Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Wie findest du den Entwurf des Parteiprogrammes der Linken?

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AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ich werde mir deinen beitrag zu Herzen nehmen und mich aml durchlesen.Wenn es in Zukunft in einem politischem Thema um die DDR(oder andere Vergangenheit) geht,mich raushalten.

Mein Schlusswort lautet voerst:Ich würde nie die DDR zurückholen wollen,dort gab es Unterdrückung vom Obst bis zur Freiheit.Das man das Freiheitsabkommen von Helsinki verheimlicht hat war das wohl schlimmste.Meine Mutter war eine der glücklichen und hat in einer Bücherei-in der dieses Buch nicht entfernt wurde-sich dieses Buch ausgeliehen.Sie ging zum,ich nenns jetzt mal bürgermeisteramt,und sagte das sie ein Recht auf Freiheit hätte.Am nächsten waren die anderen Exemplare verschwunden.Aber sie bekam,weil sie sehr lange darum kämpfte,ein jahr später den ausreiseantrag.

Zu meiner Arbeitslosenmeinung:Ich würde nie auf die Idee kommen sie zu foltenr oder sontsiges.Ich würde ganz einfach,für die sich um einen Job bemühen einen Bonus einsetzten und die gelder der "faulen" entsprechend senken.

Sollten sich heir zu neue Kommentare ergeben,werde ich sie lesen aber nciht antworten ;)

Lg schub97
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Mir ist jeder recht, der sich hier (oder auch generell) an der politischen Diskussion beteiligt. Ich will dir auch gar nicht deine persönliche Meinung nehmen. Nur finde ich es besser, wenn man sich vorher zu den Themen etwas tiefgründiger informiert, damit die Diskussion auch für alle einen Nutzen bringt. Auch finde ich gut, dass du dir überhaupt erst mal Gedanken machst, da bist du schon gegenüber vielen anderen, nicht nur deiner Generation, im Vorteil. Warum solltest du also hier nicht mehr antworten? Nur eben vorher etwas mehr informieren.

Deine Mutter scheint Glück gehabt zu haben, dass ihrem Ausreiseantrag nach so relativ kurzer Zeit stattgegeben wurde.
In der Mehrzahl der Fälle wurde die Ausreise erst gar nicht (oder erst nach bedeutend längerer Zeit) genehmigt oder die Antragsteller waren Repressalien für sich oder Familienangehörige ausgesetzt, bzw. wurden nach der erfolgten Ausreise in der Heimat zurückgebliebene Familienangehörigen drangsaliert, permanent bespitzelt und in Belangen des täglichen Lebens benachteiligt.

Zu den Arbeitslosen:
Wie hoch setzt du denn den Prozentsatz an, der wirklich nicht arbeiten gehen will (also von vornherein und aus Überzeugung)? Und wer soll feststellen, auf wen dies zutrifft und wie viel willst du denen, die das selber angeben letztendlich von dem jetzigen Regelsatz abknapsen?
Das ist ein sehr schwieriges Feld, zumal wir in einer Solidargemeinschaft leben, was schon im Grundgesetz verankert ist. Da kann man sich nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen, wenn niemand benachteiligt werden soll, selbst wenn er die Benachteiligung selber verschuldet hat.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ich wollte ja nicht mehr antworten aber:Ich weiß das du mir meine Persöhnliche Meinung nicht nehmen willst,doch wenn ich mich durchlese wird sie sich immer mal wieder ändern und dann gerät alles durcheinander.


Lg schub97
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Was davon klingt denn spekulativ?
Die ..., oder deren unter Umständen vielleicht geplante Einflußnahme ...

Falls das noch nicht als Antwort ausreicht, möchte ich noch ergänzen, dass du nicht nur von der "unter Umständen" "vielleicht" "geplanten" Einflußnahme gesprochen hast, sondern auch über die von dir dahinter erwarteten Motivationen und das es insgesamt um eine Einflußnahme geht, deren Art du der Linken unterstellst, die aber nirgendwo dokumentiert ist.
Ich möchte nicht anzweifeln, dass einige Schritte in dieser Kette von "Unterstellung"->"unter Umständen"->"vielleicht"->"geplant"->"wegen"->"um X zu erreichen" durchaus logisch sind und z.T. sogar mit Indizien untermauert werden können, aber solange du nicht geheime Treffen hochrangiger Parteimitglieder belauscht hast (oder selbst ein solches bist), bezeichne ich das ganze mal als "Spekulation" ;)
(die Alternative wäre "Hellseherei")

Du denkst wahrscheinlich in Dimensionen einer BT-Wahl, oder?

Nein. Ich denke in Dimensionen von "Regierung der Bundesrepublik". Der von dir dargelegte Mechanismus der Entdemokratisierung durch gestiegenenen Einfluss der Parlamente funktioniert eben nur auf einer Ebene, auf der der Bundesrat eine Rolle spielt. Alle anderen Parlamente (Anm.: Ob der Bundesrat überhaupt als solches zu bezeichnen ist, kann man diskutieren - kann man aber auch lassen) werden direkt gewählt und eine Stärkung dieser Parlamente wäre somit eine Stärkung der Demokratie (da die Regierungen, die im Gegenzug geschwächt werden, nicht direkt demokratisch legitimiert sind)

Dazu kommt noch, daß sie die mit Abstand mitgliederstärkste und auch vermögendste deutsche Partei ist.

Ist sie das? Interessant
Das würde ihr nach kapitalistischen Maßstäben ja die höchste Wirtschaftskompetenz zusprechen :crazy: :ugly:


Auf die politische Berichterstattung?

Jegliche Form von Medieninhalten.

Das stimmt wohl im Moment. Da scheint der Einfluß dieser Tage wahrlich nicht groß zu sein. Aber wie willst Du denn eine direkt-demokratische Einflußnahme in diesem Rahmen ausgestalten? Die Leute können ja schlecht darüber abstimmen, was sie am nächsten Tag in der Zeitung lesen wollen. So kann das nicht funktionieren, und so ist das auch ganz sicher nicht gedacht.

Genau so eine mehr oder minder demokratische Instanz hast Du bei den öffentlich-rechlichen ja schon in Form der Rundfunkräte.

Eben nicht. Denn diese werden nicht demokratisch gewählt. Das zu ändern wäre die einfachste und naheliegenste Maßnahme, die dieses Schlagwort im Linken Wahlprogramm erfüllen würde.

Und privaten Firmen kann man ja schlecht in ihr Handwerk reinreden, solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen.

Im Rahmen der Gesetze eines sozialistischen Staates könnte man das durchaus... ;)

Aber auch im Rahmen unserer Gesetze gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten. Stichwort: Verbreitung von Unwahrheiten.
Verschärft man zusätzlich die Regelungen für Werbung -sowohl was die Art von Werbung angeht, als auch der Grad an Schönrederei, der erlaubt ist-, könnte man den Privatsendern in ihrer heutigen, opulenten Form, zudem die Existenzgrundlage entziehen. Da gerade (auch-nur-etwas-bessere) Nachrichten ziemlich teuer sind (man braucht Korrespondenten - oder muss teuer einkaufen), könnte das mittelfristig z.B. zu einer TV-Landschaft führen, die nur noch eine handvoll Privatsender kennt, die ihr Program zudem ausschließlich aus Unterhaltungssendungen aufbauen.
Denn ein Fernsehsender, der nur noch die Wahrheit senden darf, der überlebt auch (gerade) im freien Kapitalismus nicht lange.

Stimmt. Und genau deswegen kann man das heute auch fast nur als politischen Kampfbegriff bezeichnen. Was "faschistisch" ist, gilt (zurecht) als böse. Wenn aber zunehmend immer mehr Dinge, Systeme, Gruppierungen etc., die immer weiter weg vom eigentlichen Faschismus sind, als solche - und somit für Klein-Lischen als "böse" - bezeichnet werden, wird der Begriff in seiner Verwendung entwertet, weil er inhaltlich beliebig wird, und dient dann, wenn der Kampf gegen den Faschismus als höchst anständiges politisches Ziel verkauft wird, als ganz legaler Weg, unbequeme Opposition elegant loszuwerden.

Ja, nu, ich weiß wohl, was Du damit meinst, aber das sind nicht die Gruppierungen, die ich im Sinn habe, wenn ich sage, daß inflationär mit dem Begriff umgegangen wird. Ich denke eher an Institutionen, Körperschaften oder Gruppierungen wie
- die deutsche Polizei
- div. Vereine oder private Zusammenschlüsse, die bspw. nur eine bestimmte Gruppe von Leuten beitreten lassen (an sich aber völlig harmlos und politisch überhaupt nicht positioniert sind, z.B. Junggesellenvereine)
- Behörden, die geltende Gesetze durchsetzen, deren Gültigkeit aber nunmal leider einer Minderheit (in manchen Gegenden vll. auch der Mehrheit) der Bevölkerung nicht in den Kram paßt
- Firmen, die irgendwie nicht politisch korrekte Dinge herstellen oder verkaufen (z.B. Waffen)

Alle davon werden mit schöner Regelmäßigkeit in entsprechenden linken Postillen mit dem Etikett "faschistisch" versehen. Ihnen rundheraus den Kampf zu erklären, fände ich allerdings nicht richtig. Obwohl man da sicher wieder geteilter Auffassung sein kann.

Ich stimme dir durchaus zu, dass der Begriff heute inflationär gebraucht wird - und das natürlich nicht gerade von Neonazis. Aber nach meiner Beobachtung auch nicht in den höheren Rängen der Linken. Deswegen halte ich es für etwas gewagt, aus den "Faschismus" ""Definitionen"" einiger Linksradikaler und einer (bei angemessener Definition berechtigten Forderung) der Linken einen Strick zu drehen. Das wäre, als würde man der FDP Fremdenfeindlichkeit vorwerfen, wenn sie mehr Arbeit fordert, nur weil Neonazis mit ähnlichen Forderungen die Ausweisung von eingebürgerten Ausländern fordern.
Kann natürlich richtig sein. Muss es aber nicht. Und im Zweifelsfall für den Angeklagten. (Selbst wenns die FDP ist ;) )


Nach dem Krieg war die FDP tatsächlich ein NSDAP-Sammelbecken. Das ist auch in Westdeutschland nichts neues.

Da im Nachkriegsdeutschland auf beiden Seiten der Grenze es nicht eben einfach war, ausreichend fähige Leute zu finden, die überhaupt gar keine NSDAP-Vergangenheit hatten, wäre auch ein Verbot jeglicher Organisation, die solche Leute aufzuweisen hatte, reichlich schwierig geworden. Immerhin hätte sich die SED dann auch selbst verbieten müssen. Die haben genug hoch- und höchstrangige Nazikader an führenden Positionen in ihren Reihen gehabt. Eine Entnazifizierung hat dort überhaupt sowieso nie stattgefunden.

Siehe oben. In der DDR war das eher deutlich unappetitlicher als in der Bundesrepublik.

Äh: Auch wenn ich meinen (westdeutschen) Schulbüchern glauben schenken darf, dann wurde die Entnazifizierung in der DDR um ein vielfaches härter und gründlicher betrieben, als in der BRD. Persilscheine gabs da nicht, dafür um so mehr Entlassungen von Beamten auf alle Ebenen, Umstrukturierung, Verbote von bedenklichen Vereinen, Enteignung von Nazi-Profiteuren,...
Vieles davon war natürlich nur im Rahmen von Maßnahmen möglich, die auch nicht-Nazis trafen, aber gerade zu Anfang ging man sehr resolut gegen diejenigen vor, die einen 5 Jahre vorher noch vergasen wollten (Sozialisten und Kommunisten standen bekanntermaßen mit Juden auf einer Stufe). Irgendwann wurde das zwar schlagartig eingestellt (vermutlich, als man gemerkt hat, dass man die eine Hälfte der Leute mit Erfahrung nicht feuern sollte, wenn die andere Hälfte sich bessere Jobs außerhalb des Landes gesucht hat), aber unterm Strich sollte die Bilanz auch noch einige Jahrzehnte später deutlich besser aussehen, als die der BRD.
[/Offtopic]

Moooment. In den rechtesten Gegenden wohnen die wenigsten Ausländer. Allerdings nicht, weil sie dort vertrieben worden wären, sondern weil sie nie da waren. Die Theorie, daß massenhafter Zustrom von Ausländern damit was mit einer Zunahme rechtsextremer Gesinnung zu tun haben könnte, ist inzwischen ziemlich eindeutig widerlegt.
Arbeitslosigkeit und geringer Bildungsstand sind allerdings statistisch relevant, wenn es um die Erklärung ernsthaft rechtsradikaler Einstellungen geht.

Ich sage nicht, dass die hohe Anzahl von Ausländern dazu führt. Ich sage, dass die Verschlechterung von Lebensbedingungen und das zeitgleiche Auftauchen von Ausländern dazu führt. Die Anzahl ist erstmal egal, es mussten nur genug sein, damit sie jedem ab und zu begegnen (also deutlich mehr, als es in der DDR gab) - den Rest erledigt die Phantasie. Vermutlich sind geringere Zahlen sogar von Vorteil, denn sie verhindern, dass man "Die" tatsächlich kennenlernen oder ihre Dienste zu schätzen wissen könnte. Es ist leichter, "faschistisch" zu werden, wenn der Vietnamese am Bahnhof mit seinen illegalen Zigaretten dicke Kohle macht, als wenn man feststellen muss, dass der libanesische Gemüsehändler in der Straße der einzige ist, bei dem nicht immer die Hälfte vergammelt ist und der Türke einfach den leckeren Döner macht.

[/offtopic2]



Sagte ich das ich die DDR zurückholen will?Sagte ich das die Linken die mit der DDR vergleichbar sind?Nein.UND ES GAB NIE EINEN RICHTIGEN KOMMUNISMUS UDN WIRD IHN AUCH NIE GEBEN.China sagt auch es sei ein kommunistisches Land.Was wra dnen letztes Jahr?proteste von Muslimen---->wurdne von Polizei getötet.

Ich denke nach obigem Post kann ich hier nicht alzu fest auf "Ontopic" pochen, aber auf eine angemessene Form der Postings kann ich sicherlich bestehen und ich denke nicht, dass ich mich zu weit aus dem Fenster lehne, wenn ich androhe, alle künftigen Posts zu löschen, die gar keinen Bezug auf die Linke nehmen.
Threads zum Thema "was in der DDR besser war", "Arbeitlosigkeit",... haben wir hier andere.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Ist sie das? Interessant
Das würde ihr nach kapitalistischen Maßstäben ja die höchste Wirtschaftskompetenz zusprechen :crazy: :ugly:

Bei oberflaechlich(st)er Betrachtung vielleicht. Tatsaechlich ruehrt der Umstand eher aus einem schwindelnden Mass an krimineller Energie. Ich zitiere mich mal selber:

Die "Arbeitsgruppe zum Schutz des Vermoegens der SED/PDS" hat Betraege verschwinden lassen, die so manchen Lehman-Banker neidisch erblassen lassen duerfte: Spenden teils in Millionenhoehe an Anglertreffs, fingierte Mahnschreiben aus dem Ausland ("Putnik") und eine sehr grosszuegige Darlehensvergabe. Im ersten Halbjahr 1990 hat die PDS ihr Geldvermoegen von 9,5 auf 3,5 Milliarden DDR-Mark geschrumpft; uebrige Sachwerte (Inventar, Fuhrpark etc) verloren von 0,5 Milliarden auf 4 Millionen. Untersuchungskommissionen haben Konten u. a. in der Schweiz und Liechtenstein gefunden - Laender, die fuer die LINKE heute eine Achse des Boesen bilden. Ihre Immobilien wies die PDS mit einem Wert von 642 Millionen aus (was bereits beachtlich ist), Schaetzungen gingen dagegen von ca. 10 Milliarden aus. Um so bemerkenswerter, dass immer noch so viel uebrig ist.

Der damalige Schatzmeister ist heute uebrigens (scheidender) Bundesgeschaeftsfuehrer.

Äh: Auch wenn ich meinen (westdeutschen) Schulbüchern glauben schenken darf, dann wurde die Entnazifizierung in der DDR um ein vielfaches härter und gründlicher betrieben, als in der BRD.

Das ist eine Definitionsfrage und aehnlich relativ wie "faschistisch". Wenn man die Oefen noch eine Weile hat laufen lassen und nunmehr die ... sagen wir "entsorgt" hat, die sie vorher bedient haben, ist das nicht unbedingt dass, was ich mir unter "Entnazifizierung" vorstelle, sondern nur ein Austausch von Braun durch Rot. Systeme und Insignien hat man, von ein paar optischen Retuschen abgesehen, weitgehend beibehalten.

Threads zum Thema "was in der DDR besser war", "Arbeitlosigkeit",... haben wir hier andere.

Einen LINKE-Thread hatten wir auch schon.
 
AW: Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE

Nein. Ich denke in Dimensionen von "Regierung der Bundesrepublik". Der von dir dargelegte Mechanismus der Entdemokratisierung durch gestiegenenen Einfluss der Parlamente funktioniert eben nur auf einer Ebene, auf der der Bundesrat eine Rolle spielt. Alle anderen Parlamente (Anm.: Ob der Bundesrat überhaupt als solches zu bezeichnen ist, kann man diskutieren - kann man aber auch lassen) werden direkt gewählt und eine Stärkung dieser Parlamente wäre somit eine Stärkung der Demokratie (da die Regierungen, die im Gegenzug geschwächt werden, nicht direkt demokratisch legitimiert sind)


Ist sie das? Interessant
Das würde ihr nach kapitalistischen Maßstäben ja die höchste Wirtschaftskompetenz zusprechen :crazy: :ugly:
Ich muß mich da korrigieren. Sie ist natürlich NICHT die Mitgliederstärkste. Das ist weiterhin die CDU gefolgt von der SPD, wobei beide rund 500.000 Mitglieder haben, die Linke hingegen nur knapp 80.000. Mir geisterten da wohl noch die 2,3 Millionen SED-Mitglieder im Kopf rum. Im Gegensatz zu ersteren kann sie aber trotz ihrer großen demographischen Probleme auf ein stetiges Wachstum, nicht auf ein permanentes Schrumpfen ihrer Basis blicken. Zudem beträgt nach Eigenangaben der Mobilisierungsgrad der Mitglieder in der Partei sagenhafte 77%. Die der anderen Parteien dürfte aller Erfahrung nach weit darunter liegen, sodaß die Mitgliederstärke da wieder stark relativiert wird. Prüfen kann man das freilich nicht, da die Linke mit ihren Angaben sehr sparsam wenig informativ umgeht. So werden z.B. in der Mitgliederstruktur seltsame Kategorien angegeben, die teilweise in keiner Verbindung zueinander stehen (Bildungsstand / Arbeitsmarktstatus). Erstaunlicherweise hatte die Linke bzw. ihre Vorgängerin in ihren Reihen nach eigener Auskunft keine Arbeitslosen. :wow:

Die Partei mit dem größten Vermögen bleibt sie dennoch. CDU und SPD verfügen pro Jahr über etwas weniger als 100 Mio. bis vll. 150. Mio. Euro. Die Linke kann ein Vielfaches davon auffahren, wenn es nötig sein sollte.

Eben nicht. Denn diese werden nicht demokratisch gewählt. Das zu ändern wäre die einfachste und naheliegenste Maßnahme, die dieses Schlagwort im Linken Wahlprogramm erfüllen würde.
Unterschiedlichste gesellschaftliche Verbände entsenden in diese Räte aber ihre Vertreter, sodaß davon ausgegangen werden kann, daß sehr viele verschiedene Ansichten und Interessen dort Gehör finden.

Im Rahmen der Gesetze eines sozialistischen Staates könnte man das durchaus... ;)
Jo, sicher. Im Rahmen der Gesetze eines nationalsozialistischen Staates konnte man sogar noch ganz andere Sachen. Merkste selbst, ne? ;)
Aber auch im Rahmen unserer Gesetze gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten. Stichwort: Verbreitung von Unwahrheiten.
Verschärft man zusätzlich die Regelungen für Werbung -sowohl was die Art von Werbung angeht, als auch der Grad an Schönrederei, der erlaubt ist-, könnte man den Privatsendern in ihrer heutigen, opulenten Form, zudem die Existenzgrundlage entziehen. Da gerade (auch-nur-etwas-bessere) Nachrichten ziemlich teuer sind (man braucht Korrespondenten - oder muss teuer einkaufen), könnte das mittelfristig z.B. zu einer TV-Landschaft führen, die nur noch eine handvoll Privatsender kennt, die ihr Program zudem ausschließlich aus Unterhaltungssendungen aufbauen.
Denn ein Fernsehsender, der nur noch die Wahrheit senden darf, der überlebt auch (gerade) im freien Kapitalismus nicht lange.
Würde gerne wissen, was an tollen Sendungen wie der "Mädchengang" unwahr sein soll...

Äh: Auch wenn ich meinen (westdeutschen) Schulbüchern glauben schenken darf, dann wurde die Entnazifizierung in der DDR um ein vielfaches härter und gründlicher betrieben, als in der BRD. Persilscheine gabs da nicht, dafür um so mehr Entlassungen von Beamten auf alle Ebenen, Umstrukturierung, Verbote von bedenklichen Vereinen, Enteignung von Nazi-Profiteuren,...
Es gibt wirklich genug Personen, die im 3. Reich ordentlich Karriere gemacht hatten und in der DDR wieder ganz oben mitschwammen. Einzelne Fälle rauszusuchen ist jetzt müßig, aber mir ist ganz besonders einer in Erinnerung, der früher Gauleiter oder sowas war und nachher schön in der Volkskammer saß. Muß mal schauen, ob ich noch rausfinden kann, wer das war und was genau er gemacht hat. Es war auf jeden Fall ein furchtbarer Wendehals.


Bei oberflaechlich(st)er Betrachtung vielleicht. Tatsaechlich ruehrt der Umstand eher aus einem schwindelnden Mass an krimineller Energie. Ich zitiere mich mal selber:

Die "Arbeitsgruppe zum Schutz des Vermoegens der SED/PDS" hat Betraege verschwinden lassen, die so manchen Lehman-Banker neidisch erblassen lassen duerfte: Spenden teils in Millionenhoehe an Anglertreffs, fingierte Mahnschreiben aus dem Ausland ("Putnik") und eine sehr grosszuegige Darlehensvergabe. Im ersten Halbjahr 1990 hat die PDS ihr Geldvermoegen von 9,5 auf 3,5 Milliarden DDR-Mark geschrumpft; uebrige Sachwerte (Inventar, Fuhrpark etc) verloren von 0,5 Milliarden auf 4 Millionen. Untersuchungskommissionen haben Konten u. a. in der Schweiz und Liechtenstein gefunden - Laender, die fuer die LINKE heute eine Achse des Boesen bilden. Ihre Immobilien wies die PDS mit einem Wert von 642 Millionen aus (was bereits beachtlich ist), Schaetzungen gingen dagegen von ca. 10 Milliarden aus. Um so bemerkenswerter, dass immer noch so viel uebrig ist.

Dazu kommt noch eine ganze Reihe dubioser Stiftungen in Übersee, von denen entweder die Partei oder von ihr angestoßene Projekte oder Parteimitglieder bisweilen erstaunliche Summen erhalten. Und nicht selten steht einer solchen Stiftung dann auch ein Genosse vor. Das Vermögen der Linken zu beziffern, ist auf diese Weise eigentlich unmöglich. Aber nach allem, was ich gelesen habe, nehme ich an, daß die in der deutschen Parteienlandschaft das ausgeklügeltste System schwarzer Kassen haben.

Systeme und Insignien hat man, von ein paar optischen Retuschen abgesehen, weitgehend beibehalten.
Was ich ganz ehrlich immer noch für das Erstaunlichste halte. Die alten Strukturen werden für unfaßbar schlimm erklärt, dann steckt man die Jungs und Mädels in neue Uniformen und schon geht's mit HJ und BDM munter in der FDJ weiter. Gut, der Gruß wurde dezent abgewandelt, aber auch nicht allzusehr. Wenn ich Aufnahmen aus der DDR von solchen Sachen sehe, kann ich wirklich immer nur staunen.
 
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