Mal so ne Frage: Was zeichnet für dich denn ein "Rennrad" aus?
- schmale Reifen: Kannst du überall aufziehen
- Dropbar: Willst du nicht.
- kurzer Rahmen, langer Vorbau: wurde schon erwähnt und ist imho im Straßenverkehr, wo man nicht plötzlich aus dem Windschatten des Vordermannes zacken will, kein Vorteil
- geringes Gewicht: Wird heute überalle angestrebt. Und bei 2-3 kg Gewicht für einen sehr soliden "MTB"-Stahlrahmen und 1-2 kg für non-Carbon Leichtbauten muss ich ganz ehrlich sagen:

Die 10-15 kg, die das Rad am Ende wiegt, hängen eh an den Anbauteilen (und sind, wenn man das Gewicht inkl. Fahrer bedenkt, immer noch etwas, was imho erst bei der Jagd nach Bestzeiten wirklich wichtig wird - oder beim die-Treppe-rauftragen)
- sehr lange Übersetzungen: zugegeben, wenn dir die 48:11 des (aktuellen) x6 nicht reichen, wirds eng. Da frag ich mich aber ehrlich gesagt auch, was du für Waden hast? Ich persönlich trete ja schon eher langsam, aber mit der Übersetzung habe ich selbst in 26" bei 35 km/h noch keine Probleme mit der Trittfrequenz (eher mit der Kraft

) bekommen.
Mir persönlich wären auf meinen ausgiebigen Fahrrad-Läden-Touren Anfang des Jahres jedenfalls keine noch rennigeren Räder aufgefallen, die nicht gleich als waschechte Cyclo-Crosser oder Straßenrenner mit entsprechendem Lenker und Vorbaugeometrie daher kommen. Ich persönlich würde für das, was mit echten Rennrädern noch rauszuholen ist (nämlich wenig. Kleiner als 11er Ritzel gibts afaik nirgends und serienmäßig wirst du maximal 4-5 Zähne am Kranz dazu bekommen), jedenfalls kein neues Rad kaufen. Der Hauptunterschied gegenüber einem City Crosser wie deinem ist dann nur noch die Körperhaltung, also der Lenker, und damit einhergehend die Abstimmung von Vorbau und Rahmenlänge.