Erziehung von Kindern und Religion

Schön das du wieder da bist.Hast du dein 2 Wöchigen Urlaub für Studien über Verhalten Jugendlicher mit und ohne Religionen genutzt.:D Das hört sich jedenfalls so an,als ob du das alles Wissenschaftlich belegen kannst und du der oberster Bundesrichter wärest.

Wenn da "nach meiner Erfahrung" oder "Ich meine" steht, dann ists i.d.R. meine Meinung/Erfahrung, aber keine Wissenschaft. Logisch verknüpfen tue ich meine Ansichten aber trotzdem.
Den Rest könnte ich i.d.R. auch weiter untermauern, wenn es da konkrete Fragen gibt (allgemein und umfassend würde ich mir die Arbeit gerne sparen. Z.B. würde ich es als Allgemeinwissen bezeichnen, dass eine enorme Zahl von Migranten als Gastarbeiter nach Deutschland kam und dass hier gezielt die billigsten=ungebildetsten Arbeitskräfte eingeworben wurden, die es in den Herkunftsländern gab. Und dass das deutsche Schulsystem außerordentlich undurchlässig ist, kann man täglich in den Nachrichten lesen. Studien, die tatsächlich beides selektiv verknüpfen und zu dem naheliegenden Schluss kommen, sind aber eben gerade wegen dieser Medienpräsenz nur schwer zu ergooglen und ich merke mir i.d.R. Fakten - keine Zeitschriftennummern. In so fern hoffe ich einfach mal, dass verknüpfende Logik an dieser Stelle ausreicht)

1: Das Kind vor der Religion schützen?Hast du solche Angst vor Religion.Wie wäre es denn,wenn wir das Kind vor nicht Glauben Schützen

Was haben ich oder meine "Ängste" denn bitte jetzt damit zu tun?
Ich mache lediglich eine Aussage zu dem, was schwarz auf weiß im Gesetz steht und was dass bedeuten würde, wenn man es 1:1 auf das Kind anwendet, ohne dessen Grundrechte in nachgelagerten Artikeln z.T. hinter das Erziehungsgebot der Eltern zu stellen.
Und wenn du meinen Ausführungen gefolgt wärst, dann wäre dir wohl klar geworden, dass es um JEGLICHE Form von Glauben geht. Ohne weitere Einschränkungen ist (wäre) die Religionsausübung eines Menschen (z.B. Kind) auch vor dem Nicht-Glauben anderer Menschen (z.B. seiner Eltern) geschützt.

3:Was der Pubertät mit Glauben haben soll ist mir ein Rätsel.Was wollen die Kinder Ausbauen?Die Wertvorstellungen können die Kinder Weiterentwickeln?

Na dann mal ausfürhlicher, in der Hoffnung, dass sich alle Rätsel lösen...

Pubertierende Jugendliche tendieren dazu, sich aus dem Einfluss des Elternhauses zu lösen. Wo Kinder sich meist nach ihren Eltern richten und diese als Vorbilder nehmen, bilden Erwachsene sich eigenständig Meinungen. Dazwischen liegt die Pubertät. I.d.R. geht diese somit mit einer deutlichen Erweiterung der Selbstbestimmung einher (Ausnahme wären antiautoritär erzogen Plagen, die schon immer gemacht haben, was sie wollten :rollen: ): Die Jugendlichen lassen sich nicht mehr alles/nichts mehr vorschreiben.

Mit Glauben hat das ganze dann etwas zu tun, wenn die Kindheit in einem Haushalt verbracht wurde, in dem strenge, religiös begründete Grenzen galten. Denn auch gegen diese wird der Jugendliche sich auflehnen. Im Gegensatz zu normalen Regeln, die in Abstimmung mit den Eltern aufgestellt wurden und bei denen ein Übergangsprozess denkbar ist, sind religiöse Vorgaben aber in Stein gemeißelt. Sollte der Jugendliche also nicht aus seiner eigenen Glaubensvorstellung heraus diese Regeln befolgen wollen (und machen wir uns nichts vor: In der westlichen Welt tendieren Jugendliche zum Atheismus, auch wenn sie aus streng gläubigen Familien stammen), so bleibt ihm nur der komplette Bruch mit Religion und Elternhaus.

Simples Beispiel Alkohol (das natürlich nicht in dieser Form alleiniger Auslöser sein kann, aber die Mechanismen gut veranschaulicht):
Für Kinder so oder so tabu. Für Jugendliche aber hoch verlockend.
Die ungläubigen Eltern verbieten ihrem Kind das Trinken, um Schäden in der kindlichen Entwicklung zu vermeiden. Sie einigen sich mit dem 12/14 jährigen Jugendlichen aber dann darauf, dass 1-2 Bier okay sind und tollerieren Alkoholkonsum des 16 jährigen solange dieser verantwortungsvoll stattfindet (=solange er nicht auf allen vieren oder im Rettungswagen nach Hause kommt).
Die religiösen Eltern verbieten Alkohol, weil es ihre Religion vorschreibt. Der 12 Jährige ist in seiner Freizeit aber trotzdem mit Leuten zusammen, die diesem Verbot nicht unterliegen - und sein Interesse wird geweckt. Wenn er 14 ist, steht er vermutlich schon unter deutlichem Druck (sowohl Gruppenzwang als auch Eigenmotiviation) - die Religion seiner strenggläubigen Eltern ist aber nicht anpassbar. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:

1. Sein eigener Glaube ist so stark, dass er ihn über seine sozialen Kontakte stellt. Er trinkt keinen Alkohol, sondert sich ab und führt einen religiös dominierten Lebenswandel. Sehr fragwürdig, denn solche isolierten Leute sind später leichte Beute für Extremisten.
2. Sein eigener Glaube und sein Selbstwußtsein sind so stark, dass er weiterhin an Partys&Co teilnimmt und weiterhin auf Alkohol verzichtet. Idealzustand - aber wohl die absolute Ausnahme. Ich bin sicherlich niemand, der in Koma-Säufer-Kreisen verkehrt, aber in meinem schulischen Umfeld von 100-200 Personen wäre mir genau eine Person bekannt, die Alkohol komplett ablehnte und trotzdem Teil der Gemeinschaft blieb (und in dem Fall aus nicht-religiösen Gründen)
3. Er bricht mit seinem Glauben und damit zwingend auch mit seinem Elternhaus und macht, was er will. Mit Religion hat das nichts mehr zu tun und in zu vielen Fällen ist der Einstieg ins Straßenleben oder Kleinkriminalität, denn wenn solche Jugendliche z.B. nicht einsehen, dass sie in die Schule gehen müssen (und so wirklich toll finden die meisten 15 jährigen die nicht ;) ), dann haben die Eltern auch nicht mehr genug Kontrolle über ihn, um ihn zu zwingen.

4:"Billigste"Arbeitskraft?Kriegsflüchtlinge gab es damals fast keine.Und die Arbeiter wurden und mussten Eingeladen werden und wurden mit Orchester und Trompeten empfangen.

Die ersten. Und Orchester und Trompeten ersetzten keine Integrationskurse, höhere Schulbildung oder hohe Löhne. Und das alles hatten/bekamen die Gastarbeiter nicht.

5:Seit wann werden Gymnasialempfehlungen gefühlsmäßig vergeben?

Seit dem sie nicht ausschließlich auf Noten basieren (insbesondere nicht nur auf Leistungsnoten - denn Kopfnoten, falls vorhanden, sind ihrerseits auch eine Einschätzung), sondern eine "Einschätzung" des Schülers durch den Lehrer darstellen.
Also schon immer.

7:Cousteau unterstellst du mit " oberflächlichen Beobachtungen "

? Ende des Satzes?
Falls du sagen willst, dass Cousteau tiefgehende, detaillierte Forschung betrieben hat, so kannst du ja mal in seine (semi-)wissenschaftlichen Veröffentlichungen reinschnuppern. Das meiste ist sehr, sehr deskriptiv. Experimente, Analysen,... - Fehlanzeige. Cousteau hat beschrieben, was er gesehen hat und z.T. hat er darüber spekuliert, was es bedeuten könnte. Das war wertvoll, ja. Aber es war oberflächlich. Und es hätten viele andere genauso gut machen können, wenn sie Cousteaus Möglichkeiten gehabt hätten.
Die Schaffung eben dieser Möglichkeiten ist Cousteaus eigentlich Leistung. Er hat quasi über Jahrzehnte hinweg eine große Expedition nach der anderen durchgeführt, hat die modernsten Techniken seiner Zeit dafür angeschafft. Von solchen Budgets können 99% der Wissenschaftler heute und damals nur träumen - aber er hat sie an Land gezogen.
Das ist aber eben keine große wissenschaftliche Leistung, sondern eine große Leistung im Umgang mit Geld, z.T. Militär und vor allem Medien.
(aber Cousteau soll hier kein Thema sein)


Bei uns wird gegen Krieg/Folter... protestiert, auch den im Irak, Afghanistan. Wo bleiben die Muslimischen Proteste gegen so etwas (US-Botschaft)?

Gegen welchen Staat möchtest du denn an dieser Stelle gerne Demonstrationen sehen?
 
[]Gegen welchen Staat möchtest du denn an dieser Stelle gerne Demonstrationen sehen?

Hmm, mal überlegen. Sprach ich von einem Staat? Nein. Ich sprach von einer Glaubensgemeinschaft namens Islam. Bis jetzt haben sich fast alle großen Religionen zu Märschen und Aktionen gegen Gewalt und Krieg aufgerafft, bzw Gewalt öffentlich verurteilt. Dabei geht es eher selten gegen Staaten. Außer ein Land führt gerade Krieg. Kam da irgendeine Verurteilung dieser Sinnlosen Gewalt? Ja, von den USA.

Selbst die von den Moslem so ungeliebten Salafisten, rufen kaum Gegenreaktionen hervor.

Nun hat sich jemand erbost Mohamed zu verspotten. Schon brennt irgendwo eine Botschaft, ist der Mob brandschatzend auf der Straße.
Kein Iman ruft zur Mäßigung auf, wie es im Koran stehen soll. Kein Wort. Schaut euch mal den Trailer an, über diesen Billigschund regt man sich auf (Reicht nicht einmal als Trash)? Und was war mit den Mohammed-Karikaturen?
In einigen Teilen der Welt muss es noch eine wesentliche Entwicklung geben.

Als in den USA Korane verbrannt werden sollten kamen aus aller Welt Mahnungen. Und Todesdrohungen. Von wem kam welches?
Ich vermisse immer noch Mäßigungsaufrufe. Es ist nur ein Buch. Ein Stück totes Holz mit Tinte.

@Research []Bei deinen extremen Hass und Vorurteilen trägst du nicht zur Verständnis sondern das Gegenteil du schürst und förderst Hass.Bekommt du ein Medaille dafür.Du schreibst irgend einen Blödsinn ohne Belege und forderst selber Belege.Ich habe nirgends was geschrieben und behauptet dafür Belege zu haben.Deine Beleidungen werden immer raffinierter.Das unsere Religion eine Frankenstein sein soll,setz die Krone auf.Und wenn ihr euren nicht Glauben um jeden Preis verteidigen müsst so []
Ich meine wenn ihr unter euch bleiben wollt könnt ihr gerne ein geschlossener Community aufbauen und über diesen und jenen herziehen,nur dachte ich ihr wollt mal raus aus euren 4 Wänden und wissen was die restlichen Menschheit denkt und lebt und nicht alles als falsch sieht und mit Vorurteilen die anderen Menschen versucht von ihren Glauben abzuwenden.Denkst du wirklich,dass du die Gläubigen mit dieser Masche abbringen kannst,einfach lächerlich.Genauso wie ich nicht denke hier irgend einen zur Glaube oder zum Islam zu bekehren.Ich bin für Frieden und Verständnis für den gesamten Menschheit,dabei machen solche Menschen wie du diese Ideologie beizubehalten schwer.

x6 schön das du mir Hass vorwirfst. Habe ich irgendetwas in der Richtung geschrieben? Nein. Ich habe verglichen.
Schau dir mal Popetown an. Da hat der Vatikan eine Fortsetzung durch Finanzielle Macht verhindert. Unschön aber unblutig.

ruyven muss ich nicht verteidigen. Das kann er eh besser als ich. Mich wundert bloß deine Argumentationsweise.
Und warum kommst du jetzt mit Bekehrungen und Frieden? Habe ich dir mit Krieg gedroht?
Und zu den Belegen: Immer wenn welche gefordert wurden habe ich welche gebracht (über deren Qualität und Hintergrund nahen wir schon gesprochen). Willst du erneut über die Auslegung von Heiligen Schriften diskutieren?
Und zum Frankenstein: Du weißt schon wie deine Religion entstanden ist? Beschrieben habe ich es ja.
Aber statt zu diskutieren beschimpft du mich. Wer hat hier einen Hass gegen wen?

Ich meine wenn ihr unter euch bleiben wollt könnt ihr gerne ein geschlossener Community aufbauen und über diesen und jenen herziehen,nur dachte ich ihr wollt mal raus aus euren 4 Wänden und wissen was die restlichen Menschheit denkt und lebt und nicht alles als falsch sieht und mit Vorurteilen die anderen Menschen versucht von ihren Glauben abzuwenden.
Was als harmlose Diskussion begann endet in Vorwürfen. Rufe ich zu irgendetwas auf? Wieder nein. Ich zeige Beispiele warum Religion gefährlich sein kann.


Und was ist das hier:
[]Wenn die nach Scharia geführt werden sollen,wechsele ich meinem Namen und Singe Nackt in der Strasse[]
Ich habe nirgends was geschrieben und behauptet dafür Belege zu haben.
Wenn das so ist...
 
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Die soziale Herkunft des Kindes entscheidet gerade in Deutschland sehr über die weitere schulische Entwicklung des Kindes.
Ein Kind von Akademikern oder Beamten kommt eher auf das Gymnasium -- auch wenn die Leistung eigentlich nicht dafür reicht -- als ein Kind einer Migrantenfamilie -- obwohl dessen Leistung in dem Fall sogar besser ist.
Ein "Andreas" oder "Jonas" wird eher einen Ausbildungsplatz bekommen als ein "Ahmed" oder "Mustafa".

Ohne eine solche Diskriminierung gutheißen zu wollen, so hat die Herkunft und der Bildungsgrad der Eltern durchaus Einfluss auf die Leistungen der Kinder in den weiterführenden Schulen. So kann der Vorteil den Ahmed und Mustafa ggü. Andreas und Jonas in der Grundschule noch haben, sehr schnell schwinden, wenn komplexere Fächer in der Schule anstehen und Unterstützung durch das Elternhaus notwendig ist.

[Annahme: Ahmed/Mustafa aus kinderreichen/bildungsarmen Elternhaus + Jonas/Andreas Akademiker"einzel"kinder]
 
Hmm, mal überlegen. Sprach ich von einem Staat? Nein. Ich sprach von einer Glaubensgemeinschaft namens Islam. Bis jetzt haben sich fast alle großen Religionen zu Märschen und Aktionen gegen Gewalt und Krieg aufgerafft, bzw Gewalt öffentlich verurteilt. Dabei geht es eher selten gegen Staaten. Außer ein Land führt gerade Krieg. Kam da irgendeine Verurteilung dieser Sinnlosen Gewalt? Ja, von den USA.

Selbst die von den Moslem so ungeliebten Salafisten, rufen kaum Gegenreaktionen hervor.

Was mich persönlich immer stört ist dass der Westen nicht alle Muslime über einen Kamm scheren soll.
Das macht hier auch niemand. Es gibt nun mal vereinzelt Fanatiker. Das ist halt schlimm.
Aber die muslimische Welt schert den Westen über einen Kamm. Das konnte man doch erst jetzt wieder sehen als der US Botschafter getötet wurde. Der hatte nun absolut gar nichts mit dem Film zu tun um den es ging. Aber die Muslime sind nicht in der Lage solche Sachen voneinander zu trennen. Sie scheren alle über einen Kamm und denken dass alle aus dem Westen so sind.
Und das ist es was mir sauer aufstoßen lässt. Wo ist die Toleranz und die Sachkenntnis auf der muslimischen Seite?
Toleranz und Nachsicht kann nur der bekommen der auch selbst tolerant und nachsichtig ist.

Ohne eine solche Diskriminierung gutheißen zu wollen, so hat die Herkunft und der Bildungsgrad der Eltern durchaus Einfluss auf die Leistungen der Kinder in den weiterführenden Schulen. So kann der Vorteil den Ahmed und Mustafa ggü. Andreas und Jonas in der Grundschule noch haben, sehr schnell schwinden, wenn komplexere Fächer in der Schule anstehen und Unterstützung durch das Elternhaus notwendig ist.

[Annahme: Ahmed/Mustafa aus kinderreichen/bildungsarmen Elternhaus + Jonas/Andreas Akademiker"einzel"kinder]

Ich habe nie gesagt dass Ahmend oder Mustafa aus einem bildungsfernen Elternhaus kommen.
Mir ging es alleine um die Bewerbung.
Meinetwegen zum Ausbildungsberuf des Großhandelskaufmanns oder des Bankkaufmanns oder was auch immer.
Vier junge Menschen bewerben sich. Alle vier kommen von der gleichen Schule. Ahemd und Mustafa haben aber das bessere Zeugnis.
Trotzdem denke ich dass die Wahrscheinlichkeit dass Andreas oder Jonas den Job bekommen werden größer ist. Einfach aus dem Grund weiß sie eben Andreas und Jonas heißen.
Und exakt das ist dann eben Diskriminierung.
Genauso als wenn Jonas den Job bekommt. Janina aber nicht weil sie ein Mädchen ist obwohl sie von den Noten her gesehen vielleicht besser ist.

Bei uns in der Firma gibt es z.B. eine Quote. Demnach wird mindestens ein Junge und ein Mädchen als Auszubildende eingestellt. Natürlich gehen wird auch nach Noten und suchen uns die heraus die gut sind und die in den persönlichen Gesprächen überzeugen.
Wenn wir z.B. 3 Lehrstellen vergeben und die Vorauswahl erkennen lässt dass die Mädchen alle nicht ausreichend gute Noten haben um die besten 3 Jungen zu überflügeln wird ein 4. Ausbildungsplatz geschaffen.
Anders herum ist es genauso. Das kommt aber jetzt nicht so häufig vor. Kann aber eben passieren. Letztes Jahr war das z.B. so. Daher haben wir mehr Ausbildungsstellen geschaffen als wir eigentlich angeboten haben.

In meiner Abteilung gibt es übrigens keine Quote. Was einfach daran liegt dass es an weiblichen Bewerbern mangelt. Mädchen wollen nun mal keine technischen Industrieberufe erlernen.
 
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Bei uns in der Firma gibt es z.B. eine Quote. Demnach wird mindestens ein Junge und ein Mädchen als Auszubildende eingestellt. Natürlich gehen wird auch nach Noten und suchen uns die heraus die gut sind und die in den persönlichen Gesprächen überzeugen.
Wenn wir z.B. 3 Lehrstellen vergeben und die Vorauswahl erkennen lässt dass die Mädchen alle nicht ausreichend gute Noten haben um die besten 3 Jungen zu überflügeln wird ein 4. Ausbildungsplatz geschaffen.
Anders herum ist es genauso. Das kommt aber jetzt nicht so häufig vor. Kann aber eben passieren. Letztes Jahr war das z.B. so. Daher haben wir mehr Ausbildungsstellen geschaffen als wir eigentlich angeboten haben.

In meiner Abteilung gibt es übrigens keine Quote. Was einfach daran liegt dass es an weiblichen Bewerbern mangelt. Mädchen wollen nun mal keine technischen Industrieberufe erlernen.

Wenn sich eure Firma das leisten kann, super. Sonst ein bisschen strange immer ausgeglichen sein zu wollen. Was sind das für Berufe wo das zutrifft?



Hmm, Kinder sind von Geburt an Glaubens-frei. Ein Fakt den ich bis jetzt übersehen habe. Eigentlich müsste das GG auch hier vor Bekehrung schützen.
 
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Hmm, mal überlegen. Sprach ich von einem Staat? Nein.

Du hast einen Vergleich zu Anti-Kriegsprotesten gezogen. Proteste, die sich gegen die Aktionen von NATO-Staaten richten. Also Proteste gegen Institutionen, auf die deutsche Repräsentanten diplomatischen Einfluss nehmen könnten - Proteste, die einen Auftra geben wollen und können.
Das ist bei gewaltätigen Aktionen islamistischer Gruppierungen aber nicht gegeben. Man kann in Lybien keine Demo veranstalten, um Druck auf islamistische Milizen auszuüben. Denen ist das egal - und die Führung des Landes hat gar keinen Einfluss auf diese.

Bis jetzt haben sich fast alle großen Religionen zu Märschen und Aktionen gegen Gewalt und Krieg aufgerafft, bzw Gewalt öffentlich verurteilt. Dabei geht es eher selten gegen Staaten. Außer ein Land führt gerade Krieg.

Was die USA und ihre Verbündete quasi ständig machen - entsprechend sind auf Friedensmärschen auch quasi immer gezielte Forderungen gegen diese präsent. Und zu großen Aktionen in Deutschland kam es im letzten Jahrzehnt vor allem dann, wenn irgendwo ein neuer Konflikt unter Beteiligung von NATO kam. Afghanistan, Irak - da war viel los. Hast du nenneswert Leute auf der Straße gesehen, die gegen afrikanische Bürgerkriege protestiert haben? Ich nicht. Ohne Anlass finden allenfalls jährlich wiederkehrende Veranstaltungen ala Ostermarsch statt.

Und dieser Pragmatismus ist eben -s.o.- auch gerechtfertigt. Denn Demonstrationen sind im allgemeinen schon ein sehr stumpfes Schwert - wenn sie sich dann auch noch gegen etwas richten, zudem keinerlei Bezug/Einfluss besteht, sind sie eine reine Spaßveranstaltung.

Nun hat sich jemand erbost Mohamed zu verspotten. Schon brennt irgendwo eine Botschaft, ist der Mob brandschatzend auf der Straße.
Kein Iman ruft zur Mäßigung auf, wie es im Koran stehen soll. Kein Wort.

Ich weiß nicht, was alle Imane dieser Welt machen (hab auch keine Zeit nachzugucken), aber selbst die regierenden Islamisten in Ägypten veruteilen die Gewalttäter.
Der Repräsentant der Muslimbrüder [Ägyptens Präsident Mohammed Mursi] verurteilte zugleich die Angriffe auf die US-Botschaft in Kairo und das Konsulat in Bengasi.

In einigen Teilen der Welt muss es noch eine wesentliche Entwicklung geben.

Das steht außer Frage. Aber das ist keinen Grund, die Aktionen einiger weniger auf sämtliche Muslime zu übertragen. Oder stehen ein paar G8-Gipfel-Molli-Werfer auch stellvertretend für alle Atheisten?

Ich vermisse immer noch Mäßigungsaufrufe.

Sie nach so langer Zeit gezielt wieder zu finden wird schwierig - aber ich kann dir versichern: Dass du sie vermisst liegt nicht an den Muslimen, sondern an deiner Ignoranz, denn es gab sie.

Es ist nur ein Buch. Ein Stück totes Holz mit Tinte.

Das sind "mein Kampf" und die Mao-Bibel auch. Aber zitier mal öffentlich daraus. Bücher enthalten Ideen und Konzepte und einige Ideen sind einigen Leuten sehr, sehr wichtig. Man mag das nicht nachvollziehen können - aber das muss man auch nicht. Die Frage ist, wieviel Respekt man anderen Menschen gegenüber zeigt und dazu gehört, dass man die ihnen wichtige Symbole nicht aus reiner Provokationslust angreift. Genau das machen diese amerikanisch/israelische Produktion aber gezielt.
Stell dich mal im mittleren Westen der USA in die Mitte einer Kleinstadt und verbrenne einen Fetzen Stoff mit ein paar Pigmenten (alias "die US-Flagge") und warte ab, ob alles friedlich bleibt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. In Deutschland werden selbst Überlegungen zu Kopfbedeckungen und Wanddekorationen (alias Kopftuch und Kruzifix) in Klassenzimmern zum hochbrisanten Streitthema - und da wird noch nicht einmal etwas beschädigt oder verleumdnet. Aber aus unerfindlichen Gründen sind Symbole für einige Leute halt extentiell wichtig.


Was mich persönlich immer stört ist dass der Westen nicht alle Muslime über einen Kamm scheren soll.
Das macht hier auch niemand. Es gibt nun mal vereinzelt Fanatiker. Das ist halt schlimm.
Aber die muslimische Welt schert den Westen über einen Kamm. Das konnte man doch erst jetzt wieder sehen als der US Botschafter getötet wurde. Der hatte nun absolut gar nichts mit dem Film zu tun um den es ging. Aber die Muslime sind nicht in der Lage solche Sachen voneinander zu trennen. Sie scheren alle über einen Kamm und denken dass alle aus dem Westen so sind.
Und das ist es was mir sauer aufstoßen lässt. Wo ist die Toleranz und die Sachkenntnis auf der muslimischen Seite?
Toleranz und Nachsicht kann nur der bekommen der auch selbst tolerant und nachsichtig ist.

Das einzige, was gerade über einen Kamm geschert wird, ist die muslimische Welt - von dir...
Der US-Botschafter wurde nicht von "den Muslimen" umgebracht. Es gibt über eine Milliarde Muslime und davon haben ein paar dutzend bewaffnete Extremisten die Botschaft angegriffen. Es war vermutlich ein größerer Anteil der Deutschen an den Progromen gegen Asylbewerberheime in den frühen 90ern beteiligt, als der Muslime in den jeweiligen Regionen an den Gewalttaten gegen die Botschaften. Nicht umsonst gab es den ganzen Tag lang massive Proteste, aber erst gegen Abend/Nacht derartige Angriffe. Vergleichen kann man es vielleicht mit 1. Mai Demonstrationen in Berlin. Nur das die Krawallos hier Panzerfäuste haben und es keinerlei staatliche Autorität gibt, vor der sie sich fürchten müssten. Das ist traurig - aber es ist nicht muslimisch.
 
Wenn sich eure Firma das leisten kann, super. Sonst ein bisschen strange immer ausgeglichen sein zu wollen. Was sind das für Berufe wo das zutrifft?

Sie kann es sich leisten. Die Krise 2008 hat ihr zwar gut zugesetzt aber seit 2 Jahren geht es wieder gut nach oben.

Das sind halt Verwaltungsberufe. Außenhandelskaufmann. Bürokaufmann. Industriekaufmann. Dazu technischer Zeichner und chemisch technischer Assistent.
Im Produktionsbereich ist der Anteil an weiblichen Bewerbern null. Seit Jahren hat sich kein Mädchen mehr für den Werkzeugmacher Job oder den Verfahrensmechaniker Job beworben -- das sind die beiden Sachen die ich als Ausbilder betreue -- und das ist natürlich schade. Aber Technik und Mädchen scheint auch heute noch eher selten Hand in Hand zu gehen.
Die Verwaltungsberufe habe ich natürlich auch mit auf dem Zettel und ich sitze immer dabei wenn sich jemand für eine der Ausbildungsplätze bewirbt.
Außerdem sind wir ja nicht ausgeglichen. Es geht nur darum dass mindestens ein Junge bzw. Mädchen mit dabei ist und wir nicht nur 6 Jungen oder 6 Mädchen ausbilden.
Diese Quote kannst du halt im technischen Sektor nicht machen. Geht einfach nicht.
Ebenso bekommst du eher selten weibliche technische Zeichner. Daher haben wir zumindest immer schon eine Jungen pro Jahr sicher drin. Und in der Regel sind darunter auch Mädchen die sich für die anderen Jobs bewerben und so gut sind dass sie so oder so in die Auswahl fallen.
Aber es kann eben sein dass das halt nicht so kommt und dann wird eben ein zusätzlicher Ausbildungsplatz geschaffen. Das passiert deswegen weil wir ja keinen anderen den Job wegnehmen wollen der es sonst ja geschafft hätte. Das wäre ungerecht. Ergo gibt es eben so einen Job mehr.
Und ob du nun 6 oder 7 Leute ausbildest macht nicht wirklich einen Unterschied.
Die jungen Leute freuen sich sehr wenn du sagst dass sie den Job bekommen. Die Angst keinen Ausbildungsplatz zu bekommen ist unter Jugendlichen weiter verbreitet als die Angst nicht das neueste Handy zu haben. Auch wenn das niemand zugeben würde.
Und diese Angst um den Arbeitsplatz bzw. Ausbildungsplatz machen sich die Unternehmen natürlich auch zur Nutze und drücken so die Gehälter bzw. das Ausbildungsniveau sinkt weil sie die Auszubildenden nicht mehr zu Seminaren oder Fortbildungsmaßnahmen schicken.
Und ich merke das wenn ich zu den Betrieben hinfahre und das Niveau der Auszubildenden prüfe. Eben bei den Zwischenprüfungen und den Abschlussprüfungen.
Das ist ein Trend der besorgniserregend ist und den in der Politik scheinbar noch niemand wirklich auf dem Radar hat.
 
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@ Threshold: Bei den technischen Berufen gibt es ja die Vermutung das dies an der Erziehung liegt (Vorbilder u.A.). Mittlerweile sollte das sich aber gelegt haben. Trotzdem ist das Interesse der weiblichen Bevölkerung an Technik nicht gestiegen. In keinem Bereich. Wobei ich auch nicht wüsste wie das zu beheben ist. Es gibt schließlich kaum Technikaffine Frauen als Vorbilder. Beim Sport sehe ich da Parallelen. Viel hat sich noch nicht geändert. Die Frage ist in wie Weit kann sich dies überhaupt ändern? Für die Gleichberechtigung kämpfen Frauen quasi schon ewig. Mit Erfolg (zumindest in der westlich orientierten Welt). Wobei dieser Widerstand nicht anerzogen ist. Nur der Gehorsam war es. Ähnlich des Glaubens der Eltern. Gerade bei uns war es lange Zeit wichtig zur Kirche zu gehen. Von Geburt an ist kein Mensch Gläubig.
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Islam/Ausschreitungendebatte habe ich jetzt hierher verschoben.

Die Diskussion über (Aus)Bildung lasse ich vorerst hier, in der Hoffnung, dass sie sich wieder an Erziehungsfragen annähert.
 
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