AW: Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?
Naja, auf der anderen Seite wird rumgemeckert, dass wir in puncto Digitaliserung anderen Ländern hinterherhinken.
Und in nicht wenigen ländlichen Gegenden sieht es mit dem Internet-Ausbau leider immer noch nicht so gut aus.
Es muß in vielen Bereichen mehr gemacht werden.
Das viel Geschehen müsste und auch viel mehr möglich wäre, als geschieht, steht außer Frage. Aber das heißt nicht, dass man mit dem begrenzten Budget, dass man insgesamt investiert, haushalten und somit Prioritäten setzen muss. Und die sind in Deutschland ziemlich klar: Vergiftetes Trinkwasser? Kein Problem. Kollabierendes Klima? Akzeptabel. Krankmachendes Fleisch, an Pflegemangel krepierende Alte, ausgerottete Arten? Na gut. 4k Stream ruckeln? FTTH! GLASFASER!! SOFORT!!! AUSBAU AUF STAATSKOSTEN!!!! UND GLEICH NOCH 5G FÜR JEDE MILCHKANNE!!!!!
Wenn in Deutschland Neonazis systematisch morden und sämtliche Institutionen unterwandern, dann ist das eine Randnotiz für Intellektuelle, aber wenn die Bundesliga nicht mehr günstig zu empfangen ist, dann ist die Hölle los.
Dagegen ist "Facebook & Co" in "Lehmhütten ohne Wasser" geradezu sinnvoll, denn Kommunikation über das eigene Dorf hinaus (typischerweise am Arsch von Afrika nicht über Facebook, sondern Messenger Apps, die teilweise sogar direkte Kommunikation zwischen Geräten oder in regionalen Netzwerken erlauben) und der Zugriff auf Wikipedia, aktuelle Nachrichten und weitere Informationsquellen können eine Gesellschaft weitaus stärker voranbringen, als der Wechsel von Solarzellen auf ein ordentliches Stromnetz.
Es gibt auch Sache, wo Digitalisierung absolut sinnvoll ist. Ganz aktuell die Kassenbon-Pflicht unter dem Mäntelchen Steuerhinterziehung einzudämmen.
Wo doch heutzutage fast ausschließlich digitale Kassen verwendet werden, die jeden Betrag abspeichern und manipulationssicher verschlüsseln können. Das geht in anderen Ländern auch und klappt dort hervorragend.
Stattdessen zwingt man Unternehmen für Kleinstbeträge und oft gegen den Wunsch der Kunden Bons auszugeben, oft auf umweltschädlichen Thermopapier.
Äh: Die neue Verordnung kommt von der EU und entspricht dem, was in anderen Ländern längst üblich ist bzw. ist sogar noch vergleichsweise harmlos. Im Mittelmeerraum bist du meist sogar verfplichtet, den physischen Bon mitzunehmen, sonst kannst du selbst Ermittlungsziel werden. Hier darfst du einen digitalen Bon im Laden lassen... (Ja: Im Gegensatz zu den Märchenstunden, die die Einzelhandelslobby gerade verbreitet, steht nirgendwo was von Papier. Erst recht nicht steht was von 15 cm voller Werbung für zwei Zeilen gekaufte Ware. Man könnte nach der neuen Verordnung den Papierverbrauch gegenüber dem heute üblichen locker halbieren, wenn man wollte. Der eigentliche Grund für das Gemecker über hohe Kosten ist die parallele Einführung neuer fälschungssicherer Kassensysteme, denn die heutigen sind eben extrem einfach zu manipulieren.)
Das kommt dann ausgerechnet von SPD und Grünen, anstatt eine Übergangsregelung zu schaffen, bis zu dem Kassensysteme digital umgerüstet werden müssen. Gern auch mit den Ausnahmen für die Kleinstfirmen.
Gerade bei Kleinstfirmen ist der Steuerbetrug an der Kasse am verbreitesten. Denn da steht dann eben in Personalunion der einzige in der Nähe, der weiß was laufen müsste, der Kassierer und der Firmeninhaber. Eine Supermarktkassiererin wird den Teufel tun und zugunsten der Firma gegen Gesetze verstoßen, aber wenn du beim Handwerker die Hälfte schwarz bezahlst, drückt der die Hand genauso, wie du ein Auge zu.
Es gab also keinerlei Aufstiegsperspektiven, die auch mit höherem Einkommen verbunden waren?
Im real existierenden Sozialismus gab es nur eingeschränkt Aufstieg durch Leistung. Für Führungspositionen war das Parteibuch in der Regel viel wichtiger. Das hat mit den idealen des Kommunismus aber nichts zu tun, das war einfach 1-Parteien-Diktatur, unabhängig von der Wirtschaftsform. Was dagegen inhärent ist: Selbst wer einen höheren Posten hatte, hat auf dem Papier nicht wahnsinnig viel mehr Geld bekommen. Das gehört klar zu den Grundphilosophien des Sozialismus, dass jeder sein bestes gibt und dafür auch jeder einen angemessenen Lohn erhält. Und nicht der Werksleiter für seine 40h 50mal soviel wie die Putzfrau für ihre (weitaus unangenehmeren) 40h. (Mehr was es trotzdem, zumal hochrangige Kader eben unter der Hand an vieles rankamen, aber die Unterschiede zwischen armen und reichem Ende der Gesellschaft waren sehr viel kleiner. Deswegen haben vor dem Mauerbau ja auch primär Studierte rüber gemacht: Denen wurde im Western der Arsch vergoldet, während man im Osten erwartete, dass sie gleichrangig zum Wohle aller statt nur ihrem eigenen beitragen.)
Hilf mir mal - für was steht nochmal das "S" in CSU? WeiSSwurSt?
Nur echt mit extra viel SS
Für Seehofer, ist doch ganz einfach.
Hmm. Strauss, Stoiber, Seehofer, Söder - man könnte meinen, da wär was dran, aber sieht man Dobrindt oder gar Scheuer.
Wer haftet überhaupt im demokratischen Sozialismus?
Der gleiche, wie in der "sozialen Marktwirtschaft" auch: Der Staat/die Gesellschaft/sämtliche Steuerzahler. Ob Fehler machende Unternehmen nun von vorneherein der Allgemeinheit gehörten (Sozialismus) oder mit Rettungspaketen, Krediten, Verteilung von Konkurskosten, Zuschüssen, Subventionen, Behebung von Unfallfolgen etc. von der Allgemeinheit refinanziert werden (Deutschland), macht bei Haftungsfragen keinen Unterschied. Den gibt es nur davor, solange die Unternehmen (auf dem Papier) noch Gewinne abwerfen und die im Sozialismus ebenfalls vergemeinschaftet werden, während sich im Kapitalismus ein paar Reiche die Taschen noch voller stopfen.
Desweiteren kann in einem "kapitalistischen" Unternehmen ein Produktionsplan innerhalb von Stunden oder Tagen angeglichen oder veändert werden.....
Na klar, wenn ein Produkt schlecht ist, dann baut man ein paar Stunden später halt was vollkommen anderes. Sieht man ja gerade in der IT immer wieder: Bulldozer, Netburst, Thermi,...

Umgekehrt kann auch der Plan einer Planwirtschaft theoretisch jederzeit angepasst werden. In der Praxis gilt halt immer: Je größer und weitreichender geplant wird, desto länger dauert es bei Unstimmigkeiten, etwas besseres zu entwerfen. Das ist selbst heute noch so, wo internationale Großkonzerne oft ein halbes oder ganzes Jahrzehnt brauchen, um auf Veränderungen zu reagieren (guck dir das aktuelle Reedereiensterben an, dass immer noch eine Nachwirkung der Eurokrise ist), während kleine Start-Ups 180°-Kehren in einem halben Jahr hinbekommen. (Manchmal. Die Mehrheit geht dabei auch drauf, aber von denen redet hinterher niemand.) In der Vergangenheit, und irgendwie beziehen sich Vergleiche mit "Sozialismus" ja immer auf das technische Niveau der 60er, war das noch weitaus extremer, weil eben tatsächlich für einfachste Abgleichungen jede Menge Papier gewälzt werden muss.