Das würde ich nicht mehr als campen, sondern als Veranstaltungsbetrieb bezeichnen. Um genau zu sein: Wenn jemand auf die Idee käme, sowas im Umkreis von einigen Kilometern um wo-auch-immer-ICH-campen-will zu machen, dann gäbs aber sowas von ne Veranstaltung

.
Rein technisch ist das aber ein Spezialinteresse, dass dann ggf. ein Spezialfahrzeug braucht. Und mit klima- oder gar umweltfreundlichen Verhalten hat schon das gesamte Konzept wenig zu tun.
Wofür?
Ich würd mal sagen: Um Anhänger zu ziehen, was durchaus mit einiger Regelmäßigkeit vorkommt.
Und halt auch mal auf Stoppelfeldern und Wiesen.
Sonst hätte ich ein anderes Auto.
Ich hatte auch andere Autos für den Zweck, aber mit steigender Beladung war es irgendwann einfach nicht mehr realistisch machbar.
Mein Passat Kombi ist irgendwann häufiger aufgesetzt und Fraontantrieb ist eh nicht wirklich ideal für Anhänger, da dieser das Auto hinten runter drückt und Gewicht von der Vorderachse nimmt - zusätzlich zu dem, was man in den großen Kofferraum bekommt.
Autos wie Transit, oder VW Bus wären eine Alternative... allerdings nur scheinbar.
Da hätte ich dauernd einen miesen Verbrauch und wieder meist Frontantrieb... und müsste noch immer den Anhänger ziehen, weil das Zeug einfach zu groß für die Kleinbusse ist - es sei denn, ich nehme die Langversion und schmeiße hinter den beiden Frontsitzen alles raus... Leider hab ich Familie und Freunde, die auch noch mit wollen.
Da bleib ich doch lieber beim niedrigen Verbrauch meines Touareg.
Hybrid kann in hügeligen Regionen Sinn machen, Plug-In nie.
Nö. Die Batterien sind schlicht zu klein, treiben das Gewicht hoch und wie Auto Motor und Sport erst vor kurzem gezeigt hat, schaffte es selbst ein Taycan mit maximal 250kW Rekupperation auf einer Serpentinenstrecke bergab 3,7kW auf 20km zu rekupperieren...
Ein Fiat 500 hat parallal im Vergleich 1,9kW zurückbekommen.
Ein Hybrid wird da deutlich drunter liegen und muss halt noch die komplette Verbrenner Infrastruktur mitschleppen.. zusätzlich zur viel zu kleinen Batterie.
Jepp.. war spät.. Es ging mir drum, ob du bei diesen Fahrzeugen auch so kritisch bist.
Ich habe schon lange kein Auto mehr gefahren, dass wegen Untermotorisierung Verbrauchsprobleme hatte. Was aber leider sehr weit verbreitet ist: Zu kurze Getriebe bei kleineren Motoren. Selbst große Autos lassen sich, wenn sie halbwegs aerodynamisch geformt wurden und keine hochaufragenden Macho-Schrankwände sind, mit 20 kW auf Richtgeschwindigkeit halten. Aber wenn man die mit einem 100 kW Motor kauft, hat der im längsten Gang oft schon 3000 U/min und mehr, wo er >60 kW leisten könnte und kein Verbrenner ist sparsam, wenn er mit hoher Drehzahl und geringer Last arbeiten muss. Aber lange Gänge gibt es erst in Autos, die mit >>200 km/H Höchstgeschwindigkeit pralen wollen, sonst wird immer nur auf Zyklus d.h. bis 100 km/h optimiert.
Ich fahr auf der Autobahn bei 1200 - 1500 U/min um die 100 km/h und komme auf einen Verbrauch von knapp 7l auf dem Hinweg und 5,5l auf dem Rückweg (Hin stehe ich recht lange an einer Linksabbieger Ampel, die beim Rückweg halt nicht da ist).
Außerdem verwechselst du da was sehr enormes.
20kW beim Elektroauto sind nicht 20kW beim Verbrenner, wenn man die Motorleistung ansieht.
Beim Elektroauto hast du das Getriebe nur, weil der E- Motor zu schnell dreht. Das kommt mit exakt 1 Gang aus und hat nahezu keine Verluste. Das ist einfach mal hart verbunden. Keine Kupplung (weder nass, noch trocken, noch Konverter).
Einen 20 kW Verbrenner möchtest du bei den heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr fahren.
Mein alter Corsa A hatte 33kW in einem 1l Vergasermotor (allerdings war er da schon 15 Jahre alt.. da dürften nur noch so 25kW übrig gewesen sein). Dank knapp über 730kg Gewicht war das auch kaum ein Problem - nur schluckte der schon seine 7 bis 9l /100km, da er sich selbst bei 100 km/h irre abmühen musste, um die zu halten. Der war im 4. Gang (mehr hatte der nicht) bei 3500 - 4000 U/min unterwegs, um annähernd bei 100 bleiben zu können.
Außerdem war ich 19 und es ging drum, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Nicht unbedingt die sparsamste Art, ein Auto zu fahren.
(Auf spritmonitor sind sogar noch 5 dieser Corsa Modelle vertreten. Mit Verbräuchen zwischen 5,8l und 8,52l/100km - allerdings sind die sicher nicht in den Händen von 19 jährigen -> dann wären die nicht auf Spritmonitor^^)
Der neueste Corsa - Corsa F, kommt bei 55kW 1,2l Motor mit einem Leergewicht von immerhin 1055kg (70kg weniger, als Corsa E). Der kommt auf einen Nennverbrauch von 4,1l... was real eher im Bereich von 5-6l sein dürfte.
(laut Spritmonitor kommen sparsame Fahrer auf 4,4 - 4,8l/100km, während der Schnitt eher bei 5,73l/100km liegt)
Zum Vergleich: mein Touareg (BJ2019, 286PS, 2070kg Leergewicht) kommt bei sparsamer Fahrweise laut Spritmonitor auf 7,2 bis 7,5l/100km und einen Schnitt von 8,59l/100km. - Ein T 6.1 Multivan mit BJ ab 2019 wurde von einem Nutzer mit beachtlichen 5,03l/100km gefahren. Der Schnitt liegt aber eher bei 8,37l/100km. Im Stadtverkehr wären der Multivan und mein Touareg allerdings eher indiskutabel im Bereich über 10l/100km.
Und genau da kommt eben eher meine Zoe zum Einsatz, als der dicke.
Dabei nehm ich sofort eine realistische Alternative, bei der ich nicht mit Anhänger alle 50-100km an die Ladesäule muss und die über 2t ziehen darf.
Das gibt es aktuell halt leider nicht.