Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?

Was ein bodenloser Schwachsinn!

Die SPD hat im Koalitionsvertrag , die atomare Teilhabe zugesichert, wenn das den sicherheitspolitischen Geisterfahrern und Vollpfosten Mützenich, Esken und Borjans nicht passt, sollen sie die Koalition verlassen, dann können wir Neuwahlen abhalten und die Leute können darüber entscheiden, was sie davon halten und wie die SPD allgemein die Bundeswehr parteipolitisch instrumentalisiert, ich freue mich jetzt schon.
Ich verstehe sowieso nicht, warum diese "neue" linke Truppe der Bevölkerung nicht reinen Wein einschenkt und das Ziel, die Wiedervereinigung mit der Partei der Linken, öffentlich bekannt gibt, dann wissen wenigstens alle woran sie sind!

Im Koalitionsvertrag steht auch was von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit. Und iirc eine PKW-Maut. Von daher: Das Ding ist das Papier nicht wert, auf das es gedruckt wurde - und das liegt ausnahmesweise nicht an der Papiermenge. Was dagegen nicht drinsteht: Die Form der nuklearen Teilhabe. Und sich von Trumpistan dazu erpressen zu lassen, US-Rüstungskonzerne zu bezahlen, ist definitiv nichts, was man kommentarlos hinnehmen sollte.
 
Was soll denn bezahlt werden, was hier in Deutschland nicht eigenhändig verschlampt wurde?

Es geht darum einen "Stop Gap"/Zwischenlösung als Ersatz für den Tornado zu finden, weil die Mühlen fast 40 Jahre auf den Buckel haben und der Ersatz aus Europa nicht vor 2035-2040 zur Verfügung steht.
Gott sei Dank hat man sich nicht dazu entschlossen die F-35 (m.A. nach der größte Flop aller Zeiten) einzukaufen, sondern will die F-18 Super Hornet als ausgereiften Jagdbomber kaufen, ganz einfach weil der Tornado zu alt ist um noch zu fliegen und sonst nichts anderes auf dem Markt ist. Hier geht es nicht nur, um die atomare Teilhabe, die ohne Jagdbomber nicht möglich ist, sondern Deutschland hätte dann ab 2024 gar keine Jagdbomber Geschwader mehr und würde dadurch auch sämtliche anderen Fähigkeiten in diesem Bereich verlieren, da hängt noch einiges mehr drann!

Äh - nein. Guck dir an, wie viele Tornados wir noch haben und wie viele F-18 gekauft werden sollen. Und wie viele Eurofighter. Der politischen Diskussion zu Folge sollen letztere die Jagdbomberfunktion der Tornados übernehmen. Die F-18 sind nur für ECM, Aufklärung und nukleare Teilhabe zuständig (wobei die für letzteren Zweck natürlich auch konventionelle Waffen einsetzen werden, aber dafür braucht man keinen extra Typ einzuführen). Für ECM und Aufklärung gäbe es aber auch noch andere Alternativen und eigentlich sogar für den Einsatz von Nuklearwaffen, wenn man das dann unbedingt braucht. Z.B. die Rafale kann all das, ist in ihrer Ausrichtung sogar näher am Tornado dran, hat eine direkte Nachfolgelinie im Eurofigther-Nachfolger und noch ein paar Synergieeffekte aus anderen europäischen Luftfahrtprojekten nebst natürlich der guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu Frankreich. Was ihr fehlt und was auch allen Eurofightern-Modifikationen fehlt:
Eine Zertifizierung für die amerikanische B-61.

Das ist der einzige Selling-Point der F-18E - sie ist schon für US-Nuklearwaffen freigegeben. Eurofighter, Rafale, Gripen oder etwaige weitere nicht-US-Alternativen wären für die nukleare Teilhabe an den bislang in Deutschland gelagerten Waffen darauf angewiesen, dass Trumpistan kurzfristig europäische Konkurrenz prüft und freigibt, damit Great-again-Rüstungskonzerne einen lukrativen Auftrag verlieren. Auch wenn ich sehr für sorgfältigste Prüfungen im Bereich Nukleartechnik bin: Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass das nicht passieren wird und keiner dieser Gründe ist technischer Natur.

Diese Chaos Truppe von der SPD (Mützenich, Esken, Bojarns) wollen das Auslaufen der Tornado Geschwader einfach politisch benutzen, um die atomare Teilhabe abzuschaffen, dabei interessiert es sie einen Scheißdreck welche anderen wichtigen militärischen Fähigkeiten Deutschland dadurch noch verliert, inklusive 10 Jahre Ausbildungsverlust auf einem Waffensystem.

Also wenn du schon auf jemandem besimmtes mit dem Finger zeigen willst, dann bitte auf die Partei, die die letzten 15 Jahre keine Nachfolgerentwicklung angestoßen hat: Die Union. 2005 war eine Ablöse der Nuklear-Tornados noch nicht auf der Agenda, damals waren noch nicht einmal alle Phantom-Nachfolger bestellt. (Und sie wurden von der Union dann auch nicht mehr bestellt.)

(Das heißt nicht, dass die SPD sicherlich lieber die nukleare Teilhabe ganz auflösen als z.B. auf französische Technik umstellen wollte. Da gibt es schließlich viele gute Gründe für, die aber in den Militärtechnik-Thread gehören.)

Das ist nichts anderes als völlig bescheuerte sicherheitspolitische Geisterfahrerei, denn das es keinen Tornado Ersatz aus Europa gibt, liegt nicht an den USA, sondern an den deutschen und auch teilweise europäischen Politikern! Der Rest in Europa, die auch Tornados im Einsatz hatten, kaufen die teuere F35

Auch Italien ersetzt seine Tornados primär durch Eurofighter, nicht durch Lightnings. Zieht man die F-35B als Harrier-Nachfolger ab, die rund die Hälfte der ursprünglichen Bestellung ausmachten, steht es 121 Eurofighter zu 45 F-35. England hat sich ebenfalls wegen der Harrier-Ablöse auf die F-35 festgelegt, auch wenn sie es wenigstens konsequent durchziehen und auch alle anderen Anwendungsbereiche damit abdecken wollen. (Also genau das, was AKK mit ihrer Mischbeschaffung nicht macht.)

Und nein der Euriofighter kann den Tornado nicht ohne massive Modifikationen und Entwicklung ersetzen und das dauert halt, weil man es schlicht und einfach vor 10-15 Jahren verpennt hat oder nicht sehen wollte!

Da würde mich mal interessieren, warum eine Ausstattung des Eurofighter mit ECM und Aufklärungspods deiner Meinung nach 15 Jahre dauern würde. Beides ging beim Tornado soweit ich weiß in deutlich kürzerer Zeit und da wurde die Technik komplett neu entwickelt. Ganz abgesehen davon, dass wir für diese beiden Einsatzwecke sogar noch für 10 Jahre Tornados bereithalten könnten.
(Wir sehen uns im Militärtechnikthread?)
 
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Man muss die SPD einfach loben, dass nun mehr linkes Personal in hohe Posten gebracht wird und es ist gut eine Frau als Wehrbeauftragte zu bekommen, die der Bundeswehr distanziert gegenüber steht. Sie wird pazifistische Überlegung sicher über die Wünsche des militärisch-industriellen Komplex stellen.
 
Man muss die SPD einfach loben, dass nun mehr linkes Personal in hohe Posten gebracht wird und es ist gut eine Frau als Wehrbeauftragte zu bekommen, die der Bundeswehr distanziert gegenüber steht. Sie wird pazifistische Überlegung sicher über die Wünsche des militärisch-industriellen Komplex stellen.

Ja, ist halt so ein "Dr. Sommer-Team-Posten",
quasi ein Kummerkasten für die Bundeswehr. :D

So nach dem Motto:
"Für die ganz große Karriere hat es nicht gereicht,
wir parken die Frau erstmal,
vlt. gibt es später noch eine sinnvolle Verwendung." :D
 
Ich denke die meisten Soldaten werden das anders sehen. Gerade weil der derzeitige Wehrbeauftragte auch eigentlich sehr geschätzt wird und den Job sogar weiter machen wollte. Nur wollte das die SPD im Rahmen einer strikten Linksausrichtung nicht. Es wäre völlig falsch, wenn Soldaten dass so verstehen würden, dass innerparteiliche Interessen für die SPD schwerer wiegen als die Interessen der Soldaten. Niemals könnte dass den Eindruck verfestigen dass bestimmte Parteien kein Interesse an der Bundeswehr haben und sie ablehnen und es wäre wirklich verwerflich und eine massive Schuld der militärischen Führung wenn das mehr Zustimmung zu rechten Parteien in der Truppe auslösen würde.
 
Frau Hoegel wird eine exzellenten Job machen. Sie hat bereits oft bewiesen sich in neue Themen einzuarbeiten und ein klar linke und pazifistische Wehrbeauftragte ist ein notwendiges Gegengewicht zu militärisch-industriellen Komplex und rechter Tendenzen in der Bundeswehr. Sie kann aktiv die Entmilitarisierung der Bundeswehr begleiten.
 
Besser kann man es nicht aufschreiben und genau das wid 2021 eintreten, trotz aller idealistischen Luftschlösser, in denen Linke anscheinend leben!
Wehrbeauftragte Hoegl: SPD tanzt nach der linken Pfeife

Damit bewegt sich die SPD auf 10-15%.

Auch wenn ich zustimme, dass die derzeitige Selbstmontage an Peinlichkeit höchstens noch von einigen AFD-Manövern überboten wird: Glaub wirklich irgendwer, dass die SPD mit einem wirtschaftskonservativen Profil bessere Wahlchancen hätte?
Oder äußert da nur jemand den Wunschtraum, dass doch gar keine Partei ihm unliebsame Positionen vertreten darf, auch nicht solche Parteien, die er sowieso nie wählen würde?

In derzeit von der Union besetzten Themen hat die SPD keine realen Chancen, etwas zu gewinnen und trotz aller Rechtstümmelei der Hinterbänkler wird die Union bis zur nächsten Wahl keinen Teil der Mitte von sich aus abgeben. Linke und Grüne dagegen malträtieren Wähler weiterhin mit genug fragwürdigen Nischenaussagen, sodass eigentlich jeder einen Grund finden kann, sie nicht zu wählen - wenn ihm die SPD bei den wichtigen Themen ein gleichwertiges Angebot ohne Schrott dazwischen präsentiert. Am ihrem linken Rand könnte die SPD also, wenn sie es kompetent anstellen würde, deutlich mehr Wähler hinzugewinnen als an ihrem rechten Rand. (Natürlich ist sie nicht kompetent, weswegen das ganze trotzdem nicht aufgeht. Aber nur weil der Ausführende für alles zu unfähig ist, ist die Grundidee ja nicht gleich verkehrt. Versuche, sich ein konservativeres Profil zu geben, würde die SPD auch bis auf einen Bruchteil vermasseln und der Bruchteil wäre dann auch noch schädlich fürs Gesamtergebnis.)

Gleichzeitig steigert die SPD durch Fischen am linken Rand ihre Chance auf eine Regierungsbeteiligung zusätzlich, in dem sie Koalitionskandidaten das Wasser abdreht. L/G/S/U 5/10/15/40%, also "SPD klaut den Grünen die Stimmen", ergibt (wenn die FDP nicht 10+ schafft. :lol:) eine Neuauflage der großen Koalition. Semi-Win für SPD. 10/15/20/30% wären natürlich, also "SPD klaut der Union so viele Stimmen, dass sie sich Verluste an Linke und Grüne leisten kann und dann als großer Partner in RRG auftritt" wäre natürlich besser, ist aber vollkommen utopisch. Die größte Gefahr für die SPD ist derzeit sowas wie 5/15/15/35%, also "SPD klaut der Union ein paar Stimmen, verliert aber auch an die Grünen", denn das ergibt Schwarz-Grün.
=> Die SPD kämpft nicht mit der Union um die Führung in einer Koalition, sondern mit den Grünen darum, wer der Juniorpartner wird. Um dieses Duell zu gewinnen sind Angriffe auf die Grünen der richtige Weg.

Und es ist garantiert kein Zufall, dass die SPD die bei eh-egal-Themen wie Rüstung fährt (bei denen aufgrund der langen Entscheidungszeiträume sowieso fast immer später nachgebessert wird) und nicht beispielsweise bei Klimaschutz, Verkehr oder gar sozialer Gerechtigkeit. Um da gegen Grün und Linke zu punkten müsste sie nämlich knallhart sozialdemokratische Punkte verteidigen und damit würde sie künftige Einigungen mit der Union deutlich erschweren.
 
Wobei das auch schlimm ist, dass hier Parteipolitik über allem steht. Man echauffiert sich zu recht über rechte Tendenzen in der Bundeswehr und bringt dann so eine Nummer, bei der ein geschätzter Wehrbeauftragter, der gerne weiter im Amt bleiben möchte, abgelöst wird um Parteipolitik zu machen und die Ablösung hat von dem Themenfeld null Ahnung und auch null Beziehung zum Thema. So bestätigt man auch die AfD Behauptung, dass sich die GroKo null für das Wohl der Soldaten interessiert.
 
Ich war in meinen jungen Jahren lange Zeit überzeugter SPD- Wähler. Bis Gerhard Schröder kam. Und mit ihm die Agenda 2010, der Rentenbetrug und der restliche Ausverkauf unsres Gesundheitssytems. Für alle, die mit dem Thema Gesundheitssytem nicht ganz so vertraut sind hier ein Guckst Du. Da wird der böse Mist recht gut beschrieben.
Die SPD bekommt in den letzten Jahren den wohlverdienten "Lohn" für ihre Politik der letzten 20 Jahre präsentiert. Und da war war nicht viel positives fürs Volk dabei.
Eine sog. "Arbeiter- Partei", die seit Jahrzehnten immer nur nen Bückling vor den Mächtigen der Wirtschaft macht ist aufgrund von Profillosigkeit einfach unwählbar UND überflüssig geworden. Die SPD ist keine Partei der Arbeitnehmer mehr. Und eine Partei, die die Interessen der Arbeitgeber vertritt haben wir bereits mit CDU/CSU und FDP. Da braucht es keine SPD. Und somit möge sie den Weg, den sie eingeschlagen hat weitergehen und dann endlich in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Denn genau da gehört sie hin. Da wähle ich doch lieber die FDP, die sich zumindest noch gegen Dinge, wie eine VDS und ähnliches wehrt. Oder ich wähle lieber eine CDU/ CSU. Da weiss ich woran ich bin. Nähmlich das die ersteinmal die Interessen der Wirtschaft vertreten und wenn dann noch was überbleibt, ist das dann für's Volk. Ist ja zumindest mal ne ehrliche Ansage.
Aber vielleicht kann sich der eine oder andere Wähler ja auch noch, so wie ich für die Linke begeistern. Die plärren zwar sehr laut nach einer Form von "Sozialismus", der so nicht unbedingt machbar ist. Aber dort, wo sie in Entscheidungsverantwortung sind, machen sie gar keinen soo schlechten Job. Und es wäre mal wieder ein "brauchbarer" und klarer Gegenpol zur Union.

Und so bliebe nur zu sagen: "Who the f...k is SPD?"
 
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Die SPD war nie eine unternehmerfeindliche Partei auch nicht vor Schröder. Die SPD war mal die Partei des kleinen Mannes, die sich dafür einsetzte, dass der fair bezahlt wurde und dass seine Kinder eine reale Chance haben mal kein kleiner Mann mehr zu sein, sondern den sozialen Aufstieg zu schaffen. Gerechtigkeit bezog sich damals noch auf eine Chancengleichhheit und nicht nur auf Verteilungsgerechtigkeit. Sie stand aber auch für Sicherheit, Stabilität und Ordnung sowie echte Gleichbehandlung. Ich denke viele der heutigen 30-50 jährigen verdanken ihre Karriere und ihren relativen Wohlstand der SPD, die dafür gesorgt hatte dass auch Kinder von Arbeitern und Angestellten kostenfrei auf die Uni gehen konnten, wenn sie das Talent und die Befähigung hatten. Ihre Politiker kamen zu großen Teilen aus dem aktiven Arbeitsleben, heute kommen sie meist aus einem abgebrochenen Studium und den Jusos und haben früh eine Parteikarriere begonnen.

Vor allem aber ist die Partei eine Partei der Ideologie aus dem Elfenbeinturm geworden, die einfach mit der Realität nicht mehr im Einklang steht. Das sieht man von der Lokal- bis zur Bundespolitik. Da demonstriert man vor einem neuen Amazonverteilzentrum gegen die nicht tarifliche Bezahlung der 300 neuen Arbeitsplätze, verhindert im Stadtrat dann aber die Veröffentlichung eines Berichts zum Thema "Schwarzarbeit und Mindestlohnverletzungen in Barbershops, Shishabars und Friseurhandwerk" weil das einen rassistischen Eindruck machen würde. Eine Debatte über zunehmende rassistisch und religiös motivierte Angriffe auf Deutsche Kinder und jugendliche in Stadtteilen mit hohen Migrationshintergrund wählt man von der Tagesordnung, fordert aber einen Bericht der Verwaltung zur Entscheidung ob nun ein Gender / oder Gender * in den Verwaltungsschreiben eingeführt wird. Chancengleichheit bedeutet bei der SPD heute nicht mehr, dass der Kandidat mit der besten Leistung und Qualifikation genommen wird, sondern der Kandidat mit der richtigen Herkunft, dem richtigen Geschlecht und der richtigen sexuellen Orientierung. Eine übergewichtige, lesbische Frau aus Ostdeutschland mit Migrationshintergrund ist bei der SPD heute für alles qualifiziert.
 
Vor allem aber ist die Partei eine Partei der Ideologie aus dem Elfenbeinturm geworden, die einfach mit der Realität nicht mehr im Einklang steht. Das sieht man von der Lokal- bis zur Bundespolitik. Da demonstriert man vor einem neuen Amazonverteilzentrum gegen die nicht tarifliche Bezahlung der 300 neuen Arbeitsplätze, verhindert im Stadtrat dann aber die Veröffentlichung eines Berichts zum Thema "Schwarzarbeit und Mindestlohnverletzungen in Barbershops, Shishabars und Friseurhandwerk" weil das einen rassistischen Eindruck machen würde. Eine Debatte über zunehmende rassistisch und religiös motivierte Angriffe auf Deutsche Kinder und jugendliche in Stadtteilen mit hohen Migrationshintergrund wählt man von der Tagesordnung, fordert aber einen Bericht der Verwaltung zur Entscheidung ob nun ein Gender / oder Gender * in den Verwaltungsschreiben eingeführt wird. Chancengleichheit bedeutet bei der SPD heute nicht mehr, dass der Kandidat mit der besten Leistung und Qualifikation genommen wird, sondern der Kandidat mit der richtigen Herkunft, dem richtigen Geschlecht und der richtigen sexuellen Orientierung. Eine übergewichtige, lesbische Frau aus Ostdeutschland mit Migrationshintergrund ist bei der SPD heute für alles qualifiziert.
Der Genderwahn wurde von der SPD immer unterstützt, jetzt soll sie die Suppe auch auslöffeln.
 
Ich war in meinen jungen Jahren lange Zeit überzeugter SPD- Wähler. Bis Gerhard Schröder kam. Und mit ihm die Agenda 2010, der Rentenbetrug und der restliche Ausverkauf unsres Gesundheitssytems. Für alle, die mit dem Thema Gesundheitssytem nicht ganz so vertraut sind hier ein Guckst Du. Da wird der böse Mist recht gut beschrieben.
Die SPD bekommt in den letzten Jahren den wohlverdienten "Lohn" für ihre Politik der letzten 20 Jahre präsentiert. Und da war war nicht viel positives fürs Volk dabei.
Eine sog. "Arbeiter- Partei", die seit Jahrzehnten immer nur nen Bückling vor den Mächtigen der Wirtschaft macht ist aufgrund von Profillosigkeit einfach unwählbar UND überflüssig geworden. Die SPD ist keine Partei der Arbeitnehmer mehr. Und eine Partei, die die Interessen der Arbeitgeber vertritt haben wir bereits mit CDU/CSU und FDP. Da braucht es keine SPD. Und somit möge sie den Weg, den sie eingeschlagen hat weitergehen und dann endlich in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Denn genau da gehört sie hin. Da wähle ich doch lieber die FDP, die sich zumindest noch gegen Dinge, wie eine VDS und ähnliches wehrt. Oder ich wähle lieber eine CDU/ CSU. Da weiss ich woran ich bin. Nähmlich das die ersteinmal die Interessen der Wirtschaft vertreten und wenn dann noch was überbleibt, ist das dann für's Volk. Ist ja zumindest mal ne ehrliche Ansage.
Aber vielleicht kann sich der eine oder andere Wähler ja auch noch, so wie ich für die Linke begeistern. Die plärren zwar sehr laut nach einer Form von "Sozialismus", der so nicht unbedingt machbar ist. Aber dort, wo sie in Entscheidungsverantwortung sind, machen sie gar keinen soo schlechten Job. Und es wäre mal wieder ein "brauchbarer" und klarer Gegenpol zur Union.

Und so bleibe nur zu sagen: "Whe the f...k is SPD?"

Bertelsmann Stiftung hat immer seine Finger im Spiel.


Die Anstalt Folge habe ich noch nicht gesehen, Ende wäre mal Traum. :D gab auch eine Folge über Altenpflege.
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Komplette Folge
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Also die Leute in meinem Umfeld (Gesundheit Branche) kranken/altenpfleger etc. waren fast alle SPD Wähler, die meisten wählen nun die linke. Sind auch oft die einzigen die einem bei Demos unterstützen, wenn es um Thema Pflege geht, und über den Thema aufmurkt.

Denke nicht das unter CDU Führung eine 180 Grad Wendung in Gesundheitsystem gibt, und von der FDP und SPD erwarte ich auch nichts.

Aber mal gucken Vlt ändert sich ja was wegen Corona , naja bin eher pessimistisch ^^

Die Leute verdrängeln wieder alles schnell und vergessen.
 
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Wobei das auch schlimm ist, dass hier Parteipolitik über allem steht. Man echauffiert sich zu recht über rechte Tendenzen in der Bundeswehr und bringt dann so eine Nummer, bei der ein geschätzter Wehrbeauftragter, der gerne weiter im Amt bleiben möchte, abgelöst wird um Parteipolitik zu machen und die Ablösung hat von dem Themenfeld null Ahnung und auch null Beziehung zum Thema. So bestätigt man auch die AfD Behauptung, dass sich die GroKo null für das Wohl der Soldaten interessiert.

Wir haben leider bei den beiden (naja: mittlerweile anderthalb) großen Parteien, zunehmend aber auch bei den Grünen, der FDP und der Linken, spätestens seit der Jahrtausendwende eine massive Verschiebung von der sach- zur personenzentrierten Politik. In den 90ern waren die Aufregen "5 DM pro Liter", "die Rente ist sicher", "Krieg in Jugoslawien", "Asylantenmassen", "Atomausstieg", etc. (Auflistung mit subjektiven Schwerpunkten). Personalien wurden nur beim Kanzlerkandidaten breitgetreten, aber das waren dann halt auch Charactere wie Kohl, Schröder oder Stoiber, die es nicht vertragen haben, wenn man sie übersieht. Aber heute? Geht es fast nur noch darum, wer einen Job macht, nicht wie er ihn macht.

In der aktuellen Berichterstattung wird sich intensiv damit auseinandergesetzt, dass die SPD wegen Wählerrückgang künftig weniger gute Posten zu vergeben hat und Högl halt schon längst eine Aufwertung verdient hatte. Scheißegal, ob das tatsächlich die dahinterliegende Strategie war oder einfach nur Klüngelei oder sonstwas - wäre es für den Wähler nicht interessanter zu erfahren, was für möglicherweise anwendbare Vorqualifikationen sie hatte? Oder was ihr Vorgänger hätte besser machen können? Nö, dafür scheint sich niemand zu interessieren oder zumindest berichtet niemand darüber und die Berichte werden trotzdem bereitwillig konsumiert und zitiert. (Q.E.D.: oben)

Und so läuft das seit über 10 Jahren in der gesamten deutschen Politik. Als Ergebnis spielt es überhaupt keien Rolle mehr, wie jemand arbeitet, sondern nur wie er (oder seine Parteigenossen) seine Person präsentieren. Und da die Wähler diese Taktik honorieren (Union, emporschießen der Grünen, sämtliche Wahlergebnisse der FDP) ist haben politische Spitzenpositionen heute eben die gleichen Anforderungen wie alle anderen Positionen im Showbiz: Selbstdarstellung muss man können, alles andere ist Nebensache.


Die SPD war nie eine unternehmerfeindliche Partei auch nicht vor Schröder. Die SPD war mal die Partei des kleinen Mannes, die sich dafür einsetzte, dass der fair bezahlt wurde und dass seine Kinder eine reale Chance haben mal kein kleiner Mann mehr zu sein, sondern den sozialen Aufstieg zu schaffen.

Jein. Die SPD war Partei der Arbeiter und das ist wörtlich zu nehmen. Deswegen steht ihre Tür auch immer für die Industrielobbys offen. Aber die SPD hatte, soweit ich mich erinnern kann, nie ein Ohr fürs Präkariat. Um die ganzen niederen Dienstleistungsjobs hat sich wenig gekümmert, nur um den ohnehin schon überdurchschnittlich verdiendene VW-Mitarbeiter. Der wurde dann zwar als "kleiner Mann" bezeichnet, aber seitdem auch Frauen zum Haushaltseinkommen beitragen, ist man da eigentlich schon im Mittelstand (also dem echten Mittelstand, nicht dem mit der Yacht). Und der wählt zu einen zunehmend CDU, weil er eben längst Häuslebauer ist, und zum anderen wird dieser Arbeiter insgesamt immer seltener und die bislang und weiterhin von der SPD vernachlässigten Berufsgruppen eine Etage tiefer, die werden immer mehr. Und die haben gar keinen Grund, die SPD irgendwie attraktiv zu finden. Die haben die schon in den 90ern nur gewählt, weil Schröder immer noch das kleinere Übel gegenüber Stoiber war. Aber seitdem man mit einer Stimme für die SPD trotzdem einen CDU-Kanzler/in bekommt, ist auch dieser Bonus weg. Ich vergebe meine Erststimme, die in den 90ern noch aus genau obiger Überlegung heraus an die SPD ging, schon seit langem nur noch symbolisch an Kandidaten, die mehr Beachtung verdient hätten, aber nicht meine dringendste Wahl sind.
 
Die SPD hängt halt noch in der BRD der frühen 80er, als die Zielgruppe aus Arbeitern und Angestellten von großen Konzernen und dem öffentlichen Dienst noch größer war und sich selbst noch nicht zum eher CDU-wählenden Mittelstand zählte. Dazu hat man sich bei Thema politische Korrektheit an die Grünen angepasst. Ein Partei, die von der Zeit überholt wurde und sich auch gar nicht ändern möchte. Und so verliert man weiter die nach sozialer Gerechtigkeit strebenden Wähler an die Linken, die nach Sicherheit und Ordnung strebenden an die CDU und in den Kerngebieten verliert man die Kernwähler sogar an die AfD weil, die von den multikulturellen Fantasien der SPD auch genug haben und deren Sorge beim Thema jugendliche Migranten nicht das Wohl der Kinder in Griechenland abdeckt, sondern eher das zerkratzte eigene Auto und die beschmierte Hauswand.
 
Aber die SPD hatte, soweit ich mich erinnern kann, nie ein Ohr fürs Präkariat.
Doch, hat sie. Aber das war zu Zeiten, als Willy Brandt Kanzler war und noch kurz danach. In der Zeit sind auch eine ganze Reihe von Gesetzen beschloßen worden, welche u.a. eine weitere Demokratisierung der Gesellschaft über die Politik hinaus brachten, z.B. das 76er Mitbestimmungsgesetz, oder den Zugang der unteren Bevölkerungsschichten zu höherer Bildung verbesserten.
Lehren aus dem Wahlkampf 1972: Eine bessere Welt ist immer noch moeglich - Debatten - FAZ
Wahlenthaltung als Klassenwahlverhalten: Neuere Befunde aus der Wahlforschung zum Zusammenhang von Prekarisierung, sozialer Fragmentierung, sozialräumlicher Klassenbildung und Wahlbeteiligung (PDF)

Die haben die schon in den 90ern nur gewählt, weil Schröder immer noch das kleinere Übel gegenüber Stoiber war.
In den 90er Jahren gab es auch noch einen recht starken linken Parteiflügel um Lafontaine.


aus Ostdeutschland
Das halte ich für ein Gerücht.


Edit: Aber da die Grünen erwähnt wurden: Das größte Kuriosum ist auch weiterhin: Die Grünen haben die Agenda 2010, Steuersenkungsorgien für Reiche und Unternehmen, "Liberalisierung" der Finanzmärkte, etc. damals fleißig mitgetragen. Das ganze sogar mit noch größerer Mehrheit als die SPD, wenn man sich die Abstimmungsprotokolle von damals anschaut. Denen hängt man das heute leider nicht an...
 
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Die Grünen werfen sich das ja auch nicht immer wieder selber vor.
Oder man zählt zu den Profiteuren:
Infolge des Generationeneffekts hat sich die Grünen-Wählerschaft in der sozialen Zusammensetzung stark verändert. Die Jungwähler aus den 1980er-Jahren sind heute beruflich, familiär und gesellschaftlich arriviert. Die "Verbürgerlichung" der Grünen ist daran ablesbar, dass ihre Wähler nicht nur über die höchsten Bildungsabschlüsse verfügen, sondern auch überdurchschnittlich verdienen. Vornehmlich im Dienstleistungs- und Bildungsbereich beschäftigt, lassen sie sich sozialstrukturell den neuen Mittelschichten zuordnen. Unter Arbeitern, Arbeitslosen und gering Qualifizierten konnte die Partei dagegen bisher nur wenig Unterstützung verbuchen. Am schwächsten bleibt ihr Zuspruch bei den Über-60-Jährigen (Probst 2013: 530 f.).
[...]
Fragt man nach Einstellungen und politischen Positionen, so haben sich die Grünen von der Homogenität der einstigen Milieupartei weit entfernt. Ihre Wähler stehen heute nur noch in gesellschaftspolitischen Fragen klar links, nicht mehr dagegen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Die im Wahlprogramm 2013 geforderten Steuererhöhungen lehnten sie z.B. mehrheitlich ab. [...]
Wahlergebnisse und Waehlerschaft der GRUENEN | Parteien in Deutschland | bpb

Man möchte fast von grün gestrichenen Lindner sprechen. :ugly:
 
Doch, hat sie. Aber das war zu Zeiten, als Willy Brandt Kanzler war und noch kurz danach.

Okay, bis in die frühen 70er reicht meine Perspektive dann doch nicht zurück. Wobei ein leichter Zugang zu Hochschulbildung praktisch auch heute erst ab den von mir oben genannten Schichten gewährleistet ist, darunter wäre noch viel zu tun.

Edit: Aber da die Grünen erwähnt wurden: Das größte Kuriosum ist auch weiterhin: Die Grünen haben die Agenda 2010, Steuersenkungsorgien für Reiche und Unternehmen, "Liberalisierung" der Finanzmärkte, etc. damals fleißig mitgetragen. Das ganze sogar mit noch größerer Mehrheit als die SPD, wenn man sich die Abstimmungsprotokolle von damals anschaut. Denen hängt man das heute leider nicht an...

Abstimmungsergebnisse werden nur selten beachtet; sind in Anbetracht von Fraktionszwängen meist auch uninteressant. Wichtiger ist, wer Gesetze ausgearbeitet hat und wie sie zu den eigenen Standpunkten passten. Die Grünen sind damals nicht mit Sozialthemen angetreten und haben weder die Agenda noch Steuer- und Finanzpolitik ausgearbeitet. Also bloße im-Rahmen-des-Koalitionsvertrages-dafür-stimmer werden sie nicht als aktive Akteure wahrgenommen. Genau wie der SPD umgekehrt niemand Bonuspunkte für einen durchgeplanten Atomausstieg, für die ökologische Agrarwende oder das EEG zuschreibt, obwohl diese grünen Entwürfe natürlich mit SPD-Stimmen verabschiedet wurde. Sowas kommt der SPD aber an anderer Stelle auch zu gute: PPP, Freihandelsabkommen, etc. werden mehrheitlich der Union angelastet, obwohl da der kleine Grokopartner fleißig beteiligt war.

Abgesehen davon wird auch die SPD nicht wegen der Verschiebung von Lohnnebenkosten zu Arbeitnehmern, den Krankenkassenzuzahlungen und -leistungskürzungen oder den Renteneinschränkungen fertig gemacht, sondern die Agenda 2010 meist auf HartzIV runtergebrochen. Und da ist die Mehrheit der Bevölkerung bis heute gegen ein BGE und für "fördern und fordern", an der Bürokratiereduktion durch die Zusammenlegung diverser Hilfen gibt es sowieso nichts auszusetzen. Was großflächig kritisiert wird, ist der zu niedrige ALGII-Satz und der wurde eben nicht von Rot-Grün bis heute vorgelegt, sondern damals explizit zur kurzfristigen Evaluation ausgeschrieben und seitdem mehrfach geändert, gar auf eine andere Berechnungsgrundlage gestellt. Und zwar mehrheitlich unter Schwarz-Rot, wofür man der SPD eine erhebeliche Schuld zuspricht, was man aber nicht den Grünen anhängen kann ;)
 
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