Evolutionstheorie vs. Kreationismus

  • Ersteller Ersteller Thomas5010
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Aber allein, dass Religion mit Nazitum verglichen wird, zeigt welche Aversion dahinter sich verbirgt.
Was natürlich totaler Unsinn ist.
Religion sollte nun mal Privatsache sein.
Du kannst doch weiterhin in die Moschee gehen und die Moschee darf natürlich religiöse Symbole darstellen.
Aber wieso sollte man in einer Fußgängerzone von Missionaren umringt werden? Oder wieso muss ich an einer Schule mit der Kippa herumlaufen, das bei anderen Hass erzeugt?
Wie viele Muslima werden diskriminiert oder sogar angefeindet, weil sie in Schulen verschleiert sind?
Man kann das Verbot auch nur auf Bildungseinrichtungen begrenzen.
Am Bahnhof oder Flughafen wird nichts verboten.
 
PS
@emp1 Die Buchempfehlung mit der Biographie vom Propheten Muhammed ist top!
Danke.
Es wäre für alle durchaus ratsam, sich gegenseitig über ihre jeweilige Gedankenwelt zu informieren.
Die soziokulturelle Prägung dere Völker ist ungleich stärker, als man oberflächlich annimmt.
Das miteinander wäre zweifellos entspannter, wenn Mulime, Chisten, Juden und andere Religionsgruppen jeweils wüssten, wie denn das gegenüber so tickt. So richtig und gefühlt weiss das nämlich keiner, egal woher er kommt.
Diese unsägliche Borniertheit, nur der jeweils eigene Glauben wäre das Ultimative und Richtige ist für mich nur der manifestierte Ausdruck erschreckender Ignoranz und Intoleranz.

In Bezug auf den Islam finde ich die Entstehung des Glaubens und somit die Vita Mohammeds und warum er dann eben DER Prophet und Glaubensverkünder geworden ist, schon sehr wichtig.
Will man wissen, warum der Gläubige zu Allah betet, muss man wissen, wie Mohammed gelebt hat - ganz einfach.

Aus meiner eher wissenschaftlichen und zweifellos atheistischen Brille transportiert der Koran alles Wesentliche, was elementar zu Zeiten Mohammeds war, um in den zweifellos harschen Umweltbedingungen der damaligen Zeit in dieser Region das Überleben der Volksgemeinschaften nachhaltig zu sichern.
Hier gibts faktisch und im Kern keinen Unterschied zu ähnlichen Themen in der Bibel oder Talmund.
Analytisch im Aussagedetail sind alle Schriften der doch sehr verwandten Religionen dieser Weltregion zu gefühlt 99% deckungsgleich.
Diese Regelwerke, wenn man so will, ergaben die Leitplanken zu funktionierenden Gemeinschaften.
Das mag der eine oder andere Gläubige einer dieser Religionen evtl. nicht gerne hören, ich bin aber überzeugt davon, dass Allah, Jahwe und Gott ein und derselbe Chef ist. :)
 
Religion komplett aus dem öffentlichen Raum zu verbannen ist Totalitarismus und zeugt von heftiger Intoleranz gegenüber anderer Lebenswelten.

Mich verwundert es, dass Menschen, die hier sozialisiert worden sind, nach so etwas rufen.
Aber allein, dass Religion mit Nazitum verglichen wird, zeigt welche Aversion dahinter sich verbirgt.

Meistens sind es leider aber auch genau dieser Typus Mensch, der andere diskriminiert.
Das ist nicht immer Diskriminierung die dahinter steckt, sondern oft mals sind Menschen unausgeglichen.
Eine Mischung aus fehlender Auslastung führt irgendwie dazu, dass man sich mit allen befassen will und zu allem eine Meinung haben muss.
Und da man den Fehler dann nicht bei sich sucht, kann es ja nur sein, dass es das System sein muss in dem wir leben.
Also formt man sich Lösungen zu Problemen die gar nicht bestehen und modelliert sich ein Weltbild. Mit der Überzeugung, dass man die Lösung nun gefunden hat, ist man dann bedauerlicher ziemlich bestürzt, dass nicht alle zu der Musik mittanzen wollen, die man im eigenen Kopf hört.
Innerlich entstehen dann gleichzeitig Ängste, das paart sich dann mit den Aggressionen weil das eigene Leitbild von anderen nicht angenommen wird.

Orientierungslos.

Da ist man Staatsbürger und wächst in friedlichen Zeiten in einem Land auf in dem man alle Freiheiten genießt, kennt keine echten Probleme, also muss man sich bei anderen Ländern umschauen, was da so anfällt.

Reicht das auch schon nicht mehr aus muss ich eben weiter Bedrohungen konstruieren.

Und irgendwann ist man selbst so weit, das man selbst zu dem geworden ist, was man anfangs so verachtet hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Aus meiner eher wissenschaftlichen und zweifellos atheistischen Brille transportiert der Koran alles Wesentliche, was elementar zu Zeiten Mohammeds war, um in den zweifellos harschen Umweltbedingungen der damaligen Zeit in dieser Region das Überleben der Volksgemeinschaften nachhaltig zu sichern.
Das sehe ich auch so. Das Verbot Schweinefleisch zu essen, kommt ja davon, dass man zu der Zeit schlicht zu wenig über Tiere wusste. Daher bin ich immer noch dafür, dass sich eine Religion anpasst und mit der Zeit geht.
Das Zölibat beruht auf einer Zeit als die Kirche im Vergleich zu anderen wohlhabend war und man den Erbstreit aus dem Weg gehen wollte. Das ist heute nicht mehr notwendig.
 
Diese Regelwerke, wenn man so will, ergaben die Leitplanken zu funktionierenden Gemeinschaften.
Das mag der eine oder andere Gläubige einer dieser Religionen evtl. nicht gerne hören, ich bin aber überzeugt davon, dass Allah, Jahwe und Gott ein und derselbe Chef ist. :)

Vorweg:
Ich muss bei deinen Empfehlungen noch recherchieren ob ich dazu deutsche Ausgaben finde, aber falls es die nicht gibt:
Sind in den englischen Büchern viele fachspezifische Begriffe? So weit kann ich mein Englisch nicht belasten und ich will ehrlich gesagt nicht die ganze Zeit den Übersetzer bemühen.

Zum Zitat…
Ich denke jeder reife und gesittete Mensch kann deine Meinung so akzeptieren.
Es wird auch Leute geben die der Meinung sind, dass sie die Lehren ergänzen und nicht widersprechen sollen, wie in einer Partnerschaft. Es wird andere geben die sagen, dass es nicht der gleiche Gott ist.
Aber unterm Strich:
Wozu soll man sich stressen?
Wir könnten alle Feiertage einführen und kämen das ganze Jahr über vor Festen fast um. Hätten Spaß und würden uns alle kennenlernen und der einzige der sauer wäre, wäre der Arbeitgeber :P
 
Fußgängerzone von Missionaren umringt werden? Oder wieso muss ich an einer Schule mit der Kippa herumlaufen, das bei anderen Hass erzeugt?
Wie viele Muslima werden diskriminiert oder sogar angefeindet, weil sie in Schulen verschleiert sind?
Es sollte schlicht und einfach jedem frei überlassen sein.
Ich finde den Weg, den wir gerade gehen eigentlich ziemlich gut: Es gibt eine Religionsfreiheit und als Wertekanon orientiert man sich (zumindest in der Theorie) daran, anderen Menschen nicht vorschreiben zu wollen, wie sie sich kleiden wollen.
Das mag der eine oder andere Gläubige einer dieser Religionen evtl. nicht gerne hören, ich bin aber überzeugt davon, dass Allah, Jahwe und Gott ein und derselbe Chef ist. :)
Da du die Biographie des Propheten Muhammed gelesen hast, weißt du bestimmt, dass das die Ansicht des Islams ist: Es gibt nur eine Gottheit, die im arabischen Allah genannt wird, und alle Propheten wie Abraham, Moses und Jesus haben den Menschen die Einheit Gottes verkündet.
Manche islamischen Gelehrten gehen auch davon aus, dass selbst Buddha ein Prophet von Allah war, da in seinen Schriften monotheistische Ansätze zu finden sind.
Das Verbot Schweinefleisch zu essen, kommt ja davon, dass man zu der Zeit schlicht zu wenig über Tiere wusste.
Und was weiß man heute mehr über das Schweinefleisch?
Wir könnten alle Feiertage einführen und kämen das ganze Jahr über vor Festen fast um.
Dafür plädiere ich schon ewig :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorweg:
Ich muss bei deinen Empfehlungen noch recherchieren ob ich dazu deutsche Ausgaben finde, aber falls es die nicht gibt:
Sind in den englischen Büchern viele fachspezifische Begriffe? So weit kann ich mein Englisch nicht belasten und ich will ehrlich gesagt nicht die ganze Zeit den Übersetzer bemühen.

Die Frage ist eigenermaßen schwierig für mich zu beantworten.
Auf Arbeit bewege ich mich ausschließlich in der englischen Sprache, einfach weil ich nonstop mit Briten, Amis, Franzosen, Spanier, Russen, Inder, Chinesen und Japaner und v. a. Nationen international zusammenarbeite und englisch hier quasi die Wissenschaftsprache in der Quantenphysik ist.
Insofern bin ich es "gewohnt".
Die Bücher zu den Natives an der Westküste der USA/Kanada sind eigenermaßen fluffig und in relativ einfacher Sprache geschrieben, während der Biographieautor über Mohammed auch für mich einige Wörter benutzte, die ich nachschlagen musste.
Da sind ja alles ältere Bücher, die ich mir im Laufe der Zeit kaufte.
Ich weiss natürlich nicht, ob es mittlerweile Bessere zum Thema gibt, sollte ja eher zur Orientierung dienen, dass es eben Schöpfungsgeschichten über die der bekannten Weltreligioinen hinaus gibt, die spannend und für meinen Teil erstaunlich "realitisch" sind.
Was will ich damit zum Ausdruck bringen?
Für die Menschheit in Summe zweifellos eher unbedeutende Völker haben Legenden vor mehrern 1.000 Jahren gebildet, die ungleich besser mit dem heutigen wissenschaftlichen Weltbild korrespondieren und dennoch eine unfassbare Fülle an Spiritualität bieten.
Insbesondere die "Traumzeit" Legenden der Aboriginees sind derart komplex, dass sie evtl. zu komplex für die Meisten Menschen sind, die oftmals einfachere Lösungen und Antworten suchen.


Zum Zitat…
Ich denke jeder reife und gesittete Mensch kann deine Meinung so akzeptieren.
Es wird auch Leute geben die der Meinung sind, dass sie die Lehren ergänzen und nicht widersprechen sollen, wie in einer Partnerschaft. Es wird andere geben die sagen, dass es nicht der gleiche Gott ist.
Aber unterm Strich:
Wozu soll man sich stressen?
Wir könnten alle Feiertage einführen und kämen das ganze Jahr über vor Festen fast um. Hätten Spaß und würden uns alle kennenlernen und der einzige der sauer wäre, wäre der Arbeitgeber :P
Es ist nur meine Meinung.
Jeder hat das zweifellose Recht, eine andere Meinung zu verteten, sofern er seine eigene Meinung nicht mit Gewalt in jeglicher Form Anderen aufzwingen will.
Da du die Biographie des Propheten Muhammed gelesen hast, weißt du bestimmt, dass das die Ansicht des Islams ist: Es gibt nur eine Gottheit, die im arabischen Allah genannt wird, und alle Propheten wie Abraham, Moses und Jesus haben den Menschen die Einheit Gottes verkündet.
Manche islamischen Gelehrten gehen auch davon aus, dass selbst Buddha ein Prophet von Allah war, da in seinen Schriften monotheistische Ansätze zu finden sind.
Ja, weiss ich.
Es ist leider der Absolutismus, der mich daran stört, dass Allah quasi über alles steht.
Für mich als Atheist ist dies sogar das Hauptargument, dass der Islam nicht "meine" Religion werden kann.

Was wäre denn, wenn in Wirklichkeit der exemplarische Buddha tatsächlich die EINE Manifestation des Weltenschöpfers auf Erden wäre und Allah lediglich ein soziologisches Experiment von Buddha?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was wäre denn, wenn in Wirklichkeit der exemplarische Buddha tatsächlich die EINE Manifestation des Weltenschöpfers auf Erden wäre und Allah lediglich ein soziologisches Experiment von Buddha?
Das wäre eine sehr fragwürdige Gottesvorstellung, mit der ich persönlich große Probleme hätte: Ein Gott, der mit seiner Schöpfung Experimente betreibt...

Das ein einziger Gott absolutistische Ansprüche hat, weil es neben ihm halt keine Allmacht gibt und geben kann, und die Menschen dabei trotzdem frei entscheiden lässt, ob sie an ihm glauben wollen oder nicht, fügt sich für mich perfekt in die Realtität, in der wir leben. Andernfalls gebe es nur eine Religion und seine Anhänger. Tut es aber nicht.
 
Aus meiner eher wissenschaftlichen und zweifellos atheistischen Brille

ich bin aber überzeugt davon, dass Allah, Jahwe und Gott ein und derselbe Chef ist.
Unabhängig davon, dass ich da durchaus konform gehe mit der Idee einer übergeordneten Wesenheit wenn es den so ist, so scheint Deine wissenschaftliche atheistische Brille ja nicht so zweifellos atheistisch zu sein.

Btw es könnte sehr interessant sein einen eigenen Thread dazu aufzumachen. Da wir uns ansonsten zu sehr von Kreationismus vs Evolutionstheorie entfernen.


Womit ich eine ältere Frage in den Raum werfen möchte, welche sehr gut zum Thread passen dürfte.

Wer hat Gott erschaffen oder hat Gott den Menschen erschaffen?

Persönlich halte ich es so, dass der Mensch irgendwann die Fähigkeit entwickelt hat seine grauen Zellen so zu verknüpfen um sich für Dinge welche er nicht verstehen konnte einen alternativen Erklärungsweg zu konstruieren. Sprich für mich ein Ergebnis der Evolution und weniger eines göttlichen Schöpfungsaktes.
 
Was wäre denn, wenn in Wirklichkeit der exemplarische Buddha tatsächlich die EINE Manifestation des Weltenschöpfers auf Erden wäre und Allah lediglich ein soziologisches Experiment von Buddha?
Das ist super.
Ich nehme das zumindest mal bei der nächsten Gelegenheit mit und schmeiß das bei mir so ähnlich in die Runde, wenn wir Jungs über das Leben philosophieren :D

Danach würde ich das sogar ausbauen.
Was wäre wenn, ich dir als dein Schöpfer gegenüberstehe, aber ich dir was von einem ungreifbaren Gott erzähle, weil du sonst nicht klar kommen würdest und das besser für dich zu verdauuen ist.


Da wir eine Weile jetzt das alles wieder gesellschaftlich betrachtet haben, ist mir wieder eingefallen, was ich immer so ein bisschen vermisse.
Wir befassen uns ja immer mit der prominenten Wissenschaft die der Goldstandard ist. Aber welche Sachen sind den noch so interessant, wo Wissenschaft die Wissenschaft kritisiert?
Also zB. Jedes Kind kennt den Urknall, aber gibt es auch aktuelle andere Theorien die wo andere Wissenschaftler widersprechen und man zumindest sagen würde, dass deren Theorie auch irgendwie sein könnte?

Was ist denn da aktuell so der heiße Scheiß? Wo sind die Science Gossip Girls? :)
 
Das wäre eine sehr fragwürdige Gottesvorstellung, mit der ich persönlich große Probleme hätte: Ein Gott, der mit seiner Schöpfung Experimente betreibt...
Genau das hast du aber selbst geschrieben:
...dass selbst Buddha ein Prophet von Allah war...
Ein soziologisches Experiment in Ostasien. :)

Das ein einziger Gott absolutistische Ansprüche hat, weil es neben ihm halt keine Allmacht gibt und geben kann, und die Menschen dabei trotzdem frei entscheiden lässt, ob sie an ihm glauben wollen oder nicht, fügt sich für mich perfekt in die Realtität, in der wir leben. Andernfalls gebe es nur eine Religion und seine Anhänger. Tut es aber nicht.

Die Welt wird immer diverser in allen Belangen.
Egal wie die monotheistische Religion sich auch nennt, ich denke, das werden Auslaufmodelle.
Haben Bibel, Koran und Co. aus dieser Weltregion funktionierende Antworten auf die Entstehung von eisenzeitlichen Hochkulturen gehabt, haben sie im Gegensatz zum exemplarischen Buddha erhebliche Defizite zu Antworten in der heutigen Zeit.

Wen es für dich im jetzt und heute passt, ist das fein.

Global betrachtet und auf die nächsten paar Jahrzehnte hochskaliert werden sie keine signifikanten Antworten auf eine hochtechnisierte, extrem freiheitliche und liberale und letztlich auch überbevölkerte Erde haben.
Die soziologischen Leitplanken werden anders aussehen.
Die traditionellen Familiestrukturen wird es in 50 - 100 Jahren einfach nicht mehr geben.
Das betrifft selbstverständlich nicht nur den Islam, sondern eben auch das Christentum oder das Judentum, um die Bigplayer im Monotheismus mal zu nennen.
 
Es sollte schlicht und einfach jedem frei überlassen sein.
Ich finde den Weg, den wir gerade gehen eigentlich ziemlich gut: Es gibt eine Religionsfreiheit und als Wertekanon orientiert man sich (zumindest in der Theorie) daran, anderen Menschen nicht vorschreiben zu wollen, wie sie sich kleiden wollen.
Damit kann ich auch gehen.
Ich mache mir nur Gedanken, dass wenn ein Mensch, der seinen Glauben öffentlich bekundet, diskriminiert oder angefeindet wird. Wie eben jüdische Stunden an der Uni.
In unserem Land gibt es Religionsfreiheit. Das bedeutet auch, dass ich die religion eines anderen anerkenne und respektiere, unabhängig davon, dass meine religion von sich behauptet, dass sie die Beste der Besten der Besten ist.
Und was weiß man heute mehr über das Schweinefleisch?
Man weiß heute deutlich mehr über das Verhalten von Schweinen als früher und dass sie intelligenter sind als das normale Haustier und dass sie verdammt gut riechen können. Nicht ohne Grund nutzt man Schweine um Trüffel zu suchen.
Mich stört ja viel eher die Massentierhaltung. :(
Da werden die Tiere auf einer Weise ausgebeutet, die nicht im Interesse jeder Religion ist. Ich vermisse Demonstrationen von Religionsgruppen gegen Massentierhaltung.
Letztes Wochenende waren wir bei unserem Bio Bauernhof, wo wir unser Fleisch kaufen. Was da für glückliche Tiere herum liefen. Küken, Ferkel, Lämmer, Kälber. :daumen:
 
Genau das hast du aber selbst geschrieben:
...dass selbst Buddha ein Prophet von Allah war...
Ein soziologisches Experiment in Ostasien. :)
Oh, ok. Dann habe ich wohl missinterpretiert.

"Soziologisches Experiment" widerspricht trotzdem der islamischen Vorstellung: Im Islam, ferner im Qur'an, wird beschrieben, dass Allah der Schöpfer ist und besonderen Menschen von Anfang an sich in verschiedenen Formen als sein Schöpfer offenbart hat; die Propheten. Von Anfang an war die Botschaft immer klar und die Gleiche: Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott außer ihm. Die Menschen haben jedoch aus verschiedenen Gründen immer wieder angefangen sich falsche Götter zu nehmen, bzw. Götzen, und diese in Form von Stein- und Holzstatuen anzubeten. Woraufhin Gott immer wieder neue Propheten gesendet hat, bis zum letzten Propheten Muhammed und der einzig übrig gebliebenen unverfälschten Schrift, dem Qur'an, der Kenntnis darüber gibt.

Die Welt wird immer diverser in allen Belangen.
Egal wie die monotheistische Religion sich auch nennt, ich denke, das werden Auslaufmodelle.
Ich sehe da im Moment keine Entwicklung, die das bestätigt, woran du glaubst (hihi)^^
Haben Bibel, Koran und Co. aus dieser Weltregion funktionierende Antworten auf die Entstehung von eisenzeitlichen Hochkulturen gehabt, haben sie im Gegensatz zum exemplarischen Buddha erhebliche Defizite zu Antworten in der heutigen Zeit.
Ich habe den Qur'an mehrmals durchgelesen, und weiß gerade nicht, welche Antworten zur Entstehung von eisenzeitlichen Kulturen du genau meinst? Für andere Religionen maße ich mir nicht an das Wort zu ergreifen.

Davon abgesehen, ist der Qur'an ein Glaubensbuch, indem das relevanteste drinsteht, nämlich der Sinn des Lebens. Sämtliche historische Details oder ob es Aliens gibt im Universum wären dagegen Verwässerungen, die einfach nur die Neugier mancher befriedigen sollen. Darum geht's aber nicht.

Es gibt nichtsdestotrotz im Qur'an Verse, die verblüffend sind und im 6 jhd nach Chr. nicht begriffen worden sind. Wie zbsp.:

Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, daß die Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?

(Qur'an, Sura 21, Vers 30)


Alles war eine zusammenhängende Masse? Wurde dann getrennt? Und Wasser als der wichtigste Stoff für alle Lebewesen?

Wie konnte so etwas ein Wüstenaraber, der nie die arabische Halbinsel verlassen hat und Analphabet war, selber wissen und beschreiben?

Und das noch zu antiken Zeiten. In Europa glaubte man ja noch bis zum Mittelalter, dass alles eine Scheibe war, nur so zum Kontrast, welche Vorstellungen selbst Jahrhunderte später auf der Welt verbreitet waren.

Die Aufforderung am Ende des Verses ist für mich so verblüffend, da es eine Aufforderung ist und eine direkte Ansprache an Menschen, die damals mit dieser Beschreibung eines Phänomens unmöglich was anfangen konnten. Da wir Muslime an den zeitlosen Charakter des Qur'ans glauben, werden damit wohl genau die Menschen der heutigen Zeit und modernen Wissenschaft angesprochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Haben Bibel, Koran und Co. aus dieser Weltregion funktionierende Antworten auf die Entstehung von eisenzeitlichen Hochkulturen gehabt, haben sie im Gegensatz zum exemplarischen Buddha erhebliche Defizite zu Antworten in der heutigen Zeit.
Ich kann deinen Post nachvollziehen, nur hier würde ich nicht in gänze zustimmen.
Die Schriften die ich so kenne, sind auf jedenfall sehr intelligent verfasst, ob man dem Inhalt glauben möchte oder nicht.
Mit anderen Worten hat man da so einige Backups drin, die dem Leser zumindest eine Antwort bieten mit der er Leben kann.
Abgesehen davon das die semitischen Sprachen Wörter bieten, bei denen man Aussagen schon so anpassen kann, dass die zum Problem passen, haben einige Passagen Vorbereitungen getroffen, um auch in moderneren Gesellschaften abgesichert zu sein.
Salopp gesagt führen die dann zB zu sowas wie:
Du musst dich nicht immer nur auf das berufen, was du von den Propheten liest, denn mit all dem Wissen was man dir nun hier vermittelt hat, erkennst du auch selber schon was richtig und was falsch ist.
Oder aber, man solle sich technologisch mit der aktuellen Zeit mitentwickeln.
Alles gehöre zu einem übergeordneten Plan…
 
Unabhängig davon, dass ich da durchaus konform gehe mit der Idee einer übergeordneten Wesenheit wenn es den so ist, so scheint Deine wissenschaftliche atheistische Brille ja nicht so zweifellos atheistisch zu sein.

Ich setze mich sehr intensiv mit Religionen auseinander.
Wenn du in der Quantenphysik herumschleichst, kommste irgendwann und dann sehr rasch zu dem Punkt:
Wer zum Teufel hat den Scheiss erfunden?

Ich meine (jetzt bildlich und plakativ geschrieben):
Ich "drehe" hier auf dem kleinen Felsbrocken im All ein Lichtquant und in 13 Mrd. LJ Entfernung, wenn man so will 13 Mrd Jahre in der Vergangheit und dennoch zeitgleich im hier und jetzt, dreht sich das verschränkte Photon "dort hinten draußen " auch.
Spooky, oder?

Wer hat Gott erschaffen oder hat Gott den Menschen erschaffen?
Zwei Kernfragen, die nur sehr schwer zu beantworten sind.
Für den Gläubigen ist das einfach, für z. B. mich dann schon schwieriger... :)
 
Oh, ok. Dann habe ich wohl missinterpretiert.

"Soziologisches Experiment" widerspricht trotzdem der islamischen Vorstellung: Im Islam, ferner im Qur'an, wird beschrieben, dass Allah der Schöpfer ist und besonderen Menschen von Anfang an sich in verschiedenen Formen als sein Schöpfer offenbart hat; die Propheten.
Hat aber Allah jetzt auch das Universum erschaffen oder nur die Erde oder nur den Menschen?
Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, daß die Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?

(Qur'an, Sura 21, Vers 30)

Alles war eine zusammenhängende Masse? Wurde dann getrennt? Und Wasser als der wichtigste Stoff für alle Lebewesen?

Wie konnte so etwas ein Wüstenaraber, der nie die arabische Halbinsel verlassen hat und Analphabet war, selber wissen und beschreiben?
Jetzt mal ernsthaft. Ich lese daraus gar nichts, außer eben das, was auch ein Astrologie schreiben würde. Alles so allgemein gehalten, dass man alles darin interpretieren kann.
Und das noch zu antiken Zeiten. In Europa glaubte man ja noch bis zum Mittelalter, dass alles eine Scheibe war, nur so zum Kontrast, welche Vorstellungen selbst Jahrhunderte später auf der Welt verbreitet waren.
Das ist falsch. Auch im Europa des Mittelalters war die form der erde bekannt.
Und Columbus ist auch nicht gesegelt um die beweisen, dass die Erde eine Kugel ist, sondern er wollte einen anderen Seeweg nach Asien finden.
Ich "drehe" hier auf dem kleinen Felsbrocken im All ein Lichtquant und in 13 Mrd. LJ Entfernung, wenn man so will 13 Mrd Jahre in der Vergangheit und dennoch zeitgleich im hier und jetzt, dreht sich das verschränkte Photon "dort hinten draußen " auch.
Spooky, oder?
Du rast mit unfassbaren 1 million km/h durchs All. Kein wunder als, dass zumindest die Aliens schon grün sind. :D
 
Hat aber Allah jetzt auch das Universum erschaffen oder nur die Erde oder nur den Menschen?
Wenn es nur einen Schöpfer gibt, kann es etwas in der Schöpfung geben, was er nicht erschaffen hat?
Jetzt mal ernsthaft. Ich lese daraus gar nichts, außer eben das, was auch ein Astrologie schreiben würde. Alles so allgemein gehalten, dass man alles darin interpretieren kann.
Dass Alles eine Masse war, die dann getrennt wurde, ist für dich allgemein gehalten und klingt nach Astrologie?!
Äh...ok
Ich setze mich sehr intensiv mit Religionen auseinander.
Wenn du in der Quantenphysik herumschleichst, kommste irgendwann und dann sehr rasch zu dem Punkt:
Wer zum Teufel hat den Scheiss erfunden?
Ich finde das soo interessant, dass gerade du, als wohl einer der wenigen hier im Thread, die sich beruflich so tief mit Quantenphysik beschäftigen und somit zum Wissenschaftszweig zählt, auf solche Fragen kommst.
Ich glaube nämlich, dass jemand der sich aufrichtig mit den Phänomenen der Natur beschäftigt automatisch auf den Gedanken kommen wird, dass das doch übertrieben krass alles ist, als dass da keine Intelligenz dahinter stecken könnte.
 
Wenn es nur einen Schöpfer gibt, kann es etwas in der Schöpfung geben, was er nicht erschaffen hat?
Wer hat dann ihn erschaffen?
Dass Alles eine Masse war, die dann getrennt wurde, ist für dich allgemein gehalten und klingt nach Astrologie?!
Äh...ok
Was wurde getrennt? Himmel und Erde? Wie? Wo kam das Wasser her?
Das ist eben genauso als wenn ich mir das Horoskop dieser Woche durchlese. Das ist so geschrieben, dass ich alles daraus deuten kann.
 
Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott außer ihm.
Die Problematik ist hier für mich diese:
Es gibt neben den Weltreligionen durchaus ja auch andere montheistische aber eben auch anders struktiurierte Religionen. Allen gemein ist der Anspruch auf Absolutismus.
Wenn aber alle Recht haben, dann ist die Umkehschlusslogik diese, dass es mehrere Götter gleichrangig geben muss.
OIhne das ich jetzt den Islam diskreditieren möchte, das Thema kam von dir:
Mit diesem Satz schließt hat quasi der Islam es selbst verwirkt, dass Allah der einzig Anbetungswürdige ist - ist leider so - trifft aber auch auf alle, vornehmlich monotheistische Religionen zu.

Ich habe den Qur'an mehrmals durchgelesen, und weiß gerade nicht, welche Antworten zur Entstehung von eisenzeitlichen Kulturen du genau meinst? Für andere Religionen maße ich mir nicht an das Wort zu ergreifen.
Welche Regelwerke werden für die Gemeinschaft aufgestellt?
Da hast du die Antworten.
Trifft ebenso auf alle Religionen zu.

Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, daß die Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?

(Qur'an, Sura 21, Vers 30)
Du interpretierst :)
Der Autor von damals wird die Antwiort haben, was er meinte.

Gegenbeispiel, ca. 40.000 Jahre vor Islam oder Christentum:

Das Schöpfungswesen Baiame der Aborigines, in einer der ältesten Kulturen unserer Erde, ist die erste geistige Substanz, durch die jegliche Lebensform erst entstehen konnte. Dieser Schöpfergeist verkörpert das Universum und durchdringt alle Materie und sogar leeren Raum; er tritt als eine unfassbare Intelligenz rein spiritueller Natur auf. Alles Leben begann als eine Auswirkung der Gedankenbilder im Geiste des großen Schöpfers.


Macht für mich viel mehr Sinn als alles was ich hierzu zu dem Thema in der Bibel oder im Koran gelesen habe :)
 
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