Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Wie findest du den Entwurf des Parteiprogrammes der Linken?

  • Der Entwurf muss komplett neu geschrieben werden.

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    32
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Doof nur, dass danach niemand gefragt hat ...

... aber passt schon, Einstein.

Tja, offensichtlilch schon, denn du bist ja geradu draufgesprungen wie ein Tiger bei der Balz. :D

Das gerade mal wieder ein Linker daherkommt mit Vorwürfen an Massenmord ist wohl ein Scherz. Denn da waren und sind deine Genossen ja wohl kaum zu überbieten, wenn es gegen den bösen "faschistisch-imperialistisch-kapitalistischen Klassenfeind" gegangen ist und geht. Meinungen, Menschen, Länder und Völker zu unterdrücken haben die Linken besser drauf als alle anderen. Das haben Sie in 40 Jahren Ostblock und mit Personen wie Mao, Stalin, Lenin, Pol Pot, welche mehr Menschen auf dem Gewissen haben wie der Nazisauhaufen, bewiesen und in Staaten wie Nordkorea, Kuba, Venezuela und China tun sie es auch weiterhin unter Beweis stellen

Öhm, wer hat denn einen Kontinent wie Afrika ausgebeutet?
Wer schädigt die Wirtschaft afrikanischer Länder denn, wenn er seine Überproduktion billig nach Afrika schifft und dort auf den Markt schmeißt und so die örtliche Wirtschaft zerstört?
Wer fischt mit seiner Flotte die Küsten Afrikas leer, weil die Fangquoten in Europa so "verschärft" wurden?
Wer hat denn 1973 einen demokratisch gewählten Politiker in Chile weggeputscht und einen Diktator ins Amt gehievt, der in den folgenden Jahren Menschen systhematisch in Konzentrationslager umgebracht hat?

Was Westerwelle böses gemacht haben soll, ist mir auch weiterhin schleierhaft. Er hat die längst überfällige Frage nach der Bezahlbarkeit unserer Sozialsysteme gestellt und der Mittelschicht eine Stimme gegeben.

Er hat eine Gruppe Menschen persönlich angegriffen und sie in ein Boot geworfen. Sowas sollte man als Politiker nicht machen, hat er aber, weil er eben keine Ahnung von dem hat, was er da von sich gibt.
Westerwelle scheint eher eine Puppe zu sein, die von Lobbyisten gelenkt wird. ;)
 
EDIT: Oskar Lafontaine hatte uebrigens eine Stufe 3-Nebentaetigkeit als Kolumnist bei der BILD (sic!). Darf ich daraus nun herleiten, dass er ein konservatives U-Boot in linken Gewaessern war ... ?

Sic! Richtig! Wer für die Bild schreibt, der hat jeglichen Anspruch als glaubwürdiger Linker verloren...

Ich hatte nicht Dich angesprochen. Eigentor² ...

Ja, ja das würde ich jetzt auch behaupten. Keine Sorge, bei deinen JuLi-Freunden, kannste ja die Geschichte einfach anders erzählen, wie du es dem bösen Autonomen im Internet gegeben hast:daumen:

Edit: So ich bin raus, muss noch für die Uni lernen, Semesterferien sind bald vorbei... Du kannst jetzt das letzte Wort haben und dich als Sieger fühlen, so wie Guido der gegen Menschen hetzt die keine eigene Stimme haben (Zumindest nicht so wie Guido, der nur mit dem Finger schnipsen muss um seine Meinung bundesweit ausstrahlen zu lassen...).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ja, ja. Der linksdrehende Gutmensch als ewiges Opfer einer neoliberalen Verschwoerung des Kapitals, gegen die es sich zu wehren gilt. Mit allen Mitteln. Ignoranz, Verdrehung, Kloppe, ...
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ich müsste mal meinen Schwiegervater fragen, ob er sich auch schon beim Finanzamt selbst angezeigt hat.... moment, er wählt ja keine FDP, also ist er auch nicht verdächtig. :D:D
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Könnte man jetzt bitte die Diskussionen über Westerwelle in den Schwarz/Gelb-Thread verlagern und die Privatunterhaltung in PMs? (was ihr mit dem reinen Spam macht, könnt ihr euch aussuchen. Ich weiß jedenfalls, was ich mache, wenn ich noch mehr davon sehe)
Wenn das Thema dieses Threads schon nicht das Wahlprogramm der Linken ist, dann doch bitte wenigstens Inhalte aus diesem Wahlprogramm. Dazu zählt meines Wissens nach weder Westerwelles Lobbyismus oder Pupulismus noch die Lesekompetenz von JePe.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Und bevor du mir jetzt wieder mit deinen oberflächlichen Totschlag-Argumenten kommst, geh auf die Reportagen ein und beantworte mir ob es sozial gerecht ist, dass dieses System so etwas zulässt!

Warum sollte er das tun, er gehört doch bestimmt selbst zu diesen "Menschen", die unser Land ausbluten lassen um den eigenen schon überdurchschnittlichen Lebensstandard auf Kosten anderer weiter zu erhöhen ;)


Aber dazu muss man sich manche Dinge erst eingestehen. Und warum sind soziale Gerechtigkeit und Gleichheit so ein großes Problem für viele?

Weil einige dann ihre unermesslichen Gier nach immer größerem Wohlstand auf Kosten der Allgemeinheit nicht mehr befriedigen könnten. Und leider sind genau das die "Menschen" die in Deutschland zu das Sagen haben. Wir leben halt in einer Diktatur aus Lobbyisten. Unsere Politiker sind nur beliebig austauschbare Marionetten!


@topic: Man könnte am Parteiprogramm sicherlich noch die eine oder andere Sache verbessern...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Das ist wie immer das populistische Getöne der Linken. Das wird sich wohl nie ändern. Insgesamt ist das alles indiskutabel, menschenverachtend und brandgefährlich. Die wichtigsten Punkte kann man auch ganz schnell mal so übersetzen, wie sie gemeint sind:

1.) "Den Finanzsektor demokratisch kontrollieren und dem Gemeinwohl verpflichten"

Das ist nichts anderes als Enteignung.

2.) "Stärkung der Parlamente und partizipative Demokratie"

Heißt nichts anderes als Entmachtung der Regierung und dadurch Entwertung des allgemeinen Wahlrechts. Auch wenn sich das nett anhört, läuft das auf ein weniger demokratisches Prinzip hinaus, als wir es jetzt haben.

3.) "Demokratisch kontrollierte Medien"

In Verbindung mit 2.) ist das das Ende der freien Presse. Auf gut deutsch ist das nichts anderes als Zensur. Wer gegen die Linke schreibt, wird dann ganz schnell mundtot gemacht.

4.) "Faschismus und Rassismus bekämpfen"

Klingt nach einem hehren Ziel, ist aber letztendlich nichts anderes als die (dann) gesetzlich legitimierte Ausschaltung jeder politischen Opposition. Denn wer nun "Faschist" ist, definieren ja wohl die Linken selbst, oder? Das heißt also, es wird wohl jeder Faschist sein, der nicht durch Vorlage eines entsprechenden Parteibuches das Gegenteil beweisen kann.

Insgesamt kann man da nur sagen: Herzlich willkommen in der Diktatur!

Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich diese dummdreiste linke Bauernfängerei sehe. Und das schlimmste ist: Den meisten Leuten fällt vermutlich nicht einmal auf, daß man sie nach Strich und Faden verarschen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

2.) "Stärkung der Parlamente und partizipative Demokratie"

Heißt nichts anderes als Entmachtung der Regierung und dadurch Entwertung des allgemeinen Wahlrechts. Auch wenn sich das nett anhört, läuft das auf ein weniger demokratisches Prinzip hinaus, als wir es jetzt haben.

:huh:
"Entmachtung der Regierung" seh ich ja noch ein, aber "Entwertung des Wahlrechts"?
Da die deutsche Regierung nicht direkt gewählt werden kann, sondern nur das Parlament, steigt die Bedeutung von Wahlen bei einer Kompetenzverlagerung von ersterer zu letzterem. Das System wird tendentiell demokratischer.
Durch zusätzliche Möglichkeiten zur demokratischen Partitipation erst recht.

3.) "Demokratisch kontrollierte Medien"

In Verbindung mit 2.) ist das das Ende der freien Presse. Auf gut deutsch ist das nichts anderes als Zensur. Wer gegen die Linke schreibt, wird dann ganz schnell mundtot gemacht.

Hängt von der Ausformung der Kontrolle ab. Im Worst Case wird es schwerer, gegen die Regierung zu berichten (also nicht die Linke :ugly: ), im Best Case (diese demokratische Kontrolle ist vollkommen unabhängig von der Politik, möglich wäre z.B. eine Wahl der Führungsgrämien für die ÖR) verlagert sich Macht über die Medien von Gruppierungen/Einzelpersonen mit viel Geld zu Gruppierungen mit vielen Mitgliedern.
Hochwertiger Journalismus würde nicht folgen, aber zumindest sinkt die Quote derjenigen, die von den Medien verarscht werden und steigt die Zahl derjenigen, die es tun.

Denn wer nun "Faschist" ist, definieren ja wohl die Linken selbst, oder?

Steht das da? Oder versuchst du populistischer als die Linke zu sein?
(etwas, dass ich nichtmal Westerwelle zuschreiben würde)

Das heißt also, es wird wohl jeder Faschist sein, der nicht durch Vorlage eines entsprechenden Parteibuches das Gegenteil beweisen kann.

Der Begriff mag lose sein, aber nicht einmal in der DDR gab es eine Definition von Faschismus, die auf "hat nicht Parteibuch ABCDE" hinausliefen. (Nur eine mit "hatte gut gefülltes Parteibuch NSDAP" - was ja so falsch nicht war.)
Rassismus ist zudem relativ gut abzugrenzen.
Ankreiden könnte man eher, dass "Rassismus begrenzen" eine wirklich alte Forderung ist, die sich (mit Ausnahme von afaik NPD und DVU -bei REPs bin ich mich schon unsicher-) bei jeder Partei. Quasi "Arbeitslosigkeit bekämpfen" für den Bereich Inneres.
Was (auch hier) fehlt, sind klare Vorschläge, wie das denn ablaufen soll.


Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich diese dummdreiste linke Bauernfängerei sehe. Und das schlimmste ist: Den meisten Leuten fällt vermutlich nicht einmal auf, daß man sie nach Strich und Faden verarschen will.

Den meisten Leuten fällt das nicht mal bei der FDP auf und da muss man sich das "nicht" gesagte nicht mal dazudenken, sondern nur mal die Teile des Wahlprogramms lesen, deren Überschriften sich an andere Zielgruppen richten.
Willkommen in einer Demokratie mit Medien wie den unseren und einem Bildungsverständniss, dass auschließlich "Wissen" (im Sinne von: mehr oder minder rezitier- oder vielleicht noch direkt anwendbar) beinhaltet.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ich beschränke mich hier mal auf:

[X] nur einige kleine Verbesserungen

Die grundsätzliche Richtung stimmt schon mal. Am meisten stimme ich der Richtung hin zu direktdemokratischen Strukturen zu. Am Anfang ist mir das Programm jedoch zu schwach ausgearbeitet. Schlagworte allein klingen zwar martialisch, haben aber im Endeffekt wenig Aussagekraft über die Mittel und Methoden, wie etwas bestimmtes erreicht werden kann und will.

Auf die anderen z.T. undifferenzierten Kommentare bzgl. Systemkritik, Ex-Diktaturen, Gutmenschentum, etc.pp. möchte ich gar nicht unbedingt eingehen.

Wichtig wäre für mich nur mal die Definition zu Leistungsträger und Leistung allgemein zu beleuchten.
Welche Leistung und vor allem für wen(!) diese erbracht werden muss, wird denn im momentanen System belohnt? Was tun denn unsere großen Leistungsträger so für die Gesellschaft? Was tun sie für eine "soziale Marktwirtschaft"? Was tun diese s.g. Leistungsträger wie Herr Ackermann + Co. für das Solidarsystem und was für eine Vorbildfunktion definieren sie damit?
Sie stellen Kapital zur Verfügung. (Wessen?)
Sie zeigen Einsparpotentiale auf. (Auf wessen Kosten?)
Sie leiern dem Staat Mrd. aus dem Kreuz um sich dann damit zu brüsten, wieder Vertrauen in den Kapitalmarkt geschaffen zu haben und lassen damit ihre Privatfirma (Bank) gesundrechnen. (Wer ist denn der Staat, wenn nicht die Gemeinschaft aller Steuerzahler?)
Sie speisen auf Empfängen mit der Regierung, pflegen Kontakte, telefonieren, organisieren und haben 20-Stunden-Arbeitstage?

Oh, ich habe die Verantwortung vergessen ... die Verantwortung mit exorbitanten Beträgen auf dem größten Spielplatz für Erwachsene ohne Eigenkapital (der Börse) hantieren zu müssen, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu brauchen, obwohl man den Anlegern Zugang zu Liechtensteiner und Schweizer Konten gewähren "musste" und somit Beihilfe zur Steuerhinterziehung begehen musste ..... sich an nichts erinnern zu brauchen, wenns mal schief läuft; an nichts Schuld sein zu müssen, weil durch gute Verbindungen immun gegen das Gesetz sein zu können; durch Seilschaften ganz schnell bei Pleiten in anderen Firmen wieder ganz "oben" dabei sein zu "müssen" ...

Was für eine Leistung! Und noch dazu so solidarisch, sozial und auf das Gemeinwohl bedacht. :ugly:

Strafprozess: Ackermann auf der Anklagebank - Steuern - FOCUS Online

Deutsche Bank - Josef Ackermann, der Geläuterte - Finanzen - sueddeutsche.de

Steuerfahnder-Affäre: Weimars Wahrheiten | Frankfurter Rundschau - Die Steuerfahnder-Affäre

Manager-Gehälter: Deutsche Bank zahlt Ackermann zehn Millionen Euro | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

Und solchen Vorbildern hecheln hierzulande tausende armanitragende Yuppies hinterher. Was für eine Vorbildfunktion und was für eine Signalwirkung auf wirklich hart arbeitende Menschen (die wahren Leistungsträger) hierzulande. Aber lohnt sich für Leute wie Bäckergehilfen, Maurer, Putzer, Schlossergesellen, Müllabfuhr und Lagerarbeiter (also s.g. gering qualifizierte Arbeitskräfte) Leistung noch?

Ach und weil man Nokia nicht mehr hören/lesen möchte:
Mannesmann, BenQ, Opel, div. Landesbanken, HRE, Holzmann AG, ISION, Schneider, Arcandor ... to be continued

Zum Programm der Linken auch mal ein Beitrag von Herrn Schütz aus dem Stern. Wobei weder dem Autor noch dem Blatt "linkes Gedankengut" unterstellt werden kann, scheint sich da ein Journalist mal weniger oberflächlich mit der Problematik befasst zu haben:

Programm der Linkspartei: Sprengstoff für andere Parteien - Politik | STERN.DE

Auszug aus o.g. Link schrieb:
........Entwurf des Parteiprogramms, das die Linke jetzt zur Diskussion stellt. Da reichen dann Schlagzeilen wie "Kampfansage wider den Kapitalismus" oder "Oskars linkes Paradies" oder mit "Volldampf ins Abseits". Genau das dürfte aber nicht stattfinden. So schlicht lässt sich die Linkspartei von der politischen Konkurrenz und der jetzt sicherlich einsetzenden Polemik nicht niedermachen.
.......

und weiter:

Auszug aus o.g. Link schrieb:
.....
Was den Programmentwurf der Linkspartei für die etablierte politische Szene gefährlich macht: Dass dort Wahrheiten formuliert werden, die in den vergangenen Jahren viele überzeugte Demokraten in die wachsende Schar der Nichtwähler getrieben haben. Die demokratische Erneuerung, die jetzt von Lafontaine gepredigt wird, setzt clever an den unübersehbaren Schwachstellen der derzeitigen Politik an. Viel ist bislang geredet worden über die finanziellen Reformen an der Struktur des Finanzsystems, das die Bundesrepublik mit in die Krise gerissen hat. Reformerisch geschehen ist nichts.

Gerettet worden sind spekulationsblinde Banken auf Kosten der Steuerzahler. Weshalb eigentlich? Noch immer wird eine ökologische Wirtschaftsordnung von den Lobbyisten-Verbänden massiv bekämpft. Der CDU-Umweltminister Röttgen kann das passende Klagelied dazu singen. Oder: Was spricht letztlich gegen den Ausbau der Belegschaftsbeteiligung in der Konzernen? Und wer will die nicht zu rechtfertigenden Distanzen zwischen den Gehältern von Managern und den Arbeitern in ihren Konzernen verteidigen?
.......

Die Hervorhebungen in den beiden Zitaten habe ich vorgenommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

:huh:
"Entmachtung der Regierung" seh ich ja noch ein, aber "Entwertung des Wahlrechts"?
Da die deutsche Regierung nicht direkt gewählt werden kann, sondern nur das Parlament, steigt die Bedeutung von Wahlen bei einer Kompetenzverlagerung von ersterer zu letzterem. Das System wird tendentiell demokratischer.
Durch zusätzliche Möglichkeiten zur demokratischen Partitipation erst recht.

Dies liegt in den Besonderheiten des deutschen politischen Systems begründet. Wir wählen ja den Bundestag nicht, um auf akute Probleme Einfluß zu nehmen, sondern um die generelle Richtung für die nächste Legislaturperiode festzulegen. Wenn unsere Legislative nur aus dem Bundestag bestünde, wäre es tatsächlich egal, ob man Kompetenzen von der Exekutive (Regierung) wegnimmt und der Legislative zuspricht, da in der Exekutive ohnehin die Mehrheitsverhältnisse der Legistlative abgebildet werden (Die Partei oder Koalition, die die Mehrheit im BT stellt, bildet auch die Regierung). Da wir mit dem Bundesrat aber ein Zwei-Kammer-System in der Legislative haben, käme durch eine Kompetenzverlagerung von der Exekutive zur Legislative auch jeder Landtagswahl eine wesentlich größere Bedeutung zu, als dies ohnehin schon der Fall ist. Das bedeutet, daß länger angelegte Regierungsstrategien noch undurchführbarer würden, da man die bundesweite Regierungstätigkeit noch stärker an den einzelnen Landtagswahlterminen ausrichten müßte, um quasi permanent im Amt bestätigt zu werden. Das ist aber gerade nicht Sinn der Bundestagswahlen.

Und auf diese Weise wird sehr wohl das Wahlrecht auf Bundesebene entwertet, wenn man sich vor Augen führt, daß die Wahlentscheidungen bei der BT-Wahl der Personen aus z.B. NRW, die für X gestimmt haben, entwertet werden, wenn nur ein, zwei Jahre später bei einer Landtagswahl z.B. in Niedersachsen die tatsächliche Politikgestaltung auf Bundesebene durch eine viel geringere Anzahl von Personen, die dort dann Y wählen, nachhaltig verändert werden kann.

Vor dem Hintergrund ist es auch einleuchtend, daß sich die Linke für so ein Verfahren einsetzt, denn als hauptsächlich regionale Partei, die in den ostdeutschen Bundesländern allmählich den Schritt von der reinen Milieupartei zur Volkspartei zu schaffen scheint, würde sie über die Maßen von dem hier skizzierten Verfahren profitieren. Da im Bundesrat die Regierungen der einzelnen Länder unabhängig von ihrer Einwohnerzahl dasselbe Stimmgewicht haben, könnte die Linke auf diese Weise durch ausreichende Regierungsbeteiligungen in den ostdeutschen Ländern durch das von ihr vorgeschlagene System überproportionalen Einfluß auf Bundesebene über den Umweg des Bundesrats gewinnen.

Das klingt logisch, oder?

Hängt von der Ausformung der Kontrolle ab. Im Worst Case wird es schwerer, gegen die Regierung zu berichten (also nicht die Linke :ugly: ), im Best Case (diese demokratische Kontrolle ist vollkommen unabhängig von der Politik, möglich wäre z.B. eine Wahl der Führungsgrämien für die ÖR) verlagert sich Macht über die Medien von Gruppierungen/Einzelpersonen mit viel Geld zu Gruppierungen mit vielen Mitgliedern.

Siehe oben. Inwiefern die Linke dann nicht doch wenigstens teilweise zur de-facto-Regierung würde, läßt sich erstmal nicht sagen. Fakt bleibt jedenfalls, daß die politische Stimmung im Land dann wesentlich leichter durch die Regierung mit anderen Mitteln als ihrem direkten Regierungshandeln zu beeinflussen wäre. Das ist meiner Meinung prinzipiell abzulehnen. Natürlich kann man dazu stehen, wie man will. Nur finde ich das eben nicht gut.
Hochwertiger Journalismus würde nicht folgen, aber zumindest sinkt die Quote derjenigen, die von den Medien verarscht werden und steigt die Zahl derjenigen, die es tun.

Ich kann Dir nicht ganz folgen. Du meinst, es würden dann durch die Medien weniger Leute hinters Licht geführt, aber es gäbe mehr Personen, die versuchen, durch die Medien ihre Agenda durchzudrücken?

Ich glaube, ich habe Dich da mißverstanden.

Der Begriff mag lose sein, aber nicht einmal in der DDR gab es eine Definition von Faschismus, die auf "hat nicht Parteibuch ABCDE" hinausliefen. (Nur eine mit "hatte gut gefülltes Parteibuch NSDAP" - was ja so falsch nicht war.)

Der Begriff ist so schwammig und wird von linksaußen auf soviele Strukturen angewendet, daß er in der Tat völlig beliebig ist. Ehrlich gesagt ist das auch für eine Partei, die zu DDR-Zeiten ihr Selbstverständnis zum großen Teil aus dem "antifaschistischen Kampf" gezogen hat, wenig erstaunlich. Die Kaprizierung auf den Terminus "Faschismus" ist ja auch schon ein wenig fadenscheinig. Wäre dieser Partei wirklich daran gelegen, eine freie Geselleschaft zu formen, würden sie wohl eher den Begriff des Totalitarismus verwenden. Leider paßt das aber nicht zur eigenen totalitären Vergangenheit und - in Teilen - zur heutigen Zielsetzung.

Erstaunen muß in dem Zusammenhang auch, daß in der Bundesrepublik heutzutage wirklich überhaupt gar nichts "faschistisch" im eigentlichen Sinne ist. Ein Kampf gegen den Faschismus ist mithin völlig unnötig und mangels eines Gegner, der faschistisch wäre, auch völlig unsinnig. Der Begriff dient heutzutage den Linken einzig dazu, den politischen Gegner zu verunglimpfen und im Zweifelsfall auf legalem Wege ausschalten zu können.
Rassismus ist zudem relativ gut abzugrenzen.
Ankreiden könnte man eher, dass "Rassismus begrenzen" eine wirklich alte Forderung ist, die sich (mit Ausnahme von afaik NPD und DVU -bei REPs bin ich mich schon unsicher-) bei jeder Partei. Quasi "Arbeitslosigkeit bekämpfen" für den Bereich Inneres.
Was (auch hier) fehlt, sind klare Vorschläge, wie das denn ablaufen soll.

Ja. Ich finde auch, daß "Rassismus begrenzen" eine ziemlich schwache Forderung ist. :D Abschaffen wäre doch vielleicht sinniger, oder?
Spaß beiseite, es ist tatsächlich ein alter Hut, der sich bei jeder Partei findet. Abgesehen von NDP und vll. DVU (weiß ich gar nicht genau), die offen mit rassistischen Ressentiments spielen, wird das wohl jede andere Partei ebenso sehen. Das ist so wenig ein Alleinstellungsmerkmal, daß die Erwähnung schon kaum lohnt. Eigentlich kann man das ob seiner Selbstverständlichkeit sogar aus einem Wahlprogramm rauslassen.

Wie das nach der Vorstellung der Linken ablaufen soll, kann man natürlich nur vermuten. Ich nehme auch hier an, daß eben jede Vereinigung, die auch nur ansatzweise in den Verdacht kommt, (rechts)konservativer Natur zu sein, sofort verboten werden soll. Damit löst man das Problem natürlich auch ganz gut, was den optischen Aspekt betrifft. Aber das ist freilich eine rein kosmetische Maßnahme, die Rassismus an sich überhaupt nicht aufheben kann. Wenn ich rassistisch denke, denke ich ja nicht weniger rassistisch, bloß weil ich mich nicht mehr im Kegelclub mit meinen rassistischen Freunden treffen darf. Wenigstens war das wohl die Verfahrensweise in der DDR. Und wozu das führt, hat man ja wenige Jahre nach der Wende anschaulich in den Nachrichten bewundern dürfen. Denn wenn ich mich recht erinnere, waren die meisten Anschläge auf Asylbewerberheime ja wohl auf ostdeutschem Boden. Und das, nachdem dort 40 Jahre ein sozialistischer, antifaschistischer Staat bestanden hatte. Das kann also irgendwie nicht die Lösung des Problems sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Hi,
heute (20. März 2010) hat die Linke einen Entwurf für ein Parteiprogramm erstellt.

Das Programm hier zu beschreiben passt nicht gut, da schließlich jeder seine eigene Meinung hat.

Link zum PDF:
Hier

-------------------------------------------------------------------------

Ich finde das Programm extrem schlecht, allein schon die Überwindung des Kapitalismus ist lächerlich.
Konnte es bis jetzt leider noch nicht ganz durchlesen.

MFG
windows
Der Link geht nicht!

MfG
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

... Da wir mit dem Bundesrat aber ein Zwei-Kammer-System in der Legislative haben, käme durch eine Kompetenzverlagerung von der Exekutive zur Legislative auch jeder Landtagswahl eine wesentlich größere Bedeutung zu, als dies ohnehin schon der Fall ist. ...

Das klingt logisch, oder?

In der Tat, das tut es.
Bundesrat hatte ich nicht bedacht.

Vor dem Hintergrund ist es auch einleuchtend, daß sich die Linke für so ein Verfahren einsetzt, denn als hauptsächlich regionale Partei, die in den ostdeutschen Bundesländern allmählich den Schritt von der reinen Milieupartei zur Volkspartei zu schaffen scheint, würde sie über die Maßen von dem hier skizzierten Verfahren profitieren. Da im Bundesrat die Regierungen der einzelnen Länder unabhängig von ihrer Einwohnerzahl dasselbe Stimmgewicht haben, könnte die Linke auf diese Weise durch ausreichende Regierungsbeteiligungen in den ostdeutschen Ländern durch das von ihr vorgeschlagene System überproportionalen Einfluß auf Bundesebene über den Umweg des Bundesrats gewinnen.

Das wiederum klingt spekulativ ;)
Was nicht heißt, dass die Linke nicht genau die gleiche Idee haben könnte. In anbetracht der z.T. sehr tief verwurzelten Unions-Mehrheiten in vielen Bundesländern wäre es imho aber eine sehr riskante Strategie. Die klassische Stärke der Linken sind Direktmandate in strukturschwachen/im Niedergang befindlichen Regionen, nicht ganze Bundesländer.


Fakt bleibt jedenfalls, daß die politische Stimmung im Land dann wesentlich leichter durch die Regierung mit anderen Mitteln als ihrem direkten Regierungshandeln zu beeinflussen wäre.

Wie gesagt: Das hängt von der Umsetzung der "demokratischen Einflussnahme" ab. Wenn es sich um eine direkt-demokratische Lösung handelt, gäbe es keine Steigerung des Einflusses (ggf. sogar eine Verringerung, auch wenn es derzeit nur sehr wenig Einfluss gibt, den man verlieren könnte).

Das ist meiner Meinung prinzipiell abzulehnen. Natürlich kann man dazu stehen, wie man will. Nur finde ich das eben nicht gut.

Das ist auch durchaus nachzuvollziehen.

Ich kann Dir nicht ganz folgen. Du meinst, es würden dann durch die Medien weniger Leute hinters Licht geführt, aber es gäbe mehr Personen, die versuchen, durch die Medien ihre Agenda durchzudrücken?

Ja, das war die Aussage - ich weise aber daraufhin, dass sie eher sarkastisch gemeint war:
In unserem derzeitigen System liegt die Macht über die Medien bei einigen wenigen Personen. Programmdirektoren bei den öffentlich rechtlichen (deren Herkunft mir vollkommen schleierhaft ist. Durch Kompetenz qualifizieren sie sich eher nicht. Durch politische Standpunkte aber scheinbar auch nicht. Finanzierung ist eh unabhängig. ???) sowie Eigentümer bei der Vielzahl an Privatmedien. Gibt man die Medienkontrolle in die Hand einer demokratischen Instanz, so würde diese Macht auf die Mehrheit der Wahlbeteiligten (bzw. deren Vertreter) übergehen. Es ist zwar nicht damit zu rechnen, dass die für eine neutrale, objektivere Ausrichtung sorgen - aber die Verhältniss von Leuten, die Medien manipulieren, zu Leuten, die durch Medien manipuliert werden, hat sich ein bißchen gebessert ;)

Der Begriff ist so schwammig und wird von linksaußen auf soviele Strukturen angewendet, daß er in der Tat völlig beliebig ist.

Der Begriff ist unabhängig von seiner Verwendung durch linke nie scharf abgegrenzt worden. Er wurde maßgeblich von 1-2 Gruppierungen geprägt, die ihn auf sich selbst anwendeten - in ihrer damaligen Form aber nicht mehr anzutreffen sind und z.T. ihren eigenen Idealen nicht gerecht wurden. Über die Zahl der Eigenschaften, die eine moderne Gruppierung/... mit ihnen gemein haben haben muss, um "faschistisch" zu sein, gab es nie einen Konsens.


Erstaunen muß in dem Zusammenhang auch, daß in der Bundesrepublik heutzutage wirklich überhaupt gar nichts "faschistisch" im eigentlichen Sinne ist.

Nunja. Es gibt einige Gruppierungen, die sich klar zu den Regimen und Idealen bekennen, die den Begriff "Faschismus" geprägt haben. Aufgrund bestehnder gesetzlicher Einschränkungen können die eine sehr enige Definition des Begriffes natürlich nicht erfüllen, aber da muss man sich imho mit dem Vorwurf rechnen, "im eigentlichen Sinne" absichtlich zu eng zu fassen, um Probleme unter den Tisch kehren bzw. Passivität gegen hochbrisante Situationen decken zu wollen.
Derartige Gruppierungen sind in einigen der Regionen, in denen die Linke eine größere Rolle spielt, stark vertreten.


Wie das nach der Vorstellung der Linken ablaufen soll, kann man natürlich nur vermuten. Ich nehme auch hier an, daß eben jede Vereinigung, die auch nur ansatzweise in den Verdacht kommt, (rechts)konservativer Natur zu sein, sofort verboten werden soll.

Das ist wiederum sehr spekulativ. Selbst die SED hat eine "National-Demokratische Partei Deutschland" nicht verboten und die hat sich (trotz -?- späteren Aufgangs in der FDP) anfangs aus ex-NSDAP-Mitgliedern rekrutiert.
('türlich hatte die SED andere Methoden, als die Linke sie auch nur anstrebt. Aber auch andere Motive)

Damit löst man das Problem natürlich auch ganz gut, was den optischen Aspekt betrifft. Aber das ist freilich eine rein kosmetische Maßnahme, die Rassismus an sich überhaupt nicht aufheben kann. Wenn ich rassistisch denke, denke ich ja nicht weniger rassistisch, bloß weil ich mich nicht mehr im Kegelclub mit meinen rassistischen Freunden treffen darf.

Es erschwert aber zumindest die Organisation und macht damit größere Aktionen unmöglich.

Wenigstens war das wohl die Verfahrensweise in der DDR. Und wozu das führt, hat man ja wenige Jahre nach der Wende anschaulich in den Nachrichten bewundern dürfen. Denn wenn ich mich recht erinnere, waren die meisten Anschläge auf Asylbewerberheime ja wohl auf ostdeutschem Boden. Und das, nachdem dort 40 Jahre ein sozialistischer, antifaschistischer Staat bestanden hatte. Das kann also irgendwie nicht die Lösung des Problems sein.

Die Integration auch hochrangiger Nazis in hochrangige Posten der BRD war sicherlich der bessere Ansatz. Nach dem Verbot von KPD&Co gab es ja auch Massenausschreitungen und ... - uuups. Vielleicht ist es doch nicht so einfach?

Ich kenne ehrlich gesagt keine fundierten Untersuchungen zu den Wurzeln des Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern, aber alle Berichte die ich kenne, decken sich sehr gut mit meinen eigenen Beobachtungen, dass eine kausale Verknüpfung zwischen dem rasanten Anstieg der Ausländerzahlen und der massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen, insbesondere der Situation am Arbeitsmarkt gesehen wird. Dass letztere vom eindringen ganz anderer Personen in die Wirtschaft geleitet wurde, scheinen einige nicht zu sehen (wollen).
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Das wiederum klingt spekulativ ;)
Was nicht heißt, dass die Linke nicht genau die gleiche Idee haben könnte. In anbetracht der z.T. sehr tief verwurzelten Unions-Mehrheiten in vielen Bundesländern wäre es imho aber eine sehr riskante Strategie. Die klassische Stärke der Linken sind Direktmandate in strukturschwachen/im Niedergang befindlichen Regionen, nicht ganze Bundesländer.

Was davon klingt denn spekulativ? Die Entwicklung der Linken Richtung Volkspartei, oder deren unter Umständen vielleicht geplante Einflußnahme über den Umweg des Bundesrates? Ersteres hat die Parteienforschung nachgewiesen. Wenn Du willst, kann ich Dir dafür auch Quellen nennen. Zweiteres ist in der Tat spekulativ, aber nach meinem Dafürhalten sehr gut möglich.

Die Stärke der Linken Direktmandate zu erlangen ist dabei auch unerheblich. Du denkst wahrscheinlich in Dimensionen einer BT-Wahl, oder? Bundesländer gewinnt man aber in Landtagswahlen. Und daß die Linke zumindest dazu in der Lage ist, dort einen so hohen Stimmenanteil zu erreichen, daß sie in die Landesregierung darf, hat sie ja in Berlin und Brandenburg schon bewiesen. In den meisten anderen ostdeutschen Bundesländern ist sie ebenfalls sehr stark und erzielte bei den letzten Wahlen selten Werte deutlich unter 20%, meist aber darüber.

Dazu kommt noch, daß sie die mit Abstand mitgliederstärkste und auch vermögendste deutsche Partei ist. Damit läßt sich auch im Wahlkampf verdammt viel reißen. Wir werden wenigstens im Osten für diese Leute in Zukunft wahrscheinlich eher bessere denn schlechtere Ergebnisse sehen.

Wie gesagt: Das hängt von der Umsetzung der "demokratischen Einflussnahme" ab. Wenn es sich um eine direkt-demokratische Lösung handelt, gäbe es keine Steigerung des Einflusses (ggf. sogar eine Verringerung, auch wenn es derzeit nur sehr wenig Einfluss gibt, den man verlieren könnte).
Auf die politische Berichterstattung? Das stimmt wohl im Moment. Da scheint der Einfluß dieser Tage wahrlich nicht groß zu sein. Aber wie willst Du denn eine direkt-demokratische Einflußnahme in diesem Rahmen ausgestalten? Die Leute können ja schlecht darüber abstimmen, was sie am nächsten Tag in der Zeitung lesen wollen. So kann das nicht funktionieren, und so ist das auch ganz sicher nicht gedacht.

Ja, das war die Aussage - ich weise aber daraufhin, dass sie eher sarkastisch gemeint war:
In unserem derzeitigen System liegt die Macht über die Medien bei einigen wenigen Personen. Programmdirektoren bei den öffentlich rechtlichen (deren Herkunft mir vollkommen schleierhaft ist. Durch Kompetenz qualifizieren sie sich eher nicht. Durch politische Standpunkte aber scheinbar auch nicht. Finanzierung ist eh unabhängig. ???) sowie Eigentümer bei der Vielzahl an Privatmedien. Gibt man die Medienkontrolle in die Hand einer demokratischen Instanz, so würde diese Macht auf die Mehrheit der Wahlbeteiligten (bzw. deren Vertreter) übergehen. Es ist zwar nicht damit zu rechnen, dass die für eine neutrale, objektivere Ausrichtung sorgen - aber die Verhältniss von Leuten, die Medien manipulieren, zu Leuten, die durch Medien manipuliert werden, hat sich ein bißchen gebessert ;)
Genau so eine mehr oder minder demokratische Instanz hast Du bei den öffentlich-rechlichen ja schon in Form der Rundfunkräte.
Und privaten Firmen kann man ja schlecht in ihr Handwerk reinreden, solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen.

Der Begriff ist unabhängig von seiner Verwendung durch linke nie scharf abgegrenzt worden. Er wurde maßgeblich von 1-2 Gruppierungen geprägt, die ihn auf sich selbst anwendeten - in ihrer damaligen Form aber nicht mehr anzutreffen sind und z.T. ihren eigenen Idealen nicht gerecht wurden. Über die Zahl der Eigenschaften, die eine moderne Gruppierung/... mit ihnen gemein haben haben muss, um "faschistisch" zu sein, gab es nie einen Konsens.
Stimmt. Und genau deswegen kann man das heute auch fast nur als politischen Kampfbegriff bezeichnen. Was "faschistisch" ist, gilt (zurecht) als böse. Wenn aber zunehmend immer mehr Dinge, Systeme, Gruppierungen etc., die immer weiter weg vom eigentlichen Faschismus sind, als solche - und somit für Klein-Lischen als "böse" - bezeichnet werden, wird der Begriff in seiner Verwendung entwertet, weil er inhaltlich beliebig wird, und dient dann, wenn der Kampf gegen den Faschismus als höchst anständiges politisches Ziel verkauft wird, als ganz legaler Weg, unbequeme Opposition elegant loszuwerden.

Nunja. Es gibt einige Gruppierungen, die sich klar zu den Regimen und Idealen bekennen, die den Begriff "Faschismus" geprägt haben. Aufgrund bestehnder gesetzlicher Einschränkungen können die eine sehr enige Definition des Begriffes natürlich nicht erfüllen, aber da muss man sich imho mit dem Vorwurf rechnen, "im eigentlichen Sinne" absichtlich zu eng zu fassen, um Probleme unter den Tisch kehren bzw. Passivität gegen hochbrisante Situationen decken zu wollen.
Derartige Gruppierungen sind in einigen der Regionen, in denen die Linke eine größere Rolle spielt, stark vertreten.
Ja, nu, ich weiß wohl, was Du damit meinst, aber das sind nicht die Gruppierungen, die ich im Sinn habe, wenn ich sage, daß inflationär mit dem Begriff umgegangen wird. Ich denke eher an Institutionen, Körperschaften oder Gruppierungen wie
- die deutsche Polizei
- div. Vereine oder private Zusammenschlüsse, die bspw. nur eine bestimmte Gruppe von Leuten beitreten lassen (an sich aber völlig harmlos und politisch überhaupt nicht positioniert sind, z.B. Junggesellenvereine)
- Behörden, die geltende Gesetze durchsetzen, deren Gültigkeit aber nunmal leider einer Minderheit (in manchen Gegenden vll. auch der Mehrheit) der Bevölkerung nicht in den Kram paßt
- Firmen, die irgendwie nicht politisch korrekte Dinge herstellen oder verkaufen (z.B. Waffen)

Alle davon werden mit schöner Regelmäßigkeit in entsprechenden linken Postillen mit dem Etikett "faschistisch" versehen. Ihnen rundheraus den Kampf zu erklären, fände ich allerdings nicht richtig. Obwohl man da sicher wieder geteilter Auffassung sein kann.

Das ist wiederum sehr spekulativ. Selbst die SED hat eine "National-Demokratische Partei Deutschland" nicht verboten und die hat sich (trotz -?- späteren Aufgangs in der FDP) anfangs aus ex-NSDAP-Mitgliedern rekrutiert.
Nach dem Krieg war die FDP tatsächlich ein NSDAP-Sammelbecken. Das ist auch in Westdeutschland nichts neues.

('türlich hatte die SED andere Methoden, als die Linke sie auch nur anstrebt. Aber auch andere Motive)
Da im Nachkriegsdeutschland auf beiden Seiten der Grenze es nicht eben einfach war, ausreichend fähige Leute zu finden, die überhaupt gar keine NSDAP-Vergangenheit hatten, wäre auch ein Verbot jeglicher Organisation, die solche Leute aufzuweisen hatte, reichlich schwierig geworden. Immerhin hätte sich die SED dann auch selbst verbieten müssen. Die haben genug hoch- und höchstrangige Nazikader an führenden Positionen in ihren Reihen gehabt. Eine Entnazifizierung hat dort überhaupt sowieso nie stattgefunden.

Die Integration auch hochrangiger Nazis in hochrangige Posten der BRD war sicherlich der bessere Ansatz. Nach dem Verbot von KPD&Co gab es ja auch Massenausschreitungen und ... - uuups. Vielleicht ist es doch nicht so einfach?
Siehe oben. In der DDR war das eher deutlich unappetitlicher als in der Bundesrepublik.
Ich kenne ehrlich gesagt keine fundierten Untersuchungen zu den Wurzeln des Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern, aber alle Berichte die ich kenne, decken sich sehr gut mit meinen eigenen Beobachtungen, dass eine kausale Verknüpfung zwischen dem rasanten Anstieg der Ausländerzahlen und der massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen, insbesondere der Situation am Arbeitsmarkt gesehen wird. Dass letztere vom eindringen ganz anderer Personen in die Wirtschaft geleitet wurde, scheinen einige nicht zu sehen (wollen).
Moooment. In den rechtesten Gegenden wohnen die wenigsten Ausländer. Allerdings nicht, weil sie dort vertrieben worden wären, sondern weil sie nie da waren. Die Theorie, daß massenhafter Zustrom von Ausländern damit was mit einer Zunahme rechtsextremer Gesinnung zu tun haben könnte, ist inzwischen ziemlich eindeutig widerlegt.
Arbeitslosigkeit und geringer Bildungsstand sind allerdings statistisch relevant, wenn es um die Erklärung ernsthaft rechtsradikaler Einstellungen geht.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Siehe oben. In der DDR war das eher deutlich unappetitlicher als in der Bundesrepublik.

In der DDR gab es wenigstens noch Regeln.Man musste arbeiten sonst gabs kein Kindergeld und sogar Gefägnis.Man wurde,wenn keine Stelle für den gewollten Job frei war,einfach zugeteilt. Nicht son rumgeiere mit den Hartz 4-Empfänger die zu faul sind,wenigstens nach ner Arbeit suchen.Und meine damit nicht alle.

Was habt ihr bloß alle gegen Kommunismus?Seit ihr alle Mehrverdiener und habt Angst das ihr weniger verdient?Anders kann ichs mir nicht erklären.

Echt Schade,dass die niemand das Werk Von Marx und Engels weitergeführt hat.

Bevor ihr wieder sagt ich hätte keine Ahnung von der DDR,möchte ich ich an die Begrifflichkeit "Mündliche Überlieferung" erinnern.

Lg schub97
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

In der DDR gab es wenigstens noch Regeln.Man musste arbeiten sonst gabs kein Kindergeld und sogar Gefägnis.
Lg schub97

Man schub97, nicht schon wieder so unqualifizierte Aussagen.

Die DDR war ein faschistoides Regime und hatte mit linken Zielen genauso wenig am Hut wie mit Demokratie und trotzdem haben sie sich sozialistisch und demokratisch genannt. Probiere mal eine DDR-Fahne auf einer Veranstaltung der Partei Die Linke herauszuholen, sie würden sie dir abnehmen. Oder probiere es mal auf einer radikalen linken Demo, da würde es sogar paar hinter die Löffel geben.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Sagte ich das ich die DDR zurückholen will?Sagte ich das die Linken die mit der DDR vergleichbar sind?Nein.UND ES GAB NIE EINEN RICHTIGEN KOMMUNISMUS UDN WIRD IHN AUCH NIE GEBEN.China sagt auch es sei ein kommunistisches Land.Was wra dnen letztes Jahr?proteste von Muslimen---->wurdne von Polizei getötet.

Ich vertshe eins nicht.Viele Redne von einem mindestlohn,aber sind gegen kommunismus.Sie wiedersprechen sich selbst,denn das ist einer der Grundbausteine des Kommunismus. ;)
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

In der DDR gab es wenigstens noch Regeln.Man musste arbeiten sonst gabs kein Kindergeld und sogar Gefägnis.Man wurde,wenn keine Stelle für den gewollten Job frei war,einfach zugeteilt. Nicht son rumgeiere mit den Hartz 4-Empfänger die zu faul sind,wenigstens nach ner Arbeit suchen.Und meine damit nicht alle.

Was habt ihr bloß alle gegen Kommunismus?Seit ihr alle Mehrverdiener und habt Angst das ihr weniger verdient?Anders kann ichs mir nicht erklären.

Echt Schade,dass die niemand das Werk Von Marx und Engels weitergeführt hat.

Bevor ihr wieder sagt ich hätte keine Ahnung von der DDR,möchte ich ich an die Begrifflichkeit "Mündliche Überlieferung" erinnern.

Lg schub97

:wow:

Autsch! Jetzt muss ich doch noch mal ran.
So etwas kann man einfach nicht unkommentiert stehen lassen.

Aaaalso:
Die DDR hat mit dem Kommunismus in etwa soviel gemein, wie die BRD mit Sozialismus.
Ich habe nichts gg. Kommunismus so es ihn evtl. jemals geben wird (wahrscheinlich notwendigerweise sogar einmal geben muss), aber ich habe sehr wohl etwas gegen den Unrechtsstaat DDR und andere Unrechtsstaaten, die sich unter dem Deckmäntelchen sozialer Ideen etabliert haben und hatten und ich spreche hier nicht von "mündlicher Überlieferung" sondern von "real Erlebtem"!!

Und ja, auch wenn es Dinge gab, die konkret gute Ansätze hatten, so waren eben diese jedoch mit anderen Dingen, die komplett an den Menschenrechten vorbeiliefen, teuer erkauft.
Dazu gehörten bspw. auch deine hier gelobten "Regeln". Die Regulierungen und die Konsequenzen bei Missachtung selbiger gehören zu großen Teilen eben in die Sparte der Beschneidung persönlicher Freiheit, Unterdrückung Andersdenkender, Unterdrückung von Regimekritik, fehlende Pressefreiheit, Generalverdacht und Gefangennahme der gesamten Bevölkerung und, damit zusammenhängend, systematische Spionage gegen selbige.
Auch sprechen wir in dem Zusammenhang von rechtswidrigen Handlungen, wie Sippenhaft, Kindesentziehung, Inhaftierungen, Entführung, Folter und sogar Tötungen aus einzig und allein dem Anlass, das der so malträtierte Bürger dieses Land verlassen wollte...
:ugly:

Marx und Engels wären in der DDR vermutlich enteignet und wahrscheinlich verhaftet worden, wenn sie zu der Zeit gelebt hätten, denn abgesehen von der grauen marx´schen Theorie, war die ideologische Dogmatik in der DDR eher stalinistischer Prägung.

Das ist jetzt nur ein wirklich gut gemeinter Tip: Mach dich bitte erst mal schlau (denn du hast wirklich keine Ahnung von der DDR) und beschränke dich dabei nicht nur auf Erzählungen aus einer Richtung. Lies nach. Es gibt genügend objektive Quellen im Netz. Frage auch in die andere Richtung, denn auch wenn es abgedroschen klingt: jede Medaille hat zwei Seiten:
Es gab in der DDR sowohl Arbeitslose als auch s.g. "asoziale Elemente", es gab Nutten im Staatsdienst, es gab Orgien im Regierungsviertel, maßlose Dekadenz der Staatsführung und ebenso fast unaussprechliche Armut. Es gab Nutznießer, Mitläufer, Kritiker, Gegner. Und nicht immer waren diese Gruppen unbedingt strikt voneinander abgegrenzt sondern es ganb fließende Übergänge und Wandel in den Zeiten.

Dein Beitrag hier zeigt mir, dass es unwahrscheinlich wichtig ist, auch nach Jahrzehnten deutscher Vereinigung ebenso wie nach Ende des 2. WK nicht zu vergessen, immer wieder zu erinnern und niemals in der Aufmerksamkeit nachlassen zu dürfen und die ideologisch extremen Auswüchse egal welcher Coleur immer im Auge zu behalten.

Wie weit willst du (als vorgeblicher Linker) denn in der Bestrafung Arbeitsunwilliger gehen?
Nahrungsmittelmarken? Ausweisung? Gefängnis? Zwangsarbeit? Zuchthaus? Erschießung?
Klare Regeln - klare Folgen! :wow:

Denk mal drüber nach.

Sagte ich das ich die DDR zurückholen will?....
Nein, aber du hast dort etablierte Methoden gerechtfertigt und gut gehießen. Das nennt sich Relativierung.


Ich vertshe eins nicht.Viele Redne von einem mindestlohn,aber sind gegen kommunismus.Sie wiedersprechen sich selbst,denn das ist einer der Grundbausteine des Kommunismus. ;)

Das eine hat mit dem anderen wieder nichts gemein.
Fangen wir mal mit dem Grundsätzlichen an: Kommunismus ? Wikipedia

alles andere würde jetzt zu weit führen, aber wenn du Fragen hast oder Antworten brauchst, kannst du mich gern per PM kontaktieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Kann mal bitte jemand die Debatte posten um die es ja hier geht? Im Startpost funktioniert der Link nicht und der Threadersteller reagiert ja nicht. :)

MfG
 
Zurück