AW: EU-Kartellverfahren: Intel droht eine rekordverdächtige Milliardenstrafe
Ich hoffe AMD bekommt n guten Batzen Schadensersatz nicht das die noch irgendwann pleite gehen wegen solchen Aktionen von Intel. Die meisten Menschen werden ihre PC's immernoch bei so läden wie MediaMarkt u.ä. kaufen un mit vielen von denen hat Intel doch diese Verträge, das sie keine AMD's verkaufen dürfen oder?
Wie bereits erwähnt: Afaik gibt es diese Verträge schon seit längerer Zeit nicht mehr und davor lief es afaik auch nur darauf hinaus, dass sich Intel (großzügig) an den Kosten für Werbeprospekte beteiligt, in denen nur Intel vorkommt.
D.h. die einzelnen Märkte durften (und haben z.T.) AMD-Rechner verkauft, aber die von der Muttergesellschaft deutschlandweit organisierten Aktionen blieben AMD-frei.
Das streitet ja auch keiner ab. In seiner Aussage ging es nur darum, dass wenn AMD als Konkurrent wegbricht, die Preise bei Intel definitiv ansteigen werden. So ist das im Optimalfall ein Wechselspiel zwischen den beiden Chipgiganten und mehr wollte er nicht ausdrücken.
p.s.: Dennoch hat man auch damals zu XP Zeiten für vergleichbar schnelle Produkte weniger gezahlt, was ja auch zu dem enormen Marktzuwachs geführt hat. Lediglich die aussortierten Topmodelle "FX" etc. lagen, wie heute die I7 beispielsweise, deutlich darüber.
"FX" gabs zu Athlon-XP Zeiten nur als "GeForce FX" (definitiv mit miesem P/L

), der Athlon64 FX kam erst als Opteron-Ableger und Reaktion auf den P4EE. Wärend der XP Zeit ist AMD aber trotzdem mehrfach in höhere Preisregionen vorgestoßen und das P/L-Verhältniss war sowieso eine Geschmacksfrage: Außerhalb von Spielen hatte Intel meistens die höhere Absolut-Leistung und damit auch immer mal wieder das bessere P/L-Verhältniss. Kurz vor erscheinen des AT64 war Intel sogar im High-End-Gaming-Bereich die bessere Wahl, zum Arbeiten -dank HT- sowieso schon länger.
Aber das alles hat relativ wenig mit dem zu tun, was passiert, wenn einer der beiden aufgibt.
Die von vielen befürchtete Preissteigung wird nämlich auch dann ausbleiben - CPU-Preise macht nicht Intel oder AMD. Sondern wir.
Da CPUs quasi nicht verschleißen kauft man sich erst dann einen neuen, wenn man einen großen Leistungsvorteil zu einem gringen Preis bekommt. Sorgt ein monopolitischer CPU-Hersteller nicht dafür, dass dieses Verhältniss stimmt, kann er allenfalls noch in Entwicklungsländern an bis-dato-nicht-PC-Besitzer verkaufen, alle andern bleiben eher bei ihrem alten System.
Aber selbst dieses Vorgehen wird sich ein einigermaßen intelligenter Hersteller verkneifen, denn die Konkurrenten lauten nicht nur Intel und AMD. Sondern z.B. auch Alpha (Server) und IBM (nicht (nur) Server - Wii, PS3, XBox? Wenn man weiter an x86 verdienen will, muss x86 auch weiterhin reizvoll bleiben)
Und weil die AMDs so mies und instabil sind, dominieren sie auch nicht die
Top Ten der Supercomputer
Platz 1 und 2 geht an AMD, exakt einen Intel sehe ich da, uupps?!
(gut, auf Platz 1 ists ein hybride aus AMD Opterons und Cells)
4 und 5 sind IBM Power PC CPUs, 6, 7, 8, 9 und 10 sind AMDs, macht 7 von 10.
Du kennst ja sicherlich den Unterschied zwischen einem Supercomputer und einem Server und weißt, wer bei beiden für "Stabilität" verantwortlich ist...
Weiß eigentlich jemand, wieviele der AMD-Systeme am oberen Ende der aktuellen Liste Upgrades älterer Rechner sind?
Genau, wenn die USA ein Kartellverfahren einleitet, dann besteht die Möglichkeit bzw ists wahrscheinlich, das Intel zerschlagen werden wird!
Na das wollen wir im Sinne von AMD mal nicht hoffen, dass jemand auf die Idee kommt, die Kombination von CPU, GPU und Chipsatzfertigung in einem Haus wäre problematisch...
Das vergleichbare Bedingungen für beide herrschen, wenns Intel jetzt ordentlich an den Geldbeutel geht und alle Reserven für die Strafen drauf gehen, hat man nicht mehr die Mittel, andere zu bestechen, außerdem müsste man R&D zurückfahren...
Du glaubst ernsthaft, dass eine Strafe in Höhe von 10% des Umsatzes einen nenneswerten Einfluss auf die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens hätte, das gelegentlich Gewinnspannen von über 15% vorlegt?
Ggf. riskiert Intel nur einen gewissen Einbruch an der Börse (der dann gleich für Rückkaufaktionen genutzt wird) und schüttet ein bissl weniger Dividende aus.