Erziehung - Schule - Staat - Jugendliche | Vorsicht! Dieses Thema zwingt einen dazu viel(!) zu lesen!

Bezüglich Wissen:
Gleichgeblieben ist es imho nicht, es wurden schon Änderungen vorgenommen. Aber in erster Linie eben in Form einer Verteilung. Früher hat man basale Mechanik intensiver gemacht, heute muss auch mal mehr Atomtheorie drankommen. Aber wie ein AKW und ne Mikrowelle funktionieren, versteht der durchschnitts-Abiturient deswegen immer noch nicht - wie ein Verbrennungsmotor funktioniert aber auch nicht mehr. Die Sozial/Gesellschaftswissenschaftlichen Fächer und Erdkunde wurden auch von ihrer Konzentration auf alte Blockgrenzen gelöst. Aber das heißt nicht, dass die Absolventen wissen, wofür die großen EU-Grämien da sind. Da gilt z.T. immer noch das Prinzip "steht doch da" oder "hat XY gesagt". Dabei stimmt schon das nicht, wenn mans genau nimmt und weder Buchautor noch XY sind in der jeweiligen Sache vertrauenswürdig.
Von Dingen wie logischem Denken und Textverständniss will man gar nicht erst anfangen. Ich kann zwar nicht beurteilen, wie sich da das Niveau der Schulabgänger entwickelt hat, aber es ist imho ziemlich offensichtlich (Populisten, Wahlergebnisse,...) das akute Mangel bestehen bzw. das Niveau nicht ausreicht, um mit unserer heutigen Medienlandschaft angemessen kritisch umzugehen.
Würde ich so nicht sagen. Ich spreche jetzt mal für den Physik und Erdkunde LK. AKW´s haben wir, von der groben Funktionsweise her, schon in Klassen 9-10 besprochen. Elektromagnetische Wellen und Schwingungen sind in der 11ten ein ca. 24-stündiges Thema. Verbrennungsmotoren kamen afaik zwischendurch auch mal dran. Wobei die Funktion eines Verbrennungsmotors meiner Meinung nach schon fast zum Allgemeinwissen gehört, das jeder wenigstens in Grundzügen besitzen sollte.
So ähnlich sehe ich das auch mit den angesprochenen EU-Grämien. Da finde ich es wichtiger, dass man im Erdkundeunterricht eher über wirtschaftliche Abläufe/Prozesse diskutiert und sich so Wissen aneignet, das man sich selber nur "schwer" aneignen könnte (auf der naturwissenschaftlichen Seite dann so was wie elektromagnetische Induktion).
Bei solchen Sachen wie EU-Grämien sollte man schon Eigeninitiative zeigen und sich selber informieren.
Die älteren Generationen, die so etwas natürlich nicht in der Schule hatten, wissen dort größtenteils ja auch Bescheid.
Das Problem ist halt nur dabei, dass das längst nicht alle so sehen. Ich kenne genug Leute, die sich ausschließlich mit ihrem Schul-Wissen durch die Welt mogeln und damit völlig zufrieden sind.:ugly:

Ich meine damit das sich die Schüler immer weniger um die Schule kümmern bzw. um ihre Zukunft. Sie sind einfach Faul geworden. Ich persönlich habe es auch gemerkt. Es wurde ab der 8 Klasse immer einfacher. So war es schon normal wirklich nichts zu tun sprich Hausaufgaben kurz in der Schule von jemanden abgeschrieben oder Vokabeln gar nicht erst gelernt. Ich habe die HA's zwar immer gemacht und Vokabeln musste ich nicht lernen weil diese mir einfach fielen aber bei den anderen Schülern war es schon Standard so.
Hm, ist bei mir genau anders herum. Das die Inhalte seit der 8. Klasse einfacher werden würde ich so sicher nicht unterschreiben.:ugly:
Daher kann ich wahrscheinlich auch den Rest nicht ganz nachvollziehen. Die Motivation wird jedenfalls für mich (und auch die meisten anderen) gegen Ende immer größer. Jetzt wo das "Ende" schon in greifbare Nähe rückt, der Druck durch den Doppeljahrgang und die allgemeine Lage aber größer wird, steigt auch die Motivation seit Anfang der Oberstufe schon ziemlich an.
 
Würde ich so nicht sagen. Ich spreche jetzt mal für den Physik und Erdkunde LK. AKW´s haben wir, von der groben Funktionsweise her, schon in Klassen 9-10 besprochen. Elektromagnetische Wellen und Schwingungen sind in der 11ten ein ca. 24-stündiges Thema. Verbrennungsmotoren kamen afaik zwischendurch auch mal dran. Wobei die Funktion eines Verbrennungsmotors meiner Meinung nach schon fast zum Allgemeinwissen gehört, das jeder wenigstens in Grundzügen besitzen sollte.
So ähnlich sehe ich das auch mit den angesprochenen EU-Grämien. Da finde ich es wichtiger, dass man im Erdkundeunterricht eher über wirtschaftliche Abläufe/Prozesse diskutiert und sich so Wissen aneignet, das man sich selber nur "schwer" aneignen könnte (auf der naturwissenschaftlichen Seite dann so was wie elektromagnetische Induktion).
Bei solchen Sachen wie EU-Grämien sollte man schon Eigeninitiative zeigen und sich selber informieren.

Über wirtschaftliche Prozesse kann man sich genausogut selbst informieren und imho ist es da auch eher verschmerzbar, wenn man da keine Ahnung hat. Zu den restlichen Punkten kann ich nur sagen, dass ich, egal wo ich hingucke (Umfeld, Dokus, Umfragen, Wahlen, Politiker) nur feststellen kann: Die Leute haben offensichtlich zuwenig Ahnung (okay - von ner Mikrowelle vielleicht nicht, weil man sich da auch so merken kann, dass kein Hamster reingehört, aber spätestens bei Elektrosmog und Krebs gehts wieder los). Und das es sich hier um Dinge handelt, über die ein mündiger Bürger Entscheidungen treffen muss, ist das ein klares Bildungsdefizit. Natürlich könnten die Leute es selbst aufarbeiten, wenn sie denn wollten (:rofl:), aber das geht überall und besser ist es imho, wenn man es von vorneherein vermeidet.
 
Was ist eigentlich genau eine Waldorf Schule?
Mein Lehrer hat mir gesagt das ist eine alternative Schulform, die neben den allgemeinen Schulen koexistiert und an der man jeden Abschluss machen kann. Allerdings wird da mehr Wert auf künstlerische Eigenschaften gelegt. Stimmt das so und was unterscheidet eine solche Schule z.B. von einem Gymnasium?
 
Noch nie von den Schülern gehört, die ihren Namen tanzen können?:ugly:
Und das können die Waldorf-Schüler wirklich!:D
Von ein paar Bekannten, die diese Schule besuchen, hab ich gehört, dass man da die Abschlüsse nicht direkt machen kann, sondern extrerne Prüfer für die entsprechenden Abschlüsse kommen müssen.
Ein wichtiges Detail ist noch, dass es da keine Noten wie an anderen Schulen gibt, sondern einen Ausformulierten Text am Ende jedes Halbjahres.
Ansonsten kann man sich noch da einlesen:
Bund der Freien Waldorfschulen
 
Waldorfschulen sind so ein ding...die können je nach Person was bringen oder auch nicht. Ich kenn zwei Brüder die auf ne Waldorfschule gegangen sind, dem einen hat das richtig geholfen, Job etc. der andere konnte erst in der 5. Klasse wirklich lesen.
 
Also ich bin mit dem Gymnasium zufrieden. Ist nicht allzu schwer, gut schaffbar wenn man sich anstrengt. Dazu wird einem mit Abitur das Studium erleichtert, womit man dann einen guten Job finden kann. Natürlich haben Kinder mit reichen Eltern bessere Chancen, aber wie soll man das vermeiden?
 
Das lässt sich quasi (leider ?) nicht verhindern.
Zumal Kinder mit reichen/gutverdienenden Eltern prozentual vermutlich weitaus mehr gebildet sind.

Ich bin mit dem Gymnasium auch zufrieden. Hätte ich mich mal angestrengt wäre auch nen 1,X NC drin, so darf ich jetzt durch eigene Faulheit/Ignoranz um nen 2,X schnitt kämpfen.:ugly:
 
Also ich bin mit dem Gymnasium zufrieden. Ist nicht allzu schwer, gut schaffbar wenn man sich anstrengt. Dazu wird einem mit Abitur das Studium erleichtert, womit man dann einen guten Job finden kann. Natürlich haben Kinder mit reichen Eltern bessere Chancen, aber wie soll man das vermeiden?

In dem man ein wirklich kostenloses staatliches Bildungsmonopol mit abschließender Qualität anbietet?
Solange individuelle Schwächen in teurer Nachhilfe behoben werden (oder eben nicht), an statt von einem Lehrer, dessen Unterrichtsbedingungen ihm den nötigen Spielraum lassen, hat Geld natürlich einen großen Einfluss. Von Privatschulen ganz zu schweigen.
(bzw. auf höherer Ebene, die das Thema dieses Threads ein bißchen sprengt: staatliche Sicherung der Finanzierung eines Studiums ohne Berücksichtigung der Eltern)


@Waldorfschule: Afaik gibt es da prinzipiell Unterschiede, wie weit das Angebot geht. Prinzipiell ist bis zur 12/13 möglich (bei staatlichen Prüfern dann halt - damit wenigstens das Abi nicht gekauft ist, wenn es schon der Weg dahin war ;) ). Den Rest kann man allerdings nur schwer mit konventionellen Schulen vergleichen, da dass "Unterrichts"konzept doch massiv abweicht.
 
Gutes Bsp. für die Faulheit ist ACTA. Jeder ist dagegen aber keiner weis wieso er das ist. :schief: Viele Fragen mich was es ist nur weil ich auf eine Informatiker Schule gehe. Es reicht sich ein 15 minütiges Video anzuschauen um zu verstehen was Sache ist aber nein lass mal die anderen machen. In FB z.B. ist jeder gegen ACTA aber wenn man mal fragt was es ist kommt nur "Internetspionage". Ende. Mehr können die Leute dazu nicht sagen.
Auch ein gutes Bsp. ist das alle meinen das man seinen FB Acc nicht "löschen" kann. Wenn man dann sagt es geht kommen wieder die besserwisser die eine Ahnung haben. :schief: Dann beschweren sich viele "Mein FB Acc wurde gehackt!! :'(" Tja selbst schuld wenn man wirklich alles(!) liken muss. :schief:
Sich selbst zu informieren fällt vielen einfach extrem schwer. Ich richte meinen Freunden die Pc's und Handys ein. Probleme mit dem und dem? Alles klar ich weis natürlich wie es geht weil ich mich in der Situation damit auseinander setze. Die Schüler mit höheren Abschlüssen bilden sich einfach weiter als die die nach der 9./10. in eine Ausbildung gehen. Nicht jeder ist so aber in der Regel läuft es einfach so ab.
 
Wenn jemand, der ne Handwerkerlehre macht, sich nicht mit PC-Details auskennt und einen fragt, ist das ja auch noch verschmerzbar. Aber ACTA ist in der Tat ein gutes Beispiel, denn die Leute informieren sich eben nicht nur nicht, sie gestehen sich auch nicht ein, dass sie keine Ahnung haben, sondern ersetzen dass durch eine umso substanzlosere Meinung. (und gerade im Falle ACTA braucht man sich nichtmal ein 15 Minuten Video angucken, weil man das ganze Ding in 10 Minuten quergelesen hat)
 
ruyven_macaran schrieb:
Wenn jemand, der ne Handwerkerlehre macht, sich nicht mit PC-Details auskennt und einen fragt, ist das ja auch noch verschmerzbar. Aber ACTA ist in der Tat ein gutes Beispiel, denn die Leute informieren sich eben nicht nur nicht, sie gestehen sich auch nicht ein, dass sie keine Ahnung haben, sondern ersetzen dass durch eine umso substanzlosere Meinung. (und gerade im Falle ACTA braucht man sich nichtmal ein 15 Minuten Video angucken, weil man das ganze Ding in 10 Minuten quergelesen hat)

Windows installen sollte eig. jeder können...aber einen PC zsm bauen ist ein kein muss für jeden. ;)

ACTA - Jeder kennt es, alle hassen es, jeder schreibt über es aber keiner weis worum es sich dabei handelt. Man will einfach nicht dumm wirken. :schief:
 
wer des jetzt noch nicht weiß, der lebt IMHO hinter dem mond - oder hat keinerlei interesse an sowas....*kopfschüttel*


mfg LAX
ps: pc-zusammenbauen ist aber jetzt auch net so hart (selbst ich hab des nach jahren (war eingerostet ^^) noch hinbekommen...hat zwar gedauert (war den ganzen abend am schrauben....neues gehäuse, teile und so....alles fein säuberlich her richten etc. :D
 
ich hab eig. von ACTA geredet ^^ - windows nicht installen können, da kenne ich auch einige (bin froh nicht dazu zu gehören - so oft wie ich schon nen windoof zerschossen habe :D ^^)

mfg LAX
ps: kekse kann ich auch net machen, dafür kann ich bissal fleisch-zeug köcheln (hackfleisch arbeite ich am liebsten mit...so chili-con-carne oder spaghetti mit hackfleischsoße)
 
Windows installen sollte eig. jeder können..

Eigentlich schon aber manche haben auch Angst was falsch zu machen habe vor kurzem ein Stelleninserat gesehen das jemand nach jemanden sucht der weiss wie Windows und Office zu installieren ist. Ich würde dem antworten, Disc rein und machen was im Fenster steht aber eben nicht jeder probiert es aus :-)

Um es kurz zu sagen was ACTA ist, soll Urheberrechte besser schützen und gegen Piraterie sein, die englische Wikipediaseite war doch mal für kurze Zeit Offline wegen dem und zwar wurde die nicht angegriffen sondern das haben die bei Wikipedia so entschieden.
 
In der Schule ist es auch so. "Alle" verstehen es (eher nicht) aber du willst nicht dumm dastehen und sagen das du es nicht verstanden hast. Tja dann kommt die Arbeit und wer sich dann noch über schlechte Noten wundert sollte sich mal am Kopf packen. :schief:
Bei uns ist es so das jeder fragt. Nicht verstanden, aufzeigen es wird nochmal erklärt. Früher war es ja peinlich.
 
Bei uns ist es eher anders rum. Bisher hatten wir genau einen Lehrer, der solche Fragen kompetent beantwortet hat. Der Rest der Lehrer wiederholt dann quasi wortwörtlich das gesagte und fertig.
 
Ich denke die die Im Beruf mit Pcs zu tun haben sollten schon Kenntnisse haben. Handwerker o.ä brauchen sowas net
 
Um es kurz zu sagen was ACTA ist, soll Urheberrechte besser schützen und gegen Piraterie sein, die englische Wikipediaseite war doch mal für kurze Zeit Offline wegen dem und zwar wurde die nicht angegriffen sondern das haben die bei Wikipedia so entschieden.

Und damit hast du ein wunderbares Beispiel für "fehlendes Wissen, aber trotzdem ne Meinung" abgegeben - denn Wiki war wegen SOPA offline.


Bei uns ist es eher anders rum. Bisher hatten wir genau einen Lehrer, der solche Fragen kompetent beantwortet hat. Der Rest der Lehrer wiederholt dann quasi wortwörtlich das gesagte und fertig.

Weiß nicht, wie das bei euch ist, aber meine Beobachtung bei Leuten, die "etwas nicht verstanden haben", weil es "ihnen niemand richtig erklärt" ist:
Sie sind zu faul, sich auch nur genug Gedanken darüber zu machen, um sinnvoll zu fragen. Wenn jemand sich hinstellt und einen ganzen Themenkomplex "erklärt" haben will, dann kriegt er eben nochmal die Kurzfassung dessen, was die letzten Minuten/Stunden/Tage/Wochen/Monate gelaufen ist. Denn eine grundliche Erklärung mit allem, was er scheinbar verpasst hat, würde eine vollständige Wiederholung der letzten Jahre erfordern - und dafür sollte er dann halt ne Ehrenrunde einlegen.
Wenn man mal nachbohrt, stellt sich zwar meist heraus, dass die Leute nur 1-2 Details nicht verstanden haben und darauf aufbauend sich den Rest durchaus selbst erarbeiten könnten - aber diese beiden Details müsste man in langwieriger Nachfragerei erstmal aus der Nase ziehen (wofür in der Schule genausowenig Zeit sein kann, wie die pauschale Nachholung aller Grundlagen seit dem Urknall). Da mal kurz selbst drüber nachzudenken, wo das Verständniss eigentlich aufhört, dafür sind nach meiner Erfahrung >90% der Leute zu denkfaul.
(Nicht zu vergessen, dass Denken heutzutage -naja, eigentlich seit längerem- ja uncool ist. Schon allein deswegen, weil es etwas ist, dass Lehrer&Co befürworten :rollen: )
 
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