AW: [HowTo] DSL-Leitungstuning oder, wie hole ich einfach mehr heraus
Hallo,
das kommt mir alles sehr bekannt vor .... Ich hänge an einem Telekom 6000RAM Annex J Anschluß. Leitung soll 3,7km lang sein, Dämpfung unbekannt, werden so um die 38dB sein, die die Router anzeigen, einige 100m Freileitung.
Anfangs hatte ich auch die Fritzbox 7270v3 - viele CRC Fehler und in den Abendstunden nahm die Bandbreite um 1Mb ab mit noch mehr Fehlern und einigen Abbrüchen. Im Spektrum zeigten sich auch vermehrt die bekannten Lücken, die sich als Mittelwellensender entpuppten. Hier in der Nähe steht der Sender Langenberg, den ich eindeutig identifizieren konnte. Störungsmeldungen bei der Telekom brachten nichts - es wurde mal ein Aderntausch gemacht, der aber nichts an den Störungen änderte. Die Suche nach Störern im Haus wie Schaltnetzteile brachte auch nichts.
Erfolg brachte nur der Einsatz von 2 Doppeldrosseln von Epcos mit 560mH und der Wechsel zu einem Router neuerer Bauart. Ich kann da den Draytek 2710 (Danube-S) Fritzbox 7320 (Lantiq AR9) oder 3272 (Lantiq ARX388) empfehlen. Diese Router synchronisieren ein paar 100Kb niedriger, aber sind sehr stabil. Ungeeignet ist auch die Fritzbox 7390.
Die Bauanleitungen mit hochpermeablen Kernen habe ich auch probiert - leider ohne nennenswerten Erfolg. Durch die offene Bauweise holt man sich wohl nur noch weitere Störungen ins Modem. Das ist wohl mehr etwas für einen Laboraufbau mit entsprechenden Messgeräten. Die Epcos Drosseln in SMD Bauweise sind dagegen geschirmt und lassen sich fliegend ins Kabel einfügen, möglichst nah am Modem.
Die Fehlerrate bewegt sich nun bei ca. 20 CRC Fehlern pro Tag und Abbrüche gibts überhaupt nicht mehr. Die Lücken im Spektrum sind zwar nicht weg, aber deutlich dezimiert und in den Abendstunden geht die Bandbreite ca.200Kb zurück, die man aber nicht merkt.
Vielleicht hilft dieses Ergebnis jahrelanger Bastelei jemandem.
Viel Erfolg !
Rolf