Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen?

  • Gut

    Stimmen: 18 32,1%
  • Schlecht

    Stimmen: 38 67,9%

  • Umfrageteilnehmer
    56
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Fachkräfte aus dem Ausland sind ein Armutszeugnis für unser Bildungssystem; erst recht in Anbetracht der Tatsache, dass wir ein 82 Millionen Menschen umfassendes Volk sind.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

P.S.:
Studienabschlüsse auf Universitätsniveau werden ironischerweise vom Staat problemlos anerkannt, obwohl da ziemlich oft ziemlich deutlich und allgemein bekannt ist, dass man bei vielen Ländern froh sein kann, wenn ein dortiger Bachelor die Kenntnisse eines deutschen Abiturienten voll abdeckt. Aber: Weil die Abschlüsse den gleichen Namen tragen und in vergleichbarer Zeit erlangt wurden, gelten sie als gleichwertig. Ein Hoch auf die Bürokratie.

Ich weiß nicht wie du auf diese Pauschalisierung kommt, doch so ganz stimmt deine Aussage nicht.
Es gibt in der Tat auch bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen in Deutschland deutliche Unterschiede. Im Gegenzug dazu kannst du auch im Ausland mit deinem deutschen Hochschulabschluss arbeiten bzw. weiterstudieren, sofern du das möchtest. Durch internationale Abkommen ist es möglich, dass angelsächsische Abschlüsse hierzulande anerkannt werden können. Auch haben die Bologna-Reformen eine EU-weite Anerkennung vereinfacht, aber nicht gänzlich möglich gemacht. Es gibt in der Tat noch etliche EU Länder, deren Hochschulwesen in Deutschland nicht eindeutig anerkannt werden. Dazu zählen z.B. einige osteuropäische Staaten sowie im Speziellen für Rumänien oder Bulgarien.
Ebenso wenig kannst du als Rumäne, obwohl dieses Land nun der EU angehört, problemlos in Deutschland arbeiten.

Die Bürokratie hast du bereits angesprochen. Mittlerweile gelten zumindest bundesweit einheitliche Einbürgerungsregelungen. Das war vor etlichen Jahren noch nicht so.
Möchte hingegen eine hiesige Firma einen ausländischen Bewerber einstellen, dann muss die Bundesagentur erst prüfen, ob es nicht doch einen Deutschen mit ähnlicher Qualifikation gibt, der für diese Stelle gleich oder besser geeignet wäre. Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, kann überhaupt die nächste bürokratische Instanz eingegangen werden. Jenes liegt auch daran, weil eben verschiedene Behörden unabhängig von einander bei diesem Prozess involviert werden.
In den USA z.B. benötigst du einen unterschriebenen Arbeitsvertrag sowie einen Immigrationsbeleg, welchen du von der Firma erhälst und dann bei der Botschaft für dein Visum (für die Arbeits- und Bleibegenehmigung) einreichen kannst. Sobald aber die Firma das "Go" gegeben hat, dann kannst du auch dort wohnen und arbeiten. In Deutschland ist das eben nicht so. Hier wird dieser Prozess um Längen verzögert und erschwert.

Insofern kann man die ganzen Prozesse in verschiedenen Ländern auch schwer miteinander vergleichen. Letztlich stimmt es aber nicht, dass ein Zuzug in Deutschland so einfach möglich ist.

Was den gegenwärtigen Fachkräftemangel angeht, so muss man diesen auch sehr differenziert betrachten. Schaut man die Daten der IAB an, dann wird man zum einen nur einen sehr beschränkten Mangel in bestimmten Bereichen finden. Gegenwärtig werden in einigen Bereichen IT-Fachleute, Ingenieure sowie auch Erzieher gesucht. Nur, die gegenwärtige Situation ist gar nicht so dramatisch, wie man so manchen Medien glauben sollte. Stattdessen sehen dagegen die Zukunftsprognosen etwas anders aus. Durch den demografischen Wandel werden in Deutschland in den nächsten 10 Jahren Fachkräfte fehlen. Sicherlich ist das auch mit Fehlern in der Bildung in den vergangenen Jahren zu begründen. Letztlich muss man sich nur überlegen, wie man diese Fehler nun wieder ausgleichen kann. Ob die Zuwanderung eine Lösung ist, ist wahrscheinlich auch nicht mit einem plumpen Ja oder Nein zu beantworten.
Weiter oben wurde das Anerkennen von Studienabschlüssen angesprochen. Es geht bei den aktuellen Diskussionen nicht darum, sämtliche ausländischen Abschlüsse anzuerkennen. Stattdessen wird überlegt, ob man den ca. 300.000 ausländischen Fachkräften in D eine leichte Anerkennung ihrer Abschlüsse ermöglicht. Das soll aber nicht pauschal sondern per Einzelfall entschieden werden, um eben auch Rücksicht auf bestimmte geschützte Berufe zu nehmen (z.B. Mediziner). Möglicherweise ist das auch eine Idee, um kurzfristig oder mittelfristig eine Lösung zu finden.

Aber wie gesagt, ich glaube das Ganze ist deutlich komplexer als es in den Medien dargestellt wird. Zugleich stillisieren Medien auch gerne einzelne Faktoren oder neigen zur Dramatisierung.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

P.S.:
Studienabschlüsse auf Universitätsniveau werden ironischerweise vom Staat problemlos anerkannt


das ist definitiv falsch.

zum thema:
wie so oft sehe ich das problem nicht: wenn ein"ausländer" hier arbeiten möchte und einen job bekommt, wieso sollte er das denn nicht dürfen (übrigens egal ob fachkraft oder nicht)?
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

wie war das in neuseeland zb? da muß eine firma nachweisen das sie im land selber keine entsprechende fachkraft gefunden haben und erst dann darf sie einen ausländer einstellen. so sollte das hier auch sein, und nicht einfach alle rein und schauen was passiert. zudem haben wir genug menschen hier die mit entsprechenden weiterbildungen usw ausgebildet werden könnten. kostet halt nur was..
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

wie war das in neuseeland zb? da muß eine firma nachweisen das sie im land selber keine entsprechende fachkraft gefunden haben und erst dann darf sie einen ausländer einstellen. so sollte das hier auch sein, und nicht einfach alle rein und schauen was passiert. zudem haben wir genug menschen hier die mit entsprechenden weiterbildungen usw ausgebildet werden könnten. kostet halt nur was..

Ich liebe dieses Stammtischniveau...

Denn, auch in Deutschland muss nachgewiesen werden, dass es keinen einheimischen Bewerber mit gleicher bzw. passender Qualifikation gibt bevor ein Ausländer eingestellt wird. Um diese Prüfung kümmert sich in Deutschland die Bundesagentur. So wie du es darstellst ist es in der Tat nicht.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

nicht ganz, denn an sich kann hier fast jeder rein. in neuseeland oder australien nicht. selbst die politiker sagen zb zu den türken ihr seit hier willkommen..
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Ich weiß nicht wie du auf diese Pauschalisierung kommt, doch so ganz stimmt deine Aussage nicht.

Ich weiß nicht genau, wie es mit der praktischen Anerkennung der Abschlüsse in der Arbeitswelt aussieht, aber ich weiß, wie es mit der formellen Anerkennung im Studienwesen aussieht (was staatlichen Regelungen deutlich eher ähneln dürfte, als ersteres). Da ist es so, dass es rechtlich nicht möglich ist (zumindest nicht in SH, als die Studienordnungen vor ein paar Jahren finalisiert wurden), Bewerber auf einen Master-Studienplatz mit z.B. einem südafrikanischen Bachelor pauschal zurückzuweisen oder auch nur allgemein deren Note anders zu bewerten, als die eines z.B. deutschen Bewerbers. Statt dessen muss im Einzelfall überprüft werden, ob der südafrikanische Bachelorstudiengang Lücken aufweist. Bis diese gefunden wurden (=wenn der Einzelfall nicht aufwendig geprüft wird) ist er als gleichwertig zu behandeln.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Ohne die ganzen Postings hier gelesen zu haben:
Eine erleichterte Zuwanderung für ausländische Fachkräfte ist gut und eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Andernfalls werden wir mittelfristig unseren Lebensstandard nicht halten können. Da nützt auch keine Sentimentalität was. Wenn deutsche Unternehmen dringend benötigte Ingenieure und andere Akademiker im technischen Bereich (um die geht es dabei vorrangig) nicht in Deutschland selbst bekommen können, müssen sie sie einigermaßen leicht aus dem Ausland beziehen können, wenn sich der Mangel nicht dämpfend auf ihre Wirtschaftsleistung auswirken soll. Letzteres würde nur zu einem Wohlfahrtsverlust für alle Deutschen führen und kann absolut nicht in unserem Sinne sein.

Wohlgemerkt bedeutet dies nicht, daß es eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis oder gar die deutsche Staatsbürgerschaft im Zuge einer solchen Aktion gibt. Davor muß hier erstmal auch niemand Angst haben.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Ich denke schon das wir Fachkräfte aus dem Ausland brauchen, denn nur die sind vielleicht bereit die Anforderungen der Industrie halbwegs zu erfüllen:

20 Jahre jung, 40 Jahre Berufserfahrung, 80 Stunden Woche für ein Putzfrauengehalt, damit sich Chef nächstes Jahr noch mehr in die eigene Tasche stecken kann, mal etwas übertrieben gesagt.
Das ist nämlich die Erfahrung dich ich bei diversen Bewerbungsgesprächen gemacht habe.

Das wir die Fachkräfte aus dem Ausland brauchen ist auch unsere eigene Schuld, unser Bildungssystem absolut desolat ist. Selbst die Abschlüsse innerhalb Deutschlands sind nicht vergleichbar, siehe Abitur. Nur wenn man sich unsere Industrie anschaut, dann würde ich als deutsche Fachkraft eher ins Ausland gehen, denn dort sind unsere Dipl. Ing sehr gefragt und nicht wie in D scheinbar fast schon üblich mit befristeten Verträgen oder über Personaldienstleister eingestellt. Unsere Industrie ist nur am jammern, aber ich habe nicht das Gefuehl das man hier die Initiative ergreifen will. Man weiß ja schon seit 15 Jahren das unser Bildungswesen schlecht ist, aber das eine Firma gezielt Azubis fördert habe ich noch nirgends erlebt. Das wird alles auf das Bildungswesen abgeschoben. Gut das sollte auch diese Aufgabe eigentlich erfüllen, aber das kann es nicht.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

20 Jahre jung, 40 Jahre Berufserfahrung, 80 Stunden Woche für ein Putzfrauengehalt, damit sich Chef nächstes Jahr noch mehr in die eigene Tasche stecken kann, mal etwas übertrieben gesagt.
Das ist nämlich die Erfahrung dich ich bei diversen Bewerbungsgesprächen gemacht habe.

Auf jeden Fall. Und noch was, die Ausländer arbeiten für weniger Geld mehr Stunden. Wer von euch würde sich denn für 3€ die stunde ihrgendwo hinstellen? Keiner. Es Fehlen keine Fachkräfte es Fehlen die richtigen Gehälter. Warum sind wir denn sonst so stark im Export? Wird gut bezahlt wird gut gearbeitet. schlechte Bezahlung schlechte Arbeit!

Bei uns in der umgebung gibt es nur eine Firma die gut bezahlt. Da gibt es noch Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld. Der Rest der Firmen zahlt gar nichts mehr extra. Da hat man dann aber auch keine lust mehr zu arbeiten wirklich.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Die Debatte gibt es ja nicht erst seit gestern.

Man hätte schon längst viele leute dafür Ausbilden können die jetzt als "Fachkräfte" genau in diese bereiche einsteigen.
Vor 3 Jahren habe ich mich grade für die IT bereiche viel Beworben. Interessiert hat es kein, jetzt habe ich leider noch nen halbes jahr "Erziehungsurlaub"

Aber mit meinem Normalen Abschluss sehe ich da auch schon fast Schwarz. Privat Erlerntes was EDV angeht juckt meistens niemanden. Ob wohl ich mit sicherheit was EDV angeht viel "Fitter" bin was irgendwelche Gymi kinder angeht.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Entschuldigung, aber mit "Fachkräften" sind in diesem Zusammenhang regelmäßig Akademiker gemeint. Daß wir keine Fliesenleger, Industrieschlosser und ähnliches importieren müssen, sollte eigentlich klar sein.
Diejenigen hier, die einen Ausbildungsberuf im Handwerk oder im Dienstleistungsgewerbe erlernt haben oder erlernen wollen, werden davon überhaupt nichts mitbekommen. Bestenfalls werden ihre eigenen Beschäftigungschancen dadurch steigen, weil Firmen bessere Geschäfte machen und dann auch in der Produktion wieder mehr einstellen, und weil es mehr gutverdienende Privatpersonen gibt, die sich ihre Dienste leisten können.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Jein.
Es sind zwar auch Akademikar gemeint (Ingenieure), aber genauso regelmäßig auch Leute mit normaler Ausbildung (Kranken- und Altenpfleger z.B.)
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

zum thema:
wie so oft sehe ich das problem nicht: wenn ein"ausländer" hier arbeiten möchte und einen job bekommt, wieso sollte er das denn nicht dürfen (übrigens egal ob fachkraft oder nicht)?

tja, da mir darauf offensichtlich keiner antworten kann - weiss ich ehrlich gesagt nicht, worüber wir hier überhaupt diskutieren. :D
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Weil die Chancen sinken, das ein Deutscher Arbeitnehmer den Job bekommt. Das gilt insbesondere bei Gastarbeitern, die nur zeitweilig in Deutschland arbeiten, d.h. deren Unkosten für Familie&Co auf dem Level von z.B. Indien bleiben und deren Lohnforderungen somit selbst ohne persönlichen Verzicht deutlich niedriger ausfallen können. Der deutsche Arbeitnehmer hat im freien internationalen Wettbewerb nur in sehr wenigen Positionen eine hohe Chance.
Zu wenige Positionen, um davon 80 Millionen Menschen zu versorgen.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Das Problem ist, dass wir hier zwei Ebenen haben:

1. Die Wirtschaft: Sucht ausgebildete Fachkräfte

Die Wirtschaft könnte ihre Fachkräfte hier ausbilden, aber das ist zu teuer, vor allem, wenn diese Fachkräfte auf dem internationalen Arbeitsmarkt verfügbar sind. Wirtschaft handelt immer im direkten Kosten-/Nutzen-Verhältnis.

2. Der Staat: Bildet an Hochschulen Fachkräfte aus, hat aber keinen direkten Anreiz, dies auch gut zu tun.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie man den Staat und/oder die Wirtschaft zwingen kann, die Bildung in diesem Land massiv voranzutreiben. Mit Wahlen hat es ja nicht funktioniert (wissen wir aus 20 Jahren Erfahrung und nicht eingehaltene Wahlversprechen können bei einer so geringen Anzahl an relevanten Parteien nicht nachhaltig bestraft werden bei der nächsten Wahl).
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Weil die Chancen sinken, das ein Deutscher Arbeitnehmer den Job bekommt.

wer hierher kommt und einen job in der tasche hat, nimmt sicher keinem deutschen einen job weg.
das ist kein argument.

Das gilt insbesondere bei Gastarbeitern, die nur zeitweilig in Deutschland arbeiten, d.h. deren Unkosten für Familie&Co auf dem Level von z.B. Indien bleiben und deren Lohnforderungen somit selbst ohne persönlichen Verzicht deutlich niedriger ausfallen können.

mindestlöhne.
problem gelöst.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

1. Die Wirtschaft: Sucht ausgebildete Fachkräfte

Die Wirtschaft könnte ihre Fachkräfte hier ausbilden, aber das ist zu teuer, vor allem, wenn diese Fachkräfte auf dem internationalen Arbeitsmarkt verfügbar sind. Wirtschaft handelt immer im direkten Kosten-/Nutzen-Verhältnis.

Sie sind aber eben nicht verfügbar ;)
(Jedenfalls nicht, ohne die ganze Abteilung zu verlagern und dass haben die Unternehmen, bei denen es möglich ist, oft schon gemacht, da der Staat ja auch wenig bis nichts dagegen unternimmt)

2. Der Staat: Bildet an Hochschulen Fachkräfte aus, hat aber keinen direkten Anreiz, dies auch gut zu tun.

Ooch - die Lobbys scheinen genug Anreize zu geben. Umorientierung der Universäten zu kostenlosen Dienstleistern für die Wirtschaft liegt voll im Trend.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie man den Staat und/oder die Wirtschaft zwingen kann, die Bildung in diesem Land massiv voranzutreiben. Mit Wahlen hat es ja nicht funktioniert (wissen wir aus 20 Jahren Erfahrung und nicht eingehaltene Wahlversprechen können bei einer so geringen Anzahl an relevanten Parteien nicht nachhaltig bestraft werden bei der nächsten Wahl).

Damit wären wir bei dem Punkt "ist der Durchschnittsdeutsche mit Demokratie überfordert?"
Imho gibts da aber leichte Fortschritte. Wir haben mitlerweile fünf relevante Parteien, vor 20 Jahren waren es noch drei.
 
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Dahumm...

Fassen wir doch einfach mal die Fakten zusammen:

1) Firmen müssen rentabel sein sprich Gewinn abwerfen.

2) Die, die schon ganz oben sitzen in der Hierarchie, kümmern sich einen Sch**s um alle die unter ihnen stehen (egal ob Politiker oder Firmenleitung).

3) Der Staat (sprich die Politiker, denn wir kleines Volk haben beim Staat schon lange nichts mehr mitzureden) handelt in letzter Zeit immer öfter nur noch zu Selbsterhaltungszwecken. Oder im Sinne der Waffen-/Industrie-/(beliebige Lobby einsetzen)-Lobby.

4) Wir Einheimischen bekommen zu wenig Nachwuchs (na überrascht? is leider so... wir sind schon fast auf dem Niveau von 1-Kind-Familien angekommen).

5) Die Integrationspolitik ist fehlgeschlagen (endlich haben das auch mal Politiker kapiert...).

6) Leute in höheren Positionen verdienen generell zuviel. Egal ob Politiker oder Firmenbosse.


Hätte man da schon früher den Hebel angesetzt, dann wären einige unliebsame Ereignisse ausgeglieben und wir hätten heute nicht den Schlamassel, den wir haben. Früh genug schon mal Anreize schaffen, dass auch die Einheimischen mal mehr Kinder bekommen. Endlich mal das Volk etwas mehr mitbestimmen lassen und nicht immer über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen treffen, die sowieso wieder nur UNS betreffen und uns Geld kosten.
Ob das Politikergehalt jetzt um 200 Euro schrumpft, das kratzt die doch bei knapp 50.000 Euro im Moment nicht mal. Aber nehmt mal einem 200 Euro, der sowieso schon an der untersten Grenze des Mindestlohns verdient? So viele Leute sind in Deutschland und auch hier bei uns in Österreich schon an der Grenze zur Armut. Und da sprech ich jetzt nicht von zugezogenen Ausländern, den denen wird meistens recht gut und bereitwillig geholfen, sei es vom Staat oder irgendwelchen NGO's. Wenn ich mit ansehen muss, wie die Großmutter eines Freundes mit 450 Euro Pension (!!!!) im Monat leben muss, und das bei 350 € Mietkosten inkl., da bleiben gerade mal 100 Euro über. Wenn ich heute Mittag zum Supermarkt ums Eck gehe, um mir eine Jause zu holen, bin ich schon wieder 3 - 4 Euro ärmer. Und hab aber nur etwas kleines für Mittags geholt... Wie heißt's so schön im Englischen: YOU CAN DO THE MATHS!
Aber ich glaube auch so ist klar geworden dass das nicht reicht. Und ausserdem geh ich jetzt schon wieder zu viel ins OT :)

Also, nachdem Firmen immer rentabler sein müssen und am besten jedes Jahr immer noch mehr Geld abwerfen sollen, und Leute in Spitzenpositionen am meisten verdienen sprich die Firma am meisten Geld kosten, wird halt versucht den "Baum knapp unter der Krone kahlzuschlagen". Hauptsache denen ganz oben gehts gut und die ganz unten ackern für so wenig Geld wie möglich sich den Hintern ab. Die Mittelschicht wird ausgedünnt, und das passiert nicht nur in den Firmen sondern in weiterer Folge auch in der Gesellschaft. Daraus ergibt sich eine geringere Kaufkraft (führt zu noch mehr Abwanderung von Firmen) und natürlich auch weniger Steuern (führt wiederum zu mehr oder höherer Besteuerung, die Politiker wissen schon WO sie einsparen können ;) ).

Daher glaube ich NICHT dass ein "Import" von besser Ausgebildeten hier helfen würde.

Vor allem ist es ganz schön scheinheilig von SPD, CSU, Grüne, SPÖ, ÖVP und wie auch immer die alle heißen. Früh war man froh wenn man von draussen billige Arbeitskräfte für "Drecksarbeiten" holen konnte. Und weil die Firmen profitiert haben, hat man sie halt im Land gelassen und noch weitere geholt. Jetzt will man plötzlich davon nichts mehr wissen und sich aussuchen, wer rein darf und wer nicht... I can see history repeating...
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Anm.:
Obiges Post muss sich wohl auf die Situation in Österreich beschränken.
In Deutschland erhalten Bundestagsabgeordnete nicht 50000€, sondern 7668€ (brutto) im Monat (zuzüglich 3686€ Unkostenpauschale, deren Verwendung/-untreuung nicht kontrolliert wird), Unternehmen zahlen -trotz überzogener Spitzengehälter- den Löwenanteil der Löhne an die große Zahl niederer Angestellter, die einheimischen bekommen noch genug Nachwuchs, um die Bevölkerungsdichte sehr weit über einem ökologisch unbedenklichem Maße zu halten und die Politiker handeln so, wie es ihrer Meinung nach gerade noch mit Wahlkampf/Wähler-Überredungs-Taktiken vereinbar ist. (ggf. haben sie da derzeit eine etwas weitgehende Meinung, aber nach der letzten Wahl ist das auch kein Wunder)
 
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