Frage zum Beruf des Fachinformatikers

TheCGamer

PC-Selbstbauer(in)
Hi Community,
Ich weiß ez nicht ob des hier es richtige Unterforum für sowas ist aber egal.

Ich muss für die Schule ein Referat machen, in dem ich den Beruf des Fachinformatikers im Bereich Anwendungsentwicklung vorstellen muss. Ein Punkt den ich dabei ansprechen möchte ist die aktuelle Arbeitsmarktsituation und die Chancen als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung einen Job/ eine Ausbildung zu bekommen...
Ich hab auch schon fleißig gegoogelt aber leider nicht wirklich etwas gefunden aus dem ich auch schlau werde.

Nun hab ich mir gedacht dass es hier im Forum vllt. ein paar zukünftige Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung gibt, die gerade eine Ausbildung machen/gemacht haben oder erst machen werden.
Könntet ihr mir evtl ein paar Einschätzungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der Jobsuche/Suche nach einem Ausbildungsplatz mitteilen? Gerne auch andere Erfahrungen die ihr schon in dem Beruf gesammelt habt;)

Vielen Dank schonmal
 
Geht es dir ausschließlich um Bezug auf die Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung?
 
Kann ich dir leider nicht beantworten, da ich nie eine Ausbildung gemacht habe.
Ich bin in der schönen Position in der die Unternehmen sich an mich wenden und versuchen mit Abzuwerben. Ich muss mich nicht irgendwo Bewerben oder gar Studieren bzw eine Ausbildung machen.
Ich könnte dir also nur Informationen dazu geben, wie die Situation als Software Developer ist.
 
Also ich hab einen Kollegen in München, der Fachinformatiker für Systemintegration ist. Er sagt, dass er sehr gefragt ist und auch Anfragen von großen Firmen, wie z.B. Intel und dem Speicherhersteller Infineon, bekommen hat. Er ist quasi "externer" Intel-Mitarbeiter. Der Beruf ist auf jeden Fall sehr zukunftssicher und ich denke, dass die Chancen sehr gut stehen.
Ich selber mache eine Lehre als IT-Techniker und es war sehr schwer die Stelle zu bekommen, da es extrem viele andere Interessenten gibt.

Hoffe, dir hat das weiter geholfen!
 
OK Danke schon mal!
Habt ihr auch Erfahrungen zur allgemeinen Arbeitsmarktsituation? Also ob es grade viele Ausbildungsplätze und/ oder feste Jobs gibt(also viele Stellenangebote oder nicht).
Ist der Beruf an sich gerade gefragt?

Edit: Leandros du kannst mir gern ein paar Sachen und Erfahrungen schreiben! Software-Developement und Anwendungsentwicklung sollte ja Quasi das selbe sein;)
 
Kann ich dir leider nicht beantworten, da ich nie eine Ausbildung gemacht habe. Ich bin in der schönen Position in der die Unternehmen sich an mich wenden und versuchen mit Abzuwerben. Ich muss mich nicht irgendwo Bewerben oder gar Studieren bzw eine Ausbildung machen. Ich könnte dir also nur Informationen dazu geben, wie die Situation als Software Developer ist.

Und geht's dir jetzt besser oder willste dein Kontostand noch posten?

Ich hab von 2010-2013 eine Ausbildung als Fachinformatiker - Systemintegration absolviert und arbeite seitdem in der Schweiz, wenn du Fragen hast kannst du mir gerne eine PN zu kommen lassen :)
 
Hmm, der Markt ist nicht unterbesetzt, nur suchen die Unternehmen billigste Arbeitskräfte.

Mal Heise aufsuchen und lesen.

(PS: Wenn man viele brauchen würde, wären die Löhne am Steigen.)
 
Ich bin momentan in der Ausbildung zum FI AE. Ich hab mit einem guten Realschulabschluss (1,8) mich auf ca. 12-15 Stellen von großen Unternehmen in Hessen beworben. Am Ende hatte ich 3 Stellen Angebote. Die Übernahme chancen meiner Klassenkameraden und mit selbst sind hoch (ca. 80%) wobei die meisten in großen Unternehmen arbeiten. Dort ist die Chance wahrscheinlich höher da diese ausschließlich für sich ausbilden.
 
@TE
Als AE ist man erstmal bei vielen Firmen "gefragt".
Allerdings ist das regional seehhr unterschiedlich --> Frankfurt, Berlin, München :daumen: / Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt, Brandenburg etc):daumen2:
In Sachsen (Leipzig, Dresden) wird es langsam wieder besser.:daumen:
 
Danke das hat mir schon geholfen.
Hat sonst jemand evtl Erfahrungen speziell in Bayern?(Region Nürnberg/Ingolstadt)

Könnte man die Gesamtsituation also als Regionsabhängig aber eher stabil bezeichnen?

Gruß
 
"stabil" kannst du in der IT Branche keine Situation bezeichnen, dass kann sich innerhalb weniger Jahre komplett wandeln. Vor 10 Jahren wurden viele Position primär mit Quereinsteigern besetzt, für die man heute unter einer Reihe von Kandidaten den auswählt, der eine gute Ausbildung oder Studium und mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung hat.

(ggf. etwas, worauf du allgemein in dem Referat eingehen solltest - schließlich werden einige Mitschüler überlegen, diese Karriere anzustreben. Da muss man berücksichtigen, dass die Situation "jetzt" in einigen Jahren nach Schulabschluss&Ausbildung komplett anders aussehen kann)
 
Ich würde die Situation auch eher nicht als so rosig einschätzen, weil:

die Unternehmen immer mehr qualifizierte Arbeit in Low-Cost Countries auslagern. IT Arbeitsplätze sind hier oft sehr beliebt, einfach mal danach schauen, wie oft die IT outgesourced wird und in Ländern wie Indien usw. sitzt.

das Angebot recht hoch ist und sie sich daher oft die billigsten heraussuchen (oft auch aus dem europäischen Ausland).

Und es natürlich auch sehr regional abhängig ist, in Ballungsräumen hast du bestimmt bessere Chancen. :daumen:

Bin zwar nicht ganz in deiner Zielgruppe als Entwicklungsingenieur, aber da ich Wirtschaftsinformatik studiert habe, kann ich doch auch einwenig programmieren. :D

mfg

Bärenmarke
 
Ja, Outsourcen ist oft ein Problem. Allerdings kannst du nur das wirklich Stumpfe Programmieren outsourcen, die Entwicklungsarbeit muss weiterhin hier erledigt werden.
 
Die kann man auch outsourcen... Kenn ich von meiner Branche alzu gut, dann machen deine Arbeit halt drei Chinesen, ob sies genauso gut hinbekommen ist eine andere Sache...
Aber es ist halt "günstiger"...:schief:
 
Klar, outsourcen kannst du alles. Aber dann wird es nicht gut.
Musst doch nur mal auf StackOverflow schauen was da manchmal für Fragen von Indischen IT workern gestellt werden.
 
Und dass du es dort siehst, heist nichts anderes, als dass es eben doch gemacht wird.
Bei einem Fall in meiner Bekanntschaft wurde auch die gesamte Entwicklung nach Indien verlagert, nur noch die Abnahmetests erfolgen in Deutschland. (Was natürlich zu entsprechenden Qualitätsprobleme führt, weil man nicht nur deutlich mehr Fehler hat - sondern auch einen 2x12 Stunden statt 2x12 Minuten Feedback-Loop, wenn diese behoben werden sollen)
 
Ja, ich habe ja auch nie behauptet das es nicht ausgelagert wird. Ich habe nur behauptet, und bin mir dieser auch ziemlich Sicher, das die Qualität unglaublich darunter leidet.
Schlechter Code == Schlechtes Produkt == Extrem eingeschränkte Maintainability.

Wenn du wirklich gut bist, kannst du dich als einfacher Entwickler immer noch extrem gut bezahlen lassen. Nur im Vergleich zu früher, musst du es eben draufhaben. Das kann dir kein Studium oder Ausbildung beibringen. Erfahrung ist alles.
Ich habe wie bereits erwähnt keines der gleichen, behaupte aber das ich in meinem Gebiet weitaus besser bin als jemand mit Lehre / Studium.


Edit: Das ist aber nicht nur in der IT so, kann man auch auf andere Bereiche übertragen.
 
Hier möchte ich mich auch mal einklinken, da mir das Thema sehr interessant ist.

Der eigentliche Grund ist der, dass ich zwar eine Ausbildung habe, aber der Beruf so gut wie ausgestorben ist.
Ich bin gelernter Buchbinder, und eigentlich hatte ich vor, in diesem Jahr eine Umschulung bein TÜV zu machen.
Der Beruf nennt sich dann Fachinformatiker Systemintegration.

Aber bei dem was ich hier so lese frage ich mich, ob ich die Umschulung tatsächlich machen sollte.
Ich habe halt echt Angst, nach zwei Jahren Umschulung wieder beim Amt anzustehen.
Sieht es in der IT Branche bezüglich dieses Jobs so schlecht aus? (Ich komme aus NRW)

Sorry das dies jetzt etwas OT geraten ist.
 
Edit: Das ist aber nicht nur in der IT so, kann man auch auf andere Bereiche übertragen.

Ist fast überall so. Aus Sicht eines Schüler(referat)s muss aber leider sagen:
Da Wissen nützt niemandem etwas. So können Leute, die eingestiegen sind, als sich ein Berufsbild neu herausgebildet hat oder als sehr großer Mangel herrschte, weiter im Geschäft bleiben. Aber in mangelfreien Branchen erhält man gar keine Chance, seine Fähigkeiten beruflich zu beweisen, so lange man nicht entweder eine überragende Ausbildung hat oder vorrangehende Arbeitgeber die Fähigkeiten ausführlich bestätigen. Als Anfänger, ohne vorrangehende Arbeitgeber, bleibt so nur die Ausbildung - was man sich privat angeeignet hat, kann man nicht einbringen. Die Personaler erhalten 100te Bewerbungen und JEDER behauptet, dass er privat superdupertoll ist. Überprüfen kann man das bei so vielen Bewerbern nicht - also wird nach dokumentierten Leistungen vorsortiert.

(Gibt genug Bereiche, in denen man nicht einmal mit einer guten Ausbildung eine reelle Chance hat, wenn diese nicht zufällig 1:1 das spätere Betätigungsfeld als praktisches Beispiel trainiert hat. Es lebe die Generation Praktikum)


Hier möchte ich mich auch mal einklinken, da mir das Thema sehr interessant ist.

Der eigentliche Grund ist der, dass ich zwar eine Ausbildung habe, aber der Beruf so gut wie ausgestorben ist.
Ich bin gelernter Buchbinder, und eigentlich hatte ich vor, in diesem Jahr eine Umschulung bein TÜV zu machen.
Der Beruf nennt sich dann Fachinformatiker Systemintegration.

Aber bei dem was ich hier so lese frage ich mich, ob ich die Umschulung tatsächlich machen sollte.
Ich habe halt echt Angst, nach zwei Jahren Umschulung wieder beim Amt anzustehen.
Sieht es in der IT Branche bezüglich dieses Jobs so schlecht aus? (Ich komme aus NRW)

Sorry das dies jetzt etwas OT geraten ist.

Also zur Überschrift passt es noch ;)
Wurde dir die Umschulung vom Amt angeboten? In dem Fall dürfte sie wenig wert sein. Die Fortbildungen der Jobcenter sind leider selten bis nie an der Qualifikation der Teilnehmer orientiert, sondern werden nach dem Gießkannenprinzip verteilt, wenn irgend ein Beamter die Idee hatte, der Markt bräuchte mehr Fachkräfte XY und das Geld reicht für Schulungen.
Ergebnis: Die Schulungen werden echt-bürokratisch erst fertig, wenn die Marktsituation schon lange nicht mehr so günstig ist, sie laufen viel zu lange und schaffen ein echtes Überangebot und vor allem: Sie bringen jede Menge Kandidaten hervor, die weder Interesse noch Hintergrundwissen in dem Feld haben, oft nicht einmal Motivation. Da TÜV, Dekra & Co sich vor allem eine goldene Nase verdienen wollen und die Arge die Qualität von Maßnahmen unzureichend prüft, kompensiert die Ausbildungsqualität diese Mängel auch nicht. Der Eindruck, den der Großteil der Abgänger dann später hinterlässt, ist entsprechend schlecht und viele Arbeitnehmer werden so weitergebildete nur unwesentlich höher einstufen, als junge, ungelernte - aber motivierte Bewerber.
 
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