@Griechenlandhilfen: Immer, wenn ein Politiker sagt, dass etwas "alternativlos" oder einfach "notwendig" ist, dass ganze dann auch noch möglichst schnell durchgezogen werden soll, werde ich hellhörig. Da liegt der Verdacht nahe, dass wieder irgendeine fiese Schweinerei am Laufen ist, die sich bei genauerer Betrachtung als Schnellschuss und wirkungslos entpuppt und insgesammt wieder mal ein paar Milliarden Euro in privaten Taschen versenkt werden. In der Regel ist das dann auch so. Kommt bloß meistens erst viel später raus. Wenn alles schon gelaufen ist.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bei der ganzen Kriesenbewältigung von allen Beteiligten deftig über den Tisch gezogen wurden!
@Gefangenenkosten: Klar kostet es Geld, wenn man den Gefangenen ein gutes Angebot bieten will. Das macht ja auch Sinn, wenn man eine möglichst hohe Chance auf Resozialisierung haben möchte. Und vielleicht stimmen die Zahlen ja auch! Ich hab da nicht den Einblick.
Trotzdem denke ich (erwarte ich), dass die Zahlen "geschönt" sind. Politiker rechnen etwas klein, wenn sie Geld für etwas brauchen, dass sie durchsetzen wollen und sie rechnen die Zahlen hoch, wenn sie gegen etwas sind. Das war schon immer so. Und trotz Betreuungsangebot, Verwaltung, Instandhaltung der Knäste etc. kommt mir die Summe doch recht hoch vor.
Andersrum: Vielleicht sollte man lieber noch mehr investieren, damit am Ende nicht bloß jemand raus kommt, der Lebensunfähig ist und wieder Rückfällig wird. Dann wäre es auf Dauer evtl. sogar günstiger mehr für die Betreuung auszugeben, als jemanden zwei, drei oder fünfmal weg zu sperren

Wer weiß, was die Ex-Knackies nicht alles noch leisten könnten, wenn sie erstmal raus sind und ordentlich vorbereitet wurden? Denn schließlich haben unsere Justizvollzugsanstalten ja angeblich nicht das Ziel, die Täter zu bestrafen sondern zu resozialisieren
@Abschiebung: Richtig, es ist nicht schön zu sehen, wenn eine Familie mit kleinen Kindern nach über 10 Jahren ohne Vorwarnung nachts von der Polizei aus ihrer Wohnung geholt und in ein Land abgeschoben werden, in dem sie dann opdachlos im Wald leben müssen (genau so im Nachbarort passiert). Damit kann sich kein Politiker schmücken.
Ganz anders aber, wenn er den Stammtischen mal wieder demonstrieren kann, wie sehr er doch für Recht und Ordnung sorgen kann. Da kommen die kriminellen Ausländer, die ja die Bösen sind, gerade recht! Dass der deutsche Steuerzahler dafür aufkommt, dass sie hier im Knast sitzen, weil sie hier Straftaten begangen haben, die hier verboten sind, kann ja nicht sein! Die müssen wieder in ihre "Heimat" zurück! Denn das spart Geld! Und weg ist das Pack damit auch gleich noch! Damit kann ein rechts angehauchter, nationalistisch denkender Politiker durchaus versuchen, sein Klientel zu beeindrucken und ein paar Stimmen zu fangen.
Politiker befürworten nur zu gern das multikulturelle Leben in Deutschland! Damit zeigen sie sich ja auch schön weltoffen und tollerant! Wirklich was dafür machen, die Leute unterstützen etc. tun sie aber nicht. Das kostet ja wieder das gute Geld der deutschen Steuerzahlers! Die wollen nur die bestens ausgebildeten, anpassungswilligen Arbeiter. Am besten schon perfekt deutsch sprechend und äußerst fleißig ^^