AW: Epic Games Store: Spieler sollen Preisvorteile bald auch spüren
[Nunja, bisher wurde das Verhalten einfach Spiele aufzukaufen und mit Exlusivität seine Plattform zu versorgen (aktuellstes Beispiel Anno 1800) mit dem Argument verteidigt, dass Spiele früher Steampflichtig waren und es keine andere Möglichkeit gab, ohne Steam auszukommen
Anno 1800 hat nur eine Exklusivität und die ist der Uplay Launcher. Es ist vollkommen egal ob du es bei Steam oder Epic kaufst da du immer Uplay mitstartest. Die Taktik ist jetzt bei Ubisoft die Steam-Stammkunden auszuschließen und mit der vermeintlichen Epic-Unterstützung die Leute eher direkt bei ihnen kaufen zu lassen. Wird mit ihren 20% für 100 Uplay-Punkte noch verstärkt.
Wieso soll ich meine Spielebibliothek in immer mehr Launcher aufsplittern? wo liegt da der Vorteil für den Kunden?
Vorteil ist für mich dass nicht meine komplette Spielesammlung an einem Account gebunden ist. Somit nicht die Gefahr besteht durch Hack oder unbegründeter Sperre alles zu verlieren.
Dann kommt noch hinzu dass eine Firma dann kein komplettes Datenprofil von einem sammeln kann als wenn ich alles an einem Ort kaufe und Einkäufe, Spielstände und somit Vorlieben ausgelesen werden.
Sony hast als PS Plus Mitglied auch einsehen können dass da jede Spielminuten Online in jedem Game akurat gesammelt wird. Machen MS und Co natürlich genauso wie jede andere Firma.
Ich würde auch nicht alles bei Amazon kaufen da die mit jedem Klick 30 Datensätze über dich auslesen bis hin welches Betriebssystem und welchen Browser du nutzt.
Daher bin ich persönlich nicht negativ meine Spiele etwas zu verteilen wie auf Konsolen eben auch. Nur einer Firma was an die Hand zu geben die plötzlich ihren Kurs oder Fehlentscheidungen trifft wäre mir zu riskant. Siew MS wie die nach der 360 plötzlich sich mit der One Ankündigung in die Nesseln gesetzt haben.
Wer garantiert mir dass Valve immer ihre Kurs so fährt?
Wo findet hier Wettbewerb statt?
Wettbewerb gibt es erst dann wenn man eine gewisse Größe erreicht hat. Dazu reichen wie bei Origin und Uplay nun mal keine Eigenproduktionen. Nur gleiche Funktionen wie Steam anbieten hebt dich nicht ab und würde einen Steam-Stammkunden auch nicht weglocken. Neue Funktionen bieten die eh nur einen kleinerer Kreis interessiert bringt auch nichts weil Valve sie dann einfach kopiert. Spiele einfach 20% günstiger als Steam anbieten geht auch nicht weil beim Preis der Publisher ein Wort mitzureden hat. Steam halt dann auch jederezeit reduzieren kann.
Also legt mal einen Plan vor wie man zu einer gleichgroßen Konkurrenz zu Steam anwachsen kann. DRM-frei wie bei GoG kann es schon mal nicht sein weil da ebenfalls der Groß an Publisher nicht mitspielt.
MS rennt man schließlich im Win Store auch nicht die Bude ein obwohl der fester Bestandteil eines jeden Win 10 Betriebssystem ist.
Publisher und Entwicklern von einer großen Verkaufsplattform wegzubekommen geht fast nur mit Kohle und Zusicherung von gewissen Mindestumsätzen.
Mag nicht fair für Kunden erscheinen aber aus wirtschaftlicher Sicht ist es fast die einige Methode schnell genug groß zu werden bevor man schon wieder in Vergessenheit gerät.
Sollte dieser aggressive Einstieg dazu führen dass Valve mehr als bisschen Hardware und Launcherpflege betreibt und PC-Eigenentwicklung hervorbringt hätten wir doch als Zocker was davon. Denn Valve kann auch nicht ruhig zusehen und gar nichts machen wenn die Großen zu anderen Launcher (Eigenen oder Fremde) abwandern.
Eine Bewegung wird stattfinden.