Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Wie findest du den Entwurf des Parteiprogrammes der Linken?

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windows

Guest
Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Hi,
heute (20. März 2010) hat die Linke einen Entwurf für ein Parteiprogramm erstellt.

Das Programm hier zu beschreiben passt nicht gut, da schließlich jeder seine eigene Meinung hat.

Link zum PDF:
Hier

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Ich finde das Programm extrem schlecht, allein schon die Überwindung des Kapitalismus ist lächerlich.
Konnte es bis jetzt leider noch nicht ganz durchlesen.

MFG
windows
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

[X] Ich finde die Zielsetzungen der Linken grundsätzlich falsch.

Die Idee, dass alle gleich sind klingt zwar im Ersten Moment nicht schlecht, aber es ist klar das Mehrleister belohnt werden müssen, da sie gebraucht werden. Wenn das nicht gegeben ist wissen wir ja was passiert. Siehe DDR vor 20 Jahren.
Nette Idee, aber niemals zur zufriedenheit aller realisierbar.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

[X] Ich finde die Zielsetzungen der Linken grundsätzlich falsch.

Sorry, aber ich habe nur den ersten Ansatz der Präampel gelesen und musste schon den Kopf schütteln.

Ich frage mich jedes Mal bei den "Vorschlägen" der Linken:
a) Wer bezahlt das?
b) Wer denkt sich solch eine Utopie aus?
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Das Problem sind nicht DIE LINKE(N), sondern materialistisch eingestellte Menschen bzw. Kapitalisten bzw. ihr drei.
Das müßt ihr nicht persönlich nehmen, denn ihr seid nunmal so geprägt und habt nie die Anstrengung unternommen, darüber nachzudenken, ob es so, wie es ist, richtig ist. Oder ob es anders besser sein könnte.
Ihr habt akzeptiert wie es ist und aus den genannten oder anderen Gründen könnt ihr euch nichts anderes vorstellen (Was der Bauer nicht kennt, frisst er ja bekanntlich auch nicht)

Eigentlich ist es für's kapitalistische System auch optimal, wenn sich die Individuen keine Gedanken machen, bzw. das System nicht hinterfragen. Denn sie könnten darauf kommen, daß sich seit Jahrhunderten nichts geändert hat.

Sehen wir's mal nüchtern und objektiv:

So wie bisher geht's nicht mehr lang weiter. Es sei denn, wir geben unsere Freiheit für unsere Sicherheit auf (Das ist es, was uns als Notwendigkeit vorgegaukelt werden wird und dagegen wird die DDR wie ein Kindergarten gewesen sein).
Andernfalls, d.h. im Falle einer radikalen Änderung, müßten wir alle bereit sein Opfer zu bringen und auf vieles zu verzichten, worauf ihr drei z.B. kaum Bock hättet, oder?

Was heißt das in Bezug auf diesen Thread?
Befasst euch am besten zuerst mit dem Thema, bevor ihr euch völlig unfundierte Meinungen erlaubt, die auf irgendeinem Pseudo-Halbwissen basieren (Ich bezweifle z.B. ganz stark, daß ihr weder mal etwas vom "Kommunistischen Manifest" gehört habt, geschweige denn wißt, was das ist oder jemals auch nur die Gelegenheit gehabt hättet, euch damit zu befassen).

Schönen Gruß!

edit: Das lustige ist, daß es so oder so eine radikale Änderung geben wird. Aber besser für die Völker der Welt wäre eine Änderung, die von den Beherrschten ausgeht und nicht von den Herrschenden. Vielleicht werden wir noch gemeinsam erleben, was ich (und andere) damit meinen. (Gott behüte uns!)
 
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AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ich denke wir haben uns sehr wohl Gedanken darüber gemacht, was man auch an unseren Komentaren sehen kann.
Ich stimme dir sehr wohl zu das die heutige Entwicklung nicht gerade die ist die mich anspricht. Ich beziehe mich hier auf den Überwachungsstaat.
Du hast auch recht, ich habe zwar schon mal etwas von dem Kommunistischen Manifest gehört mich aber noch nicht großartig damit befasst.
Nur denke ich das es keine Lösung ist alles gleichzustellen und außenpolitisch alles abzulehnen. Manchmal muss man einfach Entscheidungen treffen.
Aber da es hier nur um die LINKE und das damit verbundene Parteiprogramm geht, überleg dir eines:
Hättest du die nötige Motivation einen schwierigen Beruf auszuführen, der mit einer langen Ausbildung verbunden ist, nur um am Ende zu sehen, das der gerade 18-Jährige Schulabbrecher kaum weniger Geld verdient?
Du hättest kein großes Angebot mehr an allen möglichen Gütern. Das alles bringt der Kommunismus mit sich.
Und wenn niemand mehr die wenig gut bezahlten schwierigen, aber notwendigen Berufe erlernt, da er sowieso das Geld bekommt, dann kann man das mit der Wirtschaft gleich total vergessen.
Daas wäre nur zu regeln indem man wieder eine Bezahlung direkt auf die Leistung bezieht. Und damit wären wir wieder beim Kapitalismus.
Ich habe nicht gemeint, das Kapitalismus perfekt ist, aber Kommunismus ist aus meiner Sicht auch die falsche Herangehensweise.
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele, natürlich ist es viel komplizierter.
Die soziale Marktwirtschaft wie wir sie in Deutschland haben finde ich trotzdem nicht schlecht, wenn auch verbesserungswürdig. Man hat jedenfalls die Freiheit, die man sonst im Kommunismus nicht hätte.

Ich hoffe du verstehst jetztworauf ich hinauswollte.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Leider sind viele Informationen, die über den bzw. vom oder zum "Klassenfeind" durchdrangen oftmals genauso beabsichtigt oder manipuliert, wie die, die in den Nachrichten gesendet werden.

Du gehst davon aus, daß es Kommunismus und Kapitalismus gibt. Diese in deren bisherigen Daseinsformen zu vergleichen ist aber ein hinkender Vergleich. Beim Kommunismus gilt es zu allererst zu differenzieren, zwischen dem realen Kommunismus und Kriegskommunismus...

Desweiteren ist es dir sicherlich auch neu davon zu hören, daß in Ostdeutschland produktionsreife Entwürfe von Autos in den Schubladen schlummerten, die dem 1. VW Golf in nichts nachstanden und wären diese Autos produziert worden, wäre der 1. "Ost-Golf" sogar noch vor dem ersten VW-Golf vom Band gerollt.

Die Antwort auf die Frage, warum diese Autos nie produziert wurden, liegt in der Definition von Kriegskommunismus.

Ich werde evtl. zu einem späteren Zeitpunkt etwas ausführlicher. Heute eher nicht mehr. Außerdem gibt es für den, der sich bilden will, genug zugängliches Wissen.

Bei Dir scheint der Wille dazu vorhanden zu sein. Das ist gut! Leider hast du bisher nur das oberflächliche Wissen dieser Thematik abgeschöpft.
 
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AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ich bin noch Schüler habe somit nur die Grundstrukturen und einige "Berichte von Zeitzeugen".
Wie zu sehen ist hast du dich "etwas" mehr mit dem Thema befasst als ich, deshalb würde ich sagen
verschieben wir das auf später :).
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Die soziale Marktwirtschaft wie wir sie in Deutschland haben finde ich trotzdem nicht schlecht,...
Vielleicht regt dich folgende Frage zum Nachdenken an:

Deutschland hat ja recht strenge Lebensmittelkontrollen und wie wir wissen, ist Überproduktion ein wesentlicher Bestandteil des Kapitalismus'. Nun ist es so, daß Deutschland auch Geflügel "überproduziert" und es die Vorgabe gibt, daß z.B. Hähnchen ein Mindestgewicht haben müssen, um in den Handel zu gelangen. Weißt du was mit dem Geflügel passiert, welches diese Norm nicht erfüllt? Sicherlich nicht. Ich kann es Dir verraten. Es wird nach Afrika exportiert (wo es keine Lebensmittelkontrollen gibt, wo auch nicht in jedem Haushalt ein Kühlschrank steht...) und dort weit unter dem Kilopreis verkauft, zu dem es hier gehandelt wird und auch weit unter dem Preis, zu welchem afrikanische Bauern ihr Geflügel verkaufen. Daraus resultierend verlieren diese ihre Existenzgrundlage. Nun meine Frage: Wie sozial ist diese Form der Wirtschaft tatsächlich? Dies ist nur eines von unzähligen Beispielen.
 
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AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Wenn das tatsächlich stimmen würde, was ja recht wahrscheinlich wäre, denn irgendwo muss ja das "überflüssige" hin, dann würde sich das sozial tatsächlich nur auf Deutschland beziehen und wäre dann das Gegenteil von sozial. Lass es mich so ausdrücken, deine Argumente leuchten mir vollkommen ein, aber gibt es eine Lösung dieses Problems?
Wie gesagt ich halte Kommunismus zumindestens in dem MAße wie ich ihn kenne nicht für eine Lösung, aber selbst wenn das der Fall wäre wie sollte dann alles aussehen?
Wenn nicht wieder in irgend einem Maße Kapitalismus entstehen sollte, müssten wirklich alle geschlossen dahinter stehen und wie du schon sagtest teilweise extreme Opfer bringen. Und glaubst du nicht auch das es dann wieder innerhalb dieses Kommunismus zu Korruption kommen würde und die "Oberhäupter" dann immernoch gleichgestellt wären?
Und dann wären wir wieder bei der Diktatur von Wenigen - einer Art Oligarchie.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Es ist tatsächlich sehr schwer umsetzbar, was nicht "unmöglich" bedeutet. Unmöglich jedoch ist definitiv eine langfristige Umsetzung des Kapitalismus'. Mittlerweile könnte man als Pessimist auch schon behaupten, daß der globale Kapitalismus zum Selbstläufer geworden ist und nur noch durch sich selbst aufzuhalten ist, indem er sich seine eigene Existenzgrundlage entzieht, was sicherlich auch für uns unangenehme Folgen hätte.

Könnte eine Antwort auf deine Frage vllt. (um auf's Thema zurückzukommen) im Parteiprogramm der Linken zu finden sein? Eine Universallösung gibt es nicht, weil vor uns noch kein Mensch in der selben Situation war, wie wir es heute sind. Wir müssen - wie kleine Kinder - aus unseren Fehlern lernen, bevor wir in den Brunnen fallen.

Ich wünsche eine gute Nacht!
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ebenfalls gute Nacht.
Danke für die aufschlussreiche Diskussion.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

[X]Ich finde man sollte einiges Grundsätzlich verändern.

Die Option "Ich finde die Zielsetzungen der Linken grundsätzlich falsch." hat imho in der Umfrage gar nichts zu suchen und jeder, der sie anwählt, sollte sich mal überlegen, was er von einem Parteiprogramm erwartet. Es ist der Sinn einer Demokratie, dass es auch Parteien gibt, deren Ziele einem nicht gefallen. Das heißt nicht, dass deren Programm neu geschrieben werden muss oder unbrauchbar ist. Nur, dass man lieber eine andere Partei wählt.

Dieses Programm kränkelt imho aber auf einer ganz anderen Ebene:
Es weiß nicht, was es sein will.

Der Anfang ist eine (teilweise sinn-)lose Aneinanderreihung von Buzzwords. An vielen Stellen hat man den Eindruck, dass einige davon auch noch nachträglich eingestreut oder an anderer Stelle abgeschrieben wurden (gerade wenn es um Ökologie geht). Sowas kann man verzapfen, wenn man als populistische Partei auf die Jagd nach Wählern gehen möchte, die eh nicht weiter, als bis zu( ihre)r Schlagzeile lesen (was ja nicht nur von der Linken praktiziert wird)

Dann gibt es da einen längern Abschnitt über alle Fehler der heutige Gesellschaft. Komplett anderer Stil, komplett anderes Zielpublikum - und in dieser Form als Grundlage für einen Parteitag zu gebrauchen, auf dem dann die zugehörigen Lösungen erarbeitet werden. Ohne die ist er fast gar nicht zu gebrauchen, passt definitiv nicht in das gleiche Dokument, wie die der erste Abschnitt.

Es folgt ein historischer Abriss. Nett, aber wieder was vollkommen anderes, dass nicht zu den anderen Teilen des Dokumentes passt - und etwas, dass imho nur eine konservative Partei in ihr Programm aufnehmen sollte. Bei einer progressiven wirkt etwas merkwürdig, dass sie derart in der Vergangenheit lebt, anstelle nur die Weisheiten der Vergangenheit auf die Zukunft zu projezieren. Als Wahlkampfprogramm, wie der erste Teil, ist es in jedem Fall ungeeignet.

Das gleiche gilt für den nächsten Abschnitt: Ein schönes Bild einer besseren Gesellschaft. Sowas kann man aufstellen, wenn man Leute zum nachdenken bringen will, und zwar zum nachdenken weit abseits ausgetretener Pfade. Dummerweise lassen sich viele Leute nicht so ohne weiteres dazu bewegen und wenn man sowas mit Populismus und historischer Verklärtheit zusammenschmeißt, wird der Leser kaum die nötige Offenheit mitbringen. (dieser Thread mag ein Beispiel dafür sein)
Als Grundlage für reale Politik ist es -ohne konkrete Umsetzungsvorschläge- aber unbrauchbar.

Zu guter letzt ein paar politische Forderungen. Sowas gehört imho wirklich in ein Parteiprogramm und würde ein gutes Gegenstück zum zweiten Abschnitt abgeben - wenn denn diese Forderungen mit ein paar Lösungs- und Umsetzungsvorschlägen gewürzt werden. So ist es eine loses Rahmengerüst, dass zwar die Grundlage für eine Parteiorientierung darstellen kann, aber in dieser Eigenschaft wieder zu keinem der anderen Teile passt. (und in dieser Form zu dem daran krankt, dass es -ähnlich wie der erste Abschnitt- sehr zusammengewürfelt wirkt, Motto "schreiben wir mal für jeden etwas rein, der uns nicht von Grund auf hasst")


Fazit:
Es hängt von den persönlichen Idealen ab, was man von den Zielen der Linken hält. Aber dieses Parteiprogramm ist auch objektiv miserabel. Vermittelt wird für mich das Bild einer "Partei", die vor allem eines ist: Bunt zusammengewürfelt, unkoordiniert und nicht einmal mit sich selbst einig. Populisten, Ewiggestrige, Meckerköpfe, Idealisten/Utopisten und hauptberuflich Oppositionelle haben sich zusammengeschlossen und ihre gesammelten Werke der letzten Jahrzehnte aneinander gehängt (stellenweise mit ein paar neuen Ausdrücken gespikt), weil sie jeder für sich keine Chance hätten. Zusammen mögen sie ein paar Prozent der Stimmen bekommen - aber gemeinsam entscheidungsfähig macht sie das nicht.

Sogesehen vielleicht ein schlechtes, aber kein unpassendes Programm. Denn genau das gleiche Bild vermitteln auch die gesammelten öffentlichen Auftritte unterschiedlicher Bereiche der Linken sowie ihre Geschichte. Schade ist allerdings, dass dadurch in der Partei durchaus vorhandene wertvolle Ansätze verschüttet werden. (Teile sind offensichtlich in der Lage, angewandte Politik zu machen, andere Teile stellen überaus wichtige Grundsatzfragen, wieder andere zeigen auf, wo die Gedanken durch ausgetrene Pfade eingeschränkt sind,...)
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

ein thema was ich liebe, momentan geht in deutschland zuvieles in die falsche richtung, und ich bin der meinung das es bald nen schlag tut, zumindest hoff ich das denn wenn es so weiter geht wirds uns bald so wie griechenland gehen oder noch schlimmer, was die arbeitslosen zahlen betrifft sowieso.
die linke hat gute ansätze allerdings passt nicht alles so wie es sein sollte, und jakob ich stimm dir absolut zu
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Da hier einige immer wieder unsere tolle "soziale" Marktwirtschaft verteidigen, hier mal ein Beispiel das stellvertretend für viele Machenschaften der Wirtschaft/Industrie steht:

"Die Geschichte des Hernn Müller

Der Herr Müller kommt aus Aretsried,
Das liegt in Bayern, also ganz im Süden.

Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von
Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen,
Wenn ihr im Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt nämlich lauter
Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die
Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt
dafür, daß sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie Dann kaufen könnt.

Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, daß sogar der
Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.

Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht,er
Unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in
Sachsen, das ist ganz im Osten.

Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu
Viele davon gibt, und Diese viel zu viele Milchprodukte produzieren,
Aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze
Haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.
Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht
Und abgeschickt.

Ein paar Tage später haben ihm Dann das Land Sachsen und die Herren von
Der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro
Geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz
Viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute
Eingestellt. Hurra, Herr Müller.

Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte
Hergestellt hat, hat er gemerkt, daß er sie gar nicht verkaufen kann,
Denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewußt, auch die Herren vom
Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewußt, es ist nämlich
Kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.

Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist
Ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht
Da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie
Gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der
Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er
Hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.

Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, Dann habt ihr sicher schon
Gemerkt, daß der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat,
Als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig
Einen Taschenrechner nehmen, Dann wißt ihr, daß der Herr Müller für
Jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.

Aber der Herr Müller sitzt nicht nur Rum, sondern er sorgt auch dafür,
daß es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.

Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller
Verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist
Ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch
Aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch,
Weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings
Sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was,
Der Herr Müller. Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr
Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, Dann muß ich
Euch sagen, daß man so etwas einfach nicht tut.

Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, Dann laßt doch einfach
Die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die
Daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und
Werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff
"soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat"

Quelle:

http://www.oekoimpuls.de/pdf%20dateien/GeschichteHr.M%FCller.pdf
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Da hier einige immer wieder unsere tolle "soziale" Marktwirtschaft verteidigen, hier mal ein Beispiel das stellvertretend für viele Machenschaften der Wirtschaft/Industrie steht:
http://www.oekoimpuls.de/pdf%20dateien/GeschichteHr.M%FCller.pdf


Natürlich ist das unfair, aber Marktwirtschaft bedeutet doch auch das jeder selbst entscheiden darf was er kauft.
Das Problem ist nur das die wenigsten über die Umstände im klaren sind.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ja,einige haben keine Ahnung was die Umstände sind zu denen gehör ich auch.Du weißt anscheinend nichts über den Stand in Sachen ArmutWie ich am gelesen habe,sagtest du dass Mehrleister mehr bekommen sollen.UND was ist mti denen die keine arbeit haben?Sollen die solange verrecken bsi sie ausgestorben sind oder was verfolgst du für ein ziel?Nimms nicht persöhnlich,aber leider sind noch zu viele so eingestellt.Sie wollen für die,die sowie shcon genug Geld im Rachen haben,noch mehr,sodass sie am ende daran ersticken.Und die die es brauchen,trocknen aus und verdursten schlussendlich.(das ist nicht wortwörtlich gemeint)

Es stimmen mehr leute für die Linke,weil sie ihren Job verloren haben oder weil sie nun Kurzarbeiter sind.Und da dies immer werden steigen die Stimmen für die Linke.

Nun möche ich auch hier wieder folgendes aufgreifen:Was ist nutzloser:Ein Plan der vielleicht nicht Funktioniert oder ein Plan der das Land zerstört?
Da schlage ich eher ersteres vor ;)

Lg schub97
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Natürlich ist das unfair, aber Marktwirtschaft bedeutet doch auch das jeder selbst entscheiden darf was er kauft.
Das Problem ist nur das die wenigsten über die Umstände im klaren sind.

Und deshalb bedarf es einem System, dass den Markt Grenzen setzt. Wie weit diese Grenzen gehen, darüber kann man sich ja noch streiten... Außerdem bedarf es einem System, das die Menschen aufklärt und keine Lobbypolitik für ihre Freunde aus der Wirtschaft macht.

Jemand hat hier geschrieben, dass er sich fragt woher Die Linke das Geld nehmen will um ihre Pläne umzusetzen. Nun ganz einfach, wenn Menschen wie Ackermann und Müller von der Regierung nicht mehr Milliarden -für ihre Misswirtschaft- in den A... gesteckt bekommen, ist auch Geld dafür da.

Hier noch ein klasse Beispiel, schaut euch den Beitrag bis zum Ende an, wirklich sehr interessant:

YouTube - Dumpinglöhne gehen vor! Arbeitgeber feuern nach Belieben um an Billigarbeiter zu kommen!

Die wahren Sozialschmarotzer sitzen ganz oben und nicht unten!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Wir dürfen hierbei leider nicht vergessen, dass Kapitalismus auf das Kapital abzielt.
Und in erster Linie sieht es so aus, dass die Großen immer mehr bekommen, und die kleinen immer weniger.
Das ganze funktioniert in Betrieben durch Restrukturierung - das klingt übrigens besser als Leute entlassen. Das Problem dahinter ist, dass die Firmen, um weiterhin Geld bekommen zu können, ein jährliches Wachstum aufweisen sollten - das freut übrigens auch die Anleger, sonst sähe es übrigens auch schlecht mit der Kapitalgedeckten Altersversorge aus.
Da das Problem nun darin besteht, dass man nicht mehr vom Produkt absetzen kann, muss man in der Verwaltung und am Personal sparen -> Leute entlassen.
Der Kapitalismus braucht übrigens Arbeitslose, oder wie sollte man sonst wem klarmachen, dass er für weniger Geld arbeiten muss, damit er nicht entlassen wird.
Das nächste Problem liegt darin, dass unsere Großen Partei alle Geld aus der Wirtschaft bekommen, die sind ja alle arm. Wenn mans extrem sieht, ist das Bestechung. Wenn dann ein Herr Westerwelle meint: "Arbeit muss sich wieder lohnen", und dann auf den ALG2 Empfänger rumgehackt wird, dann kann ich das nicht verstehen.
Lohnt sich Arbeit wieder mehr für jemanden Grad so mehr als ALG2 hat, wenn der ALG2 Empfänger weniger hat? Ich glaube nicht.
Ziel das Staates sollte es eigentlich sein, dass jeder Arbeit bekommt, will man wohl aber nicht.
Und Sozialismus muss nicht heißen, dass der, der mehr bekommt, am Ende genauso viel hat, wie der, der weniger bekommt.
Wenn wir einfach mal das aktuelle System gerechter Aufbauen würden, dann wären viele Probleme gar nicht so groß. Warum werden eigentlich die Krankenversicherungsabgaben gedeckelt? Warum zahlt nciht jeder prozentual das gleiche, Einkommensunabhängig?
Es würde einfach schon reichen, wenn man das ganze mal richtig anpacken würde.

Und zu der Frage: Wie wollen sie das finanzieren?
Die Frage besteht doch darin, wie alles andere bisher finanziert wurde. Schon mal den Schuldenberg gesehen, der in den letzten Jahrzehnten extrem angestiegen ist. Scheinbar wurde auch hier nichts gemacht, wofür man das Geld hatte, sondern imemr schön auf Pump gelebt.
Die Krise wird auch durch den Steuerzahler bewältigt und nicht durch die Verursacher. Vllt sollte man einfach mal die Leute zur Verantwortung ziehen. Übrigens ein tolle Ansicht von Volker Pispers zu dem Thema.

WDR 2 Der Sender. - Westzeit - Volker Pispers
 
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Einaml Vorweg ich bin ebenfalls Schüler, aber meine mütterliche Seite entstammt aus Polen und als Kind habe ich ja so ziemlich viel gutes gehört vom Kommunismus. Jetzt sind welche die sagen: Quatsch! reinste schönrederei!
Stimmt nicht sie haben mir versucht zu erklären wo das System hätte verbessert werden müssen.
"Kommunismus" Eigentum an die Kommunen, doch was ist wenn es Falsch verstanden ist? Was ist wenn dieser Eigentum eigentlich nur Produktionsgüter und Produktionsanlagen sind? Es wäre besser wenn gewisse Einrichtungen wie nicht nur Bildungswesen sondern auch alle anderen Bereiche verstaatlicht werden. Dass heißt nicht das alles dem Staat gehört sondern der Staat mit einigen anderen Firmen in Konkurenz stehen. Dies wäre besser weil dann der Staat könnte verhindern, dass wie die Energiekonzerne die Preise abkarten und dies geht nur wenn es im Staat ein Mehrparteiensystem gibt und jeder jedem auf die Fingerschaut weil sonst bestünde die Gefahr, dass der Staat mit bei solchen krummen Touren mitmacht.
Ich bin der Meinung, wie soll der Kommunismus richtig funktionieren wenn dass wichtigste, also sein Herz, die Demokratie fehlt? Es ist doch klar jeder hat eine andere Meinung und wenn alle dass gleiche Recht haben sollen, dann sollen sie auch ihre eigene Partei haben (außer die ganz Rechten - das ist doch klar wie Kloßbrühe oder?) und eigentlich sollte der Kommunismus für den Menschen sein und nicht der Mensch für das System wie früher bei der UDSSR oder anderen Ländern.
Und jetzt zum Privateigentum - der soll auch Privat bleiben, da jeder Mensch das Recht hat etwas eigenes zu besitzen ABER NICHT AUF KOSTEN ANDERER wie es heute ist. Wir haben schöne Häuser, Autos,... auf Kosten der Entwicklungsländer. Die müssen für Löhne arbeiten die nicht nur miserable sind sondern auch noch das Arbeitsumfeld auch noch Menschenungerecht ist.

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die Idee des Kommunismus ist gut nur muss diese richtig umgesetzt werden.
 
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