ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Schön das du wieder da bist.Hast du dein 2 Wöchigen Urlaub für Studien über Verhalten Jugendlicher mit und ohne Religionen genutzt.Das hört sich jedenfalls so an,als ob du das alles Wissenschaftlich belegen kannst und du der oberster Bundesrichter wärest.
Wenn da "nach meiner Erfahrung" oder "Ich meine" steht, dann ists i.d.R. meine Meinung/Erfahrung, aber keine Wissenschaft. Logisch verknüpfen tue ich meine Ansichten aber trotzdem.
Den Rest könnte ich i.d.R. auch weiter untermauern, wenn es da konkrete Fragen gibt (allgemein und umfassend würde ich mir die Arbeit gerne sparen. Z.B. würde ich es als Allgemeinwissen bezeichnen, dass eine enorme Zahl von Migranten als Gastarbeiter nach Deutschland kam und dass hier gezielt die billigsten=ungebildetsten Arbeitskräfte eingeworben wurden, die es in den Herkunftsländern gab. Und dass das deutsche Schulsystem außerordentlich undurchlässig ist, kann man täglich in den Nachrichten lesen. Studien, die tatsächlich beides selektiv verknüpfen und zu dem naheliegenden Schluss kommen, sind aber eben gerade wegen dieser Medienpräsenz nur schwer zu ergooglen und ich merke mir i.d.R. Fakten - keine Zeitschriftennummern. In so fern hoffe ich einfach mal, dass verknüpfende Logik an dieser Stelle ausreicht)
1: Das Kind vor der Religion schützen?Hast du solche Angst vor Religion.Wie wäre es denn,wenn wir das Kind vor nicht Glauben Schützen
Was haben ich oder meine "Ängste" denn bitte jetzt damit zu tun?
Ich mache lediglich eine Aussage zu dem, was schwarz auf weiß im Gesetz steht und was dass bedeuten würde, wenn man es 1:1 auf das Kind anwendet, ohne dessen Grundrechte in nachgelagerten Artikeln z.T. hinter das Erziehungsgebot der Eltern zu stellen.
Und wenn du meinen Ausführungen gefolgt wärst, dann wäre dir wohl klar geworden, dass es um JEGLICHE Form von Glauben geht. Ohne weitere Einschränkungen ist (wäre) die Religionsausübung eines Menschen (z.B. Kind) auch vor dem Nicht-Glauben anderer Menschen (z.B. seiner Eltern) geschützt.
3:Was der Pubertät mit Glauben haben soll ist mir ein Rätsel.Was wollen die Kinder Ausbauen?Die Wertvorstellungen können die Kinder Weiterentwickeln?
Na dann mal ausfürhlicher, in der Hoffnung, dass sich alle Rätsel lösen...
Pubertierende Jugendliche tendieren dazu, sich aus dem Einfluss des Elternhauses zu lösen. Wo Kinder sich meist nach ihren Eltern richten und diese als Vorbilder nehmen, bilden Erwachsene sich eigenständig Meinungen. Dazwischen liegt die Pubertät. I.d.R. geht diese somit mit einer deutlichen Erweiterung der Selbstbestimmung einher (Ausnahme wären antiautoritär erzogen Plagen, die schon immer gemacht haben, was sie wollten
): Die Jugendlichen lassen sich nicht mehr alles/nichts mehr vorschreiben.Mit Glauben hat das ganze dann etwas zu tun, wenn die Kindheit in einem Haushalt verbracht wurde, in dem strenge, religiös begründete Grenzen galten. Denn auch gegen diese wird der Jugendliche sich auflehnen. Im Gegensatz zu normalen Regeln, die in Abstimmung mit den Eltern aufgestellt wurden und bei denen ein Übergangsprozess denkbar ist, sind religiöse Vorgaben aber in Stein gemeißelt. Sollte der Jugendliche also nicht aus seiner eigenen Glaubensvorstellung heraus diese Regeln befolgen wollen (und machen wir uns nichts vor: In der westlichen Welt tendieren Jugendliche zum Atheismus, auch wenn sie aus streng gläubigen Familien stammen), so bleibt ihm nur der komplette Bruch mit Religion und Elternhaus.
Simples Beispiel Alkohol (das natürlich nicht in dieser Form alleiniger Auslöser sein kann, aber die Mechanismen gut veranschaulicht):
Für Kinder so oder so tabu. Für Jugendliche aber hoch verlockend.
Die ungläubigen Eltern verbieten ihrem Kind das Trinken, um Schäden in der kindlichen Entwicklung zu vermeiden. Sie einigen sich mit dem 12/14 jährigen Jugendlichen aber dann darauf, dass 1-2 Bier okay sind und tollerieren Alkoholkonsum des 16 jährigen solange dieser verantwortungsvoll stattfindet (=solange er nicht auf allen vieren oder im Rettungswagen nach Hause kommt).
Die religiösen Eltern verbieten Alkohol, weil es ihre Religion vorschreibt. Der 12 Jährige ist in seiner Freizeit aber trotzdem mit Leuten zusammen, die diesem Verbot nicht unterliegen - und sein Interesse wird geweckt. Wenn er 14 ist, steht er vermutlich schon unter deutlichem Druck (sowohl Gruppenzwang als auch Eigenmotiviation) - die Religion seiner strenggläubigen Eltern ist aber nicht anpassbar. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:
1. Sein eigener Glaube ist so stark, dass er ihn über seine sozialen Kontakte stellt. Er trinkt keinen Alkohol, sondert sich ab und führt einen religiös dominierten Lebenswandel. Sehr fragwürdig, denn solche isolierten Leute sind später leichte Beute für Extremisten.
2. Sein eigener Glaube und sein Selbstwußtsein sind so stark, dass er weiterhin an Partys&Co teilnimmt und weiterhin auf Alkohol verzichtet. Idealzustand - aber wohl die absolute Ausnahme. Ich bin sicherlich niemand, der in Koma-Säufer-Kreisen verkehrt, aber in meinem schulischen Umfeld von 100-200 Personen wäre mir genau eine Person bekannt, die Alkohol komplett ablehnte und trotzdem Teil der Gemeinschaft blieb (und in dem Fall aus nicht-religiösen Gründen)
3. Er bricht mit seinem Glauben und damit zwingend auch mit seinem Elternhaus und macht, was er will. Mit Religion hat das nichts mehr zu tun und in zu vielen Fällen ist der Einstieg ins Straßenleben oder Kleinkriminalität, denn wenn solche Jugendliche z.B. nicht einsehen, dass sie in die Schule gehen müssen (und so wirklich toll finden die meisten 15 jährigen die nicht
), dann haben die Eltern auch nicht mehr genug Kontrolle über ihn, um ihn zu zwingen.4:"Billigste"Arbeitskraft?Kriegsflüchtlinge gab es damals fast keine.Und die Arbeiter wurden und mussten Eingeladen werden und wurden mit Orchester und Trompeten empfangen.
Die ersten. Und Orchester und Trompeten ersetzten keine Integrationskurse, höhere Schulbildung oder hohe Löhne. Und das alles hatten/bekamen die Gastarbeiter nicht.
5:Seit wann werden Gymnasialempfehlungen gefühlsmäßig vergeben?
Seit dem sie nicht ausschließlich auf Noten basieren (insbesondere nicht nur auf Leistungsnoten - denn Kopfnoten, falls vorhanden, sind ihrerseits auch eine Einschätzung), sondern eine "Einschätzung" des Schülers durch den Lehrer darstellen.
Also schon immer.
7:Cousteau unterstellst du mit " oberflächlichen Beobachtungen "
? Ende des Satzes?
Falls du sagen willst, dass Cousteau tiefgehende, detaillierte Forschung betrieben hat, so kannst du ja mal in seine (semi-)wissenschaftlichen Veröffentlichungen reinschnuppern. Das meiste ist sehr, sehr deskriptiv. Experimente, Analysen,... - Fehlanzeige. Cousteau hat beschrieben, was er gesehen hat und z.T. hat er darüber spekuliert, was es bedeuten könnte. Das war wertvoll, ja. Aber es war oberflächlich. Und es hätten viele andere genauso gut machen können, wenn sie Cousteaus Möglichkeiten gehabt hätten.
Die Schaffung eben dieser Möglichkeiten ist Cousteaus eigentlich Leistung. Er hat quasi über Jahrzehnte hinweg eine große Expedition nach der anderen durchgeführt, hat die modernsten Techniken seiner Zeit dafür angeschafft. Von solchen Budgets können 99% der Wissenschaftler heute und damals nur träumen - aber er hat sie an Land gezogen.
Das ist aber eben keine große wissenschaftliche Leistung, sondern eine große Leistung im Umgang mit Geld, z.T. Militär und vor allem Medien.
(aber Cousteau soll hier kein Thema sein)
Bei uns wird gegen Krieg/Folter... protestiert, auch den im Irak, Afghanistan. Wo bleiben die Muslimischen Proteste gegen so etwas (US-Botschaft)?
Gegen welchen Staat möchtest du denn an dieser Stelle gerne Demonstrationen sehen?
Das hört sich jedenfalls so an,als ob du das alles Wissenschaftlich belegen kannst und du der oberster Bundesrichter wärest.