Erziehung - Schule - Staat - Jugendliche | Vorsicht! Dieses Thema zwingt einen dazu viel(!) zu lesen!

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Finde ich nicht, es gibt auch genug Eltern, die ihre Kinder nicht zur Selbstständigkeit erziehen und es sogar gut finden, wenn die noch mit 30 zu Hause wohnen. :ugly:
Du kannst das nicht einfach pauschalisieren, viele Kinder schauen sich das bei den Eltern ab. Wenn Daddy um 4 von der Arbeit kommt und dann bis Mitternacht aufm Sofa liegt, kann da nicht viel bei rüberkommen.

nicht pauschalisieren, aber das kommt durchaus vor :)

und klar nehmen sich die Kinder die Eltern zum Vorbild, aber auch die Geschwister, deswegen sind meine Geschwister richtige Prachtexemplare :D
 
So. Heute ist der letzte Tag um Fragen zu stellen denn morgen geht es nach Berlin! ;)
Hat sich die erste Frage geklärt oder soll sie trotzdem noch gestellt werden?
 
Das gehört nicht in diesen Thread also bitte ich dich mal höflich deinen Post zu editieren.

Ja...Ich fand den Trailer lustig. ;)
 
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nix Hotel Mama ;) und ich war durchaus selbstständig, aber wenn man seine Geschwister öfters als einmal in 2 Wochen sehen will, muss man halt zurück aufs Land ;)

Ich wär erstmal froh meinen Bro los zu sein :ugly:

Aber ich find es i. O. es so zu regeln das man für sein Unterkommen bei den Eltern bezahlt, weil es wirklich einfach kaum möglich ist mit dem Gehalt alleine zu wohnen - vllt. im ersten Lehrjahr 650€ Brutto, bleiben vllt. 450€ netto. Was kostet eine kleine Wohnung warm? 200€? 250€? Dann noch Strom/Wasser/Internet (heutzutage schon sehr wichtig, vor allem auch wenn man was für die Berufsschule macht o. Ä.) und natürlich Essen/Trinken...

Ich sehe da irgendwie wenig Spielraum, aber korrigiert mich wenn ich falsch liege.

BTW, weiß jetzt jemand was zu etwaiigen Förderungen in so einem Fall, da das für mich wichtig werden könnte wenn ich mit der Schule fertig bin?

quantenslipstream schrieb:
Finde ich nicht, es gibt auch genug Eltern, die ihre Kinder nicht zur Selbstständigkeit erziehen und es sogar gut finden, wenn die noch mit 30 zu Hause wohnen. :ugly:
Du kannst das nicht einfach pauschalisieren, viele Kinder schauen sich das bei den Eltern ab. Wenn Daddy um 4 von der Arbeit kommt und dann bis Mitternacht aufm Sofa liegt, kann da nicht viel bei rüberkommen

Wo liegt das Problem? Die wohnen einfach so lange da bis die Eltern ins Heim kommen und ziehen dann in vertrauter Umgebung ihre eigenen Kinder groß :ugly:
 
Wenn die Kinder noch zur Schule gehen oder sehr wenig bei der Ausbildung verdienen wie z.B. ein Florist oder Friseur dann würde ich auch kein Geld dafür nehmen. Sonst bei gut bezahlten Jobs wie z.B. beim Maurer finde ich es schon angebracht den Eltern wenigstens etwas Geld zu geben.
Klar sollen die Kinder selbständig werden können und mit so einer Situation umgehen können aber alleine wird es nur schwer klappen. Eine WG wäre die beste Lösung. So teilt man sich kosten und ist trotzdem nicht von den Eltern abhängig.

Ich war diese Woche im Parlament. Eine Dame die uns dadurch geführt hat sagte das jeder Tisch eine Spezialanfertigung sei. Eine Holzwand die Grün angestrichen war und mit Luftkanälen besetzt war sei Kunst.
Die Tische waren bestimmt mehrere 10.000€ wert und die Wand die sehr schlecht gestrichen war und von einem Künstler kommen sollte wurde mit Luftkanälen durchborht.
Also bei den Tischen konnte man extrem viel sparen! Und diese Wand war zu 100% keine Kunst wenn da einfach mal ein bisschen rumgebohrt wurde!
Da sieht man wo das Geld hinfließt...
 
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Wie meinst du das? Mein Lehrer liebt die Berichte in diesen Zeitschriften.
Nur weil ein Lehrer diese Zeitschriften liebt, heißt das ja nicht, dass sie gut/qualitativ hochwertig sind:

Die meisten Leute hier im Thread, denen traue ich zu, dass sie gelegentlich auch etwas tiefgründiges mit ihrem Kopf anfangen, und über vieles nachdenken.
Ich muss den ganzen Tag entscheidungen treffen, deren Folgen abschätzen, mich einlesen und informieren, mir selbst neue Fertigkeiten beibringen - sowohl für die Schule/Uni, als auch für die anderen Tätigkeiten denen ich nachgehe. Dann sind da noch viele Hobbies (neben PC Spielen will auch die Frau gerne was unternehmen, dann kommt "Kultur" ins Spiel :P ) usw.

Manchmal will man aber auch einmal was lesen oder ansehen, was nicht so niveauvoll ist - einfach um mal abzuschalten. Ich hab' irgendwann mal ein Faible für Actionfilme entwickelt, die einfach nur Unterhalten sollen, nicht belehren (wie viele andere gute Filme, Dokus usw): Rambo, Terminator, Stirb Langsam usw...

Aber nur weil ich an Schule/Uni und in einer Firma arbeite, heißt das ja nicht, dass die Filme deshalb gut/intelligent sind :P
Soweit ich weis hat eine Studie belegt das Zocker eine bessere Räumliche Vorstellung haben als nicht Zocker.
Ja kann ich bestätigen, wir haben ähnliche (langzeit)Studien durchgeführt. Auch Orientierung, reaktionsfähigkeit und Gefahrenabschätzung beim Autofahren (oder ähnlichen Dingen) wurden verschärft - umgekehrt aber die Aufmerksamkeitsspanne vermindert
Das Problem zu erfassen ist nicht all zu schwierig. Meine Englischlehrerin beginnt z.B. jede Stunde mit den Worten"what we had had last lesson". Und der Unterricht ist sehr Primitiv, trotz Grundkurs 11.Klasse. Die erste arbeit, die ich bei ihr geschrieben hab, war oberprimitiv(:ugly:). Wir mussten einfach nur die Wörter, über die wir uns die vergangenen 5 Stunden unterhlaten haben in ein Lückentext einsetzen(und die Wörter wurden sogar noch beschrieben, wie z.B. a small axe->hatchet). Was hat das mit English zutun? Alle Leute dieses Kurses finden den Unterricht langweilig und teilweise ziemlich sinnlos.10 Klasse war wesentlich anspruchsvoller und ich hatte bessere Noten. Aber was soll man da nun machen? Man kann sich ja nicht einfach so über eine alte Frau, die schon seit Jahrzehnten Lehrerin ist, beschweren.

Ich finde, die Lehrer sind teilweise viel zu alt und nichtmehr auf dem neusten Stand.
Was du über deine Englischlehrerin berichtest ist aber in keinem Fall eine leichte Problemerfassung: du beschreibst das Prinzip der Wiederholung, was bei Sprachen das absolut wichtigste ist. Ein anderes Beispiel, diesmal aus der Physik: am Anfang der Physikstunde wurde wiederholt was in der letzten Woche gemacht wurde, jeder durfte seine Unterlagen verwenden, für jede richtige Antwort gab es ein "Plus", bei 10 dieser Mitarbeitsplus (man konnte sich auch mehrfach melden pro Stunde) wurde der Notengrad um 1 verbessert, ausgehend von der Durchschnittsnote bei den Tests.
Was passiert ist ist folgendes: JEDER versuchte ein oder mehrere Plus bei den (SEHR LEICHTEN!) Stundenwiederholungen zu erhaschen, las immer mit/bzw las immer nach wenn die Frage gestellt wurde usw.
Am Ende der 10 Minütigen Wiederholung wurde der gesamte Stoff der letzten Einheit nicht nur LAUT wiederholt, sondern auch von jedem gelesen - Ergebnis war: gute Mitarbeit IM Unterricht, die Schüler kannten sich im Stoff aus was ihn automatisch interessanter machte - das beste jedoch kommt erst: durch das ständige Wiederholen, die guten Erklärungen des Lehrers usw war es nicht nötig auch nur irgendwie für den Test zu lernen - automatisch kam eine 1 oder 2 auf. Egal wie schwer der Lehrer versuchte den Test zu machen.
Ich habe in Physik auch Maturiert (sprich Abitur gemacht). Auch ohne zu lernen, ich wusste noch alles. Was du also als nicht so optimalen Unterricht beschreibst, kann beim richtigen Lehrer eben PERFEKT funktionieren.

Deshalb bringt es nichts, wenn ein Schüler vorschlagen würde, WIE unterrichtet werden müsste: eine Unterrichtsform muss erstens zum Fach passen, zweitens zum Vortragenden (denn wenn dieser sich mit dem Vortragsstil nicht identifizieren kann, fühlt er sich nicht wohl, es kommt beim Schüler nichts mehr an). Erst wenn der Lehrer die für sich selbst perfekte Unterrichtsform gefunden hat, kann er anfangen sie wiederum perfekt auf den Schüler auszurichten - DANN kann auch ein Schüler, der Frontalunterricht total hasst, enorm mitgerissen werden. Es gibt hunderte Tricks seinen persönlichen Vortragsstil zu verbessern. Das kann auch ein 100 Jahre alter Stil sein, solange er gut ausgeführt wird. Es braucht dazu keinen Beamer, Computer oder DVD Player inkl Fernseher.

Und falls es doch einmal neuere Methoden gibt, die alte Methoden auch wirklich alt aussehen lassen, fordere nie, dass alte lehrer diese neuen Methoden lernen. Das funktioniert zumeist nicht, sie müssten diese Methode nämlich Jahrelang anwenden und reflektieren, um sie gut zu beherrschen:
Beispiel Powerpoint:
Ist ein mächtiges Tool, kann aber so enorm falsch eingesetzt werden, dass es effektiver ist, der Lehrer bleibt bei der alten Methode: um Powerpoint zu beherrschen muss ein alteingesessener Lehrer eine Präsentation machen, diese Vortragen, das Mitfilmen und Feedback einholen sowie sich das Video ansehen und überlegen wie er es selbst besser machen könnte.
Ein beispiel wie es falsch läuft: Lehrer und Professoren an meiner Schule/Uni damals, die versucht haben alles über Powerpoint zu machen, nur standen da auf den Folien so extrem viele Wörter, das es unmöglich war sowohl dem Vortrag zu folgen, als mitzulesen usw. Es war anstrengender als das was diese Professoren/Lehrer wohl normal machten, also war es schlichtweg "nicht gut".
Deshalb: Schuster bleib bei deinen Leisten, oder: Lehrer bleibt manchmal bei alten Methoden, macht diese aber GUT und SPANNEND.
JUNGE Lehrer, die mit Powerpoint oder anderm AUFGEWACHSEN sind und schon seit Jahren ein Gefühl dafür entwickeln was sie daran stört, was gut und was schlecht daran ist, können mit dieser Technologie viel besser umgehen.

Aber ich verstehe dich: was macht man als SCHÜLER wenn der Unterricht nicht hinhaut. "Konstruktive Kommunikation" und gutes Feedback sind ein anfang, mit dem Lehrer versuchen ein gutes Gespräch zu finden und mit ihm über das Ändern und Ausprobieren neuer Methoden reden.
Macht selbst vorschläge, lest euch selbst ein: Welche Methoden würden euch helfen (nicht nur: welche würden SPASS machen, ihr sollt ja auch wirklich was lernen dabei).
Es gibt ja viele neue Modelle, die gut laufen.
Such mal nach "Kooperatives Lernen", "offenes Lernen" oder ähnlichem, das sind neue Arten des Gruppenunterrichts, wo die Schüler viel mehr in den Unterricht einbezogen werden. Das coole daran: der Lehrer hat nach einer einmaligen Vorbereitung einen deutlich weniger stressigen Job, kann sich mehr um die Schüler kümmern, die es etwas schwerer haben. Allerdings erfordert es viel Feingefühl bei der Gruppeneinteilung usw.
Wenn du mehr über solche Methoden wissen willst, kann ich da gerne einmal wenn Zeit ist ein paar vorstellen, die dem Lehrer helfen den Unterricht besser anzupassen an seine Persönlichkeit, oder einfach spannender machen, oder einfach mal ein wenig Abwechslung in den sonst so trockenen Unterricht bringen
Der Meinung bin ich auch. Spätestens in der Oberstufe ist jeder Schüler in der Lage, den Unterricht wenigstens in seiner Grundweise zu beurteilen.
Ich würde sogar so weit gehen und sagen, das das schon ab der 9. Klasse mehr oder weniger uneingeschränkt gegeben ist.

Sicher, wenn 1 Schüler sagt, es ist ein mieser Lehrer, dann ist es damit noch nicht getan, aber die gesamte Klasse :) ?
Dachte ich damals auch: ich wurde danach auch direkt in den Unterricht geschickt (ok fast...) um zu unterrichten: ich wusste ja, was guter und schlechter Unterricht ist, hab es ja immer wieder gesehen.
Doch was heißt es, wenn man als Schüler sagt, es sei etwas schlechter Unterricht?

Man kann es erst beurteilen, wenn man nicht nur jammert, DASS etwas schlecht ist, sondern Konkret sagen kann WIE etwas anders gemacht werden kann, damit es BESSER ist. Man muss auch wissen ob diese dann vorgeschlagene Methode zur jeweiligen Lehrperson passt oder nicht. Man stellt sich das als Schüler immer viel einfacher vor. Ansonsten kann man immer nur sagen der Unterricht ist nicht optimal, aber was es braucht damit er optimal wäre, weiß man nicht.

Mein Unterricht war zwar damals schon recht "gut", die Schüler mochten mich, wir hatten im Unterricht Spaß und es wurde auch vieles gelehrt und gelernt, ich war stolz, doch meine nebenbei laufende, Jahrelange ausbildung hat mir auch gezeigt: einiges übersehe ich noch: gehe ich genug auf zwischenmenschliche Beziehungen ein? Klassenkonflikte? Wer wird hinausgebissen? Was ist mit den schwächeren oder desinteressierten? Wie kann ich den Unterricht abwechslungsreicher machen? Wie bereite ich meine Materialien so vor, dass das WESENTLICHE schneller gelernt ist und was ist in welchem alter das WESENTLICHE (es bringt nichts wenn ich Detailwissen auswendig lernen lasse, was in 1-2 Wochen nicht mehr im Kopf ist und somit umsonst gelernt wurde). Ich muss mich also auf das Konzentrieren, was Jahrelang hängenbleiben soll und worauf aufgebaut werden kann. Der Rest soll von den Schülern zwar mal GEHÖRT worden sein, aber müssen sie wirklich immer alles wissen?

Es gibt auch tausende Untersuchungen: wie nimmt man Informationen am Besten auf?
Durch reines hören?
Beim reinen Unterrichten und beim Konzept dafür erstellen, spielte für mich diese Pyramide immer eine entscheidende Rolle:
http://it.pedf.cuni.cz/strstud/edutech/2006_Dale_Ovsenak/cone_of_learning_maly.jpg

Du siehst, man kann sich also viele Gedanken machen für den Unterricht und es sind hunderte, tausende Faktoren die einen guten Unterricht ausmachen können - auch die KLASSE selbst!

Bevor man immer auf Lehrer hinhakt, möchte ich auch eine Zahl einwerfen: in meinen ersten Berufsjahren in der Lehre habe ich locker 70-80 Stunden Pro Woche gearbeitet und auch in den Ferien, von denen Lehrer angeblich so viele haben. Bei einem Gehalt von knapp 1000€...
Manchmal muss man als Schüler auch etwas Rücksicht für die armen Lehrer haben ;)
Einer unserer Lehrer hat auch Kreide auf die Schüler geworfen. Ein Freund von mir wurde öfter beworfen und ging zum Direktor. Er hat sich entschuldigt aber aufgehört hat er nicht! Danach hat er sich fast jede Stunde mit dem Lehrer angelegt! Tja geholfen hat es nichts. Dieser Lehrer ist normal in Rente gegangen. Eine andere Lehrerin um die 55-65 hat den Jungs beim Hauswirtschaftsunterricht öfter mal an den Hintern gefasst...wie sich herausgestellt hat hatte sie schon eine Anzeige wegen sowas...! Lehrer werden einfach leichter oder gar nicht bestraft. So habe ich das Gefühl.

Hm, schwieriger Punkt.
Lehrer werden nicht bestraft wie Schüler - stimmt, es sind ja auch die übergeordneten Verantwortlichen. Sie werden auf andere Art und Weise bestraft, aber natürlich nicht beim kleinsten Fehler.
Lehrer bestrafen sich meist selbst: langweiliger Unterricht? Ist für den Lehrer noch schlimmer als für den Schüler: der Schüler setzt sich hin und "erträgt" es, der Lehrer macht das ja den ganzen Tag, er brennt daran innerlich aus.

Verursacht der Lehrer schwere disziplinäre Verstöße, kann dies bei richtiger "behandlung" durch Schüler, Direktor, Bezirksschulrat usw die gesamte Existenz des Lehrers zerstören: es kann sein, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben darf... wie bei vielen anderen Jobs auch.

Klar gibt es die alten, pragmatisierten Lehrer. Das sind aber eine Aussterbende Rasse ;)
Ich habe ja nicht gesagt das die Lehrer daran schuld sind aber es ist einfach nicht möglich so kleine Klassen zu haben.
1. Bräuchte man wieder viele neue Lehrer die einfach fehlen und 2. würde es eine Menge Geld kosten weil die räume dazu einfach fehlen.
Stimmt schon, je kleiner die Klassen, desto besser können Lehrer auf jeden einzelnen Schüler eingehen.
Geld ist dafür leider keines Vorhanden. Sowas wird viele Jahre dauern, bis alles umgestellt ist auf ein solches System mit Klassen von... sagen wir max 15 Schülern (wie es beim Informatikunterricht der Fall ist).

Viel eher aber die Frage die den Thread betrifft: Ist es überhaupt nötig, früher gings doch auch? Hat sich die Jugend verändert oder die Erwartungen an diese? Oder dürfen Lehrer einfach nicht mehr hart genug bestrafen (ein Lehrer darf eigentlich gar nichts mehr machen) und somit entgleitet bei hohen Schülerzahlen schnell mal die Disziplin...
 
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Heute geht es einfach nicht mehr da die meisten einfach nur von der Schule weg möchten und eine Ausbildung anfangen wollen. Die Jobs werden geradezu verscheckt (bei uns jedenfalls). JEDER möchte Maurer o.ä. werden da man "gutes" Geld bekommt. Schwarzarbeiten ist auch kein Problem mit so einem Job. Ich persönlich wollte aber weitermachen. Nach der 10. Fachabi in Informatik und dann eine Ausbildung als Fachinformatiker. Ob ich Studieren soll oder nicht weis ich nicht genau. Es wird extrem schwer aber(!) die Nachfrage steigt und es gibt viele freie Stellen! Habe mir in Berlin diverse Zeitschriften gekauft wo auch Statistiken dazu standen.
Bei uns wird gar nicht erst auf das Zeugniss geguckt wie es aussieht. Durchschnitt von 3,5 - 4. Kein Problem kannst sofort bei uns anfagen. So sieht es hier jedenfalls aus.
Es sieht so aus. Nur das nötigste tun und davon am so wenig wie möglich. :daumen2:
BTW: Schön mal wieder was von dir zu hören. Dein Post ist auf der Startseite verfasst. :daumen: Achja und die Überschrift wurde geändert. Verbesserungsvorschläge gerne gesehen.
 
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BTW, weiß jetzt jemand was zu etwaiigen Förderungen in so einem Fall, da das für mich wichtig werden könnte wenn ich mit der Schule fertig bin?

Es gibt Ausbildungsbafög, frag mich aber nicht nach Höhe und Bedingungen. Darüber hinaus dürften Auszubildende ohne weitere Fördermaßnahmen Anspruch auf Wohngeld(/zuschüsse) geltend machen können und wenn das ganze als integrierte Ausbildung läuft (d.h. man eigentlich angestellt ist), kann man vielleicht sogar ALGII zuschießen (=sich die Miete komplett zahlen lassen).
Deine Zahlen passen aber nicht so ganz. Zum einen solltest du, wenn du auf Maurerlehre,... aus bist, noch weit unter 20 sein. Dann dürftest du während der Ausbildung familienversichert bleiben und bei so geringen Löhnen fallen auch sonst wesentlich geringere Abgaben an. Würde mal tippen, dass von 650 € Lehrgeld 500 bis 550 € auch auf dem Konto bleiben. Mit einer eigenen Wohnung wird das, je nach Region (250 € ? Es gibt Städte, da wäre man froh, wenn man dafür ein Zimmer bekäme), trotzdem nicht reichen, aber wenn man eine WG mit zwei oder mehr Leuten hat, dürfte man im Durchschnittsdeutschland gut auskommen können. (darf natürlich nicht 100 € im Monat für Alkoholika und Disko ausgeben... - aber da wären wir wieder bei Erziehung, Sozialisierung und Freizeitgestaltung von Jugendlichen.)


Viel eher aber die Frage die den Thread betrifft: Ist es überhaupt nötig, früher gings doch auch? Hat sich die Jugend verändert oder die Erwartungen an diese? Oder dürfen Lehrer einfach nicht mehr hart genug bestrafen (ein Lehrer darf eigentlich gar nichts mehr machen) und somit entgleitet bei hohen Schülerzahlen schnell mal die Disziplin...

Das hat nichts mit bestrafen und nur eingeschränkt etwas mit Disziplin zu tun, sondern mit Anforderungen. Höhere Gymnasialklassen hatten afaik vor 100 Jahren auch keine 30 Schüler, in den 70ern war man afaik bei 20-25. Da kann ein mittelmäßiger Lehrer noch ein paar Minuten auf Hinterhinker verwenden, kritisch wirds ab 30+. So große und wesentlich größere Klassen gab es in den unteren Schulzweigen früher natürlich zu hauf. Nur: Wenn diese Schüler mit vier Grundrechenarten und Deutsch-lese-Kenntnissen (aber ohne fehlerfrei schreiben) abgegangen sind, dann hat das auch gereicht. Heute wird von so ziemlich jedem zumindest der Umgang mit Formeln, Prozentrechnung und komplexerer Geometrie erwartet, Deutsch und Englisch müssen in Sprache, lesend und schreibend vollständig beherrscht werden, eine weitere Fremdsprache soll zumindest in Ansätzen sein, EDV-Kenntnisse sind selbstverständlich (aber nicht immer durch die Familie bereitgestellt - und viele Spielefreaks haben selbst dann 0 Ahnung von Office) und ohne sogenannte Allgemeinbildung in Geschichte, Kultur und Politik (aber nicht Naturwissenschaften :schief: ) fällt man schnell so negativ auf, dass man nirgendwo mehr erwünscht ist.

Unterm Strich würde ich mal schätzen, dass der durchschnittliche Lehrling heute drei- bis viermal soviel Stoff beherrschen soll (ob er ihn auch braucht, ist eine andere Frage), wie Mitte des letzten Jahrhunderts, nicht zuletzt auch weil es eine Verschiebung weg von handwerklichen und hin zu Dienstleistungsberufen gibt. Eine Bankkaufmannlehre hat nunmal höhere Anforderungen, als an einen Maurer gestellt werden.
Dazu kommt dann eben nochmal, dass jetzt wesentlich mehr Leute studieren (und studieren sollen!) und dafür erweiterte Inhalte brauchen (oder auch nicht...), die früher nur einem kleinen Teil und in kleinen Gruppen beigebracht wurden - bzw. nicht. Denn gerade in den Naturwissenschaften gab es massive Fortschritte und nur, weil man z.B. in der Biologie heute noch was zu Molekulargenetik erzählen muss, heißt das ja nicht, dass Mendel deswegen aus dem Stoffplan fliegen könnte. Auch hier muss mehr Wissen vermittelt werden - unter schlechteren Bedingungen in gleicher Zeit.
Ein Rohrstock würde vermutlich wenig helfen, ggf. sogar schaden. (schließlich dauert es viel länger, als Strafarbeiten anzuordnen ;) )


Und wo soll der Partner herkommen, wenn sie immer zu Hause leben? ;)

Wir leben auf einem Planeten, der über 7 Milliarden Menschen beherbergt und ca. 1,5 Milliarden mit unserem Lebensstandard versorgen könnte. Kein-Partner ist auch eine Lösung, genaugenommen eine der besten ;)
 
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Wieso wird immer davon ausgegangen, das jeder der keine Lebensabschnittgefährtin hat, auch eine will :schief:?

Ich bezog mich nur auf seine Aussage, dass sie so lange bei ihren Eltern leben, bis diese ins Altenheim kommen und dann dort ihre Kinder großziehen.
Wo sollen die Kinder aber herkommen, wenn sie immer bei Mutter aufm Schoß sitzen?
 
Ich möchte nochmal ganz neu anfangen.Habe mir ein bisschen Gedanken drüber gemacht.
Erstmal die Frage:Ich denke Ja.Die Jugend geht zu Grunde.
Warum?Da gibts mehrere Faktoren.1.Natürlich Das Fernsehen:Ich meine ich kenne welche,die das was da bei ``Mitten im Leben`` passiert wirklich glauben,die denken das dann echt passiert ist.Unfassbar.Bringt natürlich zur Massenverdummung herbei.Jeder 2. schaut den Quatsch. Fakt 2: Die Einkaufszentren:klingt natürlich komisch aber es ist so.Die Kids die da abhängen haben meist nix besseres zu tun und träumen von den gnzen Sachen dort und wenn sie es so nich bekommen klauen sie es einfach.Kann man wohl nix ändern.
Faktor 3:Vorurteile der Erwachsenen.Tatsache ist ja nun dass die Erwachsenen immer sagen: Oh die Jugend von heute.Die hören doch nur diesen gangstarap scheiss.Das splittet dieJugend so extremlDann sagen die Streber sagen dann imme,das die Erwachsenen doch Recht haben und die anderen hassen die Streber dafür. 4. Faktor Die Geselltschaftsschichten.Ich meine dann gibts die Bonzen die die ärmeren immer anmachen:Ohh Ihh den Pullover hast du schon 3 Jahre der is schon so hässlich.blablabla.Die ärmeren sind deswegen in einer reicheren Klasse gleich aussen vor.

Die Jugend existiert nicht mehr als eine. Die sollte man eher nach Schichten oder Arten einsortieren.Deswegen is es keine Jugend mehr sondern vermutlich nur noch ein Wrack.
 
Du hast recht, "die Jugend" gibt es im Grunde nicht mehr, es gibt genügend Schichten und ich würde sagen die Faktoren, die du angesprochen hast treffen auf höchstens 1% "der Jugend" zu...
 
Es gibt welche die wissen das diese ganzen Sendungen Fake sind aber trotzdem gucken weil sie achso witzig sind. Kumpel kommt zu mir X-Diaries ist dran ich will wegschalten und er fängt gleich an zu meckern. :P

Einkaufszentrum...naja ich bin gerne im Einkaufzentrum. Dort ist es gemütlich und es gibt öfter mal eine Mottowoche.

Musik. Das ist auch so eine Sache. Einige glauben die Texte wären wahr (:schief::lol:) und meinen einen auf Rapper zu machen, andere hören Mainstream...und dann gibt es die ganz kleine Gruppe die Musik hört weil sie anders ist. Man findet sie gut. Man hört sie weil sie einem gefällt und nicht weil jeder andere sie hört.

Ich verstehe die ganzen "reichen" Leute auch nicht. Was ist an Ed Hardy so toll? Wieso sollte J&J besser sein als eine andere Marke? Wenn mir ein T-Shirt gefällt kaufe ich es. Klar achte ich auf den Preis da ich mehr als nur 1 T-Shirt anziehen möchte. 20€ wären das Maximum für ein T-Shirt wobei andere meinen ein gutes fängt bei 40€ an. :nene:
 
Es gibt welche die wissen das diese ganzen Sendungen Fake sind aber trotzdem gucken weil sie achso witzig sind. Kumpel kommt zu mir X-Diaries ist dran ich will wegschalten und er fängt gleich an zu meckern. :P

Ich muss gestehen ich gehöre zu diesen Leuten :D. Nicht oft, aber 1 mal im Monat oder so lass ich es auch laufen ka warum...
Allerdings muss ich dazu sagen, ich weiß aus Erfahrung am eigenen Leib, das es diese Leute, bzw dieses Verhalten (ob Assi oder einfach nur total gestört in der Rübe) tatsächlich auf der Welt gibt. Und das nicht mal in kleinem Maße.
Im Grunde ist das was RTL oder Konsorte da tun nicht richtig, da es keinen echten Fälle sind, sondern gestelle, aber naja. Wer würde bei solch einer Famileie denn auch wirklich zuhause drehen? :ugly:

Zu Marken: Ich hab sehr viel Adidas, das liegt ab daran, das...
1. die Sachen im Grunde nicht sehr teuer sind, wenn man weiß wo man sie kaufen kann.
2. die Qualität echt nicht die schlechteste ist.
3. Mein Vater beim DFB arbeitet, auf jedem Lehrgang und grundsätzlich 1. mal im Jahr die Austattung der neuen Saison bekommt und mir die alten Sachen gibt :D

und nem geschenkten Gaul schaut man net ins Maul ;)


@ quante: Hm, versteh ich immer noch net so :huh:? Wirst du nun der Gesellschaft vor, bzw einigen Individuen, das sie sich der oftmals sinnlosen Liebelei versagen?
Ich meine rein demographisch ist das sicherlich verwerflich, aber in einer Gesellschaft, in der Treue keine Rolle mehr spielt, und dies auch von oben herab - den Leuten von klein auf - beigebracht wird, ist "Single"-Dasein sicherlich nicht die schlechteste ALternative (uneheliche Kinder, für die der Mann [oder die Frau] blechen muss sind da bestimmt die schlechtere Wahl - auch wenn man das Kind gerne hat, gibt das meistens nur echt Stress).
Aber das sind natürlich krasse Sonderfälle :D
 
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Hansvonwurst schrieb:
Du hast recht, "die Jugend" gibt es im Grunde nicht mehr, es gibt genügend Schichten und ich würde sagen die Faktoren, die du angesprochen hast treffen auf höchstens 1% "der Jugend" zu...

Naja da wo ich herkomm sinds locker 40-60%
 
Naja da wo ich herkomm sinds locker 40-60%
Hier zumindest trifft das Verhalten eher auf die geistige Unterschicht zu.
Mag am Umfeld liegen, aber ich kenne keinen, der z.B. den Scheiß bei "Mitten im Leben" etc. glaubt, im Kaufhaus hängt (und hing) auch keiner rum.
Kann aber auch sein, dass das gerade in den kleinen Städten/Dörfern weitaus schlimmer ist.

Was Markenklamotten angeht:
Klar gibt es da den Standardmüll, der qualitativ genauso minderwertig ist wie "Billigshirts" (siehe Ed Hardy), aber eine Jack Wolfskin Jacke z.B. ist qualitativ eben einfach überlegen.
Da muss man dann halt differenzieren.
Wobei auch das gerade ein Merkmal ärmerer Schichten und vorallem sehr junger Jugendlicher zu seien schein. Wenn man nichts hat muss man sich gezwungener Maßen über andere Dinge definieren, sei es ein iPhone, einen dicken BMW oder eben Markenklamotten. Alles einfach nur Balzverhalten.
 
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