Epic is historisch gesehen im Recht und hat gute Chancen.
Was bisher geschah:
1977 Atari hat die erste Konsole die ein breiter Erfolg ist.
1978 Activision gründet sich um auch Spiele für die Konsole zu fertigen. Erlaubnis wird weder nötig, noch wird darum gebeten.
1979 Atari versucht vor Gericht zu unterbinden, dass Hersteller Software erstellen können ohne die Erlaubnis Ataris. Dieser Prozess geht verloren.
Die nächste Generation von Konsolen ist schlauer. Nintendo und Sega schützen sich mit technischen Trick davor, dass jemand ungefragt Spiele herstellt. Natürlich darf man Spiele herstellen, sofern man Kohle dafür zahlt. Nintendo und Sega legen dabei fest wie viele Spiele du verkaufen willst. Es interessiert nicht, ob du FiFa eine Million mal verkaufen könntest, Nintendo stellt für dich genau 250.000 Stück her, Vorkasse versteht sich, damit der Entwickler draufzahlt, für den Fall, dass sich das Spiel nicht verkauft. Der Hersteller der Konsole bekommt pro Spiel $10-$15, der Bertrag steht bis heute.
Außer dass Accolade und EA auf dem Sega Mega Drive unlizenziert Spiele herausgebracht haben, wogegen Sega geklagt hat. Accolade und EA mussten sich dazu der Technik des reverse Engineering bedienen. Nach Ansicht des Gerichts war das völlig ok. Damit war endgültig klar, dass man nicht die Erlaubnis des Konsolenherstellers brauchte um ein Spiel auf einer Konsole zu veröffentlichen. Zudem ist reverse Engineering legal, was damals auch als versucht wurde als illegal darszustellen.
Wichtig ist, dass man in Kooperation mit dem Hersteller der Konsole weiterhin nur soviele Module verkaufen durfte, wie einem zugestanden wurden. Dann kam Sony und während Nintendo und Sega gelacht haben was die auf dem Konsolenmarkt verloren haben, hat Sony einfach die Begrenzung aufgehoben. Man zahlt immer noch Lizenzgebühren pro Spiel, man produziert aber so viele CDs wie man will. Irgendwie hatten danach nicht mehr viele Entwickler wirklich Bock auf Sega, auch wenn die ihre Beschränkung ebenfalls fallen gelassen haben. Weniger Spiele, weniger Kunden und Tschüss Sega. Nintendo hatte genug eigene Spiele um sich über Wasser zu halten, bzw. sind sie der Marktmacht der Playstation in der Folge immer ausgewichen.
Inzwischen sind Geräte wie die PS4 und das Iphone schlicht zu komplex, dass man sich da mit reverse Engineering eine Tür aufstoßen kann und gegen den Willen des Herstellers seine Software auf der Plattform platziert. Man braucht also die Kooperation des Herstellers, damit das Spiel auf das Gerät kommt. Das hat Apple, Sony und Microsoft ermöglicht wieder eine Zollstation zu errichten durch die jeder durch muss. Es existieren zwar die Gerichtsurteile die Firmen wie Epic das Recht zugestehen selber Software zu entwickeln und zu veröffentlichen und zwar auf jeder Plattform die sie wollen aber das wird halt durch schmutzige Tricks wie den Applestore und und andere DRM Maßnahmen wie Codesignaturen die nur Apple hinzufügen kann verhindert.
Epic hat in dem System 25+ Jahre aufs Maul bekommen und war immer am Katzentisch gesessen wenn das Geld verteilt wurde. Unreal konnte noch so viele Spiele antreiben, die Milliarden haben immer andere verdient. Das hat sich mit Fortnite geändert. Plötzlich hat Epic Kohle.
Schritt 1 war es die 30% anzugreifen, indem ein eigener Store existiert der weniger verlangt. Hier hat Epic nicht nur geredet, dass sie immer verarscht wurden, sondern für die Entwickler gemacht, denen das immer schon auf die Nerven ging. Epica war dabei als Sega die Entwickler scharenweise davon liefen.
Schritt 2 war es Cross-Platform bei jedem ins Gehirn zu prügeln. Solange es es netzwerkfähige Konsolenspiele gibt waren es immer Sony und Microsoft diejenigen die mit willkürlichen Regeln Cross-Platform verhindert haben. Möglich war es schon immer.
und und Schritt 3:
der sieht nicht weniger vor, als aus jeder Plattform wieder eine offene Plattform zu machen. Effektiv ist was Apple, Sony und MS machen ein Distributionszwang, bei dem sich der Hersteller nicht aussuchen darf über wen er das Produkt vertreibt. Das ist nicht ganz legal. Hier werden ja drei Produkte gebündelt. Erstens der Vertrieb des Produktes, zweitens die Lizenzverifizierung welche Version des Produktes der Spieler besitzt und drittens der Zahlungsprovider. Die Kombination der drei ermögliche Apple das Abschöpfen von Geld und das Abschließen von Knebelverträgen, obwohl der Softwarehersteller in allen drei Punkten die freie Wahl des Marktplatzes haben sollte. Ganz so wie jemand der sein Spiel am PC verkauft. Der kann sich aus raussuchen ob er es zu einem digitalen Store gibt, oder selber über die Webseite verkauft, oder Kombinationen von beiden.