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Warum ist eigentlich Cannondale der bislang einzige Hersteller (so weit ich weiß), der die Gabel "minimalisiert" hat, in Form der Lefty? Das sollte aus Gewichtsgründen wohl nahe liegen?

Mein Dad hat eine, das Ding fährt sich 1A, keine Instabilität bemerkt, bis jetzt.
 
Warum ist eigentlich Cannondale der bislang einzige Hersteller (so weit ich weiß), der die Gabel "minimalisiert" hat, in Form der Lefty? Das sollte aus Gewichtsgründen wohl nahe liegen?

Mein Dad hat eine, das Ding fährt sich 1A, keine Instabilität bemerkt, bis jetzt.

Naja, es ist halt schwieriger. Die unsymmetrische Bauweise bringt viele Probleme mit sich:
dadurch dass sie sozusagen schräg belastet wird, muss sie noch stabiler sein und die Leichtgängigkeit ist schwieriger, außerdem musst du das einseitige Gewicht ausgleichen, und die Ästhetik ist auch etwas fragwürdig.

Wird außerdem bestimmt recht teuer in der Herstellung sein.

Und du brauchst spezielle Achsen, das machts auch nicht einfacher.

Außerdem hast du nur noch eine Rohrseite, kannst also nur ein Dämpfungselement verbauen. In den großen Gabeln werden ja häufig zwei verschiedene Systeme verbaut, um sie möglichst effektiv zu kombinieren. (zB eine Seite Luft, eine Ölbad)
 
Der größte Vorteil ist wohl die massive Steifigkeit im Vergleich zur normalen Gabel. Es gleiten nur an einer Stelle (im Steuerrohr) zwei Teile ineinander. Die verwindungssteifigkeit ist vergleichbar mit Starrgabeln.
Nachteil: für den Leihen unhaltbar. Spezialwerkzeug und Nadellager. Und das ganze hat dann seinen Preis...

Hier noch mal mehr zu den Vorteilen:
r2-bike » Blog Archive » Die etwas andere Federgabel – Cannondale Lefty

Gibts da auch Haltbarkeitsaussagen? Von der Performance her habe ich auch ein paar positive Aussagen zu Suntours an Rädern ab 700 € gefunden. Aber das war die Qualität am ersten Tag, nicht nach ein paar Jahren im Einsatz. Und statt eine gute Gabel für 300-400 € nachzukaufen, steckt man vielleicht lieber gleich 200-300 € mehr ins Rad.
Dazu kann ich dir leider nichts sagen, allerdings lohnt es sich bei solch einer Gabel die Buchsen mal zu tauschen. wenn man das selbst macht, kostet es auch nicht viel. bei einer XC lohnt der Arbeitsaufwand nicht mal.
 
Der größte Vorteil ist wohl die massive Steifigkeit im Vergleich zur normalen Gabel. Es gleiten nur an einer Stelle (im Steuerrohr) zwei Teile ineinander. Die verwindungssteifigkeit ist vergleichbar mit Starrgabeln.
Nachteil: für den Leihen unhaltbar. Spezialwerkzeug und Nadellager. Und das ganze hat dann seinen Preis...

Also die Bauart ist prinzipiell weniger steif. Aus dem Grund muss man da Materialtechnisch noch einen drauf legen, was sie auch getan haben. Dadurch sind die jetzt ganz gut, aber technologisch eigentlich nicht besser.
 
Naja, es ist halt schwieriger. Die unsymmetrische Bauweise bringt viele Probleme mit sich:
dadurch dass sie sozusagen schräg belastet wird, muss sie noch stabiler sein und die Leichtgängigkeit ist schwieriger, außerdem musst du das einseitige Gewicht ausgleichen, und die Ästhetik ist auch etwas fragwürdig.

Wird außerdem bestimmt recht teuer in der Herstellung sein.

Und du brauchst spezielle Achsen, das machts auch nicht einfacher.

Nicht zu vergessen: Jede Brems/Beschleunigungs/Stoßbewegung am Vorderrad erzeugt auf einmal auch eine Roationskraft. Wo du bei einer normalen Gabel einfach zwei Rohre ineinandergleiten lässt und auch die Lager einfach rundgedreht ausgeführt sind, brauchst du mit einem Rohr auf einmal ein Profil, dass über die gesamte Rohrlänge präzise gefräst sein muss und sehr hohe Belastungen aushält. Vor allem auch sehr, sehr verschleißresistent ist. Sonst wackelt im Alter nicht nur die Achse vor und zurück, sondern das ganze Rad schwenkt bei jeder Unebenheit seitlich -> unfahrbar.

Das unter diesen ganzen Gesichtspunkten unterm Strich noch eine Gewichtsersparnis bei gleichem Gewicht rauskommt, wage ich zu bezweifeln.
 
Das unter diesen ganzen Gesichtspunkten unterm Strich noch eine Gewichtsersparnis bei gleichem Gewicht rauskommt, wage ich zu bezweifeln.
Mag sein. Weiß grade nicht, wie viel leichter oder schwerer sie im Vergleich zu ähnlichen Gabeln ist. Denke die meisten kaufen das Ding, um sich von der Masse abzuheben. Ne "halbe" Gabel fährt halt nicht jeder. Ist wohl so ähnlich wie die "fetten" Doppelbrückengabeln von Votec früher. Sie waren deutlich schwerer als die Konkurrenz aber dafür halt megasteif und sehr schluckfreudig.:devil:
 
Nicht zu vergessen: Jede Brems/Beschleunigungs/Stoßbewegung am Vorderrad erzeugt auf einmal auch eine Roationskraft. Wo du bei einer normalen Gabel einfach zwei Rohre ineinandergleiten lässt und auch die Lager einfach rundgedreht ausgeführt sind, brauchst du mit einem Rohr auf einmal ein Profil, dass über die gesamte Rohrlänge präzise gefräst sein muss und sehr hohe Belastungen aushält. Vor allem auch sehr, sehr verschleißresistent ist. Sonst wackelt im Alter nicht nur die Achse vor und zurück, sondern das ganze Rad schwenkt bei jeder Unebenheit seitlich -> unfahrbar.

Das unter diesen ganzen Gesichtspunkten unterm Strich noch eine Gewichtsersparnis bei gleichem Gewicht rauskommt, wage ich zu bezweifeln.

Stimmt, wobei du die deutlich höhere Verdrehsteifigkeit sowieso brauchst, wenn du mit nur einem Rohr lenken willst. Aber die zusätzliche Belastung beim Bremsen kommt auch noch dazu.


Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie so viel leichter sind ... das Material muss einfach viel enormere Kräfte aufnehmen.


Ich muss auch dazu sagen, dass ich irgendwie noch nie gesehen habe, dass die jemand in einem härteren Umfeld als nem Schotterweg verwendet.
 
Mein Dad hat das Carbon-Modell mit 110mm, glaub ich. Die ist, so weit ich weiß, leichter als meine "klassische" Cannondale (bzw Rock Shox) mit dem einen Federelement ehe sich die Holme trennen mit 60mm.
Und die ist schon ziemlich leicht.
 
Mal ne komplett andere Frage:
Weiß jemand, ob man 8er Kassetten, bei denen das kleinste Ritzeln und dessen Spacer einzeln und die Verrigelung noch mal einzeln ist auch als 7er Kassette ohne das Ritzel auf einer 7er Nabe fahren kann?

(ich bin mit meinem Umwerfer immer noch nicht weiter, aber wenn ich neu kaufen muss, dann gleich 10 fach, passend zur Kurbel. Dann hab ich hier ne nagelneue 7/8er Kette und 8er Kassette - und vielleicht jemanden, des 3*7 Antrieb mal ein paar neue Teile braucht)
 
Meines Wissens nach ist die Gesamtaufnahme an der Nabe immer gleich breit, und entsprechend variiert Breite und Abstand der Ritzel. Oder liege ich da falsch?
 
Bei 6 - 8-fach stimme ich zu. Ob´s bei 9 und 10-fach auch noch so ist, weiß ich jetzt nicht. Aus dem Bauch raus würde ich sagen ja, weil ja sonst die nutzbare Breite für die Speichen zu schmal wird (und die Laufräder instabil) - vielleicht gibt ja die eine oder andere Seite von Nabenherstellern was dazu her?
 
8/9/10 haben die gleichen Nabenbreite, 7er haben eine kleinere (6er weiß ich nicht genau). Dafür haben 7er und 8er nahezu den gleichen Ritzelabstand - deswegen habe ich ja für ein 7er Schaltwerk&Hebel eine 8er Kassette gekauft, passend zur 8-10er Nabe, auf die eine 7er Kassette nur mit Spacer passen würde.
Aber ich weiß halt nicht, ob es es neben dieser allgemeinen Positionierung der Ritzel, die passen sollte, auch noch irgendwelche Unterschiede beim Abschluss gibt. Da reicht ja eine 1 mm Kante, die fehlt oder zuviel ist, oder irgend ein spezielle Formgebung im letzten Ritzel, dass das das eigentlich vorletzte der 8er Nabe nicht hat, oder ... - und schon sitzt die Kasette nicht mehr Richtung, obwohl sie prinzipiell die richtige Größe hat.
 
zum Thema Lefty und Gewicht:


lefty '12 1249g
Cannondale Federgabel Lefty Speed Carbon XLR 100mm - Gewicht von Teilen auf der Waage - MTB-News.de
fatty '11 1269g
Cannondale Federgabel Fatty DLR OPI 26", 80mm, 1.5625" - Gewicht von Teilen auf der Waage - MTB-News.de
alte fatty '99 1515g
Cannondale Federgabel Headshok Fatty SL 26", 70mm, 1.5625" - Gewicht von Teilen auf der Waage - MTB-News.de
Maguta Durin '11 1390g
Magura Federgabel Durin SL100 26", 100mm, 1-1/8" - Gewicht von Teilen auf der Waage - MTB-News.de
RS SID '12 1478g
Rock Shox Federgabel SID RLT 26", 1-1/8 - Gewicht von Teilen auf der Waage - MTB-News.de
RS SID XX WC '12 1349g
Rock Shox Federgabel SID XX Worldcup 100mm - Gewicht von Teilen auf der Waage - MTB-News.de


Die Unterschiede von 100-200g sind in der Highend Klasse schon ein Wörtchen.

Was die Wartung an geht, so soll man bei jedem Hersteller rund alle 100 Arbeitsstunden die Gabel in den Service schicken...
Ob das Nötig ist, sei dahingestellt. Bei den Headshok-Gabel wird von 100h für eine Kontrolle und 200h für eine Wartung/Service gesprochen. Die Nagellager können halt mehr ab, sind aber auch ein Problem, da man sie ab und an (also im Service) "Reseten" muss.
Ansonsten gilt für lefty und fatty ein besseres Ansprechverhalten, kein Losbrechverhalten. Für die Lefty kommt hinzu dass sie, gegenüber der Fatty (die schon sehr steif ist), noch steifer ist.(HIER noch mal nach zulesen unter "Stetigkeit")
 
Ok, das Gewicht ist schon interessant, aber im Vergleich zur Volumenreduzierung ist es eigentlich sehr wenig. Man sieht halt, dass das eine Bein dafür extrem viel stabiler sein muss.

Dieses Headshock-System ist irgendwie garnichts für mich. Erstens kann ich mich damit aus ästhetischen Gründen nicht anfreunden, zweitens wird das Rad dadurch vorne deutlich höher, was nicht unbedingt ein Vorteil ist.


Zur Wartung:
Das wird so eine sehr vorsichtige Angabe sein. Wenn du damit wirklich nur durch den Bikepark knallst, sind 100h Arbeitszeit sehr viel Belastung und Verschleiß, da würde ich sie auch so oft pflegen. Wenn sie (wie die meisten dieser Dinger) nur Bordsteinkanten und Schotterwege sieht, muss man eher aufpassen, dass sie sich nicht irgendwann festsetzt :D


Übrigens, kein Losbrechmoment zu haben geht leider nicht :D Ich würde sogar mal sagen, dass die asymmetrische Bauweise, durch welche das Tauchrohr und das Standrohr sich ja immer ein wenig verkanten, prinzipiell sogar ein höheres Losbrechmoment haben müsste.
Der einzige Vorteil ist die geringere Reibung durch nur noch einen Dichtungssatz.
 
Warum sollte das Rad durch das Head Shock System höher werden?
Das, was du zwischen Gabelbrücke und Rahmen an Höhe gewinnst, sparst du zwischen Gabelbrücke und Reifen wieder ein...
 
So peinlich ist der gar nicht. Soweit ich mich an diese Zentralfederungen erinnern kann, haben die nämlich einen vergleichsweise kleinen Federweg. Schließlich befinden sich Teile der Federung und eine traditionelle Gabel zwischen Reifen und Steuerrohr - die maximale Einfederung = Annäherung des Reifens ans Steurrohr fällt geringer aus, als bei einer herkömmlichen Federgabel mit Brücken, die vielleicht 1-2 cm Platz brauchen.
 
Stimmt, meine Fatty hat 60mm, glaub ich. Oder 70. Wobei die mir bislang echt ausreichten, das Teil dämpft herrlich, und ich fahr eher gemütliches Gelände.

Mal ne andere Frage, wie stellt man den Rebound am Besten ein? Je nach Einstellung wird mir das Rad bei schnellen Schlägen zu holprig, oder generell die Gabel zu langsam, muss man sich da einfach auf den Besten Punkt tasten, oder gibts Tipps, wie man den am Besten einstellt?
 
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