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Frage zum Beruf des Fachinformatikers

TheCGamer

PC-Selbstbauer(in)
Hi Community,
Ich weiß ez nicht ob des hier es richtige Unterforum für sowas ist aber egal.

Ich muss für die Schule ein Referat machen, in dem ich den Beruf des Fachinformatikers im Bereich Anwendungsentwicklung vorstellen muss. Ein Punkt den ich dabei ansprechen möchte ist die aktuelle Arbeitsmarktsituation und die Chancen als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung einen Job/ eine Ausbildung zu bekommen...
Ich hab auch schon fleißig gegoogelt aber leider nicht wirklich etwas gefunden aus dem ich auch schlau werde.

Nun hab ich mir gedacht dass es hier im Forum vllt. ein paar zukünftige Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung gibt, die gerade eine Ausbildung machen/gemacht haben oder erst machen werden.
Könntet ihr mir evtl ein paar Einschätzungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der Jobsuche/Suche nach einem Ausbildungsplatz mitteilen? Gerne auch andere Erfahrungen die ihr schon in dem Beruf gesammelt habt;)

Vielen Dank schonmal
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Geht es dir ausschließlich um Bezug auf die Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung?
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Kann ich dir leider nicht beantworten, da ich nie eine Ausbildung gemacht habe.
Ich bin in der schönen Position in der die Unternehmen sich an mich wenden und versuchen mit Abzuwerben. Ich muss mich nicht irgendwo Bewerben oder gar Studieren bzw eine Ausbildung machen.
Ich könnte dir also nur Informationen dazu geben, wie die Situation als Software Developer ist.
 

S754

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Also ich hab einen Kollegen in München, der Fachinformatiker für Systemintegration ist. Er sagt, dass er sehr gefragt ist und auch Anfragen von großen Firmen, wie z.B. Intel und dem Speicherhersteller Infineon, bekommen hat. Er ist quasi "externer" Intel-Mitarbeiter. Der Beruf ist auf jeden Fall sehr zukunftssicher und ich denke, dass die Chancen sehr gut stehen.
Ich selber mache eine Lehre als IT-Techniker und es war sehr schwer die Stelle zu bekommen, da es extrem viele andere Interessenten gibt.

Hoffe, dir hat das weiter geholfen!
 
TE
TheCGamer

TheCGamer

PC-Selbstbauer(in)
OK Danke schon mal!
Habt ihr auch Erfahrungen zur allgemeinen Arbeitsmarktsituation? Also ob es grade viele Ausbildungsplätze und/ oder feste Jobs gibt(also viele Stellenangebote oder nicht).
Ist der Beruf an sich gerade gefragt?

Edit: Leandros du kannst mir gern ein paar Sachen und Erfahrungen schreiben! Software-Developement und Anwendungsentwicklung sollte ja Quasi das selbe sein;)
 

fear.de

Freizeitschrauber(in)
Kann ich dir leider nicht beantworten, da ich nie eine Ausbildung gemacht habe. Ich bin in der schönen Position in der die Unternehmen sich an mich wenden und versuchen mit Abzuwerben. Ich muss mich nicht irgendwo Bewerben oder gar Studieren bzw eine Ausbildung machen. Ich könnte dir also nur Informationen dazu geben, wie die Situation als Software Developer ist.

Und geht's dir jetzt besser oder willste dein Kontostand noch posten?

Ich hab von 2010-2013 eine Ausbildung als Fachinformatiker - Systemintegration absolviert und arbeite seitdem in der Schweiz, wenn du Fragen hast kannst du mir gerne eine PN zu kommen lassen :)
 

Research

Lötkolbengott/-göttin
Hmm, der Markt ist nicht unterbesetzt, nur suchen die Unternehmen billigste Arbeitskräfte.

Mal Heise aufsuchen und lesen.

(PS: Wenn man viele brauchen würde, wären die Löhne am Steigen.)
 

XPrototypeX

PC-Selbstbauer(in)
Ich bin momentan in der Ausbildung zum FI AE. Ich hab mit einem guten Realschulabschluss (1,8) mich auf ca. 12-15 Stellen von großen Unternehmen in Hessen beworben. Am Ende hatte ich 3 Stellen Angebote. Die Übernahme chancen meiner Klassenkameraden und mit selbst sind hoch (ca. 80%) wobei die meisten in großen Unternehmen arbeiten. Dort ist die Chance wahrscheinlich höher da diese ausschließlich für sich ausbilden.
 

aloha84

Volt-Modder(in)
@TE
Als AE ist man erstmal bei vielen Firmen "gefragt".
Allerdings ist das regional seehhr unterschiedlich --> Frankfurt, Berlin, München :daumen: / Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt, Brandenburg etc):daumen2:
In Sachsen (Leipzig, Dresden) wird es langsam wieder besser.:daumen:
 
TE
TheCGamer

TheCGamer

PC-Selbstbauer(in)
Danke das hat mir schon geholfen.
Hat sonst jemand evtl Erfahrungen speziell in Bayern?(Region Nürnberg/Ingolstadt)

Könnte man die Gesamtsituation also als Regionsabhängig aber eher stabil bezeichnen?

Gruß
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
"stabil" kannst du in der IT Branche keine Situation bezeichnen, dass kann sich innerhalb weniger Jahre komplett wandeln. Vor 10 Jahren wurden viele Position primär mit Quereinsteigern besetzt, für die man heute unter einer Reihe von Kandidaten den auswählt, der eine gute Ausbildung oder Studium und mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung hat.

(ggf. etwas, worauf du allgemein in dem Referat eingehen solltest - schließlich werden einige Mitschüler überlegen, diese Karriere anzustreben. Da muss man berücksichtigen, dass die Situation "jetzt" in einigen Jahren nach Schulabschluss&Ausbildung komplett anders aussehen kann)
 

Bärenmarke

Software-Overclocker(in)
Ich würde die Situation auch eher nicht als so rosig einschätzen, weil:

die Unternehmen immer mehr qualifizierte Arbeit in Low-Cost Countries auslagern. IT Arbeitsplätze sind hier oft sehr beliebt, einfach mal danach schauen, wie oft die IT outgesourced wird und in Ländern wie Indien usw. sitzt.

das Angebot recht hoch ist und sie sich daher oft die billigsten heraussuchen (oft auch aus dem europäischen Ausland).

Und es natürlich auch sehr regional abhängig ist, in Ballungsräumen hast du bestimmt bessere Chancen. :daumen:

Bin zwar nicht ganz in deiner Zielgruppe als Entwicklungsingenieur, aber da ich Wirtschaftsinformatik studiert habe, kann ich doch auch einwenig programmieren. :D

mfg

Bärenmarke
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Ja, Outsourcen ist oft ein Problem. Allerdings kannst du nur das wirklich Stumpfe Programmieren outsourcen, die Entwicklungsarbeit muss weiterhin hier erledigt werden.
 

Bärenmarke

Software-Overclocker(in)
Die kann man auch outsourcen... Kenn ich von meiner Branche alzu gut, dann machen deine Arbeit halt drei Chinesen, ob sies genauso gut hinbekommen ist eine andere Sache...
Aber es ist halt "günstiger"...:schief:
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Klar, outsourcen kannst du alles. Aber dann wird es nicht gut.
Musst doch nur mal auf StackOverflow schauen was da manchmal für Fragen von Indischen IT workern gestellt werden.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Und dass du es dort siehst, heist nichts anderes, als dass es eben doch gemacht wird.
Bei einem Fall in meiner Bekanntschaft wurde auch die gesamte Entwicklung nach Indien verlagert, nur noch die Abnahmetests erfolgen in Deutschland. (Was natürlich zu entsprechenden Qualitätsprobleme führt, weil man nicht nur deutlich mehr Fehler hat - sondern auch einen 2x12 Stunden statt 2x12 Minuten Feedback-Loop, wenn diese behoben werden sollen)
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Ja, ich habe ja auch nie behauptet das es nicht ausgelagert wird. Ich habe nur behauptet, und bin mir dieser auch ziemlich Sicher, das die Qualität unglaublich darunter leidet.
Schlechter Code == Schlechtes Produkt == Extrem eingeschränkte Maintainability.

Wenn du wirklich gut bist, kannst du dich als einfacher Entwickler immer noch extrem gut bezahlen lassen. Nur im Vergleich zu früher, musst du es eben draufhaben. Das kann dir kein Studium oder Ausbildung beibringen. Erfahrung ist alles.
Ich habe wie bereits erwähnt keines der gleichen, behaupte aber das ich in meinem Gebiet weitaus besser bin als jemand mit Lehre / Studium.


Edit: Das ist aber nicht nur in der IT so, kann man auch auf andere Bereiche übertragen.
 

DaBlackSheep

Software-Overclocker(in)
Hier möchte ich mich auch mal einklinken, da mir das Thema sehr interessant ist.

Der eigentliche Grund ist der, dass ich zwar eine Ausbildung habe, aber der Beruf so gut wie ausgestorben ist.
Ich bin gelernter Buchbinder, und eigentlich hatte ich vor, in diesem Jahr eine Umschulung bein TÜV zu machen.
Der Beruf nennt sich dann Fachinformatiker Systemintegration.

Aber bei dem was ich hier so lese frage ich mich, ob ich die Umschulung tatsächlich machen sollte.
Ich habe halt echt Angst, nach zwei Jahren Umschulung wieder beim Amt anzustehen.
Sieht es in der IT Branche bezüglich dieses Jobs so schlecht aus? (Ich komme aus NRW)

Sorry das dies jetzt etwas OT geraten ist.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Edit: Das ist aber nicht nur in der IT so, kann man auch auf andere Bereiche übertragen.

Ist fast überall so. Aus Sicht eines Schüler(referat)s muss aber leider sagen:
Da Wissen nützt niemandem etwas. So können Leute, die eingestiegen sind, als sich ein Berufsbild neu herausgebildet hat oder als sehr großer Mangel herrschte, weiter im Geschäft bleiben. Aber in mangelfreien Branchen erhält man gar keine Chance, seine Fähigkeiten beruflich zu beweisen, so lange man nicht entweder eine überragende Ausbildung hat oder vorrangehende Arbeitgeber die Fähigkeiten ausführlich bestätigen. Als Anfänger, ohne vorrangehende Arbeitgeber, bleibt so nur die Ausbildung - was man sich privat angeeignet hat, kann man nicht einbringen. Die Personaler erhalten 100te Bewerbungen und JEDER behauptet, dass er privat superdupertoll ist. Überprüfen kann man das bei so vielen Bewerbern nicht - also wird nach dokumentierten Leistungen vorsortiert.

(Gibt genug Bereiche, in denen man nicht einmal mit einer guten Ausbildung eine reelle Chance hat, wenn diese nicht zufällig 1:1 das spätere Betätigungsfeld als praktisches Beispiel trainiert hat. Es lebe die Generation Praktikum)


Hier möchte ich mich auch mal einklinken, da mir das Thema sehr interessant ist.

Der eigentliche Grund ist der, dass ich zwar eine Ausbildung habe, aber der Beruf so gut wie ausgestorben ist.
Ich bin gelernter Buchbinder, und eigentlich hatte ich vor, in diesem Jahr eine Umschulung bein TÜV zu machen.
Der Beruf nennt sich dann Fachinformatiker Systemintegration.

Aber bei dem was ich hier so lese frage ich mich, ob ich die Umschulung tatsächlich machen sollte.
Ich habe halt echt Angst, nach zwei Jahren Umschulung wieder beim Amt anzustehen.
Sieht es in der IT Branche bezüglich dieses Jobs so schlecht aus? (Ich komme aus NRW)

Sorry das dies jetzt etwas OT geraten ist.

Also zur Überschrift passt es noch ;)
Wurde dir die Umschulung vom Amt angeboten? In dem Fall dürfte sie wenig wert sein. Die Fortbildungen der Jobcenter sind leider selten bis nie an der Qualifikation der Teilnehmer orientiert, sondern werden nach dem Gießkannenprinzip verteilt, wenn irgend ein Beamter die Idee hatte, der Markt bräuchte mehr Fachkräfte XY und das Geld reicht für Schulungen.
Ergebnis: Die Schulungen werden echt-bürokratisch erst fertig, wenn die Marktsituation schon lange nicht mehr so günstig ist, sie laufen viel zu lange und schaffen ein echtes Überangebot und vor allem: Sie bringen jede Menge Kandidaten hervor, die weder Interesse noch Hintergrundwissen in dem Feld haben, oft nicht einmal Motivation. Da TÜV, Dekra & Co sich vor allem eine goldene Nase verdienen wollen und die Arge die Qualität von Maßnahmen unzureichend prüft, kompensiert die Ausbildungsqualität diese Mängel auch nicht. Der Eindruck, den der Großteil der Abgänger dann später hinterlässt, ist entsprechend schlecht und viele Arbeitnehmer werden so weitergebildete nur unwesentlich höher einstufen, als junge, ungelernte - aber motivierte Bewerber.
 

Bärenmarke

Software-Overclocker(in)
Klar, outsourcen kannst du alles. Aber dann wird es nicht gut.

Das spielt keine Rolle, es ist billig...

Ja, ich habe ja auch nie behauptet das es nicht ausgelagert wird. Ich habe nur behauptet, und bin mir dieser auch ziemlich Sicher, das die Qualität unglaublich darunter leidet.
Schlechter Code == Schlechtes Produkt == Extrem eingeschränkte Maintainability.

Klar leidet die Qualität, aber das ist den Leuten egal, vor allem, wenn du in einem Marktsegment mit Dumpingchinesen bist. ;)

Wenn du wirklich gut bist, kannst du dich als einfacher Entwickler immer noch extrem gut bezahlen lassen. Nur im Vergleich zu früher, musst du es eben draufhaben. Das kann dir kein Studium oder Ausbildung beibringen. Erfahrung ist alles.
Ich habe wie bereits erwähnt keines der gleichen, behaupte aber das ich in meinem Gebiet weitaus besser bin als jemand mit Lehre / Studium.

Die Ansicht teile ich nicht, da die Leute einfach nur noch billige Arbeitskräfte wollen und nicht bereit sind für Qualität zu bezahlen. (Klar es gibt auch Ausnahmen, aber die Regel geht leider in die andere Richtung...)

Bestes Beispiel ist das Einkaufverhalten im Supermarkt, da muss es auch immer billiger und nochmal billiger sein, den Leuten ist es scheißegal was für minderwertigen Dreck sie teilweise kaufen.... Hauptsache es ist billig.
Und so ist es mit der Arbeitskraft doch aktuell auch, sie liefert zwar nicht ganz das gewünschte Ergebnis, aber hey es war billig und irgendjemand wird es schon kaufen.:(
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Das spielt keine Rolle, es ist billig...

Oh doch, das tut es. Wenn dir die Nutzer die Tür einrennen, weil es ******** ist, machst du dir Gedanken über besseres QM oder ob outsourcen so eine tolle Idee war. Beispiel der Spiele Industrie? Gerne. Battlefield 4. Immer noch verbuggt, z.B in hinsichtlich der Netzwerk Schnittstelle.


Die Ansicht teile ich nicht, da die Leute einfach nur noch billige Arbeitskräfte wollen und nicht bereit sind für Qualität zu bezahlen. (Klar es gibt auch Ausnahmen, aber die Regel geht leider in die andere Richtung...)

Bestes Beispiel ist das Einkaufverhalten im Supermarkt, da muss es auch immer billiger und nochmal billiger sein, den Leuten ist es scheißegal was für minderwertigen Dreck sie teilweise kaufen.... Hauptsache es ist billig.
Und so ist es mit der Arbeitskraft doch aktuell auch, sie liefert zwar nicht ganz das gewünschte Ergebnis, aber hey es war billig und irgendjemand wird es schon kaufen.:(
Es gibt die einen, und es gibt die anderen. Ich kaufe nichts weil es billig ist, ich kaufe es eher, weil es Teuer ist (Ist genau so schmarn wie die andere Richtung :fresse:).

Ich nehme mich mal als Beispiel, ich Arbeite nicht unter einer bestimmten Rate, wenn es eben einer billig und schnell haben will soll er wo anders her, ich Arbeite so zu sagen im "Premium Segment". Um das Supermarkt Beispiel aufzugreifen, dort existiert auch ein Premium Segment. Es ist kleiner, keine Frage, die Nachfrage auch, aber die Qualität die erwartet wird, kann nur ein kleiner Prozentsatz der Anwerter erreichen.

Ich hoffe du verstehst was ich meine. :D


@Ruyven: Interessante Ansicht, so habe ich das noch nicht betrachtet. Du hast natürlich Recht, allerdings ist es in der IT immer noch möglich sich zu profilieren und unter anderen Bewerbern herauszustechen. Beispiel: Grafikdesigner. Erstell dir ein eigenes Portfolio, Designe was das Zeug hält. Entwirf geilen scheiss, pack es auf Dribbble, Behance, etc. Mach bei Wettbewerben mit, betreibe SEO, etc.
Google mal meinen Real Namen, dann weisst du was ich meine. ;) (Gut, beim Namen muss man Glück haben, meiner ist relativ selten, wenn du einen allerwelts Namen hast, ist es kompliziert).
 

DaBlackSheep

Software-Overclocker(in)
Also zur Überschrift passt es noch ;)
Wurde dir die Umschulung vom Amt angeboten? In dem Fall dürfte sie wenig wert sein. Die Fortbildungen der Jobcenter sind leider selten bis nie an der Qualifikation der Teilnehmer orientiert, sondern werden nach dem Gießkannenprinzip verteilt, wenn irgend ein Beamter die Idee hatte, der Markt bräuchte mehr Fachkräfte XY und das Geld reicht für Schulungen.
Ergebnis: Die Schulungen werden echt-bürokratisch erst fertig, wenn die Marktsituation schon lange nicht mehr so günstig ist, sie laufen viel zu lange und schaffen ein echtes Überangebot und vor allem: Sie bringen jede Menge Kandidaten hervor, die weder Interesse noch Hintergrundwissen in dem Feld haben, oft nicht einmal Motivation. Da TÜV, Dekra & Co sich vor allem eine goldene Nase verdienen wollen und die Arge die Qualität von Maßnahmen unzureichend prüft, kompensiert die Ausbildungsqualität diese Mängel auch nicht. Der Eindruck, den der Großteil der Abgänger dann später hinterlässt, ist entsprechend schlecht und viele Arbeitnehmer werden so weitergebildete nur unwesentlich höher einstufen, als junge, ungelernte - aber motivierte Bewerber.

Eigentlich habe ich das von mir aus angestoßen, weil ich mich sehr dafür interessiere.
Die Umschulung beim TÜV Nord dauert zwei Jahre inkl. Qualifizierung für Linux und Windows (Server).
Wie gesagt, ich habe echt nur Angst, dass ich nach den 2 Jahren immer noch nicht weiter komme.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
@Ruyven: Interessante Ansicht, so habe ich das noch nicht betrachtet. Du hast natürlich Recht, allerdings ist es in der IT immer noch möglich sich zu profilieren und unter anderen Bewerbern herauszustechen. Beispiel: Grafikdesigner. Erstell dir ein eigenes Portfolio, Designe was das Zeug hält. Entwirf geilen scheiss, pack es auf Dribbble, Behance, etc. Mach bei Wettbewerben mit, betreibe SEO, etc.

In künstlerischen/kreativen Bereichen (und Grafikdesign ist primär Kunst, nicht IT) klappt so etwas, dass stimmt (gilt auch für Autoren, Redakteure und Journalisten haben im Blog-Zeitalter auch die Chance, eigenständig aktiv zu werden, bewegte Medien sowieso). Dafür hat man da halt allgemein eine 1:10000 Chance weil die Konkurrenz richtig zahlreich und der Bedarf richtig niedrig ist :ugly:


Eigentlich habe ich das von mir aus angestoßen, weil ich mich sehr dafür interessiere.
Die Umschulung beim TÜV Nord dauert zwei Jahre inkl. Qualifizierung für Linux und Windows (Server).
Wie gesagt, ich habe echt nur Angst, dass ich nach den 2 Jahren immer noch nicht weiter komme.

In dem Fall müsste das jemand beantworten, der den spezifischen Kurs kennt. Da gibt es sicherlich angesehene, aber ich kenne Angebot und Anforderungen nicht genau genug, um das einzuschätzen. Erst recht nicht 2 Jahre in die Zukunft.
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich denke allgemein in Bereichen, in denen man ein Produkt hat, welches man irgendwie in einem Portfolio zur Schau stellen kann, funktioniert diese Version des selbst Marketings.
Als z.B Arzt wird es dann natürlich Schwierig. :fresse:
 

turbosnake

Kokü-Junkie (m/w)
Das hier ist auch eine Geschichte wie es laufen kann Ein Mellauer designt am Vettel-Auto - Vorarlberger Nachrichten.

Ich denke allgemein in Bereichen, in denen man ein Produkt hat, welches man irgendwie in einem Portfolio zur Schau stellen kann, funktioniert diese Version des selbst Marketings.
Als z.B Arzt wird es dann natürlich Schwierig. :fresse:

Matthias Rath.;)
Geht also auch irgendwie, aber sicher nichts für alle und auch nicht wirklich auf Studien basiert.

In welchen Bereich fällt eigentlich das gestalten einer UI? Passt nicht sofort eindeutig in eine Kategorie.
 

Bärenmarke

Software-Overclocker(in)
Oh doch, das tut es. Wenn dir die Nutzer die Tür einrennen, weil es ******** ist, machst du dir Gedanken über besseres QM oder ob outsourcen so eine tolle Idee war. Beispiel der Spiele Industrie? Gerne. Battlefield 4. Immer noch verbuggt, z.B in hinsichtlich der Netzwerk Schnittstelle.

Das ist wirklich nebensächlich... Ich arbeite in der Telekommunikationsbranche und da ist es den meisten Providern egal, ob die Qualität vielleicht nicht ganz so toll ist, solange man es schön billig bekommt...
Du kannst auch in die Automobilbranche gehn, die feilschen auch um jeden cent beim Einkauf (und manchmal gibts die Retourkutsche für schlechte Qualität).
Und die allgemeine Haltung zum Thema outsourcing ist leider --> Billig --> kann ich was sparn --> machen wir und an die Qualität denkt erstmal niemand. Ist auch relativ selten, dass die Unternehmen dann zurückrudern.


Es gibt die einen, und es gibt die anderen. Ich kaufe nichts weil es billig ist, ich kaufe es eher, weil es Teuer ist (Ist genau so schmarn wie die andere Richtung :fresse:).

Dann hast du aber mein Beispiel aber auch absolut nicht verstanden. Wenn jemand mehr Geld für Essen usw. ausgibt dann in der Regel, weil er Wert auf Qualität legt und nicht weil es teuer ist (die paar Spinner und Prolls mal außen vor). Anderst ist es eher der Effekt, dass es gekauft wird, weil es billig wird und dadurch ja suggeriert wird "Klasse, ich hab etwas gespart". Auch wenn man qualitativ den letzten Müll gekauft hat. Und dieses Beispiel kannst du auch auf viele Bereiche umwelzen und wirst zu dem gleichen Ergebnis kommen. Wenn eine Firma 25% Kosten sparen kann und dadurch 10% Qualität verliert machen sie es, weil man hat ja gespart. Und wie man an den PC Spielen sieht, gibt es ja auch genug Leute die verbuggten Schrott kaufen. :D

Ich nehme mich mal als Beispiel, ich Arbeite nicht unter einer bestimmten Rate, wenn es eben einer billig und schnell haben will soll er wo anders her, ich Arbeite so zu sagen im "Premium Segment".

Was arbeitest du genau, wenn man fragen darf? Ich verstehe schon, was du ausdrücken willst, nur ist das halt einfach nicht normal in der Industrie und suggeriert einen leicht verfälschten Eindruck. ;)

mfg

Bärenmarke
 
TE
TheCGamer

TheCGamer

PC-Selbstbauer(in)
Schöne Diskussion hier:)

Nochmal zurück ganz zum Anfang: Das Referat hab ich mittlerweile schon gehalten. Die verschiedenen Meinungen von euch haben mir geholfen und vor allem Mal einen richtigen Eindruck von der Situation gebracht.

Danke (Ihr könnt gern noch weiter diskutiern. Is echt interessant;))
 

Leandros

PCGH-Community-Veteran(in)
@Bärenmarke:

Ja, ergibt Sinn. Ist schon klar, die meisten sourcen eben viel aus, auch wenn Qualität verloren geht. Aber wie ich schon sagte, gibt es immer noch Unternehmen, die Wert auf Qualität legen, und doch noch relativ viel inhouse machen. Ist halt von Unternehmen / Branche etc abhängig.

Hmm. Der Unterschied war mir in dem Moment irgendwie nicht klar, aber ist natürlich Richtig, man kaufte teurer Artikel weil es Qualität suggeriert, und nicht des Preises wegen.

Ich bin Entwickler, mit Fokus auf Mobile Apps.
 

Bärenmarke

Software-Overclocker(in)
Ja da hast du schon recht, nur im allgemeinen erkennt man schon stark eine Tendenz in die andere Richtung. :(
Wobei man dann auch wieder andere Jobs hat, welche für die Tätigkeit maßlos überbezahlt sind. Wieso muss ein Facharbeiter beim Daimer am Band z.B. bis zu teilweise 60k im Jahr verdienen nur weil er schichtet und eine relativ stumpfsinnige Arbeit verrichtet?
Steht für mich eig. in keinem Verhältnis.

Zu dem Thema Qualität und teure Artikel wollte ich noch anmerken bzw. fragen, ob du dich anfägnlich eher auf die schwarzen Schafe bezogen hast? Gibt ja auch etliche Produkte die das ausnützen um einfach höhere Margen zu erzielen und nicht wirklich eine gute Qualität zum teuren Preis abliefern.
Ich nehm da auch mal ganz frech die Automobilbranche bzw. vw als Beispiel. Da werden in einem Audi (der optisch vielleicht hübscher aussehen mag), relativ billige Produkte aus dem Massenmarkt verbaut bzw. aus ihren günstigeren Marken und das dann dem Kunden als Premiumprodukt verkauft. :daumen2:
Bzw. bei Porsche empfinde ich das noch als dreister/unverschämter, wenn man in einem Auto wie dem Cayenne irgendwelche VW oder Audi Motoren bekommt und dafür Unsummen an Geld hinblättern muss, damit die Mitarbeiter dann alle 8k € Gewinnbeteiligung bekommen und der Konzern sich dumm und dämlich verdient. :ugly:
Da merkt man eig. gut, dass der Konsument heutzutage ziemlich verarscht wird.

Als Mobile App Entwickler hast du es aber aktuell wirklich gut, in dem Bereich wird dir das Geld ja förmlich hinterhergeworfen. Wobei das teilweise auch skurill ist, die Leute sind bereit für Apps ordentlich was an Geld auszugeben und auf der anderen Seite sind sie nicht bereit für eine entsprechende Infrastruktur Geld zu bezahlen (4G), welche von der Komplexität doch nochmal etwas höher ist. :D
 
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