Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen?

  • Gut

    Stimmen: 18 32,1%
  • Schlecht

    Stimmen: 38 67,9%

  • Umfrageteilnehmer
    56

CPU-GPU

BIOS-Overclocker(in)
Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Wie ihr sicher mitbekommen habt, ist zur Zeit eine heftige Debatte über das Thema "Fachleute aus dem Ausland". Viele Firmen wollen, dass es unkomplizierter wird, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Jetzt ist eure Meinung gefragt, was haltet ihr davon?
Ich persönlich finde das eine ziemliche sauerei, man sollte besser das Bildungssystem in Deutschland verbessern, dass die deutschen Unternehmer auch deutsche Fachkräfte einstellen zur Verfügung haben.

Was ist eure Meinung dazu?
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Tja, nur das Bildungssystem zu verbessern dauert eben. Was sollen die Firmen bis dahin machen wenn sie hier das entsprechende Personal nicht finden? Dann gehen sie eben wo anders hin.

Ich bin nicht dafür Fachkräfte aus dem Ausland zu holen, aktuell lässt sich dies aber auch nicht wirklich vermeiden. Beides mus geschehen... Fachkräfte aus dem Ausland um das derzeitige Nachfrageloch zu stopfen und das Schulsystem muss generell mal verändert und verbessert werden.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Seh ich genauso wie Kaktus, wobei ich allgemein keinen Groll gegen Ausländer hege.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Hat ja nichts mit "gegen Ausländer" zu tun. Eigentlich traurig das man nicht mal sagen darf "Bitte keine mehr rein, wir sind voll". Das hat ja nichts mit Ausländerhass zu tun sondern ist leider einfach Fakt.

Wir haben so schon zu wenig Arbeitsplätze... aber wenn noch Firmen abwandern die hier keine Fachkräfte finden, wird es noch schlimmer. Dann lieber noch ein paar rein die die Firmen hier halten. Denn solche Firmen beschäftigen ja nicht nur Fachkräfte sondern brauchen auch Personal das sich sicherlich auch hier finden lässt.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Ich persönlich halte nichts davon, wir haben so schon die ganzen Ausländer reingeholt, weil wir Deutschen uns öfter mal zu fein für alles sind z.B. Feldarbeit... da halten immer Ausländer für her, ich hab noch keine Feldarbeiter gesehen die Deutsch waren, außer vllt der Bauer und ich kenn nicht mal einen Gemüseladen wo kein Türke arbeitet....

In einigen Dingen muss ich sagen, hab ich schon ein Groll gegen Ausländer... soviel kommen hier her sprechen ihr ganzes Leben lang in Deutschland nicht ein Wort deutsch, bilden Ghettos und leben auf den Kosten unseres Staates... bei uns gibts ja schön Kindergeld für die 6 Kinder die die meisten Familien haben...

Ich bin nicht generell ausländerfeindlich, denn ich kenne genug, die auch was machen für ihr Leben ihre Bildung und Arbeit.... aber soviel tun das nicht leben auf unseren Kosten.... wir hätten soviel freie Stellen wenn ich Deutschland nur Deutsche wären...

Wenn die Auslandsarbeiter wirklich nur für Arbeit kommen würden, die wir nicht machen wollen o.ä. und dann wieder gehen würden... wär das ja ok aber das tun sie nicht. Die Mehrheit findet irgend ein Kerl der sie heiratet oder sonst was, dass sie hier bleiben können...

Wir haben nicht so sehr für unser soziales System geschufftet, damit andere davon profetieren, ganz ehrlich...
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

@Miezekatze
Was hat deine Aussage über generellen Ausländerzuwachs mit der Thematik zu tun? Es geht hier darum das Firmen keine Fachkräfte in Deutschland finden die das leisten was sie erwarten. Im Ausland aber schon. Sollen die Firmen jetzt auswandern weil sie keine Fachkräfte rein holen dürfen? Also noch mehr Arbeitslosigkeit weil dann auch noch ganz andere Jobs flöten gehen? Man sollte mal ein bisschen mehr nachdenken und nicht wieder die allgemeine Litanei herunter rasseln.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Ja sry habs grad gerafft, dass ichs dezent verfehlt hab^^ :)

Mhhh, natürlich sollen die Firmen nicht auswandern, aber das wollen sie doch hauptsächlich nur, weil wir denen viel zu teuer sind in den Unterhaltungskosten... sie wollen alles nur noch billiger haben und nehmen dafür auch gerne schlechtere Qualität in Kauf, sieht man ja auch an den ganzen Euroläden, wirkliche Qualität ist das nicht, alles aus dem Ausland überall liest man Made in China oder Taiwan

Und Deutschland steht eigtl für gute Qualtität, wir sind immer noch sehr gefragt im Ausland... wir haben so hoche Standards, wo findet man bessere Fachkräfte im Ausland als hier bei uns? Deutsche Fachkräfte sieht man überall gerne, oder hat sich das geändert?

Ich versteh manchmal nicht warum die Firmen uns Arbeiter so nieder machen.... außer wenn ich wieder diese ganzen Idioten im Fernsehn sehe die bei "Was willst du mal werden?" die Antwort "Arbeitslos" geben...

Besser getroffen, Kaktus?
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Zumindest diesmal das Thema getroffen ;)

Man müsste erst mal wissen was für Fachkräfte genau fehlen. Im Handwerk sicherlich nicht. Denke eher es geht um den IT Bereich und da stehen wir wirklich schlecht da. Aus meiner Familie arbeiten einige im IT Bereich und die meinen das viele vo Den Schulen hier kommen, die tollsten Bewertungen haben und dann dumm wie Stroh sind. Es fehlt an Wissen an allen Ecken und Enden. Und das Wissen ist meist völlig veraltet.

und hier wird ja schon lange geschrien das Fachkräfte fehlen. Und hier steht Deutschland schlichtweg sehe sehr schlecht im Vergleich zu anderen Ländern da. In der Produktion brauchen wir sicherlich nicht noch mehr Fachkräfte, da sind wir ausgelastet.

Sollte man mal differenzierter betrachten.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Erstens koennen EU-Buerger hier leben und arbeiten, wenn sie das wuenschen. Da kann keiner etwas dagegen sagen. Darueber hinaus steht es den Firmen frei, Fachkraefte aus dem Ausland anzuwerben, wenn Deutsche diese Stellen nicht besetzen koennen.

Abgesehen davon wird es sehr schwer, das Bildungssystem auf Vordermann zu bringen, es sei denn SPD, Gruene und Gewerkschaften halten sich da raus. Gesamtschulen sind der groesste Bildungskiller ueberhaupt.

Und die Gewerkschaften fordenr immer lautstark, ohne Ruecksicht darauf, ob die Forderungen sinnvoll oder erfuellbar sind.

Ich persoenlich habe nichts gegen Fachkraefte aus dem Ausland, immerhn bin ich selbst Kanadier. ;)
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Wie wäre es, wenn man erst mal die Millionen Ausländer und Deutsche, die schon hier sind, ausbildet? Seit Jahren hört man "Fachkräftemangel" von der Wirtschaft, in diesen Jahren hätte man schon einige Leute in die Ausbildung, Weiterbildung, an die Uni oder die FH schicken können. Trotz Ehrenrunde wären die jetzt schon fertig weiter-/ausgebildet. 500000 Menschen Netto-Zuwanderung jährlich wie es der DIW fordert ist aber natürlich der einfachere Weg. So hat man auch gleich eine schön hohe Sockelarbeitslosigkeit, sodass sich die Arbeitgeber die Arbeitnehmer aussuchen können und nicht umgekehrt. Durch eine alternativlose Netto-Zuwanderung von 500000 Menschen jährlich könnten dann später auch alternativlose neoliberale Reformen begründet werden.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

@M_Clear_S

Es gibt zu viele, die schaffen noch nicht mal die Sonderschule, andere lassen es sich auf Staatskosten gut gehen. Je sozialer der Staat, desto geringer die Bereitschaft, aktiv zu werden. Der Staat sollte denen helfen, die sich nicht selber helfen koennen, nicht die Faulheit und Antriebslosigkeit subventionieren.

Die vom DIW geforderte Zuwanderung ist eine Notloesung, weil die erforderlichen Kraefte nicht einfach hergezaubert werden koennen.

So, ich geh' jetzt ins Bett, muss morgen frueh raus...
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

So hat man auch gleich eine schön hohe Sockelarbeitslosigkeit, sodass sich die Arbeitgeber die Arbeitnehmer aussuchen können und nicht umgekehrt.
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Endlich mal einer der sagt was los ist in diesem Staat.
Wer das noch nicht erkannt hat, "jeder, aber auch jeder, soll/ist ersetzbar sein", ................. selbst mit magna cum laude.!
Der kann dieses Land am "fäkal emotional", Biep, Biep, Biep, ......... soll auswandern. W.. damit.
 
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AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Um aus dem Ausland geholte Fachkraefte mache ich mir vergleichsweise wenig Sorgen - die bieten ihre Haut fuer gutes Geld andernorts feil.

Heikler finde ich andere Ansaetze, die derzeit aus Berlin zu hoeren sind. Da sollen etwa die Anerkennung auslaendischer Abschluesse vereinfacht werden: nach Scheinehen und aus Gefaelligkeit ausgestellten Fuehrerscheinen koennten nun getuerkte :schief: Diplome anstehen. Auf diese Weise liesse sich der Anteil der gering bis gar nicht qualifizierten auf dem Papier signifikant verringern - das eigentliche Problem bliebe hingegen bestehen.

Und dann soll auch noch die Mindestverdienstgrenze fuer einen dauerhaften Aufenthalt von heute € 66.000 auf € 40.000 gesenkt werden. Das ist nicht nur offenkundiger Bloedsinn -wer mit 66T nicht ins Land gekoedert werden konnte, wird fuer 40T auch nicht kommen-, es ist auch ziemlich durchsichtig: weil es das Einkommensniveau der qualifizierten Arbeitnehmer aushoehlen soll.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Hat ja nichts mit "gegen Ausländer" zu tun. Eigentlich traurig das man nicht mal sagen darf "Bitte keine mehr rein, wir sind voll". Das hat ja nichts mit Ausländerhass zu tun sondern ist leider einfach Fakt.

Wir haben so schon zu wenig Arbeitsplätze... aber wenn noch Firmen abwandern die hier keine Fachkräfte finden, wird es noch schlimmer. Dann lieber noch ein paar rein die die Firmen hier halten. Denn solche Firmen beschäftigen ja nicht nur Fachkräfte sondern brauchen auch Personal das sich sicherlich auch hier finden lässt.

Naja vllt sind wir ja voll...aber mit den Falschen.
Da können die Ausländer die schon in zweiter oder dritter Generation hier leben allerdings auch nicht und ich finde man sollte die jetzt nicht dafür fürs Loch schieben das sie hier geboren wurden.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Man müsste erst mal wissen was für Fachkräfte genau fehlen. Im Handwerk sicherlich nicht. Denke eher es geht um den IT Bereich und da stehen wir wirklich schlecht da.

Jup. Der Fachkräftemangel bezieht sich in erster Linie auf Ingenieursberufe (in erster Linie Elektrotechnik) sowie auf die IT-Industrie. Dabei gilt dies in erster Linie für Jobpositionen mit einem Jahresbruttogehalt von mehr als 50.000 Euro.
Da es für Firmen relativ schwer ist, Arbeitnehmer aus dem Ausland zu gewinnen, kamen auch Vorschläge die Mindestverdiensthöhe von gegenwärtig 66.000 auf 40.000 herunterzusetzen. Dadurch könnte man potenziell auch auf eine größeren Pool an Bewerbern zurückgreifen.

Letztlich spielen viele verschiedene Faktoren mit. Zudem ist der aktuelle Fachkräftemangel wohl auch mit Fehlern aus der Vergangenheit zu begründen. Nur kann man das nicht innerhalb einer kurzen Zeit wieder ausgleichen. Wenn, dann müsste man eine nachhaltige Lösung finden und diese sind meist viel komplexer, als dass es hierfür eine pauschale oder gar populistische Antwort geben könnte.

EDIT:

Hier noch ein paar Zahlen:

Wie viele Fachkräfte kommen derzeit ins Land?
Aus Staaten von außerhalb der EU sind es weniger als 20.000, davon waren im vergangenen Jahr gerade einmal 311 Hochqualifizierte, also beispielsweise Spitzenmanager mit einem Jahresgehalt von mehr als 66.000 Euro oder Professoren. Weniger genaue Zahlen gibt es zu den zugewanderten Fachkräften aus EU-Staaten, weil Unionsbürger - mit Ausnahme der neuen Beitrittsländer wie Polen oder Rumänien - ohne Genehmigung eine Stelle annehmen können. Klar ist allerdings, dass kaum noch jemand aus EU-Ländern nach Deutschland zieht. Im Jahr 2008 kamen unter dem Strich nur gut 9500 Menschen. Experten halten diese Zahlen für viel zu niedrig; der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, fordert, jedes Jahr 500.000 Fachleute ins Land zu holen.

http://sueddeutsche.de/politik/integrations-debatte-eine-million-verweigerer-1.1013383
 
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AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Wie ihr sicher mitbekommen habt, ist zur Zeit eine heftige Debatte über das Thema "Fachleute aus dem Ausland". Viele Firmen wollen, dass es unkomplizierter wird, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Jetzt ist eure Meinung gefragt, was haltet ihr davon?
Ich persönlich finde das eine ziemliche sauerei, man sollte besser das Bildungssystem in Deutschland verbessern, dass die deutschen Unternehmer auch deutsche Fachkräfte einstellen zur Verfügung haben.

Was ist eure Meinung dazu?

Da bin ich ausnahmsweise mal ähnlicher Meinung:

Es kann nicht sein, das alle naslang die Politik die Fehler der Wirtschaft ausbessern muss. Wir haben heute eine riesen Diskussionsdebatte eine ganze Menge Probleme, weil die Wirtschaft in den 50ern und 60ern billige Arbeitskräfte wollte. In den 90ern wollte sie "Computerinder", die mitlerweile z.T. auf der Straße sitzen. Mir ist ziemlich egal, was sie jetzt wollen - aber entweder wenn sie es sich nicht selbst ausbilden wollen, dann würde ich ihnen erstmal die alten staatlichen Maßnahmen in Rechnung stellen.
Es gäbe da z.B. Bedarf an nachträglichen Integrationsprogrammen für eine mittlerweile 6 bis 7 stellige Zahl von Menschen, die man irgendwann mal in billigen Wohngethos endgelagert hat...

Und bitte keine Kommentare zum schlechten Bildungsstand der deutschen Schüler, die man ja gar nicht ausbilden könnte:
Jeder Unternehmer ist herzlich willkommen, seinen Anteil zu einer 50-100%igen Erhöhrung des Bildungsetats beizutragen, damit Klassengrößen wieder auf ein Maß reduziert werden können, das nachweislich (siehe deutsche Privatschulen, siehe diverse skandinavische Beispiele) eine effektive Förderung ermöglicht.

Solange man seitens der Wirtschaft ein Parallelsystem von staatlichem Sozial- und Bildungssystem und Wirtschaft sieht, wobei letztere nicht mal an den Kosten ersteren beteiligt sein soll, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man eben nicht Teil des Sozial- und Bildungssystem ist und nicht ständig auf dessen Vorteile Zugriff hat.

Heikler finde ich andere Ansaetze, die derzeit aus Berlin zu hoeren sind. Da sollen etwa die Anerkennung auslaendischer Abschluesse vereinfacht werden: nach Scheinehen und aus Gefaelligkeit ausgestellten Fuehrerscheinen koennten nun getuerkte :schief: Diplome anstehen. Auf diese Weise liesse sich der Anteil der gering bis gar nicht qualifizierten auf dem Papier signifikant verringern - das eigentliche Problem bliebe hingegen bestehen.

Da müsste man die konkrete Umsetzung abwarten. Eine Gleichsetzung mit deutschen Abschlüssen oder eine Akzeptanz ohne Prüfung sind sicherlich der falsche Weg.
Es ist aber ein bekanntes Problem (auch z.B. für Integration - warum sollte man eine Kultur anerkennen, die sich weigert, auch nur die eigenen Urkunden anzugucken?), dass rechtmäßige ausländische Ausbildungen nicht anerkannt werden, weil sie nicht ganz den deutschen entsprechen.
Fiktives, erfundenes Beispiel: Einem iranischen Ingenieur fehlen aufgrund seiner 6 Monate küzeren Ausbildung minimale theoretische Kenntnisse im Vergleich zu einem deutschen Ingenieur am Ende seiner Ausbildung. (die er ggf. noch vollständig durch mehrjährige Berufserfahrung kompensieren kann). Er wäre für sämtliche Aufgaben geeignet, mit denen der deutsche in seinen ersten 10-20 Berufsjahren betraut wird. Aber: Da im deutschen System nur ein "Ingenieur" nach deutscher Definition einer Ingenieurstätigkeit nachgehen darf, arbeitet er als U-Bahnfahrer. Verschwendung von Kompetenz wegen Bürokratie.

P.S.:
Studienabschlüsse auf Universitätsniveau werden ironischerweise vom Staat problemlos anerkannt, obwohl da ziemlich oft ziemlich deutlich und allgemein bekannt ist, dass man bei vielen Ländern froh sein kann, wenn ein dortiger Bachelor die Kenntnisse eines deutschen Abiturienten voll abdeckt. Aber: Weil die Abschlüsse den gleichen Namen tragen und in vergleichbarer Zeit erlangt wurden, gelten sie als gleichwertig. Ein Hoch auf die Bürokratie.

Und dann soll auch noch die Mindestverdienstgrenze fuer einen dauerhaften Aufenthalt von heute € 66.000 auf € 40.000 gesenkt werden. Das ist nicht nur offenkundiger Bloedsinn -wer mit 66T nicht ins Land gekoedert werden konnte, wird fuer 40T auch nicht kommen-, es ist auch ziemlich durchsichtig: weil es das Einkommensniveau der qualifizierten Arbeitnehmer aushoehlen soll.

Glaubst du, die deutsche Wirtschaftslobby stellt solche Forderungen, weil es gar keine deutschen Fachkräfte gäbe?
Nö. Das Problem ist, dass diese (mangels Ausbildungsmöglichkeiten) selten und teuer sind. Und international nachgefragt. Für die, die es über die ganze Integrationsdebatte verpasst haben: Deutschland ist mitlerweile sogar netto Auswanderungsland. Und die, die da gehen, sind hochqualifizierte Fachkräfte, denen im Ausland einfach mehr geboten wird, weil die deutsche Ausbildung z.T. einen sehr guten Ruf genießt. Lösungsansatz der Wirtschaft: Dann nehmen wir halt die billigen Fachkräfte aus Osteuropa und 2. Weltstaaten. Hauptsache keinen Cent mehr bezahlen.
(an der Lösung der Ursache arbeitet die Politik aber bereits. Dank Bachelor/Master, Studiengebühren und Stellung von Parteiinteressen über Bildung&Forschung dürfte sich der zu gute Ruf mittelfristig erledigt haben, vielleicht bleiben dann wieder genug Fachkräfte hier. Dann können die importierten auch vorurteilsgerecht aufs Arbeitsamt verlagert werden :ugly: )
 
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Also ich würde nicht grade dem deutschen Bildungssystem die Schuld an der Miesere geben. Vielmehr liegt das Problem in den Zeiten nach der Bildung. Wer bitte schön will nach erfolgreichen Schulabschluss, der danach erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit evtl. Weiterqulifizierung in irgendeiner Zeitarbeitsfirma für schlappe 10€ Brutto schufften? Zumal man dann im eingesetzten Betrieb noch unterhalb eines Auzubildenden im 1.Lehrjahr steht. Sorry, mit solchen Aussichten kann man auch einen "ach und krach" Schulabschluss hinlegen. Berufsausbildung? Brauch ich nicht. Als Hilfsarbeiter in einer Zeitarbeitsfirma verdiene ich ausreichend viel.
Und ja, die deutschen Arbeitgeber haben eine tolle "Geiz ist geil" Mentalität entwickelt.
Ok, ruyven hats schon erwähnt. Als qualifizierte Fachkraft sehe ich zu, dass ich mich auf dem ausserdeutschen Arbeitsmarkt austobe. Dort wird meine berufliche Qulifizierung entsprechend Honoriert. Und wenn ich dann eines Tages der vielen Reiserei müde bin kann ich mich zum Ausklang meines Berufslebens den Sprungbrettinsneuearbeitsleben Firmen (sprich Leiharbeit) widmen. Nur freude werden die sich mit Sicherheit nicht an mir haben.



mfg
ThoR65
 
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Ich finde man sollte erstmal die eigenen Leute hier ausbilden. Und wenn dann immer noch Fachkräfte fehlen dann muss man ihnen hier in Deutschland schon eine ganze Menge bieten das die überhaupt hierher kommen.

In anderen Staaten bekommen "Fachkräfte" Hilfe bei Behördengängen,Wohnungen etc. Das müsste hier erstmal komplett aufgebaut werden. Ich meine wo bekommt man ein 2-3 Monaten 5.000 (nicht realistisch,ich weiß;)) Übersetzer her,die die deutsche Sprache und auch noch indisch,türkisch,spanisch sprechen....
Wenn man wirklich nach "Fachkräften" sucht sollte man diese auch speziell unterstützen damit sie auch langfristig hier bleiben.
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

[x] gut, und man sollte nicht selektieren wer rein darf und wer nicht. Wieso sollte nicht jeder leben sollen wo er will? Wieso gibt es überhaupt so etwas dummes wie Länder und Nationalismus? Ich kann überhaupt nicht verstehen warum alle so stolz auf Deutschland sind, dämlicher Patriotismus! Wenn man sonst nix hat worauf man stolz sein kann...
Und außerdem gehört der Islam zu Deutschland, der Islam ist in der ganzen Welt verbreitet, das ist auch gut so! Wenn auch nur ein Muslim in Deutschland lebt gehört der Islam zu Deutschland, oder etwa nicht?
 
AW: Fachkräfte aus dem Ausland - gut oder schlecht?

Länder gibt es, um Unterschiede zu stabilisieren. Einige nehmen das auch für Nationalstolz, aber ganz praktisch solltest du "Lebensqualität" im Auge behalten.
Gänzlich ohne Grenzen können sich nach belieben globale Ausgleichsströme entwickeln. D.h. nach einer gewissen Phase des reinen Chaos und bergabs wären wir bei weltweit vergleichbaren Verhältnissen, ein bißchen unter dem heutigen Durchschnitt angelangt.
Ich denke, ich brauche nicht weiter ausführen, wo das arithmetrische Mittel zwischen Deutschland und der restlichen Welt in Punkten wie Sicherheit, Ernährung, Arbeitsschutz, medizinischer Versorgung,.... aussieht.
 
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