ausführung. Dann kann man auch schnell mal komponenten wechseln, wenn etwas nicht verfügbar ist. (ich setze z.b. bei der technik auf victron und bei den modulen eigentlich auf LG, aber LG produziert ja nicht mehr :( )
[...]

Als Mieter bin ich derzeit leider noch etwas eingeschränkt. Trotzdem spart mir die recht günstig selber zusammengestellte 600Wp-Plugin-PV-Anlage etwa 20% meines jährlichen Strombedarfs :)
Ich nutze 390Wp-Bi-Panels vom Schweizer Hersteller Megasol. Eine weitere Alternative wäre auch Meyer Burger, die erst kürzlich in DE eine neue Produktion aufbauten.

[...]
Du kannst auch auf alte häuser solar-thermie und solarmodule (strom) packen. Das hab ich ja auch vor, sollte ich irgendwann mal freie bahn haben.. Nur wärmepumpe ist schwierig, je nach alter des hauses. (bei alten stadt-villen, bauernhäusern o.ä. eher nicht machbar)
[...]

Geht schon, aber ist nur sinnvoll zusammen mit einer energetischen Sanierung der Gebäudestruktur. Also gute Dämmung, neue Fenster, isoliertes Dach, usw. usf. Mein Elternhaus ist ein an die 200 Jahre altes Bauernhaus. 4 Stockwerke werden seit 20 Jahren mit Wärmepumpe beheizt. Bei Stromausfall oder besonders kalten Wintern kann notfalls mit Kachel-/Schwedenofen unterstützt werden. Eine erste, kleine 7.5kWp-PV-Anlage reicht natürlich nicht zum heizen, aber unterstützt immerhin.
 
Zuletzt bearbeitet:
PS: hier im Osten träumen sehr viele von einem Netto-Lohn von um die 2000€
Das so etwas in 2022 hier immer noch ein Traum ist, einfach übel!
Jeder Hartz4-Empfänger ist nach meinen Infos (inkl. Wohnen, Heizung, gerade jetzt) bereits in diesem Bereich ... nur, wer darüber philosophiert gehört wahrscheinlich auch nicht in dieses Forum, wo wir uns eher über die Vorteile eines 12600K im Verhältnis zu einem 12700 ohne K Gedanken machen ...
 
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Im Gespräch ist inzwischen, dass man die Umlage nicht nur den Gaskunden bezahlen lässt, sondern ALLE Steuerzahler. Mit welchem Recht, frage ich mich, könnte man das machen ? Verursacherprinzip sollte ja eigentlich noch immer gelten.

Solidaritätsprinzip.

Es sind ja im Prinzip gerade die Neubauten die eher unabhängig von Gas sind (Solarthermie, Wärmepumpe, Geothermie, meist nen Kamin, dazu deutlich energieeffizienter als jeder 70er Jahre Bau).
Und meist wohnen sin solchen Leute die eher zu den gut verdienern gehören.
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich das befürworte, aber das könnte letztendlich wie alles in unserem Sozialstaat als Legitimitätsgrundlage gelten.

Ich muss als Stromkunde auch die ganzen Wechseler mitfinanzieren deren Billiganbieter pleite gegangen sind und nun zwangsweise bei den Stadtwerken untergekommen sind. Statt diesen dann die Rechnung zu präsentieren wurde entschieden das alle Kunden das Schultern müssen. So will es das europäische Recht. Tolle Wurst.

Aber du kannst beruhigt sein: bezahlt wird das Gas es eh nur denjenigen die eh nicht arbeiten. Alle anderen dürfen zusehen wie sie klar kommen.
 
Also die antwort zu "teuer" hast du ja schon von shaboo.
Gas wurde letztlich immer installiert, weil es billig war, gefördert wurde und alle dachten es geht immer so weiter. Jetzt ist das ganze aber nach hinten los gegangen und alle heulen. Ich mein, mit mietern hab ich ja noch halbwegs mitleid da diese nur eingeschränkt bestimmen können mit was geheizt wird, aber wer sich ein haus mit gasheizung gebaut hat... nicht wirklich. (anstatt einen ober-schlauen bau-planer einfach mal einen handwerker fragen was er installieren würde und sich über möglichkeiten selbst schlau machen plus eigene meinung bilden)
Sorry, was ist das denn. Ich habe ein 100 Jahre altes Haus.
Da ist ein Einbau einer Wärmepumpe, mit energetisch Sanieren von 50.000€.
Bei Solar, benötige ich ein neues Dach, da die Balken zu Dünn sind, Kosten 40.000€
Solaranlage 30.000€
Wie soll man das bezahlen bei Mindestlohn???
 
Wer jedenfalls noch teureren Strom will, baut AKWs zu. Siehe dazu bsw. die noch höheren Energiepreise in Frankreich, die mit Hinblick der sauteuren neuen Atombauruinen ihrer Atomindustrie und dem Ausfall von aktuell 50% der französischen AKWs nicht besser werden wird.
... mmm ... also ich weiß nicht ... zuletzt, vor etwa 5 Jahren, habe ich meine Wohung in Paris komplett mit Strom geheizt!
Das war letztlich deutlich günstiger als meine Wohnung hier mit dem damals "günstigen" Erdgas zu versorgen ... das ist die Realität ... damals ...
Und ich denke auch, die Franzosen machen sich am 15.8.22 deutlich weniger Gedanken als wir, wie sie in Bezug auf "Heizen" durch den Winter kommen werden :-)
 
Sorry, was ist das denn. Ich habe ein 100 Jahre altes Haus.
Da ist ein Einbau einer Wärmepumpe, mit energetisch Sanieren von 50.000€.
Bei Solar, benötige ich ein neues Dach, da die Balken zu Dünn sind, Kosten 40.000€
Solaranlage 30.000€
Wie soll man das bezahlen bei Mindestlohn???
Vorsicht!! Selbst wenn Du jetzt das nötige Geld dafür auf Deinem Konto hättest, müßtest Du wahrscheinlich 120 werden, um noch etwas davon zu haben :-)
Garantiert nicht. Eher als Einzelperson die Hälfte.
Na ja ... ich bin kein Experte, ich hatte da natürlich mit 2 Personen gerechnet ...
 
Jeder Hartz4-Empfänger ist nach meinen Infos (inkl. Wohnen, Heizung, gerade jetzt) bereits in diesem Bereich ...
Nee, da biste aufm falschen Dampfer. Ich glaube als Single steht dir etwas mehr wie 400€ zu plus Miete (die auch noch angemessen sein muss, wenn ich nicht irre)...

Rest zahlste alles selbst. Mich kann hier dazu gern jemand berichtigen.

Gruß
 
Na ja ... ich bin kein Experte, ich hatte da natürlich mit 2 Personen gerechnet ...
Bei zwei Volljährigen als Bedarfsgemeinschaft beträgt der Regelsatz 404 Euro pro Person. Dazu kommen Miete (in "angemessenem Rahmen" - was das ist, entscheidet das Amt) und Heizung (kein Strom). Dürfte also im Großteil Deutschlands auf vielleicht 1500 Euro pro Monat rauslaufen.
 
Wenn man endlich Nord Stream 2 aufdrehen würde, dann gäbe es weder Gasmangel noch überteuerte Kosten. Die Regierung sollte sich endlich mal dem Bürger widmen und seine Rufe erhören. So viele Bürger und Industrien wird es in Deutschland treffen. Ausschreitungen, Vandalismus und Frust werden sich breitmachen und nur weil man russische Rohstoffe verabscheut. Der Krieg ist eine andere Angelegenheit, auch wenn ich ihn nicht durch eine Nord Stream 2 Öffnung begünstigen möchte, aber den Tribut hier in Deutschland zu zahlen halte ich grundsätzlich falsch. Gasumlagen sind für viele bald nicht mehr zahlbar, also muss ein Umdenken stattfinden. Ist meine ehrliche Meinung für unser Wohlergehen in Deutschland.
 
... mmm ... also ich weiß nicht ... zuletzt, vor etwa 5 Jahren, habe ich meine Wohung in Paris komplett mit Strom geheizt!
Das war letztlich deutlich günstiger als meine Wohnung hier mit dem damals "günstigen" Erdgas zu versorgen ... das ist die Realität ... damals ...
Und ich denke auch, die Franzosen machen sich am 15.8.22 deutlich weniger Gedanken als wir, wie sie in Bezug auf "Heizen" durch den Winter kommen werden :-)

Die Schweiz subventioniert ihre Atomkraft jährlich mit 7 Milliarden direkten und indirekten Subventionen. Verglichen dazu sind die Subventionen bsw. für die Wasserkraft geradezu ein Schnäppchen. 2018 wurden bsw. 100 Millionen an "nicht rentable" Wasserkraftwerke direkt ausbezahlt, wobei die gesetzlichen Regeln da eine Übersubvention verursachen, die selbst WKWs subventionieren die auch so Gewinne schreiben.

Auch Frankreich wird wie die Schweiz hoch subventionierte Spezialpakete haben, wenn Atomstrom verheizt wird. Besonders, weil die bankrott gegangene, französische Atomindustrie (Technologie ist zu teuer für den Strommarkt) komplett verstaatlicht werden musste.
Bei uns wurden seinerzeit zusammen mit den AKWs extra Elektroheizungen forciert (die extrem ineffizient sind), um irgendwie den viel zu wenig regulierbaren Atomstrom irgendwo verpulvern zu können.

Wenn man endlich Nord Stream 2 aufdrehen würde, [...]

Putin will ja nicht. Kannst ja mal nach Moskau gehen, ihm sagen, er soll endlich die Pipeline wieder aufdrehen.
 
Wenn man endlich Nord Stream 2 aufdrehen würde, dann gäbe es weder Gasmangel noch überteuerte Kosten. Die Regierung sollte sich endlich mal dem Bürger widmen und seine Rufe erhören. So viele Bürger und Industrien wird es in Deutschland treffen. Ausschreitungen, Vandalismus und Frust werden sich breitmachen und nur weil man russische Rohstoffe verabscheut. Der Krieg ist eine andere Angelegenheit, auch wenn ich ihn nicht durch eine Nord Stream 2 Öffnung begünstigen möchte, aber den Tribut hier in Deutschland zu zahlen halte ich grundsätzlich falsch. Gasumlagen sind für viele bald nicht mehr zahlbar, also muss ein Umdenken stattfinden. Ist meine ehrliche Meinung für unser Wohlergehen in Deutschland.

Und warum sollte Putin durch Nord Stream 2 Gas pumpen wenn er nicht mal die vorhandenen Pipelines annähernd ausnutzt?

Das ist doch eine Scheindebatte um Zwietracht zu säen, gibt keinen rationalen Grund warum man für mehr Lieferungen NS2 bräuchte.
 
Bei uns wurden seinerzeit zusammen mit den AKWs extra Elektroheizungen forciert (die extrem ineffizient sind), um irgendwie den viel zu wenig regulierbaren Atomstrom irgendwo verpulvern zu können.
Alles korrekt ... nur ... die Franzosen werden sich heute (15.8.22) weniger Gedanken um die Heizung im Winter machen als wir ...
 
Alles korrekt ... nur ... die Franzosen werden sich heute (15.8.22) weniger Gedanken um die Heizung im Winter machen als wir ...

Vielleicht der normale Bürger nicht, aber nicht der Staat.
Ansonsten, die Franzosen haben derzeit ziemlich Panik wegen der enorm hohen Ausfallrate bei den AKWs, da zusehends mehr Problemstellen auftauchen, wie unerwarteter Rostbefall, Risse etc.
Dass sie erstmals im Sommer Strom importieren mussten, bsw. deutschen Windstrom, in einer Zeit wo sie normalerweise massig exportieren, beruhigt nicht unbedingt.
Ob die noch laufenden Meiler überhaupt im Winter dann volle Leistung fahren können, steht in den Sternen, weil das von dringend benötigten Niederschlägen abhängt. Sind die Flüsse zu trocken, stehen mindestens 60% der französischen Atomkraft still.

Die Franzosen mögen zwar etwas weniger abhängig sein von Gas, resp. können ihr Gas einfacher aus anderen, teureren Quellen als Russland beziehen, aber die Franzosen haben dafür bei weitem nicht diesen diversifizierten Energiemix wie DE oder CH und bilden ein gewaltiges Klumpenrisiko.
 
I...


Wenn das bei mir sinnig/rentabel gewesen wäre hätte ichs lange gemacht. Die baulichen Bedingungen hier sind aber insgesamt leider so, dass beispielsweise ne Wärmepumpe nicht besser wäre als die vorhandene Installation (bzw. sich erst nach 20 Jahren rechnet wenn sie wieder durch ist). Klar, wenn die alte Heizung mal kaputt geht würde ich keine neue Ölheizung mehr einbauen - wahrscheinlich darf ich das dann eh nicht mehr. Aber so lange die absolut problemlos läuft (was sie seit 1991 tut!) gibts keinen Grund groß was zu ändern. Auch bei 2€ der Liter Öl noch nicht - vor allem dann, wenn selbst "Wärmepumpenstrom" schon 40 cent aufwärts kostet.
Das einzige was ginge wäre das volle Programm - also Wärmepumpe plus PV-Anlage fürn Strom. Und der Umbau kostet hier roundabout 40.000€. Davon kann ich selbst heute noch verdammt viel Öl kaufen bzw. locker 10 Jahre heizen. Und was dann ist? Vielleicht bin ich dann lange nicht mehr hier.


...

Ist das vielleicht unser Problem für die ganze Misere....? "Vielleicht bin ich dann lange nicht mehr"

Ich weiß es nicht, weiß aber das seit Ewigkeiten der Umstieg auf heizen mit EE schon lange gefördert wird. Jetzt, beim Umstieg von Öl mit bis zu 50% der Kosten.

Da ich selbst viele Häuser/MFH auf EE saniert habe und hoffentlich noch ein paar weitere sanieren werde, weiß ich was für einen Aufwand das bedeutet, was für Kosten auf einen zukommen aber auch, was Sinnvoll ist und wie was umgesetzt werden muss damit die Kosten nicht explodieren.
Das geht aber nur wenn man sich mit dem Thema intensiv befasst und Erfahrungen gesammelt hat.

Problem hier.
Den meisten war es schei*egal und haben lieber Gasbüchsen verbaut.

Hätte hier der gemeine Bürger entgegengesteuert, hätten sich viele Heizungsbetriebe früher mit beschäftigen dürfen. Jetzt sind die quasi alle Überfordert und verlassen sich auf die Vorgaben der Hersteller.
Fazit:
Systeme die teuer sind und nicht (ordentlich) funktionieren.

Das wäre ein Grund von einer möglichen Umrüstung Abstand zu nehmen, aber bestimmt nicht die zitierte Meinung oben.



Viele Grüße,
stolpi
 
Ich hoffe, dass jetzt wo man Verluste auf die Allgemeinheit umlegt, man das in Zukunft auch mit den Gewinnen macht, bis ein Ausgleich stattgefunden hat!
 
Moment mal... 2,4 cent/kWh? DAFÜR seit Wochen der Aufriss?!

Ich bin kein Gaskunde, das vorneweg. Aber lass mich mal grob rechnen.
Das Haus hier zu heizen erfordert pro Jahr mit Warmwasser rund 2500L Heizöl, das sind überschlagen 25.000 kWh Wärmeenergie. Bedeutet das würde 25000x2,4cent = 600€ im Jahr teurer. Wow.

Ich durfte diesen Sommer für mein Öl 1,28 €/L zahlen (nachdem es vor der Krise zwischen 50 und 70 cent lag), aktuell wärens über 1,50 €/l. Das sind Mehrkosten bei 2500L Öl von ganz grob 2000€ im Jahr, also mehr als das dreifache der bösen Gasumlage.

Also rein über die vielgehypte neue Gasumlage sehe ich da nicht den großen Hammer kommen, dennoch wir die in den Medien gepusht ohne Ende - zumindest im Vergleich zu "regulären" Preiserhöhungen bei fossilen Energieträgern aller Art sowie Strom - denn die werden vermutlich WEIT höher ausfallen als das bisschen Gasumlage. Das will man wohl so noch nicht groß breittreten.
Auf die 2,4 Cent kommt aber vermutlich noch die MwSt. drauf. Dann werden aus den 600€ deiner Beispielrechnung schon rund 715€. Also 60€ mehr im Monat.

Und: die nun beschlossene Höhe der Umlage liegt eher am unteren Ende dessen, was zuvor als mögliche Spanne in Aussicht gestellt wurde von der Bundesregierung. Stell dir vor, es wären 5 Cent geworden.

Und wie schon oft hier erwähnt: mit einer Verdreifachung des Gaspreises muss gerechnet werden. Laut BDEW-Durchschnittswert vor dem Ukraine-Krieg etwa 6,5 Cent/kWh, was in deiner Rechnung monatlich etwa 135€ wären. Dann hoch auf rund 400€ pro Monat. Plus 60€ Umlage. Macht etwa 325€ Mehrkosten im Monat. Und sollte nach 3 Monaten Umlage die Höhe verändert werden (das ist nämlich alle 3 Monate möglich, soweit ich weiß), zum Beispiel eben auf 5 Cent/kWh, dann hätten wir hypothetisch schon fast 400€ Mehrkosten im Monat. Frohe Weihnacht und den Menschen ein Wohlgefall'!
 
Solidaritätsprinzip.

Es sind ja im Prinzip gerade die Neubauten die eher unabhängig von Gas sind (Solarthermie, Wärmepumpe, Geothermie, meist nen Kamin, dazu deutlich energieeffizienter als jeder 70er Jahre Bau).
Und meist wohnen sin solchen Leute die eher zu den gut verdienern gehören.
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich das befürworte, aber das könnte letztendlich wie alles in unserem Sozialstaat als Legitimitätsgrundlage gelten.

Ich muss als Stromkunde auch die ganzen Wechseler mitfinanzieren deren Billiganbieter pleite gegangen sind und nun zwangsweise bei den Stadtwerken untergekommen sind. Statt diesen dann die Rechnung zu präsentieren wurde entschieden das alle Kunden das Schultern müssen. So will es das europäische Recht. Tolle Wurst.

Aber du kannst beruhigt sein: bezahlt wird das Gas es eh nur denjenigen die eh nicht arbeiten. Alle anderen dürfen zusehen wie sie klar kommen.
Solidaritätsprinzip ? Ich habe Heizöl für über 2000 Euro vor 1 Monat tanken müssen. Habe ich Solidarität von anderen beim Bezahlen dieses Preises (1,50 Euro pro Heizöl-Liter) bekommen ? Nein. Aber ich muss dann die Gas-Umlage mitbezahlen ? Selektive Solidarität ?
 
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