Gaming unter Linux

SigmundSeegras

Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo,
ich würde gerne auf Linux umsteigen nach einem ersten versuch war ich natürlich nach jahrelanger windows nutzung ziemlich aufgeschmissen.

bevor ich aber viel zeit aufwende um mich mit linux auseinanderzusetzten möchte ich wissen ob man unter Linux auch performance intensive Spiele
zB. Arma2,3 AC:Unity etc. zum laufen kriegt und wieviel Leistung verloren geht.

Danke im vorraus!
 
Solche großen Krachertitel wie BF, CoD, AC, FC etc. kannst du mit Linux vergessen. Die laufen nicht nativ.
Kannst dich ja mal bei Steam umschauen unter der Kategorie Linux Spiele. Der größte und grafikintensivste Titel für Linux ist Metro Last Light wenn ich mich nicht irre.
 
Spielen in einer Virtuellen Maschine funktioniert bis heute nicht gut. Anspruchslosere Titel werden laufen (z.B. mit PlayOnLinux), grafikintensive Titel kannst du damit vergessen.
 
Schon mal was von dual boot gehört?
Und generell, google solltest du auch verwenden können, sonst kannst du Linux vergessen.
 
Schon mal was von dual boot gehört?
Und generell, google solltest du auch verwenden können, sonst kannst du Linux vergessen.
Wenn er mit Dualboot Windows trotzdem installieren muss, dann kann er das Umsteigen auch gleich bleiben lassen.

Ich habe Xubuntu nur aus 3 Gründen im Dualboot:
Grund 1: Weil ich es kann
Grund 2: Weil sich unter Linux unsere Server besser verwalten lassen
Grund 3: Weil ich viele Tools und Scripts für Linux schreiben muss und das geht unter Windows leider etwas schlechter

Wenn er aber nur generell umsteigen will, aber von Linux noch nicht abhängig ist und Spiele sein wichtigstes Kriterium ist, dann sollte er sich nicht großartig mit Linux rumquälen.

Linux ist im Moment keine Option für AAA Spiele. Der Linux-Support hat sich zwar gebessert. Aber da jetzt demnächst DX12 in den Startlöchern steht und der langersähnte Mantlesupport immernoch auf sich warten lässt, wird sich die Supportentwicklung wahrscheinlich wieder etwas bremsen. Größtenteils beschränkt sich der Support für Linux auf OpenGL-Spiele und -Engines. Und bis sich OpenGL von der Performance nachher an DX12/Mantle annähert (bzgl. des CPU-Overheads) werden wieder unzählige Jahre ins Land gehen. Und da Valve mit SteamOS auch net ausm Quark kam und das ganze Projekt sowieso nur relativ lieblos wirkt, ist der ehemalige Heilsbringer für Gaming unter Linux leider auch nichts geworden.
 
Wenn er mit Dualboot Windows trotzdem installieren muss, dann kann er das Umsteigen auch gleich bleiben lassen.
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Wenn er aber nur generell umsteigen will, aber von Linux noch nicht abhängig ist und Spiele sein wichtigstes Kriterium ist, dann sollte er sich nicht großartig mit Linux rumquälen.
Was spricht gegen ein Dualboot-System, mit welchem man unter Windows spielt und für alles andere Linux nutzt?

MfG Jimini
 
Was spricht gegen ein Dualboot-System, mit welchem man unter Windows spielt und für alles andere Linux nutzt?

MfG Jimini
Die Tatsache, das sein Hauptaugenmerk anscheinend beim Gaming ist und bisher immer nur Windows benutzt hat. Was spricht also für ein Dualboot, wenn er bisher alles unter Windows verwenden konnte und auf Linux nicht angewiesen ist? Surfen und Onlinebanking? Neugier bzw. einfach nur Linux testen? Das kann er auch in einer VM machen. Dazu muss er sein gesamtes System nicht umpulen. ;)
 
Zum laufen bekommt man die meisten Spiele sicher irgendwie. Kannst dich ja mal hier umsehen ob deine genannten Spiele unterstützt werden: https://appdb.winehq.org/
Seit es Steam für Linux gibt, tut sich da auch langsam was. Dadurch gibt es mehr Spiele die nativ unterstützt werden.

Für alles andere was nicht unterstützt wird heißt es dann basteln. Wenn man Zeit hat und einem das Spaß macht, dann nur zu.
Wenn du das System aber wirklich nur zum Spielen nutzen willst wirst du damit nur wenig Freude haben. Wenn die Spiele nicht auf Anhieb funktionieren geht viel Zeit für Recherche und Bastelei drauf.

Was sind denn deine Beweggründe für den Umstieg?
Du könntest auch erstmal ein Linux-System in einer VM unter Windows laufen lassen. Dann halt unter Windows Spielen und über die Linux-VM arbeiten, wäre glaube ich sinnvoller.
 
Spielen in einer Virtuellen Maschine funktioniert bis heute nicht gut. Anspruchslosere Titel werden laufen (z.B. mit PlayOnLinux), grafikintensive Titel kannst du damit vergessen.

Nü so würd ich das jetzt mal nicht stehen lassen. Es gibt inzwischen genug Virtualisierungsmöglichkeiten die den Betrieb von Gaminggpus mit nahezu Baremetalleistung in einer Windowsvm unter Linux bieten. Mache das jetzt schon seit vielen Jahren so unter XEN. Bis es lief wars zwar frickelei ohne Ende, aber seit dem... Ob es inwzischen bzw. mit anderen Hypervisoren einfacher ist, keine Ahnung, weil... läuft.:schief:
 
Nü so würd ich das jetzt mal nicht stehen lassen. Es gibt inzwischen genug Virtualisierungsmöglichkeiten die den Betrieb von Gaminggpus mit nahezu Baremetalleistung in einer Windowsvm unter Linux bieten. Mache das jetzt schon seit vielen Jahren so unter XEN. Bis es lief wars zwar frickelei ohne Ende, aber seit dem... Ob es inwzischen bzw. mit anderen Hypervisoren einfacher ist, keine Ahnung, weil... läuft.:schief:

Ist nicht wirklich einfacher geworden und hängt immer noch stark von der Hardware ab ob es überhaupt geht. Außerdem braucht man zwei Grafikeinheiten einmal für das Hostsystem und dann am besten eine potente Grafikkarte die man in die VM durchreicht. Leider kann man nicht die iGPU der Intel CPUs für den Host nutzen und seine PCIe Karte durch reichen. Mit paravirtualisierung ist die Performance aber ziemlich gut ca. 98% der nativen Geschwindigkeit. Gerade QEMU/KVM ist da sehr effizient.
 
Ja genau...versuch mal Battlefield 4 unter Linux oder inner VM zu spielen, viel Spaß.
Das wollte ich damit sagen...

Wenn man keine Ahnung hat... mach dich doch erst mal über Vollvirtualisierung und VGApasstrough schlau, bevor du sagst, es ginge nicht, oder nur mit Einschränkungen. In der VM laufen manche Spiele schneller als unter Baremetal-Windows. Und JA, ich rede von AAA Games auf ner R9 290X...


@blackout:

Joa, hab am Rande mitbekommen, dass KVM da ziemlich zugelegt hat was Hardwarepasstrough angeht. Hatte bei Xen bisher aber nur Probleme mit meinem Rampage2Extreme, musste da den Code für den RMRR-Scan etwas anpassen, lief dann auch ohne weiteres.
 
In der VM laufen manche Spiele schneller als unter Baremetal-Windows.
Virtualisierung bringt ja immer einen gewissen Overhead mit sich - daher kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass ein virtuelles System schneller sein kann als ein natives. Ich habe den von dir verlinkten Thread aber nur überflogen, für alle 9 Seiten fehlt mir gerade die Zeit.

MfG Jimini
 
Virtualisierung bringt ja immer einen gewissen Overhead mit sich - daher kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass ein virtuelles System schneller sein kann als ein natives. Ich habe den von dir verlinkten Thread aber nur überflogen, für alle 9 Seiten fehlt mir gerade die Zeit.

MfG Jimini

Rischtisch, und das HostOS will auch noch bissel was ab vom Resourcenkuchen. Warum einige (wenige) Titel jetzt in der VM schneller waren, kann ich dir auch nicht sagen. Generell habe ich einen FPS-Verlust von ca 1-5% feststellen können.
 
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