EDF wurde 2005 privatisiert, ging bankrott und wurde später wieder teilverstaatlicht, um den Konzern zu retten.
Heute wird darüber debattiert, ob EDF mit seinem 60 Milliarden Schuldenberg (der dank der Teilverstaatlichung sozialisiert wurde und bequemerweise auf den staatlichen Haushalt gerechnet werden kann, von wegen Geldruckmaschine) noch komplett verstaatlicht werden soll.
Die Regierung in Paris will den Ausbau der Atomkraft sicherstellen. Dafür soll Eléctricité de France aufgekauft werden.
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1. Unnötige Verschwendung von Energie ist immer eine saublöde Idee. Das merkt man spätestens wenn es zu einer Krise kommt. Wärmepumpen bsw. leisten das Gleiche mit 1/4 bis 1/6 des energetischen Einsatzes.
2. Kernkraft kann in der Leistung etwa nur um 30% hoch- runtergefahren werden. Da die Schweiz in der Nacht viel zu viel Strom hat wegen der Atomkraft, führte man bei uns vor langer Zeit den nächtlichen Niedrigtarif ein. Da aber die Schweiz lange Zeit über Mittag gleichzeitig zu wenig Strom hatte, verbot man lange Zeit, dass über die Mittagszeit in Privathaushalten grosse Stromfresser laufen zu lassen.
In einigen Gemeinden wird über den Mittag der Strom in der Waschküche abgestellt. Auf Anfang Jahr ändert dies.
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Es gibt einen begrenzten Output und der Preis der begrenzten Menge wird an der Börse bestimmt, wenn man keinen Deal mit Dumpingpreisen wie bei Russland hat. Die Endlichkeit bewirkt, dass die Preise langfristig steigen, da die Reserven schwinden und es zunehmend schwieriger und damit teurer wird an das übrige Material zu gelangen.
Die Dumpingdeals mit Russland hat die zwangsläufige Verteuerung dieser Ressourcen für Europa künstlich hinausgezögert.
Das mit dem Gas ist genau das Problem:
Das russische Gas wurde die letzten 15 Jahre nicht als Übergangslösung behandelt, sondern als Ersatz für andere versiegende Quellen, damit man quasi so weiter machen kann wie die letzten Jahrzehnte. Der (günstige) Ausbau der Erneuerbaren wurde u.a. durch die "Schwarzen" unter Söder und Laschet jedoch mit wissenschaftlich nicht tragbaren Gesetzen massiv sabotiert und man liess in den letzten 10 Jahren lieber zehntausende Jobs im erneuerbaren Sektor vernichten.
Ich schrieb ja Schwarz/Rot/Gelb, da es nicht Schwarz alleine war, die DE in die energetische Misere fuhr.
(Die Schweiz ist btw. noch viel übler dran dank unserer Verhinderer der mehrheitlich neoliberalen, konservativen bis rechtsextremen Regierung, plus Pseudovogelschützer und übereifrige, kurzfristig denkende Umweltschützer aus der Bevölkerung)
Die Linken Traumtänzer sind weitgehend irrelevant, da kaum regierungsbeteiligt. Sie können daher nicht den politischen Weg vorzeichnen, wo lang es gehen soll, maximal etwas beeinflussen.
Die rechtsextreme AfD ist so oder so unbrauchbar und weitgehend irrelevant, da nicht regierungsbeteiligt. Sie können daher nicht den politischen Weg vorzeichnen, wo lang es gehen soll, maximal etwas beeinflussen.
Es ist richtig, dass die Grünen viel zu viele Kompromisse eingehen, waren aber selten bis nie am Hebel der Entscheidung. Wenn auch ihre Regierungsbeteiligungen die letzten Jahrzehnte zunahmen, konnten sie nicht den politischen Weg bestimmen, wo lang es gehen soll, maximal stärker beeinflussen, resp. einen Kompromiss ermöglichen, damit es weiter ging. Die Entscheider sind aber bei Schwarz und Rot zu verorten.
Die Ost-Ministerpräsidenten stützen den Weiterbau. Das missfällt ihren grünen Koalitionspartnern. Auch im Bundestag fordern die Grünen einen Stopp - vergeblich.
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Wobei der Atomaustieg von Schwarz/Gelb verbockt wurde.
Das erste Mal wurde dieser zwar noch früher von Rot-Grün aufgegleist und hätte mit annehmbaren Konditionen und dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren (Also bsw. Wasser-, Wind- und Sonnenkraft) plus dem effizienter machen der Infrastruktur sauber über die Bühne gebracht werden können. Noch besser wäre gewesen, das sein zu lassen, und sich als erstes auf den Kohleausstieg zu fokussieren.
Schwarz/Gelb stoppte dies nach Jahren aus rein ideologischen Gründen, nur um den Ausstieg ein Jahr später nach Fukushima 2011 in einer Hauruckaktion und mit zusätzlichen milliardenhohen Entschädigungszahlungen halbgar wieder einzuführen.
Fracking benötigt einen Rohölpreis von ca. $80/Barrel um finanziell attraktiv zu sein, ist also relativ teuer. Zudem stellt es ein Strohfeuer dar, da die Ausbeute relativ rasch wieder abnimmt, während man Gefahr läuft, das Grundwasser massiv zu verschmutzen. Es ist so oder so keine dauerhafte Lösung und eine schlechte noch dazu.
Kohlekraft wurde von Schwarz/Rot/Gelb durch alle Böden hindurch verteidigt und beschützt. Notfalls auf Kosten zehntausender Jobs im Erneuerbaren Bereich. Aber Kohlekraft muss verschwinden, so schnell wie möglich, sonst gibt es in absehbarer Zeit keine Verwendung mehr für künstliche Elektrizität.
Desertec lebt. Aber ist von der Konzeption her zu stark auf Europa fokussiert, so dass es da vorläufig nur langsam voran geht. Es ist natürlich im Interesse der nordafrikanischen Staaten, dass sie mit dem massiven Zubau günstiger erneuerbaren ("grundlastfähiger") Kraftwerke, zuerst einmal ihre eigene seit Jahrzehnten desolate Energieversorgung sicherstellen, bevor man ans Exportieren denkt.
Europa täte hier aber gut daran, in seinem eigenen Süden, wie Spanien, Griechenland oder Süditalien die Kraftwerkskapazitäten massiv auszubauen.
Deutschland kann davon aber natürlich nur profitieren, wenn ideologisch verbohrte Blockadehaltungen von "Schwarzen" wie Söder endlich verschwinden, der selbst simple Stromtrassen verhindert wo er nur kann.
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Dass in DE Gasheizungen statt Wärmepumpen gefördert wurden ist völlig unverständlich. In der Schweiz gibt es eine Lenkungsabgabe bsw. auf fossiles Heizöl, mit dem man Wärmepumpenheizungen oder andere CO2-neutrale Alternativen fördert und auch die Krankenkassenprämien senkt. Diese funktioniert sehr effektiv, so dass seit Jahren der Anteil fossiler Heizungen rückläufig ist.
Berge sind gut für Speicherseen und Pumpspeicherkraftwerke, die sich hervorragend für Spitzenlasten und Pufferung von überschüssigem Strom eignen, und ja DE ist da eingeschränkt. Aber DE hat noch Kapazitäten für Flusskraftwerke.
Umso wichtiger sind europäische Stromtrassen, um bsw. überschüssigen Strom vom Norden und Süden in die Alpenregion zu verfrachten, wo er vergleichsweise effizient in Pumpspeicherkraftwerken eingelagert werden kann. In der Alpenregion müssen sowieso massiv Speicherseen (aus-)gebaut werden, um die wegschmelzenden Gletscher als Wasserspeicher irgendwie zu kompensieren. Und am besten werden diese Seen und Dämme wo möglich mit (schwimmenden) PV-Kraftwerken kombiniert.
DE könnte ergänzend dazu Thermospeicherkraftwerke im Untergrund bauen.
China ist mit seinen mindestens fragwürdigen Sicherheits- und Arbeitsstandards und undurchsichtigen Finanzen kaum eine tragfähige Benchmark.
So hat China 2021 die Grenzwerte für radioaktive Umweltbelastung mehr als verdoppelt, um ein Herunterfahren des Reaktors zu verhindern, nachdem bei einem Störfall des nigelnagelneuen EPRs radioaktives Gas in die Umwelt gelassen wurde.
Mich nähme hier schon wunder, warum EDF in China das schafft, woran sie in Europa an drei Atombaustellen seit vielen Jahren kläglich scheitert. Betrachtet man den immensen Schuldenberg von EDF, stellt sich auch die Frage, inwieweit "schwarz" die Zahlen für den Bau überhaupt waren.
Wenigstens ist das finnische Olkiluoto-3 fast im kommerziellen Betrieb (und Block 4 wurde zwischenzeitlich storniert). Der Bau kostete mind. 3x mehr (9 Mia €) als ursprünglich veranschlagt.
Das leistungsstärkere englische HinkleyPointC benötigt einen garantierten Abnahmepreis von mehr als 12 Cent/kWh. Die britische Regierung plant zudem mit Subventionen von bis zu 100 Milliarden € dafür.
Wie gesagt, die Schweiz (über-)subventionierte bsw. 2018 die Wasserkraft mit ca. 100 Millionen Franken.
Wind- und Solarkraft benötigten einen subventionellen Anschub, richtig. Allerdings wurden erneuerbare Energien global betrachtet nur zu einem Bruchteil subventioniert verglichen zu fossilen Energien. Trotzdem schaffen es Wind- und Solarkraft zusehend, gänzlich ohne Subventionen auszukommen, im Gegensatz zu den Fossilen.
Windräder zu See dürften schon bald ohne Staatshilfe am Markt bestehen können – schreibt ein achtköpfiges Forscherteam in einer renommierten Fachzeitschrift.
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