Special Steam unter Linux: Mehr Leistung durch Proton-Startoptionen

Das Nutzungsrecht hängt aber am launcher. Kein Konto mehr, keine Nutzung erlaubt. Genau das ist bei den alten CDs anders. Du hast sie, also darfst du sie zum laufen bringen.
Ok, aber wenn ausgerechnet das juristische Nutzungsrecht – das mir als altem Hochseefahrer eher hart backbord am Arsch vorbeigeht – das ist, was dich so schert, dann verstehe ich erst recht nicht, warum du dich ausgerechnet an Proton zu Beginn der Debatte so gestört hast, wenn Valve das Ganze doch unter freie Lizenzen gestellt hat.

Und es ist ja auch nicht so, dass Valve das rückwirkend zurückziehen kann: Die Lizenzrechte an dem einmal veröffentlichten Code bleiben für diese Versionen bestehen. Das ist kein Goodwill-Versprechen, sondern Vertragsrecht. Nicht mal Valve kann das im Nachhinein einkassieren.

Und genau das ist der Punkt: Es geht nicht darum, ob ich eine Firma sympathisch finde, ob mich der 30%-Cut stört oder wie ich ihr Verhalten politisch bewerte. Es geht darum, was Lizenzen de facto zusichern. Lizenzen sind nicht personenabhängig, sondern rechtlich bindende Konstrukte. Sie gelten unabhängig davon, ob eine Führungsperson geht, ein Unternehmen verkauft wird oder sich die Eigentümerstruktur ändert – die Lizenz überlebt auch, wenn Gabe auf seiner Yacht in Neuseeland untergehen würde und die Erben das private Unternehmen Valve veräussern.

Darum finde ich hier deine Argumentation gegen Proton, gerade mit der Sorge um eine mögliche Abhängigkeit davon, insgesamt schon etwas inkonsistent.

Mein Denken ist da eher praktisch-autonomistisch: Freiheit ist das, was ich tatsächlich tun kann – nicht das, was mir nur auf dem Papier zugestanden wird. GPL interessiert mich nicht, weil mir ein Anwalt oder Gericht das bestätigt, sondern weil der Code de facto frei verfügbar ist und unter einer nicht rücknehmbaren Lizenz steht. Das ist für mich der Unterschied zwischen formaler Rechtssicherheit und struktureller Freiheit.

ARGH! 🏴‍☠️
 
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Darum finde ich hier deine Argumentation gegen Proton, gerade mit der Sorge um eine mögliche Abhängigkeit davon, insgesamt schon etwas inkonsistent.
Ist sie auch. Es ist ja schließlich nur ein Gefühl meinerseits. Ich sage ja niemandem er soll ebenso denken, oder lege irgendwas aus als "so und nicht anders ist es".

Letztlich werden wir es in ein paar Jahren sehen. Ich freu mich ja, wenn ich mich irre.
Nur, Steam hat quasi schon den gesamten möglichen Windows-Gaming-Markt. Die Unterstützung für Linux bringt also keine neuen Kunden und wenn doch, dann nicht in dem Umfang wie sie aktuell investieren. Sie müssen aber irgendwo eine Finanzquelle darin sehen und das könnte ihr OS sein. Nur wie verdient man mit einem freien OS Geld? Genauso wie MS, durch Datenerfassung.
 
Nur wie verdient man mit einem freien OS Geld? Genauso wie MS, durch Datenerfassung.
Dann forked jemand das OS und schmeißt alles was Daten sammelt raus. Ist OpenSource nicht toll?

Steam verdient mit jedem einzelnen verkauften Spiel Geld. Der einzige Sinn von SteamOS ist Kundenbindung, gerade in Verbindung mit dem Steam Deck und der Steam Machine.

Steam mehr zu misstrauen als Microsoft ist schon sehr ulkig :ugly:

Edit: Zu mal sich Steam in den letzten Jahren sehr Consumer Freundlich gezeigt hat. Dinge wie die unkomplizierte Rückgabe von digital gekauften Spielen kam z.B. bei Steam zu erst.
 
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Der Bahn, der Lufthansa und VW hat man auch mal blind vertraut und fand es ulkig sie zu hinterfragen. Nun schau dich um.
 
Es ist ja schließlich nur ein Gefühl meinerseits.
Nur, Steam hat quasi schon den gesamten möglichen Windows-Gaming-Markt. Die Unterstützung für Linux bringt also keine neuen Kunden und wenn doch, dann nicht in dem Umfang wie sie aktuell investieren. Sie müssen aber irgendwo eine Finanzquelle darin sehen und das könnte ihr OS sein. Nur wie verdient man mit einem freien OS Geld? Genauso wie MS, durch Datenerfassung.
Ein Gefühl meinerseits ist, dass wir das alles schon durchhaben: Valve war, bis sie Proton so vorangebracht haben, davon abhängig, dass Windows eine spieletaugliche Plattform und so offen bleibt, dass Valve darauf handeln kann. Dass Microsoft irgendwelchen Unfug treibt, war das größte Risiko für Valve. Und ein Steam Deck wäre in der Form mit Windows auch schlicht nicht möglich gewesen.
Der Bahn, der Lufthansa und VW hat man auch mal blind vertraut und fand es ulkig sie zu hinterfragen. Nun schau dich um.
Bei mir ist da noch sehr viel Luft zwischen "mehr vertrauen als Microsoft" und "blind vertrauen".
 
Wie bereits von anderen geschrieben, du kannst mit MangoHUD auch den FPS begrenzen, falls das Spiel selbst nicht so eine Funktion anbietet. In der MangoHUD cfg-Datei zB so:

fps_limit=0,60,90,120

Damit kannst du zwischen kein Limit, 60 Fps, 90 Fps und 120 Fps umschalten.


Da musst du aufpassen MANGOHUD=1 und mangohud (Groß/Kleinschreibung beachten) sind verschiedene Sachen! MANGOHUD=1 ist die Umgebungsvariable zum aktivieren von MangoHUD, nur mangohud ist der Kommandozeilen-Befehl um MangoHUD zu starten. Also zwei verschiedene Sachen um das gleiche zu erreichen, MangoHUD anzuzeigen. Aber ein mangohud=1 funktioniert nicht, da es diesen Befehl nicht gibt.
Bei mir blieb dieser Artikel und Dein Beitrag hängen. Ich habe Mangohud mit dem Befehl "mangohud %command%" (ohne Anführungszeichen) in Steam aktivieren können. Genauere Einstellungen (Layout und FPS-Limit) nahm ich in Goverlay und in den config Dateien custom.cfg und MangoHud.conf vor, je nach Wunsch, wie angezeigt werden soll.. Cool ist auch, dass mensch die Anzeige im Spiel ein und ausschalten kann (>rechte Großschreibtaste + F12). Die Begrenzung der FPS kann je nach Spiel, Ansprüchen und GPU-Power eine sehr coole Sache sein. Hinweis für Mitlesende: Umschalten kann mensch anhand Drücken von linker Großschreibtaste + F1. Danke Dir nochmal für den Hinweis!!
 
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