AW: Disney Plus verhüllt nachträglich nackten Hintern im Nixenmärchen Splash
Eltern sind keine Freunde. Eltern sind Lehrer und Berater, Vertraute, aber keine intimen Freunde. Duzt Du Deine Lehrer? Das war zu meiner Zeit genauso tabu.
Offen gestanden tust du mir ernsthaft Leid, wenn du hier Eltern mit Lehrern gleichsetzt. Lehrer üben einen Beruf aus. Das ist ihr verdammter Job und dafür werden sie bezahlt. ^^ Natürlich müssen sie da eine professionelle Distanz bewahren und das "siezen" gehört nun mal dazu.
Eltern hingegen sind keine Freunde, richtig. Aber die primären Bezugspersonen für die Kinder und damit auch intime Vertraute. Eltern sind in der Regel die Personen, die ihren Kindern emotionale Nähe, Geborgenheit und einen sicheren Hafen bieten. Das ist eine völlig andere Ebene.
Und bevor jetzt irgendwas wie "Aber viele Eltern vernachlässigen ihre Kinder" kommt: Ja, das tun viele Eltern und das ist problematisch. Auch sind viele Eltern überfordert oder prügeln ihre Kinder. Pädagogen können hier helfend eingreifend und ebenfalls einen sicheren Hafen in der Einrichtung für die Kinder bieten, in der die Kinder sich vlt. auch lieber aufhalten als bei den Eltern. Hab ich auch schon erlebt. Aber das ändert nichts daran, dass Pädagogen nun mal das sind: Leute, die einen Beruf ausüben und stets Distanz bewahren. Sie haben nicht den gleichen Stellenwert für die Kinder, den Eltern haben. Eltern sind primäre Bezugspersonen. Pädagogen nicht.
Ich selbst arbeite in nem Hort und klar habe ich da Kiddies, die ich besonders gern habe und die mich besonders gern haben. Da gibt's auch mal ne Umarmung zum Gruß oder man redet auch mal über Geheimnisse oder eben auch mal über Jungs und Mädchen etc. etc. Dafür bin ich da. Natürlich bin ich eine Vertrauensperson. Aber trotzdem steckt dahinter keine Liebe meinerseits, sondern "nur" Wertschätzung und Sympathie. Kinder, die mich nicht mögen, gibt's auch. Aber das stört mich nicht. Man kann ja nicht jeden mögen. ^^
Aber genau das (von der Bezahlung abgesehen) ist der Unterschied zwischen einem Pädagogen und den Eltern. Oder wenn du es noch einfacher und plakativer haben willst, um den Unterschied zu verdeutlichen: Beim Vater stört es niemanden, wenn er n Bienenstachel aus der rechten Arschbacke seiner Tochter zieht. Bei nem männlichen Erzieher/Lehrer schon. Ich muss dir ja nun nicht mehr erklären, warum.
Freunde sind dann schon wieder n ganz anderes Thema. Aber auch die werden im Regelfall nicht den gleichen Stellenwert einnehmen, wie die Eltern. Eltern hat man (wenn sie nicht vorher den Geist aufgeben) bis zu deren Tod. Freunde können da schon mal ganz schnell aus dem Leben verschwinden und das passiert nicht selten. Freunde prägen einen genau so wie alles andere. Aber man liebt seine Freunde nicht, wie man Eltern oder vlt. auch einen Lebenspartner liebt. Auch das ist eine völlig andere Ebene.
Natürlich entfernt man sich mit zunehmendem Alter von seinen Eltern. Man wird vlt. auch mal distanzierter...aber nicht, weil man seine Eltern als den nervigen Mathelehrer aus der Schule sieht oder sie nicht liebt, sondern ganz einfach weil man selbstständiger sein will und seine eigenen Wege gehen will.
Und das ist ein Fakt, über den sich nicht diskutieren lässt. Wenn du das anders siehst, dann siehst du es falsch. Ganz einfach. Man ist kein Helikopterpapa/-Mama, nur weil man sich von seinen Kindern duzen lässt.

Man ist eher ein schlechtes Elternteil, wenn man seinen Kindern beibringt, die eigenen Eltern zu siezen. Weil hier ganz offensichtlich die emotionale Nähe fehlte, die Kinder eigentlich von ihren Eltern bekommen sollten. Und auch das kann Folgen haben, etwa emotionale Abstumpfung oder Mangel an Empathie.
Es ist eines der Undinge heutiger Helikoptereltern, sich sogar in den Freundeskreis der Kinder zu drängen und z.B. bei Parys mitzumachen. Und ja, unser Kindermädchen duzte ich natürlich.
Und Partys haben jetzt was mit den Anreden "siezen" und "duzen" zu tun?
Zehnjährige machen das, leider ...
Pornhub & Co.: Medienaufseher fordern Sperre für Kinder - teltarif.de News
"... 30 Prozent der Acht- bis 13-Jährigen haben sich pornografische Filme im Internet bereits angesehen. ..."
Sexualitaet: Schon Kinder werden durch harte Pornografie gepraegt - WELT
Du unterschätzt das Problem vermutlich
Ich hab nie gesagt, dass 10jährige das nicht machen. Sondern, dass es Ausnahmen sind.

Ich habe mit dieser Altersgruppe zu tun. Ich weiß, wovon ich rede. ^^ Unterschätzen tu ich da gar nichts.
Ich hab mir auch schon mit 12 Jahren pornografischen Inhalt angesehen. Aber die meisten Kinder können sich mit der Zeit davon distanzieren und erkennen recht schnell, noch vor der ersten "praktischen Erfahrung", dass Pornografie mit Liebe und realer Sexualität nichts zu tun hat. Manche sind da deutlich offener, andere nicht. Das liegt im individuellen Wesen des jeweiligen Kindes. Geprägt werden heißt ja nicht, dass sie das eine mit dem anderen gleichsetzen oder verwechseln. Wenn das doch der Fall ist, dann liegt das Problem sehr viel tiefer und nicht ausschließlich bei Pornografie.