Euer Gedanke zum Kommunismus

alter wie viele das sind wenn man das zusammenrechnet. Ich will das nicht gleichsetzen mit dem Terror des Nationalsozialismus aber von den nackten Zahlen her siehts übel aus für die Commies.
Merkwürdig, dass man dieses Gedankengut grundsätzlich nicht als "faschistisch" abstempelt...
 
Auch der Nationalsozialismus ist nur eine Spielart des Sozialismus/Kommunismus. Auch wenn man darüber hierzulande lieber fest die Augen verschliesst, ist man in dem Punkt in den USA schon bedeutend weiter.
http://www.youtube.com/watch?v=0wLT0X5pT9E
Mit Sicherheit ist er das, aber nicht in der "kommerziellen" Art definiert nach Marx etc. Aber klar, ein Arbeiter- und Bauernstaat, ebenso durch Gleichmacherei geprägt
 
Mit Sicherheit ist er das, aber nicht in der "kommerziellen" Art definiert nach Marx etc. Aber klar, ein Arbeiter- und Bauernstaat, ebenso durch Gleichmacherei geprägt

Naja. Marx hat es immerhin in "Mein Kampf" geschafft, also scheint er für Hitler eine Rolle gespielt zu haben.

Aber stimmt schon. Irgendwie herrscht in dem Punkt in Deutschland eine absolute Verdummung. Im Geschichtsunterricht wird Hitler immer nur als "Rechter" dargestellt, obwohl er überhaupt nicht in das rechte Schema passt. Viele andere Aspekte fallen im Geschichtsunterricht sogar ganz unter den Tisch. So wird oft nur von den Grausamkeiten innerhalb Deutschlands und der gleichgestellten Nationen geredet. Nicht aber, was selbst noch außerhalb Europas insbesondere der jüdischen Bevölkerung angetan wurde.

Auch "lustig": Als ich noch in der 9. Klasse war und wir das Thema WWII behandelt haben, waren gerade japanische Austauschschüler zu Besuch. Die mussten dann doch tatsächlich den Raum verlassen, weil das japanische Schulsystem selbst heute versucht die japanischen Kriegsverbrechen auszublenden. Soviel zur japanischen Ehre.

EDIT: Eigentlich eine rechte Ironie, dass Kommunisten seit Marx angeblich gegen die Religion ("Das Opium des Volkes") kämpfen. Letztlich ist Kommunismus doch nichts anderes als eine verschrobene Religion. Jedes kommunistische System ging letztlich auf einen Führerkult zurück.
 
Naja. Marx hat es immerhin in "Mein Kampf" geschafft, also scheint er für Hitler eine Rolle gespielt zu haben.

Aber stimmt schon. Irgendwie herrscht in dem Punkt in Deutschland eine absolute Verdummung. Im Geschichtsunterricht wird Hitler immer nur als "Rechter" dargestellt, obwohl er überhaupt nicht in das rechte Schema passt. Viele andere Aspekte fallen im Geschichtsunterricht sogar ganz unter den Tisch. So wird oft nur von den Grausamkeiten innerhalb Deutschlands und der gleichgestellten Nationen geredet. Nicht aber, was selbst noch außerhalb Europas insbesondere der jüdischen Bevölkerung angetan wurde.
"Rechts und Links" das stammt noch aus Zeiten von nach 1848, damals waren die rechten die Konservativen, die pro König von Preußen eingestellt waren. Links waren die Liberalen und Nationalen, die für eine gesamtdeutsche Lösung waren und das ganze etwas "sozialer", aber zB das Wahlrecht noch immer nach Einkommen staffeln wollten. Die wollten natürlich auch eine Art "Demokratie"
Dann gab es noch weiter links die Sozialisten, von denen aber nicht viele in der ersten Nationalversammlung vertreten waren.
"Rechts" bedeutet eigentlich konservativ und patriotisch.
Somit wäre der Ursprungsbedeutung nach Hitler praktisch überall und nirgendwo einzuordnen. Nur Liberal war er bestimmt nicht.
Er war nationalistisch, bei den Veränderungen die er durchgerungen hat weder konservativ noch tolerant/liberal, er war (was zumindest die "Deutschen" angeht) sozialistisch.
Was er auch noch war, aber das bezieht sich nicht auf die politische Richtung, er war, wie es so schön heißt, "faschistisch" (obwohl ich das angesichts der Grausamkeiten seiner Politik noch untertrieben finde). "Faschistisch" ist auch nirgendwo richtig festgelegt definiert.
Ich würde es definieren als hochgradig intolerant, andere Meinungen nicht in irgendeiner Art und Weise akzeptierend, einem anderen Menschen (sei es mit Gewalt oder mit polemischen Parolen) seine Meinung aufzudrängen, weil der "Faschist" nur zwei Meinungen kennt: die eigene und die falsche.
bytheway: Ich habe keine Ahnung, was im "Mein Kampf" steht, und ich möchte es auch nicht wissen :) Das Buch ist nicht ohne Grund verboten..

EDIT: Eigentlich eine rechte Ironie, dass Kommunisten seit Marx angeblich gegen die Religion ("Das Opium des Volkes") kämpfen. Letztlich ist Kommunismus doch nichts anderes als eine verschrobene Religion. Jedes kommunistische System ging letztlich auf einen Führerkult zurück.
Klar, das ließe sich so interpretieren. Ein weiteres Paradox am Kommunismus.
 
Ist ja ´ne illustre Runde hier. :what:

............ "Faschistisch" ist auch nirgendwo richtig festgelegt definiert.
Ich würde es definieren als hochgradig intolerant, andere Meinungen nicht in irgendeiner Art und Weise akzeptierend, einem anderen Menschen (sei es mit Gewalt oder mit polemischen Parolen) seine Meinung aufzudrängen, weil der "Faschist" nur zwei Meinungen kennt: die eigene und die falsche.

Naja, wenigstens zu etwas Selbstkritik ist man fähig... :daumen:
Mal weiter so.
 
Wird aber auch Zeit =)
unsere östlichen Nachbarn haben sich weit entwickelt aber sind noch immer weit von uns entfernt.

Die Frage ist, in welcher Richtung sie sich "weiter"entwickelt haben...
Sicher: Es gibt im Schnitt etwas mehr Demokratie, aber einige Staaten haben in dieser Hinsicht eher Rückschritte gemacht (was von dem Ausgangspunkt eine Leistung ist), die Sozialsysteme liegen durchgängig am Boden und selbst für die Leute, die sie nicht brauchen, sind die Lebensstandards im Schnitt gesunken. Die heimische Wirtschaft ist des öfteren zusammengebrochen. Verbessert haben sich die Bedingungen nur für einige sehr wenige - und für ausländische Firmen.

In sofern stellt sich die Frage, aus wessen Sicht es für Kuba "Zeit wird", sich zu öffnen - vor allem wenn man bedenkt, dass Kuba seinen Einwohnern die ganze Zeit über deutlich bessere Bedingungen bot, als die UdSSR und vor allem auch als ettliche andere mittelamerikanische Länder.

Haltet ihr das für realitisch?

Horst Koch - Aufklärung - Weltkommunismus

Es geht um die Liste am Ende des Artikels...also bis auf den ersten Punkt find ich es realistisch.

Ich halte die Beschreibungen für 100% unrealistisch, denn da ist mehrfach die Rede vom "Kommunismus". Nur in der Theorie existierende Konzepte bringen aber niemanden um.
Wenn man sie durch "sozialistische Diktaturen" ersetzt, gewinnt die Liste schon ein bißchen - aber ich wäre auch ohne die klar voreingenomme Bezeichnung jeder Auflistung dieser Art gegenüber kritisch, die keine Bandbreite angibt. Denn derartige Zahlen sind schlichtweg miserabel dokumentiert und bislang kaum erforscht, wer da behauptet, eine absolute Angabe machen zu können, der verfolgt i.d.R. nicht das Ziel, zu informieren.
Soweit ich das einschätzen kann (kann ich nur schlecht), bewegen sich die Zahlen im oberen Bereich dessen, was diverse Quellen für möglich halten, z.T. darüber.

Auch der Nationalsozialismus ist nur eine Spielart des Sozialismus/Kommunismus. Auch wenn man darüber hierzulande lieber fest die Augen verschliesst, ist man in dem Punkt in den USA schon bedeutend weiter.
YouTube - Glenn Beck - Hitler Was a Leftist (in Textform hier)

:klatsch: OMG :stupid:
 
Naja, wenigstens zu etwas Selbstkritik ist man fähig... :daumen:
Mal weiter so.
Oh wow, seine Meinung kundzutun ist schon faschistisch. Was für eine selbstgerechte Welt.

Ich halte die Beschreibungen für 100% unrealistisch, denn da ist mehrfach die Rede vom "Kommunismus". Nur in der Theorie existierende Konzepte bringen aber niemanden um.
Wenn man sie durch "sozialistische Diktaturen" ersetzt, gewinnt die Liste schon ein bißchen - aber ich wäre auch ohne die klar voreingenomme Bezeichnung jeder Auflistung dieser Art gegenüber kritisch, die keine Bandbreite angibt. Denn derartige Zahlen sind schlichtweg miserabel dokumentiert und bislang kaum erforscht, wer da behauptet, eine absolute Angabe machen zu können, der verfolgt i.d.R. nicht das Ziel, zu informieren.
Es ist natürlich in dem Bericht falsch formuliert. Es sind sich "Kommunismus" in real anmaßende Diktaturen / Systeme gewesen. Es waren Versuche, den Kommunismus zu realisieren. Für diese "Versuche" und die "Selbstgerechtheit von einzelnen" mussten leider etliche Menschen sterben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
:D
Nö. Du hast das doch sehr treffend beschrieben.
Klar, jeder hier ist ein Faschist, du bist einer, weil du deiner Meinung nach meine Definition gutfindest. Jeder der eine Meinung hat ist ein Faschist.

Ist es Sinn einer Diskussion, einem anderen seine Meinung mit polemischen Mitteln aufzudrängen?
Da besteht meiner Meinung nach ein Unterschied. Was du meinst ist lediglich deine demnach auch faschistische Interpretation meiner Aussage ;)
 
Klar ist es ärgerlich, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt, du hättest aber einfach damit leben können, statt jetzt den eigenen Müll relativieren zu wollen...
Weiter will ich dein Eigentor gar nicht kommentieren.
Du hast mir doch mein Eigentor gebaut allein durch deine Interpretation meiner Aussagen, insofern ist es ein Scheineigentor deinerseits, das sich selbstverständlich meiner Interpretation deiner Aussage nach auch auf dich bezieht.
 
AW: [Wahl September 2010] Monatliche Community-Bundestagswahl


Es gab in der Geschichte ganze 4 Versuche den Rätekommunismus (auch links Libertarianismus oder Kommunitarismus genannt) umzusetzen und alle 4 sind auf ihre ganz eigene Art gescheitert.

Während die Pariser Kommune und die Bayrische Räterepublik über Meinungsverschiedenheiten und dadurch entstehendes Blutvergiessen in den eigenen Reihen zu Grunde ging, endete der 3. Versuch eines demokratischen Kommunismus (Allendes Chile) damit, dass Menschen enteignet wurden, die Wirtschaft zu Grunde ging und die Fleissigen ausgebeutet wurden, um die "Armen" zu ernähren. Das ganze wäre damals zu einem zweiten Kuba geworden, hätten nicht Pinochet und die Militärjunta eingegriffen.

Dann gab es noch das syndikalistische Spanien, was ähnliche Ziele hatte und ebenfalls blutig scheiterte.

Wie würde es in deiner Räterepublik ablaufen? Dürfte ich als Kapitalist mein Eigentum behalten, Gewinnorientiert wirtschaften und hätte das alleinige Eigentumsrecht an den Produktionsmitteln? Oder würde es bei dir typisch kommunistisch laufen? E. g. ich würde um mein Eigentum beraubt (insofern nützt mir die Demokratie dann auch nichts, wenn sie nur dazu dient andere darüber abstimmen zu lassen, wie sie mit meinem Eigentum verfahren) und hätte (logischerweise, da die Mehrheit im Land dann ja aus Kommunisten besteht und diese handeln können, wie sie wollen) ein kaum effektives Wahlrecht?

Das ist das Hauptproblem, was ich mit dem Kommunismus habe. Sie misachten die einfachen Weisheiten des Lebens:

"Eigentumsrecht ist und war schon immer unverwindbar mit Zivilisation verbunden."

"Die Reichen sind diejenigen, die das Geld machen. Deswegen sollte man sie gut behandeln, damit sie mehr Geld machen."

"Wenn du Menschen dafür bezahlst nicht zu arbeiten und sie besteuerst wenn sie arbeiten, brauchst du dich nicht über Arbeitslosigkeit zu wundern."

"Der Ruf nach materieller Gleichheit kann nur von einem totallitären Regime erhört werden."

und mein Favorit:

"Jene, die Freiheit aufgeben
, um eine vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“
 
Unser Philosophiekurs ist zu der Erkenntnis gelangt:
Keine Freiheit durch Gleichheit. Das einzige, wo Gleichheit herrschen darf, ist vor dem Gesetz. Untereinander müssen Menschen individuell handeln dürfen, sich nach dem Föderalismusprinzip gegenseitig "befruchten", sodass sich die gesamte somit freie Gesellschaft in ständiger Bewegung befindet. Einen Idealzustand kann man nicht erreichen, da jeder seine eigene Auffassung von Idealen hat.
Und das widerspricht dem System des Kommunismus in sogutwie allen Punken.
 
Eigentlich wiederspricht nur die Sache mit "Gleichheit ausschließlich vor dem Gesetz". Chancenungleichheit, ungleiche Behandlung von Leistung, ungleicher Zugang zu Errungenschaften der Gesellschaft und ungleiche Möglichkeiten, an ihrer Gestaltung zu partizipieren sind mit Kommunismus natürlich nicht zu vereinbaren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde nicht unbedingt, dass sich das widerspricht. Wenn man diese Möglichkeiten von Gesetz her regelt, ergibt sich kein Widerspruch. Allerdings müssten diese Regelungen dann Verfassungsrang und staatstragenden Charakter haben.

Dies wäre jedoch (oder eigentlich gerade) in einem kommunistischen Staatsgefüge möglich und insofern ist mMn die Schlußfolgerung des Philokurses nicht sinnführend.
 
Ich finde nicht unbedingt, dass sich das widerspricht. Wenn man diese Möglichkeiten von Gesetz her regelt, ergibt sich kein Widerspruch. Allerdings müssten diese Regelungen dann Verfassungsrang und staatstragenden Charakter haben.

Dies wäre jedoch (oder eigentlich gerade) in einem kommunistischen Staatsgefüge möglich und insofern ist mMn die Schlußfolgerung des Philokurses nicht sinnführend.
Das Gesetz soll nur den Rahmen bieten, innerhalb dessen man sich frei entfalten kann. Natürlich wäre das mit dem Kommunismus zumindest nach Marx vereinbar, allerdings ließe der Rahmen wesentlich weniger Freiheiten. Und um die Freiheit geht es doch in der von uns besprochenen Grundfrage.
 
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